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sauberes Look

Hier mußte ich nicht viel denken. Pearl-Weiß mit einer roten und klaren Beschriftung. Dann natürlich rote Zughülle, Lenkerband mit Rot, hie und da schwarze Punkte, fertig.

Bereits so oft habe ich erwähnt, daß ich diese Rahmenform Typ Meral schön finde. Es ist für jeden gut, für Damen, auch für Herren. Steif sportlich und doch praktisch. Hier wäre auch Schutzblech(vielleicht schwarz?) und Gepäckträger(silber?) möglich.

Diese Marke Columbus hat aber mit dem bekannten italienischen Röhrenherstellern nicht zu tun. Es war eine deutsche Fahrradmarke. Sogar gibt diese Fahrradmarke noch, oder es gibt sie wieder. Jetzt in Berlin, aber keine ursprüngliche Firma mehr, wie so oft,,

accident as a chance

Normalerweise baue ich ein Fahrrad planvoll und planmäßig. Beim Entwurf sollten die meisten Details feststehen. So fing es auch mit diesem MBK/Campus-Rahmen an. Es sollte ein einfaches Sportrad werden.

Ich wollte den Rahmen dunkelrot lackieren. Es ist aber richtig schief gegangen. Der Lack trocknete sich nicht, oder nicht richtig und bildete die Elefantenhaut. O nein, habe ich gedacht. War der Originallack evtl. eine Pulverbeschichtung? Ich habe die blaue Originaloberfläche angeschliffen gehabt . Es fühlte sich wie ein Naßlack. Oder war es zu kalt, als ich lackiert habe, oder zu feucht?? Oder war die 2K-Dose defekt???

Sofort dachte ich, verdammt, ich muß das noch einmal machen. Dazu aber hatte ich nicht wirklich Lust. Ich fing aber damit an, die Lackschicht abzukratzen. Das war mühsam. Ich hätte den Rahmen zum Strahlen gebracht. Dann wäre er wieder dunkelrot lackiert worden. Statt dessen habe ich die Schicht mit Spachtel und Cutter geschabt. Im Winter hat man Zeit für solchen Unsinn.

Es kam die blaue Originalfarbschicht im Vorschein. Aber an manchen Stellen kratzte ich bis zur Grundierungsschicht. An manchen Stellen blieb die rote Farbe fest. Langsam fand ich das interessant.

So habe ich den Rahmen halbes Jahr gelassen, am Haken hängend. Dann wurde der Lack auch fest. Dann sagte ich mir, warum nicht, diesen Rahmen so aufbauen, als Fixie, oder Singlespeed. Ich habe dann überall Klarlack gespritzt.

Radsatz wurde entsprechend, aus den Teilen, die ich habe, eingespeicht. Campa Victory Lurbel mit 44er Kettenblatt passt. Dem fehlte linke Seite, die durch irgendeinem ersetzt wurde. Auch die Bremsen sind vorn und hinten nicht die gleiche. Das stört mich gar nicht. Reifen sind vorn Conti Contact Speed 28mm, hinten Conti Contact Urban 32mm.

Nachdem das Rad ungefähr aufgebaut war, ließ ich es noch eine Weile stehen. Mir fehlte noch etwas, denn das wäre fast nur ein Zufallsprodukt. Irgendwann sagte ich mir, noch etwas Farben wäre besser. Aktiv drauf etwas malen, dann ist es nicht mehr alles Zufall. Aber was? Ich nahm Pinsel und Lack, malte Blümchen, unbeholfen und abstrakt. Danach kamen die Züge mit 2 Farben dazu. Dann war das Rad fertig.

Aufgebaut ist das Rad momentan als Singlespeed. Aber ich denke, Fixie würde besser passen. Vielleicht demnächst,,

Freilich ist es gut möglich, noch extremer zu gehen. Das vielleicht ein anderes Mal.

Sursee, rebuilt, 58cm

Sursee war eine Schweizermarke, natürlich eine solide und gehobene Mittelklasse. Was sollte man sonst von einem Schweizer erwarten,, außer ihrer Spitzenklasse.

