Matsuda-san kümmert sich um Nachwuchs der Rahmenbauerzunft und versucht Vorzüge der order made(Einzelanfertigung) publik zu machen. Er veranstaltet PR-Event für handemade bicycles und nimmt selber gerne daran teil.Er denkt und glaubt an Zukunft von handmade bicycles. Hier probiert ein 29er (er ist gerade 1,60 groß) von jungen Kollegen (Sunrise Cycles).Er ist neugierig auf das Neue. 
Alle Beiträge von K
Count One, LEVEL Tokyo
Für Berliner fahrradschau habe ich drei Räder in der Vorbereitung
(hoffentlich kriege ich sie alle fertig).
Nr. 1 ist Count One von LEVEL, Tokyo.
Matsuda-san von LEVEL ist wie schon geschrieben ein Superrahmenbauer.
Er und seine Motarbeiter (2 oder 3 hat er) baut im Monat zwischen 10 und 15 Rahmen,
haupzsächlich für Keirin-Profis.
Sein Bahnrahmen wird zum Gewinnen gebaut, sehr präzise und sehr persönlich.
Sein Logo mit 3 Sternen zeigt sein Wille, wie ernst er mit seinem Rahmenbau meint. Win!
Er achtet auch die Art und Weise, wie sein Kunde fährt. Nicht nur physisch,
auch mental. Ein Beispiel, die Höhe vom Tretlager kann dadurch variiert werden,
ob man schnell nach vorne will, oder ob er auf den richtigen Zeitpunkt warten kann.
Keririn ist ein sehr mentaler Sport.
Aber Matsuda-san ist auch ein leidenschaftlicher Entwickler von Stadtfahrrädern.
Seine Überlegung gilt, wie agil und sicher man in der Stadt bewegen kann, das mit Spaß.
Er baut sein C-1, was ich als Count One getaucht habe(hallo Mr. Gibson!), seit einiger Zeit.
Als ich in tokyo zum ersten Mal das Rad fuhr, war ich erstaunt, wie flott man damit fährt.
Der Rahmen ist aus CroMo-Stahl, leicht, schlicht und funktionell.
nicht zuviel Show, aber nicht allzu nüchtern.
Dieser Rahmen lädt jeden ein, eigene Idee zum Aufbau/Assamble zu entwickeln.

Patina 02
ein Mercier, in einem wunderschönen Blau.
Aber mit vielen Kratzern. Chrom hat Rostansatz, ziemlich überall.
Ich will aber auf keinem Fall neu lackieren.
So finde ich es gerade schön. Schlimmer sollte es aber nicht werden.
Rostansätze werden mit umwandler(Phosphorsäure) behandelt,
anschliessend mit Klarlack versiegelt.
Voila, mit einigen Neu- u. Neualtteilen sieht es recht hübsch aus.
So ein Fahrrad hat etwas,
was Neurad, auch wenn es aus Stahl ist, nicht hat.
Patina, eben. Mag man das, oder nicht.

Rahmen: Mercier 70er Jahre, Felgen: Mavic MA, Nabe: Pelissier,
Reifen: Panaracer, Schutzblech: Honjo,
Kuelbelsatz: Shimano 105, Schaltwerk: Suntour,
Steuersatz: light race, sattel: weiss ich nicht(nachgefärbt),
Bremsen: Mafac Racer, Bremshebeln: Tektro, Taschenträger: TA,
Lenker: äh Stahl, Lenkerband: Benotto, Pedale: Kyokuto
So ein schönes Wetter,,
und ich schraube an Fahrräder für die messe. Was habe ich falsch gemacht!?
Das wird bis zur Messeeröffnung so bleiben. Ich würde gerne rausfahren,
irgendwo draussen. Ich stelle mir vor, Waldboden voll mit saftig grünem Bärlauch.
Schön abgelenkt und keine Konzentration. Ist das berühmtes Frühlingsgefühl?
und noch rechtzeitig
kamen die Rahmen aus Japan, die ich aufgebaut auf bfs (berliner fahrradschau) ausstellen möchte. Nun geht der Stress los. Trotz der generalstabmäßigen Planung fehlt komischerweise immer etwas. Und, manchmal hält man nicht an der Planung fest und will etwas anders machen.
Das kann gefährlich werden. Damals, als ich bei der Industrie arbeitete, waren spanische/italienische Mitarbeiter aber immer so. Bis zum letzten Minuten versuchten sie, immer wieder etwas anders zu machen, was neues zu erfinden. Die deutschen Kollegen waren genervt. Da merkte ich; das ist ja wie auf dem Fußballfeld!
Mentale Unterschiede sind enorm. Und wo liegen die Japaner? Ich werde meinen; es gibt preussische wie mediterrane Japaner.
So werde ich den Stress bis zur Eröffnung geniessen.

Meine Hommage an gute Zeit der französischen Fahrradbaukunst. Ein Motobecane Club als formales Vorbild, aber viel leichter und komplett fillet brazed.

Und ein Versuch für Unisex-Mixte, auch komplett fillet brazed. Rohrsatz Kaisei 022 (0,9 – 0,6 – 0,9)
Blümchen blühen
Nicht draußen, sondern in der Werkstatt.
Felgen für ein Damenrad ist aus Japan angekommen.
Von Lack- u. Makie-Meistern Handbemalte und mit
Goldpulver/Intarsien ausgearbeite Kostbarkeit.
Wildrose, Kirsch, Enzian und Edelweiss blühen zeitgleich,
und freudig warten auf den Rahmen, der auch unterwegs ist.
Diese Felgen sind von Grand Bois, Kyoto.
Sie sind eine ziemlich exakte Kopie von Mavic MA2.

Patina
Bejahrte Stahlrahmen kann schön sein, auch wenn er Kratzer/Rostansatz hat. Wenn die Lackierung/Grafik gefällt, lasse ich lieber so wie er ist. Vielleicht behandle ich punktuell mit Lackstift. Rostpunkte auf Chrom könnte mit Rostentferner behandelt und mit Klarlack versiegelt werden. Richtig durchrostete Rahmen gibt es nicht so oft, und das wird man sehen. Es wird lange dauern, bis ein Stahlrahmen durchrostet. Oder ist man sadistisch drauf und behandele ihm mit Salzwasser oder Säure.
Bei machen Lackierungen aber werde ich ohne Zögern sagen, Lack runter und neue Farbe mischen. Hier ist der Geschmack entscheidend. Oft hilft aber auch, Aufkleber zu entfernen, solange er über Lack ist. K
Die Sonne scheint länger!
Vorbereitung f. Berliner Fahrradschau läuft an: 01
Zusammen mit Santucci Cycles habe ich einen Messestand auf der Berliner Fahrradschau(bfs), www.berlinerfahrradschau.de gemietet.
3 Fahrräder mit handgefertigten Rahmen werden präsentiert. Die Rahmen sind noch am Machen, in fernen Japan. Matsuda-san von LEVEL baut einen Rahmen für Stadtflitzer.
Er ist für Keirin-Fans bereits bekannt, spätestens seit seinem Auftritt auf NAHBS 2013.
Heuer stellt er wieder auf NAHBS aus. Ich traf ihn im November und möchte in Berlin
seinen Cityradrahmen C-1 mit meinem Aufbau als Count One zeigen. K



























