Sonntag, sonnig und mildes Wetter. Endlich eine Kaffeefahrt unternehmen, die erste, seit dem Umzug nach Karlsruhe. Tag vorher habe ich und meine Freundin mehrere nette radfahrende Karlsruher auf einer Vernissage kennengelernt. Sie erzählten von einem Radweg entlang des Flüßchen Alp, der sehr hübsch sei. Gehört, getan, aber nur nach Rüppurr, das ist nur 5km von unserer Wohnung. Ich merke, Karlsruhe ist nicht so groß wie Berlin, zwar recht städtisch, aber kompakt. Karlsruhe sei kleiner als Berliner Bezirk Charlottenburg, wo ich lange gelebt habe,, In Berlin wäre es recht normal, 15km zur Arbeit radelt, innerhalb der Stadt.

In 15 Minuten sind wir schon in Dammerstock, wo eine Bauhaussiedlung, recht hübsch und in einem guten Zustand, steht.


Nach Dammerstock wird es schnell ländlich. Im Süden sieht man Schwarzwald, d.h. Bergen für Berliner.

Rüppurr ist ein Vorort, oder ein eigenständiges Städtchen dörflicher Ursprung. Kurz den Ortskern und die Gartenstadt angeschaut, kehren wir schnell in ein Lokal. Von Ferne haben wir Cafe Rieberg gesehen. Irgendwie sagte es mir nicht zu wegen zu steriles Aussehens, warum weiss ich nicht. Dann sahen wir Kofflers Heuriger. Da war meine Freundin dagegen, wegen des etwas kitchigen Aussehens. Aber ich wollte lieber hier rein. Und es war ok. Von einem Rüppurrer erfuhren wir später, daß Rieberg gute Kuchen macht. Dann nächstes Mal.

Wir radeln wieder Alp entlang zurück. Nächstes Mal nach Ettlingen, und bis Bad Herrenalb(oder dorthin mit der Bahn und von dort zurückradeln).

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Kraniche, die Glücksbringer?

Vor dem Umzug nach Süddeutschland habe ich einen Tag Zeit genommen, um Kraniche schauen zu gehen. Die meisten Kraniche machen in Darß an der Ostsee und im Umland Berlins Rast. Sie ziehen dann auf engen Koridor(von ca. 30km Breite) gen Süden, nach Champagne und dann Spanien. Woanders in Deutschland sind sie selten anzutreffen.


Bis Nauen mit der Regiozug. Dann das Städtchen verlassen und in Feldweg einbiegen. Ich höre gleich von allen Richtungen Kraniche. Es sind viel. Und ich sehe gleich erste Paare auf dem Feld. Heute ist es diesig, neblig und ganz ohne Sonne. Das hat auch eigene Atmosphäre.


Hier kommt kein Auto, hächstens Trekker fahren die Wege, das auch nur so selten. Pappelalleen sind wunderschön. Sie sind aber keine Allee, sondern eher Windschutz.


Überall auf den Felder sind sie. Manchmal zu nah dran(100m Abstand ist nicht genug), so daß sie wegen mir unruhig werden. Ich mache mich möglichst klein und still, aber sie riechen den Menschen, je nach der Windlage, vom Weiten. Dann fliegen sie ab. Das sollte nicht sein, denn sie verbrauchen unnötig Energie. Ich sage ganz leise, „Bleibe ruhig und friss weiter“, aber sie haben große Angst vor Menschen, komischerweise gar nicht vor trekker oder Züge. Ich sage wieder leise „Sorry!“, aber schaue ich wie sie fliegen.



Viele Böume sind noch grün. Es war bisher recht warm. Um die schöne Fraben zu bekommen, brauchen die Blätter einen knackigen Temperaturstürz.


Immer wieder treffe ich die Kraniche auf Felder. Manche fliegen knapp über mich. Ihre Gesänge hallen trotz neblig feuchter Luft.




Ich schaue Dorf Kohhorst an, wie immer. Hier steht eine Sammlung von Landwirtschaftsfeldbahn, die früher(d.h. bis 60er Jahre) für die morastige Gegende hier die Hauptverkehrsmittel war. Damit wurden Güter transportiert, Kinder zur Dchule gefahren, Erwachsene zum Einkauf zu den größeren Orte. Betriebe wie Ställe hatten Gleisanschluß.

In Linum, Haupttouristenort für die Kranichbeobachtung, gehe ich zum Rixmann’s und kaufe einen kleinen Kürbis, “ Sorte Butter Cup“, der wie Marone schmecken, und stecke in den Rucksack rein. Dann im „kleinen Haus“ Kaffe und Kuchen(natürlich Kürbistorte).

Ich radle bis Nauen zurück, fast gleiche Wege. Nur ganz sandige Anschnitt wird gemieden. Es war ein extrem trockener Sommer. Dementsprechend ist der Sand tiefer als normal. Das raubt Energie. So fahre ich auch ein wenig auf der Strasse. Asphalt ist auch mal willkommen.



Auch auf dem Rückweg sehe ich viele Kraniche. Gänse sind auch dabei. Je nach der Windlage, kann man sie noch 2 Wochen antreffen. Diese Vögel machen mich irgendwie glücklich, ich weiss nicht warum.


