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über Fahrräder

Lee Cooper, lo-pro

Lee Cooper ist britischer Rahmenbauer, der für viele Shops baute und immer noch baut, und hatte eine Weile eigenen Shop LA Cycles. Er baut ziemlich alles mögliche von TT-Machine bis Tandem-Tourer, daher ein recht interessanter Rahmenbauer.

Dieser Rahmen ist eigentlich für eine Zeitfahrmaschine, vorn 26″ und hinten 28″. Ich habe es als Rennrad für kleinere Person aufgebaut. Rahmenhöhe bis Sitzrohr-Oberkante ist zwar 520mm, aber bis zur Oberrohr-Oberkante ist nur 450mm. So können die Personen von etwa 155 bis 165cm Körpergröße kann das Rennrad fahren. Kurbel ist 165mm lang.

Merkt man daß das Vorderrad 26″ und das Hinterrad 650B ist? Der Oberrohr ist so fast horizontal. Es sieht nicht nach einem Lo-Pro aus, sondern wie ein Rennrad. Auswahl von 650B-Felge für Felgenbremse, das auch in silber, ist sehr klein. Auch die Auswahl von Reifen, die 26″ wie 650B erhältlich sind, ist rar, aber sie gibt es.

Rohrsatz ist Columbus Max, sehr leicht und steif(hart). Lackiert habe ich ihn in Stormbeige(VW) und die Innenseite von Streben und Gabel in Goldgelb(Renault),. Goldgelb Metallic sieht man nur auf zweitem Blick. Es ist also recht dezent. Das ist kein Kinderrennrad, sondern für Erwachsene.

Schaltung 2×7 reicht doch für sportliches Fahren auf Flachland. Es ist einfacher zu handhaben, nicht teuer, auch vorteilhaft in der Wartung. Allerdings, es gibt immer weniger Teile in silber. Dazu noch, wir haben seit ca. einem Jahr mit einem großen Lieferschwierigkeit der Teilen zu kämpfen. Momentan sieht es so aus, daß wir einfach mit den Teilen zufrieden sein müssen, die wir bekommen. Das wird noch lange dauern.

Microshift R10 ist eine gute Wahl für silbernes Schaltwerk. Es macht bis 10fach, sieht gut aus, gibt es mit kurzem/mittellangem Käfig, zuverläßig und nicht so teuer. Aber Aluminium ist heute auch Mangelware. Deswegen können manche ihre Produkte nicht herstellen.

Bullhornlenker ist ja einerseits Geschmackssache, anderseits nützlich, um die Position anzupassen. Bremshebel ist Tektro. Es gab nur in schwarz, so mußte ich das polieren. Bremsen sind; vorn Campa Veloce, hinten Tektro 559, da hinten ursprünglich 28″ Rad vorgesehen war. Differenz des Durchmessers 28″/650B ist 38mm an der Felge. Ist das viel, oder nicht viel,,

Es sollte so sein, daß jeder, ob sehr klein oder sehr groß, ein passendes und schönes Rad fahren kann. Dafür gibt es Maßanfertigung/Bauen nach Wunsch.

Zur Abwechselung

Ein Fixie in schwarz,, das ist sicher nicht typisch von mir. Aber eigentlich habe ich nix gegen Fixie, nichts gegen schwarz. Sie sind aber nur eine Möglichkeit. Wenn es mit dem Bedürfniss/Umstand passt, und richtig konzipiert ist, warum nicht?

Der Ausgang war ein Singlespeed-Bike von Fuji. Mir gefiel die Farbe von Felgen, und Head Badge von Fuji. Nur die Rahmenfarbe fand ich scheußlich so daß ich ihn umlackierte. Nach reichlich Überlegung kam ich auf schwarz, weil ich keine andere Farbe gefunden habe, was der Felgenfarbe gut gepasst hätte,, Einfallos? Vielleicht. Dafür habe ich eine nette schwarz metallic von Toyota(star light black!) genommen, was unter Lichteinfall nett schimmert.

