Shimanos Aero-Abenteuer in den frühen 80er war beeinflußt von Hinaults Gitane, hatte geschäftlich aber keinen Erfolg, eher das Gegenteil. Heute findet man noch relativ oft Rahmen mit z. T. tropfenförmigen Röhren. Von den Einzelteilen vom Shimano 600 ax, im Windkanal getestete Aero-Teile, sind höchstens Vorbau und Sattelstütze gefragt. So ist es nicht ganz schwer, ein Fahrrad mit 80er-Aero-Reminiszenz aufzubauen.

Kein Rennrad, sondern schnelles Stadtflitzer, ein fliegender Götterbote?
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Wolkenlos, warm und Asphalt bis Unbegehrbarkeit

Vorhersage war allzu verführerisch, 25 Grad und Wolkenlos. Vor allem sollte es am Wochenende richtig heiß werden, so daß Radeln nicht mehr in Frage kommt. Ganz früh aufgestanden und die Arbeit hastig erledigt, auf dem Markt eine Bulette und Gewürzgurken gekauft, dann stieg ich mit dem Rad in den RE Richtung Nauen. Heute im Programm, Nauen, Ribbeck, Paulinenaue, Königshorst, Deutschhof dann Nauen.

Nauen bis Ribbeck ist asphaltiereter Fahrradweg, ein Teil von Havellandradweg. Dieser Weg war früher Ein Eisenbahntrasse der Schmalspurbahn zwischen Nauen-Paulinenaue-Senzke-Rathenow. Daher ist es flach und fast ohne Kurven. Langweilig? 10km hält man ohne Problem durch, denn die Landschaft ist lieblich.

Rote Teppich von Mohn zwischendurch, gemischte deutsche Blumen, wie die Meissener Porzellan es sagen pflegt.


Und gleich ist man in Ribbeck, der Ort mit dem berühmten Birnbaum, der mal hier wirklich stand. Dieses kleine Dorf ist so bekannt, daß die Reisebusse Touristen bringen. Auch für Radler warten 3 sehr nette Café-Restaurants. Es ist beschaulich angenehm hier.








Ab hier nehme ich die Strassen zu Paulinenaue. Hier kann ich ein wenig Tempo machen.Um 30 ist der Wind angenehm. Gersten? sind bereits golden und bald erntereif.


Dann nehme ich am Bahnhof die Unterführung zur anderen Seite. Ich fahre die Ruppiner Strasse hoch. In 5 Minunten verlasse ich schon den Asphalt. Brücke über das Große Havelländische Hauptkanal, dann das Feldweg entlang des Kanals nehmen. Hier ist Niemand. Es sieht aus als wäre man in Westsibirien oder so. Das täuscht eigentlich, denn jede 10km gibt es irgendeine kleine Siedlung, mit 5 Häuser, oder 10. Am Kanl mache ich Mittag und höre Kuckucks singen.

Der Weg wird immer schlechter. Die Reifen von Grand Bois(28mm) ist geschmeidig und auch auf schlechten Böden relativ gut zu fahren.


Irgendwann wird es nicht mehr lustig, und ich entschied mich, die geplante Route zu ändern. Königshorst wird heute nicht mehr erreicht.




Hier Kann man sich ruhig verirren, verlorengehen kann man nicht. Gleich traf ich die Kühe, dann sind die Menschen auch in der Nähe.




Ab Hertefeld nehme ich wieder Feldwege. Sie kenne ich aber schon. Hier bin ich oft, auch um Kraniche anzuschauen. Traktoren sind unterwegs. Überall wird Grass gemäht. Bauern sind recht fleißig. Ihre Arbeiten sind oft wetterabhängig. Manche Tagen arbeiten sie bis zum Sonnenuntergang.





Die Virbrücken war gesperrt, aber für Radler begehbar. Kurz dahinter überrascht mich ein junges Reh, das direkt vor mir den Weg springend überquert. Gut geschwitzt kam ich Nauen an, kaufte sofort ein Magnum-Eis und nahm den RE nach Berlin. Schöne Spazierfahrt, nur gut 40km für 4 Stunden.

ein zurückhaltendes und dezentes Mixte

Nichts besonders prägendes dabei. Man merkt den Umbau vielleicht nicht an, obwohl sehr viel Teile ausgetauscht wurden. Manchmal finde ich solches Tuning durchaus angenehm.