Über diese marode und für Fahrzeuge gesperrte Brücke bin ich zurück zur normalen Alltagswelt. Dahinter ist ein magischer Ort, für mich.
Gefühlte 100km, faktisch 90km,,

Wir, Dan, Michael und ich, sind Arbeitskollegen und Freunde. Wir verbringen viele Zeit in der Werkstatt zusammen. Seltsamerweise kamen wir nie zu einer Tour zusammen. Aber jetzt, fuhren wir von der Werkstatt aus Richtung Bernau, Biesenthal und zurück, endlich!



Wir nahmen nicht den Pankeradweg, denn er ist am Sonntag recht voll mit Spaziergängern und Radlern. Stattdessen meist auf Strassen via Karow, Buch und Bernau.



Die Luft ist frisch,, die Sonne stark. Bestes Wetter zum Radeln. Dan ist mit dem Rad, was er selbst entworfen hat. Michael mit seinem Singer mit Vollverchromung, die in der Sonne so glitzert. Ich bin auch mit meinem Singer unterwegs.

Komischerweise quietscht meine Bremse(Mafac Racer mit Originalgummi) heute nicht, wie angenehm. Ich habe an meinem Singer schon Jahre keine Schraube mehr gedreht. Nur habe ich neulich Reifen gewechselt, vom Grandbois auf Conti GP-4 Seasons, damit ich etwas beherzter auf Feldwege fahren kann(mindestens psychologisch). Nach dem Umzug werde ich das Rad walten.

Wir sind mit einem guten Tempo unterwegs. Am Sonntag ist der Autoverkehr ruhig. Nach Karow beginnt das Land. Je weiter wir uns von Berlin entfernen, wird es schöner. Manche kleinere Strassen sind nur für uns.


Von Bernau an machen wir etwas Umwege und kommen zu Dans Datchja, wo wir eine Pause einlegen. Wir machen Feuer im Garten. Der Boden im Wald ist feucht und Pilze gedeihen, trotz langem trocknem Sommer. Seine Familie kommen nach. Es wird Kuchen gebacken und Kaffee gekocht(Danke Claudia!). Über uns flogen Kraniche in Formation. Stimmt, ich habe heuer noch keine Kranich-Tour gemacht.


Wir brechen auf, radelln errst die Radweg nach Biesenthal, Dan führt. Hier ist sein Revier. Wunderbare Strassen mit Alleebäumen, kleine Dörfer wie Melchow, Grünthal, Tempelfelde,, Oja Grünthal; hier war ich ein Jahr nach der Wende, um für eine LPG neue Markenzeichen zu entwerfen. Diesen Betrieb wird es nicht mehr geben. Damals haben sie mir auch Zentral-Schlachthof in Berlin, wo heute Stadler, Supermärkte wie Wohnungen stehen, gezeigt. Es war kurz vor dessen Schließung, aber noch im Betrieb.


Michaels Singer ist vollverchromt, und es blendet. Dans Tourer ist dunkel matt lackiert und mit schwarzen Teilen bestückt. Kontrastreicher geht es kaum. Beide sind charaktervole Fahrräder.


Es ist kurz nach 18 Uhr in Bernau. Dann radeln wir in die Stadt zurück. Der Tag ist nicht mehr lang, und wenn die Sonne weg ist, wird die Luft schnell kühl. In Karow wird es dunkel. Strassen hier sind nicht sehr fahrradfreundlich. Wir drücken auf Tempo.




Angenehm müde, Bier wird, nach warmer Dusche, gut schmecken. Danke liebe Freunde. Ein wunderschöner Herbsttag,
ein Buch, Oderbruch und Immigrant Song
Ich habe ein Buch geschenkt bekommen, „Die Gleichung des Lebens“ von Norman Ohler. Es geht um die Melioration des Oderbruchs, angetrieben durch alten Fritz, der machtbewußte Aufklärer. Für die Stabilität und den Wachstum des aufstrebenden Preussens, der gerade Schlesien eroberte, landwirtschaftliche Leistungssteigerung vorantreiben wollte.

Ich habe gerade erste 1/3 gelesen. Es ist spannend, hier im Oderbruch prallen unterschiedliche Parteien und Ansichten, Aufklärung gegen Tradition, Staatsmacht gegen kleine Volksgruppe, Rationale Aufklärung gegen die Natur, Ehrlichkeit gegen Intrigue, Vernunft gegen Leidenschaft. Oh, es klingt nach einer Kinowerbung o.ä. Aber während ich es lese, wurde mein Verlangen schnell groß, Oderbruch wieder anzuschauen, wo ich einige Jahre nicht mehr war. Eine hauptsächlich von Menschenhand geformte Landschaft, mit nur noch ganz wenig gebliebener sümpfigen Wasserwelt entlang Alten Oder, vor allem im Bereich des NSG Niederoderbruch. Wie bewertet man dieses Großprojekt Preussens aus heutiger Sicht? War das eine kluge Staatsführung, oder eine vom machtbesessenen Kalkül getriebene Umweltzerstörung? Hier habe ich keine Antwort. Aber der Schicksal Oderbruchs finde ich kinofilmreif.
Berlin-Lichtenberg 7:27. Der NEB-Zug RB26 kommt aus Küstrin. Menschen, meist Polnisch sprechend, strömen aus dem vollen Zug. Sie alle arbeiten in Berlin. 7:39 fährt der Zug wieder ab, ist halbvoll. Die meisten Fahrgäste steigen in Müncheberg aus. Danach fährt der Zug ziemlich leer durch Oderbruch nach Küstrin. Ich steige in Golzow aus, um ein wenig Landstrasse/Feldwege zu fahren. Nur Oder-Radweg wäre etwas eintönig. Golzow, bekannt geworden durch die Langzeitverfilmung „Kinder von Golzow“. Die habe ich nach der Maueröffnung im Historischen Museum gesehen(letzte 2 Teile müßte ich noch nachholen).


