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Zum Jahresende

2020 ist ein Jahr der vielen Veränderungen und Improvisationen, zumindest gedanklich. Vielleicht hilft das alles daß wir in Zukunft besser leben können als bisher, hoffe ich.

Zum Jahresende bleibt die Werkstatt zwischen 24. 12. und 04. 01. geschlossen.

Euch Allen schöne Zeit, bleibe gesund und in Bewegung. Radfahren stärkt Körper und Geist, besänftigt die Seele.

Lee Cooper / L. A. Cycles 26″ Rennrad

Der Rahmenbauer Lee Cooper aus Coventry, UK, nicht zu verwechseln mit Ron Cooper bei Gillot, arbeitete für div. Shops wie Lieferanten. In den 90er Jahren hatte er mit Kollegen eigene Firma L.A. Cycles gegründet. Heute arbeitet er noch als Rahmenbauer. Seine Vita siehe seine Seite. Er hat recht unterschiedliche Rahmen f. verschiedene Zwecke gebaut.

Dieser Rahmen hier ist eigentlich ein Lo-Pro-Rahmen, d.h. vorn 26″ hinten 700C für TT oder Triathlon. Ich baue ihn auf als 26″ Rennrad für kleine Person oder Jügentliche, mit einer 2×7-fache Schaltung(oja, ich liebe 7-fache Ritzel/Cassette, ich gestehe). Kurbel sollte 160mm sein.

Seit langem habe ich wieder einmal lackiert. Es reizte mich, weil Columbus Max Rohrsatz, was übrigens sehr leicht und steif ist,, eine große Fläche bietet, um interessante Farbteilungen zu probieren, was bei klassischem dünnen Rohrsatz nicht zur geltung kommen wird. Dabei wollte ich trotz großflächiger Teilung eine insgesamt dezente Farbgebung. Daher sind die zwei ausgesuchte Farben etwa gleich hell, VW Beige meta und Renault Gelb meta. Für Jugend vielleicht etwas zu dezent, aber meine INtention zielt eher kleine erwachsenen Damen, die elegant sportlich fahren möchte.

Diesen Rahmen habe ich bereits 5 Jahre, und das Projekt schlief lange Zeit. Ich habe keinen Zeitdruck, so das ist ein schönes projekt im Winter für mich.

Rahmen Lee Cooper/L.A. Cycles 1994, Rohrsatz samt Gabel Columbus Max, Rahmenhöhe 520mm(mitte-Oberkante), 430mm(mitte-mitte), Oberrohrlänge 520mm(mitte-mitte).

Pedersen, aber wie!

Ein Freund des Hauses baute ein Pedersen auf, mit Hilfe von Sebastian. Meiste Edelstahlkleinteile hat er selbst gebaut. Die Position des gelöteten Lenkers macht das Rad besonders, vor allem etwas sportlich. Dazu Holzfelgen mit Vittoria Rennradreifen, Sturmey-Archer-5Gang-Nabe, schöne Lederriemen, mattgraue Lackierung, die er selbst aufgetragen hat. Alles im Allen sehr originell, geschmackvoll und stilsicher. Mir gefällt es sehr. Bravo!

Luitpoldturm, Pfälzerwald

Ein Pfalz-liebender Freund füührte mich einmal hierher, zum Luitpoldturm, mit seinem Auto. Der Ausblick vom Turm oben ist wunderschön. Vom Dorf Wilgastswiesen führt eine Strasse sowie Waldwege(nur mit MTB) dorthihn nach oben. Mit dem Auto ist es einfach, einen Gang unter und brmmm. Mit dem Fahrrad ist es schon recht anstrengend. 10km fast kontinuierlich bergauf, von 200 auf 614m.

Als ich zum Karlsruher Hauptbahnhof ankam, war es noch neblig. Aber heute glaube ich an Wettervorhersage. Es wird sonnig tagsüber. Auf 600m ist sowieso keine Nebel, denke ich.

Ich steige Rinnthal aus. Hier ist noch KVV-Tarifgebiet(also deutlich günstiger als eine Station weiter). Und für die Bergfahrt sollte der Körper gut aufgewärmt sein.

