Cicli Bonnano

Seitdem er vor ein Paar Jahren zu meinem Stand auf der Messe kam und Fragen stellte, ist er im Gedächtnis geblieben. Und seitdem ich seine Rahmen auf diesjähriger Messe gesehen habe, wollte ich mal mit ihm zusammenarbeiten. Niccolò Bonanno, der junge italienische Rahmenbauer, der in Berlin lebt und arbeitet.
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Und ich habe die Gelegenheit gefunden. Für ein rennradähnliches Stadtrad habe ich einen Rahmen entworfen, mit italienischem Rohrsatz seiner Wahl. Nico ist ziemlich gerade wie seine Rahmen, die minimal puristisch wirken. Sein Herz schlägt für leichte schnelle Räder. Er ist selber leidenschaftlicher Fahrer(und Höhenmetersammler). Stadtrad ist nicht so richtig sein Ding. Dieses Projekt liegt so für ihn im Grenzbereich. Aber wir sind zufrieden mit dem Ergebnis der Kollaboration, und ich denke, der Kunde wird auch zufrieden sein. Ich würde gerne wieder mit Nico zusammenarbeiten, für sauschnelle Stadträder.

VETERAMA Mannheim, 06. – 08. Oktober

Veterma ist der größte Oldtimermarkt in Europa, u.a. auch für Fahrräder. Das müßte für Kenner und Liebhaber bekannt sein. Es scheint(ich war noch nie da) gigantisch zu sein. Auch für diejenige, die etwas restaurieren wollen, ist der Markt interessant. Es gibt Aussteller für Metallveredelung, -verarbeitung und Oberfkächenverarbeitung. Dieser Gegend Sinsheim wie Mannheim ist verdächtig interessant für Technik-Interessierten und Oldtimer-Liebhabern. Wenn man diesen Tagen in Mannheim oder in der Nähe sein sollte, ist es zu empfehlen, mal reinzuschauen. Doch Reinschauen ist ein ganz falscher Begriff. Diese Veranstaltung wird viel Zeit, Konzentration und Portemonnaie beanspruchen, vielleicht gefährlich sogar,,
Veterama-Mannheim

Ulis Fahrradmuseum, Spandau

Nach Spandau komme ich nicht so oft, 3,4 mal im Jahr. Viele lachen über Spandau; sie sei wie eine Kleinstadt in Westdeutschland. Irgendwie stimmt das auch. In der Mauerzeit gab es böse(lustig gemeinte) Jungs, die einen Verein gegründet haben, mit dem Ziel, Spandau mit angrenzendem Staaken(damals DDR-Gebiet) zu tauschen. Aber so schlimm ist Spandau gar nicht. Es ist grüner als in Berlin, nicht so dicht bebaut, hat viel Wasser. Ausserdem gibt es viel historische Industriebauten. Und am Wasser entstanden und entstehen viele moderne Wohnhäuser. Gute alte Wohnbauten gibt es auch. Typisch Berliner Randgebiet? Aber mit eigener Geschichte. Spandau an sich ist älter als Berlin. Zitadele aus Renaissance-Zeit ist hochinteressant, Altstadt läßt noch ihre alte Form erahnen, Stadtmauerreste aus dem Mittelalter, barock gegliederte Innenstadt mit einigen alten Häusern. Gefühlsmäßg weit weg für Bewohner im Ostteil Berlins, aber sehenswert ist sie allemal.

Der Grund, warum ich am vorletzten Sonntag nach Spaudau wollte, war Ulis Fahrradladen in der Jagowstrasse dort. Er hält schon lange historisch interessierte Fahrradenthusiasten zusammen, hat neben seinem Fahrradgeschäft ein Fahrradmuseum und unterhält einen Verein „Hitorische Fahrräder Berlin e.V.“, lange bevor klassische Fahrräder populär und Eroica/Tweed Run u. Co. modisch wurde. Und heute ist ein Fahrradteilmarkt.