Hier in Südwesten sieht man noch öfters Räder von dieser Marke, die bereits seit Jahrzehnte nicht mehr gibt(Konkurs ca. 1993). Sie sind langlebig, und das finde ich gut.

Diesen Rahmen habe ich bekommen, von einem Bekannten, um aufzuarbeiten. Nur der Lack war in einem schlechten Zustand. Ich habe als Hauptfarbe British Racing Green genommen, und als Zierde mehrere Rottöne benutzt. Ein etwas altmodischer Eindruck ist durchaus gewollt. Atmosphäre der 50er Jahren war meine Vorstellung.

Eingebaute Teile sind eine Mischung von Heute und Vergangenheit, dem Wunsch des Auftragsgeber entsprechend ausgesucht.

Solider Radsatz ist eine gute Basis für den Einsatz in der Stadt wie auf Waldwege. Lichtanlage entspricht dem Image der Marke Sursee, solie und hochwertig.

Antrieb/Schaltung wurde so alsgelegt, daß man in der Stadt wie auf Waldwege gut fahrbar ist. 2×7-fache Schaltung besteht aus; Shimano LX Kurbel(FC-M560, mitte 90er) mit 110/74mm Lochkreisdurchmesser, damit kleines Kettenblatt auch montierbar wird. Stronglight Kettenblätter 46Z (mitte)+ 32Z(innen), und dazu ein Kettenschutzring von Sugino. Shimano 7-fache Cassette(11-28), Microshifit Schaltwerk, und Shimano 600 Umwerfer(FD-6200 Arabesque, ca. 1980). Schalthebel ist Shimano Altus Vorbaumontage(SL-AT22, ca. 1980), also eine wilde Mischung.

Lenker ist Velo Orange. Bremshebel Tektro Inverse und die Bremsen Dia Compe large arch mit Mutter-Befestigung. Lenkerband Brooks Kunstleder. Leder sattel mit großen Federn ist von Sella Berolinum. Schutzblech ist SKS. Ach ja, der Gepäckträger ist Pletscher, ein Schweizer. Ich finde es gut, manchmal farbige Schutzbleche einzubauen. Schade, daß man heute kaum farbige Schutzbleche findet.

Es muß nicht immer alles silber sein. Schwarzes reinmischen, oder hauptsächlich in schwarz, das könnte auch interessant sein. Vor dem Krieg war das Fahrrad überwiegend in schwarz. Auch die Teile müssen nicht aus einer Ära sein. Jede Mischung ist erlaubt. Es soll aber einen Sinn ergeben und guten gesamteindruck entstehen.

Jahresende

Zum Jahrensende bleibt die Werkstatt 24. 12. bis 06. 01. geschlossen. Ab 07. 01. wird sie wie gewöhnt geöffnet. Euch allen wünsche ich eine gute und geruhsame Zeit. Bleibe gesund(das kann man mehr oder weniger selber steuern), fahre Rad(nun, das ist ja vom Wetter abhängig,,).

Karl Drais Museum zieht zum Jahresende von der Radlerhalle auf Internet um. Weitere Info bitte auf Martins Seite schauen. In Wintermonaten werden wir die Halle ein wenig umbauen, ohne den alltäglichen Betrieb zu stören.

Wilk ist Canis lupus, Wolf

Am Anfang war der Name, wilk, ist Wolf auf Polnisch. Vorausgegangen eigentlich war die Vorstellung von einem passendem Rad, mit dem der Fahrer geschmeidig längere Strecke fahren kann. Ich habe bereits ein Rad für ihn genau für den Zweck gebaut. Das aber entpuppte sich als zu steif für ihn. Meine Annahme war nicht ganz aufgegangen. Damals hatte ich nur seine physikalische Daten. Nun hörte ich sehr sorgsam zu, fuhr mehrmals zusammen, dann entwarf eine Geometrie mit für seine Fahrweise passenden Rohrsatz.

