Ich kann es nicht vergessen, was mein Design-Meister mal gesagt hat, als ich in Paris gearbeitet habe. „Freunde haben alle ihre Namen. Namenloses Ding kann man sich nicht anfreunden. Versuche etwas zu machen/gestalten, dem Du einen Namen geben kannst.“ Très français? Nomen est omen. Wenn man keinen Charakter erkennt, kann man auch keinen Namen geben und mit dem kann man nicht Freunde werden.

Auch deshalb, versuche ich meinen Räder Namen zu geben und empfehle jeden, das zu versuchen. Und hier ist „canard noir“. Dieser Name ist nicht von mir, sondern die Besitzerin des Rades hat es so genannt. Total interessant. Ich wäre nie drauf gekommen. So persönlich und individuell ist es. Dazu muß ich aber auch sagen, daß sie im voraus und in der Bauphase viel Gedanken über ihr Rad gemacht hat. Ich hoffe, sie wird eine gute und innige Beziehung mit dem Rad entwickeln.

Der 62er Rahmnen in Meral-Form ist Maßrahmen, den ich für sie gezeichnet habe, angefertigt in Deutschland aus ChroMo-Stahl, denn sie hat sehr lange Beine. 93cm Schrittlänge steht gegenüber 182cm Körpergröße.

Rahmenfarbe ist Nachtblau Metallic. Je nach Lichtverhältnis changiert diese Farbe von Dunkelblau, blauviolet bis fast Schwarz, faszinierend. Diese schwarze Ente ist eine Schönheit.

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Heilstätten Beelitz
Eine Tour mit Freund von Berlin nach Beelitz und zurück. Ziel ist Heilstääten Beelitz. Das müßte bei Ruinenfreunde recht bekannt sein.

Es war eine der größten TBC-Heilstätten. Auf 200 ha verteilen sich 60 historische Gebäude aus 1898 bis 1930, meist Ruinen, einige aber restauriert oder noch als Krankenhaus benutzt. Tuberkulose war damals ernsthafte und verbreitete Gefahr für viele Städter. Diese Heilstätte wurden von der Landesversicherungsanstalt für die Arbeiter gebaut. Das ganze wirkt großzügig und fast luxoriös. Und es war eine autark organisierte Kleinstadt samt Energie- wie Wärmeversorgung und Lebensmittelproduktion.
Von Charlottenburg aus, via S-Grunewald, Kronprinzessinnenweg, S-Wannsee,

Pfaueninselchassee, dann an der Havel entlang

bis Glienicker Brücke. Es ist gerade 10 Grad und windig.
Ab hier ist Potsdam. Und gleich eine alte Tankstellenarchitektur aus dem Jahr 1938, die heute Kneipe/Restaurant ist. Langjährige Radfahrer kennen noch, daß hier ein Biker-treff mit Werkstatt war.

Dann Berlinier Strasse, Am Kanal, via Fr.-Eber-Strasse zum Südufer der Havel. Meist auf Fahrradweg entlang Templiner Strasse nach Caputh, wo Einstein ein Haus hatte. Aber unser Halt soll der leibliche Stärkung dienen und deshalb an der Fährstelle liegendes Gasthaus Fährhaus. Leider waren wir viel zu schnell hier angekommen und das Haus war noch zu. So begnügten wir uns, an der Uferpromenade Platz zu nehmen und Riegel zu sich zu nehmen.

Und es ging weiter Ufer entlang. Die Landschaft wirkte noch recht winterlich. Wenn die Sonne schien, war es angenehm.

Nach Ferch auf Glindower Weg, dann auf Europaradweg R1. Hier beginnt der Weg im Wald, leicht hügelig zu werden.

Stau bis zum Horizont auf der Autobahn. Es müßte ein Unfall oder Baustelle sein.

Aus dem Wald kommt man auf Strasse nach Fichtenwalde zu. Dann ist man gleich im Heilstättengelände.



Großes Teil vom Gelände ist offiziell nicht mehr zugänglich. Man kann sich der Führung anschliessen. Dann gibt es Möglichkeit, Gebäudeinnere zu besichtigen, z.B. in der Chirurgieabteilung. Das untergekommene Haus sieht immer noch prächtig aus, fast wie ein Luxushotel. Hier machten wir Rast. Michael kochte leckeren schwarzen tee und wir tranken ihn aus Titan-Bechern.

