Archiv der Kategorie: Fahrradteile

Meral modern, 650B Raizin Works

Sogenannte Rahmenform Meral mag ich sehr. ursprünglich für Damenrennrad gedacht, passt universell für verschiedene Zwecke, Rennrad, Cityrad, MTB, 700c, 650B, 26″, sehr sportlich bis gemütlich komfortabel, kann man mit dieser Rahmenform konstruieren.

Dazu noch mit Standardrohrsatz gemufft, oder Oversized mit Fillet-Brazing, kann diese Rahmenform klassisch bis modern gestaltet werden. Nicht nur für Damen ist es gut, diese praktische Standover Hight mit dem Overrohr, der erst unterfällt wie Mixte, dann aber waagerecht zum Sitzrohr stoßt. Steif und ein ausgesprochener Unisex-Rahmen ist es.

Diesmal ist ein Tourenrad, das auch alltäglich benutzt werden soll. Für die Touren sollen Gepäckträger vorn + hiten montiert bekommen, dafür der Rahmen vorbereitet ist, für den Alltag wie abgebildet mit einem Porteurträger ausgestattet.

Grundgeometrie ist mittelsportlich. Radsatz ist 650B mit 38 bis 42mm breiten Reifen. Für die Standsicherheit ist oberrohr etwas tiefer gesetzt als normal. Normalerweise zielt der Oberrohr etwa das hintere Ausfallende. Bei diesem Rahmen geht er tiefer, um die gewünschte Standover Hight zu realisieren. Rohrsatz ist Kaisei 019/8630, komplett oversized und fillet brazed, Steuersatz 1 1/8 ahead. Nur Gabelkrone, mit 54mm Maulweite für Gilles Berthoud 50mm Schutzblech, hat klassische Form als Akzent.

Antrieb/Transmission ist eine interessante Mischung. Da sie auch Bergtouren macht, hat die Übersetzung eine große Breite. Vorn Sun XCD Kurbel mit TA 5vis Touriste 44/28 Zähne, Hinten Shimano 9-fache cassette mit 11/34 Zähne. Schaltwerk ist Deore XT, Umwerfer Campa Chorus für 3-fach. Hier ist zu achten; Umwerfer hat oft problem, wenn kleine Kettenblatt eingebaut wird, wie hier 44 Zähne. Um den Abstand zu den Zähnen korrekt zu halten, kommt der Umwerfer auch nach unten so daß Ende des Flügels(unten links) mit der Kettenstrebe korridieren können. Umwerfer mit einem kleinen Flügel gibt es selten. Schalthebel ist Shimano Dura Ace 7700 für 9-fach, kombiniert mit Paul-Lenkeradapter.


Bremsen sind Tektro 559 mit langem Schenkelmaß. Sie passt gerade gut für die Bereifung/Schutzblech. Bremshebel ist auch von Tektro, ein simpler Hebel, der eigentlich Reprika von Vorkriegszeit-Bremshebel ist. Bremszughülle sind in grasgrün, Schaltzughülle sind in gelb so daß sie der Farbgebung des Rahmens abgestimmt sind.

Porteur-Lenker ist angenehm-sportlich erlaubt unterschiedliche Griffpositionen. Dafür wurde Lenkerband(Brooks) komplett bis zur Mitte gewickelt. Um die spätere Justierung der Lenkerhöhe zu ermöglichen, ist der Steuersatz mit 30mm Spacer versehen.

Zugführung ist konventionell, nur der Bremszug wurde innenverlegt. Wie so oft bei mir, ohne Abdeck. Dieser Abdeck verursacht oft Rost am Zugeinlaß/-Auslaß weil dort Feuchtigkeit sammelt.

Naben sind von HOPE. Sperrklinken des Freilaufs finde ich etwas laut. das ist auch bei Chris King der Fall. Bei Shimano ist zu leise, fast geräuschlos. Irgendwo dazwischen, mit schönen Klang soll es eigentlich sein.

Streben vom Schutzblech sind vorn Gielles Berthoud, hinten Honjo. Hinten sollen die Darumas das Blech schützen, vorn die abgeflachte Befestigungsart die Kollision mit Fußspitzen verhindern, da der Abstand zwischen Vorderradachse und Tretlagermitte gerade 595mm ist(Tretlagermitte bis Hinterradachse ist 435mm).

