franco-japonais

lancement:
Toei sportif
Mittlerweile ist es vielen bekannt geworden, daß manche Japaner francophil sind, nicht nur bezüglich Kunst oder Cuisine, sondern auch beim Fahrrad. Warum eigentlich?

préhistoire:
Nachdem Japan das Land öffnete, entstand relativ rasch eigene Fahrradindustrie zum Ende des 19. Jhdt., bekannt ist die Stadt Sakai, wo bereits lange Zeit Waffenschmiede gearbeitet haben. Parallel zu St. Etienne ist deutlich. Miyata, auch ehm. Waffenschmied, begann in Raum Tokyo Copy von Rudge zu bauen. Rudge ist der Erfinder vom Roadsters. Rasch wurde Fahrrad ein wichtiger Exportartikel für japanische Wirtschaft(im asiatischen Raum)

Britischer Einfluss dauerte lange, bis in die 50er Jahre. Fahrräder in Japan waren alles im britischen Stil. Roadster ist der Prototyp von heutigen Mama-Chari(Muttis Rad, Billigfahrrad schlechthin). Und sportliches Fahrrad wurde dort Club Model genannt. Eigentliche Bedeutung dieser Bezeichnung ist unbekannt. In Großbritannien gab es öfters ein Club Model in Rahmenbauers Catalogues. Das war ein Einsteigermodell ins Lightweight und oft stand als Radclub-Bestand für Mitglieder zur Verfügung. Japaner machten Touren mit diesem Club Model. Es war mit schmalen Reifen bestückt, Singlespeed oder mit Schaltnabe, und obendrauf schwer. Die Strassen in Japan waren schlecht, kaum geteert, und die Topografie recht bergig. Sportrad im britischen Stil passte eigentlich gar nicht zu japanischen Gegebenheiten.

Alps in Tokyo war ein Vorreiter des Radreisens. Gegründet 1918, als Sportfahrradfachgeschäft ab 1946, entwickelte Alps eigene Modelle. Anfangs war jene Club Model dominierend, später Camping, Pass Hunter. Alps war ein Laden für Radreisende, baute weltreisetaugliche Räder wie leichte Gipfelstürmer. Leider wurde das Geschäft 2007 geschlossen. Der Grund dafür war, „es gibt für unsere Räder keine passende Teile mehr“,,
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premier impact:
Nach dem 2. Weltkrieg wollte der Industrieministerium Fahrradindustrie wieder in Form bringen, um den Export wieder zu aktivieren. Einige Experten wurden nach Europa geschickt, für die Recherche dortiger Fahrradindustrie. Einer davon ist Shinich Toriyama, vom Haus aus Mediziner, aber enthusiastischer Fahrradfreund.
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1953 fuhr er durch Europa, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien, um dortige Fahrradindustrie und Fahrradkultur zu recherchieren. Er fand heraus, daß französische Fahrräder zweckentsprechend systematische Modellvielfalt besitzen, daß die Strassensituation eine Ähnlichkeit besaß mit japanischer, und daß viele kleine Fahrradmanufakture hochwertige Sporträder anboten. Er bestellte bei René Herse ein Cyclotourisme und Tandem. Sie wurden im Jahr drauf geliefert und werden sofort bei Maruto-Bicycles zerlegt und analysiert. Chefkonstrukteur vom Maruto-Bicycles, Umeji Uchiho, macht sich selbständig und gründet 1955 Toeisha, wo Fahrräder vom Anfang an nach französischen Vorbildern gebaut werden.
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TOEI warb sich schon früh als Bewahrer der französischen Fahrradkultur, wie „Herse im Westen, TOEI im Osten“.

