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Les Mistons, 1957

Ein Kurzfilm von François Truffaut 1957. Prepubertäre Kinder entdecken einen Anflug vom sexuellen Begehren. Eine Szene am Anfang, in der die Hauptdarstellerin Bernadette Jouve Rad fährt, zeigt die Schönheit der Frau und des Radelns mit einem Hauch von Erotik. Schöne Frauen, Kinder, und ein wenig Fahrrad, das sind Truffauts Themen(natürlich die Bücher auch). Das ist angeblich sein zweiter Film. Den ersten kennt aber keiner.

Gewerbehof macht Hoffest, am Sa. 02. 07.

Eigentlich ist der Fest vom Querfunk. Er will Jubiläumsfest nachholen. Wir von Gewerbehof machen mit. Ich werde einige richtige Vintage-Räder und Customs ausstellen.

Geplant ist Live-Musik 12 bis 22 Uhr, Flohmarkt, Kindertheater über Karl Drais(Kamishibai), T-shirt selber drucken, Chor von der Wirkstatt, Cocktails vom Cafe Palaver usw.

01.(Fr.) u. 02.(Sa.) Juli ist die Reparaturannahme wegen Umräumen nicht möglich.

Und nun bedanke ich mich für Euren Besuch. Es war ein netter Tag. Bei Gelegenheit würde ich weitere Ausstellungen organisieren.

Schwfelgelb

Für Alchemist war Quecksilber, Salz und Schwefel die wichtigste Elemente, aus den alles herstellen ließe. Schwefel war für Feuer und Luft.

Als Liebhaber vom Schwefelbad(Onsen/heiße Quelle) müßte ich sagen, daß der Geruch micht nicht stört(Schwefel an sich ist geruchlos. Schwefelwasserstoff riecht für manchen Geschmack etwas streng,, Typischer Geruch von Zwiebel oder Knoblauch ist auch Schwefelwasserstoff zu verdanken,,). Aber die Farbe vom Schwefel hatte ich etwas dunkler in Erinnerung. RAL hat aber recht. Schwefelgelb(RAL 1016) ist fast wie Zitronengelb, nur etwas kräftiger.

Heute wird Schwefel wieder wichtiger,, momentan wird Litium-Sulfat-Akku entwickelt, der deutlich mehr Energie speichern kann als Litium-Ion-Akku.

Im Lebensraum, wo kaum Sauerstoff gibt, atemen die Tiere Schwefel. In der Erdgeschichte, als es noch kein Sauerstoff gab, haben die Lebewesen Schwefel geatmet. In unseren Zellen gibt es neben Stoffwechsel durch Sauerstoff die immer noch bestehende Stoffwechselfunktion durch Schwefelstoff(RS-Sn-H). Dieser Mechanismus könnte im medizinischen Bereich sehr viel Heilungsmöglichkeiten bescheren. Sehr interessant,,

Rahmen und Gabel wurden in Italien für eine deutsche Marke gebaut, wie so oft in 90er Jahre, aus Columbus Rohrsatz. Teilverchromung und Innenverlegung des Bremszuges macht diesen Rahmen aus. Außerdem ist die Geometrie mit flachen Steuer- wie Sitzrohrwinkel auch typisch aus der Zeit(Einfluß vom MTB?).

Lenker und Vorbau sind Stahl, verchromt. Sie sind wieder in Kommen, weil Alu manchmal ein Sicherheitsrisiko bedeuten kann. Steuersatz ist Tange.

Antrieb ist; NECO-Innenlager, SRAM-Kette, Kurbel Alu 170mm(Compact), Pedale MLS Silvan Touring. Transmission ist; 2-fache Kettenblatt 50/34, 7-fache Cassette 11/32, Schaltwerk microshift R10, Umwerfer Sachs(NOS). Schalthebel ist Vintage Shimano Altus (NOS) Vorbaumontage. Ja, moderne Schalthebel für Vorbaumontage wünsche ich mir, natürlich in silber, Index/Reibung und nicht zu teuer,,

Bremsen sind Shimano Mini-V. Der Zug passt gerade über Schutzblech. Bremshebel Tektro Inverse. Bremszug nach hinten ist innenverlegt, aber ohne Führung, d.h. die Hülle verläuft die ganze Strecke mit so daß sie das Bremsen etwas träge macht.

Beleuchtung ist zeitgemäß. Shimano LX-Nabnebdynamo, B&M IQ-XS, Rücklicht intergriert im Gepäckträger(Racktime).