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betagtes MTB wird ein City-Beau
„La Jetée“ ist ein hochinteressanter Kinofilm von Chris Marker. Spätere Adoption(ziemlich frei interpretiert) „12 Monkeys“ war auch interessant. Für ein altes GT-Mountainbike, das jetzt rundumrenoviert wurde, suchte ich einen Namen und kam auf la jetée, weil es meinem Ohr ähnlich klingt wie GT auf Französisch.

Der Rahmen ist interessant und sorgfältig konstruiert, wie viele MTB-Rahmen von damals. Mit Neulack(Pulver) sieht man den Alter(25 Jahren) gar nicht mehr an.

Kurbel+Kettenblatt(44Z) Sugino, Ritzel 7-fach Sachs, Bremsen Shimano, Bremshebel Tektro, Sattel Brooks B17S, Felgen Original ARAYA, Reifen Conti Sport Contact 1,3″.




Durch Vorbau und Lenker wurde Sitzposition etwas aufrechter gestellt. Brooks-Sattel wird ein angenehmer Begleiter sein. Pedale mit Gummiauflage ist komfortable. Insgesamt ein lohnender Umbau. Ein originelles und wendiges City-Rad.
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CBT extra klein

Bauweise von CBT(Construction Bicycles Tardivo)-Rahmen, Cuneo Italia, war immer etwas originell und interessant anzuschauen. Der Rahmen hier ist sehr klein, RH47,5(m-m), ORL 52(m-m), Hinterbaulänge ca. 38,5cm(m-m). Aero-mäßig innen verlegte Zugführung, auch Schaltzüge. Gedrückter Sitzrohr, um Platz für den Reifen zu schaffen. Gravur an Kettenstrebe und am Gabel. Verchromung an Streben und Gabel. Und insgesamt recht leicht. Dieser Rahmen ist gebaut nach französischer Norm, also ich glaube, eine Auftragsarbeit für Frankreich um etwa 1980.



Farbe(war kein Original) habe ich entlackt. da sie nicht original war. Am Chrom ist leichte Roststellen vorhanden. Ich werde es leicht mit Oxalsäure behandeln und klar überlackieren. Auf Rahmen soll eine schöne Farbe drauf, Mittelgraumetallic, vielleicht. Weiter habe ich noch keinen Gedanken gemacht, vielleicht schlicht mit Campa Super Record von damals. Vorne 1 Blatt, hinten 5-fach. Rennlenker, oder Bullhorn?

Party
Ich habe vergessen, sie anzukündigen. Am letzten Freitag gab es eine Party in Danziger 49. Eine verspätete Opening Party. Es war auch ein Versuch, Prenzlauer Berg wieder interessant zu machen.

Am Tag lief die Vorbereitung ganz locker. Bemo arbeitet virtuell an einem Fahrradkurbel.

Lou macht Hände dreckig beim Reifenwechsel.

Es wurde Kunst, Design und Fahrräder gezeigt.
Und abends kamen und gingen über 100 Leute und 12 Bierkisten.

Am Samstag war es wieder ruhig. Kunst blieb noch hängen, die Räder ausgestellt.

Danke an Freunde, die vorbeikamen. Die nächste gibt es bestimmt, bevor es wieder kalt wird,,,?
Test Ride