Toriyama schrieb viele Bücher über Fahrrad und Radfahren. Sein stetiges Anliegen war die Verbindung von Freude und Gesundheit durch Radeln, denn er ist ein Arzt. Sein Verdienst ist systematische Entwicklung von Sporträdern wie Verbreitung von Radsport(nicht Rennen).
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Gleich danach, 1956, eröffnete ein Schwager von Toriyama, Osamu Itakura, Tokyo cycling Center, der sich auf Maßanfertigung von Tourenrädern spezialisiert.
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Tokyo Cycling Center ließ bei Toi u.a. Tourenradrahmen unter eigenen Markennamen „Zephyr“ bauen, schoß die Tür aber 2008 für immer. (Das war schlimme Zeit für Randonneure in Japan, 1990 bis 2010. MTB-Schock war sehr groß. Junge Radfahrer wollten auf MTB reisen. Viele dachten, Rando-Kultur wird verschwinden. TOEI ging auch recht schlecht und musste sich verkleinern. Viele Liebhaber haben mit ihren Bestellungen TOEI im Leben gehalten, denn TOEI macht keinen Keirin-NJS Rahmen. Wartezeit wurde bis 2 Monate schlumpfen, was heute wieder über 1 1/2 Jahr beträgt.

deuxième impact:
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Ein Schuler Toriyamas, Tsutomu Numa, reiste 1968 nach Paris, bestellte ein Herse. Toriyamas Herse waren muffenlos(aus dem Grund, daß man so besser in damaligen Japan reparieren könnte). Das hat Numa nicht gefallen und bestellte sein Rad mit typischen Muffen. Das kam auf den Titelseite des renommierten Tourenradmagazins „New Cycling“. Das schlug wie Atombombe ein. Alle wollten Fahrrad wie das, und bestellte TOEI oder bei anderen Rahmenbauer. Randonneur wurde ein felsenfester Begriff in der japanischen Cycling-Szene. Herse wurde eine Sehensucht, TOEI ein vielleicht realisierbarer Traum. Und, Herr Numa stieg bei Koga ein, um die Entwicklung von Sporträdern anzutreiben. Er versuchte eine systematische Typenvielfalt à la Herse zu installieren, was aber am unreifen Markt des Landes scheiterte.
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Auf dieser Web-site kann man viele schöne TOEI-Räder anschauen.
Dieser Blogschreiber, ist selbst leidenschaftlicher TOEI-Fan und Cyclo Tourist.

aujourd’hui:
Granbois, Kyoto wird vom enthusiastischen Cyclotourist Tsuchiya-san geführt, mit dem Ziel, Randonneures-Kultur zu erhalten und publik zu machen. Grandios beginnt eigene Teile zu produzieren, die für Randonneures unerlässlich sind. Teile für Radsätzem(700c wie 650B)m Reifen, Felgen und Naben. Dann Lenker, Bremsen. Ohne Grandios gebe heutige Wiederauferleben der Rando-Kultur undenkbar.

Ein im genialen Timing erschienene Magazin „Cyclo Tourist“ trug dazu bei, ältere Rando-Generation zu ermuntern, wieder auf Rando auf die Reise zu gehen, und zugleich daß die junge MTB_Generation sich an Randonneures zu interessieren. Es gibt ein sehr schönes Buch von dessen Redaktion über TOEI-Räder, was evtl. noch kaufen kann.
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In der Redaktion einer anderen Zeitschrift „Bicycle Club“ gibt es auch Rand-Freaks, die im losen Abstand Randonneur-Bücher publizieren. Neulich machte er eine Reportage, wie es heute ist, bei TOEI einen Rahmen zu bestellen.

So sahen typische Cyclotourist in Japan damals aus.
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Komfort geht vor

Die Dame ist 77, fährt gerne Rad, und solange es geht ohne E. Anforderungen sind klar, bequeme Körperhaltung, tiefer Einstieg, komfortable, sicheres Fahrgefühl, leichtgängig und leichtgewichtig.
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Ein Rahmen von schweizer Hersteller Villiger. leichte Mavic-Felgen, Sunrace-Cassette 13/34 mit Thun-Kurbel/Kettenblatt 46 Zähne. Reifen sind Fairweather/Panaracer f. CX 32mm. Sie sorgen für Leichtgängigkeit und sicheres Fahrgefühl.
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Recht hohe Lenkerposition mit federndem Stahllenker. Rech griffige Lenkergriffe von CULT x VANS, Vorbauschalthebel von Suntour(70s). Sattel ist alter Ideale 75 mit Federn. Gummierte Pedale f. leichte Schuhe mit Ledersohle. Das alles sorgt für Komfort.
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Nicht belastende Bewegung sorgt für die Gesundheit, und Radeln bringt Freude ins Leben.
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Ferienzeit

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Mein Kollege Dan macht Urlaub in KW 29, 30, 31. In diesem Zeitraum bin ich zwar in der Werkstatt, aber nicht sehr geregelt. So bitte ich Interessenten und Kunden, mich im voraus via Email zu kontaktieren, damit Ihr nicht vor geschlossener Tür stehet.

