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RIH-Sport, so um 1970, RH58

RIH-Sport war eine renommierte Rahmenbauerwerkstatt in Amsterdamm. Ich schreibe „war“ mit der Vergangenheit, obwohl RIH heute noch gibt. Das entstammt von der Zusammenarbeit mit der Fa. Cove, die jetzt unter RIH Elektroräder u.a. herstellt.

RIH-Rahmen wurden von Olympia- wie Worldcup-Fahrer gefahren und ihnen öfters zum Sieg verholfen. Es war eine ganz kleine Werkstatt, etwa vergleichbar mit Rickert in Deutschland, die hochwertige Rahmen produziert hat.

Rohrsatz ist Reynolds 531, wurden recht sauber verarbeitet., ohne Anlotteile, was in den 60ern Standard war. Unnötige Hitzezuführung war schädlich für den Rohrsatz.

man könnte meinen, das sei ein „Junk Parts Assembly“. In der Tat habe ich aus meinen Kisten alles gefunden, was ich eingebaut habe, und zwar quer durch. Weder marken- noch zeitrein. Hier habe ich keinerei Anspruch auf historische Korrektheit. Das Rad ist für die Stadt, und dafür gut sein. 2×6-fache Schaltung, auch wegen 120mm Einbaubreite. Radsatz habe ich neue aufgebaut, ganz normal mit Alpina Speichen, chzechische Felge, Normandy Naben., die ich geputzt, eingefettet, eingestellt und poliert habe, was mir immer noch, ab und zu, Spaß macht. Reifen, Schwalbe Marathon Racer 30mm, ist ausgesucht für die Stadt.

Es ist interessant, solche Teile anzuschauen, die kein Super Record, kein Dura Ace, eher unbekannt bis verachtet sind. Dieser Schalthebel von Shimano, vom optischen Eindruck her eine Kopie von Campa-Hebel, ist aber größer und liegt gar nicht so schlecht an Fingern.

Oder Schaltwerk 980 von Campa. Das ist ja mehr Simplex als Campa, aber funktioniert tadellos, solange kleine Kapazität respektiert wird. Und Kurbel/Kettenblatt (52/42)von SR-Sakae mit Silstar-Brand. Das ist ja optisch auch ein wenig wie Campa. Der Umwerfer, er ist normal Campa, wie langweilig,,, 6-fache Ritzelpaket ist maillard, genauso wie die Nabe mit franz. Gewinde, und fast unzerstörbar. Bremsen habe ich morderne Dia Compe Bremsen montiert, weil ich die Bremsleistung in der Stadt wichtig finde, und die neuzeitliche Bremsen lassen sich viel besser einstellen und zentrieren. Hebel Weinmann.

Ledersattel wäre der richtige, vielleicht. Aber ich wollte was anders, und kam zu San Marco Carma, der schon lange bei mir liegt und auf seinen Auftritt gewartet hat. Dazu passend? weises Lenkerband von Benotto Celo Tape.

Ist der Gesamteindruck stimmig, komisch oder seltsam? Wenn man sich frei macht, vom historischen Zwang und Standardaufbau, öffnet sich eine interessante Welt, die man vielleicht nicht mit jedem teilen kann. Ich finde das total spannend.

Demae – Delivery

Früher hat jedes Nudelsuppenlokal(hauptsächlich Soba-Nudel und Reisgerichte) in Japan ihre Speisen ausgeliefert, nach hause oder ins Büro. Dafür mussten die Köche und Küchengehilfe Ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, guter Artist und Radfahrer zu sein,,

Die Bestellung von Büros zur Mittagszeit könnte eine Ausmaß annehmen, daß die Speisen in Porzellanschalen und auf Holztabletten in atemberaubende Höhe türmen läßt.

Das solche Kunststücke zum japanischen Alltagsbild gehörte, ist aus heutiger Sicht fast ein Wunder. Ich weiß nicht genau, wann diese Art Lieferungen verschwanden, irgendwann in den 70ern, schätze ich. Liefern lassen wurde immer weniger, und irgendwann fingen sie auch an, mit Mopeds zu liefern, zwar mit einer Hängevorrichtung, die auch flüssiges Inhalt sicher transportieren liessen. Das sieht man vielleicht heute noch ab und zu. Aber die Lieferung mit einem Fahrrad ist so gut wie gar nicht mehr. Schade, aber Strassenverkehr hat sich drastisch zugenommen und ist deutlich gefährlicher geworden dafür.

Damals war diese Art Lieferung so populär, daß man in der Schule es gelernt hat.