Der Porteurträger ist von Pelago. Er ist gut und flexibel konstruiert. Trotzdem hätte ich die Ladefläche ca. 10mm tiefer setzen wollen. Das ging leider nicht. Für 26″ Bereifung wäre der Abstand noch größer. Ich möchte die Ladefläche tief wie möglich haben, für bessere Schwerpunktlage.

Der Sattel ist Gyes G3, City- und Tourensattel. Nach kurzer Probefahrt würde ich sagen, er ist schon komfortabel. Und markant ist dessen Design. Ach ja, die Schlitze für die Sattelklemmung ist vorne. Und Klingel von Knog ist total unauffällig.

Jetzt die Farbe; Gelb ist nicht einfach gelb. Diesmal ist Pantone 3945 mit viel Perlmuttanteil. Diese Gelb hat ganz leichte Grünstich, wirkt frisch wie Zitrone, die noch niciht ganz reif ist. Durch Perlmutt wirkt die Oberfläche auch recht unterschiedlich, je nach Einfall vom Licht. Dazu, zu allen Ausfallenden hin wird es grünlicher. Das kann man bei bestimmten Lichtverhältnisse kaum bemerken, aber bei anderen Lichsituation deutlich.

In der Sonne wirkt sie sehr hell reflektierend gelblich, im Schatten sieht es matter und grünlicher aus. Es wird nicht langweilig, diese Farbenspiele zu beobachten. Es ist nicht einfach, diese Farbnuancen in Fotos wiederzugeben.


Dieses Rad heißt „bonheur“, also Happiness. Ich hoffe, dass es in der Tat der Bringer des Glücksgefühls werden wird. Gute Fahrt!

TA 5-vis Cyclotouriste

Es gibt sie noch, TA 5-vis Cyclotouriste Kettenblätter und Kurbel. Für mich ist das ein vollendetes System. Kettenblatt gibt es zwischen 26 bis 68Z. Daher ist es auch für Bahnrad oder Minivelos verwendbar. 1-, 2- oder 3-fache Belegung ist möglich. Man kann beliebig nach Bedarf konfigurieren solange die Kapazität des Schaltwerks/Umwerfers das zuläßt. Z.B. Alex Singer bevorzugte die Blätter gleichmäßig zu verteilen wie 52/42/32, Rene Herse nach Zweck z.B. 52, 46, 32(Sprintgang, Normalgang, Berggang). Das ist bei heutigen Kurbeln schwer realisierbar. Außerdem, der Kurbel hat einen sehr kleinen Q-Factor, hat auch verschiedene Länge zwische 160(es gab früher auch 155) und 180mm. Einzige Einschränkung ist, daß die Zähne bis 9-fach Kette vertragen(eigentlich bis 8-fach. Es geht auch mit 9-fach, aber nicht mehr ganz optimal). Aber das ist kein Problem, denke ich, bei der Möglichkeit, die diesers System bietet. Es gibt passende dazu auch 4-Kant-Innenlager von TA, in hoher Qualität. Sie ist aber recht teuer, so daß sie nicht oft verwendet wird.

Diesmal habe ich Sun XCD Kurbel(167,5mm) genommen wegen Kosten. Er ist aber genauso gut wie TA-Kurbel. Sun XCD hat evtl. größere Festigkeit. Mit 44/26 Zähne, zusammen mit 9-facher Cassette, wird sie überall gut radeln können.

Rinko zum PBP

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Zusammen mit Imi-san von Ostrich wird Rinko-Tasche für den Gebrauch in Europa entwickelt. Wir sammeln die Erfahrungen. Erster Feedback kam von einem PBP-Teilnehmer. Für sein Rad wurde eine Prototyp-Tasche gebaut, in die auch großes Rad(Rahmengröße 630mm) reinpasst. Normal erhältliche Rinko-Taschen in Japan sind max. bis zum Rahmengröße 580mm ausgelegt. Für hiesigen Gebrauch müßte die Tasche mehrere unterschiedliche Größen haben.
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Sein Rad ist für Rinko vorbereitet, d.h. Lenker-Vorbaueinheit wie Gabel ist leicht abnehmbar, alle Zuganschläge sind mit Schlitze versehen wegen Ergopower. Hinteres Schutzblech ist trennbar. Zerlegt und geschickt zusammengebunden wird das ganze Fahrrad recht kompakt in der Abmessung. So läßt sich das Rad problemlos in die Bahn mitnehmen, auch ICE/TGV usw. Auch in normalgroße Auto wird es reinpassen und macht den Innenraum nicht dreckig(was auch bei der Mitnahme in die Bahnzüge Pflicht ist).
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Zerlegen und Aufbauen vom Fahrrad ist eine Übungssache. Routinierte Fahrer werden in 20 Minuten das schaffen. Jeder entwickelt seine eigene Technik. Die Tasche ist aus einem leichten aber stabilen Stoff so daß sie beim Radeln ganz klein gefaltet mitgenommen werden kann. Rinko und Rinko-Tasche erweitern den Randonneures ihre Reisemöglichkeiten.

