Archiv der Kategorie: Fahrrad

über Fahrräder

Wiedergeburt

Das kommt manchmal vor. Eines Tages, als ich zur Werkstatt kam, stand ein Fahrradrahmen vor der Tür. Manchmal bringen die Leute ihre alte Räder oder Fahrradteile mit der Hoffnung, daß ich sie sinnvoll wiederverwenden kann. Hier bedanke ich mich für das Vertrauen. Ich versuche für sie ein neues Leben zu geben. manchmal ist es zu spät oder zu mühevoll, dann landen sie leider auf Schrottplatz. So sollen sie recyclet werden, als Stahl, als Alu. Aber besser ist es, wenn man sie so wiederbeleben kann. Hier haben die gepflegte Räder bessere Chance. Bahnhofsräder, die lange nicht bewegt werden, die landen dann auch zur Versteigerung, oder zur ABM_Werkstatt, wo sie weiteres Leben finden. Auch die Räder, die als Sperrmüll an die Strasse gestellt werden, finden meist einen weiteren Nutzer/Wiederverwerter/Wiederverkäufer. Das ist vielleicht besser als Dornröschenschlaf im Keller/in der Scheune oder sogar draußen ohne Dach. Denn, so ohne Pflege abgestellt wird das Fahrrad nicht besser. Es wird irgendwann ein Biotop, mit Motten, Spinnen, Pflanzen ranken. Irgendwann wird die Rettung unmöglich. Ich gebe Mühe, nicht nur weil ich alte Räder mag, sondern auch sie langlebig sein können(vorausgesetzt, sie sind gut konstruiert, gut gebaut und gut gepflegt).

Dieser Rahmen, von Fa. Brügelmann, d.h. wahrscheinlich made in Italy, war in einem recht gutem Zustand, fast makellos. Ich habe mich schnell entschlossen, mit den vorhandenen Teilen ein neues Fahrrad aufzubauen. Ich denke, nur Schutzblech, Lenkerband und Rücklicht sind Neuteile. Alles andere sind gute gebrauchte Teile aus meinen Kisten.

Etwas knackig ist der Farbkontrast zwischen Schwarz und Gelb. der Rahmen ist aber Schwarz mit goldenen Metallicflocken. Das ist so typisch 90er Jahre, glaube ich.

Mit 3×6-fache, und zuverläßige, Schaltung ist das Rad auch tourentauglich, wenn Gepäckträger angebaut wird. 38mm breite Fairweather-Reifen(made by Panaracer) verspricht einen komfortablen Fahrgenuß. Alles die Technik von vor 20 Jahren? Und sie sind gut, leicht und robust für viele Zwecke. Keine Federgabel, keine 9, 10 oder 11-fache Cassette, kein Ahead-Steuersatz, keine Scheibenbremsen,, Ich frage mich manchmal, wohin geht die Entwicklung von Fahrrad. Hoffe, nicht genauso wie bei Autos, vorbei an Bedürfnis von normalen Menschen. Das wäre eine Sackgasse. Es sei denn, Menschen wollen das, was Industrie verspricht, was bequem ist und was der Industrie Gewinn bringt.