Sitzposition wurde sehr sorgfältig durch Probieren in 5mm Schritte bestimmt. Im Einsatz kommender Lenker wurde im voraus festgelegt(VO Porteur). Dadurch konnte Oberrohrlänge festgelegt werden. Offset wie Trail wurden für die konstante Fahren auf Asphalt, zwar mit einer Gepäcktasche vorn f. ca. 5kg, ausgesucht. Auswahl des Rohrsatzes erlaubt mehr Flexen am Tretlagerbereich so daß der Fahrer ihm angenehme Federung bekommt. Dann ist das Fahrrad und der Fahrer in einer Schwingung, sozusagen.

Steuerrohr ist etwas länger, damit die Lenkerposition angenehm wird. Dafür der Oberrohr mit Sloping so daß passende Over Stack Hight ermöglicht wird, und der Rahmen insgesamt steif genug bleibt(bei Standard-Rohrsatz).

Fukuda-san von Raizin-works fertigte, wie so oft, Vorbau und Gepäckträger auch einzel passend an. So ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Der Rasatz besteht aus Hope-Naben, H+SON-Felgen, DT-Speichen und Renè-Herse-Reifen (32C). Er läuft recht friktionsarm.

Antrieb und Transmission besteht aus; Tange Innenlager, Whiteindustries-Kurbel + Kettenblätter 42/28, Shimano XTR-Pedale, Shimano 11-fache Cassette(11/32), KMC-Kette, Shimano-Ultegra Schaltwerk + Umwerfer sowie Ultegra Rapid-Fire-Schalthebel.

Bremsen sind von Paul. Mini-Moto läßt sich fein justieren, ist aber etwas umständlich gegenüber herkömmliche V-Bremsen. Funktioniert aber gut und sieht super aus.


Die Lenkung besteht aus: Steuersatz Tange Technoglide, Lenker Velo Orange Porteur. Der Vorbau ist wie bereits gesagt passender Einzelanfertigung von Raizin works.

Ganz eng anliegendes Schutzblech ist vom Gilles Berthoud. Seidenmattes Schwarz passt sehr gut zum Gesamtbild.

Sattel und Lenkerband ist Brooks. Der Lenker von VO in 22,2mm Durchmesser gibt es leider nur in silber. Komischerweise gibt es gleichen Lenker in schwarz bei ø23,8mm. Moderne Brems- wie Schalthebel haben fast alle 22,2mm Schelle, die vielleicht gut mit schwarzem lenker passen würden. 23,8mm Bremshebel gibt es fast nur die alte französische, die wiederum nur Silber in Frage käme. Was hat VO dabei gedacht? Ich hätte den Lenker in schwarz oder in Rahmenfarbe mitlackiert,,

Ach ja die Lackierung. Hier war der Name wilk ausschlaggebend. Ich habe das Fellkleid vom Wolf abstrakt nachgeahmt. Zuerst wurde der Rahmen, Gabel wie Vorbau in 2 Farben lackiert, die Innen- und Unterseite (Bauchseite?) heller, die Außen- und Oberseite (Rückenseite) dunkler, wo wie die meisten Wolfen sind. Darauf wurden unterschiedlich große metallic-Flocken verteilt, zwar in silber, gold, kupfer und anthrazit. Vom Weiten sieht man das nicht. Aus der Nähe betrachtet, macht diese Lackierung je nach Lichteinfall recht interessant changierende Farbeindrucke. Sogar die Seitenwand von Herse-Reifen passt farblich gut zusammen(das ist aber ein Zufall). Zughüllen sind von Nissen Cabel aus Osaka.

Ein gelungener Entwurf schafft eine Einheit vom Fahrrad und Fahrer, die sich einfach und auf Anhieb gut zusammen passen. So macht das Fahren großen Spaß.

