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Probefahrt

Ich bastle seit einiger Zeit an einem neuen Tourenrad, mit dem ich mehrere Tage fahren kann. Es ist noch lange nicht fertig, aber fahrtüchtig gewoeden. So machte ich eine Probefahrt, um einige Sachen festzustellen.

Der Rahmen ist Geliano, aus Frankreich. Dieses Geschäft gibt es noch, aber macht keinen eigenen Rahmen mehr. chätzungsweise Ende 80er. Er ist für Sanyo Dyna Power vorbreitet. Das mache ich natürlich nicht. Statt Walzendynamo kommt Nabendynamo in Einsatz, diesmal Shimano XT, der relativ gut läuft(und war es preisgünstig).

Felgen sind ARAYA TX-310F poliert, und 23mm breit. Reifen habe ich Panaracer Pari Moto von Pacenti 650x38B montiert. Er scheint ok zu sein, mehr aber auch nicht. Ich würde weitere Reifen probieren. Eingespeicht ganz normal mit 3-fache Kreuzung mit Sapim Race.

Transmission ist noch vorläufig. Momentan ist; 2×6-fach, vorn 50/37, hinten 11/26. Damit bekomme ich sicher bei Volladung bei Bergstrecke Problem. Vorn 46/34, hinten 11/32 wäre meine Vorstellung.

Bremsen sind Gran Compe 700, fest eingebaut auf Cantisockeln. Bremshebel wirkt etwas dünn/schmal wenn man mit aktuellen Ergopower oder STIs gewöhnt ist. Dieser Rahmen könnte man 700C und 650B aufbauen. Bei dieser Konfiguration wie jetzt hat die Pedale etwas wenig Bodenfreiheit. Ach ja, Pedale,, da muß ich auch Gedanken machen.

Der Rahmen ist recht hübsch aufgebaut, und macht gut steifen Eindruck. Er ist nie benützt worden, daher auch nicht weich geworden. Verchromung sieht gut aus. Lackierung ist typisch aus der Zeit. Ganz mein Geschmack vielleicht nicht. Aber schlecht finde ich sie auch nicht. Rohrsatz ist Columbus Chromoly. Es ist eine richtige Wahl für ein Tourenrad.

Sugino Maxi Kurbel finde ich hübsch. Mit dessen 110mm PCD war er der Vorreiter vom Compactkurbeln weit im voraus.

Es ist Erntezeit in Weinberge. Erntemaschinen sind voll im Einsatz. Trauben sehen gut aus. Wallnuß fällt bereits. Herbst ist da, auch wenn es 30 Grad ist.

Tourist in Berlin

Ich hatte Gelegenheit, nach Berlin zu fahren. Bin fast 2 Jahre in Karlsruhe, vorher habe ich mit Unterbrechungen zig-Jahren in Berlin gelebt. Wie nun wirkt die Stadt für mich, war ich einerseits interessiert, aber nicht sonderlich aufgeregt, wahrscheinlich habe ich das bereis zu oft gemacht.

Ich nahm einen sehr frühen Zug. Ich dachte, er wäre nicht so voll, in dieser noch Ferienzeit. In Karlsruhe war der Zug fast leer. Aber es füllte sich rasch, und fast alle Sitzplätze wurden besetzt. Zum Glück blieb neben mir bis Berlin frei. Die Bahn hat es schwer, Mindestabstand im Zug zu regeln. Das wird mehr oder weniger den Passagiere überlassen, wie die Fahrradabteil in der Ferienzeit.

Ich kam mittags an. Am gleichen Tag hatte ich 3 Bezirke auf meinem Terminkalender. Zuerst Prenzlauer Berg, wo ich der Tochter meiner Nachbarin, ganz frisch zu Studium nach Berlin gezogen, ein Paket von ihrer Mutter zu überreichen. Dann gleich meinen alten Kollegen Dan Santucci zu treffen.