Hier im Gelände gibt es auch Baumkronenpfad in 50m Höhe und über die Ruinen, die total zugewachsen sind. Wir hatten keine Zeit mehr dafür. Nächstes Mal wollen wir das machen.

Das Städtchen Beelitz selbst ist fast 5km entfernt und ist recht durchschnittlich. Wir nahmen den gleichen Weg zurück durch Wald. Der Wind wurde zeitweise noch stärker. An einer Stelle wollten wir die Route nachschauen. Ich holte meine Karte aus der Tasche heraus. Sie fiel aber in zerrissenen Stücken auf den Boden,, Kartenmaterial ist nicht für Ewigkeit. Trotzdem werde ich Papierkarten der Smart Phone vorziehen. Halt ein altmodischer Mensch.


Und zurück nach Caputh haben wir natürlich im Fährhaus Rast gemacht. Nach dem Radeln sollte man auch was gutes für das leibliche Wohl tun. Das haben wir in der abendlichen Sonne genossen.

Eigentlich wollten wir gleich hier(Bhf. Caputh/Schwielowsee) in den Zug steigen. Aber ich habe den Fahrplan falsch gelesen und dachte, der letzte Zug ist bereits weg. So haben wir in roter Abendsonne bis Potsdam geradelt und dort in den vollen Zug gestiegen.

Tscherno 30
Ausnahmsweise etwas gesellschaftlich Politisches. Gestern, beim Essen fragte ein Freund, „Wo bist Du beim Tschernobyl gewesen?“ „Ich war in Berlin.“, aber weiter war meine Erinnerung ziemlich vage, bereits erodiert. Nur die Unruhe, die auch in Berlin herrschte, ist mir klar in der Erinnerung. Die Zukunft des Lebens hier und dort war plötzlich nicht mehr sicher. Auch ich habe Lebensmittel in Dosen gekauft (das hätte nur für einige Wochen gereicht 😉 ).

Wenn ich an Fukushima denke(am dem Tag war ich gerade in Tokyo), und die ganze Lügen von Regierung/Politik und Betreibergesellschaft, das ist viel mehr als traurig. Kalkül von Politik und Industrie, sowie von Menschen, die sich durch Verteilung von Konzession mächtig machen und bereichern, lenkt die Welt. Strukturschwache Gegende, die wirtschaftlich wenig ertragsreich aber wunderschön sind, werden für Apfel und Ei abgekauft und geopfert samt Leib und Seele, geschweige die Gefahr, die die Menschen dort und tausend Kolometer ferne ausgesetzt werden. Nach der schmerzhaften Erfahrung versucht man, statt sich schnell etwas anders auszurichten und damit zu beginne, an das festzuhalten und sich beharren, um die bereits bestehende Machtstruktur und Geldkreislauf erhalten zu wollen. Es tut schon weh, so etwas ansehen zu müssen.

Ohnen von gut/schlecht oder richtig/falsch zu sprechen, gibt es sicherlich im jeden Empfindungen, die einen innerlich flüstern, wenn man sie zuhört; „Hey, ist das schön, so zu machen und handeln?“, natürlich incl. voller Täuschungen und Selbstverblendungen. Wirken diese Tauben schön und beruhigend für Dich?
p.s. Die Fotos zeigen ehm. KKW Rheinsberg hinter dem Großen Stechlinsee. Es gibt Wald- und Wanderwege, die diese Anlage fast umrunden. Die Wege sind aber sehr sandig. Wandern ist besser als Radeln. Dieses Werk befindet sich noch in der Rückbauphase. Das Gebäude sieht, muss ich sagen, ganz unspektaklär aus. Es wurde 1990 abgeschaltet und stillgelegt. Regulärer Abbau eines KKW dauert 25 Jahre und länger. Hier Wiki über dieses KKW; „Nach derzeitigem Stand (November 2011) sollen die wesentlichen Rückbau- und Stilllegungsarbeiten am KKW bis 2014 beendet sein, wobei die Gebäudedekontamination bis 2018 dauern soll. Die 2019 beginnende, fünfzigjährige Abklingzeit für das Gebäude soll im Jahr 2069 beendet sein, danach können die Hauptgebäude abgerissen werden.“ Und Brennelemente wie verstrahlte Material müssen gelagert werden, für eine lange lange Zeit. Wo und wie?
jade, wieder ein Farbversuch

