Luitpoldturm, Pfälzerwald

Ein Pfalz-liebender Freund füührte mich einmal hierher, zum Luitpoldturm, mit seinem Auto. Der Ausblick vom Turm oben ist wunderschön. Vom Dorf Wilgastswiesen führt eine Strasse sowie Waldwege(nur mit MTB) dorthihn nach oben. Mit dem Auto ist es einfach, einen Gang unter und brmmm. Mit dem Fahrrad ist es schon recht anstrengend. 10km fast kontinuierlich bergauf, von 200 auf 614m.

Als ich zum Karlsruher Hauptbahnhof ankam, war es noch neblig. Aber heute glaube ich an Wettervorhersage. Es wird sonnig tagsüber. Auf 600m ist sowieso keine Nebel, denke ich.

Ich steige Rinnthal aus. Hier ist noch KVV-Tarifgebiet(also deutlich günstiger als eine Station weiter). Und für die Bergfahrt sollte der Körper gut aufgewärmt sein.

Im Dorf steht eine unverhältnismäßig prächtige Kirche. Mein Pfalz-Freund erzählte; es gab damals Kirche als Bausatz zum Bestellen. Dorf hat eine bestellt, aber eine falsche geliefert bekommen. Zurücksenden war lästig, so haben sie die aufgebaut.

Radweg an der Queich ist sehr angenehm zu fahren. Beschauliches Bächlein Queich fließt durch Annweiler, Landau, Germersheim und mündet dort in den Rhein.

Hier gibt es auch viele seltsam aussehende Steinformationen. Sie sind wie gemacht für die Kletterer. Pfalz ist Mekka für sie, genauso wie die sächsische Schweiz.

Wilgartswiesen naht. Zwei spitze Kirchtürme ist das Landmark. Dieser Ortskern scheint auch alt zu sein. Hier gibt es auch Geschäfte, sogar auch eine Pizzeria.

Aber am Ortsrand wird es Schluß mit lustig. Hier beginnt die Bergfahrt. Gleich am Anfang geht recht steil. Mir kam es vor wie eine Wand. Das Foto kann mein Gefühl nicht richtig wiedergeben, leider. Als langähriger Flachländler spüre ich schon Respekt davor.

Ich muß gestehen, daß ich dreimal angehalten habe, um meinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Es wurde aber immer leichter. Aber langsam war ich bis ganz oben.

Ein Rennradfahrer hat mich überholt, und hörte sicher mein leidvolles Atmen. Gut, schnell war er auch nicht. Aber ich war so langsam, so daß ich ohne Problem Landschaft anschauen und Fotos machen konnte.

Die linke Seite der Strasse, und zwar ein großes Gebiet von ca. 1000ha Wald ist als RuheForst behandelt, im dem nichts mehr von Menschenhand etwas gemacht wird. Man kann hier wandern, aber die Wanderwege verschwinden langsam.

Eine Spitze der Erhebung wird erreicht. Dort steht ein Ritterstein, aber ohne Inschrift(vielleicht auf der Rückseite?). Dann kommt eine Siedlung Hermersbergerhof mit weniger als 15 Häusern. Hier gab es früher einen Klosterhof.

Dann ist der Parkplatz zum Luitpoldturm nicht mehr weit. Mit dem Fahrrad kann man direkt bis zum Turm fahren. Heute treffe ich hier eine Wandererin und einen MTB-Fahrer. Es gibt Tisch mit Bänke, dort esse ich meine Verpflegung. Sogar gibt es hier aucheinen sicheren Grillplatz. Dann steige ich die Treppen des Turms. Es lohnt sich, hierher zu fahren. Der Ausblick ist grandiös. Unten ist noch etwas neblig diesig. Man sieht Burg Gräfenstein und Trifels. Man sieht sogar die Kammlinie vom Schwarzwald.

Gefüllt mit einem schönen Gefühl steige ich den Turm unter zu meinem Rad. Dann die gleiche Wege zurück. Natürlich mit Saus runter in gut 10 Minuten(ich habe keine Uhr bei, so ungefähr). Da fahre ich mit meiner Stadtgurke sicher nicht schneller als 50kmh.

Dann fahre ich leichtfüssig wieder entlang Queich bis Rinnthal. Der Zug kommt in 15 Minuten. Perfekt! Die Sonne steht bereits tief. Ja, nächstes Mal mit einem anderen Rad,,