Ich wollte farblich wenig Akzente setzen so daß nur farbige Bremszughülle verwendet wurde, zwar in Celeste(Grandbois old french calbe outer). Auf Zughalterschelle habe ich verzichtet und den Zug um Oberrohr umschlungen, was ich früher öfters gemacht habe. Natürlich, das macht mehr Widerstand beim Bremsen. Aber Fixie bremst ja eigentlich nicht,, Nur wenn das Rad als Singlespeed gefahren wird, dann wird die Bremse wichtig.

Steuerkopfschild finde ich hübsch gemacht. Das ist evtl. das wertigste Teil dieses Rades?

Ich habe fast alles mit Originalteilen wiederaufgebaut. Nur Inennlager, Griffe, Pedale mit Käfig, Achshalter, Klingel(wenn man nicht rechtzeitig zum Stehen kommt,,) sind neu. Der Sattel ist nur provisorisch drauf gemacht.

Eigentlich finde ich Fixie auf der öffentlichen Straße nicht gut. Es sei denn, man kann das gut beherrschen und ist verkehrssicher. Singlespeed mit Freilauf ist deutlich gesunder,,

now•here, Rennrad

Es war ein Wortspiel. Zuerst dachte ich an nowhere, also nirgends. Dann merkte ich, daß man es in now und here trennen kann. Jetzt und hier, das klingt gut, dachte ich. So wurde mein neues Rennrad, now•here.

Der Rahmen kam aus Großbritanien, gebaut bei Dave Hinde, den keiner wissen muß. Dave Hinde ist ehem. TT-Fahrer und hat einen Shop nahe Manchester. Er und sein Laden hat in GB denkbar schlechten Ruf. Ich werde Beispiel zeigen,,

„avoid dave hinde at all costs if you know what’s good for you. seriously. think of the worst customer service you have ever experienced in any trade and you are still no-where near to realising just how bad they are. really can’t stress it enough, so i’ll say it again…..stay away.“

„once „went in the shop ( staff incredibly rude ) asked for a Dura ace rear mech …was told to „make do “ with a 105 …said i wanted a DA as rest of bike was… Dave ( i know it was him from his TT days ) offered to sandpaper off teh 105 logo & write on dura-ace in black marker & said i wouldnt know the difference.. …i drove down to rourkes instead

Haha,, kommt so etwas bekannt vor? Gibt es in Deiner Nähe auch so einen Fahrradladen mit sonderbaren Chef? Manche sagen, es ist nehmen und geben, seltsame Kunden, seltsame Geschäfte,,

Spaß beiseite,, dieser Rahmen, gebaut 1993 inhouse, Rohrsatz Reynolds 653, ist fürs TT-Fahrer. Rahmenhöhe 54cm, Oberrohrlänge 50cm!, Radstand recht kurz(Tretlager-Mitte bis Hinterrad-Achsmitte 375mm, Tretlagermitte bis Vorderradmitte 575mm). Das ist entgegenkommend für mich, denn ich habe nicht nur kurze Beine, auch kurze Arme.

Ursprünglich war hintere Einbaubreite 126mm. Ich habe sie auf 130mm gespreizt, damit mein Rennradstandard Campa 2×10-fach reinpasst. 13-29-Cassette machte ein wennig problem, weil 13er an der Kettenstrebe schleifte. Ich habe 13er mit einem 12er ausgetauscht, dann ging es. Umwerfer wird am Anlotsockel befestigt. Er ist nicht ganz exakt palziert. Sitzrohe geht weiter nach vorn weil er gebogen ist., damit der Anlotsockel auch nach vorn. Campa-Umwerfer passte nicht. Deshalb habe ich einen Ultegra-Umwerfer montiert, der etwas länter und tiefer geht. Außerdem mußte ich den Sockel zurecht biegen, damit der Umwerfer mehr oder weniger gerade sitzt.