Seitdem ich ein Citroen mit einer gelblich cremig grünlich in der Sonne schimmernder Lackierung gesehen habe, das war in Ribbeck vor einem Café, ging diese Farbe nicht mehr aus meinem Kopf. Ich war fasziniert. Es war eine undefinierbare und fein changierende Farbe, sicher mit viel Permuttanteil. Aber danach habe ich nie wieder dieselbe Farbe gesehen. Als ich Farbmuster von Citroen geblättert habe, und ähnliche Farbe fand, war ich nicht sicher, ob es wirklich diese Farbe war, und ich bin immer noch nicht sicher, oje.

Auf alle Fälle wollte ich mit dieser Farbe einen Rahmen lackieren. Zwar doch wieder mehrfarbig, da ich gewisse britische Mehrfarbenlackierung mag, die nicht ganz zurückhaltend wie dezent, aber eine unbeschreibliche Balance behält. Diesmal versuchte ich mit Dunkelgrün, Silber und Rot dazu.

Der Rahmen ist ursprünglich ein Hercules mit Mannesmann ChroMo-Röhren. Bocama-Muffen habe ich vor dem Lackieren feiner gefeilt. Steuerrohr wurde zusätzlich durch Linierung fein Akzentuiert.

Farbigkeit, u.a. auch 2 verschiedene Zughüllenfarben macht das Rad etwas verspielt. Aber im Grund ist es ein solides Fahrrad für den Alltag.
Eingebaute Teile sind ein wilder Mix von neu und alt von verschiedenen Herstellern, u.a. Campa Victory Schaltwerk, was ich recht mag.

Mit den Fairweather-reifen auf Mavic MA-2 Felgen fährt man sehr smooth, nur sollte auf Glasscherben geachtet werden.

Langstreckenläufer
Das ist ein Fahrrad für Langstreckenfahrten. Kein Rennrad, eher ein Tourenrad für spezielle Anwendung z.B. wie Brevet, über 200km Distanz am Tag(und Nacht) zu bewältigen.

Bin selbst eher ein Spazierfahrer und fahre selten 200km und mehr, denn ich halte oft an, um die Landschaft zu geniessen und zu fotografieren. Brevet kann man aber mit eigenem Tempo fahren, ist ja kein Rennen, solange man nicht durch Überschreitung des Zeitlimits vorzeitig DNF(did not finish) wird. Schnell das Ziel zu erreichen ist nicht ultimativ wichtig. Unterwegs zu sein ist der Sinn der Fahrten. Deshalb, ein Tourenrad, kein Rennrad.

Was wichtig ist, kontinuieriches Radeln mit konstantem Tempo, nicht unnötig beschleunigen/bremsen. Man soll sich nicht unnötig belasten.

Ein Fahrrad für Langstreckenfahrten ist dann auch anders als ein Rennrad, auch wenn es auf Anhieb recht ähnlich aussehen wird. Es muß nicht so extrem wendig sein. Wichtiger ist problemloser Geradeauslauf, um Oberkörper nicht unnötig zu belasten. Deshalb wird der Radstand etwas länger. Sitzrihr- u. Steuerrohrwinkel wird auch etwas flacher. Kraftlinie muß steif genug ausgebildet sein, um die nicht im Überfluß zur Verfügung stehende Kraft (natürlich abhängig vom Fahrer) effizient zu übertragen. Komfortabel soll das Rad aber sein, um lange Zeit auf dem Sattel sitzen zu können. Dafür wird Sitzrohr wie Sattelstreben dem Fahrer(auch seinem Gewicht) entsprechend getunt. Überhöhung vom Sattel wie beim Rennrad ist nicht notwendig so daß auch Geometrie anders wird als beim Rennrad. Gesamtgewicht spielt auch weniger eine Rolle(außer des Fahrers). Ein ideales Spielfeld für Stahlrahmenkonstruktion, da persönliche Bedürfnis gut berücksichtigt werden kann.

So gesehen ist das Rad kein Rennrad, sondern eigene Spezie, auch wenn es mit Rennradkomponenten bestückt ist. Es wird abgestimmt mit persönlicher Kraftreserve, Fahrweise und den Körpermaßen.

