Lee Cooper, lo-pro

Lee Cooper ist britischer Rahmenbauer, der für viele Shops baute und immer noch baut, und hatte eine Weile eigenen Shop LA Cycles. Er baut ziemlich alles mögliche von TT-Machine bis Tandem-Tourer, daher ein recht interessanter Rahmenbauer.

Dieser Rahmen ist eigentlich für eine Zeitfahrmaschine, vorn 26″ und hinten 28″. Ich habe es als Rennrad für kleinere Person aufgebaut. Rahmenhöhe bis Sitzrohr-Oberkante ist zwar 520mm, aber bis zur Oberrohr-Oberkante ist nur 450mm. So können die Personen von etwa 155 bis 165cm Körpergröße kann das Rennrad fahren. Kurbel ist 165mm lang.

Merkt man daß das Vorderrad 26″ und das Hinterrad 650B ist? Der Oberrohr ist so fast horizontal. Es sieht nicht nach einem Lo-Pro aus, sondern wie ein Rennrad. Auswahl von 650B-Felge für Felgenbremse, das auch in silber, ist sehr klein. Auch die Auswahl von Reifen, die 26″ wie 650B erhältlich sind, ist rar, aber sie gibt es.

Rohrsatz ist Columbus Max, sehr leicht und steif(hart). Lackiert habe ich ihn in Stormbeige(VW) und die Innenseite von Streben und Gabel in Goldgelb(Renault),. Goldgelb Metallic sieht man nur auf zweitem Blick. Es ist also recht dezent. Das ist kein Kinderrennrad, sondern für Erwachsene.

Schaltung 2×7 reicht doch für sportliches Fahren auf Flachland. Es ist einfacher zu handhaben, nicht teuer, auch vorteilhaft in der Wartung. Allerdings, es gibt immer weniger Teile in silber. Dazu noch, wir haben seit ca. einem Jahr mit einem großen Lieferschwierigkeit der Teilen zu kämpfen. Momentan sieht es so aus, daß wir einfach mit den Teilen zufrieden sein müssen, die wir bekommen. Das wird noch lange dauern.

Microshift R10 ist eine gute Wahl für silbernes Schaltwerk. Es macht bis 10fach, sieht gut aus, gibt es mit kurzem/mittellangem Käfig, zuverläßig und nicht so teuer. Aber Aluminium ist heute auch Mangelware. Deswegen können manche ihre Produkte nicht herstellen.

Bullhornlenker ist ja einerseits Geschmackssache, anderseits nützlich, um die Position anzupassen. Bremshebel ist Tektro. Es gab nur in schwarz, so mußte ich das polieren. Bremsen sind; vorn Campa Veloce, hinten Tektro 559, da hinten ursprünglich 28″ Rad vorgesehen war. Differenz des Durchmessers 28″/650B ist 38mm an der Felge. Ist das viel, oder nicht viel,,

Es sollte so sein, daß jeder, ob sehr klein oder sehr groß, ein passendes und schönes Rad fahren kann. Dafür gibt es Maßanfertigung/Bauen nach Wunsch.

Zur Abwechselung

Ein Fixie in schwarz,, das ist sicher nicht typisch von mir. Aber eigentlich habe ich nix gegen Fixie, nichts gegen schwarz. Sie sind aber nur eine Möglichkeit. Wenn es mit dem Bedürfniss/Umstand passt, und richtig konzipiert ist, warum nicht?

Der Ausgang war ein Singlespeed-Bike von Fuji. Mir gefiel die Farbe von Felgen, und Head Badge von Fuji. Nur die Rahmenfarbe fand ich scheußlich so daß ich ihn umlackierte. Nach reichlich Überlegung kam ich auf schwarz, weil ich keine andere Farbe gefunden habe, was der Felgenfarbe gut gepasst hätte,, Einfallos? Vielleicht. Dafür habe ich eine nette schwarz metallic von Toyota(star light black!) genommen, was unter Lichteinfall nett schimmert.