Ich radelte den Weg, den ich tagtäglich zur Werkstatt fuhr. Bernauer Strasse, die ein wenig wie Mauermuseum gestaltet ist, bin nie angehalten, heutet auch nicht. Denn, ich kenne die Mauerzeit. Und dann nach Wedding, wo meine chinesische TCM-Ärztin aus Wuhan ihre Praxis hat. Das ist meine Hauptanliegen der Berlin Reise. Dann nach Schöneberg, zu einem Freund, wo ich eine Woche bleiben darf. das sind schon 50km. Berlin ist groß.


Ich empfinde die Stadt etwas stressig. Ich bin schon auf ruhigeres Karlsruher Verhältnis gewöhnt. Aber Radeln hier ist nicht schlimmer als in Karlsruhe,, fast das Gegenteil. Radfahrer sind, zwangsläufig, umsichtiger. Fahrradspuren, die neu angelegt sind, finde ich sehr gut. Für Strassenlokale ist es auch gut, weil Autoverkehr etwas weggerückt ist. Übrigens, daß die Berliner mit Corona-Maßnahmen lockerer umgehen, kann ich auch nicht bestätigen. Manche Karlsruher nehmen es lockerer.

Die Rahmenbauer-Kollegen habe ich icht erreicht, auch den Grünberger, alias Monte Verde, der in Charlottenburg, auf der Strasse, wo ich früher gewohnt habe, seine Werkstatt hat, nicht treffen können. Er baut Rahmen, aber nebenbei repariert alles mögliche, toll!

Mit einem Rad-Freund radelte ich zum Wannsee. Ich wußte den Weg von Schöneberg zum Auerbachtunnel(Kronprinzessinenweg) nicht mehr, und wir fuhren quer durch die Stadt. So kamen wir zufälling zum Alliertenmuseum, wo wir halt machten. Wie ein Tourist halt.

Ich erinnere mich auch nicht so recht, daß Wannsee am Sonntag so voll ist. Gut, meistens bin ich nur vorbeigeradelt und keinen Halt gemacht. Kaffee und Croissant am Bahnhof Wannsee, das ist mir neu. Dann fuhren wir Kronprinzessinnenweg zurück.

Ach ja, diesmal bin ich mit einem Klapprad gereist, mit birdy. Mit ihm kann man noch relativ sportlich radeln. Aber Duell mit einem Alex Singer war mir zu anstrengend. Nun weiß ich, daß ich einiges an birdy umbasteln muß.

Die Räder auf dem Kudamm geschoben, im Schwarzen Cafe!(wo ich ewig nicht mehr war) Apfelsaftschorle getrunken, und dann weiter nach Wedding gefahren, und nach Schöneberg zurück. An diesem Tag bin ich wieder 60km geradelt.

Berlin ist, mehr oder weniger, immer voll mit den Touristen. Aber sie bleiben an bestimmten Bezirken und Gegenden. Schöneberg ist, nachdem Kreuzberg sehr hipp und teuer geworden ist, ein angenehm autark in sich stimmiger Ort. Wielange es noch so bleiben wird,,, Momentan ist die Rote Insel(am Gasometer) angesagt.

Tiergarten ist eine echte Bereicherung für Berliner. Diese Grünanlage ist riesig. Manche Stellen wirken wie ein richtiger Wald und Sumpf. Berlin ohne Tiergarten? Unvorstellbar.

Dann wieder Richtung Wannsee. Diesmal einfach weiterradeln bis Glienicker Brücke, die Grenze zwischen Berlin und Potsdam. Diese Landschaft, mit der seenhaft breiten Havel, finde ich wunderbar. Italien Preussens, scherzhaft genannt, weckt diese ruhige Landschaft immer noch mein Sehensucht. Ja, diese Seenlandschaft bis Uckermark und drüber, das ist was ich meistens vermisse, zusammen mit der Kargheit Brandenburgs.


Menschenleeres Gasthaus Moorlake, genauso menschenleeres Strandbad Wannsee, es ist anders als normal, aber daran muß man sich gewöhnen, vielleicht für die verlorene jahre.