Ansonsten war alles ok und problemlos. Ich hatte bereits alle Teile, denn geplant war das Rad schon in Berlin, also seit 5 Jahren. Lackiert habe ich den Rahmen auch in Berlin. Mittlerweile muß der lack gut trocken sein. Damals wollte ich es bunt, zwar bißchen wie Renaissance-Zeit oder jap. Momoyama-Zeit, ein wenig Gold hie und da, wieder mit der Plastiktüten-Technik. Das alles, um meine Motivation ein wenig zu steigern, mich zu reizen. Die Entscheidung über den Radsatz kam später. Campa-Naben und Rigida-DR18-Felgen, also typisch für 90er jahre. Um die orangnrote Felgenfarbe ein wenig anzupassen wurden sie auch teils mit Gold getupft.

Conti 5000 ist Benchmark, finde ich. Ich habe hier 23mm, auf mein De Rosa genauso. Gleiche Reifen, und am besten gleiche Komponente, dann kann man die beiden Räder etwas vergleichen.

Für das leichtes Fahren, friktionsarmes Fahren, ist der Tretlager und die Nabenlager weichtig. Diesmal ist Vierkantlager im einsatz(zwar Dura Ace mit NJS-Stempel). Naben sind Campa. Wenn es um die geschmeidiges Laufen geht, gibt es keinen Unterschied zwischen Vierkant und Power-Torque/Hollow-Tech II. Ich persönlich werde eher Virrkantachse vorziehen. Denn ich habe keinen großen Drehmoment. Die Flexibilität der Vierkantlachse finde ich praktischer.

Steuersatz ist Tange, preisgünstig und gut. Lagerkugeln haben unterschiedliche Güteklassen. Turbinen mit über 10.000rpm brauchen sehr präzise gefertigte Kugeln, die auch recht teuer sind. Fahrradlenker macht, wieviel Umdrehung in Minute?? Darum ging es aber nicht, sondern, daß menschliche Wahrnehmung doch sehr fein ist. Dafür braucht der Steuersatz eine sauber angefertigte Lauffläche, die lange halten werden, und eine gut eingestellte Lager. Dafür werde ich aber nicht so viel Geld ausgeben wie von manchen verlangt wird.

San Marco Ponza ist mein Standardsattel für Rennrad. Ich habe den Glück, daß ein preisgünstiger Sattel meinem Po passt. Für Gravel und Touren bevorzüge ich eher ledersattel. Bremsen sin genauso Campa Veloce(vorne Chorus) mit KoolStop-Beläge. Mehr Bremskraft habe ich noch nie benötigt.

Ich hoffe, ich kann öfters damit ausfahren und Spaß haben, mal sehen.

einfach stoisch fahren

Kein Zeitfahren, aber einfach abschalten und fahren, nichts anders als fahren. Keine Überanstrengung, aber auch kein Spazierfahren, Tempo halten und fahren. Dafür ist das Rad, und ein Umbau von einem Umbau, so daß ich es zum zweiten Mal umgebaut habe.

Die Idee ist aus dem Not geboren. Das Vorgängerrad, aus dem viele Teile hier übernommen wurden, war etwas zu klein. Rahmenhöhe war 64cm, Oberrohrlänge 61cm. Der Fahrer fühlte sich eingeengt. Großgewachsene Menschen haben das Problem. Rennrad kann in die Höhe wachsen, aber nicht gleichermaßen in die Länge, denn mit längerem Radstand verliert das Rad die Wendigkeit.

Mit nach hinten gestellter Sattel und langem Vorbau, der auch den Lenker auf die Sattelhöhe bringt, gewinnt man die Länge. TT-Bar ermöglicht eine gestrecktere Körperhaltung. Dazu kommt, dieser Rahmen(ein Canyon aus Alu), ein Ersatz für den wegen eines Unfalls unbrauchbar gewordenen Originalrahmen(Fort, Alu), ist 3cm länger.

1″ Alugabel wurde durch Carbongabel mit Aluschaft(Intec) ersetzt. Fast alle Teile wurden vom Vorgängerrad übernommen, außer Innenlager, Steuersatz, Sattelstütze, Flaschenhalter, Kette, sowie die Züge. Rahmen war ursprünglich blau, mit großer Beschriftung CANYON in rot. Es wurde in gelb, RAL 1018 Zinkgelb, lackiert. Hauptdreieck bekam eine dünne Pearlmuttschicht. Mit hauütsäcchlich schwarzen Teilen ergibt sich einen knackigen Kontrast.