Ich wollte farblich wenig Akzente setzen so daß nur farbige Bremszughülle verwendet wurde, zwar in Celeste(Grandbois old french calbe outer). Auf Zughalterschelle habe ich verzichtet und den Zug um Oberrohr umschlungen, was ich früher öfters gemacht habe. Natürlich, das macht mehr Widerstand beim Bremsen. Aber Fixie bremst ja eigentlich nicht,, Nur wenn das Rad als Singlespeed gefahren wird, dann wird die Bremse wichtig.

Steuerkopfschild finde ich hübsch gemacht. Das ist evtl. das wertigste Teil dieses Rades?

Ich habe fast alles mit Originalteilen wiederaufgebaut. Nur Inennlager, Griffe, Pedale mit Käfig, Achshalter, Klingel(wenn man nicht rechtzeitig zum Stehen kommt,,) sind neu. Der Sattel ist nur provisorisch drauf gemacht.

Eigentlich finde ich Fixie auf der öffentlichen Straße nicht gut. Es sei denn, man kann das gut beherrschen und ist verkehrssicher. Singlespeed mit Freilauf ist deutlich gesunder,,

Vogelskopf, Ergänzung

Ja, ich wollte wissen, ob die Felsenformation „Vogelskopf“ aus dem unteren Dorf wirklich wie ein Vogelskopf aussihet. So fuhr ich zwei Wochen später noch einmal dorthin. Und voila!

Das ist der Anblick vom Dorf Vorderweidenthal. Ich sehe unverkennbar einen Vogelskopf, der nach links schaut. Also hat dieser Name eine Berechtigung,,

Voll geschichtet ist der Brennholzvorrat. Der Winter kann kommen.

Die Wege dorthin ist abwechselungsreich und es macht Spaß zu radeln. Das ist fast meine Stammstrecke. In zwei Wochen werde ich wieder kommen, um Keschde zu sammeln.

Burg Landeck

Pfälzerwald ist auch Burgenland. Es gibt viele Burgen und Burgruinen. Außer recht bekannten Burgen wie Trifels oder Schloß Hambach, gibt es vor allem im Dahner Felsenland zahlreiche Burgen. Auch wenn ich selten zum Burg hochlaufe, gibt es dort oben sicher schöne Aussichten. Ich sage mir jedes mal, das mache ich nächstes Mal,,

Ich fuhr mit einem Freund wie immer mit der Regiobahn nach Winden, dann radelten erst nach Norden, durch Weinbergen und Weindörfer, entlang Klingbach bis Klingenmünster. Dort steht Burg Landeck(seit 1200 A.D.) Rhein und Umgebung war die Wiege Europas.

Dann geht stetig bergauf, auf Radweg zum Lindelbrunn. Wir machten eine kleine Pause. Hier oben war es kalt, so um 12 Grad, und feucht. Dann berg ab und auf und wieder ab nach Birkenhördt. Von dort immer sanft bergab und schön abgekühlt Bad Bergzabern erreicht. Wir hatten mit einem etwas angenehmeren Wetter gerechnet, hatschi,,

Wir wollten eigentlich bis Winden Radeln. Aber es nieselte. So stiegen wir in Bad Bergzabern in den warmen Zug und fuhr nachhause.

Vogelskopf, Pfälzerwald

Im Pfälzerwald gibt es viele Steinformationen, die Namen tragen. Manche sind die beliebte Ziele für die Kletterer. Wie diese bizarre Landschaft entstanden ist, siehe diese Erklärung.

Mein Ziel heute ist Vogelskopf, so wird die Steinformation genannt. Er liegt zwischen Burgruine Lindelbrunn und Dorf Vorderweidenthal.

man könnte Tal entlang fahren, z.B: Lauterschwan dann nachi Norden, oder die Landstrasse 427 bis Erlenbach folgen, dann nach Vorderweidenthal, dann Richtung Lindelbrunn. Ich will mich aber ein wenig mit Bergfahren quälen(wirklich nur ein wenig, denn ich mag das nicht), so verlasse ich die Strasse 427 gleich am Ortsende von Birkenhördt nach rechts ab. Diese asphaltierte Strasse überquert eine Kamm, hat aber recht wenig Verkehr. Diese Strasse stoßt L493, dann links, entlang Portzbach hoch, das Kramerhaus, wo man einkehren kann, vorbei, dann links unter. Vogelskopf ist auf halben Weg zum Dorf Vorderweidenthal und wird gut sichtbar.

