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ciel bleu

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Das Rad sollte ursprünglich „ciel bleu“ heissen. Ein gutes Omen für ein Reiserad. Daraus wurde aber einfach „ciel“, also ein Reiserad für alle Wetterlage. Konzipiert wurde das Rad für Radreisen bis eine Woche. Der hintere Gepäckträger ist bereits gebaut aber nicht installiert.
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Rahmenform habe ich von Meral-Damenrennrad abgeleitet somit das Fahren wie Anhalten bequem sein wird. 32x650B Reifen(Grandbois Cypres) hat genügend Luftvolumen, um komfortabel radeln zu können(geschmeidig ist der sowieso). Und 650B-Radsatz ermöglicht auch etwas tieferen Schwerpunkt, um leichter mit viel Gepäck zu fahren. Proportional finde ich 650B auch stimmiger als 700C bei kleineren Personen/Rahmengrößen.
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Diesmal habe ich darauf Wert gelegt, ein Reiserad zu konstruieren, das ganz gut neben Singer oder Herse stehen(bestehen) kann, technisch aber auf dem heutigen(mehr oder weniger) Stand ist. So ist das Rad eine Mischung von klassisch französisch und modern.
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Rahmen wurde bei Raizin, Japan gebaut. Er hat wieder Muffen nach meiner Zeichnung handgeschnitzt, Röhre ausgesucht(hauptsächlich Kaisei 019) und mit sauberem Fillet-Brazing zusammengelötet. Alle Züge sind innenverlegt.
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Gepäckträger habe ich passend gezeichnet und bauen lassen, was auch mit abnehmbaren Low-Riders erweiterbar ist.
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Touren auf einem schönen Rad, in schöner Landschaft bei einem Schönwetter!
Was will man mehr?!
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Ehrenpreis unter (noch) winterlichem Himmel

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Am Wegerand und auf Wiesen sind sie nun zu sehen, winzig kleine blaue Blüten vom persischen Ehernpreis, eine total unscheinbare Pflanze, eher ein Unkraut. Man freut sich nun auf Krokuse, Hyathinthen und bald auf Narzissen. Aber auf Ehrenpreis achtet keiner, wobei die Blüte(betrachtet mit Lupen) recht hübsch ist. Ich mochte dieses unscheinbare Schönheit schon als Kind auf noch winterlichen Spaziergänge.

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Das erste Rad des Jahres ist ein Alltagsfahrrad, das viele Anforderungen auf hohem Niveau erfüllen soll.

Mit ihm wird der Herr im Anzug und Lederschuhen täglich in der Stadt zur Arbeit fahren. Das Rad wird fast täglich zur U- oder S-Bahn hoch-/untergetragen. Das Rad soll schnelle und flink zu fahren sein. Bergauf sollte man damit leicht zu bewärtigen sein. Gänge sollen leicht und präzis zu schalten sein. Gepäck(Notebook) sollte einfach zu transportieren sein. Termoskanne mit warmen Kaffee soll einen Platz finden. Bequem sollte man drauf sitzen können. Und es soll natürlich auch schön aussehen.
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Daraus entstand ein vollausgestattetes Fahrrad, das trotzdem nicht so schwer ist, obwohl hier Stahlsteuersatz, -vorbau wie -Lenker wegen gewünschter Haltbarkeit eingebaut wurde.
Auf Nabendynamo wurde verzichtet und dafür schöne Lampen von Lyzene ausgesucht, die in Sommermonaten zuhause bleiben können. Einen bequemen Sattel fand ich in Großbritanien, von Dawes, mit Geleinlage und verchromten Federn. Schaltung ist mit Shimano LX 9-fach hochwertig. Übnersetzung ist mit 44Z-11/34Z sehr variabel. Naben sind durable Tiagra 36L. 32mm breite Reifen von Schwalbe Road Cruiser ist sicher genug in der Stadt. Gepäckträger von Racktime/Tubus ist stabil genug für 25kg Last wenn es beansprucht wird.