Für diejenige, die Urlaub machen, wünsche ich eine schöne Zeit und gute Erholung! Wenn ich selbst dazu kommen sollte,, werde ich das rechtzeitig hier bekanntmachen. Berlin ist bereits ruhiger geworden, Strassen auch leerer, angenehm zu radeln. So könnte es ganzes Jahr durch bleiben.
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Stahl wird weicher

Einmal sollte ich auch darüber schreiben, über die Eigenschaft von Stahl. Ernsthaft trainierende Rennradfahrer wissen das, daß Stahlrahmen im Laufe der Zeit weicher wird. Keirin-Fahrer(Profi-Bahnfahrer) sagen, daß ihre Rahmen schon in 2 oder 3 Jahren weicher werden. Das bestätigen die Rahmenbauer auch. Das sind aber richtig kraftvolle Fahrer, die unmenge von Kilometer fahren. Sie merken das auch nicht so leicht. Aber wenn man baugleichen Rahmen neu baut und mit dem 3 Jahre tüchtig gefahrenem Rahmen(die Laufleistung von Profis ist aber für Laie nicht so einfach nachzumachen) vergleicht, wird man es merken. Vor allem der Hinterbau, und auch Gabel(je nach Bauart) wird weicher. Fahrradrahmen ist in Fahrtrichtung recht steif. Aber gegenüber seitliche Bewegungen ist er weniger steif. Da der Hinterbau und Gabel auch als Federung funktioniert, werden sie vielen Bewegungen ausgesetzt. Und diese Bewegungen/Schwingungen machen Stahl weicher. Beim Hinterbau ist typischerweise gleich hinter Tretlagerschale, nicht aber die Lötstellen. Wenn der Hinterbau sehr weich wird, wird das Fahrrad etwas eiern auch beim Geradeauslauf. Man kann solches Fahrrad trotzdem noch fahren, ohne Problem, denn Stahl bricht nicht so leicht, aber ist nicht mehr für wirklich schnelles Fahren geeignet. Auch für großes schweres Gepäck ist das Rad nicht mehr geeignet, wenn der Hinterbau weich ist und eiert.

Nun, vielleicht kommt die Frage auf; „Was ist dann mit Vintage Fahrrädern!?“. Zu recht. Intensiv gefahrene Rahmen haben ihre ursprüngliche Steifigkeit/Festigkeit verloren und fahren sich anders. Wie anders? Das ist unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab, wie intensiv wurde er gefahren? war der Fahrer kraftvoll? Hatte da Rad viel schwere Gepäck zu tragen? Hat der Fahrer unsauber pedaliert? Wurde das Rad auf unebenen Wege gefahren? Ist der Rahmen ein Leichtbau(also Auswahl von Rohrsatz)? usw. usf.

Und wie merkt man das? Optisch kann man das nicht feststellen. Man muß mal fahren. Und für den Urteil müßte man auch viele Rahmen/Fahrräder kennen. Evtl. könnte man etwas vorstellen, wie der Rahmen genommen/genutzt/gepeinigt wurde, durch den Zustand vom Lack. Das ist aber nur eine Vermutung. Wenn der Rahmen mit Neulack restauriert ist, kann man das auch nicht mehr. Eine schwierige Sache.

Es kann auch passieren, daß ein etwas weicher gewordener Rahmen für den neuen Zweck gut passt. So gesehen ist die Sache recht individuell und nicht allgemein zu beurteilen. Sowieso ist es Unsinn, wenn man sagen würde, Weich ist schlecht, hart ist gut. Jeder Rahmen durchläuft zeitlich einen Veränderungsprozess. Wenn er für den Zweck passt, ist es gut. Aber er wird im Laufe der zeit noch weicher, was aber recht lange dauern könnte, bis er eiern beginnt und nicht mehr zweckerfüllend wird. Pfleglicher Umgang beim Fahren wird das Leben jedes Rahmens verlängern.