Einfach, aber bitte blutig

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Ein simples Shopper, Eingang mit Rücktritt. Der Stahlrahmen von Corratec, so um 1990?, ist dafür gebaut, einfach. Aber warum blutig? Hier habe ich eine Lackierung probiert, mit Blutrot, und fleckig. Die technik wird Wrap-Painting genannt. Es gibt Variationen, wie man die Farbe aufträgt. Auf alle Fälle wird Frischhaltefolie, Abdeckfolie oder dünne Plastiktüte verwendet, um fleckiges Auftragen der Farben, dessen Muster zufällig entsteht, zu erzielen. Es gibt unzählige Videos darüber in Youtube u.a. Oft wird diese Technik für Motorradtanks oder Autointerior verwendet. Es kann schnell in die Richtung Geschmacklosigkeit abdriften. Aber es könnte durch Maskieren auch recht interessante „geplante“ Zufallmuster und komplizierte Ebenenspiele ergeben. Hier wird experimenteller Geist gefordert.
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Und diese Lackierung hat eine Dame angetan, und sie dachte an Vampire, eine blutsaugende Fledermaus. Diese Vorstellung konnte ich so schnell nicht folgen, aber sehr witzig ist die Assoziation. Nachtaktiver desmodus(Gemeiner Vampir), Flügelspannweite ca 40cm, lebt in Kolonne(bis zu 2000 Tiere), beisst und saugt den Säugetiere wie Rinder, Pferde, manchmal auch Menschen. Ich möchte nicht weiter vorstellen,, ein Anflug von unzähligen Vampire zum Lagerfeuer irgendwo in Südamerika, um das weit und breit ich das einzige Säugetier zu sein scheint, und, oh nein nein,, Ach, ist das ein Eintrag über Halloween? Naaain, nein!
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Das Rad aber beisst nicht, saugt kein Blut, ist ein braver Shopper in der Stadt. Einkaufskorb und Gepäckträger ist von Racktime. Mit ihrem Snap-It!(nicht suck-it!)-System ist es ganz einfach und praktisch, Korb oder Tasche zu befestigen.
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So habe ich noch eine süße Fledermaus auf Sitzrohr lackiert(nach wissenschaftliche Vorlage), damit klar wird, worum es sich handelt, ein kleines süßes Tierchen.
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Rinko zum PBP

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Zusammen mit Imi-san von Ostrich wird Rinko-Tasche für den Gebrauch in Europa entwickelt. Wir sammeln die Erfahrungen. Erster Feedback kam von einem PBP-Teilnehmer. Für sein Rad wurde eine Prototyp-Tasche gebaut, in die auch großes Rad(Rahmengröße 630mm) reinpasst. Normal erhältliche Rinko-Taschen in Japan sind max. bis zum Rahmengröße 580mm ausgelegt. Für hiesigen Gebrauch müßte die Tasche mehrere unterschiedliche Größen haben.
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Sein Rad ist für Rinko vorbereitet, d.h. Lenker-Vorbaueinheit wie Gabel ist leicht abnehmbar, alle Zuganschläge sind mit Schlitze versehen wegen Ergopower. Hinteres Schutzblech ist trennbar. Zerlegt und geschickt zusammengebunden wird das ganze Fahrrad recht kompakt in der Abmessung. So läßt sich das Rad problemlos in die Bahn mitnehmen, auch ICE/TGV usw. Auch in normalgroße Auto wird es reinpassen und macht den Innenraum nicht dreckig(was auch bei der Mitnahme in die Bahnzüge Pflicht ist).
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Zerlegen und Aufbauen vom Fahrrad ist eine Übungssache. Routinierte Fahrer werden in 20 Minuten das schaffen. Jeder entwickelt seine eigene Technik. Die Tasche ist aus einem leichten aber stabilen Stoff so daß sie beim Radeln ganz klein gefaltet mitgenommen werden kann. Rinko und Rinko-Tasche erweitern den Randonneures ihre Reisemöglichkeiten.

eine Dame, ihr Fahrrad, und meine Neugier

Vor 4 Wochen kam eine ältere Dame in die Werkstatt, sagte daß sie mir ihr altes Fahrrad vermachten möchte, zum Ausschlachten damit vielleicht noch ein Paar Teile weiter benützt werden könnten. Nun bei solchen Fall denke ich normalerweise an eine verrosteten Kellerleiche. Sie sagte aber, es wurde immer gut gepflegt und gewartet, und zeigt mir noch die Originalrechnung von 1956, ein Victoria-Damenrad, etwa DM170,-, gekauft in Hamburg. Das könnte etwa Monatslohn von damals entsprechen. Wer solche Rechnung feinsäuberlich aufbewahrt, pflegt auch die gekaufte Teile. Nach kurzem Gespräch bin ich sicher daß es sich nicht um eine Kellerleiche handelt. Sie wirkt patent, und erzählt auch, daß sie eine Freundin der alternativen Kultur sei, und deswegen zu mir Gewerbehof/Radlerhalle kam. Sie weckt mein Interesse. Ich verspreche ihr, vorbeizukommen um das Rad abzuholen.

