Archiv der Kategorie: Allgemein

Wiedergeburt

Das kommt manchmal vor. Eines Tages, als ich zur Werkstatt kam, stand ein Fahrradrahmen vor der Tür. Manchmal bringen die Leute ihre alte Räder oder Fahrradteile mit der Hoffnung, daß ich sie sinnvoll wiederverwenden kann. Hier bedanke ich mich für das Vertrauen. Ich versuche für sie ein neues Leben zu geben. manchmal ist es zu spät oder zu mühevoll, dann landen sie leider auf Schrottplatz. So sollen sie recyclet werden, als Stahl, als Alu. Aber besser ist es, wenn man sie so wiederbeleben kann. Hier haben die gepflegte Räder bessere Chance. Bahnhofsräder, die lange nicht bewegt werden, die landen dann auch zur Versteigerung, oder zur ABM_Werkstatt, wo sie weiteres Leben finden. Auch die Räder, die als Sperrmüll an die Strasse gestellt werden, finden meist einen weiteren Nutzer/Wiederverwerter/Wiederverkäufer. Das ist vielleicht besser als Dornröschenschlaf im Keller/in der Scheune oder sogar draußen ohne Dach. Denn, so ohne Pflege abgestellt wird das Fahrrad nicht besser. Es wird irgendwann ein Biotop, mit Motten, Spinnen, Pflanzen ranken. Irgendwann wird die Rettung unmöglich. Ich gebe Mühe, nicht nur weil ich alte Räder mag, sondern auch sie langlebig sein können(vorausgesetzt, sie sind gut konstruiert, gut gebaut und gut gepflegt).

Dieser Rahmen, von Fa. Brügelmann, d.h. wahrscheinlich made in Italy, war in einem recht gutem Zustand, fast makellos. Ich habe mich schnell entschlossen, mit den vorhandenen Teilen ein neues Fahrrad aufzubauen. Ich denke, nur Schutzblech, Lenkerband und Rücklicht sind Neuteile. Alles andere sind gute gebrauchte Teile aus meinen Kisten.

Etwas knackig ist der Farbkontrast zwischen Schwarz und Gelb. der Rahmen ist aber Schwarz mit goldenen Metallicflocken. Das ist so typisch 90er Jahre, glaube ich.

Mit 3×6-fache, und zuverläßige, Schaltung ist das Rad auch tourentauglich, wenn Gepäckträger angebaut wird. 38mm breite Fairweather-Reifen(made by Panaracer) verspricht einen komfortablen Fahrgenuß. Alles die Technik von vor 20 Jahren? Und sie sind gut, leicht und robust für viele Zwecke. Keine Federgabel, keine 9, 10 oder 11-fache Cassette, kein Ahead-Steuersatz, keine Scheibenbremsen,, Ich frage mich manchmal, wohin geht die Entwicklung von Fahrrad. Hoffe, nicht genauso wie bei Autos, vorbei an Bedürfnis von normalen Menschen. Das wäre eine Sackgasse. Es sei denn, Menschen wollen das, was Industrie verspricht, was bequem ist und was der Industrie Gewinn bringt.

Laub

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Schön, laubbedeckte Waldwege zu fahren. Es fühlt sich samtig weich auf dem bunten Teppich. Wenn es trocken ist ,schlägt sich die Wellen als wäre es mit einem Boot auf Wasser.
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Wahrscheinlich, Millionen von Farben stecken in einem einfachen Landschaftbild.Um sie zu studieren, muß man anhalten und gut beobachten, bis einfaches Grau oder dreckige Farbe in unzähligen Farbkombinationen erscheinen.
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Aber Vorsicht! Darunter könnte rutschig schmierige Schicht oder dünnes Eis verbergen.
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Pfingsten

In Baden-Württenberg ist 2 Wochen Ferien. Ich bin ab Pfingstmontag für 5 Tage in Berlin, um dort ein Auftragsfahrrad zu iefern. Also, 10. bis 13. Juni ist die Radlerhalle geschlossen. Freitag kommt Sebastian nachmittags und macht die Halle auf. Und am Freitag ist auch Radler Martin in seiner Werkstatt, ab 7:00 bis zum bitteren Ende. Martin macht Urlaub vom 16. 06. bis 05. 07.
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An dieser Stelle danke an Herrn Hillebrand für ein nettes Foto von uns. Als er bei uns war und Drais-Ausstellung angesehen hat, machte er von uns ein Foto. Der Abzug ist nuancenreicher Silber Print.

