Archiv der Kategorie: Radeln in der Stadt

Nässe, Laub, , dann Bodenfrost

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Saisonbedingt bleibe ich am Thema. Im Herbst/Winter ist der Fahrbahnzustand oft nicht günstig. Nässe ist nicht einfach nass. Wasser alleine wäre es nicht so schlimm. Wenn sich aber Feinpartikeln mitmischen, könnte es rutschig werden. Außerdem werden unbefestigte Wald- wie Feldwege schlechter fahrbar. Vorsicht beim Radeln!
Auch in der Stadt wird es ungemütlich. Laub wird nicht überall beseitigt und liegt lange auf der Fahrbahn. Der Strassenfläche darunter kann mit schmieriger Ölschicht bedeckt sein. Also überall Rutschgefahr!
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Auf einer Brücke ist es immer gefählich, denn ohne Erdmasse ist die Fahrbahnoberfläche auf Brücken immer kälter als auf normaler Strassen. Hier ist die Rutschgefhr größer.

Liegende Eicheln/Kastanien machen eigentlich wenig Probleme. Wenn man sie mit dem Rad trifft, rutscht das Rad höchstens ein Paar Zentimeter zur Seite. Wenn aber dort rutschig ist oder Eis liegt, kann gefährlich werden. Also lieber nicht drauf treten.
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Bodenfrost ist im Winter unvermeidbar, aber solange es sichtbar ist, könnte man es ausweichen. Auf Eisschicht sollte man gar nicht radeln versuchen. Vor allem wenn man unbemerkt wie überraschend auf Eis tritt, wird es gefährlich. Das Rad kann sehr schnell und heftig zur Seite rutschen. Die Folge ist eine harte wie schmerzhafte Bodenlandung.
Wenn man Eis auf Fahrbahn gemerkt hat, langsamer werden, sehr sacht ohne harte Bremsung. Und am besten absteigen und das Rad schieben. Das ist auch oft nicht leicht.

Sichere Reifen für Winter gibt es. Breitere Kontaktfläche, weichere Gummimischung, gröbere Profile. Aber gegen Eisfläche gibt es keine Lösung (außer Reifen mit Spikes).
Beim Automobil ist es schon Pflicht, bei winterlichem Strassenzustand entsprechende Reifen zu haben. Ich weiss nicht, wieviel Radler für Winter ihre Reifen wechseln.

Fahrrad wird in nassen Tagen auch richtig dreckig. Alles wird etwas schwergängiger, Bremsen könnten quietschen. Dann sollte das Rad gewaschen werden, mit rauwarmen Wasser mit einem Schuß vom Spülmitteln. Mit Schwamm Dreck beseitigen, trocknen lassen, Ketten und einige Teilen ölen, fertig. Es wird gleich wieder dreckig? Ja sicher, aber das Waschen dauert nur 10 Minuten. Das könnte man jede 2 Wochen machen, oder?
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Mehr Licht!

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Es ist nicht einfach Pflicht, sondern auch lebensrettend, eine Lichtanlage zu haben. Vor allem in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, sich durch gutes Licht kenntlich zu machen. Wenn ich abends Auto fahre, und plötzlich und aus dem Nichts ein Radler ohne Licht auftaucht, bekomme ich immer wieder Schreck und sage mir, zum Glück hat nichts passiert. Das passiert auch in der relativ hellen Stadtgebiet. Muß man dafür Autofahrer sein, eigene Gefahr vorzustellen ohne Licht zu radeln? Und wie schwer es ist, Radfahrer ohne Licht überhaupt zu erkennen? Wenn man solche Beinah-Unfälle erlebt hat, würde man gar nicht mehr auf das Licht verzichten, denke ich. Es ist aber besser, keine solche Erfahrung zu sammeln.
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Beim Halt an der Ampel soll das Licht weiter brennen. Autofahrer sind nicht immer superaufmerksam auf Radfahrer, das kennt jeder. Und auch gegenüber andere Radfahrer sollte man sichtbar bleiben.
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Bei schlechtem Wetter wird das Licht auch tagsüber hilfreich sein, mehr Aufmerksamkeit des anderen Verkehrsteinehmern zu ziehen. Im Winter ist der Tag auch recht dunkel. Auch helle und farbige Kleidung wird dabei helfen. Natürlich erhöht die Jacke/Veste mit Reflex-Streifen die Sichtbarkeit erheblich. Also, man kann selbst schützen und steuern.
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Wenn man im Wald oder dunkler Landstrasse (ohne Mondschein) fährt, sollte man ein gutes Vorderlicht haben. Es ist gar nicht lustig, wenn man z.B. mit Wildschweine korridieren muß, nur weil man nicht genügend Sicht hatte. Auf Landstrassen sind die Autos schneller unterwegs. Hier wäre ein gutes Rücklicht Selbstverständlichkeit wie Überlebensnotwendigkeit. Die Qualität des Lichtes(vor allem vorne) ist recht unterschiedlich. Man solle eine Lichtanlage installieren, was eigenen Bedarf genügen wird.
Das ganze gilt auch für die Jogger, die in der Dunkelheit laufen. Sie müssen wissen, daß sie unsichtbar sind, wenn sie kein Licht tragen. Und warum haben die meisten Jogger schwarze Kleidung an?