Sie wartet bereits an ihrer Haustür. Wir gehen ins Keller. Dort steht ihr Fahrrad, sehr gepflegt. Ein Victoria Damenrad, 63 Jahre alt. Das Rad beflügelt meine Fantasie, aber mehr noch die Art der Dame, Frau B. Ich schätze sie zuerst so um 75. Sie ist aber 85, nicht nur patent, hat eigene Antwort über die aktuellen Belange und lebt so recht bewußt. Sie habe mit diesem Rad viele Touren gemacht. „Aber solch altes Rad fährt man heute nicht mehr“ Nein nein meine Dame, in diesem Punkt liegen Sie nicht ganz. Ich sage ihr, daß ich es nicht ausschlachten sondern restaurieren werde, und bringe es zur Werkstatt.
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Victoria war ein Nürnberger Fahrrad-/Motorradfabrik, gegründet 1886. Erste Produkte waren Hochrad und Sicherheitsrad. Später, 1958, als die Nachfrage an Fahrrad schlumpfte, ging Victoria mit anderen Fahrradwerke auf Zweirad Union AG über. Marke Voctoria lebt bis 1966 weiter, bis Zweirad Union von Hercules übernommen wurde.
Neuzeitlich sicherte die Fa. Hartje das Namensrecht und produziert heute unter Victoria E-Bikes.
Damen 1899Victoria-Fahrrad-Werke 1900vicotria nuernbergmoped

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Da das Rad in einem recht guten Zustand befindet, mußte nicht viel gemacht werden. Techinisch ist das Rad gut in Schuß. Nur einige Teile habe ich ausgetauscht, um es in den originalähnlichen Zustand zu verwandeln. in 63 Jahren wurden einige Teile ausgetauscht. Zuerst fällt den schwarzen Kettenschutzer aus Kunststoff auf. Das sollte weg. Zum Glücl gibt es noch Neuteil von Fa. Horn als gepresstem Alu. Hochbauender Lenker wurd on den 70ern eingebaut, um die Sotzposition etwas komfortabler zu machen. Aber er passt gut zu diesem Rad so daß ich ihn beibehielt. Nur Griffe habe ich ausgetauscht. Was dran war, waren sicher aus den 60er/70er jahre. Rücklicht war auch aus den 70er/80er. Ein Sammlerfreund schenkte mir eine Lampe aus dem 50ern. Was mich noch mehr störte, war die Lichtverkabelung, die aussen am Rahmen lief und mit Klebeband festgemacht war. Der Rahmen hat, am Oberrohr ganz oben und an der linken Kettenstrebe gleich hinter Tretlager, Anschluß zur Innenverlegung. Ich dachte, sie wäre nicht mehr funktionstüchtig und deshalb hat man den Kabel nach aussen verlegt. Nach dem Polieren von Metallteilchen funktioniert es aber wieder. So verschwand der Lichtkabel zum großten teil. Zum Rücklicht läuft der Kabel in der gefalteten Innenkante des Schutzblechs, wie damals ganz normal. Dynamo hat einen neuen Rollgrummi bekommen damit er besser läuft. Scheinwerfer,wahrscheinlich aus den 60ern(vielleicht sogar anfangs 70ern), beließ ich. 50er-Scheinwerfer wäre runder vorne. Und dieses Rocknetz ist aus heutiger Produktion(weiss nicht woher). Es ist etwas dicker als früheren, aber die farbe passt ganz gut. Überhaupt, daß solches Rocknetz noch hergestellt wird, finde ich gut. Nun sieht das Fahrrad wie damals, als es gekauft wurde? Das weiss ich nicht. Das ist auch nicht meine Absicht. Rocknetz war damals schon optional, denke ich. Und es fehlt auch Windschneidemarkenzeichen. Ob es immer vorhanden war, weiss ich auch nicht. Es ist keine Bohrung dafür vorhanden. Es könnte auch optional gewesen sein. Lack auf dem Rahmen habe ich nur geputzt, aber nicht poliert. Die Zeit. die das Rad erlebt hat, soll da haften bleiben.
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Ich habe das Rad umgebaut, nicht um der Dame gefallen zu tun. Aus eigener Neigier fantasiere ich, wie sie früher gelebt hat, und welche Touren sie gemacht hat. Es ist eine kleine Zeitmaschine, zurück auf die 50er Jahre. So ist das Ganze ein Märchen für mich. Die Dame aber interessiert sich sicher viel mehr dafür, wie das Rad sinnvoll weiterleben wird, und jemanden Freude machen kann.