Antrieb ist 3×10 Dura Ace. Bremsen sind Ultegra, STI-Hebel sind 105. Der rechte Hebel ist leider deformiert durch den Unfall. Die Hebeln konnten doch wieder zurecht zurückgebogen werden. Bremsen ist ok, Scahlten ist aber leicht hakelig. Weil der neue 10fache 105-Hebel eine unbekannte Wartezeit hat, wird erst damit gefahren. Apropos Lieferzeit,, ob 5 Wochen oder 50 Wochen,, man weiß einfach nicht,m ob das wirklich so ist. Momentan muß man damit auskommen, was man hat. Eine interessante Erfahrung.

Zufällig hat CXP30-Logo gleiches Gelb. Um die strenge Monotonie zu brechen, ist der Lenkerband grün. 7,9kg in diesem Zustand, leicht genug, um das Fahren zu geniessen.

vintage MTB -> ATB again

Ich habe immer wieder geschrieben, daß alte MTB eine gute Basis für zeitgemäße Allzweckrad ist. Hier wieder ein beispiel dafür. Den Rahmen habe ich bei Radler Martin im Schrotthaufen gefunden, immerhin ein Brodie(kanadische MTB_Pionier), wahrscheinlich aus Tange Prestige Rohrsatz, recht leicht. Ein Paar Dellen habe ich nur gespachtelt. Gabel war nicht mehr dabei. So mußte ich eine passende Gabel zulegen. Mit Sicherheit war es ursprünglich mit einer Federgabel bestückt. Ich will sie natürlich nicht, aber die Geometrie soll etwa so bleiben wie es vorgesehen war. Neue Starrgabel ist 435mm lang so daß sie etwas die Länge der Federgabel hat und auch für 28″-Rad passt. Für 26″ Rad erlaubt sie den Einbau von recht breiten Reifen. Außerdem ist sie für die Scheibenbremse,, Ich bin der Meinung, daß ein ATB ohne sportliche Ambition keine Scheibenbremse braucht. Aber um ein etwas zeitgemäßes Erscheinungsbild zu gewähren, habe ich für vorn eine Scheibenbremse gewollt. Technisch finde ich für diesen Zweck V-Bremse besser; denn sie bremst genauso gut, wenn die Bremsflanke nicht verdreckt oder naß ist, sie ist billiger und leichter in der Wartung. Um das zu demonstrieren, habe ich die Leitung ungekürzt gelassen. Denn, es wird weitere ca. 40 Euro kosten, wenn man die Leitung in passende Länge kürzt, Mineralöl nachfüllt und auch noch entlüften sollte. Ein Vorteil der hydr. Scheibenbremse ist, daß sie sich automatisch einstellt. Aber es könnte deshalb so etwas passieren, daß man unbemerkt von abgenutzten Beläge bis Metall auf Metall bremst. Also, ich bin kein Fan der Scheibenbremsen beim Alltagrad. Ach ja, ATB heißt hier AllTagsBike, nicht nur All Terain Bike.

Ein Problem mit alten MTB-Rahmen ist,, daß sie lang sind, d.h. der Oberrohr lang ist. Daher nehme ich fast imme einen Lenker, der stark zurückgebogen ist, damit eine komfortable Haltung möglich wird. Auch damit wird das Rad stadttauglich.

Lenkerbreite ist je nach dem Hauptzweck und persönlichem Geschmack zu wählen. Diesmal ist es recht breit, um eher gemütlich fahren zu können.

Ganz wichtig ist die Wahl der Reifen.Die Breite wie Profile sollten gut überlegt ausgesucht werden. Diesmal wurde so gedacht; 40% Asphalt, 30% Feldweg, 30% Waldweg, und insgesamt mit gemütlichem Tempo. Meine Wahl ist Conti Contact Travel 47-559. Für vorne mußte ich einen Schwalbe Marathon Racer 42-559 montieren, weil ich nichts anders vorrätig hatte. Marathon Racer ist gar nicht mein Geschmack so daß ich bald mit Contact Travel austauschen werde.