Im Dorf steht eine unverhältnismäßig prächtige Kirche. Mein Pfalz-Freund erzählte; es gab damals Kirche als Bausatz zum Bestellen. Dorf hat eine bestellt, aber eine falsche geliefert bekommen. Zurücksenden war lästig, so haben sie die aufgebaut.

Radweg an der Queich ist sehr angenehm zu fahren. Beschauliches Bächlein Queich fließt durch Annweiler, Landau, Germersheim und mündet dort in den Rhein.

Hier gibt es auch viele seltsam aussehende Steinformationen. Sie sind wie gemacht für die Kletterer. Pfalz ist Mekka für sie, genauso wie die sächsische Schweiz.

Wilgartswiesen naht. Zwei spitze Kirchtürme ist das Landmark. Dieser Ortskern scheint auch alt zu sein. Hier gibt es auch Geschäfte, sogar auch eine Pizzeria.

Aber am Ortsrand wird es Schluß mit lustig. Hier beginnt die Bergfahrt. Gleich am Anfang geht recht steil. Mir kam es vor wie eine Wand. Das Foto kann mein Gefühl nicht richtig wiedergeben, leider. Als langähriger Flachländler spüre ich schon Respekt davor.

Ich muß gestehen, daß ich dreimal angehalten habe, um meinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Es wurde aber immer leichter. Aber langsam war ich bis ganz oben.

Ein Rennradfahrer hat mich überholt, und hörte sicher mein leidvolles Atmen. Gut, schnell war er auch nicht. Aber ich war so langsam, so daß ich ohne Problem Landschaft anschauen und Fotos machen konnte.

Die linke Seite der Strasse, und zwar ein großes Gebiet von ca. 1000ha Wald ist als RuheForst behandelt, im dem nichts mehr von Menschenhand etwas gemacht wird. Man kann hier wandern, aber die Wanderwege verschwinden langsam.

Eine Spitze der Erhebung wird erreicht. Dort steht ein Ritterstein, aber ohne Inschrift(vielleicht auf der Rückseite?). Dann kommt eine Siedlung Hermersbergerhof mit weniger als 15 Häusern. Hier gab es früher einen Klosterhof.

Dann ist der Parkplatz zum Luitpoldturm nicht mehr weit. Mit dem Fahrrad kann man direkt bis zum Turm fahren. Heute treffe ich hier eine Wandererin und einen MTB-Fahrer. Es gibt Tisch mit Bänke, dort esse ich meine Verpflegung. Sogar gibt es hier aucheinen sicheren Grillplatz. Dann steige ich die Treppen des Turms. Es lohnt sich, hierher zu fahren. Der Ausblick ist grandiös. Unten ist noch etwas neblig diesig. Man sieht Burg Gräfenstein und Trifels. Man sieht sogar die Kammlinie vom Schwarzwald.

Gefüllt mit einem schönen Gefühl steige ich den Turm unter zu meinem Rad. Dann die gleiche Wege zurück. Natürlich mit Saus runter in gut 10 Minuten(ich habe keine Uhr bei, so ungefähr). Da fahre ich mit meiner Stadtgurke sicher nicht schneller als 50kmh.

Dann fahre ich leichtfüssig wieder entlang Queich bis Rinnthal. Der Zug kommt in 15 Minuten. Perfekt! Die Sonne steht bereits tief. Ja, nächstes Mal mit einem anderen Rad,,

HHB? WSB?

Meine Freundin lehnt MTBs strikt ab. Sie seien häßlich, wirken martiallisch und schwer. Ich werde mich den subjektive Empfindungen nichts dagegen stellen. Sie weiß aber auch, daß sie im Wald(wie Schwalzwald oder Pfälzerwald) mit ihrem Peugeot-Citybike nicht weit kommen wird. Sie pflegt zu sagen, man kann das Rad auch schieben. Gewiss, dann kann sie mindestens die Hälfte der Strecke schieben, und das wird doch keinen Spaß machen.

