Shimano Aero 1980

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Shimano fing 1977 damit an, Aerodynamik des Fahrrad zu forschen. 1980 brachte Shimano åx-Teile auf den Markt, die aerodynamisch gestaltet wurden. Shimano hat die eigenständige Entwicklung des Unternehmes darauf konzentriert, und ist beinah pleite gegangen. Geschäftlich war das ein Flopp. Aerodynamik ist zwar wichtig, aber mußte als gesamtes System Mensch-Maschine entwickelt werden. Für normalsterblichen war der Effekt nicht spürbar, obwohl angeblich 20% Reduktion des Luftwiderstand erzielt wurde(das ist Werte ohne Fahrer, also Aero-Rahmen + åx-Teilen gegenüber herkömmliches Fahrrad) Aber Shimano versuchte seitdem, technisch auf Überholspur zu gehen, was der Firma auch gelang.
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Es gibt heute noch diese Shimano-Aero-Rahmen aus der Zeit in einem guten Zustand. Sie wurden im Auftrag Shimanos bei manchen japanischen Rahmenbauwerkstätte gebaut. Er besteht aus Tange-Aero-Rohrsatz, und es gibt einige Varianten. Der hier ist mit normalen Muffen. Es gibt auch Rahmen mit Aero-Muffen. Das ist eine gute Basis für originelle Umbauten, als Singlespeed, als City Flyer. Reinrassig mit åx-Teilen oder irgendwas aus der Zeit, macht es fast immer eine gute Figur.
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ein Buch, Oderbruch und Immigrant Song

Ich habe ein Buch geschenkt bekommen, „Die Gleichung des Lebens“ von Norman Ohler. Es geht um die Melioration des Oderbruchs, angetrieben durch alten Fritz, der machtbewußte Aufklärer. Für die Stabilität und den Wachstum des aufstrebenden Preussens, der gerade Schlesien eroberte, landwirtschaftliche Leistungssteigerung vorantreiben wollte.
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Ich habe gerade erste 1/3 gelesen. Es ist spannend, hier im Oderbruch prallen unterschiedliche Parteien und Ansichten, Aufklärung gegen Tradition, Staatsmacht gegen kleine Volksgruppe, Rationale Aufklärung gegen die Natur, Ehrlichkeit gegen Intrigue, Vernunft gegen Leidenschaft. Oh, es klingt nach einer Kinowerbung o.ä. Aber während ich es lese, wurde mein Verlangen schnell groß, Oderbruch wieder anzuschauen, wo ich einige Jahre nicht mehr war. Eine hauptsächlich von Menschenhand geformte Landschaft, mit nur noch ganz wenig gebliebener sümpfigen Wasserwelt entlang Alten Oder, vor allem im Bereich des NSG Niederoderbruch. Wie bewertet man dieses Großprojekt Preussens aus heutiger Sicht? War das eine kluge Staatsführung, oder eine vom machtbesessenen Kalkül getriebene Umweltzerstörung? Hier habe ich keine Antwort. Aber der Schicksal Oderbruchs finde ich kinofilmreif.