Es ist weit und flach hier. Im heutigen Oderbruch kann man sich kaum die ursprüngliche Sumpflandschaft vorstellen, außer wenige Stellen an der Alten Oder. Die Melioration ist gut gelungen. Es ist aber, wenn ich so sagen darf, ein ödes Land, kaum Wald, keine Erhebungen bis zum Moränenrand(wie Oderberg, Oderinsel, Bad Freienwalde, Wrietzen, u.a.). Die Kornkammer Preussens, und der DDR, und nun wird beherrscht durch landwirtschaftliche Großbetriebe mit gigantischen Traktoren, um irgendwann kommende Lebensmittelkrise zu überstehen?



An der Oder ist es hübsch mit großflächigen Auen, viel Schilfinseln. Drüben ist Polen. Dort weiden die Kühe genauso wie diesseits. Gleiche Landschaft. Hier taucht mir immer die Fragen,, was ist eigentlich die Staatsgrenze?


Ich sehe Oderbruch aber nicht negativ. Ich werde sogar sagen, daß diese Landschaft gewisse Charme besitzt. Diese mit viel Anstrengung gewonnenew Fläche von ca. 20x80km ist ein ausgesprochenes Immigrantenland. Es ist sozusagen Amerika Deutshlands und gab sicher viele Menschendramen und bewegte Schicksale. Wie haben die Menschen in den neu aufgebauten Kolonistendörfer gelebt, die z.T. von sehr weit hierher kamen, um dort ein neues und hoffentlich ein besseres Leben zu beginnen? Allein das ist spannend.


Im Neulietzegöricke, das erste Kollonistendorf im Oderbruch, stehen die Häuser fast wie damals. Es ist kurz vor Mittag, ganz still. Nur ein Mini-Kaufladen des Dorfs ist offen, und hat einige Kunden, die im Vorgarten was Kühles trinken, offesichtlich Dorfbewohner. Ich kaufe mir ein Eis, Fürst-Pückler-Eis. Ich mag das, aus Nostalgie. Denn ich hatte als Kind gerne dieses Eis gegessen, auch in Japan, dieses 3-farbige Eis im Waffel. Es ist heiß unter der Sonne. Zum Glück gibt es ein wenig Wind. Ich geniesse das einfache und altmodische Eis.

_Ich erinnere mich, es war etwa vor 10 Jahren, im Oderbruch irgendwo in einem kleinen Kolonistenangerdorf. Es war auch ein heißer Tag. Ganzes Dorf riecht nach frisch geerntetem Heu. Mein Wasservorrat war bereits leer. Natürlich kein Ladengeschäft weit und breit, wahrscheinlich nächste 15km gar nichts. Niemand ist da zu sehen. Ich muß irgendwo klopfen/klingeln und um Wasser bitten. Ich zögere, denn es herrscht eine Totenstille, will niemanden aus dem Mittagsschlaf reissen. Ich schiebe mein Rad, komme gleich zum Dorfrand. Dann, höre ich ganz leise Musik laufen von einem Innenhof am Dorfrand. Immigrant Song, von Led Zeppelin. Ich bin erleichtert, nicht alle Häuser klingeln zu müssen, und gehe mein Rad schiebend in den offenen Hof hinein, die Musik folgend. Das Haus im Kolonistenstil und die Scheune aus Backstein sind nicht in einem gepflegten Zustand. Dann sehe ich eine Frau auf einem Liegestuhl, unter einem Lindenbaum, neben ihr ein Radio, aus dem die Musik kommt. Ich nehme meine Mütze ab und sage, „Guten Tag, ich bin ein Radwaderer. Ist es möglich, etwas Wasser zu bekommen? Ist mein Vorrat seit 1 Stunde alle.“ Sie hebt ihren Cowboyhut und schaut mich an. Fixierender Blick, eine Frau so knapp 40,, Etwas verlegen warte ich auf ihre Antwort, vielleicht war es nur ein Paar Sekunden. Sie sagt “ klar, da ist ein Wasserhahn, bediene Dich einfach. Erst etwas laufen lassen, Das Wasser kann jetzt sehr warm sein.“ Sie zeigt mit ihrer Hand die Richtung. „Oja, vielen Dank. Und entschuldige bitte für die Störung.“ „Kein Ding.“ Sie steht auf, ist nicht so groß, aber erweckt mir einen Eindruck, sie wäre ein Modell von Helmut Newton, irgendwie. „Du hast Glück. Bin hier erst seit 2 Tagen, wieder,,“ „Na sowas, ja ich bin wirklich froh. Mit so einem heißen Wetter habe ich nicht gerechnet. Diese Musik hat mich gerettet, Immigrant Song, was?“ „Du kennst das Stück? Schön, so ein Zufall.“ Zufall? Ich ahne nicht was sie damit meinte. Das schien mir kein Zufall zu sein, Immigrant Song in einem Kolonistendorf zu hören. Ich sage aber, „Allerdings, ich fand es auch,, Ein seltsamer Zufall. Sind Sie im Urlaub gewesen?“ Sie lacht, „Urlaub? So könnte man es auch sagen,, ich war für 10 Jahre weg, und nun wieder hier, zuhause.“ „Waren Sie in Berlin? Oder wo waren Sie, wenn ich fragen darf,,“ „Berlin? Das interessiert micht nicht sehr. Ich bin in die USA ausgewandert. Hier wars mir zu eng gewesen.“ „Zu eng? Das klingt ja lustig. Mir kommt es sehr weit vor, dieses Oderbruch.“ „Ha, Du kommst aus Berlin, nehme ich an. Bin hier geboren, genauso wie meine Ururgroßeltern und noch weiter zurück. Irgendwann wird alles zu klein und eng.“ Sie dutzt mich, na dann,, „Wenn Du das meinst, kann ich auch nachvollziehen. Und, wo in USA?“ „Hmm. Neil Young,, sagt Dir was?“ „Äh,, Ohio?“ Sie steht plötzlich direkt vor mir. „Huh, bist Gut!“ grinst Sie,,,_