TITAN, Hyperion

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Es sind unterschiedliche Metallic-Flocken, die diesen Rahmen besonders aussehen lassen. Je nach Lichteinfall sieht er recht unterschiedlich aus, sehr dunkel bis leuchtend glitzernd, grünlich, goldig bis bläulich. Das ist ein schönes Lichtspiel für die Augen. Der Rahmen ist aus dem Anfang 90ern. Eindeutig ein Eye-Catcher.
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TITAN, ein schweizer Fahrradhersteller, baute solide und gute Rennräder. Ursprünglich bestückt komplett mit hellgrauer Shimano 105 Gruppe, 2×7-fach.
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Auf Wunsch wurden einige Teilen ersetzt, Northroad Lenker statt Rennlenker, dazu Inverse-Bremshebel von Gran Compe, längerer Vorbau von 3TTT, BLB-Gepäckträger incl. Korb, Patentsattelstüze statt Stütze mit Sicken, Brooks Professional, hohe Aerofelgen(eingespeicht mit Sapim Race Speichen), Conti Contact Speed Reifen, MKS-Sylvan Touring Pedale.
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Ein funkelnder Weekender, für die Stadt, und auch für draussen.
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animato, Reiserad für Brandenburg

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Bei der Übergabe dieses Fahrrades habe ich mit der Besitzerin eine Runde geradelt, Grunewaldrunde plus Waldwege mit vie Sand und Baumwurzeln, plus gemäßigten Kopfsteinweg, also alles was man in Brandenburg häufig begegnen kann. Das Rad hat phne Problem die Runde überstanden. Und als wir am Grundwaldturm eine Pause einlegte, und glitzernde Havel von oben schauten, kam mir wieder Gedanken, daß Havellandschaft Italien Brandenburgs sei. Natürlich ist das nicht real, weder Klima(das vielleicht bald?) noch Topografie entspricht Italien. Das ist eine Idee und Sehensucht von Markgräfen. So gesehen sollte man für die Reise in Brandenburg fantasievolle Augen haben.
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Der Rahmen und die Gabel, eingeliefert von der Auftragsgeberin, ist ein Maßrahmen gebaut von Holger Koch, Kassel, schätzungsweise Ende 80er, ist bestückt mit interessanten Details. Koch baut keinen Rahmen mehr. Der Lack ist auch original, ich glaube eine Mercedes-Farbe.
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Was braucht ein Reiserad für Brandenburg,, einen leichtlaufenden Radsatz mit mittelbreiten Reifen für Asphalt, für Feld- wie Waldwege, die oft sandig oder verwurzelt sind. Dafür habe ich Campa Record Naben, Mavic MA2 Felgen, 2mm Speichen ohne Konifizierung und Grandbois Reifen mit 30mm Breite gewählt.
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Antrieb ist unkompliziert. Gewühnlicher Shimano-Innenlager(einziges Shimano-Teil an diesem Rad,,), um problemlose Innenverlegung der Lichtkabeln zu ermöglichen, Sun XCD Kurbel + 2faches Kettenblatt a la Herse, 5facher Ritzelpaket von Suntour. Damit kommt man fast auf 1:1 Übersetzung, um mit Gepäck und bei Gegenwind die Uckermärkische Hügellandschaft locker freudig fahren zu können. Geschaltet wird mit einem Vorbauschalthebeln von Gran Compe. Er hat recht feine Verzahnung. Damit könnte man auch 10fache Cassette schalten ohne Index. Schaltwerk und Umwerfer sind Campagnolo Veloce. Begrenzungsschrauben mußte ich austauschen für 5fachen Ritzel. Pedale sind MKS Sylvan Touring, ein Standard für klassischen Tourer.
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Für eine kleine Reise bis 3 Tagen würde eine Fronttasche reichen. Für längere Reise Paniertaschen hinten dazu. Also Gepäckträger vorn ist von Nitto, Träger hinten von Velo Orange. Für vorn gibt es passende Tasche von Gout Watanabe, Tokyo. Hinterer Gepäckträger ist hoch gehalten, um genügende Plätze für Ortlieb u. Co. zu gewähren. Halter habe ich passend konstruieren müssen, und gebaut von Kollegen SeLi-Rahmenbau.