Ich weiß, daß ich nur ein Teil der Stadt gut kenne. Meine Berlin-Karte ist marmoriert. Gedächtnis beginnt langsam zu elodieren. Inniges Gefühl bleibt, stellenweise mindestens.

Ich nahm den letzten ICE nach Karlsruhe. Masn kommt zwar sehr spät an, dafür war der Zug nicht mal halbvoll.

Sommerpause Nr.2

Ich mache wieder eine Sommerpause. KW34 + 35 im August bleibt die Radlerhalle geschlossen. Die Pause Nr.1 war eher eine Notbremsung, um die strömende Reparaturaufträge zu stoppen, und sie abzuarbeiten. Ich hoffe, diesmal kann ich wirklich eine Pause einlegen und ein wenig radeln.

Außerdem, ist Radler Martin zwischen 05. und 20. August im Urlaub. In diesem Zeitraum findet keine Führung der Drais-Ausstellung statt.

Ich wünsche Allen eine schöne Sommerzeit. Frohes Radeln und bleiben Sie gesund, damit wir uns nach dem Sommerferien weiter (mehr oder weniger) frei bewegen können.

Muster-Lack

Selten mache ich eine Lackierung mit Muster, geometrisch, freihändig oder sonst wie. Denn, es ist nicht einfach, solche Muster zu begründen(muß man das?), und es wird schnell beliebig.

Seit Jahren sind sogenannte Fancy Paint mode. Ab und an sehe ich Lackierungenm die ich nett oder schön empfinde. Aber viele sprechen mich nicht an, bzw. finde ich sie eher unschön und störend. Persönlicher Geschmack ist verschieden. Jeder darf sein rad so gestalten, wie es ihm gefällt. Wenn es aber dabei sehr gewollt aussihet, finde ich eher schade für das Rad.

Trotz solcher Gedanken versuche ich mal und wieder Lackierung mit Mustern. Dabei versuche ich irgendwie stimmig und nicht überladen zu bleiben. Dieser geometrische Muster stammt aus einem alt-japanischen Musterbuch. Man sieht ihn entweder als zusammenhängende Kreismuster oder verteilten Blumenmuster.

Ich habe dazu 2 Rottöne und 2 Grautöne verwendet, teils verlaufend, teils kontrastierend. Und wenn jemand mich fragen würde,“warum diesen Muster und diese Farben?“, kann ich gar nicht beantworten. Höchstens „Mal so probieren wollte ich.“ hmm. Nachhiein würde ich sagen, daß dieser Muster nicht so gut passend für Röhre mit kleinem Durchmesser ist.

Als ich dieses Rad montierte, kam ein Freund vorbei, und sagte „ein tolles Fahrrad!“,, Damit meinte er aber unbewußt die Lackierung, nicht das ganze Fahrrad. Denn die eigebaute Teile sind altes Mischmasch, Campa, Shimano und preisgünstige Neuteile. Fahren kann man damit gut, abgestimmt für Rennrad-Einsteiger, mit 2×7-fache Schaltung, 46/39 Kettenblatt. Felgen sind Mavic Open 4CD, Reifen Schwalbe One Evo, weil ich den Radsatz wichtig finde. Allerdings werde ich persönlich Conti GP5000 vorziehen.

Diesmal blieb die Experimente nur am Rahmen. Eigentlich noch interessanter, wenn man Felge, Lenker, Vorbau, Kurbel usw. mit einbeziehen würde. Das wird aber dann sehr komplex und unüberschaubar. Ob ich das irgendwann wagen würde,,

Ständer ist wie so oft nur für Fotozweck angebracht.

Es ist ja Sommer,,

Nicht, daß ich es nicht gemerkt hätte, daß es schon recht lang sommerlich zugeht. Nur, ich konnte sommerliche Tage noch nicht geniessen,, erstens sehr viel Arbeit, zweitens oft zu warm für eine Radtour, für mich.