Ich wollte an der Zollbrücke Mittag machen. Aber nach dem Eis fühle ich mich wieder erfrischt. Man kann im „Zollbrücke“ gut essen, aber ich möchte mich nicht vollstopfen.So fuhr ich weiter auf dem Deich. Ich habe auch 2 Butterbrot und Nußriegel eingepackt. Proviant ist sehr wichtig, wenn man an Wochentage unterwegs ist. Viele Lokale machen nur am Wochenende auf.




Ab Neuglietzen wird es etwas langweiliger. Der Radweg auch etwas schlechter. Vor Hohensaaten wird es wieder besser. Aber vorher biege ich links ab, radle entlang Wrietzener Alten Oder. Oderberg ist eine alte Stadt. Im Sommer sind viele Urlauber hier. Jetzt ist die Stadt aber ruhig. Cafe „Hier und Jetzt“, wo ich einkehren wollte, war zu(wird nur an Wochenenden aufgemacht). So gönne ich mir 3 Kugeln Eis a 80 Cent in einer Eisdiele, der ziemlich als einzige in der Stadt offen ist. Diese Stadt entwickelt sich leider sehr langsam, und recht unterschiedlich.

Eberswalder Chaussee direkt hinter der Stadt ist gesperrt wegen Bauarbeiten so daß man einen Umweg um einen Berg machen muß. Die Strasse von Oderberg zum nächsten Ort Liepe ist soweiso etwas ganz anders als Oderradweg, mit einem bergigen Charakter, was für den Radfahrer Spaß bereitet. Hier befindet man sich an Moränenkanten, die teils bis über 120m hoch sind.
In Liepe, mehr touristisch orientiert?, überquere ich die Wrietzener Alten Oder, und fahre die Feldwege. Strasse nach Schiffshebewerk ist mehr für Motorrad. Ich nehme den Weg neben Finowkanal, um den Baufotschritt des neuen Schiffshebewerk anzuschauen.


Mensch, es ist aber häßlich diese Betonkiste!! Unnötig dekorativ und bunt auch noch, was bereits jetzt veraltet aussieht. Mir kommt die Frage auf, ob dieses neue Hebewerk überhaupt notwendig ist, oder nur ein Beamtenprojekt, um Projekt zu machen und zu betreuen, ist. Ich bin recht suspekt. Dagegen hat das alte Hebewerk nichts unnötige an sich, hat mehr Bestand und Berechtigung. Ich würde das neue in Betrieb nehmen, um das alte komplett zu sanieren, und danach das neue wieder abreissen.




Der Feldweg, den ich von Niederfinow Richtung Falkeberg genommen habe, war zuerst Panzerplatten, dann aber wird deutlich schlechter, mit groben Schottern. Irgendwo verschwindet der Weg, aber zum Glück kommt man doch noch zu einem Feldweg entlang Kanal. Gar nicht zum Empfehlen! Ich bekam Platten auf dem Schotterweg, fuhr dummerweise 100m weiter. Schlauch war durchlöchert. Das konnte ich nicht mehr reparieren. Neuen Schlauch hatte ich blöderweise auch nicht. So habe ich das Rad bis zum Bahnhof Falkenberg geschoben und endete die Tour dort. Eigentlich wollte ich bis Wrietzen radeln,,, nächstes Mal(mit Ersatzschlauch). Trotzdem, eine nette Tour. Überall singen Kukucks jetzt. Im Sumpf unzäglige Frösche und viele Libellen. Einige Ritterfalter auch. Ich werde das Buch zu Ende lesen. Dann werde ich wieder hierherkommen.
Route des Tages, 90km. Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt Oder und Eberswalde wird Wrietzen-Eberswald in Stundentakt, Wrietzen-Frankfurt in 2-Stundentakt bedient. Ich nahm den Zug nach Frankfurt, dann vor dort direkt nach Charlottenburg, damit ich nicht oft umsteigen mußte, mit meinem platten Rad.

Angermünde – Templin
Meine Freundin schaute Kartenmaterial, was ich vom ‚Tourismus Marketing Uckermark‘ auf der Velo Berlin Messe geholt habe. Und sagte, „diese Route am Sonntag“. Jawohl!

