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Ausstellung 2024 no.2 Paris-Brest-Paris

Eine Fotausstellung über Paris-Brest-Paris. Ein Berliner Kunde fährt schon zum 4. Mal PBP, auch mit dem Rad, was ich für ihn gebaut habe.

Was ist PBP? Was ist Brevets? Warum machen die Leute das? Eine kleine Fotoausstellung mit etwas klärenden Texte.

Paris-Brest-Paris ist eine Radsport-Veranstaltung. Es wird jede 4 Jahre, zwar im Sommer, veranstaltet. Dort wird knapp 1300km innerhalb 90 Stunden gefahren. Das ist kein Rennen. Jeder muß mit eigenem tempo, eigener Planung und Zeitverteilung, nach eigene Kondition passend diese lange Strecke durchfahren. Mittlerweile gibt es so viele Menschen, die PBP fahren wollen. Daher ist diese Veranstaltung so groß geworden, so daß der Veranstalter, Audax Club Parisien, die Teilnehmerzahl einschränken muß. Sowieso müssen die Leute, die da mitfahren wollen, sich qualifizieren, d.h. in dem Veranstaltungsjahr bereits Brevets mit 200, 300, 400 und 600km gefahren haben.

Klingt alles verrückt? Vielleicht ja. Aber das kann süchtig machen, anscheinend. Viele sagen, die Atmosphäre ist einzigartig. Fotos vom Jörn, welche die Atmosphäre dieser Veranstaltung wiedergeben, zeige ich in der Radlerhalle. Schau mal das offizielle Vieo vom Audax Club Parisien.

hart!

Schon mal so was gesehen? Diese Bremsbeläge stammen von einem Liefer-E-Bike. Die Jungs fahren hart, schnell und natürlich bremsen auch genauso hart. Viele dieser netten Jungs haben wenig(ohne zu sagen „keine“) Ahnung vom Fahrrad. Sie kommen erst, wenn das Rad wirklich nicht mehr fährt, oder null bremst. Das ist einerseits gefährlich und verursacht viel mehr Reparatur. Scheiben wie Bremskörper waren ruiniert. Jungs! Gib acht, und fahre vorsichtiger!

Jetzt blühen Lavendell vor der Werkstatt. Kamelie ist längst verblüht. Kiwis blühen noch. Es ist eine gute Zeit, auch wenn es öfters regnet, Rad zu fahren. Viel Spaß!

hoch und unter,,

Das Wetter ist unberechenbar. Einige Tage wars über 27 Grad hier. Nun ist es wieder 10 Grad kalt. Zwischendurch Sahara-Sand aud dem Sattel, Kirschblüte ist vorbei. Gefühl für Jahreszeiten ist nicht mehr so einfach einzustellen,,

Die natur macht ihr Bestes daraus. Sie ist tapfer. Klagen wie Jammern tut sie nicht.

Apfel blüht eher als sonst? Ich kann nicht mehr wirklich einordnen, wer zuerst blüht. Oh, Kanadagans,, sie werden auch immer mehr.

Im Wald ist noch voll Bärlauch. Heuer habe ich ihn schon sattgegessen. Er soll schön verblühen., und duften. Oja, ich mag solche Wege zu radeln, ganz langsam.

Aber auch andere kleine, unauffällige Pflanzen sollte man nicht übersehen.

Die Zeit vergeht, während wir jammern, uns ärgern, oder fix und fertig(von was?) sind.

Fotoausstellung, ab 30. 09. Franz. Cyclotourisme, 50s

Bereits in diesem Blog hatte ich einmal vorgestellt, die Fotos von französische Cyclotourists in den 50er Jahren. Nun mache ich eine kleine Fotoausstellung davon.

UVA ist ein Club der Cyclotourismus im Pariser Umland. l’Union Vélocipédique Argenteuillaise wurde 21. September 1931 gegründet und als 36. Club beim französischen Radsportverband FFCT (Fédération française de cyclotourisme) registriert. Bei der FFCT sind mittlerweile 3.100 Clubs registriert. Gaston Mathis führte diesen Verein 1951 bis 57, der aus dem Grund oft abgebildet hier zu sehen ist.