Die Zeit aber schreitet, egal viel Arbeit oder Corona. Und die Natur auch. manche Felder wurden bereits geerntet. Ach ja, das ist keine Natur, sondern eine Kulturlandschaft,,

Und noch eine Kulturlandschaft. Zwar recht hübsch, aber eine künstliche Monokultur. Trauben wachsen gut, scheinbar. Es wird wieder ein gutes Jahr für Pfälzer Wein.

Radeln in lieblicher Landschaft macht mir eine gute Laune., bedeutend besser als in der Stadt, obwohl diese Landschaft viel lönger vin Menschen kultiviert wird als die Stadt wie Karlsrhe.

Ich war diesmal mit einem „Birdy“ unterwegs. Solange die Fahrbahn nicht holprig ist, kann man mit ihm recht gut fahren. Nur ein starker Gegenwind machte mich zu schaffen.

Angekommen in den Pfälzer Wald, liegen die Blüten von Keschde(Eßkastanien) überall. Wenn man die Bäume schaut, sind die stachelige Schale bereits am Wachsen. Das läßt einen guten Ernte für Kastanienliebhabern erwarten.

Am Waldrand blickt man in der Ferne Schwarzwald. Dazwischen die fruchtbare Rheinebene, Zentrum Europas, wenn man so sagen will.

Zurück nach Karlsruhe, blühen die Wasserpflanzen auf dem Alb, wie hübsch. Ein Sommertag, 25 Grad, windig, entspannt wie befreiend. Ich kann wieder arbeiten.

interessanter Irrweg?

Das kannte ich nicht, Shimano NEXAVE. Diese Gruppe gab es auch nur ganz kurze Zeit. Und in Japan kennt keiner diese Gruppe. Kann es sein, das war für westeuropäischen Markt gedacht? 2×9 fache Schaltung mit Scheibenbremse vorn + hinten, soll eine Komfort-Gruppe sein für Ende 90er.

Das ist der Umwerfer. Prächtig! Er wiegt etwa 500g. Dieser Umwerfer wird zusammen mit Innenlager(Octalink) festgemacht. Am Sitzrohr wird mit eingebauter Support gestützt so das die Position von selbst bestimmt wird. Dafür ist Sitzrohrwinkel wie -Durchmesser eingeschränkt. Im kreisrunden Trommel, versehen mit 3 Schrauben, versteckt sich die Mechanik. Das sollte man lieber nicht aufmachen, denn es gibt keinelei Anleitung seitens Shimano dafür. Nur, wenn der zweite Schaltzug, zum Umwerfer, ausgetauscht werden sollte, mußte das kleine dreieckige Plättchen, links oben, aufgemacht werden.

Das ist die Rpckseite(linke Seite) des Umwerfers. Ser Zug vom Schalhebel, der zwei Schaltknopfe besitzt, zum schwarzes Teilchen unten. Dieses kleines Hebelchen wird durch Knopfbetätigung, und via Zugdraht, leicht bewegt. Die Bewegung ist ca. 15 Grad und in beiden Richtungen(hoch- u. unterschalten) sehr leicht.

Durch Betätigen vom H-Kopf(also Hochschalten) kommen 2 Haken(180 Grad versetzt) raus, und sie werden durch Pedal-Treten von den am Kurbelinnenseite montierten Kunststoffnocken bewegt. An den Heken ist ein Hebelmechanismus angeschlossen, was wiederum durch angebundenem Zug den Umwerferflügel bewegt und somit schaltet.

So wird der Umwerfer eigentlich vom Treten von Pedal geschaltet, daher ist es leicht. Knopf-Schalten ist nur ein Anlasser. Ich könnte Shimano-Ingenieure „Bravo!“ zurufen, aber anderseits fragen, „Wer braucht so etwas?“,, Vielleicht wenn jemand keine Kraft am Finger hat, ist es sinnvoll. Heute gibt es Di2 o.ä. Solche Mechanische Lösung ist zwar reizvoll, wurde scheinbar dem Markt vorbei entwickelt. Es ist kompliziert, d.h. anfällig, schwer und teuer. Nach ein Paar Jahre verschwand diese Gruppe. Nur, es gibt diese Teile noch genügend im Online-Handel, zu viel produziert, zu wenig gekauft,,,

Sommerpause Nr. 1

KW 28 (06. bis 13. Juli) ist die Radlerhalle geschlossen. Radler Martin hat Urlaub zwischen 02. bis 15. Juli. Allen gute Sommertage! Im August werde ich Pause Nr. 2 einlegen. Ich informiere Euch rechtzeitig.

