Alle Beiträge von K

Schon Frühling?

Nach Schnee und Kälte am ein Frühlingswetter, eigentlich etwas zu früh. Bleibt das, oder kommt wieder kalte Phasen? Auf alle Fälle fanden viele menschen das schön und gingen raus aus dem Häuschen. Es ist ja genug mit allen Einschränkungen, hört man überall. An einem solchen Sonntag machten wir eine kleine Tour entlang Moosalb, einem kleinen Bächlein am nörlichen Rand des Schwarzwaldes.

Wir fahren mit der S-Bahn bis Bad Herrenalb Kullenmühle, dann geht los. Gleich wird es steil. Meine Freundin geht aus dem Sattel(was nicht so oft passiert). Ich schaue das erstaunt zu. Wird sie es schaffen bis ganz oben?

Nein, schnell steigt sie aus und schiebt das Rad. Fairerweise muß ich sagen, ihr Rad ist gar nicht für solche Strecke, mit 46-28 Übersetzung, gedacht. Sie muß mit diesem Rad fahren, weil sie MTB ablehnt, was ich für sie gebaut habe. Es ist aber auch für mich recht steil hier.

Ich bin mit meiner Stadtgurke unterwegs. Sie hat aber fast 1:1-Übersetzung, somit ich viel leichter habe. Unfair? Ja, aber sie sollte ein Fahrrad akzeptieren, das für ein solch bergiges Verhältnis besser passen wird. Vielleicht baue ich für sie ein Pass Hunter o.ä., vielleicht mit 650B-Bereifung, vorausgesetzt daß ich einen passenden Rahmen finde.

Wir kommen via Bernbach nach Moosbronn. Hier beginnt der Weg entlang Moosalb. Diese Wege sind Wanderwege. Radler sollen auf Spaziergänger achten.

Wo die Moosalb und der Schneebach zusammentreffen, machen wir eine Pause mit Kekse und dem warmen Tee. Der leise Wassergeräusch ist angenehm im Ohr.

Auch wenn es insgesamt noch winterlich aussieht; manche Pflanzen sind bereits grün, das Wasser nicht mehr eisig kalt, die Sonne wärmt. Wir haben die Jacke ausgezogen.

Der Weg ist fest und komfortabel. Mit jedem Fahrrad kann man hier ohne Problem fahren. Aber ab Grillplatz Schöllbronn haben wir fälschlicherweise einen höher liegenden Weg genommen, der Richtung Spessart(so heißt der Ort auf der Höhe) führt. Es ist hier auch schön und hat einen guten Ausblick, aber wenn man zu Fischweier will, wo Moosalb in die Alb mündet, muß man einen steilen und schmalen Fußweg unter, den man nicht fahren kann. Nicht für jeden empfehlenswert.

Nun geht weiter entlang Alb, und Ettlingen ist nicht mehr weit, wo viele Leute vor Eisdiele Schlange standen. Die Sonne ging langsam unter und wir kamen gut müde nachhause.

Radeln im Schnee

Schnee ist schön anzuschauen, aber nicht im Schnee Radeln? Nasse Schnee wie heute finde ich nicht schön, voe allem für Brillenträger,, Wann kommt die Brille mit geheizten Gläsern und Scheibenwischer?? Ich warte schon lange drauf. Gute Sicht zu behalten, ist immer wichtig. Aber feiner Pulverschnee wäre weniger problematisch, sogar macht Spaß zum Radeln. Vorausgesetzt, der Schnee liegt nicht tief, und darunter ist keine Eisschicht. Die Landschaft sieht verzaubert aus. Sogar wirkt die Strassenschlucht in der Großstadt auch hübscher. Es ist stil, und es fühlt sich nicht so kalt, wenn es schneit.