Berlin-Lichtenberg 7:27. Der NEB-Zug RB26 kommt aus Küstrin. Menschen, meist Polnisch sprechend, strömen aus dem vollen Zug. Sie alle arbeiten in Berlin. 7:39 fährt der Zug wieder ab, ist halbvoll. Die meisten Fahrgäste steigen in Müncheberg aus. Danach fährt der Zug ziemlich leer durch Oderbruch nach Küstrin. Ich steige in Golzow aus, um ein wenig Landstrasse/Feldwege zu fahren. Nur Oder-Radweg wäre etwas eintönig. Golzow, bekannt geworden durch die Langzeitverfilmung „Kinder von Golzow“. Die habe ich nach der Maueröffnung im Historischen Museum gesehen(letzte 2 Teile müßte ich noch nachholen).
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Es ist weit und flach hier. Im heutigen Oderbruch kann man sich kaum die ursprüngliche Sumpflandschaft vorstellen, außer wenige Stellen an der Alten Oder. Die Melioration ist gut gelungen. Es ist aber, wenn ich so sagen darf, ein ödes Land, kaum Wald, keine Erhebungen bis zum Moränenrand(wie Oderberg, Oderinsel, Bad Freienwalde, Wrietzen, u.a.). Die Kornkammer Preussens, und der DDR, und nun wird beherrscht durch landwirtschaftliche Großbetriebe mit gigantischen Traktoren, um irgendwann kommende Lebensmittelkrise zu überstehen?
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An der Oder ist es hübsch mit großflächigen Auen, viel Schilfinseln. Drüben ist Polen. Dort weiden die Kühe genauso wie diesseits. Gleiche Landschaft. Hier taucht mir immer die Fragen,, was ist eigentlich die Staatsgrenze?
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Ich sehe Oderbruch aber nicht negativ. Ich werde sogar sagen, daß diese Landschaft gewisse Charme besitzt. Diese mit viel Anstrengung gewonnenew Fläche von ca. 20x80km ist ein ausgesprochenes Immigrantenland. Es ist sozusagen Amerika Deutshlands und gab sicher viele Menschendramen und bewegte Schicksale. Wie haben die Menschen in den neu aufgebauten Kolonistendörfer gelebt, die z.T. von sehr weit hierher kamen, um dort ein neues und hoffentlich ein besseres Leben zu beginnen? Allein das ist spannend.
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Im Neulietzegöricke, das erste Kollonistendorf im Oderbruch, stehen die Häuser fast wie damals. Es ist kurz vor Mittag, ganz still. Nur ein Mini-Kaufladen des Dorfs ist offen, und hat einige Kunden, die im Vorgarten was Kühles trinken, offesichtlich Dorfbewohner. Ich kaufe mir ein Eis, Fürst-Pückler-Eis. Ich mag das, aus Nostalgie. Denn ich hatte als Kind gerne dieses Eis gegessen, auch in Japan, dieses 3-farbige Eis im Waffel. Es ist heiß unter der Sonne. Zum Glück gibt es ein wenig Wind. Ich geniesse das einfache und altmodische Eis.
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_Ich erinnere mich, es war etwa vor 10 Jahren, im Oderbruch irgendwo in einem kleinen Kolonistenangerdorf. Es war auch ein heißer Tag. Ganzes Dorf riecht nach frisch geerntetem Heu. Mein Wasservorrat war bereits leer. Natürlich kein Ladengeschäft weit und breit, wahrscheinlich nächste 15km gar nichts. Niemand ist da zu sehen. Ich muß irgendwo klopfen/klingeln und um Wasser bitten. Ich zögere, denn es herrscht eine Totenstille, will niemanden aus dem Mittagsschlaf reissen. Ich schiebe mein Rad, komme gleich zum Dorfrand. Dann, höre ich ganz leise Musik laufen von einem Innenhof am Dorfrand. Immigrant Song, von Led Zeppelin. Ich bin erleichtert, nicht alle Häuser klingeln zu müssen, und gehe mein Rad schiebend in den offenen Hof hinein, die Musik folgend. Das Haus im Kolonistenstil und die Scheune aus Backstein sind nicht in einem gepflegten Zustand. Dann sehe ich eine Frau auf einem Liegestuhl, unter einem Lindenbaum, neben ihr ein Radio, aus dem die Musik kommt. Ich nehme meine Mütze ab und sage, „Guten Tag, ich bin ein Radwaderer. Ist es möglich, etwas Wasser zu bekommen? Ist mein Vorrat seit 1 Stunde alle.“ Sie hebt ihren Cowboyhut und schaut mich an. Fixierender Blick, eine Frau so knapp 40,, Etwas verlegen warte ich auf ihre Antwort, vielleicht war es nur ein Paar Sekunden. Sie sagt “ klar, da ist ein Wasserhahn, bediene Dich einfach. Erst etwas laufen lassen, Das Wasser kann jetzt sehr warm sein.“ Sie zeigt mit ihrer Hand die Richtung. „Oja, vielen Dank. Und entschuldige bitte für die Störung.“ „Kein Ding.“ Sie steht auf, ist nicht so groß, aber erweckt mir einen Eindruck, sie wäre ein Modell von Helmut Newton, irgendwie. „Du hast Glück. Bin hier erst seit 2 Tagen, wieder,,“ „Na sowas, ja ich bin wirklich froh. Mit so einem heißen Wetter habe ich nicht gerechnet. Diese Musik hat mich gerettet, Immigrant Song, was?“ „Du kennst das Stück? Schön, so ein Zufall.“ Zufall? Ich ahne nicht was sie damit meinte. Das schien mir kein Zufall zu sein, Immigrant Song in einem Kolonistendorf zu hören. Ich sage aber, „Allerdings, ich fand es auch,, Ein seltsamer Zufall. Sind Sie im Urlaub gewesen?“ Sie lacht, „Urlaub? So könnte man es auch sagen,, ich war für 10 Jahre weg, und nun wieder hier, zuhause.“ „Waren Sie in Berlin? Oder wo waren Sie, wenn ich fragen darf,,“ „Berlin? Das interessiert micht nicht sehr. Ich bin in die USA ausgewandert. Hier wars mir zu eng gewesen.“ „Zu eng? Das klingt ja lustig. Mir kommt es sehr weit vor, dieses Oderbruch.“ „Ha, Du kommst aus Berlin, nehme ich an. Bin hier geboren, genauso wie meine Ururgroßeltern und noch weiter zurück. Irgendwann wird alles zu klein und eng.“ Sie dutzt mich, na dann,, „Wenn Du das meinst, kann ich auch nachvollziehen. Und, wo in USA?“ „Hmm. Neil Young,, sagt Dir was?“ „Äh,, Ohio?“ Sie steht plötzlich direkt vor mir. „Huh, bist Gut!“ grinst Sie,,,_
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Ich wollte an der Zollbrücke Mittag machen. Aber nach dem Eis fühle ich mich wieder erfrischt. Man kann im „Zollbrücke“ gut essen, aber ich möchte mich nicht vollstopfen.So fuhr ich weiter auf dem Deich. Ich habe auch 2 Butterbrot und Nußriegel eingepackt. Proviant ist sehr wichtig, wenn man an Wochentage unterwegs ist. Viele Lokale machen nur am Wochenende auf.
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Ab Neuglietzen wird es etwas langweiliger. Der Radweg auch etwas schlechter. Vor Hohensaaten wird es wieder besser. Aber vorher biege ich links ab, radle entlang Wrietzener Alten Oder. Oderberg ist eine alte Stadt. Im Sommer sind viele Urlauber hier. Jetzt ist die Stadt aber ruhig. Cafe „Hier und Jetzt“, wo ich einkehren wollte, war zu(wird nur an Wochenenden aufgemacht). So gönne ich mir 3 Kugeln Eis a 80 Cent in einer Eisdiele, der ziemlich als einzige in der Stadt offen ist. Diese Stadt entwickelt sich leider sehr langsam, und recht unterschiedlich.
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Eberswalder Chaussee direkt hinter der Stadt ist gesperrt wegen Bauarbeiten so daß man einen Umweg um einen Berg machen muß. Die Strasse von Oderberg zum nächsten Ort Liepe ist soweiso etwas ganz anders als Oderradweg, mit einem bergigen Charakter, was für den Radfahrer Spaß bereitet. Hier befindet man sich an Moränenkanten, die teils bis über 120m hoch sind.