Plan Karl August Platz bis Ulis
Ich versuche, möglichst am Wasser entlang zu radeln.
Startpunkt Karl-August-Platz, wo am Mittwoch und vor allem am Samstag einer der besten Märkte in Berlin stattfindet. Dann Krummestrasse hoch. An der Ecke Otto-Suhr-Allee(frühere Berliner Strasse)schaut man den hohen Turm vom Rathaus Charlottenburg am . Das Gebäude ist im Jugendstil erbaut mit reicher Ornamente, was in einem interessanten Kontrast zum Nachbarhaus Postamt Charlottenburg 1 im Bauhausstil steht.
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Alt-Litzow ist der alte Dorfkern von Lietzow, später Charlottenburg. Man sieht immer noch, daß hier ein Angerdorf war. Am Platz ist Malteser Hilfsdient in einem alten Feuerwache Lietzow. Gegenüber steht das Charlottenburger Standesamt in Villa Kogge.
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Durch Lüdtgeweg zum Spree. hier sind mehrere Gebäude von Caritas, überwiegend Seniorenheime. Eine hübsche Fußgängerbrücke „Siemensteg“ spannt sich über die Spree. Auf der anderen Uferseite befindet sich Kraftwerk Chartlottenburg, ehm. Elektrizitätswerk, heute ein Heizkraftwerk. Bis 2000 gab es mit Kohle betriebenes Werksteil. Daher hat man damals noch Kähne mit vollbeladenen Kohle anliegen gesehen. Interessant sind aus den unterschiedlichen Epochen stammenden Gebäuden als Enssamble der Industriebauten.
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Der Fuß- und Radweg zwischen Caprivibrücke und Schloßgarten war lange Zeit Baustelle. Er ist aber nun fertiggestellt und befahrbar. Charlottenburger Schloßgarten ist täglich offe, ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Es gab mal Versuch, Radfahren auf dem Gartengelände gänzlich zu verbieten. Das hat zum Glück nicht funktioniert. Wenn man eine Runde drehen möchte, kann man besser das Rad parken und zu Fuß laufen.
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Prächtiger(mindestens im Sommer) Barockgarten und lieblicher Englischer Garten dominieren die Fläche, aber es gibt im hinteren Teil auch Liegewiesen und Kinderspielplatz.