Majakowski, oder Tancho?

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Ein sportliche Damenrad, recht puristisch, aufgebaut mit ausgesuchten guten Teilen.
Z.B. Dia Compe Inverse-Bremshebel. Hochwertig verarbeitet und klassisch schön. Auch passt dem Innendurchmesser von Velo-Orange-Lenker, weil dieser Hebel in 2 Versionen gibt, für ø16- 18mm, und für ø20mm. Bremsen sind auch von Dia Compe, sauber verarbeitet und leicht einzustellen. Steuersatz von Dia Compe, Innenlager voon NECO, Vorderradnabe von Novatec, Shimano Aofine 8, Felgen sind sUN RIMS CR18 poliert, Conti Sport Contact 32mm. Guter Rahmen, guter Radsatz, das sind Voraussetzung für ein gutes Fahrrad.
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Der Rahmen ist maßangefertigt. Leicht aber nicht zu dünne Röhre, denn sie möchte später Kindersitz anbringen. Geometrie wurde so ausgelegt, daß man sportlich aber komfortabel fahren kann. Langer Steuerrohr(170mm) ermöglicht es.
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Ich habe diesmal ganz klar den Schalthebel von Microshift vor Shimano Originalhebel vorgezogen. Shimanos Hebl hat fast 4fache Volumen und nicht schön. In Kombination mit Inversebremshebel ist es sowieso problematisch. Schalhebel und Klingel, also Bedienteile, sind am Vorbau befestigt so daß ganze Breite des Lenkers für unterschiedliches Greifen zur Verfügung steht.
Ich verstehe Shimano nicht so wirklich, warum sie manche Teile so gestalten, rätzelhaft.
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Farbgebung ist auch konsequent. Sie trägt nur schwarz und weiss. Das Rad genauso. Aber als Akzent rotes Lenkerband, und ein kleines rotes K am Sitzrohr. Schwarz, Weiß und Rot, das erinnert mich an Majakowski, russischen Futurist, aber auch an Tancho-Kranich oder Tancho-Koi-Karpfen. Für regnerische Tage kommt SKS-Rece Blade in matt schwarz zum Einsatz.
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Flohmarkt, Sale, Umzug und Umtrunk, 06. Okt.

Ich veranstalte Flohmarkt in der Werkstatt, zusammen mit Kollegen Dan, Michael und David. Ich werde außer Fahrradteile, auch Rahmen und Räder anbieten, denn ich ziehe nach Karlsruhe und schließe meine Berliner Werkstatt zum Ende Oktober. Mein lieber Freund und Kollege Dan Santucci macht seine Werkstatt weiter. Ich werde in Karlsruhe wieder eine Werkstatt aufmachen. Wenn es soweit ist, melde ich mich auf dieser Stelle. Am 06. stelle ich Kiste Bier und andere Getränke. Wenn Ihr Zeit und Lust findet, vorbeizukommen, würde ich mich sehr freuen. Am Samstag werde ich etwas länger machen.
Sa. 06. 10. ab 13 Uhr bis 21 Uhr oder länger,
So. 07. 10. ab 14 Uhr bis 19 Uhr
Sonntag ist leider gestrichen, da der Raum anderweitig verwendet wird.
Verlosungen für alle wird vorbereitet.

An dieser Stelle bedanke ich mich meinen Kunden herzlich für das Vertrauen, lieben Kollegen für freundliche Zusammenarbeit, die ich nach Möglichkeit gerne fortsetzen würde, und vor allem meinem Werkstattkollegen und Freund Dan für die ausgezeichnete Kooperation.

