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Ausstellung 2024 no.2 Paris-Brest-Paris

Eine Fotausstellung über Paris-Brest-Paris. Ein Berliner Kunde fährt schon zum 4. Mal PBP, auch mit dem Rad, was ich für ihn gebaut habe.

Was ist PBP? Was ist Brevets? Warum machen die Leute das? Eine kleine Fotoausstellung mit etwas klärenden Texte.

Paris-Brest-Paris ist eine Radsport-Veranstaltung. Es wird jede 4 Jahre, zwar im Sommer, veranstaltet. Dort wird knapp 1300km innerhalb 90 Stunden gefahren. Das ist kein Rennen. Jeder muß mit eigenem tempo, eigener Planung und Zeitverteilung, nach eigene Kondition passend diese lange Strecke durchfahren. Mittlerweile gibt es so viele Menschen, die PBP fahren wollen. Daher ist diese Veranstaltung so groß geworden, so daß der Veranstalter, Audax Club Parisien, die Teilnehmerzahl einschränken muß. Sowieso müssen die Leute, die da mitfahren wollen, sich qualifizieren, d.h. in dem Veranstaltungsjahr bereits Brevets mit 200, 300, 400 und 600km gefahren haben.

Klingt alles verrückt? Vielleicht ja. Aber das kann süchtig machen, anscheinend. Viele sagen, die Atmosphäre ist einzigartig. Fotos vom Jörn, welche die Atmosphäre dieser Veranstaltung wiedergeben, zeige ich in der Radlerhalle. Schau mal das offizielle Vieo vom Audax Club Parisien.

PBP 2023 Foto by Jörn
PBP 1947

Flèche d’cuivre Motobecane Club, 53cm

Diese aufwendig-elegante Rahmenform gab es nur bei Motobecane, und ich mag sie sehr. Das Rad wurde komplett neu aufgebaut. Nur der Rahmen/Gabel und Gepäckträger sind original. Lackiert wurde der Rahmen/die Gabel in 2 Farben in origineller Farbteilung.

Auch die Züge sind im gleichen Ton gehalten. Klassisch modern aber ohne Vorbild.

Ein Stadtrad, 1x7fache Schaltung(KB 44Z), hinten Mittelzug- / vorn Seitenzugbremse. Zeitgemäße Beleuchtung, bequeme Sitzposition mit Sattel vom Grunge(Japan), Handgespeichter Radsatz(vorn Shimano LX-Nabendynamo, hinten Sachs New Success Festachsenabe, Ryde ZAC19 Felgen) 32er Reifen, 40mm breite Berthoud-Blech, MKS-Pedale in Kupfer, Leder-Lenkergriffe.

Das Rad wirkt schlank und elegant. Die Technik ist auf notwendige Maße reduziert. Ein Gegenteil von heutigen Massenrädern.

Rosenweg

Eine meiner Stammstrecken führt durch Weinberge zwischen Winden und Bad Bergzabern. Eine asphaltiere Landwirtschaftsweg ist super zu fahren, langsam die Landschaft geniessend oder sportlich mit Tempo. Etwa 5km um Kapellen-Drusweiler wird Rosenweg/Rosenwanderweg genannt. Hier haben die Winzer 400 Rosen gepflanzt, um die Wanderer/Touristen/Weinliebhaber anzulocken. Juni ist Rosenwochen mit verschiedenen Veranstaltunge. Rosenmarkt in Badbergzabern, Dörnroschen-Krönung in Dörrenbach, Rosenwanderung mit Weinverköstung in Kapellen-Drusweiler,,

Fast immer fahre ich bis Winden mit der Regionalzug. Ich mag keine vielbefahrene Strassen. Diese Eisenbahnlinie Karlsruhe bis Neustadt(Weinstrasse) ist beschaulich. Hier stehen noch alte Flügelsignale. Es gibt nur noch einige wenige Eisenbahnlinien in Deutschland mit dieser alten Technik, die aber für den Verkehr mit 30 Minutentakt ohne Problem funktioniert. Hier(Neustadt – Wissembourg) fuhr der erste Zug bereits 1855, also eine recht alte Bahnlinie. Der Abschnitt nach Karlsruhe kam später hinzu. Auch die Dekorativen wie eleganten Gußeisenpfeiler auf dem bahnsteig ist sehenswert.

Heute fahre ich den gleichen Weg hin und zurück. Hinfahrt langsam und Rückfahrt etwas sportlich, das ist mein normaler Plan.

Ich sehe sehr viel E-Bikes. Ich zähle nicht, aber gefühlt 9 von 10 sind E-Bikes,, hmmmmmm

Nicht nur Rosen, Mohn und kornblumen sind wunderschön.

Vor mir nährt sich der Pfälzerwald. Hinten sieht man im Dunst die Kammlinie vom Schwarzwald. Wie diese breite/lange Rheingraben entstanden ist, kaum vorstellbar.

Und nun beginnt der Pfälzerwald. Wald bedeutet bewaldete Mittelgebirge, egal Pfälzerwald, Schwarzwald, Teutburger Wald, Bayerischer Wald usw.

Ich möchte schauen, wie es mit Keschde(Eßkastanien) aussieht. Bald werden sie blühen.

Zufrieden fahre ich zurück. Dieser Anstieg zum Wald ist kurz aber hart. Untersausen macht aber schön Spaß. Dann mit sportlichem Tempo bis Winden zurück.

Mein Pferd heute: Geliano 650B. Panaracer-Pacenti Pari-Moto 38-584, 2x7fach.

Eine nette Halbtagestour, die sich in unterschiedliche Richtungen verlängern läßt.

hart!