Schutzblech ist vom Gilles Berthoud 40mm(Reifen 32mm). Oft montiere ich Vorderblech mit Berthoud-Strebe, um das Berühren mit Fußspitze zu vermeiden, und Hinterblech mit Honjo-Strebe, deren Darumas etwas schützende Funktion hätte.

Reifen sind vorne Conti Contact Urban, hinten Schwalbe Marathon, beide 32-622. Weil hinten Antrieb ist und auch öfters Platten bekommen wird.

Lenkerband ist Disna(Japan, Kunstleder), Flaschenhalter Zefal, Zughülle Jagwire, Gelb macht das Fahrrad optisch leicht, Silber auch. Recht erfrischend insgesamt. Das ist eine Conträre Erscheinung zu heutigen Räder, die dunkel, matt, stumpf und dick wirken.

Silver Machine

Von Alfred Jarry gibt es ein Gedicht, „Wie man eine Zeitmaschine konstruiert“. Äh, wer ist dieser Alfred Jarry? Wer Pere Ubu kennt, dann kennt auch Jarry. Als Vorläufer des Dadaismus, ist sein Einfluß auf theater- wie Kunstszene bis heute noch groß.

Er war ein passionierter Radfahrer( z.B. sein Text über „10’000 Meilen Rennen, das inter-mechanisch und inter-national von Paris nach Sibirien und zurückführt und bei dem es um einen Wettstreit zwischen Dampfkraft(Eisenbahn), Muskelkraft(Velofahrer), Chemie(Dopingmittel)und demPhantastischen (Radfahrertölpel)geht.“ Interessant?

Und das o.g. Gedicht ist, zugestehen, ich hab es noch nie gelesen, handelt sich eigentlich darum, „wie man ein Fahrrad baut“. So hat Robert Calvert von brit. Band Hawkwind verstanden und schrieb einen Text für ihren Song „Silver Machine“, als Space Travel, was seinerzeit(Anfang 70er) ganz schön aktuell war, was aber eigentlich um Radfahren ging. In der Tat hatte Robert damals, und auch heute, ein silbernes Rennrad.

„I, I just took a ride in a silver machine. And I’m still feeling mean. Do you want to ride. See yourself going by. The other side of the sky. I’ve got a silver machine. It flies. Sideways through time. It’s an electric line. To your zodiac sign. I’ve got a silver machine.“ usw. usf. (Songtext von Silver Machine © Sony/ATV Music Publishing LLC, Universal Music Publishing Group)

Warum ich überhaupt darauf kam? Z.Zt. baut einer bei mir sein neues Rennrad, mit einem komplett verchromten ital. Rahmen, Alle Teile in silber. Das erinnerte mich an dem Song von Hawkwind, ein schillerndes Stück. Gesungen von Lemmy. Let’s go!

Cyclo Camping

Camping ist nicht mein Metier, muß ich leider sagen. Heute habe ich nicht einmal eine Zelt(früher hatte ich eine und gecampt habe ich auch,,). Ich glaube, hier scheiden sich die Geister. Einer haßt Camping, der andere liebt es. Für mich ist das ein interessantes Feld, was ich persönlich aber nicht praktiziere. Dafür stelle ich hier 2 Blogseiten von Camping-Begeisterten vor.

Sebastian aus Oldenburger land ist ein leidenschaftlicher Camper und schreibt auf seinem Blog sehr nützliche Informationen über Camping, mit dem Rad, Auto usw. Wer schon mal gecampt/gezeltet hat, weiß bescheid, daß man viel Planung/Vorbereitung notwendig ist, um den Aufenthalt komfortabel zu machen. Hier sind die Infos sehr hilfreich.

Noch eine Blogseite aus Japan beschäftigt sich auch mit Camping. Er, Tamura-san, ist ein Profi-Schreiber, der schon lange bei Fahrradzeitschriften mitwirkt und bereits einige Fahrradbücher herausgegeben hat.

Foto:Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Er probiert auch extreme Situationen oder Equipments, aus professionellem Interesse, und das geniesst er. Konfrontation mit Probleme verlangt oft kreative Lösungen?

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Camping ist oft ein „Learning by Doing“, aber unangenehme Erfahrungen sollte man lieber vermeiden, durch Studium im voraus. Trotzdem, kann man nächstes mal einiges besser machen, mit Sicherheit.

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Vor allem, Camping mit dem Fahrrad ist die Ladung ganz klar eingeschränkt. Die Sachen, die nie benutzt wird, ist nur ein totes Gewicht. Und das mitzuschleppen verbraucht man die Energie. Also, je leichter das Gepäck desto besser, solange man nicht vermisst.