So habe ich für sie ein Rad aufgebaut. Natürlich kein MTB! Der Rahmen ist ein Peugeot Toulouse, Stahl, aus den 90ern etwa. Für fehlende Gabel habe ich eine Tange aus Infinity-Rohr genommen, die im Keller war. Überhaupt, habe ich für dieses Rad nichts neues gekauft, außer Speichen. Sie kennt nur Oldschool-Räder, keine Rapidfire-Schalthebel, keine V-Bremsen, kein Shadow-Schaltwerk, keinen luftgepolsterten Sattel. Willkommen auf Dekaden 1990 bis 2020!

2×7-fache Schaltung wird allemal ausreichen für Waldspazierbike(WSB?) oder Hügel-Hunting-Bike(HHB?), plus nicht Mountain-Biking. Cassette auf LX-Nabe ist 12/32Z. Notfalls kann man noch eine mit 14/34Z montieren. Kleineres Kettenblatt wäre auch möglich.

Vorderrad hat einen Shimano-Nabendynamo. Ryde-Sputnik-Felgen sind breit und stabil genug. Ausnahmsweise sind Schwalbe Marathon(vorn normal, hinten Plus) montiert, weil ich sie hatte, und weil sie Stollenreifen nicht mag,, Wenn noch Schutzblech montiert werden sollte, dann wird das ein Stadtfahrrad,, Das werde ich verhindern versuchen. Sie hat aber auch keine Fahrradkleidung, die sie auch ganz klar häßlich findet.

Rote Kunststoffpedale habe ich gleich nach dem Fotografieren gegen normalen Alu-Pedale getauscht. Das war mir doch etwas zu kitschig, bzw. ich denke auch, daß sie meiner Freundin nicht gefallen werden. Ob ihr das Rad überhaupt gefallen wird, ist ja eine Frage,,

Bei feuchtem Wetter bleibt das Laub länger frisch farbig. Jetzt ist die letzte Gelegenheit, bunte Bäume zu staunen. Raus aus der Stadt, und Herbstluft/-duft einatmen.

Connery auf Rad

Täglich gibt es Nachrichten; „gestern starb der oder die“,, Heute war Sean Connery dran. Immerhin war er schon 90. Zuletzt habe ich ihn auf dem Film „indiana Jones“ gesehen, davor im „Namen der Rose“ und danach habe ich ihn nicht mehr wahrgenommen.

Es gab aber einen Film, in dem er auf Rad unterwegs war; „Finding Forrester“. Ich bin mittlerweile ein echter Film-Banause, und diesen Titel habe ich nie gehört. Gesehen habe ich ihn noch nicht, aber ich vermute, darin spielt das Fahrrad, mit dem er sich auf den Weg schickt, scheinbar eine wichtige Rolle. Ich werde ihn mal anschauen.

90 Jahre Leben,, das ist eine lange Zeit. Was werden wir sagen in 10, 20 , 40 oder 80 Jahren, über das Jahr 2020? Bin gespannt.

Probefahrt 3, Pfälzerwald

Ich habe mein Tourenrad wieder etwas geändert und ging zur Probefahrt, diesmal in den Pfälzerwald, also mehr auf und ab? Ich habe keine Kondition,,

Startpunkt/zielpunk ist Bahnhof Bad Bergzabern, von Karlsruhe 45 Minuten mit der Bahn. Von hier aus kann man in verschiedene Richtungen starten, ein guter Startpunkt. Altstadt ist auch sehenswert, wie das Haus hier aus der Renaissance-Zeit.

Fährt man die Strasse 427 westwärts aus dem Ort heraus, dann kommt man entlang Erlenbach auf ein Radweg. Es ist gemütlich bis Birkenhördt.

Nach Birkenhördt verläßt man die Strasse 427 und es wird schnell bergig. Dieser Abschnitt ist nicht sehr lang, aber ich habe geschwitzt bei 15 Grad. Momentan gibt es Autoverkehr hier, weil Strasse 427 teilgesperrt ist. Ansonsten wäre es eine schöne kurze Teststrecke.

Kurz die L493 nach links, dann gleich wieder nach rechts richtungs Burgruine Lindelbrunn.