3×7-fache Schaltung mag altmodisch aussehen,, Ich habe nix gegen 1×10, 1×11 oder 1×12. Aber sie sind teuer, und halten nicht so lange. Dazu kann ich bei 3fachen Kettenblättern einen großen Sprung unter- u. hochschalten, was ich manchmal nützlich finde.

Der leistungsunterschied zwischen V- u. Scheibenbremsen, im normalen Gebrauch, sehe ich kaum.

Für Tagestourentauglichkeit ein gutes Vorderlicht(Rücklicht wird angeklipst) und ein Wasserflaschenhalter. Das wäre das mindeste. Möglich wäre noch Schutzblech und Gepäckträger.

Kein High End, eher Low End die Teile,, aber zu sagen, es ist gut genug, finde ich auch wichtig. Tange Steuersatz, Shimano Innenlager, New Success Hinterradnabe wie Shutter Precision Nabendynamo, genügende Qualität an wichtigen Stellen.

Robust und leicht genug, das ganze, macht Spaß in der Stadt wie in der Natur. Das ist der Sinn des ATBs. Das ist kein Sportgerät, aber ein Begleiter, mit dem man freudige Momente erleben könnte, überall, wo man gerade unterwegs ist.

der blaue Esel

Im Stadtbereich Karlsruhe ist es flach so daß man mit 3 oder 5 Gänge problemlos auskommt. Mein Arbeitsweg ist gerade 3km. Im Sommer ist der Tag lang so daß zur/von der Arbeit keine Lichtanlage braucht. Eigentlich wird es kaum noch regnen so daß Schutzblech auch nicht mehr notwendig wäre,, Einkäufe könnte ich in den Rucksack reinschmeissen. So wird mein Sommeresel ziemlich simpel. Mal sehen ob das so geht,,

Antrieb/Schaltung,, 5-Gänge. Ritzelpalet vom Sachs-Maillard 13/28. Das reicht dicke. Dann ein Schaltwerk, was 28er problemlos mitmacht. Ich habe aus meiner Kisten Simplex gefunden, SX440 T, ziemlich das letzte Schaltwerk vom Simplex kurz vor Pleite,, Kurbel ist Sakae SR mit 46Z- Kettenblatt. Der linke Kurbel hatte komplett genudelte Pedalgewinde,, wurde aufgebohrt, größere Gewinde geschnitten und Reparaturhülse reingedreht. Pedale ist No-Name, Kette SRAM-Billigkette für 6-8-fach, Schalthebel Plastikhebel vom Simplex,,

Die Zugführung ist auch ganz einfach (Sachs). Ursprünglich wäre sicher eine Schelle vom Campa vorgesehen. Der Rahmen, französisch und schätzungsweise etwa 1970 mit langen Ausfallenden vom Campagnolo, hat wenig Anlotteilen. Innenlager ist NECO mit franz. Schalen. Eine Rettung für alte franz. Rahmen, auch wenn NECO-Lager nicht ganz gut ist.

Radsatz ist, mit Normandy-Naben, vorne Super Champion Felge, hinten Mavic MA2,vom Dreck befreit und poliert, dann eingefettet und neu eingespeicht. Reifen Conti Contact Speed 28mm. Auf Asühalt brauche ich keine breitere Reifen. Ich mag nicht so richtig unnötig breite Reifen, die für mich schwammig wirken. Eine Frage vom Luftdruck?

Bremsen sind Weinmann Mittelzugbremsen. Vorn und hinten sind aus unterschiedlichen Serien, weil ich nur so hatte. Hintere sind neuer, nach dem Weinmann Mafac übernommen hat. Gummis habe ich welche für V-Bremsen eingebaut. Vielleicht besser so, mal sehen. Inverse-Bremshebel von Teltro mag ich und baue oft ein, passt gut zum Trainingslenker, finde ich. Problem ist nur, daß er 19mm Lenkerinnendurchmesser braucht. Das ist bei Alulenker mit ø22,2mm sehr oft nicht der Fall. Beim Stahllenker kein Problem. Vorbau kommt aus Taiwan, sieht recht chic aus, und nicht teuer, ein Prima Teil.