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Und wie man alles packt, um die Fahrt angenehm wie möglich zu machen, gibt es auch Know-Hows. Genauso, mit welchem Fahrrad welche Route fahren will, muß überlegt sein.

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing
Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Lustig, daß die beiden, Sebastian und Tamura-san, auch leidenschaftliche Angler sind. Camping und Angeln,, gehören die beiden irgendwie zusammen?

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

Tamura-san hat neulich ein Buch über Fahrrad-Camping herausgegeben. Dieser Link ist Amayon-Seite, für seine Werbung,,

Cyclo Camping ist sicher ein ganz interessantes Ding, probierenswert. Ob man das ncohmals machen wird, entscheidet jeder für sich. Das könnte süchtig machen,,

Foto: Hiroshi Tamura, Hibiki Publishing

wie jedes Jahr,,

Unabhängig von der Veränderung der Menschenwelt ist der Frühling wieder da. Das ist ja doch erfreulich. Zu trocken, zu warm? Ganz konstant ist die Natur nie. In deutschland wuchs Palmen, Europa war unter Wasser. Wir tun auch massiv für die Beschleunigung der Veränderung. Trotz alldem, freue ich mich, wenn die Bäume und Kräuter blühen, wie jedes Jahr.

In der Stadt blühen die Magnolien prächtig. Am Strassenrand blühen die namenlose (das bedeutet nur daß wir ihre namen nicht kennen) Unkraut(Gubt es überhaupt Unkraut??).

Und jedes Jahr fahren wir um diese Tage zum Altrhein, und schaue die Bäume an, und hören die Vögel zwitschern. An manchen Stellen gedeihen Bärlauch, was wir liebendgerne essen. Heute war es 20 Grad. Ntürlich zu warm für Ende März. Aber keiner wird darüber meckern.

Wenn man Glück hat und sehr gut beobachtet, findet man seltene Pflanzen wie Tiere, die im Gebiet Altrhein und Rheinaue noch Lebensraum hat. Eisvogel, Hirschkäfer, Sumpfstendelwurz, Laubfrosch, Pirol usw. Sie habe ich hier noch nie gesehen,, Aber wenn ich gewöhnliche Eidechse oder Wasserfrosch finde, bin ich schon glücklich.

Veilchen findet man da überall, auch Anemonen. Und Bärlauch überall zu unserer Freude,,

In einer schwierigen Zeit ist es wichtig, Freude, wenn auch kleine, zu finden. Die Natur gibt uns sie. Was geben wir der Natur?

Fotoausstellung, 09. März bis 14. April

Nachdem Karl-Drais-Museum geschlossen ist, überlege ich, die Wandfläche ab und an für Ausstellungen zur Verfügung zu stellen. Die erste ist eine Fotoausstellung von Jesef Steiner-Faath, ein in Karlsruhe bekannter Musiker. Die Fotos haben keinen Bezug zum Fahrrad. Das muß auch gar nicht sein. Ich hoffe, daß wir eine lose Serie von Ausstellungen, egal Fotos, Malerei, Objekte, oder vielleicht auch Fahrräder, hinbekommen. Jeder Besuch ist willkommen, in den Werkstattöffnungszeiten.

Die Ausstellungsdauer wird verlängert bis 14. April!

Zementgrau?

RAL7033 wird Zementgrau genannt, wie prosaisch,, Der Name täuscht aber,, dieser Rahmen, sauber pulverbeschichtet von der Fa. ex. Brandes, wirkt leicht transluzent wie ein chinesischer Porzellan, wie eine leicht grünliche Seladon-Keramik.

Der Rahmen, RH 58cm, stammt aus England, wurde gebaut für EMPEROE SPORT in Sutton, aus den 70ern. Rohrsatz ist natürlich Reynolds 531 double butted, die Gabel auch.

„Emperor Sport’s address was Manor Lane, Sutton (I still have my 70’s bonk bag), right at the junction of Lind Road, Manor Lane and Benhill Avenue. I got my first bike there sold to me by Tony. Tony was up front in the shop with Mick building the frames out back. In 1978 the shop expanded, with Mick staying at Manor Lane building the frames and Tony fronting the second shop that was situated in Church Hill Road, North Cheam.

However, Tony soon left the business to form Dauphine at Box Hill leaving Mick in teh shop in Sutton which soon was renamed Lind Cycles. Mick carried on in what was to become one of the last of the „proper“ bike shops, where you could chew the fat, get him to cannibalise something for a spare part, and if you were lucky, get him to build a frame. Frame building became far a few between as the 80’s progressed with Mick stopping in the 90’s. I had him build for me, what I believe is, the last ever Emperor Sport frame in (I think) 1991.