In Liepe, mehr touristisch orientiert?, überquere ich die Wrietzener Alten Oder, und fahre die Feldwege. Strasse nach Schiffshebewerk ist mehr für Motorrad. Ich nehme den Weg neben Finowkanal, um den Baufotschritt des neuen Schiffshebewerk anzuschauen.
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Mensch, es ist aber häßlich diese Betonkiste!! Unnötig dekorativ und bunt auch noch, was bereits jetzt veraltet aussieht. Mir kommt die Frage auf, ob dieses neue Hebewerk überhaupt notwendig ist, oder nur ein Beamtenprojekt, um Projekt zu machen und zu betreuen, ist. Ich bin recht suspekt. Dagegen hat das alte Hebewerk nichts unnötige an sich, hat mehr Bestand und Berechtigung. Ich würde das neue in Betrieb nehmen, um das alte komplett zu sanieren, und danach das neue wieder abreissen.
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Der Feldweg, den ich von Niederfinow Richtung Falkeberg genommen habe, war zuerst Panzerplatten, dann aber wird deutlich schlechter, mit groben Schottern. Irgendwo verschwindet der Weg, aber zum Glück kommt man doch noch zu einem Feldweg entlang Kanal. Gar nicht zum Empfehlen! Ich bekam Platten auf dem Schotterweg, fuhr dummerweise 100m weiter. Schlauch war durchlöchert. Das konnte ich nicht mehr reparieren. Neuen Schlauch hatte ich blöderweise auch nicht. So habe ich das Rad bis zum Bahnhof Falkenberg geschoben und endete die Tour dort. Eigentlich wollte ich bis Wrietzen radeln,,, nächstes Mal(mit Ersatzschlauch). Trotzdem, eine nette Tour. Überall singen Kukucks jetzt. Im Sumpf unzäglige Frösche und viele Libellen. Einige Ritterfalter auch. Ich werde das Buch zu Ende lesen. Dann werde ich wieder hierherkommen.