Und ganz hinten gibt es einen Nebeneingang, der praktisch ist, wenn man von der S-Jungfernheide kommt. Hier schiebt man am besten das Rad unter der Bahnbrücke, dann kommt man in die Gartenkolonie an der Spree rein. Hier ist der Weg oft sehr schmal. Langsames Radeln wäre angebracht. Dieser Weg bis Wiesendamm(etwa 4km) ist manchen Charlottenburger und Spandauer beliebt(manche nützen ihn als Arbeitsweg mit dem Rad), ist aber für die Bewohner in anderen Bezirken wenig bekannt.
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Früher standen Lauben hier auch direkt am Ufer. Sie wurden gekündigt und abgerissen, um für das Eurokahn-Projekt Schleusen und Spree auszuweiten. Und die Eurokähne?, die nach EU-Politiker und -Beamten freizügig gange Eu-Innengewässer mit Überseekontainer befahren können, gibt es immer noch nicht. Für das Projekt wurden zahlreiche Gewässer ausgeweitet, tiefer gebaggert, Brücken höher gelegt. Vielleicht ist das Projekt mittlerweile aufgegeben? Ich weiss leider nichts weiteres. Diese Bahnbrücke wurde auch in der Zeit abgerissen. Einst fuhren die S-Bahnzüge nach Siemensstadt bis Gartenfeld.
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Einige verkaufen selbstgemachten Honig oder Gemüse/Obst. Es ist nett, anzuschauen, wie die Laubengarten gepflegt werden. Jeder macht etwas anders. Und manche Lauben sind richtige Häuser, in den man permanent wohnen könnte. Es sieht fast so aus, daß man an der Fürstenbrunner Brücke die Treppen hochsteigen muß, um die Strasse zu überqueren. Nicht nötig, unter der Brücke gibt es einen ganz schmalen Weg. Radeln ist nicht ganz einfach, besser absteigen und schieben.
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Der Weg ist schön aber eng, so daß man wenn nötig anhalten oder absteigen sollte. Man verliert nicht viel Zeit dadurch.
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Und endlich? kommt man auf die Strasse. Situation ändert sich schlagartig. Wiesendamm und dann Freiheit(Was für eine Strassenname!), hiere ist ein altes Industriegebiet. Wo Wiesendamm endet und Freiheit beginnt, kann man recht in die Sopgienwerderweg einbiegen(Komoot konnte diesen Weg nicht erkennen,,). Am Spree auf der gegenüberliegende Seite steht Kraftwerk Reuter.
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Dieser Gegend ist heute hauptsächlch für die Abfallbeseitugung/Baumatrialversorgung tätig. Früher gab es normale Kleinindustrie wie Gießerei, Metallverarbeitung usw. Sie sind aber verschwunden. Nur alte Bauten lassen ahnen, was hier früher war.
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Entlang Spree kann man den Sophienwerderweg weiter radeln. Aber vor dem Tor des Wasser- und Schiffahrtsamtes ist es Schluß und man kommt nicht weiter. Deshalb radelt man gleich auf die Freiheit zurück. Für die freunde der Industriergeschichte gibt es hier einige schöne alte Gebäude. Sogar Reste der Werkbahn mit 600mm Spurweite ist noch vorhanden, ein wenig.
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Wenn man Spree überquert, ist man gleich in der Spandauer Altstadt. Hier fliesst Spree in die Havel. Ein strategisch wichtiger Ort. Daher gab es früher massive Militärpräsenz, und auch Rüstungsindustrie.
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Spandau hat ausser Zitadelle noch mittelalterliche Mauerreste und einige alte romantisch gelegene Häuser. Havel entlang radelt man im Park nach Norden. Dann kommt der Brauereihof mit janz chicen alten und neuen Häusern, teils Hotel und Gastro, teils Wohnhäuser. Danach kommt die Hafenanlage mit Spreicherhäusern, die nicht mehr benützt wird. Auch hier wird sicher tuere Wohnungen entstehen.
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Raus aus dem Brauereihof in die Jagowstrasse. Hausnummer 28 ist Ulis Fahrradladen und Museum. Teilmarkt interessiert mich nicht so sehr. Ich wollte nur den Blick reinwerfen. Uli sehen und Hallo sagen. Das Radeln hierher war schön genug, auch wenn sein Museum einige schöne Räder verbirgt. Mit ein Paar Enthusiasten kurz gequatscht, dann bin ich auf eine andere Route zurückgeradelt.
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Fürstenberg nach Warnitz, via Lychen, Templin, Gerswalde

Diese Tour (ca. 78km) ist nicht für Rennrad. Die Route beinhaltet viele Waldwege mit losem Boden(22%). Einige Schtrassenabschnitte sind mit Kopfstein gepflastert(15%). Empfehlenswert ist Trekkingrad mit etwas breiterem Reifen oder Mountainbike. Uckermark geniessen bedeutet auch fast automatisch, viele Auf- und Abfahrten(diesmal je 400m) geniessen. Sie sind zwar alle kurz, aber erfordern eine gute Kondition. Aber über die Hälfte sind Radwege. Viele Strassen sind ziemlich leer. Für Rennrad oder schnellere Tour sollte man Waldwege meiden und ruhige Strassen suchen.
Fürstenberg Lychen Templin Gerswalde Warnitz

Jetzt sind nur wenige Urlauber hier. Orten und Seen ist die Ruhe eingekehrt. Vor allem morgen früh ist niemand unterwegs. Dunstschleier schwebt auf der Wasseroberfläche. Das Wasser ist scheinbar noch nicht ganz kalt. Ich habe eine hübsche Nymphe schwimmen gesehen. In der Stille hallte nur ihr Atem.
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Auf den Radwegen ist auch wenig Verkehr. Radtouristen/Radreisende sind kaum noch da. Hier könnte man zügig radeln, wenn man will oder eilig ist.
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Für Lychen ist heute kein Halt eingeplant. Für das zweite Frühstück wird Templin angepeilt. Also, der Plan sieht vor, in Templin 2. Frühstück, in Gerswalde Mittagessen und Kaffee. Das sind ganz wichtige Orientierungspunkte.