Vor Lindelbrunn steuere ich nach links zum Vogelkopf. Ich glaube, diese Felsformation wird so genannt, und liegt zwischen Vorderweidenthal und Lindelbrunn.

Auf dem Weg liegen viele Eßkastanien(„Keschde“ auf Pfälzisch), Buchenkerne wie Eicheln. Tieren werden in diesem Winter nicht verhungern müssen.

Auf einem Feld mit gutem Ausblick mache ich eine Pause. Auch im herbst sind die Wiesen recht grün und verziert mit vielen kleinen Blüten.

Und da fand ich einen Kastanienbaum, der fast nur große Nussfrüchte wirft. Ich hatte es nicht vor, Kastanien zu sammeln, weil ich bereits Woche vorher 7kg gesammelt habe. Aber das konnte ich nicht liegen lassen,, und habe schnell meinen Proviant leer gegessen, um für Kastanien einen Platz in der Satteltasche zu schaffen.

Östlicher Pfälzerwald ist das größte natürlich zusammenhängende Verbreitungsgebiet der Edelkastanien in Westeuropa. Warum ausgerechnet hier? Da bekam ich die Antwort von einem Freund, der Pfalz liebt. Kastanien haben die Römer mitgebracht, nicht zum Essen, sondern für den Weinanbau. Kastanienstamm läßt sich sehr gut gerade spalten und fault nicht. Daher ist es prima geeignet, Stutzpfähle für den Wein herzustellen.

Geschätztes 2kg wurde eingesackt und noch von einem alten Apfelbaum einen leckeren Apfel geklaut(keiner kommt ihn zu nehmen,,), dann fuhr ich weiter. Burgruinen sind was ganz typisch für Pfälzerwald, genauso wie die bizzaren Steinformationen. Ich lasse sie links liegen und fuhr weiter. Hier sind Radwege gut beschildert. Aber viel mehr Wege zum Wandern gibt es hier. Solche Wege sind meist nur mit MTB befahrbar.

Herbst ist farbenfroh. Manche Blätter werden gelb, orange oder rot. Warum machen die Pflanzen das? Weil das ihnen Spaß macht?

Schöne Farben erfreuen unsere Augen. Auch damit wir sie essen,, wie Schlehdorn oder Hagebutt. Herbst ist auch die Sammelzeit.

Ach ja, mein Tourenrad,, es wird langsam stimmig. Bremshebel ist nun vom Tektro, der gut in der Hand liegt auch wenn man Unterlenker greift. Pedale habe ich für diese Tour MKS Plattformpedale mit kleinem Käfig eingebaut, weil ich mit normalen Schuhen auch laufen wollte. Schaltwerk ist nun Shimano ACREA,, die funktioniert tadellos. Die Form ist nicht ganz Shimano-typisch von heute und mir gefällt mehr oder weniger(abgesehen von der Farbe). Ritzelpaket ist nun 7fach mit 14-34Z so daß 1:1 Übersetzung drin ist. Sattel habe ich vorläufig einen Ideal 90 eingebaut.

Nun muß ich weitere Entscheidung treffen bezüglich Schutzblech, ob Alu von Honjo, Edelstahl von Gilles Berthoud oder Kunststoff von SKS. Gepäckträger hinten wird Velo Orange, vorn wird eine Maßanfertigung werden, weil nix auf dem Markt richtig passt.

Von der Lindelbrunn geht es hauptsächlich bergab, und bergab. Nach Lust und Laune, auch sausend. Zuerst menschenleere Radwege, dann ab Völkersweiler entlang Kaiserbach.

Dann stoßt der Radweg auf BS48. Hier gibt es entlang der Strasse einen Radweg. Hier kann man auch Gas geben. Dann ist man schnell am Ostrand des Pfälzerwaldes und hier beginnt Weinberge und Weindörfer zwischendurch.

Wenn man die Weinberg hier am Waldrand in Nord-Süd-Richtung fahren will, muß man auch mit viel steilen Auf und Ab rechnen. Das kann recht anstrengend werden.