Lee Cooper, lo-pro

Lee Cooper ist britischer Rahmenbauer, der für viele Shops baute und immer noch baut, und hatte eine Weile eigenen Shop LA Cycles. Er baut ziemlich alles mögliche von TT-Machine bis Tandem-Tourer, daher ein recht interessanter Rahmenbauer.

Dieser Rahmen ist eigentlich für eine Zeitfahrmaschine, vorn 26″ und hinten 28″. Ich habe es als Rennrad für kleinere Person aufgebaut. Rahmenhöhe bis Sitzrohr-Oberkante ist zwar 520mm, aber bis zur Oberrohr-Oberkante ist nur 450mm. So können die Personen von etwa 155 bis 165cm Körpergröße kann das Rennrad fahren. Kurbel ist 165mm lang.

Merkt man daß das Vorderrad 26″ und das Hinterrad 650B ist? Der Oberrohr ist so fast horizontal. Es sieht nicht nach einem Lo-Pro aus, sondern wie ein Rennrad. Auswahl von 650B-Felge für Felgenbremse, das auch in silber, ist sehr klein. Auch die Auswahl von Reifen, die 26″ wie 650B erhältlich sind, ist rar, aber sie gibt es.

Rohrsatz ist Columbus Max, sehr leicht und steif(hart). Lackiert habe ich ihn in Stormbeige(VW) und die Innenseite von Streben und Gabel in Goldgelb(Renault),. Goldgelb Metallic sieht man nur auf zweitem Blick. Es ist also recht dezent. Das ist kein Kinderrennrad, sondern für Erwachsene.

Schaltung 2×7 reicht doch für sportliches Fahren auf Flachland. Es ist einfacher zu handhaben, nicht teuer, auch vorteilhaft in der Wartung. Allerdings, es gibt immer weniger Teile in silber. Dazu noch, wir haben seit ca. einem Jahr mit einem großen Lieferschwierigkeit der Teilen zu kämpfen. Momentan sieht es so aus, daß wir einfach mit den Teilen zufrieden sein müssen, die wir bekommen. Das wird noch lange dauern.

Microshift R10 ist eine gute Wahl für silbernes Schaltwerk. Es macht bis 10fach, sieht gut aus, gibt es mit kurzem/mittellangem Käfig, zuverläßig und nicht so teuer. Aber Aluminium ist heute auch Mangelware. Deswegen können manche ihre Produkte nicht herstellen.

Bullhornlenker ist ja einerseits Geschmackssache, anderseits nützlich, um die Position anzupassen. Bremshebel ist Tektro. Es gab nur in schwarz, so mußte ich das polieren. Bremsen sind; vorn Campa Veloce, hinten Tektro 559, da hinten ursprünglich 28″ Rad vorgesehen war. Differenz des Durchmessers 28″/650B ist 38mm an der Felge. Ist das viel, oder nicht viel,,

Es sollte so sein, daß jeder, ob sehr klein oder sehr groß, ein passendes und schönes Rad fahren kann. Dafür gibt es Maßanfertigung/Bauen nach Wunsch.

Zur Abwechselung

Ein Fixie in schwarz,, das ist sicher nicht typisch von mir. Aber eigentlich habe ich nix gegen Fixie, nichts gegen schwarz. Sie sind aber nur eine Möglichkeit. Wenn es mit dem Bedürfniss/Umstand passt, und richtig konzipiert ist, warum nicht?

Der Ausgang war ein Singlespeed-Bike von Fuji. Mir gefiel die Farbe von Felgen, und Head Badge von Fuji. Nur die Rahmenfarbe fand ich scheußlich so daß ich ihn umlackierte. Nach reichlich Überlegung kam ich auf schwarz, weil ich keine andere Farbe gefunden habe, was der Felgenfarbe gut gepasst hätte,, Einfallos? Vielleicht. Dafür habe ich eine nette schwarz metallic von Toyota(star light black!) genommen, was unter Lichteinfall nett schimmert.