Nun aber zurück zum Tourbeginn. Ich fahre RE bis Winden. Dort beginnt die Fahrt. Zuerst durch die Felder von großen Obst- u. Gemüseanbau. Dieser Farm, mit über 10 großen Traktoren, ist für mich ein Großbauer, mit vielen Mitarbeitern.

Dann fährt man durch Weinberge. Es ist sehr angenehm, prima für Aufwärmfahren. Bis Bad Bergzabern, wo Pfälzerwald beginnt, nur 13km.

Ich schätze, wetterbedingt ist der Weinernte heuer nicht so ganz gut wie das letzte Jahr.

Die Landschaft ist lieblich. Vorne sieht man den Pfälzertwald, der immer näher wird.

Gleich Bad Bergzabern erreicht. Hier treffe ich zufällig eine Kundin, die aus dem Cafe herausspaziert. Sie erzählt, das Cafe sei super, Kuchen lecker so daß sie 2 Stck. vor ihrer Wanderung getilgt(sorry genossen) habe.

Auf der Marktstrasse und umliegenden Strassen gibt es einige nett anzuschauende Häuser. Ich fahre aber los, ohne Rast zu machen. Am Südpfalztherme vorbei, entlang Strasse 427, dann auf dem Radweg entlang Erlenbach.

An manchen feuchten Stellen sieht man oft pinkfarbenes Springkraut, Drüsiges Springkraut. Ich hatte schon Gefühl, daß es sich um ein invasiver Neophyt sein müßte, aber gar nicht daran gedacht, daß es ursprünglich aus Indien(Himalaya?) stammt.

Gleich am Ortsende von Birkenhördt verlasse ich Talstrasse, Gang unter und langsamer. Es ist nur eine kurze Strecke, aber ich schwitze.

Dann Berg unter wieder zum Tal, dann wieder hoch zum Lindelbrunn.

Heidekraut hie und da. Es ist hier auf dem Berg auf sonnigen Seiten nicht sehr feucht.

Cramerhaus ist ein beliebstes Lokal direkt unter Burgruine, wo man auch übernachten kann. Hier kann man pfälzisch speisen. Aber heute habe ich 2 Bananen, das mußte reichen.

Das ist Burgruine Lindelbrunn. Ich war noch nie oben. Burgruine sind ja alle ähnlich. Aber der Ausblick kann herrlich sein.

Und das ist der Vogelskopf. Für mich ist es eher Indianer oder Krieger im Profil,,

Hier esse ich meine Bananen, trinke Zitronenwasser, und geniesse daß die Wolken vorbeiziehen. Es ist 22 Grad, genau das richtige Wetter zum Radeln, herrlich und happy.

Nun lasse ich das Rad stehen, und gehe zu Fuß den schlechten steilen Weg nach oben.

Ist diese bizzare Formation vielleicht der Vogelskopf? Kann sein. Das müßte ich mal Ortskundigen fragen. Ich komme nicht ganz nach oben, weil ich keinen leichten Weg finde. 5m darunter bleibe ich stehen. Auf alle Fälle sieht es toll aus. Und der Ausblick ist auch recht schön. Das Dorf unten ist Vorderweidenthal.

Zufrieden steige ich vorsichtig ab. man sieht ab und zu Kastanienbäume. Ob wir heuer viele gute(große) Kastanien sammeln können,,

Felder sind bereits herbstlich aber schön bunt. Ich steige auf mein eisernen Roß und fahre den gleichen Weg zurück. Der Rückweg ist leichter. In Bad Bergzabern wartet ein gemütlicher Regionalzug auf mich. Eine abwechselngsreiche Tour, insgesamt nur 40km.

now•here, Rennrad

Es war ein Wortspiel. Zuerst dachte ich an nowhere, also nirgends. Dann merkte ich, daß man es in now und here trennen kann. Jetzt und hier, das klingt gut, dachte ich. So wurde mein neues Rennrad, now•here.