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Auch die Lenkung ist klassisch. 1″ Gewindesteuersatz, Cinelli Vorbau und Philippe-Helvetia-Lenker. Bremshebel ist Tektro. Die Züge laufen durch die Lenkerinnere. Zum Glücl war der Gabelschaft lang so daß eine gute Position für die Fahrerin möglich wurde, obwohl der Rahmen ein wenig klein für sie ist. Klingel fand seinen Platz an Spacer.
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Strom für das Licht wird vom Velogical Dynamo gespeist. Ein feines Design. Bei normaler Cantisockel-Montage aber wäre der zierliche Dynamo mit Bremsgummi kollidiert. Ich mußte ein wenig basteln. Es funktioniert, für meinen Geschmack aber etwas zu filigran. Etwas stabilere Befestigung und Umlegefeder fände ich besser. Licht vorn ist B&M, hinten Hermanns. Für Vorderlicht habe ich einen Halter auf Schutzblech gebastelt, der evtl. auch eine Schutzblechstrebe aufnehmen kann.
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Alchemie wird nur geglückt, wenn das Farrad, der Farer/die Fahrerin und die Umgebung miteinander passen und zusammen eine schöne Musik spielen können. Gute Reise!
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Schlicht, aber zufriedengebend

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Wieviel Technik brauchen wir für ein Fahrrad? Da hängt von mehreren Kriterien ab, wie oft man radelt, wieviel man radelt, wo man radelt(in der Stadt/draussen), wie die Topografie aussieht, usw. Ein Fahrrad für den Alltag sollte möglichst einfach sein, ohne unnötige Technik, die seitens Herstellern als sinnvoll und fast notwendig verkauft wird. Wenn der Hersteller Dir Deine Meinung gibt und wenn Du sie annimmst, kannst Du aufhören zu denken. So einfach. Brauche ich 11-fache Schaltung? Oder brauche ich überhaupt eine Schaltung? Brauche ich Scheibenbremsen? Brauche ich Federung? Brauche ich automatische Sattelstützenverstellung? usw. Das ist ja anstrengend, viel zu überlegen, biel zu entscheiden. Denken ist aber manchmal wichtig. Wenn man mit weniger auskommt, desto leichter wird alles, nicht nur das Fahrrad, auch das Leben vielleicht.
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Ist weniger weniger wert? Sie haben eigentlich keinen direkten Zusammenhang. Nur, manche müssen mehr verkaufen, dafür müssen sie mehr anbieten, oder was anders anbieten, was neues, was tolleres, was jeder unbedingt braucht,, nee so nicht. Davon haben wir genug. Wir hatten schon öfters davon genug. Aber wir sind nicht zufrieden, warum?! Weil das Leben uns langweilt. Wir brauchen wat neues, was geileres, was aufregenderes. Hat das uns zufriedener, glücklicher gemacht? Nun ja, wir brauchen etwas anders, zwar in eigenem Kopf, andere Koordinaten anzulegen.
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Einfaches Fahrrad kann auch Glück bringen, wenn der Mensch mit ihm eine gute Beziehung eingeht. Komplizierte Fahrrad kann auch Unglück bringen,, Es ist nicht die Frage der technischen Komplexität. Was dann,,,
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einfacher Rahmen von CONDOR(ca. 1980), Sachs-Maillard 6-Gang Ritzelpaket, Sachs-Huret Schaltwerk, Simplex Schalthebel aus Kunststoff, Kurbel von Motobecane(Takagi/Japan), Naben von Normandy, Alufelgen von Weinmann, langschenkelige Seitenzugbremsen von Dia Compe, Inverse Bremshebel von tektro. Meiste Teile sind aus den 70ern/80ern. Schon damals eine einfache Technik, die aber gut funktioniert und frei vom Komponentenzwang des herstellers ist. Das gefällt mir besser als (unnötig?)vollgestopfte Fahrräder von heute. Dieses Rad gibt mir einen Eindruck von ruhiger Zufridenheit von sich. Schlicht, recht bescheiden, aber nicht blöd und zurückhaltend chic.
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mit einem Cargobike nach Germersheim