Haha, das ist ein Scherz. Das Bild oben zeigt nur ein Geschicklichkeitsspiel an einem Sporttag.

Die Zeiten ändern sich,, und es gibt sicherlich zeitgemäßere Transportmöglichkeiten mit dem Fahrrad. Das sollen wir weiter entwickeln, um Automobile im Nahbereich zu ersetzen.

Trainingsrad f. Beginner

Die junge Dame will Triathlon, und beginnt gerade im Sportclub zu üben. Mt einem Stahlrennrad solle sie anfangen. Das war scheinbar der Rat vom Club und der richtige. Das Rad sollte nicht zu leicht sein. Warum? Wenn das Rad leicht ist, kann jeder es irgendwie auf gewisse Geschwindigkeit bringen, ohne Übung, und ohne innere Muskeln zu aktivieren. Das ist ein fataler Fehler. Wenn man sich so angewöhnt, mit vorderen Muskeln zu radeln, kommt man nicht weiter, wird nicht ausdauernder, nicht schneller, und die Pedalierung bleibt unrund/unsauber,. Fahrstil bleibt instabil.

Ich habe ein Peuget Comp 2000 gefunden mit passender Rahmengröße 580mm(noch made in France). Rahmen ist aus dem Rohrsatz Columbus Thron, Gabel ist aus Reynolds 531, also eine gute Wahl. Radsatz habe ich übernommen, nur Reifen habe ich einen der besten aufgezogen, um gutes Fahrgefühl und Fahrspass zu vermitteln, Conti GP5000.

Kurbel und Bremsen wurden auch übernommen, Shimano 600. Ansonst alles mit neuen Teilen: Shimano SORA 2×9-fach, Cassette 11/28, Kettenblatt 50/39.

Sie soll erst ohne Triathlon-Lenker fahren, mit SPD-Clickschuhe. Viel Spaß beim Training!

Adventure Bike 1990

ARAYA war und noch ist ein ehrliches Unternehmen, und dessen „Muddy Fox“ war lange Zeit ein gutes MTB. MTB hat ganz schnell, in Japan, traditionellen Randonneures verdrängt, auch im Bereich Radreisen. 80er Jahre war die Dekade der Transition von Rando zum MTB. Danach waren Randonneures fast ausgestorben und nur vom harten Kern der frankophilen Cyclisten als Tradition fortgetragen.

Mir fiel heute wieder ein, wie ähnlich die MTBs von damals mit den Adventure Bikes von heute waren. Unterschied liegt im Detail, und vor allem in Radgröße. Radgröße sollte jeder aussuchen nach Körpergröße, so spielt das eigentlich für das Grundkonzept keine Rolle.

Hier ist ein Foto vom Berliner Kollegen Flo(fern)s schönen Adventure Bike mit 650B Rad.

Und hier ist ARAYAs Adventure Bike Package 1990. Systematisch für unterschiedlichen Zwecke gedachte Rahmen und Zubehör, was heute auch kene Selbstverständlichkeit ist.

Also, nichts wirklich neues beim Adventure Bikes dabei? Einige technische Entwicklungen sind schon dabei. Nabendynamo, LED-leuchte, Scheibenbremsen, Schaltwerk mit Dämpfer, wasserdichte Taschenstoffe, Navis, Ob man sie mit einbeziehen will, soll jeder selber überlegen. Abenteuer könnte ja direkt vor Haustür beginnen, ohne 1000km weit fahren zu müssen. Für eigene Abenteuer eigenes Adventure Bike, was man nicht unbedingt so nennen muß.

1980, Mount Tamalpais unweit von San Francisco. Eric und David Koski, Entwickler von Trailmaster und Breezer, radeln genußlich durch den tiefen Wald, um Vogelzwitschern und Fluß plätschern zuzuhören. MTB ist nicht nur Repack Race gewesen.

Typisch ’73, typisch Italo? „Malizia“

Diese kurze Fahrradszene, auf der eine junge Frau einen Jungen belustigt, der ihr beim Besteigen auf Rad behilflich sein soll, weil sie angeblich nicht fahren kann. Unfair, so kann kein Mann ruhig bleiben bei solcher Situation. Meine Augen sind aber auf die schöne Bremshebel, Lenkergriffe und farbige Zughülle fixiert? Keinesfalls.

Der Film lief 1973 auf der Berlinale, ist typisch aus dieser zeit, verdeutlicht die Verklemmung der Gesellschaft(hauptsächlich bei Männer?) mit sexuellen Fantasien im Alltag und zugleich die Versuche, darüber offen zu werden, vor allem offen zu zeigen.