Schon mal so was gesehen? Diese Bremsbeläge stammen von einem Liefer-E-Bike. Die Jungs fahren hart, schnell und natürlich bremsen auch genauso hart. Viele dieser netten Jungs haben wenig(ohne zu sagen „keine“) Ahnung vom Fahrrad. Sie kommen erst, wenn das Rad wirklich nicht mehr fährt, oder null bremst. Das ist einerseits gefährlich und verursacht viel mehr Reparatur. Scheiben wie Bremskörper waren ruiniert. Jungs! Gib acht, und fahre vorsichtiger!

Jetzt blühen Lavendell vor der Werkstatt. Kamelie ist längst verblüht. Kiwis blühen noch. Es ist eine gute Zeit, auch wenn es öfters regnet, Rad zu fahren. Viel Spaß!

entlang Alb

Es ist ja die höchste Zeit, wieder Rad zu fahren. Im Winter war ich faul bzw. hatte keine gute Kondition, es war auch sehr oft sehr feucht so daß kaum geradelt wurde,,, Nun aber wieder zur Stammstrecke. Keine Ausrede mehr.

Feuchtwiesen sind ideal für viele Vogelarten. Sie sind bereits damit beschäftigt, Kinder großzuziehen.

Ich versuche, einem Mädchen auf 29er hinterher zu fahren, und werde kläglich abgehängt,,

Bächlein Alb fließt friedlich. Es ist alles in frischen Grüntöne.

Auch im und auf dem Wasser gedeihen die Pflanzen. Als Seetang-Fresser sind mir die Wasserpflanzen recht sympatisch. Apropos, in manchen gewässern beginne die Seetangs faulen, weil das Wasser zu warm geworden ist.

Natürlich ist die Wiese auch voll mit hübschen aber unscheinbaren Blümchen.

Heute bin ich mit einem Möchtegerne-MTB unterwegs. Das war ein Billig-TREK, in einem schlechten Zustand. Das wurde von einem Praktikant komplett zerlegt und dann wiederaufgebaut. Als der Rahmen nackt war, habe ich ihn mit Rest-Sprühdosen lackiert. Beim Aufbau wurde kompletter Antrieb erneuert(preisgünstig war das Thema). Reifenauswahl ist eindeutig für die Asphalt, vorn Michelin Country Rock, hinten Schwalbe Marathon GT. Auf trockenen und befestigten Wegen ist es gut zu fahren. Aber bei Nässe oder Matsch keine Chance. Dafür leise auf Asphalt.

Es tat wirklich gut, wieder zu radeln. Muß halt öfters machen. Hoffe, das Wetter spielt mit.

hoch und unter,,

Das Wetter ist unberechenbar. Einige Tage wars über 27 Grad hier. Nun ist es wieder 10 Grad kalt. Zwischendurch Sahara-Sand aud dem Sattel, Kirschblüte ist vorbei. Gefühl für Jahreszeiten ist nicht mehr so einfach einzustellen,,

Die natur macht ihr Bestes daraus. Sie ist tapfer. Klagen wie Jammern tut sie nicht.

Apfel blüht eher als sonst? Ich kann nicht mehr wirklich einordnen, wer zuerst blüht. Oh, Kanadagans,, sie werden auch immer mehr.

Im Wald ist noch voll Bärlauch. Heuer habe ich ihn schon sattgegessen. Er soll schön verblühen., und duften. Oja, ich mag solche Wege zu radeln, ganz langsam.

Aber auch andere kleine, unauffällige Pflanzen sollte man nicht übersehen.

Die Zeit vergeht, während wir jammern, uns ärgern, oder fix und fertig(von was?) sind.

Hans Mittendorf, 650B Rahmenhöhe 47cm

Mittendorf war ein Rahmenbauer in Rheinland-Pfalz. Er baute 1972 bis 2002 feine Rennräder, Tandems, Reiseräder.

Sein Sohn, Johannes, führt noch die Website über Mittendorf und und seine Arbeiten; http://www.hami-mittendorf.de/index.htm

Das ist ein recht kleines Rad mit einer Rahmenhöhe 47cm. Ursprünglich war das Rad mit 650A-Radsatz bestückt. Mit Bluemels-Schutzblech war es recht eng. Natürlich mußte eMittendorf 650A nehmen, weil damals, so um 1990, kaum 65ßB-Bereifung gab. Er bevorzügte beim Rennrad Campagnolo und Dura Ace. Aber bei solchen Sonderfällen mußte er improvisieren.Er hat auch öfters französische Teil eingebaut, vor allem Bremsen und Sättel(Ideal, natürlich). Hier habe ich das Rad, das anscheinend viel gefahren wurde, so restauriert, als hätte er japanische teile wie Honjo gekannt. Original-Naben habe ich auf 650B umgespeicht. Reifen ist Grandbois 650x32B. Insgesamt habe ich das Rad so aufgebaut, daß eine kleine Person, so etwa 155 bis 160cm, gut damit auf Strasse wie Feldwege fahren kann.

Mittendorf hat eigene Hinterradausfallenden entworfen, damit das Hinterrad links und rechts mit ähnlicher Spannung eingespeicht werden konnte. Das ist auch sein Markenzeichen Nr.1. Er hat unterschiedliche Rohrsätze verwendet. Bei diesem Rad ist Super Vitus. Verchromung der Rahmenteile wurde oft ausgeführt.

Seine Räder hatten auch schöne Steuerkpfschild, sowie Gravur an Gabelkrone und Sitzstrebenaugen.

Antrieb ist Compakt(46/34) 2×6 fach. Kurbelarm ist normal 170mm. Bei Bedarf könnte kürzerer Kurbelarm(z.B. TA Cyclotouriste) eingebaut werden(abhängig von der Fahrweise ).

Klein aber fein, in seltener Größe.