So ist diese unscheinbare? Schönheit ein recht anspruchsvolles Fahrrad für dessen Bestimmung.
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Übrigens, Ehrenpreis heißt lateinisch „Veronica“, und auf Englisch „Speedwell“.
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LEVEL, Matsuda-san

LEVEL müßte mittlerweile nicht nur für Pisto-Fans bekannt sein, durch sein superpräzise Rennräder wie durch Auftritt auf NAHBS.
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Matsuda-san, der heutige Chef von LEVEL ist die 2. Generation von Matsuda Bicycle Factory, Ueno Tokyo. Man nennt sich nicht für umsonst als Factory. Nach dem Krieg hat der Familienbetrieb Matsuda Fahrräder in Serienpruduktion gebaut, keine Rennräder, sondern damalige Alltagsräder.
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Tokioter Ortsteil Ueno und Umgebung war damals konzentrierter Standort der Fahrradindustrie. Aber die Zeiten änderten sich. Gesamte Fahrradindustrie ging bergab. Als Nachfolger des Familienbetriebes mußte Matsuda-san einen neuen Weg einschlagen. um zu überleben. Erst mit 30 ging er als Lehrling zu einem Meister. Dort lernte er durch Beobachten und Probieren, denn der Meister erklärte nicht so viel wie so oft die Handwerkmeister in Japan waren. 5 Jahre später fing er an, Rahmen für Keirin-Fahrer zu bauen, mit seinem neuen Markenzeichen LEVEL.
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Dieser ziemlich ernsthafte Film vom StaatsTV(Ende 90er) zeigt Matsuda-sans Betrieb, noch im alten Standort unter der S-Bahn.
Er benützt seit 80ern Computerprogramm für den Rahmenbau. Er versucht die Toleranz innerhalb 0,5mm zu halten, beim Schneiden und beim Löten. Das ist ziemlich das höchste, was man bei Stahlrahmenbau vorstellen kann. Sein Ziel beim Keirin ist ganz klar, einen Rahmen zu bauen, damit der Fahrer gewinnen kann. Und seine Präzision wie sein Kenntnis wird auch von Profi-Fahrer sehr geschätzt. Das zeigt auch den großen Marktanteil von LEVEL-Rahmen innerhalb der S-Klasse-Fahrer(Spitzenkader). Er arbeitet mit Muffen oder Fillet-Brazing.
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Das ist aktueller Film über LEVEL und zeigt heutigen Werkstatt/showroom, nur 5 Minuten entfernt von der alten Werkstatt. Dort arbeitet er mit seinem Sohn und 1,2 Mitarbeitern, fertigt 10 bis 15 Rahmen im Monat an. Bei ihm haben auch viele Rahmenbauer gelernt, die sich später selbständig machten. Er ist kein exzellenter Redner, aber stiller Denker.
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Auch in den Filmen kommen seine Originalräder vor, die er für Stadtgebrauch entworfen hat. Sein Interesse ist nicht nur schnelle Keirin- oder Rennräder. sondern Farrad für alle, auch für die ältere und gebrechliche Menschen, zwar nicht nur praktisch, sondern schön und für die Freude des Lebens.
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Ein LEVEL C-1 habe ich noch, das ein wenig an KLEIN Mantra oder an Jaques SCHULZ erinnert, ein originell hübsches Cityrad, in dieser Ausstattung eigentlich 1850,-, jetzt f. 1400,-.
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Wer ein LEVEL-Maßrahmen möchte, kann ich die Bestellung aufnehmen, Track, Road oder C-1.
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Dieser Rahmen ist Jubiläumsmodell zum 65 Jahre LEVEL/Matsuda, limitiert auf 10 Stck. (leider bereits ausverkauft)