Warum ich doch noch Schutzblech eingebaut habe?? Das ist mein Wunschtraum, daß im Sommer wieder öfter regnen sollte. Für Bäume ist es jetzt schon wieder zu trocken. So sollte es nicht weiter gehen,, Ich hoffe, das Rad wird meinen Arbeitsweg im Sommer angenehm. Ich fahre weder lange, noch schnell. Das müßte gut reichen.

Trouvez le vert!

Auftraggeberin kam, gekleidet in grün, und sagte, sie möchte ein grünes Fahrrad. Es ist ein klarer Fall, Grün ist ihr Favorit, und diese Farbe steht ihr auch gut.

Die Suche aber gestaltete sich nicht einfach. Es schien so, sie mag viele Grüntöne in der Natur. Aber einen einzigen Grünton zu suchen und finden? Das ist etwas anders. Und auch noch einen industriell reproduzierbaren Farbton zu definieren, ist eine ungewöhnte Aufgabe. Aber sie suchte und suchte, und fand ein Grün, was ihr gefällt als Rahmenfarbe.

Britische Bahngesellschaft LNER(London North Eastern Railway) hatte diese Farbgebung für die Loks. Engländer nennen diese Farbe oft „Apple Green“. Rot bemalte Pufferbohlen sind ein guter Akzent.

Colnago hatte in den 70ern diesen Grünton. Man könnte sagen, das wäre typische 70er-Farbe gewesen, denn

Opel hatte auch ziemlich ähnliche Farbe im Sortiment, genannt Limonengrün Metallic. Ja, das ist die Farbe! Farbcode 303,, Die Entscheidung fiel! Die Lackierung des Maßrahmens, eine klassische Mixte, übernahm Velo Ciao in Berlin.

Ein Damenrad mit recht klassischer Silhouette, aber überweigend mit zeitgemäßen Teilen bestückt, geeignet für die Stadt und kleine Touren.

Ich dachte zuerst an Gepäckträger von tubes. Sie wollte aber richtig klassisch. So habe ich einen Gepäckträger aus altem Peugeot ausgebaut, mit Oxalsäure Rost entfernt, für die Befestigung Extra-Adapter aus Edelstahl gebaut. Ich finde, dieser Gepäckträger ist so präsent, so daß er dem ganzen Rad einen wirklich klassischen Eindruck verleiht. Ich wünsche mir, daß jemand solche Gepäckträger wieder bauen würde, natürlich verchromt.

Rote Zughüllen sind auch die Wunschfarbe. Und sie bilden einen guten Kontrast zum Grün. Dunkelbraun vom Lenkerband und Sattel vermittelt zwischen Grün und Rot.

Die meisten eingebauten Teile sind in silber. Heute ist es recht schwierig, ein Fahrrad ohne schwarze Teile aufzubauen,, Diesmal ging das ziemlich gut.

Antrieb ist 1×9-fach, vorn 46Z, hinten 11-36Z, so daß Touren auf der hügeligen Landschaft möglich sein sollte. Moderne Seitenzugbremsen haben gute Leistung trotz langer Schenkelmaße. Leistungsstarke Frontlampe mit Nabendynamo gehört heute zum Standard, diesmal auch Rücklicht intern verkabelt und durch Dynamo betrieben. Die Reifen sind breit genug, auch für Wald-/Feldwege. Conti Contact Speed ist geschmeidig.

Ein Bilderbuchfahrrad, es wäre eine Reinkarnation der Peugeot, Motobacane, u. Co. aus den 70ern, aber mit zeitgemäßer Technik. Für mich ist das kein Retro, sondern eigentlich die Hauptlinie(Mainstream??) der Evolution.

Zufällig,

kamen 2 unabhängige Aufarbeitungen von Peugeot-Berceau-Damenräder(PE25 o.ä.) in die Werkstatt. Sie haben gleiche Grafik von ca. 1976. Ausstattung ist etwas unterschiedlich. Es könnte spätere Umbauten sein. Beim orangenen könnten Gepäckträger und Frontlampe spätere Umbauten sein. Beim grünen fehlt der Kettenschutzer. Peugeot baute meistens Simplex-Schaltwerke ein. Daher bin ich nicht sicher, ob das Huret-Schaltwerk beim orangenen Original ist. Es ist aber keine historische Restaurierung. Es sollte für den Alltag gerichtet werden, und etwa ein stimmiges Erscheinungsbild bekommen.