Wenn ich alte Rahmen restauriere, merke ich das schnell; wenn ich Hinterbau richte, spreize oder zusammendrücke. Oft gibt es sehr weich gewordene Hinterbau. Solche Rahmen sind dann zum (behutsames) Spazierfahren gut. Das sind aber meist Rahmen aus den 60er Jahren oder noch deutlich älter. Ab und zu gibt es auch Rahmen aus den 70ern/80ern sogar 90ern und neuer, die zum forcierten Fahren nicht mehr geeignet sind. Allgemein kann man keine Aussage machen. Daher ist es immer zu empfehlen, nach Möglichkeit probezufahren. Wenn man nur den Rahmen kauft, ist es schwierig. Am besten fragt man nach der Historie des Rahmens nach.

Und, Alu verhält sich anders. Alu wird härter, und zugleich poröser und kann irgendwann ziemlich plötzlich und ohne Vorwarnung brechen. Eigenschaft ist auch hier je nach Legierung unterschiedlich(und das passiert auch nicht zu oft). Daher kann man nicht allgemein sagen, daß Alu gefährlich sei. Aber Alu ist nicht einfach zu beherrschen. Das sieht man auch, wenn man Automobil anschaut. Dort gibt es heute noch kaum welches aus Alu. Auch aus diesem Grund? gibt es wieder zunehmend Lenker als Stahl. Stahllenker federt mehr, auch Stahlvorbau federt, und somit komfortabler und vielleicht etwas sicherer.

Patria-Meral, eine Farbprobe

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Rahmenform von Meral war in den 80ern ein Hit und von vielen Herstellern gern übernommen. Auch Meral selbst hat diese Rahmenform für manche Marken als OEM hergestellt. Ich mag sie, denn sie ist steif und praktisch. Meral von Patria, hier passt höchstens 25mm schmale Reifen. Diese Rahmenform war für Damenrennrad gedacht. Heutige Meral-Form, die von mehreren Marken angeboten wird, ist meistens für Stadtfahrrad gedacht, so daß sie nicht nur breitere Reifen zuläßt, sondern auch viel bequemere Geometrie besitzt.
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Dieses aber ist hauptsächlich ein Farbversuch, inspiriert von britischen Rädern, die oft recht bunt und eigenwillig lackiert waren. Italienische Räder waren auch bunt, aber anders. Ich kann nicht explizit den Unterschied beschreiben. Aber ich glaube, britishe Farbgeschmack ist allgemein etwas anders. Es gab Dampfloks, in Rot, Rotbraun, Orange, Gelb, Dunkelgrün, Apfelgrün, Blaugrün, Blau usw. wie in keinem anderen Land. Mode und Pop-Geschichte zeigen auch deutlich, daß sie viel mehr Mut(?) haben und experimentierfreudig sind. Warum nicht bei Fahrrädern? Auch wenn die urtraditionell britische Fahrräder in schwarz lackiert waren(viel mehr als Dunkelgrün), gab es bereits in den 30er Jahren recht bunte und individuell lackierte Rennräder.

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Direkter Anlaß war dieses Foto, ein Hetchins, was Patricia von Classic Lightweights UK gehört. Ich war beeindruckt, von dessen Farbauswahl und Farbteilung. Es sagt vielleicht einiges, daß dieses Rad aus dem Jahr 1970 stammt, aus der Zeit, als Hippie Movement langsam zu Ende ging, Menschen recht bunte Klamotten anhatten, bunte Autos fuhren, Häuser bunt gemalt hatten. Das Rad wirkt trotz eigenartiger Lackierung harmonisch und stimmig(für meine Augen).
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Ich finde, dieser Versuch ist mehr oder weniger ok und irgendwie noch harmonisch geworden. Ich möchte aber weiter, vielleicht schräger, mehr Mut, ungewöhnlicher. Gewöhnliche Bandarollen-Grafik soll ich erst vergessen und andere Farbteilungen nachdenken. Ich möchte auch mehr mit öligen Farben probieren, oder ölige Farbe mit knalligen Farben kombinieren. In den letzten 40 Jahren ist die Sättigung der Farben, die im Alltag gebraucht werden, deutlich stärker geworden(Einfluß vom Bildschirm/Fernseher). Wiederum gibt es, z.B. bei Inneneinrichtung, eine Gegenbewegung in letzten 10 Jahren, in der difuse und stumpfe Farbtöne kombiniert werden. Verbindung von altmodischen und neuzeitlichen Farben und Farbgrafiken könnte interessant sein. Und die farbiliche Integration von Felgen, Vorbau, Lenker, Sattelstütze usw. soll ich weiter probieren.
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Fahrradrahmen als Malgrund, das ist eine weitere Möglichkeit, wie Pegoletti u.a. es praktiziert. Hier öffnet sich ein weiterer Horizont, der aber wirklich fast grenzenlos wird. Davor habe ich schon ein bisschen Angst, daß es uferlos werden kann, und die Lackierung und das Fahrrad nicht mehr abstrakt bleibt sondern bedeutungsschwer werden kann. Probieren sollte ich das auch mal.
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Testfahrt