Daß ein Fahrrad der Erotik dienlich sein kann, finde ich auf alle Fälle nicht schlecht. Das Leben soll doch etwas knistern, oder?

Orakel von Jan Heine, Prognose für 2020er

Manchmal lese ich Blogeinträge von Jan Heine. Ich bin nicht immer gleicher Meinung(z.B. über „low trail“), aber er macht oft interessante Gedanken. Zum Jahresbeginn schreibt er Prognose für die kommende 10 Jahre. Schauen wir mal an:

Wide Tires are here to stay:
Breite Reifen hat dicher Vorteile. Wie Heine sagt, daß breite Reifen mehr Grip und Feedback von der Fahrbahn gibt. Wer aber Rennen fährt, wird nicht so einfach auf deutlich breitere Reifen wechseln. Denn Luftvolumen macht das Fahreigenschaft etwas indirekter, und die Kontrolle des Luftdrucks wird diffiziler. Seritenkraft beim Einlenken könnte je nach Luftdruck unberechnbarer werden. Man könnte auch Gefühl bekommen, daß der Reifen klebt. Breiter bedeutet nicht automatisch besser. Auswahl von passenden Reifen wird auch nicht leichter, weil die Reifen recht unterschiedliche Eigenschaften haben je nach Konstruktion und Gummimischung. Das die Auswahl größer wird, finde ich gut, aber das macht es nicht einfacher, richtige Reifen zu finden.

Gravel Bikes will be replaced by,,,
Gravel Bike, das ist eine grob abgesteckte Definition. Das ist irgendwo zwischen Rennrad und MTB. Hier müßte man aber auch den Begriff Rennrad einmal überdenken, denn viele fahren Rennrad, aber nicht das Rennen. Es wird der englischer Begriff „Road Bike“ besser passen für meisten Menschen. Was früher „Road Race Bike“ war(genauso wie Course Route oder corsa), könnte man heute auf „Road Bike“ oder „Road Race Bike“ teilen. Gegenüber Road Race Bike steht Track Race Bike. Gegenüber Road Bike steht Mountainbike(oder Trail Bike, vielleicht).
„All Road Bike“ oder „Advente Bike“, wie Heine vorschlägt, kommt der Unterschied vom Nutzen, und auf welchem, Weg man mehrheitlich fährt, Asphalt oder unbefestigte Wege. Für die Industrie ist es wichtig, leicht zu verstehende Schlagwörter zu haben als Definition, damit sie ihre Produkte in großen Stückzahlen bauen und verkaufen kann. Für mich ist es gar nicht so wichtig, weil ich individuell für Bedürfnis einzelnem Radfahrer eingehe und passendes Rad baue. Also, solche Bezeichnungen sind eine grobe Orientierung, mehr nicht.

All-Road Bikes will move to 650B wheels
Ich werde, nachdem bereits viele Reifen in verschiedenen Größe auf dem markt sind, Radgröße hauptsächlich nach Körpermaße auswählen. Es ist doch unsinnig, wenn einer mit 1,60 Körpergröße ein 29er fährt. Natürlich spielt die Schwerpunktlage je nach der Radgröße auch eine Rolle. Also, die Radgröße ist eine individuelle Entscheidung, nicht Typen-spezifisch.

Road Bikes will have 38mm tires
Oh, das wird noch schwieriger,, Es ist nicht nur die Breite, welche die Eigenschaft von Reifen ausmacht. 38mm sei flink und stabil genug, das müsste man einzel nachprüfen. Daß der Komfort mit Luftvolumen steigt, ist eine Sache. Andere Sache ist, breitere Reifen sind schwerer. Schauen wir mal: Conti GP5000 wiegt(Herstellerangabe) bei 23mm 205g, 25mm 220g, 28mm 250g und 32mm 295g. Heines Barlow Pass(38mm) wiegt 410g. Hier müsste jeder zwischen Fahreigenschaft, Komfort und Gewicht eine passende Ausgleich finden.

E-Bikes will become commonplace
Das ist anders in den USA. Hier ist E-Bikes bereits Alltag. Oma mit E-Bike überholt mich ganz locker. Da kann ich mich nicht ärgern deswegen. Aber E-Power ist Akku-Power. Ich bin recht suspekt auf Umweltbilanz von E-Bikes und möchte auch kein 25kg oder mehr mitschleppen(z.B. auf Bahnsteig hoch und dann unter). Für bestimmte Situationen sind E-Bikes sinnvoll. Aber das ist nicht mein Beschäftigungsbereich. Das ist für mich kein Fahrrad, sondern eine eigene Kategorie.