Und besonderen Dank gilt dem magischen Ort Berlin, die(Berlin ist weiblich,,), als ich zu ihr kam, eine geteilte Stadt durch kalten Krieg war, und den lieben Freunde und Freundinnen, die stets gut zu mir waren. Ich habe die Berliner Luft, die mich motiviert wie inspiriert hat, gern geatmet und die frech berlinernde Mädels geliebt.

Oktober werde ich zwar sehr oft in der Werkstatt sein, um aufzuräumen, aber nicht immer für Kunde Zeit nehmen können. Dafür bitte ich um Verständnis. Aufträge werde ich weiter annehmen, die Realisierung aber könnte länger dauern. Wir sehen uns spätestens zur Messe im Frühling wieder. Bis dahin schöne Tage, frohes Schaffen und viel Freude(natürlich beim Radeln)!

Eroica ruft!

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Es ist relativ selten bei mir, klassisch italienische Rennräder zu präparieren. Dieses Tommasini ist für die Eroica-Teilnahme. Ein Rahmen aus Toskana, das passt. Super Prestige wurde ab 1985 gebaut. Ich und mein Freund Michael konzipierten das Rad, als wäre es gebaut im Jahr 1985/86 (freilich komplett italienisch) als wäre ein gepflegtes Rad aus der Zeit. Glatte Kurbel ist für diesen Zeitraum gerade richtig, und ich finde ihn schön passend zum Super Record Schaltwerk.
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Nur Sattel und Reifen sind neu(ach ja auch Felgenband und Schlauch). Wir haben lange überlegt, ob ein gelb-orangenes Lenkerband(natürlich Benotto) besser passen würde. Wir haben doch auf weiß entschieden, weil es etwas edler aussieht. Michael sagte, es sieht aus wie ein Catalogfoto von damals. Es hat uns Spaß gemacht. Man mußte weder viele Fragen stellen noch Kompromiß eingehen. Freudiges Radeln in toskanischer Landschaft!
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Vorbau macht es möglich

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Klassisches Fahrrad, aber Ergo-Lenker wie von 3T mit ovalem Querschnitt wegen komfortabler Haltung. Das bedeutet 1″ Gewindesteuersatz mit 22,2mm Schaftinnendurchmesser, aber mit offener 31,8mm-Lenkerklemmung. Wo gibt es so etwas? Nirgends. Dann wird es gemacht, damit das Fahrrad richtig stimmig wird, für den Fahrer und auch stilistisch. ISO-zertifizierter Galvanikbetrieb in Japan sorgt für die schöne, und mehr oder weniger saubere, Verchromung. Schaftrohr wird vom NITTO bezogen, der extra für die Verchromung etwas kleiner ist als 22,2mm. 2 oder 4 Klemmbolzen, das ist Geschmackssache. Mit 4 Bolzen sieht es moderner aus. Diesmal klar mit 2, damit er möglichst klassisch aussieht.
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misty, 26″ Rennrad, Rahmen by Philip Pike

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Ein 26″ Rennrad, für Jugendliche aufgebaut. Dieser Rahmen stammt aus Bristol, England. Gebaut wurde vom Philip Pike, der Sohn Stan Pikes, einer der besten Rahmenbauer dort in den 70s. Die beiden haben auch den mehreren Radgeschäfte Rahmen geliefert.

Rahmennummer PJ 53, Baujahr so um 1980. Gebaut für ein Fahrradgeschäft C.C.Competition, entweder für Jugendliche oder für kleine Person so zwischen 155 bis 160cm. Rohrsatz ist Reynolds 531. Rahmenhöhe 440mm(mitte-mitte), Oberrohrlänge 475mm(mitte-mitte), front-center 540mm, rear-center 380mm. Klein aber reinrassiger Rennradrahmen.