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Kollege Dan Santicci hat den Prototyp für seine Touren-/Gravelrad aufgebaut. Wir fuhren eine Testrunde im Grunewald. Der Rahmen, made in Italy, ist sehr klassisch, aber aufbaubar mit modernen Teilen. Reifendurchlaß von 37mm mit Schutzblech oder 45mm ohne Blech ist zeitgemäß. Der Rahmen soll steif und stabil sein, trotz klassischem Rohrsatz und Gabeloffset(ich kann den großen Prototyp leider nicht fahren). Auf Asphalt wie Waldwege macht das Rad eine gute Figur.
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Stadtverkehr

Vor einer Woche gab es vor dem Verkehrsministerium eine Versammlung, auf die ich zufällig zustieß, die einen sichereren Radverkehr in der Stadt verlangte. Ein Tag davor war ein seltsamer Tag, Irgendwie kam es mir vor, Verkehrsteilnehmer hätten nicht gut geschlafen oder wären auf Drogen, Autofahrer, Radler wie Fußgänger. Viele machten seltsame Sachen, waren unachtsam. Ich habe mehere Beinah-Unfälle gesehen, blockierten Fahrwege von anderen. Irgendwelche seltsame Sternkonstellation? Auch deshalb schien mir diese Versammlung richtig und ich blieb dort.
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Ich fahre 4 bis 5 Mal Woche 2x12km mit dem Rad in der Stadt, und sehe öfter als genug gefährliche Szenen und erlebe auch selbst brenzlige Situationen. Manchmal sind Radfahrer unter sich daran schuld. Oft aber sind Autofahrer, die vielleicht am Steuer schlafen/Augen zu haben oder Denken ausgeschaltet haben. Außerdem gibt es ganz klar gefährliche Stellen, die so nicht sein sollten und mit relativ einfachen Mitteln sicherer gemacht werden könnten. Warum das nicht passiert, ist mir ein Rätzel. Bevor man über Fahrradautobahn spricht, sollte man solche Dinge verbessern. Und Tempo von Automobile an bestimmten Stellen drosseln lassen. Man könnte theoretisch die Fahrgeschwindigkeit durch Telemetrie drosseln, wenn die Autofahrer das nicht selbst tun und die Autos dafür ausgerüstet werden(eine Art Zwangsautopilot). Aber in erster Stelle steht; Umsichtigeres und rücksichtsvolleres Fahren. Das wird einiges angenehmer machen. Ich weiß auch, daß manche Autofahrer sehr umsichtig fahren. Und viele Radfahrer wie Fußgänger sind ja auch Autofahrer. Vielleicht ist ein geheime Software in manchen Autos eingebaut, was menschliches Verständnis ausschaltet? Vielleicht auch an manchen Fahrrädern?

Großstadt hat ein komplexes Strassensystem mit unterschiedlichen Strassencharaktere wie Durchgangsstrassen, Kietzstrassen usw. Die Rollen der einzelnen Strassen sollen wir vielleicht neu verteilen und umgestalten für zukunftsgerechten Stadtverkehr. Hier spielt Interessen von Immobilienbesitzern, auch Ladengeschäftsbetreibern oder Anwohnern. Wir alle sollen darüber reden. Projekt wie Karl-Marx-Allee(Vorzeigeprojekt der Senatsverwaltung?) ist nur eine Mögliche Maßnahme. Es gibt sicher einfachere und kostengünstigere Maßnahmen, die sich organisch in Gesamtkonzept integrieren lassen. So wie jetzt ist, ist Berlin noch meilenweit von einer wirklich fahrradfreundlichen Stadt entfernt(besser als Stuttgart ist sie schon,,). Und mir scheint die Stadtverwaltung ideenlos, machtlos und/oder mittellos zu sein. Arm und gar nicht sexy sind die Berliner Strassen.