STI/Ergo/Double Tap will become obsolete
Naja, tendenziell neigt der Mensch immer fauler und bequemer zu werden. Ich könnte mich(mein Gedanke) mit dem Fahrrad verbinden, damit das Rad sich schaltet, wenn ich will und denke, ohne Finger zu bewegen. So bin ich Eins mit meinem Rad 😉 Zugegeben, es gibt schon Vorteil vom ganz leichten Tipschalter, z.B: wenn man sich bis zur körperlichen Grenze verausgabt hat und die Finger zittern, oder wenn einer mit den Fingerbewegung Probleme hat. Oder wenn das Rad 15-fache Cassette hat, lässt sich wahrscheinlich nur elektrisch schalten, ohne Zug dann, ganz präzis mit Stellmotor.
Für Freund des Unterrohrschalthebels und manuelles Schaltens hoffe ich, daß solche Schalthebel nicht aussterben. Aber bei 10-fache und mehr Schaltung ist die gesamte Bewegungswinkel des Unterrohrschalthebel recht groß, so daß es unpraktisch wird.

Fenders will make a breakthrough
Wenn man daran glaubt, daß der Begriff „Road Bike“ revidiert wird, dann hat Schutzblech eine gute Chance, sich in sportliche Fahrräder auszubreiten. Früher war es Gang und Gebe. man müßte frei vom Vorurteil werden, dass Sportfahrrad mit Schutzblech nicht peinlich ist, sondern sinnvoll. Für Strassenrennen ist Schutzblech aber überflüssig.

Silver Components will become popular again
Ha, das hoffe ich aber schwer. Silbern glänzende Komponente könntet aber etwas teurer werden als schwarze, weil die Oberflächenbehandlung mehr kosten wird. Trotzdem sind silberne Teile in den letzten Jahren mehr geworden, vorwiegend von kleineren und enthusiastischen Herstellern, nicht Shimano o.ä.

Bikes will become more individualized
Bravo Monsieur Heine! Je suis totalment d’accord avec votre Avis. Jeder sollte für eigenen Zweck, Geschmack und Empfinden passendes Fahrrad bekommen und fahren. Großhersteller sind dabei, immer mehr Nischen zu füllen. Aber Ziel ist es, für jeden passendes Fahrrad zu bauen. Dafür arbeite ich schließlich.

Schauen wir mal, was die neue Dekade uns bringen wird und was wir tun werden.

Diese Welt und Die Zeit

Zeitung Die Zeit hat neulich einen Artikel gebracht, daß fahrräder in kambodscha unter miesen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Das erinnert mich an Skandale der Textilherstellung in Indien, Sri Lanka und Co. Es ist sicher nicht nur Textilien und Fahrräder, die in bestimmten Ländern(Niedriglohnländer sagen wir so) unter der Arbeitsbedingung hergestellt werden, die wir zivilisierte Industrieländer vor 100 Jahre noch selber hatten, und unter solche Bedingungen wir nicht mehr zum Arbeiten bereit sind.

Wer denkt, daß diese Welt einfach so gebaut ist, daß alles von oben nach unten fließt, und das richtig findet, kann so weitermachen. Aber die Informationen fließen nicht mehr von oben nach unten, bzw. oben kann nicht mehr die Informationen enthalten/manupulieren. Informationen sickern, und breitet sich rasant netzförmig aus. Liniale Gesellschaftsform wackelt, ist schon am Kippen. Trotzdem sind wir bequem, vieles wie besher weiter laufen lassen zu neigen. Wir springen ungern ins kalte Wasser. Wir wissen aber nicht, ob das Wasser wirklich so kalt sein wird wie man vermutet/gesagt bekommt.

Zurück zum Fahrrad,, und ich schweife sofort wieder woandershin aus. Mich wundert es z.B., daß es immer noch Formel 1 oder andere Autorennen gibt. Ich meine, man muß so etwas nicht verbieten. Das wird einfach eingehen, wenn Autohersteller sagen würde, „nee das machen wir nicht mehr mit, es gibt was anders interessanteres,,“ Das passiert aber nicht, genauso wenig, daß sie sagen würde, „nee Diesel bauen wir nicht mehr“. Irgendetwas ist doch faul, oder? In Japan gibt es kaum Diesel-PkW. Schon vor 30 Jahren hat man dort gesagt, daß es schnell unmöglich wird, Dieselmotor zu bauen, wenn die Umweltrestriktion stetig strenger wird. Da sind sie erst auf Hybrid umgeschwengt, und längerfristig auf Wasserstoff. E-Antrieb ist umwelttechnisch keine wirkliche Lösung. Das hierzulande Diesel so beliebt wurde, ist sicher staatspolitische Kalkül für Volksberuhigung, und ein kompletter Irrweg.