Nun, ist eine neue Internetseite von Radlerhalle provisorisch online. Daran wird noch gearbeitet. Unter radlerhalle-karlsruhe.de werde ich mit Kollegen Martin und Sebastian über die Neuigkeiten informieren.

Cycles Blondin, Strasbourg, 650B

Nee, sowas kann ich gar nicht gebrauchen, dachte ich, als ich das Rad geschenkt bekam. Es war ein Sperrmüll. und sah auch so aus, Tretlager fast ausgefallen, Kurbelkeile ganz locker, viel Rost am Rahmen, Felgen, Gepäckträger usw. Was soll ich damit anfangen??

Anderseits,, ich hatte etwas mehr Zeit für mich wegen Corona. Der schwungvolle Berceau-Rahmen ist an sich hübsch. Auch wenn das Rad verbastelt war, schien es mir möglich, nah an Originalzustand zurückzubauen. Meiner Freundin wird es gefallen, vielleicht als Einkaufsrad, das man draussen stehen lassen kann. So begann der Umbau.

Radsatz ist 650B. Das ist schon mal gut. Stahlfelge von Samir-Samino ist äußerlich nur leicht mit Flugrost angesetzt. Aber die Innenseite war ziemlich vom Rost gefressen. Erst abbürsten, dann mit Rosteumwandler behandelt. So solltem die Felgen noch eine Weile ihren Dienst tun können. Naben waren vorn wie hinten mit Rollerbremsen, also kein Originalzustand. Befestigunggschellen(Kunststoff von Shimano) wurden vom Rahmen entfernt. Radsatz abgespeicht, vorn mit einem preisgünstigen Nabendynamo(aus praktischem Grund), hinten mit Nrmandy-Nabe eingespeicht(2mm ohne Konifizierung).

Rahmen habe ich nicht vom Rost befreit. Nur ganz leicht stellenweise mit Klarlack versiegelt, auch die bereits zur Hälfte abgeblätterte Markenlogos. Schrauben habe ich auch so rostig gelassen, nur geschmiert. Innenlager wie Steuerlager gereinigt und eingefettet. Kurbelkeile neu eingeschlagen. Kettenschutz wie Schutzblech habe ich nur ein wenig poliert, nicht einmal Dellen begradigt. Ich wollte keine hochpolierte Restaurierung.

Für Schaltung wurde Simplex eingebaut, ziemlich das billigste, das aber passt. Bremsen habe ich Weinmann eingebaut. Schenkelmaß passt gerade noch. Dieser Rahmen könnte auch mit 700C Bereifung bestückt werden. Aber 650B mit etwas breiteren Reifen finde ich schöner, passender. Bremshebel waren Altenburger, was ich übernommen habe.

Frontlampe ist Sanyo-LED in hübscher Form. Nabendynamo Shimano Nexus, nicht so schön aber preiswert. Die beiden lassen sich nur mit einem Stromkabel verbinden, ohne Massekabel. Rücklicht ist Batterielampe, weil ich es einfach wie möglich bauen wollte. Spanninga No.9 wirkt irgendwie altmodisch hübsch.

Über Blondin weiss ich nicht viel. Es ist ein kleines Fahrradgeschäft in Strassburg, was so um 1930 gegrundet und heute noch gibt. Blondin hatte auch Rennteam. Ob die Rahmen dort gebaut wurden, gibt es keine Information. Ich denke eher nicht. Sie wurden wahrscheinlich aus verschiedenen Quellen gekauft und mit eigenen Aufkleber versehen und aufgebaut. Wenn ich nach Strassburg fahre, werde ich das Geschäft besuchen, und danach fragen. In Baden findet man schon ab und zu Blondin-Fahrrad(auch rennrad), eher Mittelklassler, aber könnte hübsch sein. Der Rettungsversuch hat sich für mich gelohnt.