Angermünde – Templin hatten wir schon vor Jahren. Ich weiss aber nicht mehr, welche Route wir genommen haben. Diese Route hier ist ein Teil vom „Uckermärkischen Radrundweg(290km)“. Es ist auch interessant zu erfahren, was Tourismusbüro empfiehlt. Von diesen Broschüren habe ich einiges in der Werkstatt. Wer sie haben möchte, kann abholen kommen.
Angermünde wie Templin sind recht hübsche Städte, wobei Templin mit ihrer Stadtmauer und -Toren etwas mehr zu bieten hat. Stadtkern beider Orte haben einen barocken Grundriß. Gut erhaltener mittelalterlicher Stadtkern ist selten, denn es wurde meistens durch Feuer zerstört und danach ganz neu wiederaufgebaut. Gebäude sind aus verschiedenen Epochen, aber es gibt kaum ganz neuzeitliche Gebäude in Innenstadt, das finde ich nicht schlecht.
Wir starten in Angermünde. Die Zugverbindung von Berlin nach Norden ist momentan etwas schlecht, weil der Strecknabschnitt um Bernau saniert wird(zu lange vernachläßigt!). Das wird noch ganze Weile dauern. Erst mit der S-Bahn nach Bernau, dann mit Regionalzug nach Angermünde fahren. Wir haben Stoßzeiten vermieden und der Zug war recht leer. Im Stadtkern eine Runde drehen. Am Sonntag ist es sehr ruhig hier.







Ein recht hübscher, klassizistischer Wasserspender und Maibaum am Marktplatz. Ich dachte, Maibaum ist nicht typisch brandenburgisch, im Nordbrandenburg gar nicht. Aber das verbreitet sich immer mehr. Hübsch ist das ja.
Draussen blühen Raps und Apfelbäume. Rapsfelder in geschwungener Landschaft sind hübsch. Der Duft ist für mich angenehm.


Gerade 12km geradelt, ist gleich in Wolletz Mittagessen angesagt. Ein netter Platz, nettes Lokal. Heute Knacker mit Kartoffelsalat, meine Freundin Wildschweinwürstchen mit Bratkartoffeln.


In Wolletzt gibt es auch kleine versteckte Badestellen. Das Wasser ist noch etwas frisch. Meine Freundin liebt das Wasser, hat aber diesmal nicht reingesprungen.

Überall Löwenzahn, gelb und verblüht. manche Felder sehen gelb gepunktet aus.

EIne Blindschleiche legt sich auf wärmenden Boden. Sie hat Tarnfarbe und ist nicht sehr gut erkennbar. Oft wird sie auch von Radfahrern überfahren, unbemerkt.

Der Weg entlang Wolletzsee ist wunderbar. Das ist ein alter Weg, gesäumt von prächtigen Kastanienbäume. Mit angenehmen Auf und Ab macht das Radeln Freude.



Kolonie von Waldmeister sieht man hier und da im lichten Wald. Und auch diese hübsche Blumen, deren Namen ich nicht weiss, sind oft anzutreffen.





Zwischen Glambeck, Parlow udn Friedrichswalde ist stellenweise sumpfig(Erlenbruch) moorig. Früher bedeckte das Moor über 20% des Norddeutschlands, hier in Brandenburg genauso, oder noch mehr. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin versucht man, Moor wiederauferwecken zu lassen. Wasserstand der durch Kanalisierung trockengelegten Fläche wird wieder angehoben.



Schön sind die alte Alleebäume. Das heißt oft so, dieser Weg hier war eine alte wichtige Strasse, nicht mehr benützt weil eine neue autogerechte Strasse gebaut wurde, dann neuerdings auf Fahrradstrasse umgebaut, zum Glück des Radlers. Trinkpause vor lauter glücklichen? und friedlich in der Sonne Gras kauenden Kühen.



Ach ja, an diesem Sonntag, sonnig ,22 Grad, wenig Wind, also ideales Radelwetter, waren erstaunlich wenig Radfahrer unterwegs. Vielleicht wollte man eine Paus einlegen zwischen beiden langen Wochenenden. Ein Kranichpaar sucht Futter auf dem Feld. Manche Kraniche bleiben ganzjährig in Brandenburg und brüten im versteckte Moor/Sümpf.


Der Weg ab Solln nach Templin ist etwas langweiliger. Erst neben einer Strasse, dann im Wald, aber gerade und flach. Das ist vielleicht ökonomisch und einfacher, Radwege zu bauen. Zum Radeln ist es aber etwas eintönig. Zumal sieht man auch nicht viel von anliegendem Lübbesee. Hier werde ich empfehlen, andere Wege zu nehmen. Ansonsten ist diese Route, fast gänzlich gut geteert, recht angenehm, kann von jedem mühelos gefahren werden. Also empfehlenswert. Mir aber fehlt etwas an Abwechselung, da fast nur Radwege.


Am Starandbad Templin waren einige Schwimmer zu sehen. Von hier bis zum Bahnhof Templin Stadt ist nur 2km. Da meine Freundin nicht in Templin abendessen will, fahren wir direkt zum Bahnhof. Den hübschen Stadtkern lassen wir links liegen. Also nächstes Mal. Gerade erwischen wir einen Zug, der normalerweise bis Oranienburg fahren soll, aber wegen Bauarbeiten auf der Streck nur bis Löwenberg fährt. Im Bahnhof Löwenberg muß man Bahnsteig wechseln, ohne Aufzug, durch Treppenbrücke. Das ist für manche nicht leicht, vor allem für diejenige mit schweren E-Bikes. Der Zug aus Rostock ist gut gefüllt. Die Sommersaison beginnt, auch die volle Fahrradabteilung(das ist noch überschaubar).