Nun wirklich zum Fahrrad,, oder auch nicht,, mein damliger Design-Meister Philippe Starck pflegte zu sagen, Dinge, die wir gestalten/entwerfen, sollen dazu fähig sein, mit ihnen die Menschen eine innige und enge Beziehung entwickeln können. Also, Dinge sollen Freunde, Liebhaber werden. Natürlich, da die Menschen recht unterschiedlich sind, gibt es keine Einheitsantwort darauf. Aber Dinge sollen möglichst mit einer positiven Energie beladen sein, denn Menschen verbinden sich auch gerne mit dunkler Energie, -siehe Star Wars 😉

Freund behandelt man nicht brutal, schmeiß man nicht einfach weg, und um Freundschaft zu schliessen braucht man Empathie, Sympathie oder Liebe. Man muß sich selbst fragen, “ mag ich dies und jenes? wenn ja warum, was zieht mich an, und was nicht,,“. Es gibt sicher die Liebe auf erstem Blick, genauso wie eine Freundschaft, die sich langsam entwickelt. Freilich gibt es auch One-Night-Stand wie falsche Liebe. Und nun, fragen Sie sich mal, wie Sie zu Ihrem Fahrrad stehen. Schauen Sie Ihr Fahrrad an ins Auge, das Sie täglich zum Bahnhof und nach Hause bringt, das Ihnen schöne Touren begleitet und wunderbare Erinnerungen beschert. Oder bringt es Ihnen nur Ärger, weil es immer wieder kaputt und defekt wird? Wissen Sie wo und wie er geboren wurde? Wissen Sie dessen Vergangenheit bis es zu Ihnen kam? Wissen Sie wie er gerne behandelt werden möchte?

Ich suche individuelle Einzellösungen, das ist unabhängig vom Preis. Es kann ein altes Rad sein, es kann ein Wunschaufbau sein, kann ein komplette Maßanfertigung sein. Mensch und Fahrrad müssen gut zusammen passen wie Fisch und Fahrrad(also Frau und Mann). Dafür bin ich gern ein Vermittler.

Winterpause

Wir von der Radlerhalle machen Winterpause. Die Halle bleibt 22. 12. bis 16. 01. geschlossen. Radler Martin macht seine Werkstatt ab 10. 01. auf.

Ich bin ab und an in der Werkstatt, da ich noch Auftragsräder fertigstellen muß. Aber ich lasse die Tüer zu. Beim äußersten Not bitte via Mail nachfragen, ob ich was tun kann.

TA 5-vis Cyclotouriste

Es gibt sie noch, TA 5-vis Cyclotouriste Kettenblätter und Kurbel. Für mich ist das ein vollendetes System. Kettenblatt gibt es zwischen 26 bis 68Z. Daher ist es auch für Bahnrad oder Minivelos verwendbar. 1-, 2- oder 3-fache Belegung ist möglich. Man kann beliebig nach Bedarf konfigurieren solange die Kapazität des Schaltwerks/Umwerfers das zuläßt. Z.B. Alex Singer bevorzugte die Blätter gleichmäßig zu verteilen wie 52/42/32, Rene Herse nach Zweck z.B. 52, 46, 32(Sprintgang, Normalgang, Berggang). Das ist bei heutigen Kurbeln schwer realisierbar. Außerdem, der Kurbel hat einen sehr kleinen Q-Factor, hat auch verschiedene Länge zwische 160(es gab früher auch 155) und 180mm. Einzige Einschränkung ist, daß die Zähne bis 9-fach Kette vertragen(eigentlich bis 8-fach. Es geht auch mit 9-fach, aber nicht mehr ganz optimal). Aber das ist kein Problem, denke ich, bei der Möglichkeit, die diesers System bietet. Es gibt passende dazu auch 4-Kant-Innenlager von TA, in hoher Qualität. Sie ist aber recht teuer, so daß sie nicht oft verwendet wird.

Diesmal habe ich Sun XCD Kurbel(167,5mm) genommen wegen Kosten. Er ist aber genauso gut wie TA-Kurbel. Sun XCD hat evtl. größere Festigkeit. Mit 44/26 Zähne, zusammen mit 9-facher Cassette, wird sie überall gut radeln können.