Peugeot war in den 70ern recht populär, nicht nur hier im Region nah am Frankreich, sondern im ganzen BRD. Daher gibt es noch relativ viel Räder aus der Zeit, auch preiswert. Wenn man mit Liebe aufarbeitet, kann es ein hübsches Alltagsrad für heute werde.

Stuttgart Special

Von diesem Foto hätte einige evtl. gedacht, das wäre ein 26″ Fahrrad,, Nein, das ist 28″-Rad mit einem recht großen Rahmen. Rahmenhöhe(Tretlager Mitte bis Sattelrohr Oberkante) ist 640mm, Obberrohrlänge(virtuell horizontal) ist 610mm. Der Fahrer ist 195cm groß mit Schrittlänge von 92cm. Um eine nicht zu sportliche Körperhaltung zu ermöglichen, wurde der Steuerrohr länger gestaltet. Oberrohr hat ein Sloping von 3 Grad, um das vordere Dreieck steif zu halten. Das ist eine Lösung, weil ein klassisch, d.h. bainah horizontaler Oberrohr gewunscht wurde. Überhaupt wurde ein klassischs Aussehen erwunscht, daher kamen nur silberne Teile im Einsatz, was heute zunehmend schwer realisierbar wird, wenn man nicht auf Vintage-Teile zurückgreifen will.

Dieses Fahrrad wurde konstruiertund gebaut dafür, täglich vom Wald oben in die Stadt unter-, und wieder nach Hause hinaufzufahren, das in Stuttgart. Das bedeutet etwa, die Hinfahrt geht nur bergab, Heimfahrt nur bergauf, zwar ziemlich steil. Daher ist die Auswahl der Transmission, 34×11/32. Das reicht, weil der Fahrer ein sportlicher Rennradfahrer ist. Auf der Hinfahrt muß/kann er kaum treten, dafür sportlich anstrengend auf der Heimfahrt.

Stuttgart ist ein hartes Terrain für Radfahrer,, nicht nur die topologische Lage, sondern auch die Dominanz der Automobilindustrie. Daimler AG könnte vielleicht auch in die Brandenburger Pampa umsiedeln, wo die Ur-Schwaben eigentlich heimisch waren, damit mehr Platz fürs Fahrrad in Stuttgart frei wird? Was Fritz Kuhn ganz und gar nix bewegen konnte, wird auch sonst keiner bewegen können, da die Struktur so sehr felsenfest steht. Es tut mir Leid für die Leute, die im Talkessel die dicke Luft einatmen müssen.

Antrieb und 1×10-fache Schaltung wurde so gewählt; Kurbel Campa Athena mit 34Z Kettenblatt + Kettenschutzring(Zähne abgedreht von einem TA-Kettenblatt 42Z), dann natürlich Campagnolo Power Torque Innenlager(Außenlager?), MKS Sylvan TOuring Pedale, KMC X10 Kette, Grandbois Nabe mit Shimano-Freilauf, Shimano 10-fache Kassette 11/32, SunXCD(Microshift) Schaltwerk RD51M(schafft locker bis 34Z Ritzel), Microshift Daumenschalthebel 10fach.

Der Rahmen wurde bei Raizin Works gebaut, diesmal komplett gemufft(Takahashi). Rohrsatz ist eine Mischung von unterschiedlichen Herstellern:

-Sitzrohr Reynolds 520(0,9-0,6)
-Unterrohr Kaisei 022(0,9-0,6-0,9)
-Oberrohr Kaisei 019(0,8-0,5-0,8)
-Kettenstreben Tange Prestige(0,7)
-Sitzstreben Tange Prestige(0,8) und die Gabelscheide Kaisei(0,95)

Rahmen und Gabel, incl. Steuersatz(Tange Levin Stahl NJS) bringt genau 2800g auf die Waage. Für diese Rahmengröße akzeptabel leicht.