Jack Taylor Cycles

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Jack Taylor Cycles in Stockton-on-Tees war einer der besten Rahmenbauer in GB. Jack Taylor baute anfangs Rennräder für sich selbst und für Freunde, denn sie waren begeisterte Rennfahrer.
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Dann später aber mehr Tourenräder und Tandems in sehr hoher Qualität. Drei Bruder Jack, Norman und Ken bauten ab 1936 bis 1990 Rahmen und Räder in ihrer Werkstatt(Rahmen wurde bis 2001 in ganz kleiner Menge weitergebaut).
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Dabei baute Norman die Rahmen, Jack machte Lackierung wie Beschreiftung/Linierung und Ken die Montage wie den Radbau. Ab 1942 firmierten sie Jack Taylor Cycles.
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Ihre Räder waren für britischen Verhältnis recht kontinental-orientiert. Man sieht deutlich einen große Einfluß von französischen Fahrradbau wie Herse oder Singer. Damlas in GB war Massed Start Rennen auf öffentlichen Strassen nicht erlaubt. Jungentliche in GB hatten großen Sehensucht nach Strassenrennen wie auf dem Kontinent. „Continental“ war ein Schlagwort für britische Fahrradfreunde damals. Jack Taylor baute französische Teile ein und benützte sogar oft französischen Steuersätze(metrisch!). Das war in GB ganz selten.
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Die drei Brüder waren begeisterte Rennfahrer und nahmen auch das erste und noch nicht erlaubte britische 5-Etappen-Strassenrennen, organisiert von der neuen British League of Racling Cyclists (BLRC), die Alternative von NCU (National Cyclists Union), die alle Rennen in GB damals organisierte. Jack wurde respektabler Zehnter, andere Brüder etwas dahinter. Daraufhin wurden sie von der NCU für immer ausgeschglossen,,, Aber kontinentaler Einfluß wurde so deutlich so daß Massed Start Strassenrennen ab 1942 möglich wurde.
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Nach dem Krieg herrschte Materialmangel. Es war schwierig Muffen zu besorgen. So fingen Taylors muffenlos zu bauen, mit fileet Brazing, die damals bronze welding genannt wurde. So sind die meisten Rahmen von Jack Taylor muffenlos.
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Bekann war der Rahmen mit gebogenen Sitzrohr „curved seat tube“, um den Hinterbau kurz wie möglich zu halten.
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Taylors bauten auch sehr viel Tandems, was in GB auch recht populär war.

Es gibt einen Film über Taylor Brothers, den BBC 1986 produziert hat. Manche Szenen in der Werkstatt sind recht interessant anzuschauen, wie sie gebaut haben.

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Einen Reiseanhänger hatten sie auch im Programm. Das war ursprünglich von einem französischen Fahrradkonstructeur Goeland entworfen. Taylors hatten guten Kontakt mit Französen und baute anfangs im Auftrag dessen diesen Anhänger. Das kann mann als Urspung des heute noch ganz aktuellen Reiseanhängern ansehen.
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Jack Taylor war auch in den USA recht populär als einer der Besten. So ist das auch ein Grund, daß sie bis 2000 überlebt haben. Sie bauten auch mal Mountainbikes, Tricycles, oder Nachbau von Paris Galibier. Das alles konnten sie sehr sehr gut.
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Aber vor allem ihre humorvolle Art macht diese Marke recht sympathisch. Ich hätte vielleicht auch mal gerne ein Jack Taylor, curved tube, oder einen Tandem?
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Über Jack Taylor Cycles gibt es eine sehr informative Website. Hier steht ziemlich alles über diese Marke:
http://www.blackbirdsf.org/taylor/

Main d’Or Umbau

Main d’Or ist die Marke vom Rahmenbauer „Kessels“, Belgien, der auch für die „Marke Eddy Merckx“ Rennradstahlrahmen gebaut hat.
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Bildmarke ähnelt sich sehr an Rudge’s Head Badge. Natürlich ist Rudge viel älter als Kessels.
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Dieses Rad baute ich vor einigen Jahre auf. Der Rahmen ist hübsch und sehr leicht aus dem Reynolds 531 double butted Rohrsatz.
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Nun soll es alltagstauglicher werden, vor allem mit Schutzblech, und Lampen. Da Kessels früher französisch anmutende Fahrräder gebaut haben, baute ich gehämmertes Schutzblech von Honjo, H-27. Manchmal wird Kopie besser als Original, auch wenn Original wie LeFol wie Cagnion heute noch respektabel ist.
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Der alte Sattel war durch, ein neuer mußte her. Das ist Gelsattel von Dawes(natürlich made in Taiwan). Evtl. kommt doch ein alter Brooks B67 in Einsatz.
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Gepäckträger? Hmm, vielleicht Velo Orange constructeur rack, falls gewünscht wird.
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Natürlich habe ich für die Sicherheit gedachte kugelrunde Enden von Bremshebeln ausgeflext, einfach weil ich sie nicht mag.