Kimono Radeln

Ich denke, japanische Kimonos sind denkbar ungeeignet zum Radeln. Trotzdem, gab es früher und jetzt wieder Leute, die in Kimonos geradelt haben und radeln.
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Erste Fahrrad kam nach Japan etwa um 1870, mitgebracht von westlichen Geschäftsleuten, die in Japan niederlassen haben und waren sehr wahrscheinlich Typ Ordinary und Tricycles. Japaner interessieren sich schnell an das neue Maschine. Es gibt Fotos wie Zeichnungen, die Japaner auf Ordinary zeigen.
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Männer hatten es leichter. Zum Radfahren mußten sie nur westliche Kleidung anziehen, was viele sowieso schon taten. Dagegen hatten die Frauen recht schwer, denn weder westliche Kleidung noch Kimonos sind zum Radfahren unmöglich geeignet gewesen. Ordinary fahren ist sowieso schwierig. Sie mußten noch eine Weile warten bis der Typ Safety kam.

Für Frauen war es extrem schwer, sich auf Fahrrad zu zeigen. denn die Gesellschaft verachtete solche Frauen, sozusagen als Satansweib. Eine Opernsängerin Tamaki Miura(bekannt durch Puccini-Auftritte in Europa) hat damals in Tokio ersten Frauenfahrradclub gegründet. Das war so um 1900 und damals war ein Fahrrad so teuer wie ein gutes Mittelklasseauto heute. Natürlich konnten nur Damen aus gutem Haus so etwas leisten. Und manche Studentinnen beginnen mit dem Rad zur Schule zu fahren. Das wurde auch bald in der intellektueller Szene als modisch, modern und schön bewundert.
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Und nun gibt es wieder Menschen dort, öfters Kimono tragen wollen. Das bringt wieder das alte Problem beim Radeln. Es gibt zaghafte Versuchung, für Kimonoträgern ein passendes Rad anzubieten wie das.
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Tiefer Einstieg ist selbsverständlich. Aber das Prinzip des rotierenden Kurbels ist etwas gegen Kimono-Ästhetik, finde ich, auch aus praktischem Grund. Hier könnte das Hebelprinzip vielleicht helfen, mit kleineren Beinbewegungen vorwärtszukommen. Historisch gab es eine ganze Reihe von Hebelräder, die allsamt wegen deutlich zu spürenden Totpunkten gescheitert sind.
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Tiefer Einstieg, Hebelprinzip, gepaart mit gescheiter elktronischer Steuerung des Hilfsmotors, könnte Totpunkte ausgeglichen werden. Dann wäre ein Kimono-Fahrrad fertig. oder ist es mehr eine fahrende Omas Nähmaschine?

Solche sexy Radlerinnen werde ich dann vermissen,,
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Vorbau macht es möglich

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Klassisches Fahrrad, aber Ergo-Lenker wie von 3T mit ovalem Querschnitt wegen komfortabler Haltung. Das bedeutet 1″ Gewindesteuersatz mit 22,2mm Schaftinnendurchmesser, aber mit offener 31,8mm-Lenkerklemmung. Wo gibt es so etwas? Nirgends. Dann wird es gemacht, damit das Fahrrad richtig stimmig wird, für den Fahrer und auch stilistisch. ISO-zertifizierter Galvanikbetrieb in Japan sorgt für die schöne, und mehr oder weniger saubere, Verchromung. Schaftrohr wird vom NITTO bezogen, der extra für die Verchromung etwas kleiner ist als 22,2mm. 2 oder 4 Klemmbolzen, das ist Geschmackssache. Mit 4 Bolzen sieht es moderner aus. Diesmal klar mit 2, damit er möglichst klassisch aussieht.
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