Nur der Bremszug nach hinten ist innenverlegt. Schalzuganschlag für den Umwerfer ist vorbereitet, falls es später eingebaut werden sollte.

Vorbau ist ITM(130mm, damit der Rahmen nicht zu lang wird), Lenker Ciao Bella Alu(490mm, Lenkerenden 20mm abgekürzt).

Radsatz ist; Naben Grandbois 36L, Felgen Remerx Taurus, Speichen Sapim Race, Reifen Conti GP5000(28mm), und Schutzblech von Honjo H34. Vorgesehen war das Schutzblech von Pelago. Das ist aber schon lange nicht aufzutreiben, und die nächste Lieferung soll erst Ende Februar ankommen. So wurde aus meinem Fundus Honjo H34 eingebaut. Das ist 34mm breit und 18mm hoch. Pelago-Blech ist deutlich flacher. Daher ist es recht eng geworden, nicht zwischen Reifen und Blech, aber zwischen Blech und Bremsen.

Inverse-Bremse von Gran Compe(DC189) zeigt ganz klar, daß dieses Rad kein Rennrad ist, obwohl der Rahmen ist im Prinzip ein Rennradrahmen, mit einer etwas komfortableren Geometrie. Sitzrohrwinkel ist 72 Grad, Steuerohrwinkel 73 Grad. Um eine klassische Biegung der Gabelscheide deutlich zu machen, ist der Offset 50mm lang, dafür der Trail 52mm, so daß dieses Rad ein agiles Fahrverhalten besitzt. Tretlagermittte bis Vorderachsmitte ist 633mm, Tretlagermitte bis Hinterradmitte ist 440mm. Dieser etwas langer Radstand sorgt für ruhigeres Geradeauslauf als ein Rennrad.

Mit silbernen Teilen und Verchromung an Streben und Gabel wirkt das Rad recht klassisch. Farbkombination von Hellblau(mit unterschiedlich großen Metallicflocken) und Gelb trägt auch dazu bei, finde ich. Viel Freude an täglichen Bergfahrten!!

Lee Cooper / L. A. Cycles 26″ Rennrad

Der Rahmenbauer Lee Cooper aus Coventry, UK, nicht zu verwechseln mit Ron Cooper bei Gillot, arbeitete für div. Shops wie Lieferanten. In den 90er Jahren hatte er mit Kollegen eigene Firma L.A. Cycles gegründet. Heute arbeitet er noch als Rahmenbauer. Seine Vita siehe seine Seite. Er hat recht unterschiedliche Rahmen f. verschiedene Zwecke gebaut.

Dieser Rahmen hier ist eigentlich ein Lo-Pro-Rahmen, d.h. vorn 26″ hinten 700C für TT oder Triathlon. Ich baue ihn auf als 26″ Rennrad für kleine Person oder Jügentliche, mit einer 2×7-fache Schaltung(oja, ich liebe 7-fache Ritzel/Cassette, ich gestehe). Kurbel sollte 160mm sein.

Seit langem habe ich wieder einmal lackiert. Es reizte mich, weil Columbus Max Rohrsatz, was übrigens sehr leicht und steif ist,, eine große Fläche bietet, um interessante Farbteilungen zu probieren, was bei klassischem dünnen Rohrsatz nicht zur geltung kommen wird. Dabei wollte ich trotz großflächiger Teilung eine insgesamt dezente Farbgebung. Daher sind die zwei ausgesuchte Farben etwa gleich hell, VW Beige meta und Renault Gelb meta. Für Jugend vielleicht etwas zu dezent, aber meine INtention zielt eher kleine erwachsenen Damen, die elegant sportlich fahren möchte.

Diesen Rahmen habe ich bereits 5 Jahre, und das Projekt schlief lange Zeit. Ich habe keinen Zeitdruck, so das ist ein schönes projekt im Winter für mich.

Rahmen Lee Cooper/L.A. Cycles 1994, Rohrsatz samt Gabel Columbus Max, Rahmenhöhe 520mm(mitte-Oberkante), 430mm(mitte-mitte), Oberrohrlänge 520mm(mitte-mitte).