Route des Tages, 90km. Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt Oder und Eberswalde wird Wrietzen-Eberswald in Stundentakt, Wrietzen-Frankfurt in 2-Stundentakt bedient. Ich nahm den Zug nach Frankfurt, dann vor dort direkt nach Charlottenburg, damit ich nicht oft umsteigen mußte, mit meinem platten Rad.
Route Golzow Falkenberg

Mercedes Benz 904, Raizin Works

904 ist nicht ein Wagentyp von Mercedes, sondern Farbcode, Dunkelblau, eine schlichte Bezeichnung. Diese Farbe gab es lange, anfangs als Dunkelblau, später als Mitternachtsblau, ohne Metallicflocken natürlich, schon seit 50er Jahren, glaube ich. Und das ist das Thema dieses Fahrrades, Konsequent zurückhaltend, klassisch, elegant, etwas wie W111 Coupè. Dazu viel Chrome und poliertes Metall, natürlich auch Leder.
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Zurückhaltend auch grafisch. Keine Beschriftung, außer mein „K“ in Mercedes Granitgrau und fast unsichtbares „Raizin“ auf japanisch, was matt und farblos ausgeführ wurde. Ich hatte Lust gehabt, extra für dieses Rad eine Emailliertes Steuerkopfschild zu machen. Aber das wäre zuviel geworden.
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Aufgebaut mit ausgesuchten Teilen, ist das ein Tourer, sozusagen eine Berlinetta. Es wurde gleich Taschen(Satteltasche und Fronttasche) aus Segeltuch und Leder mitentworfen, welche eine einwöchige Reise ermöglichen sollen. Das ist ein großer Vorteil bei Maßanfertigung. Der Lenker ist Ergonovavon 3T mit ovalem Querschnitt. Daher muß der VorbauKlemmung ø31,8 und offen sein. Und Schaft ist normal 22,2mm. Das ist auch ein Vorteil von Einzelanfertigung. Man kan Sachen machen, was als Serienteil nicht gibt.
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Der Rahmen, Träger wie Vorbau wurde von Fukuda-san bei Raizin-Works Japan gebaut. Rohrverbindungen sind komplett Fillet-Brazed. Steuerrohr und Sattelrohr weisen extra gestaltete, auch zurückhaltende, Bilaminates aus. Züge sind komplett innenverlegt. Schatzüge sind im Unterrohr gekreuzt, um saubere Zugführung am Lenker/Steuerrohr zu ermöglichen. Schaltzug läuft komplett innengeführt, auch an Innenlagerschale.
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Rahmengröße ist 620mm(mitte-mitte)/650mm(mittte-Oberkante), Oberrohrlänge 590mm ganz ohne Sloping, Vorbaulänge 110mm, Tretlagerabsenkung 70mm. Radstand ist für die Reise angenehme Maße, Rohrwinkel 72°/72°. Rohrsatz ist Kaise 019. Das Rad wiegt in abgebildetem Zustand ziemlich genau 10kg.
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Für heutiges Verhältnis ein absolutes Understatement. Das ist wiederum eine klare Aussage.