Tabernae Montanae

Bad Bergzabern liegt am südlichsten Zipfel der Weinstrasse, 7km vor französischer Grenze und Wissenbourg, und direkt vor dem Pfälzer Wald. heute atarten wir ab Bahnhof Winden, nur 11km, eine gemütliche Spazierfahrt durch Weinfelder, z.T. genannt Rosenweg.
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Erst durch Gemüse- und Obstfelder. Pfälzer Wald liegt, noch nicht ganz nah, am westlichen Horizont. Langsam wird die Landschaft wellig hügelig. Manche Stellen sind steil, aber kurz so daß meine Freundin nur ab und zu absteigen und schieben muß, mit ihrer 46-28 Übersetzung. Ich habe viel bequemere 42-32 Übersetzung(vorn Bio-Pace!), dazu noch 26″ Rad.
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Wein wird bald blühen beginnen. Momentan blühen Mohn, Margarite, Brombeere, Heckenrosen wie Hounder am Wegerand. Blaue Kornblume, Notternkopf, Phaselia, Borretsch wie Salbei sind auch sehr schön.
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Bergen kommen näher. Ach ja, Pfälzerwald bedeutet die zusammenhängenden Berge(also Gebirge), welche nicht so steil hochragen und meist bewaldet sind, ähnlich wie Schwarzwald oder Bayerischer Wald. Auch die Bezeichnung Berg wird oft für die Landform verwendet, die keine spitze Gipfel besitzt, wie Kreuzberg, Schöneberg, Prenzlauer Berg, haha.
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Wein wird auch bald blühen. Pfalz hat das mildeste Klima deutschlands. Hier wachsen Mandeln, Eßkastanien, Feigen, Kiwis wie Zitronen. Auch Oleander oder Kaiserbaum habe ich öfters in den Gärten gesichtet. Sicher beeinflußt das günstige Klima auch auf Menschensgemüt.
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Rosen sind, neben Mandeln wie Aprikosen, ein alter Frühwarnsystem gegen Pilz- und Insektenbefall für Weinbauer.Heute sind sie schöne bereicherung der Gegend.
Grüne Farbtönen sind saftiger und tiefer geworden gegenüber April. Wir machen kurz vor Bad Bergzabern eine kurze Paus unter einem großen Nußbaum.
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Bad Bergzabern ist eine Stadt mit ca. 8000 Einwohner, schmiegt sich schon am Hang des Pfälzerwaldes.Stadtkern liegt noch in der Tiefebene, am Flußchen Erlenbach. Von hier ist Wissenbourg(FR) 20 Minuten mit dem Bus. heute schauen wir diese Stadt nur kurz an. Ehm. Amtsitz des Herzoges ist ein schöner Renaissance-Bau. Heute ist das als Stadtmuseum benutzt. Es gibt weitere Rrenaissancebauten, oder Reste davon. Grundung der Stadt solle im Mittelalter liegen, nicht römisch wie die Überschrift dieses Eintrag andeutet. Es gibt auch Reste von Stadtmauern und Turm. Seit geraumer zeit ist die Stadt auch Heilklimatischer Kurort, und eine Stadt, die nicht vom Weinbau abhängig ist.
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Wir fahren die Wege durch Weinberge. Nächste Dörfer sind Pleisweiler und Oberhofen, beide natürlich Winzerdörfer. In Pleisweiler gibt es das beste Eis in der Pfalz „Pfälzer Eis“, das auch in manche gute Gestronomiegeschäfte geliefert wird. Dornfelder Eis? Natürlich auch. Dann kommen nächste Winzerdörfer(was sonst!) Gleishorbach und Gleiszellen. Heute gibt es Kunstmarkt im Gleishorbach. das möchte meine Freundin anschauen und dort was essen. Dorf ist klein, aber bereits mit Neubauten am Rande leicht zersiedelt. Kunstmarkt ist gut besucht, und ist so ungefähr wie man es vorstellt, Gemälde, Keramiken, Gläser, Holzarbeiten, Glafiken, Fotos, präsentiert in den Höfen. Zum Essen gibt es zur Auswahl, Flammkuchen, Waffeln, China-Pfanne, Bratwurstle und ein italienisches Restaurant. Meine Freundin sagt natürlich, Italienisch. Ich verstehe nicht, warum hier in einem kleinen Dorf als einzig permanentes Lokal ein italienisches Restaurant gibt. Nachher erfahre ich, daß hier bis kurzem ein Winzercafe namens „Zum Alten Fritz“ deutsche Küche angeboten hat. Das passt für mein Gefühl besser zum Dorf. Aber es gibt sicherlich irgendwelchen Grund für den Wechsel. Was anders machen als andere Winzerdörfer, als andere Winzerlokale, das verstehe ich auch.
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Die Besucher des Dorfes, die mit dem Rad kamen, sind überwiegend E-Bike-fahrer. Sicher ist es angenehmer, diese hügelige Landschaft zu fahren, mit E-Assistance. Vor allem wenn man von der Waldseite kommt. Hier herrschen die E-Bikes die Szene.
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Das nächste Winzerdorf Klingenmünster fahren wir durch ohne anzuhalten. Auf dem Hang sieht man die Burg Landeck.
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Dann radeln wir etwa entlang Klingbach, via Kingen, Ingenheim, Mühlhofen, allsamt Winzerdörfer, die ich leider nicht mehr unterscheiden kann, zum Bahnhof Rohrbach. Dort trinken wir Radler im Garten der Bahnhoswirtschaft, bis der Zug nach Karlsruhe kommt. Als Nichtweintrinker kann ich nur eine vaage Vorstellung entwickeln, daß Überleben als Winzer, als Winzerlokal oder als Winzerdorf schön schwierig sein könnte.
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Karlsruhe, fahrradfreundliche Stadt