Emperor Sport used to feature heavily in Cycling (later to became Cycling Weekly) as Sean Yates rode Emperor frames before he turned pro. Mick retired a few years ago and last year or the year before had a very nasty accident when a steerer broke on his bike.

I am lucky to have two original Emperors: my 1977 road bike and 1991 fixed. The early Emperor Sport frames only had „Emperor“ as the frame transfer, the Sport turned up later. The serial number will start with the year for the early models; ie. 77/ for a 1977 frame.

Up to the end of the 80’s, before massed produced frame building, there was real competition for frame building; Emperor, Allins, Geoffrey Butler, Roberts, Ron Cooper, Gilliot, FW Evans, Condor, AW and Peason to name but a few. Roberts still produce real works of art (I have two of those as well) which by far exceed any of the continental brands.“ (aus dem Cycle chat forum)

Rahmen ist sauber gelötet mit feinen Muffen, die ich nur ein wenig feilen mußte. In GB gab es zahlreiche gute Rahmenbauer. Ich weiß aber nicht, wer diesen Rahmen gebaut hat,,

Dieser Rahmen wurde so gebaut, daß sowohl 700C-Radsatz als auch 27″-Radsatz reinpasst. Das bedeutet, Canti-Sockel sitzt höher als bei normalen 700C-Rahmen. Daher muß man einen passenden Bremskörper aussuchen, was auch ging. Um die richtige Federkraft zu gewähren(Sockel hat nur ein Loch für Federbefestigung) müßte ich etwas am Bremskörper modifizieren.

Steuerelemente(Schaltung, Brems vorn u. hinten, Klingel) sind an der rechten Lenkerseite plaziert, damit sie alle mit rechter Hand gesteuert werden können. Dieser Bremshebel ist für solchen Zweck wirklich super.

Diese Rad ist hauptsächlich für den Stadtverkehr konzipiert. Dennoch sollte kleinere Touren auf überweigend Flachland möglich sein.

Aja, die Pedale auf den Fotos sind provisorisch montiert, um das Rad zu probefahren ,,

Zement, oder Porzellan,, keine Frage, denke ich.

marin MTBs, 1995/96

Ganz zufällig kamen zwei Marin-MTB aus gleicher Zeit zusammen. Erdridge Grade(rotes Logo) ist meins, und aus dem Jahr 1996. Bear Valley(weißes Logo) gehört einer Kundin und ist Baujahr 1995. Das war noch die Blütezeit der Stahl-MTBs.

Marin war einer der vielen Massenherstellern für MTBs, begann die Produktion 1986. Die Markenname Marin stammt vom Marin County, in diesem Gegend das Mountainbike geboren ist. Jedes Modell trägt Ortsname, der für damalige MTB-Fahrer geläufig waren.

Erdridge Grade wurde damals bestückt mit vielen Original Leichtbauteile, u.a. White Industries Kurbel, Original-Bremsen. Bear Valley ist mit Shimano-Teile ausgestattet. Beide Rahmen sind, ich glaube baugleich, aus Tange Chromoly-Rohrsatz, der für die Marin-Spezifikation gebaut wurde. Tange beherrschte damals den MTB-Markt. Stolzer Werbespruch „leichter als Alu-Ramen“ zeigt die Übergangszeit von Stahl zu Alu.

Wenn ich damaligen Katalog anschaue, entdecke ich viel Interessantes. Erdridge Grade wiegt 10,4kg, Bear Velley 11,8kg, das leichteste “ Topmodell „Team Marin“ 10,0kg, Topmodell mit Alurahmen „Indian Fire Trail“ 10,2kg.

Im Katalog wurde ausführlich über die Technik beschrieben, wie outbatted/inbutted Rohr, Kastenhinterbau aus Alu, Fully-Federung mit tief liegender Lagerpunkt,,, Technisches Interesse an Neuigkeiten war immer schon groß. Vor allem, war MTB Vorantreiber der Fahrradtechnik damals. Impulse kamen aus den USA, in den viele Ingenieure/Techniker/Designer, die für die NASA und Luftfahrtindustrie arbeiteten, auf Fahrrad aufmerksam wurden, durch Ecology wie bicology Bewegung.

Eine interessante und innovative Zeit, als die schönste MTBs(das ist mein persönlicher Geschmack) entworfen wurde.