Cycles Blondin in Straßburg/Straussbourg vor dem Krieg, in den 80ern und heute.

frisch & jugendlich wie der Frühling

Eine frische Farbkombination tut gut in der fast monoton dunklen Fahrradwelt. Das ist ein Konfirmationsgeschenk, d.h. der Fahrer ist gerade 13 Jahre jung. Er ist aber bereits 1,80 groß und wird noch weiter wachsen. Es ist keine leichte Entscheidung, richtige Rahmengröße zu treffen, damit er länger mit diesem Rad fahren kann. Ich ging davon aus, daß er noch 10cm größer wird. Dafür ist der rahmen maßgeschneidert, in Deutschland händisch angefertigt. Es ist immer etwas problematisch, für Jugendliche richtigen Rrahmen zu zeichnen.

Es ist wunschgemäß ein Singlespeed, mit Flip-Flop-Nabe und Freilafausgestattet. Aber für den späteren Umbau auf Touren-/Cityrad ist dieser Rahmen mit Gepäckträger, etwas breitere Reifen sowie Nabenschaltung unauffällig vorbereitet.

Ständer ist für den alltäglichen Nutzen, zur Schule und zurück, wichtig. Nach hinten offene Ausfallenden brauchen etwas größeren Abstand zwischen Reifen und Schutzblech.

Singlespeed-Ritzel mit 17 Zähne ist vom Sturmey Archer. Die mittelhohe Felgen sind von Extreme, rund und steif. Handgespeichte Radsatz macht das Fahren Freude, hoffe ich.

Eingebaute teile sind alles neue und von heute. Nur die Sattelstütze ist Vintage. Trotzdem vermittelt das Rad einen klassischen Eindruck.

Viel Spaß, fahre umsichtig!

Vintage Kinderrad

Ob ein Fahrrad aus den 70ern ein Vintage ist,, diese Frage ist erst dahingestellt. Es gibt viel weniger Kinderräder als Erwachsenräder aus dieser Zeit. Sie wurden meist verschrottet und sind in Müll gelandet.

Das ist eine 24″ Miniaturausgabe des Damenrades “ Motobecane Monaco“. Meine Nichte hat einige Jahre damit gefahren. Nun wird ihre kleine Schwester damit fahren. Reifen waren original und nun endgültig aufgehört, elastischer Gummi zu sein. Das ist leider ein Problem, weil Französen andere Radmaße hatten. Diese Felgenmaße ist 600A, d.h. ETRTO 541mm(beinah 24×1 3/8 = 540mm)). Es gibt heute nur von Hutchinson Reifen dafür, entweder 38mm breit(beige-Wand) oder 28mm breit(ganz schwarz). Da die 38er hier mit dem Schutzblech kollidiert, gibt es nur eine Möglichkeit, 28er zu montieren. kein besonders gute Reifen, aber man sollte glücklich sein, daß es überhaupt gibt.

Gepäckträger war kaputt. Um stillecht zu bleiben, habe ich Motobecane-Träger für 650B-Rad montiert. Er sitzt etwas höher als sein sollte, ist aber optisch kein Ausrutscher. Um das Rad hübsch zu machen, wurde eine geflochtene Tasche fest montiert(mit Kabenbinder, die man nicht sihet).

Für vorne habe ich ein Sanyo-LED-Lampe spendiert, die recht klein und klassisch aussihet. Das Rücklicht und Dynamo sind original. Eingang reicht für Karlsruhe aus. Ich sehe oft Kinderräder mit 21 oder 24 Gänge, sowie mit Scheibenbremsen. Vollbepackt mit toller Technik und ist sauschwer. Ich weiß nicht welches Kind solches Rad wirklich braucht,, Dagegen, einfach, hübsch und klasse dieses alte Rad.