Eine Strasse in der vom Schnee verwehten Landschaft erinnert mich fast immer an den Film „Fargo“. Auch wenn es nicht so heftig ist, verleht meine mit Schnee bedeckte Brille einen etwas dramatischeren Eindruck. Wie immer bei der Kälte ist es wichtig, nicht zu heftig zu treten, um Schwitzen zu vermeiden. Je nach Fahrbahnsituation, könnte der Reifenluftdruck etwas vermindert werden. Profillose schmale Reifen sind sicher nicht so gut für die Strassen mit Schnee. Für Eisbahn hilft breite Reifen auch nicht.

Solche Fahrbahn wie das Bild oben ist kein Problem, solange sie nicht fest eingefroren ist. Man sollte nur langsam fahren, vor alenn in der Kurve sollte man das Rad nichit schräg stellen, um das Ausrutschen zu vermeiden. Heftiges Lenken sollte man genauso vermeiden. Wenn man merkt, daß das Hinterrad seitlich ausbricht, sollte man schnell aber ruhig gegenlenken. Insgesamt, einfach deutlich langsamer fahren als normal, denn Bremsen sollte man auch behutsamer dosieren.

Bei solcher Strasse gibt es oft Problem, daß die Fahrradspur einfach unter Schnee verschwindet. Autofahrere mit ortskenntnis wissen, daß hie und da Fahrradspur ist. Aber sie wollen auch schneefreie Spurrillen folgen, die mit eigentlicher Fahrspur nicht mehr identisch ist. Am Strassenrand wird Schnee gehäuft, und wird unmöglich, dort zu radeln. Solche Strassen sollte man lieber meiden.

Bei der Bahn werden die Weichen geheizt, damit sie nicht einfrieren. Manche Strassen werden mit Salz gestreut. Vorsicht! Diese Streusalz wirkt aggresiv und läßt Stahl schnell rosten. Nach dem Radeln im Schnee sollte mann das Rad sauber machen. Dazu braucht man nur Eimer lauwarmes Wasser mit einem Schuß Spülli. Schnee/Salz soll weggespürt werden. Danach die Kette einfetten. Das wird nicht mal 15 Minuten dauern.

Und wenn der Fahrradschloß mal eingefroren ist, erst Schmiermittel wie WD-40 reinsprühen. Wenn das nicht helfen sollte oder nicht vorhanden ist,, dann warmes Wasser giessen. Danach müßte man aber Schloßinnere schmieren, damit er nicht wieder zufrieren wird. Es kann auch passieren, daß die Schltung nicht funktioniert. dann einfach mit einem Gang fahren. Wenn die Situation zu schlecht scheint, lieber zu Fuß gehen, oder öffentliches Verkehrsmittel nehmen. Das ist dann gesunder,,

Winterzeit

ist die Zeit für Projekte, Maßanfertigung, Neubau oder Umbau, was halt Zeit braucht. Sobald es wärmer und sonniger wird, wird man voll mit alltäglichen Reparatur- wie Wartungsarbeiten beschäftigt. Dieses Mal, auch wenn Corona-Maßnahmen gelockert wird, könnte schlagartig viel zu tun geben. Nutze diese ruhige Zeit, um was schönes zu machen.

Die Werkstatt halte ich z.Zt. offen; Di – Fr 12 bis 18 Uhr, Sa 11:30 bis 15:30 Uhr. Evtl. Änderung werde ich hier bekanntgeben.

Stuttgart Special

Von diesem Foto hätte einige evtl. gedacht, das wäre ein 26″ Fahrrad,, Nein, das ist 28″-Rad mit einem recht großen Rahmen. Rahmenhöhe(Tretlager Mitte bis Sattelrohr Oberkante) ist 640mm, Obberrohrlänge(virtuell horizontal) ist 610mm. Der Fahrer ist 195cm groß mit Schrittlänge von 92cm. Um eine nicht zu sportliche Körperhaltung zu ermöglichen, wurde der Steuerrohr länger gestaltet. Oberrohr hat ein Sloping von 3 Grad, um das vordere Dreieck steif zu halten. Das ist eine Lösung, weil ein klassisch, d.h. bainah horizontaler Oberrohr gewunscht wurde. Überhaupt wurde ein klassischs Aussehen erwunscht, daher kamen nur silberne Teile im Einsatz, was heute zunehmend schwer realisierbar wird, wenn man nicht auf Vintage-Teile zurückgreifen will.