Entlang Zensee gibt es geteerten Radweg im Wald, der ganz schön auf und ab geht. Das kann man sportlich geniessen, oder gemütlich bewältigen. Über eine kleine Brücke, die sich über die Engstelle zwischen Zensee und Platkowsee spannt, nach Wuppgarten, dann gleich in den Wald. Hier ist der Waldweg gut zu radeln.
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Von Gandenitz bis Templin radelt man wieder auf einem gut ausgebauten Radweg.
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Templin ist eine für uckermärkisches Verhältnis gut gehende Stadt. Toll ist komplett erhaltene mittelarlterliche Stadtmauer aus Feldstein und Stadttoren aus Backstein. Innenstadt ist, wie so oft, weil mittelalterlicher Stadtkern durch Brand verlorenging, Barock aufgebaut und hat auch viele hübsche alte Häuser. Auf dem Markt war gerade jährlicher Töpfermarkt und sehr belebt. Hier haben wir uns mit Kaffee und Waffel (wer hat noch Würstchen gegessen!?) gestärkt, schauten die Stadt ein wenig und fuhren weiter.
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Um Templin zu verlassen fuhren wir Prenzlauer Chaussee. Hier kann man stattdessen entlang Templiner Seeufer radeln(schöner). Wir wollten ein wenig tempo machen. Ein Stückchen auf der Bundesstrasse B109 hatten wir zu radeln, um dann in den Waldweg Richtung Laatz einzubiegen. Hier beginnt ein etwas schwierigerer Abschnitt dieser Tour. Dieser Waldweg ist teils sandig, teils matschig, hat recht viel Auf und Ab(z.T. steile) so daß man sich drauf konzentrieren muß, gute Fahrlinie zu finden.
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Ab Milmersdorf nehmen wir eine alte Pflasterstrasse, die nur halbherzig übergeteert war und die Teerschicht längst abgeblättert ist. Gleich nach Groß Kölpin gibt es ein kleines Moorgebiet. Moor ist ein Thema beim Naturschutz. Brandenburg mußte vor der Urbanmachung sehr große Moorfläche gehabt haben. Luch ist die brandenburgische Bezeichnung von Moor.
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Endlich Gerswalde, endlich Mittagessen! Natürlich im Cafe zum Löwen, wo die freundliche Japanerinnen leckeres kochen und backen. Cafe ist nun umgezogen in den Großen Garten. Alte Location war sehr nett, jetzt ist sie noch netter. Curry für alle, alle zufrieden und glücklich. Hausgemachte Ginger Ale und Hibiskustee sind auch lecker.
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Nach sehr gutem Kaffee und Kuchen müssen wir bald aufbrechen. Schade, hier könnte man länger verweilen. Aber wir haben heute eine eng getimete Rückfahrt von Bf. Warnitz nach Berlin. Noch 15km in 1 Stunde. Die Strassen werden jetzt besser, mehr bergab als bergauf. Also gut machbar.
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Es war nsgesamt etwas anstrengend, aber recht abwechselungsreich und zufriedenstellend. Für diese Tour wäre es empfehlenswert, mehr Zeit zu nehmen. Dann könnte man mehr Pause einlegen, und die Orte besser besichtigen. Der Zug war nicht ganz voll so daß wir alle Platz finden konnten.