Der Rahmen kam aus Großbritanien, gebaut bei Dave Hinde, den keiner wissen muß. Dave Hinde ist ehem. TT-Fahrer und hat einen Shop nahe Manchester. Er und sein Laden hat in GB denkbar schlechten Ruf. Ich werde Beispiel zeigen,,

„avoid dave hinde at all costs if you know what’s good for you. seriously. think of the worst customer service you have ever experienced in any trade and you are still no-where near to realising just how bad they are. really can’t stress it enough, so i’ll say it again…..stay away.“

„once „went in the shop ( staff incredibly rude ) asked for a Dura ace rear mech …was told to „make do “ with a 105 …said i wanted a DA as rest of bike was… Dave ( i know it was him from his TT days ) offered to sandpaper off teh 105 logo & write on dura-ace in black marker & said i wouldnt know the difference.. …i drove down to rourkes instead

Haha,, kommt so etwas bekannt vor? Gibt es in Deiner Nähe auch so einen Fahrradladen mit sonderbaren Chef? Manche sagen, es ist nehmen und geben, seltsame Kunden, seltsame Geschäfte,,

Spaß beiseite,, dieser Rahmen, gebaut 1993 inhouse, Rohrsatz Reynolds 653, ist fürs TT-Fahrer. Rahmenhöhe 54cm, Oberrohrlänge 50cm!, Radstand recht kurz(Tretlager-Mitte bis Hinterrad-Achsmitte 375mm, Tretlagermitte bis Vorderradmitte 575mm). Das ist entgegenkommend für mich, denn ich habe nicht nur kurze Beine, auch kurze Arme.

Ursprünglich war hintere Einbaubreite 126mm. Ich habe sie auf 130mm gespreizt, damit mein Rennradstandard Campa 2×10-fach reinpasst. 13-29-Cassette machte ein wennig problem, weil 13er an der Kettenstrebe schleifte. Ich habe 13er mit einem 12er ausgetauscht, dann ging es. Umwerfer wird am Anlotsockel befestigt. Er ist nicht ganz exakt palziert. Sitzrohe geht weiter nach vorn weil er gebogen ist., damit der Anlotsockel auch nach vorn. Campa-Umwerfer passte nicht. Deshalb habe ich einen Ultegra-Umwerfer montiert, der etwas länter und tiefer geht. Außerdem mußte ich den Sockel zurecht biegen, damit der Umwerfer mehr oder weniger gerade sitzt.

Ansonsten war alles ok und problemlos. Ich hatte bereits alle Teile, denn geplant war das Rad schon in Berlin, also seit 5 Jahren. Lackiert habe ich den Rahmen auch in Berlin. Mittlerweile muß der lack gut trocken sein. Damals wollte ich es bunt, zwar bißchen wie Renaissance-Zeit oder jap. Momoyama-Zeit, ein wenig Gold hie und da, wieder mit der Plastiktüten-Technik. Das alles, um meine Motivation ein wenig zu steigern, mich zu reizen. Die Entscheidung über den Radsatz kam später. Campa-Naben und Rigida-DR18-Felgen, also typisch für 90er jahre. Um die orangnrote Felgenfarbe ein wenig anzupassen wurden sie auch teils mit Gold getupft.

Conti 5000 ist Benchmark, finde ich. Ich habe hier 23mm, auf mein De Rosa genauso. Gleiche Reifen, und am besten gleiche Komponente, dann kann man die beiden Räder etwas vergleichen.

Für das leichtes Fahren, friktionsarmes Fahren, ist der Tretlager und die Nabenlager weichtig. Diesmal ist Vierkantlager im einsatz(zwar Dura Ace mit NJS-Stempel). Naben sind Campa. Wenn es um die geschmeidiges Laufen geht, gibt es keinen Unterschied zwischen Vierkant und Power-Torque/Hollow-Tech II. Ich persönlich werde eher Virrkantachse vorziehen. Denn ich habe keinen großen Drehmoment. Die Flexibilität der Vierkantlachse finde ich praktischer.