Dieses Fahrrad wurde konstruiertund gebaut dafür, täglich vom Wald oben in die Stadt unter-, und wieder nach Hause hinaufzufahren, das in Stuttgart. Das bedeutet etwa, die Hinfahrt geht nur bergab, Heimfahrt nur bergauf, zwar ziemlich steil. Daher ist die Auswahl der Transmission, 34×11/32. Das reicht, weil der Fahrer ein sportlicher Rennradfahrer ist. Auf der Hinfahrt muß/kann er kaum treten, dafür sportlich anstrengend auf der Heimfahrt.

Stuttgart ist ein hartes Terrain für Radfahrer,, nicht nur die topologische Lage, sondern auch die Dominanz der Automobilindustrie. Daimler AG könnte vielleicht auch in die Brandenburger Pampa umsiedeln, wo die Ur-Schwaben eigentlich heimisch waren, damit mehr Platz fürs Fahrrad in Stuttgart frei wird? Was Fritz Kuhn ganz und gar nix bewegen konnte, wird auch sonst keiner bewegen können, da die Struktur so sehr felsenfest steht. Es tut mir Leid für die Leute, die im Talkessel die dicke Luft einatmen müssen.

Antrieb und 1×10-fache Schaltung wurde so gewählt; Kurbel Campa Athena mit 34Z Kettenblatt + Kettenschutzring(Zähne abgedreht von einem TA-Kettenblatt 42Z), dann natürlich Campagnolo Power Torque Innenlager(Außenlager?), MKS Sylvan TOuring Pedale, KMC X10 Kette, Grandbois Nabe mit Shimano-Freilauf, Shimano 10-fache Kassette 11/32, SunXCD(Microshift) Schaltwerk RD51M(schafft locker bis 34Z Ritzel), Microshift Daumenschalthebel 10fach.

Der Rahmen wurde bei Raizin Works gebaut, diesmal komplett gemufft(Takahashi). Rohrsatz ist eine Mischung von unterschiedlichen Herstellern:

-Sitzrohr Reynolds 520(0,9-0,6)
-Unterrohr Kaisei 022(0,9-0,6-0,9)
-Oberrohr Kaisei 019(0,8-0,5-0,8)
-Kettenstreben Tange Prestige(0,7)
-Sitzstreben Tange Prestige(0,8) und die Gabelscheide Kaisei(0,95)

Rahmen und Gabel, incl. Steuersatz(Tange Levin Stahl NJS) bringt genau 2800g auf die Waage. Für diese Rahmengröße akzeptabel leicht.

Nur der Bremszug nach hinten ist innenverlegt. Schalzuganschlag für den Umwerfer ist vorbereitet, falls es später eingebaut werden sollte.

Vorbau ist ITM(130mm, damit der Rahmen nicht zu lang wird), Lenker Ciao Bella Alu(490mm, Lenkerenden 20mm abgekürzt).

Radsatz ist; Naben Grandbois 36L, Felgen Remerx Taurus, Speichen Sapim Race, Reifen Conti GP5000(28mm), und Schutzblech von Honjo H34. Vorgesehen war das Schutzblech von Pelago. Das ist aber schon lange nicht aufzutreiben, und die nächste Lieferung soll erst Ende Februar ankommen. So wurde aus meinem Fundus Honjo H34 eingebaut. Das ist 34mm breit und 18mm hoch. Pelago-Blech ist deutlich flacher. Daher ist es recht eng geworden, nicht zwischen Reifen und Blech, aber zwischen Blech und Bremsen.