Raleigh „record“ für die Stadt

Verglichen mit französischen Großherstellern aus gleichen Epochen(60er/70er) wie Peugeot oder Motobecane sind die Räder von Raleigh vielleicht besser gebaut. Trotz Eigenheiten mit ihrer Hausnorm verweisen die Raleigh-Räder, zumindest ab mittlerer Klasse aufwärts, eine recht gute Qualität.
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„record“, aus Reynolds 531 Röhren, mit Anbauteil in guter Qualität, ist sicher auch gut für die Stadt. http://www.klovesradeln.de/?page_id=2149
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Typisch britisch sind die dünne Sattel- und Kettenstreben. Ausfallenden sind Campagnolo. Muffen sind Harden?

‚rien!‘, ein Stadtflitzer Motobecane Mirage

Motobecane Mirage(anfang 80er) hat leichten muffenlosen Rahmen mit innenverlegtem Bremszug, ist eine gut geeignete Basis für einen Stadtflitzer.
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130mm Einbaubreite erlaubt den Einbau von 8, 9, 10 Gänge. Dann genügt vorne nur ein Blatt, um zügig in der Stadt unterwegs zu sein. Lenkerbreite 420mm, mit Inverse Bremsen von Tektro(Hebel habe ich 10mm gekürzt), Weinmann-Seitenzugbremsen, 9-fach Schalthebel von IRD am Vorbauschaft, Shimano 9-fach Cassette, Campa Schaltwerk, leichte Mavic CXP-Felgen, schöne Fairweather Reifen 28mm. insgesamt 9kg leicht. Genau gut genug, in Berlin schnell unterwegs zu sein. Mehr wäre dann ein Luxus, was auch nicht schadet.
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Idylle in der Stadt 01, Radweg hinter Schloß Charlottenburg

Mitten in der Stadt, gibt es oft versteckte Idylle, oft entlang Fluß/Kanal, Laubenkolonie oder Bahngelände. Es ist manchmal nicht einfach, Zugang zu finden. Viele Laubenkolonien sind geschlossen und kommen nur Vereinsmitglieder rein. Hier, hinter Schloß Charlottenburg kann man den Weg zwischen Spree und Laubenkolonie gut befahren, und über manche Gartenbaukunst staunen. Z.Zt. blühen viele Obstbäume und erfreuen die Augen von Passanten. Weiter in Richtung Spandau wird der Weg etwas wilder. Es war noch viel wilder hier, bevor Spree für die Eurolastkähne, die noch gar nicht gibt, unnötig ausgeweitet wurde. Auf alle Fälle ist es schön, hier gemütlich zu radeln. Nur nach dem Regen kann dieser Weg, der unbefestigt und leicht sandig ist, etwas ungemütlich werden.
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Der Weg endet etwas plötzlich am Wiesendamm am Ende der Kolonie. Man könnte Wiesendamm runter und direkt hinter Bahndamm rechts in einen schmalen Weg einbiegen. Dieser Sophienwerderweg führt uns wieder entlang Spree in Richtung Spandau. Vor der Tore des Wasser- und Schiffarhrtsamt endet dieser Weg aber abrupt. Hier muß man sich drehen und den gleichen Weg zurück.
Es gibt aber je nach Lust und Kondition viele Möglichkeiten, Tour fortzusetzen. Man könnte die Route, Wiesendamm, Rominter Allee, durch Laubenkolonie neben Sausuhlensee nehmen und bis Kolbenhain radeln und im Café K(im Kolbe-Museum) eigene sportliche Leistung belohnen. Oder radelt man die Freiheit(Industriegegend) weiter bis kurz vor S-Stresow, und in die Pichelswerderstraße, Schulenburgstraße. dann in dieTiefenwerderstraße einbiegen. Tiefenwerder ist ein verstecktes Dörfchen in der Großstadt. Am Spandauer Sübhafen kann man bis Heerstrasse am Spreeufer radeln. Tiefwerder Wiesen ist ein Sümpfgebiet, wo viele Vögelaerten ihre Neste haben. Am Pichelswerder und an der Havel gibt es mehrere Bootsclubs mit öffentlichen Casinos(d.h. Cafés/Restaurants), wo man Kaffee und Kuchen mit Seeblick geniessen kann. Wer noch nicht genug geradel hat, kann die Tour beliebig weiterführen. Aber S-Pichelsberg ist auch nicht weit, um dann gemütlich mit der S-Bahn nachhause zu fahren.
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Rückenwind, ausnahmsweise

Lange nicht geradelt. Vor allem vor der Fahrradmesse hatte ich keine Zeit. Nun will man unbedingt radeln, trotz ermüdetem Körper. Denn, das im Winter angesammelte Fett muß ich losbrennen. Auf den Rennradsattel und los auf Kronprinzessinenweg. Ich denke, erst langsam, um den schlaffen Körper aufzuwärmen. Komischerweise geht es leicht, viel leichter als ich dachte. Ich wunderte mich. Erst auf dem Rückweg merkte ich. Ach, das war Rückenwind. Kein Problem, der Rückweg ist sowieso leichter, da die Muskeln schon aufgewärmt sind. Am Wochenende Richtung Neu Fahrland, Satzkorn, Priort, und Wustermark. Einige Kirschbäume blühen bereits.
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Magnolie

Magnolie ist ziemlich der erste Baum in der Stadt und auf den Gärten, der im Vorfrühling blühen beginnt. In der Stadt stehen oft überraschend schöne Bäume, irgendwo völlig unerwartet auf kleinen Plätzen, Hinterhöfen und Baulücken.
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