Steuersatz ist Tange, preisgünstig und gut. Lagerkugeln haben unterschiedliche Güteklassen. Turbinen mit über 10.000rpm brauchen sehr präzise gefertigte Kugeln, die auch recht teuer sind. Fahrradlenker macht, wieviel Umdrehung in Minute?? Darum ging es aber nicht, sondern, daß menschliche Wahrnehmung doch sehr fein ist. Dafür braucht der Steuersatz eine sauber angefertigte Lauffläche, die lange halten werden, und eine gut eingestellte Lager. Dafür werde ich aber nicht so viel Geld ausgeben wie von manchen verlangt wird.

San Marco Ponza ist mein Standardsattel für Rennrad. Ich habe den Glück, daß ein preisgünstiger Sattel meinem Po passt. Für Gravel und Touren bevorzüge ich eher ledersattel. Bremsen sin genauso Campa Veloce(vorne Chorus) mit KoolStop-Beläge. Mehr Bremskraft habe ich noch nie benötigt.

Ich hoffe, ich kann öfters damit ausfahren und Spaß haben, mal sehen.

Sommerpause 2021

Ich mache eine Sommerpause. KW 34/35, also 22.08. bis 06. 09., bleibt die Werkstatt geschlossen. Euch alle eine schöne Zeit. Bleibe gesund und fahre Rad.

Via Email bleibe ich erreichbar,, die Antwort könnte aber etwas dauern. Ab Dienstag 07. 09. ist die Werkstatt wieder offen.

Dieses Jahr habe ich Trichterwinden gepflanzt und sie an Kiwi klettern lassen. Leider merkt das aber kaum jemand,,

einfach stoisch fahren

Kein Zeitfahren, aber einfach abschalten und fahren, nichts anders als fahren. Keine Überanstrengung, aber auch kein Spazierfahren, Tempo halten und fahren. Dafür ist das Rad, und ein Umbau von einem Umbau, so daß ich es zum zweiten Mal umgebaut habe.

Die Idee ist aus dem Not geboren. Das Vorgängerrad, aus dem viele Teile hier übernommen wurden, war etwas zu klein. Rahmenhöhe war 64cm, Oberrohrlänge 61cm. Der Fahrer fühlte sich eingeengt. Großgewachsene Menschen haben das Problem. Rennrad kann in die Höhe wachsen, aber nicht gleichermaßen in die Länge, denn mit längerem Radstand verliert das Rad die Wendigkeit.

Mit nach hinten gestellter Sattel und langem Vorbau, der auch den Lenker auf die Sattelhöhe bringt, gewinnt man die Länge. TT-Bar ermöglicht eine gestrecktere Körperhaltung. Dazu kommt, dieser Rahmen(ein Canyon aus Alu), ein Ersatz für den wegen eines Unfalls unbrauchbar gewordenen Originalrahmen(Fort, Alu), ist 3cm länger.

1″ Alugabel wurde durch Carbongabel mit Aluschaft(Intec) ersetzt. Fast alle Teile wurden vom Vorgängerrad übernommen, außer Innenlager, Steuersatz, Sattelstütze, Flaschenhalter, Kette, sowie die Züge. Rahmen war ursprünglich blau, mit großer Beschriftung CANYON in rot. Es wurde in gelb, RAL 1018 Zinkgelb, lackiert. Hauptdreieck bekam eine dünne Pearlmuttschicht. Mit hauütsäcchlich schwarzen Teilen ergibt sich einen knackigen Kontrast.

Antrieb ist 3×10 Dura Ace. Bremsen sind Ultegra, STI-Hebel sind 105. Der rechte Hebel ist leider deformiert durch den Unfall. Die Hebeln konnten doch wieder zurecht zurückgebogen werden. Bremsen ist ok, Scahlten ist aber leicht hakelig. Weil der neue 10fache 105-Hebel eine unbekannte Wartezeit hat, wird erst damit gefahren. Apropos Lieferzeit,, ob 5 Wochen oder 50 Wochen,, man weiß einfach nicht,m ob das wirklich so ist. Momentan muß man damit auskommen, was man hat. Eine interessante Erfahrung.