Inverse-Bremse von Gran Compe(DC189) zeigt ganz klar, daß dieses Rad kein Rennrad ist, obwohl der Rahmen ist im Prinzip ein Rennradrahmen, mit einer etwas komfortableren Geometrie. Sitzrohrwinkel ist 72 Grad, Steuerohrwinkel 73 Grad. Um eine klassische Biegung der Gabelscheide deutlich zu machen, ist der Offset 50mm lang, dafür der Trail 52mm, so daß dieses Rad ein agiles Fahrverhalten besitzt. Tretlagermittte bis Vorderachsmitte ist 633mm, Tretlagermitte bis Hinterradmitte ist 440mm. Dieser etwas langer Radstand sorgt für ruhigeres Geradeauslauf als ein Rennrad.

Mit silbernen Teilen und Verchromung an Streben und Gabel wirkt das Rad recht klassisch. Farbkombination von Hellblau(mit unterschiedlich großen Metallicflocken) und Gelb trägt auch dazu bei, finde ich. Viel Freude an täglichen Bergfahrten!!

Zum Jahresende

2020 ist ein Jahr der vielen Veränderungen und Improvisationen, zumindest gedanklich. Vielleicht hilft das alles daß wir in Zukunft besser leben können als bisher, hoffe ich.

Zum Jahresende bleibt die Werkstatt zwischen 24. 12. und 04. 01. geschlossen.

Euch Allen schöne Zeit, bleibe gesund und in Bewegung. Radfahren stärkt Körper und Geist, besänftigt die Seele.

Lee Cooper / L. A. Cycles 26″ Rennrad

Der Rahmenbauer Lee Cooper aus Coventry, UK, nicht zu verwechseln mit Ron Cooper bei Gillot, arbeitete für div. Shops wie Lieferanten. In den 90er Jahren hatte er mit Kollegen eigene Firma L.A. Cycles gegründet. Heute arbeitet er noch als Rahmenbauer. Seine Vita siehe seine Seite. Er hat recht unterschiedliche Rahmen f. verschiedene Zwecke gebaut.

Dieser Rahmen hier ist eigentlich ein Lo-Pro-Rahmen, d.h. vorn 26″ hinten 700C für TT oder Triathlon. Ich baue ihn auf als 26″ Rennrad für kleine Person oder Jügentliche, mit einer 2×7-fache Schaltung(oja, ich liebe 7-fache Ritzel/Cassette, ich gestehe). Kurbel sollte 160mm sein.

Seit langem habe ich wieder einmal lackiert. Es reizte mich, weil Columbus Max Rohrsatz, was übrigens sehr leicht und steif ist,, eine große Fläche bietet, um interessante Farbteilungen zu probieren, was bei klassischem dünnen Rohrsatz nicht zur geltung kommen wird. Dabei wollte ich trotz großflächiger Teilung eine insgesamt dezente Farbgebung. Daher sind die zwei ausgesuchte Farben etwa gleich hell, VW Beige meta und Renault Gelb meta. Für Jugend vielleicht etwas zu dezent, aber meine INtention zielt eher kleine erwachsenen Damen, die elegant sportlich fahren möchte.

Diesen Rahmen habe ich bereits 5 Jahre, und das Projekt schlief lange Zeit. Ich habe keinen Zeitdruck, so das ist ein schönes projekt im Winter für mich.

Rahmen Lee Cooper/L.A. Cycles 1994, Rohrsatz samt Gabel Columbus Max, Rahmenhöhe 520mm(mitte-Oberkante), 430mm(mitte-mitte), Oberrohrlänge 520mm(mitte-mitte).

Pedersen, aber wie!

Ein Freund des Hauses baute ein Pedersen auf, mit Hilfe von Sebastian. Meiste Edelstahlkleinteile hat er selbst gebaut. Die Position des gelöteten Lenkers macht das Rad besonders, vor allem etwas sportlich. Dazu Holzfelgen mit Vittoria Rennradreifen, Sturmey-Archer-5Gang-Nabe, schöne Lederriemen, mattgraue Lackierung, die er selbst aufgetragen hat. Alles im Allen sehr originell, geschmackvoll und stilsicher. Mir gefällt es sehr. Bravo!