Ich wollte farblich wenig Akzente setzen so daß nur farbige Bremszughülle verwendet wurde, zwar in Celeste(Grandbois old french calbe outer). Auf Zughalterschelle habe ich verzichtet und den Zug um Oberrohr umschlungen, was ich früher öfters gemacht habe. Natürlich, das macht mehr Widerstand beim Bremsen. Aber Fixie bremst ja eigentlich nicht,, Nur wenn das Rad als Singlespeed gefahren wird, dann wird die Bremse wichtig.

Steuerkopfschild finde ich hübsch gemacht. Das ist evtl. das wertigste Teil dieses Rades?

Ich habe fast alles mit Originalteilen wiederaufgebaut. Nur Inennlager, Griffe, Pedale mit Käfig, Achshalter, Klingel(wenn man nicht rechtzeitig zum Stehen kommt,,) sind neu. Der Sattel ist nur provisorisch drauf gemacht.

Eigentlich finde ich Fixie auf der öffentlichen Straße nicht gut. Es sei denn, man kann das gut beherrschen und ist verkehrssicher. Singlespeed mit Freilauf ist deutlich gesunder,,

Vogelskopf, Ergänzung

Ja, ich wollte wissen, ob die Felsenformation „Vogelskopf“ aus dem unteren Dorf wirklich wie ein Vogelskopf aussihet. So fuhr ich zwei Wochen später noch einmal dorthin. Und voila!

Das ist der Anblick vom Dorf Vorderweidenthal. Ich sehe unverkennbar einen Vogelskopf, der nach links schaut. Also hat dieser Name eine Berechtigung,,

Voll geschichtet ist der Brennholzvorrat. Der Winter kann kommen.

Die Wege dorthin ist abwechselungsreich und es macht Spaß zu radeln. Das ist fast meine Stammstrecke. In zwei Wochen werde ich wieder kommen, um Keschde zu sammeln.

Burg Landeck

Pfälzerwald ist auch Burgenland. Es gibt viele Burgen und Burgruinen. Außer recht bekannten Burgen wie Trifels oder Schloß Hambach, gibt es vor allem im Dahner Felsenland zahlreiche Burgen. Auch wenn ich selten zum Burg hochlaufe, gibt es dort oben sicher schöne Aussichten. Ich sage mir jedes mal, das mache ich nächstes Mal,,

Ich fuhr mit einem Freund wie immer mit der Regiobahn nach Winden, dann radelten erst nach Norden, durch Weinbergen und Weindörfer, entlang Klingbach bis Klingenmünster. Dort steht Burg Landeck(seit 1200 A.D.) Rhein und Umgebung war die Wiege Europas.

Dann geht stetig bergauf, auf Radweg zum Lindelbrunn. Wir machten eine kleine Pause. Hier oben war es kalt, so um 12 Grad, und feucht. Dann berg ab und auf und wieder ab nach Birkenhördt. Von dort immer sanft bergab und schön abgekühlt Bad Bergzabern erreicht. Wir hatten mit einem etwas angenehmeren Wetter gerechnet, hatschi,,

Wir wollten eigentlich bis Winden Radeln. Aber es nieselte. So stiegen wir in Bad Bergzabern in den warmen Zug und fuhr nachhause.

Vogelskopf, Pfälzerwald

Im Pfälzerwald gibt es viele Steinformationen, die Namen tragen. Manche sind die beliebte Ziele für die Kletterer. Wie diese bizarre Landschaft entstanden ist, siehe diese Erklärung.

Mein Ziel heute ist Vogelskopf, so wird die Steinformation genannt. Er liegt zwischen Burgruine Lindelbrunn und Dorf Vorderweidenthal.

man könnte Tal entlang fahren, z.B: Lauterschwan dann nachi Norden, oder die Landstrasse 427 bis Erlenbach folgen, dann nach Vorderweidenthal, dann Richtung Lindelbrunn. Ich will mich aber ein wenig mit Bergfahren quälen(wirklich nur ein wenig, denn ich mag das nicht), so verlasse ich die Strasse 427 gleich am Ortsende von Birkenhördt nach rechts ab. Diese asphaltierte Strasse überquert eine Kamm, hat aber recht wenig Verkehr. Diese Strasse stoßt L493, dann links, entlang Portzbach hoch, das Kramerhaus, wo man einkehren kann, vorbei, dann links unter. Vogelskopf ist auf halben Weg zum Dorf Vorderweidenthal und wird gut sichtbar.