Wie ein Rennrad sein sollte,,

Hier ein sehr schöner Blogeintrag von „Bike Snob HB„.

Viele Parameter stehen in Abhängikeit mit anderen und beeinflüssen gegenseitig.
Und letztendlich ist der Fahrer das wichtigste Element.
Da jeder Fahrer ein Unikum ist, sollte ein Fahrrad für ihn gefunden werden, das ihm gut
zusammen passt, physikalisch wie psychologisch.
Geschriebenes auf Fachzeitschrift/Testbericht/Werbung usw. sollte man für sich richtig interpretieren. Das ist gar nicht einfach.
Das Beste, was man machen könnte, ist viele Fahrräder auszuprobieren, soviel es geht.

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Fahrer und Fahrrad verschmelzen sich zusammen in eine Einheit. Das wäre ideal.

Panasonic 1988, Maßrahmen

Es gibt eine Serie Fernsehwebung von Panasonic für ihre Maßrahmen, so um 1988.

Hier sieht man japanische old-Rando-freaks, darunter Imai-san, der lange Zeit Fachzeitschrift „New Cycling“ publizierte, sozusagen das Vorbild für Jan Heines „Bicycle Quarterly“. Diese Jungs sind alle wirklich erfahrene Randonneurs.

Panasonic baut seit jeher Fahrräder und fertigt Maßrahmen an.
Sogar wird der Maßrahmen in 2 Wochen fertiggestellt und geliefert(natürlich mit Einschränkung in Form und Ausstattung).

Warum Panasonic Fahrrad baut, fragen manche. Das ist doch eine Electronic-Konzern. Aber der Grunder von Panasonic, Kounosuke Matsushita, ein Bauernsohn, fing sein Berufsleben als Lerhling bei einem Fahrradhersteller. Da blieb er dem Fahrrad treu.

Eigentlich ist „Panasonic Cycle Tech“ heute ein eigenständiges Unternehmen. Und Panaracer, der gute Reifen herstellt, auch Tochterunternehmen von Panasonic, wurde neulich an Investorunternehmen verkauft. Ich hoffe, Panaracer würde weiter an kleine Unternehmen wie Grandbois oder Fairweather Reifen entwickeln und beliefern.

mit Röcke auf dem Sattel

Anlaß zu diesem Topic gab es im letzten Sommer. Ich habe zufällig eine Radlerin von ihrem Fahrrad befreien müssen, deren Rock zwischen Hinterradfelge und Bremse geraten war. So konnte sie überhaupt nicht mehr fahren/bewegen. Sie konnte nicht aus dem Sattel, konnte gerade auf einem Fuß stehen und nicht selbst diesen Umstand lösen, also Schachmatt. Ihr weißer Rock wurde dreckig und stellenweise zerfetzt. Glück im Unglück, daß sie keine Verletzung zugezogen hat. Ihr Kleid sah etwa so aus wie das Bild unten.
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Radeln mit Rock ist funktionell gesehen keine gute Idee. Aber viele wollen nicht drauf verzichten. Das versteht man auch. Es gibt dabei ein klarer Gesundheitsrisiko; Rock(vor allem langer und weiter) kann in die Speichen kommen und das Rad blockieren. Rock könnte kaputt gehen und Radlerin fällt um.

Dafür gab es früher(und gibt es immer noch) Netz für das Hinterrad. Es gab verschiedene Muster, british, französisch usw. Es gibt heute auch aus Metallgitter oder aus Kunststoff. Sie finde ich nicht so schön, und sind schwerer.
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Wer oft beim Radeln lange und weite Röcke trägt, ist der Rocknetz sehr sinnvoll. Hier könnte man selbst kreativ werden und eigene Rocknetz basteln.
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Das ist nicht gut gelöst, denn der Rock könnte sich zwischen Bremsen und Felgen geraten. Man sollte darauf achten, daß Rockschutz stabil und sicher genug ist, und daß er nicht in die Speichen geraten werden soll.