Dieser Rahmen(incl. Vorbau) wurde, wie so oft bei mir, nach meiner Zeichnung bei RAIZIN in Japan angefertigt. Rohrsatz ist KAISEI 8630R Nickel-ChroMo-Stahl(temperiert, 0,7-0,5-0,7mm) mit Aero-Gabel, die stabil genug ist für Scheibenbremse. Überall fillet-brazed, Steuerrohr wurde mit handgeschnitzten Laminate verziert.

Auswahl von Komponenten/Accessoire ist dann persönliche Geschmackssache. Mitnahme vom Gepäck ist für solche Fahrten fast ein Muß. Daher ein kleiner Gepäckträger macht auch Sinn. Als zweiter Gepäckträger funktioniert der Sattel. So wird der Gepäck gut verteilt und stört die Fahreigenschaft nicht.
Aero-Lenker(3T) ist gewählt, um komfortable Auflagefläche für die Hände zu sichern, nicht wegen Aerodynamik.


Licht ist bei Langstreckenfahrten wichtig, denn man radelt auch in der Dunkelheit. Am Gepäckträger ist Ösen für Zweitlampe vorhanden. Für hinten ist Lampe zum Anklipsen vorgesehen.
Vorderrad hat eine Scheibenbremse(AVID SL), hinten eine Felgenbremse unter den Kettenstreben(Shimano Ultegra). Wenn man öfters Strecken mit viel Höhenmetern und großen Gefällen fahren sollten, würde ich hinten auch Scheibenbremse einbauen. Ansonsten finde ich diese Kombination recht sinnvoll. Freilich, könnte man Hinterbremse in normaler Position(an Sitzstrebenbrücke) anbringen.



Lackierung/Beschriftung wurde vom Z-Works in Tokyo ausgeführt. leicht cremiges Pearlmutweiss plus Silbermetallic, dazu dezent goldene Linierung. Hier verfolge ich auch anderes und individuelles Erscheinungsbild als gängige Rennräder.
Cherche la Printemps!
Sonntag, 10 Grad kühl, wolkig. Es ist Mitte April, und man wird ungeduldig.

Aber egal wohin man fährt, sieht man daß Frühling doch am Kommen ist, auch in der Stadt.

Trauerweide ist zartgrün. Sogar Kastanien treiben bereits Blütenknospen aus. Mirabelle ist fast verblüht. Frühblühende Kirschen sind voll im Gange.

Kleine Blumen verblühen schnell. Ich weiß nicht, was diese sind. Anemone wie Ziller sind bereits verblüht. Für Bärlauchsammler ist diese Woche letzte Chance.

Ziellos umherradeln in der Stadt, entdeckt man doch dies und jenes. Friedliches Nebeneinander der Konkkurenten, zum Beispiel.

Magnolie ist nun dran. Sie findet man auch an unerwarteten Ecken in der Stadt. Prächtig.

Oder nettes kleines Café mit feinem Kuchenangebot in einem fremden Kiez.

Nach ein Paar Stunden Spazierfahrt ist man doch gut mit dem Wetter versöhnt und viel Frühling gefunden.
Urlaub
Berliner Fahrradschau Rückschau
Ich nehme jedes Mal vor, ehrlich, besser für die Messe vorzubereiten. Diesmal war der Stress weniger, aber ich hätte etwas mehr für die Präsentation tun sollen, denke ich nachhinein. Das heißt, ich habe nur Zeit gewonnen durch Vernachläßigung,, Aber, es war ganz nett wieder, Fahrradfreunde und -interessierte kennenzulernen, mit netten Fachleuchten und Standnachbarn zu plaudern. Es ist gut, mitgemacht zu haben, aber bin auch froh, daß es nun vorbei ist. Wenn diese Messe nicht in Berlin wäre, wäre es für mich kaum möglich, daran teilzunehmen, denke ich. So gesehen, ist der Arbeits- wie Kostenaufwand von Leuten recht groß, die weite Wege nach Berlin nehmen müssen. Aber man spürt immer noch große Leidenschaft für Fahrrad, nicht nur das Kalkül des Business. Das ist die Kraft diesr Messe. Ich hoffe, es bleibt dabei, trotz der etwas expansiven Absicht des Veranstalters. Im Herbst sollte in Wien gleiche/ähnliche Veranstaltung geben.

In der Werkstatt Räder transportfertig machen. Sie sollen keinen Kratzer bekommen.