Nach dem neuersten ADFCs Fahrradklima-Test ist Karlsruhe die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Viele Bürger erledigen fast alles mit dem Rad. Nicht nur die langjährige Verkehrspolitik/-planung, sondern auch die Größe der Stadt trägt auch dazu bei, sicher auch das milde Klima hier. Fahrradstrassen erlauben den Radler, sich zügig und relativ sicher zu bewegen. Autofahrer sind meist rücksichtsvoll. Wenn ein Auto Radfahrer blockiert oder hetzt, ist es oft ein Fremder.

Aus dem Alltag weiss ich aber auch, daß es noch lange nicht optimal ist. Es gibt recht häufig Unfälle, Radfahrer gegen Radfahrer, Radfahrer gegen Fußgänger, auch Radfahrer gegen Autos. Viele Radfahrer sind schnell unterwegs, oft zu schnell, denke ich. Auch auf belebten Geschäftsstrassen, wo viele Fußgänger querdurch laufen, drossel die Radfahrer ihrem Tempo nicht. Hier wäre Schrittempo angemessen, oder sogar absteigen. Wenn Radfahrer dem Fußgängern Angst einjagen, ist was falsch. Radfahrer haben nicht automatisch Vorfahrt. Ein wenig mehr Respekt auf Fußgänger wäre wünschenswert.