Testfahrt ist wichtig, vor allem, wenn man neue Teile einbaut, die man noch nicht kennt, oder neuen Rahmen verwendet. Diesmal ein Damenrad mit Fairweather Reifen 700x38C in dunkelbraun mit skin side. Schön und fährt sich sehr geschmeidig auf allen Beläge, Asphalt, fester Boden, Kopfsteinpflaster. Auch Sandwege meistert er durch angenehme Breite von 38mm recht gut. Er ist auch leicht und einigermaßen pannensicher. Wer bisher nur schmale Reifen(25 bis 28) kennt, wird vom Komfort überrascht. Wer bisher gleichbreiten, aber behäbig schweren Reifen kennt(wie Marathon), wird von der Leichtigkeit/Geschmeidigkeit überrascht. 50mm breite Gilles-Berthoud-Schutzblech passt sehr gut dazu.
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Reifen ist extrem wichtig für die Bestimmung des Fahrradcharakters. Hier wird oft die Frage gestellt, ob Pannensicherheit oder Fahreigenschaft. Ich ziehe ganz klar die Fahreigenschaft vor. Pannensicherheit ist so eine Sache. Wenn man ständig mit Vollgas durch Glasscherben fahren will, ist die Pannensicherheit zwangsläufig wichtig. Das aber kann man meistens vermeiden, denke ich. Außerdem spielt der Reifendruck eine wichtige Rolle.

Für einen schönen Sonntagnachmittag durch Potsdamer Wildpark, dann Wildpark West, Geltow, Petzow(wo wir Pause einlegen und Eis essen), dann entlang Wasser(ich ziehe sonnigere Nordufer vor) zurück nach Potsdam. Abwechselungreich in schöner Landschaft und angenehm zu radeln.

Manche Wege sind jetzt mit Akazienblüte bedeckt.

Honjo Endadapter f. Schutzblechstreben

Es gibt einige Adfapter, um Schutzblechstreben für Ausfallenden ohne Augen zu befestigen. Das beste und praktischste ist von Honjo. Leider wird das selten produziert und daher kaum zu finden. Abgebildete Teile sind NOS aus den 90er Jahre. Wann Honjo das wieder herstellen wird, weiß keiner. Schade, daß Honjo seine Produktion nicht nach Bedarf richten kann.
Fairweather Tasche

Gerade probiere ich die Tasche von Fairweather/Blue Lug. Es ist aus Baumwolle, aber auf der Innenseite ist eine wasserdichte Kunststoffolie laminiert so daß kein Regenwasser eindringen wird. mit 14 bis 20L Inhalt ist es groß genug, mit einer Tasche für einige Tage unterwegs zu sein. Zum richtig Reisen wäre es empfehlenswerter, beide Seiten mit Taschen gleichmäßig zu belasten. Dann ist auch eine längere reise möglich. Zum besseren Gewichtsausgleich sollte man dann auch vorderrad mit Gepäck belasten? Mit 4 Taschen steht 80L Gepäckvolumen zur Verfügung. Allerdings ist diese Tasche nicht sehr leicht. Also eher für die Stadtgebrauch oder für kleinere Touren gedacht. Sie funktioniert auch als Back Pack(Rucksack). Es ist daher praktisch, wenn man mit Rad und zu Fuß unterwegs sein sollte. Empfohlene Belastung bis 4kg finde ich zu wenig. Sie verträgt sicher mehr. Praktisch sind solche taschen schon, daß man alles mögliche einfach reinschmeissen kann. Vielleicht für Menschen, die Ortlieb, Vaude & Co. nicht schön finden. Aber es gibt mittlerweile eine große Auswahl an solchen Taschen und ich sehe keinen Grund dafür zu sagen, es mus diese sein. Es gibt in braun, schwarz, weinrot, khaki-grau und navy-blau. Ich muß damit mal im Regen fahren.

Kastanienallee, Rapsfelder, Kornfelder,,

Alles blüht. Jede freie Minute möchte ich eigentlich draußen sein, auf den Landstrassen, Feldwegen, Waldwegen unterwegs sein.

Rapsfelder leuchten in gold-grün-gelb bis zum Horizont.

Flieder in lila und weiss. Bäume in tausend verschiedenen Grün.

Namenlose grosse Bäume und winzige Kräuter(d.h. nur, dass ich ihre Namen nicht kenne) blühen.

Man könnte ziellos herumradeln, überall anhalten und staunen, wie schnell alles wächst und gedeiht.

Ähren schlagen Wellen im Wind. Sie werden in 4,5 Wochen Erntereif sein. Wie die Zeit vergeht! Ich möchte nichts verpassen!

Mensch und Fahrrad in der Landschaft, im Einklang(nicht unbedingt mit Sandwege,,)