Blütenpicknick 29. 04!
Es war leider bereits verblüht. Das macht Kirschblüte liebenswerter, weil sie so schnell vergänglich ist. Hoffe, nächstes Jahr haben wir besseres Timing.

Trotzdem, danke für die nette Zeit dort!

Am kommenden Sonntag, 29. 04. fahre ich wieder nach Satzkorn zur Kirschenallee, und mache dort einen Picknick. Ortsangabe hier, Satzkorn, Bahnhofstrasse, ca. 200m vor dem Bahnübergang. Jeder ist willkommen. Jeder sollte irgendwie hinradeln. Einige unterschiedliche Routenvorschläge bitte siehe unten. Proviant und Decke sollte jeder mitbringen. Ich hoffe, das Wetter macht mit. Bei schlechtem Wetter(Regen) werde ich nicht hinfahren. Falls jemand mit dem Auto kommen möchte, parke das Auto am Dorfrand Ecke Rosenweg/Bahnhofstrasse, und Stückchen laufen. Ich werde etwa 13 bis 16 Uhr dort bleiben. Falls jemand irgendeinen Tip braucht, bitte mailen.


Route 1: Vom S-Wannsee aus, entlang Havel, schöne und angenehme Wege, ca. 23km. Mit jedem Fahrrad gut befahrbar.

Route 2: Für Waldwegeliebhaber (Vom S-Wannsee mit der BVG-Fähre zu Kladow. Fähre fährte jede Stunde, ab Wannsee XX:00, ab Kladow XX:31. An schönen Sonntagen mind. 15 Minuten vor Abfahrt an der Fährstelle sein! fähre Kladow ist noch AB-Bereich). Für Mountainbike, Trekkingbike, Normalfahrrad, aber nicht für Rennrad geeignet, ca. 20km.

Route 3: Ab S-Grunewald. Wer will, kann auch Havelchaussee und Willi mitnehmen. Rennradtaugliche Route, aber auch für andere Radtypen, ca. 30km.

Route 4: Die kürzeste Möglichkeit. Ab Bf. Elstal (erreichbar mit RE4, 25 Min. vom Berlin Hbf.), nur 12km. Wer noch weniger radeln möchte,, gibt es noch Möglichkeit, bis Priort mit dem Zug zu fahren und dann 5km zu radeln,,,

Route 5: Ab Werder. Eigentlich eine sehr schöne Route. Aber beim Baumblütenfest sind die Züge voll, trotz vielen Sonderzügen. Deshalb diesmal nicht wirklich zu empfehlen(vormittags würde es gehen). Als radelroute aber ganz schön, ca. 18km.

Wenn wir Glück haben, können wir unter fallender Blüte eine schöne Zeit geniessen.



Blüte und Grüntöne, Werder – Satzkorn
28. 04. bis 06. 05 ist Baumblütenfest in Werder. Sicher wird es wie jedes Jahr voll dort. Vorher wollten wir von Werder aus etwas radeln.

Werder als Ausgangspunkt für eine Radtour mag meine Freundin, denn; Es ist nah dran, von Charlottenburg nur 20 Minuten mit der RE erreichbar. Vom Bahnhof ist fast gleich schöne Radelwege vorhanden. Landschaft ist urig mit viel Wasser, obwohl dort urban ist und intensiv Landwirtschaft betrieben wird. Und es ist flach und sehr einfach zum Radeln. Es gibt einige schöne Plätze für Pausen. Natürlich an einem schönen Sonntag ist es viel los. Radler verteilen sich aber in verschiedene Richtungen. Nur die Zugfahrten könnte voll werden. Stoßzeiten sollte man nach Möglichkeit vermeiden.

Überall blühen die Bäume. Kleine Kräuterblümchen haben weniger Chance, wahrgenommenzu werden. Diese wohlig duftende weisse Blüte ist Traubenkirsch, was auch sehr groß werden kann.

Wir fahren gen Norden, entlang einer Seenkette, die ein Seitenarm der Havel ist und aus Zernsee, Wublitz und Schlänitzsee besteht. Wublitz ist stellenweise sumpfig. Ich stelle mir vor, Großteil Brandenburgs bestand früher aus solchen Sumpflandschaft, recht unwirtlich. Urbanmachung Brandenburgs hat sehr viel Mühe und Kraft gekostet. Wir machen hie und da Pausen. Dauernd fahren die Radler vorbei. Es ist sonnig und warm, ideal zum Radeln.



Im Winter vergißt man, daß soviel verschiedene zarte Grüntöne gibt. Frühling macht jeden(fast) glücklich. Babygrün, Jugendgrün,, grün wirkt lebendig, hat Jahreszeiten vor sich.



Der schmale Weg entlang Kanal vom Örtchen Schlänitzsee zur Bahnbrücke wird gebaut. Sonntags, wenn da nicht gearbeitet wird, kann man dort das Rad schieben, ist aber mühselig. Man sollte sich auf Königsweg/Marquardter Strasse ausweichen.

In Marquardt angekommen machen wir Kaffeepause im Lavendelhof, einem beschaulichen Lokal. Dann wieder Pause im Schloßpark. Meine Freundin ist heute müde. Auf dem Wasser( und im Wasser!) haben die Leute aber ihren Spaß. Das Wasser ist gar nicht mehr kalt. Die Menschen vergnügen sich. Es ist noch Mitte April, erstaunlich.