Zufällig hat CXP30-Logo gleiches Gelb. Um die strenge Monotonie zu brechen, ist der Lenkerband grün. 7,9kg in diesem Zustand, leicht genug, um das Fahren zu geniessen.

vintage MTB -> ATB again

Ich habe immer wieder geschrieben, daß alte MTB eine gute Basis für zeitgemäße Allzweckrad ist. Hier wieder ein beispiel dafür. Den Rahmen habe ich bei Radler Martin im Schrotthaufen gefunden, immerhin ein Brodie(kanadische MTB_Pionier), wahrscheinlich aus Tange Prestige Rohrsatz, recht leicht. Ein Paar Dellen habe ich nur gespachtelt. Gabel war nicht mehr dabei. So mußte ich eine passende Gabel zulegen. Mit Sicherheit war es ursprünglich mit einer Federgabel bestückt. Ich will sie natürlich nicht, aber die Geometrie soll etwa so bleiben wie es vorgesehen war. Neue Starrgabel ist 435mm lang so daß sie etwas die Länge der Federgabel hat und auch für 28″-Rad passt. Für 26″ Rad erlaubt sie den Einbau von recht breiten Reifen. Außerdem ist sie für die Scheibenbremse,, Ich bin der Meinung, daß ein ATB ohne sportliche Ambition keine Scheibenbremse braucht. Aber um ein etwas zeitgemäßes Erscheinungsbild zu gewähren, habe ich für vorn eine Scheibenbremse gewollt. Technisch finde ich für diesen Zweck V-Bremse besser; denn sie bremst genauso gut, wenn die Bremsflanke nicht verdreckt oder naß ist, sie ist billiger und leichter in der Wartung. Um das zu demonstrieren, habe ich die Leitung ungekürzt gelassen. Denn, es wird weitere ca. 40 Euro kosten, wenn man die Leitung in passende Länge kürzt, Mineralöl nachfüllt und auch noch entlüften sollte. Ein Vorteil der hydr. Scheibenbremse ist, daß sie sich automatisch einstellt. Aber es könnte deshalb so etwas passieren, daß man unbemerkt von abgenutzten Beläge bis Metall auf Metall bremst. Also, ich bin kein Fan der Scheibenbremsen beim Alltagrad. Ach ja, ATB heißt hier AllTagsBike, nicht nur All Terain Bike.

Ein Problem mit alten MTB-Rahmen ist,, daß sie lang sind, d.h. der Oberrohr lang ist. Daher nehme ich fast imme einen Lenker, der stark zurückgebogen ist, damit eine komfortable Haltung möglich wird. Auch damit wird das Rad stadttauglich.

Lenkerbreite ist je nach dem Hauptzweck und persönlichem Geschmack zu wählen. Diesmal ist es recht breit, um eher gemütlich fahren zu können.

Ganz wichtig ist die Wahl der Reifen.Die Breite wie Profile sollten gut überlegt ausgesucht werden. Diesmal wurde so gedacht; 40% Asphalt, 30% Feldweg, 30% Waldweg, und insgesamt mit gemütlichem Tempo. Meine Wahl ist Conti Contact Travel 47-559. Für vorne mußte ich einen Schwalbe Marathon Racer 42-559 montieren, weil ich nichts anders vorrätig hatte. Marathon Racer ist gar nicht mein Geschmack so daß ich bald mit Contact Travel austauschen werde.

3×7-fache Schaltung mag altmodisch aussehen,, Ich habe nix gegen 1×10, 1×11 oder 1×12. Aber sie sind teuer, und halten nicht so lange. Dazu kann ich bei 3fachen Kettenblättern einen großen Sprung unter- u. hochschalten, was ich manchmal nützlich finde.