Samstags von der Radlerhalle in Karlsruhe mit einem Cargobike von Sebastian nach Germersheim, um es dort auf der Spezi-Messe auszustellen. 30km mit einem Cargobike in einem Stück bin ich noch nie gefahren. Da bin ich echt gespannt.
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Verschiedene Routen gibt es. Ich wollte die einfachste, und die angenehmste mit einem Cargobike. So wählte ich eine Route, möglichst ohne Landstrasse und Ortsquerung, erst nach Norden durch Wald(über 10km ganz gerader Waldweg), streift man Leopoldshafen zur Fährstelle Leinersheim, dann am Rhein bis Germersheim auf Radweg.
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Es ist ja recht hübsch hier, hinter leopoldshafen, denke ich, mit vielen Seitenarme und Kanäle. Sogar eine alte kleine Hebebrücke fahre ich über. Das Rad fährt sich gut. Es regnet nur tropfenweise. Alles überschaubar.
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Aber ich gehe hier verloren. Irgendwie merke ich, daß ich vom richtigen Weg abgekommen bin und nicht mehr weiss wo ich bin, obwohl ich eine Karte habe. Es ist dicht bewölkt, die Sonne läßt sich nicht mal ahnen. Ach schiit. Ich fahre ein Stückchen zurück, nirgendwo ein Schild, kein Mensch in Sicht. Ich warte ein Weilchen. Dann kommt ein Opa auf Rad angeradelt, so ein Glück. Er ist so nett, führt mich etwa 15 Minuten lang und so weit durch den Wald damit ich sicher die Fährstelle finden kann. Tausend Dank!
Ich weiss aber heute noch nicht, wo ich war. Und diese hübsche Brücke ist nicht auf der Karte zu finden, auch nicht auf Komoot. Na sowas, das passiert selten.

