Sursee, rebuilt, 58cm

Sursee war eine Schweizermarke, natürlich eine solide und gehobene Mittelklasse. Was sollte man sonst von einem Schweizer erwarten,, außer ihrer Spitzenklasse.

Hier in Südwesten sieht man noch öfters Räder von dieser Marke, die bereits seit Jahrzehnte nicht mehr gibt(Konkurs ca. 1993). Sie sind langlebig, und das finde ich gut.

Diesen Rahmen habe ich bekommen, von einem Bekannten, um aufzuarbeiten. Nur der Lack war in einem schlechten Zustand. Ich habe als Hauptfarbe British Racing Green genommen, und als Zierde mehrere Rottöne benutzt. Ein etwas altmodischer Eindruck ist durchaus gewollt. Atmosphäre der 50er Jahren war meine Vorstellung.

Eingebaute Teile sind eine Mischung von Heute und Vergangenheit, dem Wunsch des Auftragsgeber entsprechend ausgesucht.

Solider Radsatz ist eine gute Basis für den Einsatz in der Stadt wie auf Waldwege. Lichtanlage entspricht dem Image der Marke Sursee, solie und hochwertig.

Antrieb/Schaltung wurde so alsgelegt, daß man in der Stadt wie auf Waldwege gut fahrbar ist. 2×7-fache Schaltung besteht aus; Shimano LX Kurbel(FC-M560, mitte 90er) mit 110/74mm Lochkreisdurchmesser, damit kleines Kettenblatt auch montierbar wird. Stronglight Kettenblätter 46Z (mitte)+ 32Z(innen), und dazu ein Kettenschutzring von Sugino. Shimano 7-fache Cassette(11-28), Microshifit Schaltwerk, und Shimano 600 Umwerfer(FD-6200 Arabesque, ca. 1980). Schalthebel ist Shimano Altus Vorbaumontage(SL-AT22, ca. 1980), also eine wilde Mischung.

Lenker ist Velo Orange. Bremshebel Tektro Inverse und die Bremsen Dia Compe large arch mit Mutter-Befestigung. Lenkerband Brooks Kunstleder. Leder sattel mit großen Federn ist von Sella Berolinum. Schutzblech ist SKS. Ach ja, der Gepäckträger ist Pletscher, ein Schweizer. Ich finde es gut, manchmal farbige Schutzbleche einzubauen. Schade, daß man heute kaum farbige Schutzbleche findet.

Es muß nicht immer alles silber sein. Schwarzes reinmischen, oder hauptsächlich in schwarz, das könnte auch interessant sein. Vor dem Krieg war das Fahrrad überwiegend in schwarz. Auch die Teile müssen nicht aus einer Ära sein. Jede Mischung ist erlaubt. Es soll aber einen Sinn ergeben und guten gesamteindruck entstehen.