Viele sagen, es wird soviele Räder geklaut. Wenn genügend sichere Stellplätze geben würde, verteilt in ganzer Stadt, wird Diebstahl zurückgehen(ausser Profis, die alles klauen können). Auch für Cargo-Bikes sind die Stellplätze an Strassen/Plätze notwendig. Hier wäre städteplanerische Ideen gefragt. Oft wird ein großer Fahrradhaufen an einem hübschen Platz als häßlich empfunden(Bahnhofsvorplatz z.B.). Wenn die Hälfte aller Karlsruher(das wäre 150000) täglich radelnd in der Stadt unterwegs sind, braucht man entsprechend viel temporäre Stellplätze, nicht nur Radstrassen.

Gute Weiterfahrt für Karlsruher Radler, auch für Karlsruher Verkehrplanner und Politiker. Nun wird gefragt, wegweisend zu sein.
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Diese Woche/KW 10 Werkstatt bleibt zu

Diese Woche bin ich in Berlin, muß dort ein Rad fertig bauen und abliefern. Daher bleibt meine Werkstatt im Gewerbehof(Steinstr. 23) geschlossen. Sebastian ist wie immer freitags/samstags dort. Und wenn man Martin erwischt, kann man ihn fragen, ob er Zeit hat, für Reparatur oder für Museumsbesuch. Danke für Verständnis und bis nächste Woche.

Winter vertreiebn

Heute ist, gerade rechtzeitig zum Rosenmontag, sehr windig. Der Sturm vertreibt den Winter. Fasnacht stand im Altertum meist mit dem Erwachen der Natur im Frühling in Zusammenhang. Man versuchte den Winter zu vertreiben, indem man sich als Geister, Kobolde und unheimliche Gestalten aus der Natur verkleidete und mit Holzstöcken wild um sich schlug oder mit einer Rassel oder Ratsche (Schnarre) Lärm machte. Vorchristliche Riten, welche den Wechsel vom kalten Winterhalbjahr in das warme und fruchtbare Sommerhalbjahr feierten, sind heute in vielerorts noch spürbar.
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Auch in Japan gibt es ähnliches Fest, „Setsubun“. Dort wird der Beginn des Frühlings gefeiert, am 04. 02., das steht in der Mitte zwischen Wintersonnenwende und Tagundnachtgleich(also wenn ich mich nicht irre, 315° der Ekliptik). Da wird Teufel/Geister(verkleidet) symbolisch vertrieben durch Zuwerfen von Bohnen. Als ich Kleinkind war, kam der Teuel zu jedem Haus, begleitet von einigen Musikanten, und schrie fürchterlich angsteinflössend um. Dann warfen die Hausbewohner mit dem Bohnen und vertrieben ihn. Meine Eltern pflegte zu sagen, „wenn Du nicht artig bist, wird der Teufel Dich mitnehmen“, oje. Dieser Brauch wird leider immer kommerzieller, Event-mäßiger und auch belangloser.
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In Tgempeln schmeissen die Priester, heute oft in Anwesenheit von TV-Stars oder bekannten Sportlern, die Bohnen zu den besuchern. Immerhin keine gezuckerte.

Biotop

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Die dunkle Jahreszeit geht vorüber. Langsam ist die Zeit, Eure (schöne) Maschine vom winterlichen Dreck zu befreien. Ansonsten bald werden tausende Kleinviecher aus dem dreck rausspringen, und auf Ketten und Streben Gräser wachsen. Dreck macht Widerstand beim Radeln, auch wenn das so naturalistisch aussieht. Energie sparen durch Putzen.