Einsteinturm, Potsdam

Einsteinturm in Potsdam, auf dem Telegrafenberg, ist ein Symbol der modernen Wissenschaft in Deutschland. Vom Posdamer Hbf. ist dieses Gelände nur 10 Minuten mit dem Rad.
Einsteinturm Lage

Wir radeln von Berlin aus, entlang Havel. Ab Glienicker Brücke kann man durch Potsdam raden, oder durch Babelsberger Schloßgarten und Nuthe-Park. Zweite Möglichkeit ist etwas länger, aber deutlich gemütlicher und schöner.
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Hier, hinter dem Potsdamer Hbf. fließt Nuthe in die Havel ein.

Im Gelände der Observatorien, wo prächtige Bauten mit preussisch-klassizistischem Baustil nach Schinkel, u.a. Astrophysikalisches Observatorium, emporragen, steht der Turm, gar nicht so groß wie man es ahnt, merkwürdig still.
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Einsteinturm ist ein Gerät, mit dem man Einsteinsche Allgemeine Relativtätstheorie durch Messung von Rotverschiebung des Sonnenlichtes beweisen wollte. Das gelang nicht(andere Noise war zu groß, sozusagen).
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Der Architekit Erich Mendelsohn hat aber die Modernität, wie die Geist der Zeit und der Wissenschaft, radikal deutlich zum Ausdruck gebracht. Einige Bauten von ihm stehen in Berlin, u.a. Schaubühne und IG-Metall-Haus.

Dieses Gelände wird heute von Wissenschaftsinstitute benützt. Besucher dürfen ins Gelände, aber nicht die Gebäude betreten. Cafe/Kantine für Mitarbeiter ist offen für alle(Mo. – Fr.). Neben Bauten aus Preussenzeit gibt es auch interessante moderne Bauten. Mir gefällt auch Bauten aus Wellblech sehr gut.
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Ortsbezeichnung Telegrafenberg(Telegraphenberg) komm daher, daß hier ein Telegrafenmast stand und steht, der ein Teil von der preussischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Koblenz war. Und die Telegrafie funktionierte nicht elektrisch, sondern optisch. Der Mast hat mehrere Arme, wie ein altes Eisenbahnsignal. Damit konnte man nacheinander Zeichen setzen, ja wie Rauchzeichen. Sie werden beobachtet und von Station zu Station weitergegeben, toll.
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Hier in Potsdam kann man sicher irgendwo ins Cafe gehen. Aber wir zogen Fährhaus in Caputh vor. Es war gut voll aber wir fanden einen Platz unter dem großen Baum. Natürlich haben wir Kaffee und großen Pflaumenkuchen genossen, ich mit Sahne, er mit Eis. Aussen kroß, innen saftig. Wonnig und satt im Halbschatten hätten wir fast einschlafen können.
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Aber wir standen irgendwann tapfer auf, und radelten bis Werder. Von dort nahmen wir Regiozug, der natürlich bei solchem Wetter und der Uhrzeit gegen 18 Uhr ganz voll war mit Fahrrädern, Kinderwagen und Anhängern. DB überläßt uns Passagieren, irgendwie miteinander auszukommen. Das gelingt auch meistens, mit Humor, Geduld und Kreativität.

Und kurz vor Charlottenburg kam ein flüchtiger Regenschauer, und schau! Auf dem Himmel erschien so ein prächtiger Regenbogen. Alle, die innerlich doch ein wenig genervt waren, sind gleich begeistert und glücklich, machen Fotos vom Regenbogen durch Zugfenster. „Wie toll!, super!“, so einfach kanns sein.
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Wieder in Berlin, Werkstatt offen

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Von 11 Tagen Urlaub 3 Tage wegen Magen-Darm-Grippe flachgelegen(auch die ganze familie). Trotzdem viel geschafft, Unkrauf ausgezogen, überwuchernde Äste geschnitten, Brennholz für den Winter gelagert, neue Kräuter eingepflanzt, fast täglich ans und ins Wasser(Jagst), auch fast täglich ca. 2 Std. geradelt, täglich mit Quasi-Nichten gespielt/gekämpft, mal und wieder gekocht, täglich Bier getrunken, mal bei Nachbarbauern Feste gefeiert, und viele Tiere gesehen(Kühe, Reh, Spitzmaus, Ziege, Schaf, Fische, Schwäne, Grau- u. Silberreiher, einige Greifvögelarten, süße freilaufende Katzen, Wespenspinnenweibchen, Weinbergschnecken wie Nacktschnecken, unzählige Mücken, die auf meine Haut heftige Spuren hinterliessen, bevor sie ins Nirwana geschickt wurden), und auch viele Radfahrer, die gemütlich genüßlich bis schön sportlich an der Jagst radelten. Es war schöne Tage.
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Schlachterei vor dem Urlaub