Donnerstag ging ich in die Halle, um zu schauen schauen, wie der Stand aussieht. Klein, aber genug für 3 Räder. Campagnolo nimmt einen großen Raum mitten in der Halle ein. Bin gespannt was sie machen werden. In der Halle ist es noch ganz ruhig. Ich erinnere mich noch gut dran, daß hier ein Postbahnhof war. Ein Freund arbeitete hier nachts, um die ankommende Pakete zu sortieren. Ich klebe nur meine Plakate auf und ging.
Freitag nachmittags war der Transport von Rädern. Alles lief glatt, dank der Transportfirma Gähde, die ich ab und zu für kleine Transporte bearuftrage. Hier mache ich eine kleine Werbung für sie, weil sie immer nett und zuverläßig sind.

Standdienst vom Freitag übernahm Suse von Parsley Bags. Ich wollte nicht drei Tage da stehen. Ich benütze selber gerne handgenähte Taschen von ihr, die man nach Wunsch modifiziert anfertigen lassen kann. Sie war wie immer in guter Laune(wie man sieht). Ich trank mit ihr geliebten grünen Tee und ging heim. Hier nochmals Danke an Suse!
Am Samstag komme ich 20 Minuten vor Einlaß und unterhalte mit Standnachbarn. Viele Gesichter kennt man halt von letzten Messen. Rechts nebenan Bettina von Son/Schmidt.

Links ein Neulinge aus Niederlande, der RIH-Sport-Räder und seine Taschen/Gepäckträger zeigt, ein ausgesprochner Brevet-Fahrer. Letztes Jahr war er bei PBP, nächstes Jahr London-Edingburgh-London. Der neue und junge RIH-Rahmenbauer konnte leider nicht zur Messe kommen, der von pike auf beim alten Meister gelernt hat, schade.

Schräg gegenüber der „Wheeldan„. Über ihn muß man nichts erzählen. Er ist ein Titan 😉 in der Berliner Rahmenbauszene.

Links schräg gegenüber Naturrad mit Holzfahrräder/-Lenker und sonstige Teilen. Ich konnte noch die Gelegenheit nützen, sein Rad mal probezufahren. recht steif und gutes Fahrgefühl. Ich muß irgendwann mit dem Holzrad eine längere Strecke fahren.

Auch die langjährige Messemitstreiter wie Ostrad, Signor Zullo, Le Canard u.a. sind im gleichen Block. Es kann nur angenehm werden. Foto: Mr. Zullo und müder K, by André

Und direkt gegenüber ein fröhliches Team aus Modena Italia, Erman.Bike. Die Dame mit ihrem täglich wechselnden bunten Kleid war wirklich etwas nettes fürs Auge.

Ich besuchte auch Herrn Berthoud, bekannt durch seine Schutzbleche und Taschen, aber eigentlich ein exzellenter Rahmenbauer. Und erfreute mich zu hören, daß er wieder Zeit für Rahmenbau widmen werde. Bin gespannt, was er und sein Assistent Vincent bringen werden. Nämlich gibt es heuer Wettbewerb für Rahmenbauer in Frankreich, in bester Tradition von Polly oder Concours d’elegance.

Zusammen mit Monsieu Berthoud besuchte ich dann einen Berliner Hoffnung, „Meerglas„. Junger und ambitionierter Rahmenbauer THomas Beck. Er baut nach französischen Vorbildern wie Singer, Herse u. Co. fein detalierte und sensible Rahmen. Ich kannte ihn bereits bei der letzten Fahrradschau als Besucher. Wenn er in den nächsten 5 Jahren 30 Rahmen bauen könnte, die richtig gefahren werden, wird er ein Klasse-Rahmenbauer.
In der Mitte der Halle war ein großer Stand von Campagnolo. Leider passierte dort nicht viel. Aber die Präsenz war deutlich so daß auf der diesjährigen Messe sehr viel Rennräder gezeigt wurden. Dagegen waren MTB oder Reiseräder etwas weniger präsent.

Portus Cycles aus der Goldschmiedestadt Pforzheim, auch bekannt durch den Auftritt diesjähriges NAHBS, zeigte unermüdlich, wie man Fillet Brazing macht. Danke für leckeres Bier aus Pforzheim!