Weinblätter werden je nach Sorten gelb oder rot. Vögel fliegen in großer Gruppe. Üben sie das Fliegen für den Zug nach Süden? Und am Horizont sieht man den Schwarzwald.

Manche Weindörfer wirken einladend, um irgendwo Pause einzulegen. Kaffee, oder ein Glas Wein? Pfälzer Teller? Nein, ich radle weiter. Wenn ich jetzt Alkohol trinke, werden die Beine nicht mehr mitmachen. Hier auf Weinbergen ist es fast anstrengender als im Wald.

Hinter diesen Hügel liegt Bad Bergzabern. Dann werde ich mich in den Zug setzen und mich gemütlich nach Hause bringen lassen.

Achja, dieses Foto lasse ich hier reinschleichen, obwohl es nicht von dieser Tour stammt. So schön ist der Pfälzerwald. Und um hierher(600m hoch) zu gelangen, muß man 10km Hillclimb hinter sich bringen. Das auf anderes Mal,,

Shimano ACERA Allerlei

ACERA ist bei Shimano auf der ziemlich unteren Ebene eingestuft innerhalb der sowieso unübersichtlichen Produktpalette der großen Firma. Ich habe irgendwann gemerkt, daß z.Zt. unterschiedliche ACREA- Schaltwerke angeboten werden.

Das ist ACREA-Schaltwerk für 8-fache Schaltung, das noch angeboten wird, obwohl die aktuelle ACERA-Serie auf 9-fache gewechselt hat. Dieses Schaltwerk ist eher ein häßliches Entelein, ähnlich wie Turney, plump und grob. Das hätte ich nie auf mein Rad eingebaut.

Dann gibt es ein Schaltwerk mit Shadow-Technologie. Gestalterisch ist das etwas ähnlich wie Ultegra. Schmal und scharfkantig. Dunkelgrau sieht auch gut aus.

Das ist auch ein ACREA, aber ohne Shadow. Formal ist es etwa wie SORA. Die Nummerierung als RD-3000 Reihe läßt sich auch vermuten, daß dieses Schaltwerk als eine SORA-Variante mit extralangem Käfig konzipiert wurde,,

Dann gibt es noch dieses ACERA-Schaltwerk(das gibt auch in Silber). Nun verstehe ich nicht mehr so richtig, wofür diese 3 Varianten wirklich gedacht sind. Sie sind alle irgendwie gefällig im Aussehen, und die technische Spezifikation ist mehr oder weniger identisch.

Ich habe bereits 2 Varianten auf meine eigene Räder eingebaut. Sie sind preiswert und funktionieren zufriedenstellend gut. Die dritte Variante werde ich auch noch probieren. Für die Langlebigkeit steht noch das Fragezeichen. Gewicht des Schaltwerks spielt bei meisten Fälle keine Rolle. Wenn 9-fache Schaltung mit Kapazität bis 34 Zähne ausreicht, kann man mit dieser Serie anscheinend viel Geld sparen.

Probefahrt 2, Wissembourg

Ich bastle weiter am Tourenrad,, Kettenblatt habe ich ausgetauscht, nun sin sie 46/34. Das ist gut. Ritzel werde ich auf 7-fach gehen, zwar bis 32Z, d.h. 6-Gang plus 1 Rettungsring. Dann muß das Schaltwerk auch ausgetauscht werden., sehr wahrscheinlich auf zeitgemäßges Teil, Ultegra? Alivio? Microshift?

Ein weiteres Problem ist, daß Bremshebel zu weit weg ist. Ich habe relativ kleine Hände, und ältere Hebel stehen meistens sehr weit vom Lenker. Bei Abfahrten, wenn ich Unterlenker greife, kann ich gerade mit Mühe und Not Bremshebel mit Zeigefinger erreichen. Solches Problem habe ich mit heutigen Hebeln wie Ergopower/STI gar nicht. Ergonomische Entwicklung ist diesbezüglich enorm fortgeschritten. Ob ich diesen Hebel zurückbiege(schlage), oder einen anderen Hebel einbaue,, Wahrscheinlich einen moderneren Hebel einbauen, damit verschwinden auch Bremszüge vom Lenkerbereich, und wird insgesamt etwas moderner.