So viel Blüte auf ein Mal. Kirsch, Traubenkirsch, Pflaume, Birne, Apfel, Judasbaum, Magnolie, Zierquitte,, sehr bald kommen Robinie, Kastanien, Aronia, Linde usw. Da muß ich einfach rausfahren und geniessen.







Wir radeln bis Satzkorn, um die geliebte Kirschenallee anzuschauen. Ich dachte, es wäre bereits verblüht. Aber zum Glück ist es im vollen Gang und wunderschön. Das ist für mich eine der schönste Strasse der Welt, mindestens 2 bis 3 Wochen im Jahr.



Kein Auto, nur ab und an Radfahrer und Spaziergänger. Ich denke, es wird uns, je nach Wetter, mindestens noch eine Woche lang große Freude bereiten.
Wir fahren fast gleichen Weg wieder zurück nach Werder, zufrieden und vergnügt.





sommerlich im April

Das Wetter im April ist launisch, das Wetter im Allgemeinen ist auch unberechenbarer geworden. Frühling wurde übersprungen,, die Temperatur wurde sommerlich. Alles blüht fast gleichzeitig, nicht Reihe nach. Magnolien blühen neben Apfelblüte. Das ist schon seltsam. Menschen wird es auch Eile geboten, wenn man den Frühling geniessen möchte.
Ich und meine Freundin hatten einen Tourtermin mit Freunde aus Düsseldorf, die in Brandenburg an der Havel einen Kurzurlaub machten, glücklicherweise in einer denkbar schönen Woche. Da sie zum ersten Mal im Land Brandenburg sind, wählte ich die Standardtour Brandenburg-Werder aus. Es ist schön, und flach (hat nur zwei ganz kleine Steigungen). Erste und letzte 5km(Brandenburg-Gollwitz, Phöben-Werder) muß man neben befahrenen Strassen radeln. Das ist nicht so toll, aber auch nicht schlimm. An einer Bahnübergang sah ich einen schönen? Güterzug, mit 2 sehr gepflegten DDR_Dieselloks (von Muldental Eisenbahn, die mehrere Ex-DDR-Loks im Betrieb hält). Als alter Eisenbahnfreund freue ich mich immer auf solche Begegnungen.

Am Bahnhof Brandenburg sprach eine Dame mit neuem KOGA-Tourenrad uns an und fragte ob wir den radweg Richtung Werder fahren werden. So hat sie sich uns bis Werder angeschlossen. Sich an einer Gruppe anhängen ist bei Rennradfahrern ganz normal. So wußte ich gleich, daß sie eine erfahrene Radlerin ist. Sie hat auch ihre Erfahrungen bei Eroica usw. erzählt(vor allem auf unsere interessierte Fragen über Verpflegung,,).Eine angenehme Mitfahrerin, die unseres gemütliche Spaziertempo anstandslos mitmachte.

Radweg an der Havel ist wie immer angenehm zu fahren, vor allem an Werkstagen wenig los. Beiden Düsseldorfer, leidenschaftliche Ornithologen, können vieles über Vogelwelt erzählen. Was ich nur als hübsche Singstimme wahrnehme, ist für sie aufschlußreiche Signale aus der Natur. Ich kann höchstens dagegen bieten, zu zeigen welche Unkraut eßbar ist.

Mehrmals haben wir Nutrias im Kanal gesichtet. An Spree sollen viele Nutrias leben. Sie haben scheinbar keine Scheu gegenüber Menschen. Wir haben auch 2 tote Ringelnatter(natürlich kein Kreuzotter,,) gesehen, beide auf dem Radweg. Wahscheinlich vom Fahrrad überfahren. Vorsicht Radfahrer! Sie sind früh morgens weniger beweglich und sonnen sich gerne auf dem warmen Asphalt.

Frisches Grün wirkt vital. Pflanzen schaffen jedes Jahr sich zu erneuern, mindestens zum Teil. Die Luft scheint mit energie gefüllt zu sein. Das freut mich, auch wenn ich unter Heuschnupfen leide.


Auf dem halben Weg machen wir Pause im Havelstübchen. Hier läuft immer italienische Musik. Kaffee schmeckt auch fast italienisch. Nach Krafttanken geht es weiter. Die Sonne scheint und es ist fast zu warm. Aber meeckern sollte man ja nicht, denn man weiß nicht, wielange das schöne Wetter bleiben wird.



Zweite Pause in Phöben, kurz vor Werder. Kleiner Proviant, allese schmeckt. Das ist ein großer Vorteil vom Radeln. Dann nach Werder. Wir verabschieden uns von der mitgefahrenen Dame, die bis nach Berlin zurückradelt, und machen kleinen Rundgang auf Insel Werder. Kein Haus ist unrenoviert. Ich erinnere mich, nach dem Mauerfall war ich mit damaliger Freundin oft hier, mit dem Dampfer. Die meisten Häuser waren noch in der Original-DDR-Zustand. Wir aßen im Fischräucherei direkt am Wasser, was heute ein ganz schickes Restaurant ist. Die Insel ist ja schnuckelig, ist auch Einzugsgebiet Berlins. Wir sind in 20 Minuten Zugfahrt wieder zuhause.

Vorbote des Frühlings

Am Sonntag war es warm und sonnig, bis 16 Grad in Berlin. Ich denke, alle wollten raus nach langem Kälteperiode(was zwar auch schön war), wir auch. Eine ganz kleine Tour von Werder nach Caputh und dann Potsdam, eine Stammstrecke von uns für Kafffeefahrt.