Der treue Messemitstreiter Le Canard hatte Standkompanion aus Luxembourg, dessen Namen ich leider vergessen habe. Er baut für sich und für Freunde Rahmen, ziemlich unique und extravagant. Das Foto zeigt ein Fahrrad mit linksliegendem Antrieb. Und bei ihm durfte ich ein Gläschen rauchig-feinen Whisky probieren, vielen Dank.

Hartley Cycles aus London war für mich das interessanteste auf der Messe. Caren, früher Schmuckmacherin, macht sensibel und eigenständig gestaltete, trotzdem zurückhaltende Fahrradrahmen. Es ist einfach zu sagen, Frauen hätten anderen Geschmack. So einfach ist das nicht, denke ich. Auf dem Gespräch mit ihr habe ich mich sehr gefreut und bin sehr gespannt, was sie noch so frische Brise bringen wird. She is one of a kind!
Größere Unternehmen haben auch interessante Sachen. Ich konnte nicht allesanschauen, aber einige fiel mir auf.

Schndelhauer goes Minivelo! Minivelos mag ich und ich bin sicher, daß sie sich weiter verbreiten werden.

Ganz chic designed, der Stand von Cannondale. Sie haben nun eine Tochtermarke „fabric„, die Griffe, Tapes, Sattel usw. herausbringt. Allesamt gut gestaltet und ohne viel Beschriftung/Grafik.

Einige von diesen Satteln werde ich mal probieren. Sie sehen gut aus, finde ich.

Diese Wasserflasche kommt ohne Flaschenhalter aus. Für jemanden, der nicht so oft Wasserflasche benötigt, daher keinen Flaschenhalter am Rad montieren möchte, ist das eine gute Lösung.

Specialized zeigte schöne Schuhe. Ich könnte auch ab und zu moderne Schuhe tragen, nicht immer Leder.

Von vielen Rennräder; repräsentativ für Titan, Passoni. Zusammen mit extrem leichtlaufenden japanischen GOKISO-Naben so etwa 20,000 Euro.

Farblich recht schöne Räder von Jaegher, handmade in Belgien.


Wenn ich Pause machte, ging ich nach hinten und schaute Bike-Polo. Das mag ich sehr.

Und zum Schluß bedanke ich mich allen, die meinen Stand besucht haben. Ich war auch überrascht, daß viele über mein Blog angesprochen haben. Danke herzlich fürs Lesen. Ich versuche, etwas weniger Schreibfehler zu machen. Nun hoffen wir, das Wetter wird bald besser so daß wir schöner radeln können.
Show must go on?
Auf der Berliner Fahrradschau zeige ich 3 verschiedene Arten von Tourenräder, 2 neue und 1 Altbekannt. Touren, wie wir oft so einfach sagen, können sehr unterschiedliche sein. Daher sind die Tourenräder auch sehr unterschiedlich sein. Entweder nimmt man ein Allzweckrad für Touren, oder läßt ein speziales Tourenrad für eigenen Zweck aufbauen. Vieles ist möglich. Kommt vorbei. Es gibt dort viel zu sehen.

bfs wieder

berliner fahrradschau, eine kunterbunte Fahrradmesse, öffnet sich als Frühlingsvorbote wieder ihr Tor, 18. bis 20. März in der ehm. Posthalle am Gleisdfreieck. Ich bin wieder dabei, und werde einige Fahrräder zeigen. Ausserdem habe ich einen Gast im Stand, Parsley Bags. Da ich Reiseräder zeigen werde, passt diese Kooperation ganz gut. Suse von Parsley Bags ist auch am Freitag persönlich am Stand(ich bin nur am Samstag+Sonntag am Stand).

Da der Götz, der bei der Messe immer für Hand Made in Berlin stark gemacht hat, nicht mehr bei der Messeleitung dabei ist, bin ich gespannt, wie es werden wird. Auf alle Fälle werden viele interessante Sachen zu sehen sein. Diesmal macht Campagnolo einen großen Stand mitten im Hand Made Bereich. Italienische Ciclis wie britische frame builders sind auch vertreten. Vielleicht wird eine gute Synergie-Effekt geben.

Und am Samstag(19. 03.) gibt es eine After Schau Party bei uns in der Werkstatt, Danziger Str. 49. Kollegen und Freunde, Händler u. Messebesucher sind herzlich eingeladen. Es geht ab 19 Uhr. Dort zeige ich und mein Kompanion Dan Santucci einige Räder/Rahmen. Komm vorbei für Bierchen.