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Das ist Rockschutz aus Leder. Vorausgesetzt, daß das Fahrrad beim Regen nicht draußen steht.

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Beim elastischen Stoff könnte man den Rock zusammenbinden.

Leichte und weite/mittellange Röcke unterliegen beim Radeln dem Marilyn-Effekt, d.h. Rock wird sich durch Luftdruck öffnen und nach hinten flattern wollen. Ob dieser Effekt unerwünscht ist oder überhaupt als Problem betrachtet werden soll, möchte ich hier nicht weiter eingehen. Es besteht hier auch die Gefhr, daß solche flatternde Röcke ins Speichen geraten können. Als einfache Lösung habe ich bisher Wäschekrammer empfohlen.

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Früher gab es einen extra dafür gedachte Krammer. Das gibt es lange nicht mehr, dachte ich. Weit verfehlt, es gibt ihn wieder! Also ist der Bedarf doch größer als man denkt.

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Das ist eine traditionelle Form vom Clip zum Radeln.
Und das ist etwas moderner.
Und das ist noch einfacher wie verblüffend, und funktioniert auch bei längeren Röcke.

Prompt bekam ich eine Mail vom Leser Stephan R. Seine(oder seine Mutters) Idee ist einfach wie praxiserprobt. Hier die Lösung:
Röcke auf Rädern? Ganz einfach!
Hallo K,
das Rockproblem lässt sich ganz einfach lösen: Man näht einen Druckknopf vorne und hinten mittig von innen an den Rock. Vor dem Aufsteigen zwischen den Beinen zusammenköpfen und fertig. Meine Mutter erzählte mir von dieser einfachen Lösung. Mitte des vorigen Jahrhunderts war sie bei ihr und ihren Freundinnen usus.

Und jetzt habe ich einen Werbefilm für Rockschutz fürs Radeln aus dem Jahr 1949 gefunden; DressClamp for Cyclists.

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Copenhagen Cycle Chic empfiehlt einfach, die Knien zusammen zu halten. Das ist aber nicht so angenehm beim Treten.

Und es gibt auch Schnittmuster für Röcke, die zum Radeln besser passen. Sowas könnte wieder en vogue werden.
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Es ist die Freiheit jeder Radlerin, mit welcher Kleidung sie radeln möchte. Hauptsache, es ist sicher und macht Spaß. Alles weiteres ist eher belanglos.
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British Roadsters

Hierzulande sehr beliebte Hollandräder haben ihren Ursprung in Großbritanien. Dort hießen sie Roadsters. Sie waren City-Fahrräder für den Alltag und für kleine Touren, also ein Allzweckfahrrad, sozusagen. Diese Form war schon etwa 1910 fertig entwickelt. D.h. Hollandräder sind echte Fossile bzw. Klassiker.
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Beide Fotos aus dem Sunbeam-Katalog vom 1910

Für bestimmte Zwecke sind Roadsters immer noch optimal. Hier ist die Weiterentwicklung fast überflüssig. Gute Roadsters waren qualitativ sehr hochwertig. Vor allem Räder von „Sunbeam“ waren Rolls Royce unter den Fahrrädern. Sie waren auch recht teuer.
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Sie hatten sehr gut funktionierende Canti-ähnliche Bremsen, Abgekapselte Ölwanne für die Kette, integraler Steuersatz(was früher oft gab) usw.
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Einige Detailserläuterungen aus dem Katalog 1940

Aber in den 30er Jahren ließ die Qualität etwas nach, wegen Massenproduktion. Außer Sunbeam gab es noch viele Hersteller wie BSA, Carlton, Hercules, Raleigh, Rudge usw.
Nicht nur für private Zwecke, sondern auch für manche Berufe wie Polizist, Briefträger, Krankenschwester, war Roadster nicht wegzudenken. Über Roadsters siehe Wiki.
Wäre mir wünschenswert, wenn Roadsters oder heutige Dutch-Bikes wie Gazelle etwas leichter wäre,, also doch noch weiterentwicklungsfähig,,

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