Die Frabe ist mit Verlauf. Basisfarbe ist Orangemetallic. Darauf wurde weißliche Perlmutt gesprüht, zu den Ausfallenden hin immer mehr Richtung Pink. Diese Farbgebung zeigt unterschiedliche Farbnuancen je nach dem Licht, recht kräftig orangig bis sehr hell pinky. Beschriftung und Muster ist in silber, ausgeführt mit Wrap-Technik. Frischhaltefolien werden zerknittert, dann wieder glatt gemacht. Darauf wird der Lack gesprüht. Diese Folien werden auf Rahmen leicht angedrückt. Im voraus wurde der Rahmen maskiert so daß nur erwunschte Stellen diese Silberton bekommt, mit interessanten Zufallmustern. Etwas mehr Silber hätte der Rahmen gut vertragen, vielleicht.
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Aufbau ist wie so oft, mit den Teilen aus den Kisten im Keller. Radsatz besteht aus: Conti GrandPrix 28mm, Aero-Felge, Shimano Naben/vorn Exage, hinten Deore). Antrieb ist,, Innenlager Suntour, Stronglight Kurbel, 1 Kettenblatt 42Z, 6-fach-Ritzelpaket, Pedale mit Gummi(weil das Rad für ein Kind ist). Schaltung mit Shimano 105. Vorbau ATAX, Lenker no name, Lenkergriffe OURY transparent wie der Sattel vom fabric, Aero-Sattelstütze von Shogun. Bremsen Campa Mirage, Bremshebeln Tektro. Zufhüllen Pearl-Silber.
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Klar, das ist ein Fahrrad für Mädchen. Mädels lieben Pink, nicht wahr? Leider kenne ich zuviel Mädels, die Pink hassen,, Ach und warum „misty“? Nur weil ich den Song von Errol Garner mag, und die Lackierung etwas nebligen Eindruck erzeugen sollte(ob es so gelungen ist,,). Also, das ist kein Frauenname.
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ein seltener Gast, Alex Singer, neu wie alt

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Ein Alex Singer, tout chromé, konstruiert und aufgebaut wie in den 70ern, aber nagelneu. Mit metrischem Rohrsatz, denn die Singer-typischen Muffen gibt es nur für französische Röhre, nicht für inch-bemaßte. Vor allem ist metrisches Reynolds 531, heute sehr selten. Daher gibt es solche Räder wie dies bei Singer ganz selten heute. Außerdem, ist Olivier vom Haus Singer nicht wirklich ein Freund von Nostalgie. Er baut Fahrräder für heute, mit aktuellen Teilen, mit 80-jähriger Tradition und Know-Hows. Auch deswegen selten, daß er in diesem traditionellen Stil baut. Dafür muß der Auftraggeber ihn mit Leidenschaft und Liebe zu französischer Fahrradtradition überzeugen, damit er den Auftrag annimmt. Der Besitzer sollte es zu würdigen wissen, daß Olivier sich bereit erklärt hat, dieses Rad zu bauen.
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Nach dem Transport aus Paris wird das Rad gecheckt, Züge gespannt und eingestellt für die freudige Touren. Ein wunderschönes Fahrrad, auch wenn Chrom meine Augen verblendet, wirklich zum Liebhaben. Schönere Fotos kommen noch, bei nächster Gelegenheit.

Shimano Aero 1980

aero 2 001 (887x1200)aero 1 001 (914x1200)
Shim_AX1L
Shimano fing 1977 damit an, Aerodynamik des Fahrrad zu forschen. 1980 brachte Shimano åx-Teile auf den Markt, die aerodynamisch gestaltet wurden. Shimano hat die eigenständige Entwicklung des Unternehmes darauf konzentriert, und ist beinah pleite gegangen. Geschäftlich war das ein Flopp. Aerodynamik ist zwar wichtig, aber mußte als gesamtes System Mensch-Maschine entwickelt werden. Für normalsterblichen war der Effekt nicht spürbar, obwohl angeblich 20% Reduktion des Luftwiderstand erzielt wurde(das ist Werte ohne Fahrer, also Aero-Rahmen + åx-Teilen gegenüber herkömmliches Fahrrad) Aber Shimano versuchte seitdem, technisch auf Überholspur zu gehen, was der Firma auch gelang.
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Es gibt heute noch diese Shimano-Aero-Rahmen aus der Zeit in einem guten Zustand. Sie wurden im Auftrag Shimanos bei manchen japanischen Rahmenbauwerkstätte gebaut. Er besteht aus Tange-Aero-Rohrsatz, und es gibt einige Varianten. Der hier ist mit normalen Muffen. Es gibt auch Rahmen mit Aero-Muffen. Das ist eine gute Basis für originelle Umbauten, als Singlespeed, als City Flyer. Reinrassig mit åx-Teilen oder irgendwas aus der Zeit, macht es fast immer eine gute Figur.
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