Die Wege auf dem Weinberg haben viele Auf und Ab, nicht sehr lang, aber manche recht steil. Wege sind nicht immer asphaltiert. Für Testzweck für ein Reiserad ist es ideal. Es macht auch Spaß, hier zu fahren. Natürlich muß ich immer daran denken, Es kommt noch bis zu 15 kg Gepäck dazu. Daher ist ein Rettungsgang schon psychologisch sinnvoll.

Pause unter einem Nußbaum. Weinernte ist fast vorüber. Es ist ruhig dort. Nur Radler, Tagesausflügler oder Langstreckentourer, E-Bike-fahrer oder Rennradfahrer, beleben die liebliche Landhschaft. Ob die Nüssen, oder Keschde, nach extrem trockenem Sommer volle Früchte tragen,, Meine Freundin begutachtet die Keschdebäume etwas besorgt.

Hügel hinter dem Weintor(rechts im Bild) ist bereits Frankreich(so ungefähr,,). Die Grenze ist landschaftlich gar nicht zu merken.

Wissembourg ist reizend. Auch solcher Laden, wo Käse und Salamis gibt, viel zu gefährlich. Spaziergang im Ort entlang Lauter ist ein Muß. Hübsche Häuser, hübsche Gärten, hübsche Details. Nach einem Radler/Panaché fahren wir zum Bahnhof.

Probefahrt

Ich bastle seit einiger Zeit an einem neuen Tourenrad, mit dem ich mehrere Tage fahren kann. Es ist noch lange nicht fertig, aber fahrtüchtig gewoeden. So machte ich eine Probefahrt, um einige Sachen festzustellen.

Der Rahmen ist Geliano, aus Frankreich. Dieses Geschäft gibt es noch, aber macht keinen eigenen Rahmen mehr. chätzungsweise Ende 80er. Er ist für Sanyo Dyna Power vorbreitet. Das mache ich natürlich nicht. Statt Walzendynamo kommt Nabendynamo in Einsatz, diesmal Shimano XT, der relativ gut läuft(und war es preisgünstig).

Felgen sind ARAYA TX-310F poliert, und 23mm breit. Reifen habe ich Panaracer Pari Moto von Pacenti 650x38B montiert. Er scheint ok zu sein, mehr aber auch nicht. Ich würde weitere Reifen probieren. Eingespeicht ganz normal mit 3-fache Kreuzung mit Sapim Race.

Transmission ist noch vorläufig. Momentan ist; 2×6-fach, vorn 50/37, hinten 11/26. Damit bekomme ich sicher bei Volladung bei Bergstrecke Problem. Vorn 46/34, hinten 11/32 wäre meine Vorstellung.

Bremsen sind Gran Compe 700, fest eingebaut auf Cantisockeln. Bremshebel wirkt etwas dünn/schmal wenn man mit aktuellen Ergopower oder STIs gewöhnt ist. Dieser Rahmen könnte man 700C und 650B aufbauen. Bei dieser Konfiguration wie jetzt hat die Pedale etwas wenig Bodenfreiheit. Ach ja, Pedale,, da muß ich auch Gedanken machen.

Der Rahmen ist recht hübsch aufgebaut, und macht gut steifen Eindruck. Er ist nie benützt worden, daher auch nicht weich geworden. Verchromung sieht gut aus. Lackierung ist typisch aus der Zeit. Ganz mein Geschmack vielleicht nicht. Aber schlecht finde ich sie auch nicht. Rohrsatz ist Columbus Chromoly. Es ist eine richtige Wahl für ein Tourenrad.

Sugino Maxi Kurbel finde ich hübsch. Mit dessen 110mm PCD war er der Vorreiter vom Compactkurbeln weit im voraus.

Es ist Erntezeit in Weinberge. Erntemaschinen sind voll im Einsatz. Trauben sehen gut aus. Wallnuß fällt bereits. Herbst ist da, auch wenn es 30 Grad ist.