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Als ich zur Fährstelle ankam, waren nur 3 Radler auf dem Fhärschiff. Einer ist mit einem aerodynamisch verkelidetem Liegerennrad(Vollcarbon).
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Der Radweg ist sehr gut ausgebaut. Ich komme zügig voran. Die Verspätung durch Irrfahrt muß ich zurückholen.
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Angekommen, Germersheim ist eine Festungsstadt und wird von militärischen Großbauten dominiert.
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Am Sonntag zurück mit demselben Rad nach Karlsruhe. Einer fragt auf dem Messestand, warum Cargobike nicht in den Zug mitnehmen darf, wenn Anhänger mitgenommen werden darf. Oh, das ist eine Grauzone. Ich werde dieses Rad nicht in die Bahn mit. Es ist zu groß und wird anderen Passagiere stören. Ausserdem kann ich es nicht Treppen hoch und unterschieben.
Es ist sonnig geworden. So ist es schön zum Radeln. Ich fahre direkt am Rheinufer.
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Dann komme ich wieder hinter dem Deich. Grüne Farben leuchten wunderbar. Ich gebe nun etwas Gas. Ich muß unbedingt die letzte Fähre erwischen.
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In der Ferne sieht man Pfälzer Wald. Ich fange an zu schwitzen. Die Luft ist so um 12 Grad.
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Eine rennradfahrerin überholt mich, ganz locker. Mit einem Rastenrad kann ich nicht schnell fahren. Es ist schwer, und hat mehr Luftwiderstand. Mir fehlt Power. Zum Glück hat das Rad recht gute Fahreigenschaft. Ich murmle den Mantra, ich denke nicht an Motor, ich denke nicht an Motr,,, und komme ich zur Fhärstelle an, rechtzeitig.
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Ich bin allein auf der Fähre, mit der Rennradfahrerin, die Triathletin ist. Dann kommt noch ein Rad, ein Paralleltandem. Dieses Pärchen kenne ich. Fähre setzt sich dann in Bewegung.
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Nun muß ich mich nicht mehr hetzen. Ich drossel den tempo und radle ich den Weg, den ich nun kenne, zurück nach Karlsruhe. Paralleltandem ist, wie ich geahnt habe, schneller als ich und verschwand weit vorne aus meiner Sicht. Hinfahrt hatte ich gut 2 1/2 Std. gebraucht wegen Irrfahrt. Rückfahrt war knapp über 2 Stunden, also Schnitt 15kmh ungefähr.
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650B brevet machine, klassisch by Raizin Works