Der Opa meines alten Berliner Freundes Christian, war der Bruder des besagten Gaston Mathis, selbst ein Club-Mitglied und fuhr auch Paris-Brest-Paris damals. Dessen tochter Arlette, verheiratet mit Jean Deheeger waren auch aktive Mitglieder. Deren Tochter Catherine gab meinem Freund Christian all diese Fotos.

UVA stand nah an René Herse, und auch Alex Singer. Die beiden Werkstätte(in Levallois) lagen nah zu Ortschaft Argenteuill. Alex Singer hatte quasi eigene Club namens ACBO. Daher waren die Mitglieder von UVA näher zu Herse.

Cyclotourisme auf Französisch bedeutet eher sportliches Fahren in Gruppen. Manche nahmen an Langstreckenfahrten wie Paris-Brest-Paris oder Diagonale teil. Das Club-Leben beschränkt sich aber nicht nur dem Radfahren. Wenn einer gute Ergebnis erzielt hat, dann wurde natürlich gefeiert. Es gab auch Tanzball, Ausflüge. Soziales Zusammenleben war sehr wichtig.

Die Fots zeigen die Atmosphäre der 50er Jahren. Viele Details sind interessant. Aber am schönsten finde ich daß die Menschen im Vordergrund stehen, nicht die Fahrräder.

Die Ausstellung läuft ab 30. 09. bis 04. 11. Ich freue mich auf Euren Besuch.

Gezeigt werden auch 6 schöne französische Räder(Cattin, Follis, Alex Singer, Bernard Carre, Mecacycle, Geliano). Danke an Sven für die Leihgabe von zwei wunderschönen Rädern.

Morgen, am 20. 08. Start des PBP

Wieder ist es soweit, einmal in 4 Jahren, Paris-Brest-Paris geht am 20. 08. los.

sympatisch verrückte Leute, heuer etwa 8000, gehen in den Start, sich 1200km auf dem Sattel zu quälen.

Französen lieben das, die Langstreckenfahrten. Nicht nur Paris-Brest-Paris, sondern gibt es etliche Route von Diagonalen, d.h. Frankreich diagonal zu überqueren.

PBP-Strecke ist nicht immer flach, auch oft windig. Daß jeder mit diesem Streckenverlauf zurecht kommen muß, verlangt eine Art erwachsene Entscheidungsvermögen. man muß eigene Kondition einschätzen können. Auch DNF ist eine Möglichkeit. Und obendrauf, das ist kein Rennen. Nur ein Wettrennen mit sich selbst.

Allerdings machen die Spitzengruppen reines archaisches Renne. Diejenige, die unter 50 Stunden durchfahren wollen, schlafen nicht, machen nur kurze Pausen. Die meisten von Ihnen haben auch persönliche Supports, die mit dem Auto vorfahren und für die Pause und Essen sorgen. Sie fahren so 1200km durch. Wenn man in 45 Stunden ans Ziel kommen will, dann muß er durchschnittlich mit Tempo 30 und mehr fahren. In der Tat fahren die Spitzengruppe streckenweise zwischen 35 und 40kmh. Sie machen vielleicht 10 mal kurze Pausen je 5 bis 10 Minuten. Man kann vorstellen, wie hart das sein kann. Ein PBP-Fahrer, der nach unter 45 Stunden wieder nach Paris zurückkam, berichtete, daß eine nackte blonde immer wieder lächelnd neben ihm rief, wie ein Schmetterling. Es muß eine tolle verrückte Erfahrung gewesen sein,,, Das könnte Sucht werden.

Aber allermeisten radeln mit eigenem Tempo und legen mehrere Schlafpausen ein. Sie müssen(bei 90Std. Kategorie) innerhalb 90 Stunden nach Paris zurückkommen. Das heißt, wenn man mit einem Durchschnittempo von 25kmh fährt, kann er 40 Stunden Pausen einlegen, mit 20kmh dann 30 Stunden Pausen. Das klingt etwas realistischer 😉

Respekt an Alle, die sich auf diesen Weg begeben. Ich konstruiere Räder dafür und esse zuhause Paris-Brest, und wünsche gute Rückfahrt nach Paris!

Es gibt im Netz viele Berichte über die PBP. wie das, diese, jene, und mehr. Es gibt auch etliche Radtouristen, die diese Strecke fahren, aber nicht in 4 Tagen.