Luitpoldturm, Pfälzerwald

Ein Pfalz-liebender Freund füührte mich einmal hierher, zum Luitpoldturm, mit seinem Auto. Der Ausblick vom Turm oben ist wunderschön. Vom Dorf Wilgastswiesen führt eine Strasse sowie Waldwege(nur mit MTB) dorthihn nach oben. Mit dem Auto ist es einfach, einen Gang unter und brmmm. Mit dem Fahrrad ist es schon recht anstrengend. 10km fast kontinuierlich bergauf, von 200 auf 614m.

Als ich zum Karlsruher Hauptbahnhof ankam, war es noch neblig. Aber heute glaube ich an Wettervorhersage. Es wird sonnig tagsüber. Auf 600m ist sowieso keine Nebel, denke ich.

Ich steige Rinnthal aus. Hier ist noch KVV-Tarifgebiet(also deutlich günstiger als eine Station weiter). Und für die Bergfahrt sollte der Körper gut aufgewärmt sein.

Im Dorf steht eine unverhältnismäßig prächtige Kirche. Mein Pfalz-Freund erzählte; es gab damals Kirche als Bausatz zum Bestellen. Dorf hat eine bestellt, aber eine falsche geliefert bekommen. Zurücksenden war lästig, so haben sie die aufgebaut.

Radweg an der Queich ist sehr angenehm zu fahren. Beschauliches Bächlein Queich fließt durch Annweiler, Landau, Germersheim und mündet dort in den Rhein.

Hier gibt es auch viele seltsam aussehende Steinformationen. Sie sind wie gemacht für die Kletterer. Pfalz ist Mekka für sie, genauso wie die sächsische Schweiz.

Wilgartswiesen naht. Zwei spitze Kirchtürme ist das Landmark. Dieser Ortskern scheint auch alt zu sein. Hier gibt es auch Geschäfte, sogar auch eine Pizzeria.

Aber am Ortsrand wird es Schluß mit lustig. Hier beginnt die Bergfahrt. Gleich am Anfang geht recht steil. Mir kam es vor wie eine Wand. Das Foto kann mein Gefühl nicht richtig wiedergeben, leider. Als langähriger Flachländler spüre ich schon Respekt davor.

Ich muß gestehen, daß ich dreimal angehalten habe, um meinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Es wurde aber immer leichter. Aber langsam war ich bis ganz oben.

Ein Rennradfahrer hat mich überholt, und hörte sicher mein leidvolles Atmen. Gut, schnell war er auch nicht. Aber ich war so langsam, so daß ich ohne Problem Landschaft anschauen und Fotos machen konnte.

Die linke Seite der Strasse, und zwar ein großes Gebiet von ca. 1000ha Wald ist als RuheForst behandelt, im dem nichts mehr von Menschenhand etwas gemacht wird. Man kann hier wandern, aber die Wanderwege verschwinden langsam.

Eine Spitze der Erhebung wird erreicht. Dort steht ein Ritterstein, aber ohne Inschrift(vielleicht auf der Rückseite?). Dann kommt eine Siedlung Hermersbergerhof mit weniger als 15 Häusern. Hier gab es früher einen Klosterhof.

Dann ist der Parkplatz zum Luitpoldturm nicht mehr weit. Mit dem Fahrrad kann man direkt bis zum Turm fahren. Heute treffe ich hier eine Wandererin und einen MTB-Fahrer. Es gibt Tisch mit Bänke, dort esse ich meine Verpflegung. Sogar gibt es hier aucheinen sicheren Grillplatz. Dann steige ich die Treppen des Turms. Es lohnt sich, hierher zu fahren. Der Ausblick ist grandiös. Unten ist noch etwas neblig diesig. Man sieht Burg Gräfenstein und Trifels. Man sieht sogar die Kammlinie vom Schwarzwald.