Manchmal zogen die Wolken vorrüber. Aber die Luft ist mild. Lungen erfreuen sich. Erste Grüne Farbe sprießen, Schnittlauch, überall. Meine Freundin pflücket ihn mit Wonne. Er ist noch recht frisch saftig, und schmeckt gut. Wir sahen auch Berliner Bärlauch. Er ist noch zu klein zum Pflücken. In einer Woche kann man ihn auch sammeln und geniessen. Krokusse verblühen langsam. Huflattich beginnt zu blühen.



Ich schreibe wahrscheinlich jedes Jahr dasselbe. Aber der Ankunft vom Frühling ist jedes Mal erfreulich. Zum Glück kehrt der Frühling bis jetzt doch mehr oder weniger regelmäßig zurück.
Enten machen Sonnenbad auf hauchdünn gewordenem Eis.


Immernoch sieht man viele entwurzelte und umgefallene Bäume. Die Stürme im letzten Herbst waren heftig. Große Bäume auf sandigem Boden haben es schwer, standzuhalten.



Die Caputher Fähre hat z.Zt. Instandsetzungsarbeit und fährt bis 25. März nicht. Aber kein Problem. Die Eisenbahnbrücke ist für Fußgänger und Fahrradschieber benutzbar. Wer hat mit dieser Unsitte angefangen, überall die Schlösser anzu bringen?? Ich glaube, zum ersten Mal habe ich das in Frolenz gesehen auf Ponte Vecchio. Es war schon über 30 Jahre her. Nun wird jede Brücke mit Schlösser vollgemacht. Es sieht nett aus, oder auch nicht,, Weiß jemand, ob das wirklich eine Wirkung hat?

Kurz vor unserem eigentlichen Ziel, Fährhaus Caputh, ist ein kleiner Insekt in mein Auge reingeflogen. Ein Miniinsekt mit großer Wirkung. Er lebte noch ein Weilchen in meinem Auge, und verursachte große Schmerzen. Ich habe beim Radeln immer Augentropfen, aber das hat diesmal nicht geholfen. Meine Freundin kriegte aber das kleine Biest, was es mal war, noch raus. Ich bin Brillenträger, aber normale Brille schützt nicht. Zwischen Brillen und Augen entsteht eine Unterdruckzone, in die solche Kleintiere gesogen werden. Am besten wäre eine im Mittelbereich geschlossene Sportbrille,, wenn sie nicht so häßlich wäre. So hatte ich ganzen Abend ein geschwollenes Auge.
Im Fährhaus war die Terasse über Wasser noch zu und ganzes Haus ziemlich voll. Aber wir hatten Glück, im Vorgarten einen Tisch zu finden. Natürlich Kaffee und Pflaumenkuchen. Meine Freundin nahm ausnahmsweise einen Bienenstich, worauf sie sich bereut hat,,,

Noch winterlich aussehende Wasserlandschaft. Aber der Eis wird nur noch wegschmelzen.


Überall viel Radler unterwegs gewesen. Wir freuen uns einfach auf Frühling. Manche spielen Hula-Hoop, machne stellen sich gerne an die Schlange bei Eisdiele. Welcome Spring!



Es wird bestimmt wieder etwas kälter. Der März ist unberechenbar. Aber es ist alles überschaubar, sage ich optimistisch.
Gutes Neues!

Das neue Jahr beginnt, womöglich wenn Tag wieder länger wird. Das heißt aber, im südlichen Kugelhälfte beginnt das neue Jahr Ende Juni,, Aber auch dort ist jetzt das Neujahr. Viele haben Plastiktannenbaum aufgestellt und unter der grellen Sonne Weihnachten gefeiert. Warum!? 25. 12. ist sowieso kein Geburtsdatum Jesus. Na egal,,

Statt Feuerwerk habe ich diesmal Feuer vorbereitet, mit Altholz, wovon die Scheune voll ist, Turm gebaut, alte Tannenzweige und andere Kleinholz angehängt, so daß Flammen von unten schnell nach oben hochklettern kann. Geplant habe ich sorgfältig wie die Vorbereitung von Ariane, bin aber gar nicht sicher gewesen, ob das wirklich so zünden wird. Das nasse Wetter hatte Einsicht, es klärte sich auf, und es zündete. Ganz schnell stieg das Feuer hoch. Trockene Tannenblätter brannten mit Knistern, flogen herum wie Glühwürmchen. Nach 20 Minuten war der Turm ausgebrannt, dann haben wir Gartenstühle um das Feuer gestellt, und Sekt getrunken.
Das Wetter um diese Tage war aber extrem feucht, und nicht kalt. Fluß war voll, die Felder wie Seen, vom Hänge fielen das Wasser unter. Manche Strassen am Fluß waren gesperrt. Kinder waren damit beschäftigt, die Fisch auf dem Feld zurück zum Fluß zu bringen. Eine ganz normale Wintervariation von heute,,

Trotzdem konnte ich mehrmals radeln, jedesmal so um 2 Stunden. Ich habe Wege im Hänge gesucht, die von Strassen abgehen für die Landwirtschaft oder für Jäger. Manche Wege sind gut zum Radeln, manche verschwinden mittendrin. Oft muß man kleine steile Abschnitte bewältigen, dann ist der Ausblick recht schön.




Euch allen ein gutes neues Jahr! Hoffe, hinter dem Regenwolken scheint die Sonne, hinter heftiger Bergauf öffnet sich ein grandiöser Ausblick.