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Umbau vom Werkstattkeller war anstrengend genug. Und das auch noch, eine feststeckende Sattelstütze. Manche sagen Cola wirkt, große Hitze wirkt, Schlaghammer wirkt usw. Mitnichten! Das schadet evtl. den Rahmen und Lack, auch wenn es überhaupt funktionieren würde. Beste und ziemlich die einzige Methode ist, Sattelstütze abköpfen, und das im Rahmen steckende Fleisch ausfräsen. Das geht nur mit verstellbaren Raibahlen, zwar recht zeitaufwendig, da man in sehr kleinen Schritte Durchmesser vergrößern soll. Eine zeit- und kraftaufraubende Angelegenheit, die auch noch Geduld fordert. Um 15cm Sattelstütze wegzufräsen brauchte ich fast 2 Stunden(mit Pausen zwischendurch,,). Bin nun endgültig urlaubsreif.
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Bei solcher Arbeit nennen wir(ich und mein Kollege Dan Santucci) uns „Cycle Butchers“.

Sommerpause, 16. – 28. August

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Wie jedes Jahr mache ich auch heuer eine Sommerpause. In diesem Zeitraum bleibt die Werkstatt zu. Und keine Elektrofunkkommunikation möglich. Bitte um Verständnis dafür.
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Ich werde mein bestes geben, nicht zu arbeiten, nicht (zuviel) an Fahrrad zu denken, stattdessen nur faulenzen und das Nichtstun geniessen. Famile halten mich sowieso im Trab.
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Euch schöne sonnige Tage, viel Spaß und viel Sommerfreude! Und auch schönes Radeln!!
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noch eine Woche, dann

Alltag macht den Kopf voll, konstruieren, umbauen, reparieren, lackieren, um alles kümmern und organisieren, auch noch keller aufräumen und umbauen, ächz. Aber Countdown läuft. In einer Woche gehe ich in die Sommerpause. Hoffe, ich kann ein wenig radeln, ohne(oder nur wenige) familiäres Hickhack, schönes Wetter, nicht kalt, nicht zu heiss, usw.
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Nettes Essen, anregendes Gespäch, leckeres Kuchen, gute Luft, wenig Lärm, Beschäftigung mir der Erde und Pflanzen, das alles wird meinen Kopf wieder etwas frei machen. Ich freue mich schon drauf.

Schrottrad, oder was?! Scrap iron, or what!?

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Einer kam hilfesuchend in die Werkstatt. Zuerst dachte ich, oh ein schrottiges Rad! Aber nachdem ich näher angeschaut habe, dachte ich; hmm, das ist doch hübsch. Ausserdem, daß der Rahmen Basso aus den 80ern ist, und lieblos schwarz gepinselt ist, sind die Teile, die allsamt ungepflegt schrottig aussehen, vielleicht doch sehr durchdacht ausgesucht. Ich könnte fast von einer geglückten Komposition sprechen, was sicherlich reiner Zufall ist. Das gefiel mir.
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Eigentlich sollte nur reifen erneuert werden und die Kette richtig gespannt werden. Ich habe noch den ausgetrockneten und ganz flach gewordenen Brookssattel wieder in Form gebracht, Rahmen leicht geölt. Nun sieht das Rad wie ein verborgener Schatz aus und es gefällt mir noch besser. Wenn jemand mit solchem Schrott kommt, kann ich schlecht „Nein“ sagen, pflegende Hand anzulegen.