Gefüllt mit einem schönen Gefühl steige ich den Turm unter zu meinem Rad. Dann die gleiche Wege zurück. Natürlich mit Saus runter in gut 10 Minuten(ich habe keine Uhr bei, so ungefähr). Da fahre ich mit meiner Stadtgurke sicher nicht schneller als 50kmh.

Dann fahre ich leichtfüssig wieder entlang Queich bis Rinnthal. Der Zug kommt in 15 Minuten. Perfekt! Die Sonne steht bereits tief. Ja, nächstes Mal mit einem anderen Rad,,

HHB? WSB?

Meine Freundin lehnt MTBs strikt ab. Sie seien häßlich, wirken martiallisch und schwer. Ich werde mich den subjektive Empfindungen nichts dagegen stellen. Sie weiß aber auch, daß sie im Wald(wie Schwalzwald oder Pfälzerwald) mit ihrem Peugeot-Citybike nicht weit kommen wird. Sie pflegt zu sagen, man kann das Rad auch schieben. Gewiss, dann kann sie mindestens die Hälfte der Strecke schieben, und das wird doch keinen Spaß machen.

So habe ich für sie ein Rad aufgebaut. Natürlich kein MTB! Der Rahmen ist ein Peugeot Toulouse, Stahl, aus den 90ern etwa. Für fehlende Gabel habe ich eine Tange aus Infinity-Rohr genommen, die im Keller war. Überhaupt, habe ich für dieses Rad nichts neues gekauft, außer Speichen. Sie kennt nur Oldschool-Räder, keine Rapidfire-Schalthebel, keine V-Bremsen, kein Shadow-Schaltwerk, keinen luftgepolsterten Sattel. Willkommen auf Dekaden 1990 bis 2020!

2×7-fache Schaltung wird allemal ausreichen für Waldspazierbike(WSB?) oder Hügel-Hunting-Bike(HHB?), plus nicht Mountain-Biking. Cassette auf LX-Nabe ist 12/32Z. Notfalls kann man noch eine mit 14/34Z montieren. Kleineres Kettenblatt wäre auch möglich.

Vorderrad hat einen Shimano-Nabendynamo. Ryde-Sputnik-Felgen sind breit und stabil genug. Ausnahmsweise sind Schwalbe Marathon(vorn normal, hinten Plus) montiert, weil ich sie hatte, und weil sie Stollenreifen nicht mag,, Wenn noch Schutzblech montiert werden sollte, dann wird das ein Stadtfahrrad,, Das werde ich verhindern versuchen. Sie hat aber auch keine Fahrradkleidung, die sie auch ganz klar häßlich findet.

Rote Kunststoffpedale habe ich gleich nach dem Fotografieren gegen normalen Alu-Pedale getauscht. Das war mir doch etwas zu kitschig, bzw. ich denke auch, daß sie meiner Freundin nicht gefallen werden. Ob ihr das Rad überhaupt gefallen wird, ist ja eine Frage,,

Bei feuchtem Wetter bleibt das Laub länger frisch farbig. Jetzt ist die letzte Gelegenheit, bunte Bäume zu staunen. Raus aus der Stadt, und Herbstluft/-duft einatmen.

Connery auf Rad

Täglich gibt es Nachrichten; „gestern starb der oder die“,, Heute war Sean Connery dran. Immerhin war er schon 90. Zuletzt habe ich ihn auf dem Film „indiana Jones“ gesehen, davor im „Namen der Rose“ und danach habe ich ihn nicht mehr wahrgenommen.

Es gab aber einen Film, in dem er auf Rad unterwegs war; „Finding Forrester“. Ich bin mittlerweile ein echter Film-Banause, und diesen Titel habe ich nie gehört. Gesehen habe ich ihn noch nicht, aber ich vermute, darin spielt das Fahrrad, mit dem er sich auf den Weg schickt, scheinbar eine wichtige Rolle. Ich werde ihn mal anschauen.

90 Jahre Leben,, das ist eine lange Zeit. Was werden wir sagen in 10, 20 , 40 oder 80 Jahren, über das Jahr 2020? Bin gespannt.