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Eine Brevet-Maschine für Paris-Brest-Paris, aber schön klassisch. Rahmen made by Raizin Works ist diesmal mit Muffen. Ich habe zwei Muffenarten gemischt, am Steuerrohr mit etwas mehr Verzierung, am Sattelrohr und Innenlagerschale etwas einfacher. Sitzstrebenaugen wurden umgelegt als ein Stück, was klassisch französisch aussieht.
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Der Rahmen ist zwar hoch, 630mm bis Oberkante, aber relativ kurz, Oberrohrlänge 575mm. So ist eine komfortable Körperhaltung möglich. Das ist für die Langstreckenfahrten wichtig. Rohrsatz ist Kaisei 019, leicht und stabil zugleich.
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Bereifung ist 650x42B von Grandbois. Felge und HR-Nabe auch. VR-Nabe ist Schmidt SL_System. Denn, das Rad ist für Rinko vorbereitet, d.h. Vorderrad ist samt Gabel abnehmbar, Hinterrad auch samt hinterem Schutzblech abnehmbar. Dafür sind die alle Zuganschläge geschlitzt, um die Züge herausnehmen zu können. Das ist notwendig beim Fahrrad mit STI/Ergopower, um den Lenker-Vorbau-Einheit abnehmnbar zu machen. Hinteres Schutzblech besteht aus zwei Teilen, die an Sitzstrebenbrücke zusammengeschraubt werden. Hierfür wird eine Edelstahlplättchen am Vorderen Schutzblechteil fest geschraubt(Mutter ist am Plättchen angelötet, damit sie beim Lösen nicht verloren geht). Hinteres Schutzblechteil wird an diesem Plättchezunge geschraubt. Ausserdem sind Speichenstückchen amn beiden Seiten des hinteren Schutzblechteils reingesteckt und festgeklebt, die ins vordere Schutzblechteil mit reingesteckt werden. So erhält das hintere Schutzblechteil genügenden Halt. Trotzdem wird es etwas klappern bei schlechter Strassenlage. Das müßte man in Kauf nehmen für den Vorteils des Rinkos.
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Schmidts SL_System ist nützlich für Rinko, wenn man des öfteren das Vorderrad abnehmen muß. Nabendynamo hat keine Kabelverbindung. Das rechten Ausfallende wird mit Kunststoffplättchen isoliert, darauf wird eine dünne Metallplatte gelegt, die den KOntakt mit Nabendynamo herstellt und durch einen einpoligen Kabel Strom zum Licht leitet. Beim SL-Lampe wird dann durch den Kontakt mit Metallteile die Masse hergestellt, die durch das linke Ausfallende zur Nabendynamo geführt wird. Diesmal habe ich die Masse von einer Gewinde an der Unterseite der Gabelkrone genommen, damit eine normale Edelux-Lampe zum Leuchten zu bringen. Aussedem ist eine Kupplung eingebaut, damit Akkuladegerät, das in der Fronttasche liegt, mit Strom zu versorgen. Steckerkupplung ist notwendig, damit die Tasche samt Akkuladegerät abgenommen werden kann. Verkabelung zur Rücklicht, das auf linker Kettenstrebe sitzt, besitzt auch eine lösbare Steckerverbindung, damit das Vorderrad samt Gabel herausgenommen werden kann.
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Antrieb ist im Prinzip Campa 2×10 von Veloce. Nur der Kurbelsatz ist klassisch mit Vierkantinnenlager. Bremsen sind vom „Mr. Canti“, die classisch ausshehen, aber mit moderneren Schuhen mit guter Wirkung.
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Schutzblech ist Honjo H50, mit 52mm Breite, dessen Spitze ich in schöne Form geschnitten habe. Vorderes Blech wurde mit Lederlappen ausgerüstet, um die Füße mehr oder weniger trocken zu halten.
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Der Lenker ist Nitto Rando-Lenker, Vorbau Grandbois, Sattelstütze Nitto 83 und der Sattel Gilles Berthoud. Lenkerband ist Kunstleder. Schaltzüge sind so verlegt, daß sie sich unter dem Unterrohr kreuzen, um eine saubere Zugführung zu ermöglichen. Zughüllen sind zweifarbig, für Bremszüge in Kupfer, für Schaltzüge in Goldgelb. Lackierung ist Permuttcremeweiss mit leichtem Grünstich. Das ist eine Autofarbe von FIAT. Linierung um Muffenkanten und die Beschriftung sind in Kupfer.
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Gepäckträger ist auch vom Raizin Works, ist angepasst für die Tasche und Lampen. Spiegel vom Gilles Berthoud braucht man hoffentlich nicht, denn er wird dann hildreich sein, wenn man nach 1000km den Kopfe nicht mehr nach hinten drehen kann. Für die Erhöhung der Sicherheit ist er allemal wert.
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Geometrie ist zwischen Rennrad und Randonneur, weil der Fahrer bis jetzt mit einem Rennrad Brevet fuhr und damit gut zurecht kam. Aber nun etwas komfortabler. Gute Fahrt und viel Spaß!
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Heidemann Super 30

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So sieht vielleicht ganz normal aus, dieses Fahrrad. Aber Boden bis Oberrohr(mitte) ist 90cm, Boden bis Satteloberfläche 107cm. Das ist ein Rad für großgewachsene Menschen ab 1,9m. Heidemann Super 30 aus den 80er Jahren ist mit 30 Zoll Radsatz ausgestattet.
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Continental hat nur für dieses Rad Reifen hergestellt, 37-700. Und das ist auch der Schwachpunkt diesese Rades heute. Denn die Produktion dieses Reifens wurde 2002 beendet. D. h. man muß viel Mühe um Ersatzreifen geben, wenn einer verschlissen ist. Classic-Velo hat ihn im Sortiment, aber dort kostet ein Reifen fast 100,- Euro! So käme es nur für den Liebhaber in Frage, für den Reifen so viel Geld auszugeben. Das ist vielleicht auch so gedacht.
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Wenn die Menschen weiter größer werden sollten, würde solches Fahrrad wieder produziert? Mal abwarten.
Heidemann mit 28 Rad
Eine einfache Lösung, um das Reifenproblem umzugehen, ist Umtausch mit 28″ Radsatz. Das sieht aber proportional nicht gut aus.