Lauterbourg

Von Karlsruhe aus ist der nächste Ort in Frankreich Lauterbourg. Von meiner Wohnung ist es 20km. Wenn man von der Rheinbrücke(Maximilianau) startet, dann 15 oder 17km, je nach Routen. Am schönen Sonntag sind wir von Max-Au gestartet. Schon viele Radler sind unterwegs. Die Route, am Rhein entlang, ist gut geeignet für Rennradfahrer. Hier könnte man Tempo machen.
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Es gibt mehrere Kiesgruben, die im Betrieb sind. Ich sehe ein Bahngleis mit Seilwinde, um Güterwaggons zum Beladen zu ziehen. Schätzungsweise gibt es heute nicht mehr so viele Kiesgrube mit Bahnanschluß.Am Sonntag ist es ruhig hier. Aber werkstags könnte es viel Betrieb/Verkehr sein.
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Man kann schnell oder gemütlich radeln. Am Fluß gibt es kaum auf und ab.
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Direkt am Wasser gibt es Spazierweg. Aber Radler sollten Radweg benutzen. Schiffe, die flußaufwärts fahren, sind langsam, langsamer als gemütlich fahrende Radler.
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An der Lautermündung liegt ein Restaurantschiff „Lautermuschel“ mit angeschlossenem Schiffahrtmuseum. Das scheint den Radlern ein beliebtes Lokal zu sein.
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Danach kommt die Fährstelle zwischen Neuburg und Neuburgweier. Ach ja, wir sind hier auf dieser (rechten) Uferseite in der Pfalz unterwegs.
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Dann kommt die Stelle, wo Alte Lauter in den Rhein mündet. Diese Alte Lauter ist das Grenzflußchen zwischen Deutschland und Frankreich. Für mich Japaner ist es jedes Mal etwas seltsam, so eine Grenze zu sehen und macht mich nachdenklich, was diese Grenze bedeutet. Gleich hinter dem Flußchen gibt es ein Schild über Rheinradweg in Französisch. Ab hier ist man in Frankreich. Die Landschaft ändert sich aber nicht. Dieses Unbehagen an Landgrenzen, dachte ich, wäre typisch für Inselvölker. Aber in Japan wie Großbritanien gab und gibt es inländische Grenzen, was ich im Alltag gar nicht wahrnehme. Mein Unbehagen beruht sich eher auf Konstruktion heutiger Staatlichkeit, vielleicht. Na gut,,
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Dann ist der Hafen von Lauterbourg ganz nah. Hier ist etwas Industrie. Am Hafen gibt es ein Restaurant, das nicht so schlecht zu sein scheint, nicht nur für Hafenarbeiter und Schiffer.
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Wir radeln Bahnhof vorbei, wo natürlich französische und deutsche Züge halten. Dann hören wir in der Stadt laute Technomusik läuft. Ortskern ist gesperrt, und verkleidete Menschen laufen. Ach, irgendetwas mit dem Fasching müßte sein. Aber laute Musik mag meine Freundin nicht. Wir fahren Ortskern um. Es gibt am Rande Siedlung wie ich aus Japan kenne, mit 50er/60er Jahre Bauten, déjà vu Gefühl.
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Landauer Tor ist heute verschlossen, wegen der Veranstaltung im Ortskern. Wir fliehen von der lauten Technomusik, fahren raus auf der rue du Général Mittelhauser und biegen in die Hagenbacher Strasse ein. Gerade an dieser Ecke ist das ehm. Zollhäuschen, das nun als Museum und Imbiß benutzt wird.
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Der Radweg führt zum nächsten Kleinort Berg, das tatsächlich auf einem Hügel steht. Durch diesen „Berg“ verlief römische Rheinuferstrasse. Dorf ist fast 900 Jahre alt. Es gibt einige Häuse aus dem 18. Jhdt.
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Radweg verläuft jetzt Lauter entlang. Es gibt die Stelle, wo die Bahn Schutzdeich durchbricht. Hier gibt es stählenen Dammtor für den Fall eines Flutes.
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Verschilffte Auenlandschaft ist schön. Und bald ist man in Neuburg und wieder an der Fährstelle. Schwäne, Gänse wie Möwen sonnen unter dem warmen Licht genüßlich.
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Auf der anderen Seite ist Mörsch die nächste S-bahnstation. Wir fahren aber Deich hoch und peilen uns an Forchheim Hauptstrasse.
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Ein Radfahrer zieht ein Pferd mit. Er muß ab und zu anhalten und dem Pferd füttern aus seinem Ortliebtasche. Das ist ein netter Anblick.
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