Der leistungsunterschied zwischen V- u. Scheibenbremsen, im normalen Gebrauch, sehe ich kaum.

Für Tagestourentauglichkeit ein gutes Vorderlicht(Rücklicht wird angeklipst) und ein Wasserflaschenhalter. Das wäre das mindeste. Möglich wäre noch Schutzblech und Gepäckträger.

Kein High End, eher Low End die Teile,, aber zu sagen, es ist gut genug, finde ich auch wichtig. Tange Steuersatz, Shimano Innenlager, New Success Hinterradnabe wie Shutter Precision Nabendynamo, genügende Qualität an wichtigen Stellen.

Robust und leicht genug, das ganze, macht Spaß in der Stadt wie in der Natur. Das ist der Sinn des ATBs. Das ist kein Sportgerät, aber ein Begleiter, mit dem man freudige Momente erleben könnte, überall, wo man gerade unterwegs ist.

Pottering, Au am Rhein

Spazierfahren, zum Au am Rhein und zurück, erst entlang Alb nach Daxlanden, dann auf Altrheindeich und Waldwege bis Au am Rhein, dort ein wenig umherradeln, dann Neuburgweier, Fermasee, und wieder durch Wald nach Daxlanden und zurück, so um 35km. Alles flach, gut für eine gemütliche Sonntagsfahrt.

Windhafer, silbern schimmernd, wiegt sich im Wind. Als Kind habe ich damit gespielt, in Japan nennt man es Schwalbenhafer.

Auf dem Deich zu radeln ist schön. Vor allem, Auf inneren(äußeren??) Deiche sind kaum jemand anzutreffen. Direkt am Rhein sind viel mehr Radfahrer unterwegs.

Ich weiß nicht, was dieser Stein ist. 17, badische Wapppen, HW, und ander Seite Jahreszahl. Vielleicht eine Markierung für Hochwasserdeiche? Dieser steht direkt am Federbach(Altrhein) am Waldweg, der evtl. ein alter Deich gewesen sein könnte.

Eine kleine Pause am Altrhein. Es ist sümpfig. Momentan ist viel Wasser. Dieses Fahrrad wollte ich eigentlich als Reiserad aufbauen, mit Schutzblech und Gepäckträger V+H. Aber es gefällt mir so gut als Gravel, so daß es erst in diesem Zustand bleiben wird.

Das viel Wasser sperrt den Weg zu einer Insel zwischen Altrhein und Rhein.

Viel Blumen und Blümchen überall. Ich halte mich oft an und schaue sie, die Natur unterhält mich und es wird nie langweilig. So viele kleine Dinge, deren Namen ich gar nicht kenne. „Wir wissen noch immer nicht den Namen der Blume, die wir an jenem Tag sahen.“ Das ist ein Titel einer jap. Anime, was auch hier bekannt wurde,,

Au am Rhein, dieser Name sagt alles über diesen Ort, umschlungen von Altrhein, Graben und Bächlein. Hier gab es von Baden-Baden aus eine römische Strasse, mit einem Rheinfurt zur anderen Uferseite. Dieser Ort gehörte dem Kloster Weissenburg im Mittelalter. Weitere Info auf Wiki. Hier fahre nwir ein bisschen rum, schauen die Pferde an.


Dann zurück via Neuburgweier, Fermasee. Hier sind schon viele Menschen am Strand, manche schon im Wasser. Fermasee ist scheinbar sehr beliebt. Im Umkreis von Karlsruhe gibt es wenig Seen. Wenn was gibt, ist meist ein Baggersee und im Sommer voll. Ich muß sagen, als alter und verwöhnter Berliner/Brandenburger, daß mir die Lust vergeht, wenn ich solche popelige Baggersee voller Menschen sehe. Wir machen nur eine kleine Pause, dan fahren weiter.

Korn wächst anscheinend gut. Schon bald kommt die Ernte. Die Zeit wartet nicht.

Noch überall die Blumen, das wird auf passé sein.



Federbach mit voll Wasser! Hier ist fast die Hälfte des Jahres trocken. Im grünen Licht radeln, das ist wirklich schön.