Nun aber zurück zum Tourbeginn. Ich fahre RE bis Winden. Dort beginnt die Fahrt. Zuerst durch die Felder von großen Obst- u. Gemüseanbau. Dieser Farm, mit über 10 großen Traktoren, ist für mich ein Großbauer, mit vielen Mitarbeitern.

Dann fährt man durch Weinberge. Es ist sehr angenehm, prima für Aufwärmfahren. Bis Bad Bergzabern, wo Pfälzerwald beginnt, nur 13km.

Ich schätze, wetterbedingt ist der Weinernte heuer nicht so ganz gut wie das letzte Jahr.

Die Landschaft ist lieblich. Vorne sieht man den Pfälzertwald, der immer näher wird.

Gleich Bad Bergzabern erreicht. Hier treffe ich zufällig eine Kundin, die aus dem Cafe herausspaziert. Sie erzählt, das Cafe sei super, Kuchen lecker so daß sie 2 Stck. vor ihrer Wanderung getilgt(sorry genossen) habe.

Auf der Marktstrasse und umliegenden Strassen gibt es einige nett anzuschauende Häuser. Ich fahre aber los, ohne Rast zu machen. Am Südpfalztherme vorbei, entlang Strasse 427, dann auf dem Radweg entlang Erlenbach.

An manchen feuchten Stellen sieht man oft pinkfarbenes Springkraut, Drüsiges Springkraut. Ich hatte schon Gefühl, daß es sich um ein invasiver Neophyt sein müßte, aber gar nicht daran gedacht, daß es ursprünglich aus Indien(Himalaya?) stammt.

Gleich am Ortsende von Birkenhördt verlasse ich Talstrasse, Gang unter und langsamer. Es ist nur eine kurze Strecke, aber ich schwitze.

Dann Berg unter wieder zum Tal, dann wieder hoch zum Lindelbrunn.

Heidekraut hie und da. Es ist hier auf dem Berg auf sonnigen Seiten nicht sehr feucht.

Cramerhaus ist ein beliebstes Lokal direkt unter Burgruine, wo man auch übernachten kann. Hier kann man pfälzisch speisen. Aber heute habe ich 2 Bananen, das mußte reichen.

Das ist Burgruine Lindelbrunn. Ich war noch nie oben. Burgruine sind ja alle ähnlich. Aber der Ausblick kann herrlich sein.

Und das ist der Vogelskopf. Für mich ist es eher Indianer oder Krieger im Profil,,

Hier esse ich meine Bananen, trinke Zitronenwasser, und geniesse daß die Wolken vorbeiziehen. Es ist 22 Grad, genau das richtige Wetter zum Radeln, herrlich und happy.

Nun lasse ich das Rad stehen, und gehe zu Fuß den schlechten steilen Weg nach oben.

Ist diese bizzare Formation vielleicht der Vogelskopf? Kann sein. Das müßte ich mal Ortskundigen fragen. Ich komme nicht ganz nach oben, weil ich keinen leichten Weg finde. 5m darunter bleibe ich stehen. Auf alle Fälle sieht es toll aus. Und der Ausblick ist auch recht schön. Das Dorf unten ist Vorderweidenthal.

Zufrieden steige ich vorsichtig ab. man sieht ab und zu Kastanienbäume. Ob wir heuer viele gute(große) Kastanien sammeln können,,

Felder sind bereits herbstlich aber schön bunt. Ich steige auf mein eisernen Roß und fahre den gleichen Weg zurück. Der Rückweg ist leichter. In Bad Bergzabern wartet ein gemütlicher Regionalzug auf mich. Eine abwechselngsreiche Tour, insgesamt nur 40km.