Not-Operation, oder die Liebe wird besiegen.

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SOS, ein Fahrrad im Seenot, mit einem gebrochenen Ausfallende gerät es in Gefahr, in den Müll zu landen. Aber die Liebe zu der alten Weggefährte ist stark. Und die Liebe ist die Rettung. So kam die gebrechliche Dame zu mir, und soll wieder auf alten neuen Glanz gebracht werden. Votox-Spritze? Nönö, der Rahmen soll repariert und gerichtet werden, dann neu lackiert werden, natürlich in gleicher Farbe, ganz klar. Bei der Gelegenheit sollen einige Teile upgradet werden. Das wird eine Groß-OP.

Der Lack, Peugeot Metallic Grün aus den 80ern, hat sehr viel Abplatzer. Das ist nicht normal.
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Erster Schritt ist Zerlegen des Rades in Einzelteile, dann die Reparatur vom Rahmen. Für die Rahmenreparatur beauftrage ich David, der sorgfältig arbeitet. Gebrochen ist zwar nur rechte Seite, ausgetauscht werden aber beiden Ausfallenden, um die Waagerechte des Rahmens zu garantieren.
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Wie so oft bei älteren Rahmen, hatten wir schwer, Innenlager zu lösen. Da das Innenlagergehäuse(Rahmenteil) kein Entwässerungsloch hat, konnte die Feuchtigkeit nicht auslaufen, und den Innenlager total rosten lassen. Hier war eine chirurgische Behandlung bzw. Metzgerarbeit notwendig. Zum Glück sind die Gewinde noch heil geblieben. Nun wurde ein Loch zum Entwässern gebohrt. Da die Innenseite des Rahmens relativ viel Rost auswies, wurde sie nach dem Lackieren mit Wachs hohlraumversiegelt.
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Halter von alten Dynamo, was schon lange nicht gebraucht wird, wurde geflext, und die Stellen der Punktschweissung mit Lot gefüllt.
Bis dahin hat es fast 3 Wochen gedauert. Dann kam die Fahrradmessen dazwischen und das Projekt ruhte eine Weile. Danach für die die Lackierung weitere 2 Wochen. Am lliebsten würde ich den frisch lackieren Rahmen weitere 4 Wochen auf Fleischerhaken hängen, um die Lackschicht weiter härten zu lassen. Dafür habe ich diesmal nur eine Woche Zeit genommen. Denn das Wetter wurde fast sommerlich gut. Das Rad will gefahren werden. FÜr die Montage wurde gewünscht, das Vorderlicht am Ausfallende, und das Rücklicht am Sattel zu montieren. Solche Arbeit mache ich gerne. Nun ist die alte Dame wieder ganz frisch und sieht verjungt aus, ohne ihr Wesen verändert zu haben.
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Das war eine kostenintensive und zeitaufwendige Operation. Das ist ja eine wahre Liebe.
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Strassenbahnfahrt durch Leipzig 1931

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Als ich zum ersten Mal diesen Film gesehen habe, dachte ich, „Wow, so sollte es sein, so sollte es wieder werden!“. Es ist eine Filmaufnahme der Stadtlandschaft, vom Führerstand eines Trams. Man kann die Route verfolgen, wenn man gleichzeitig Google Maps o.ä. anschaut, denn die Strassenbezeichnungen werden eingeblendet. Für heutiges Verhältnis sind die Strassen recht leer, und der Verkehr entspannt. Leipzig war damals schon eine Großstadt hatte damals den Höchststand der Einwohnerzahl erreicht, über 700.000. Hier im Film fehlen aber die Automasse, und das Tempo ist anders. Man sieht recht unterschiedliche Fahrzeuge für unterschiedliche Zwecke. Mittel zum Transport scheint vielfältiger zu sein als heute.
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Und viele Radfahrer, Herren wie Damen. Für Klassik-Fans auch interessant, die Räder und Kleidung anzuschauen.
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Heute wäre solche Situation mit leer wirkenden Strassen nur denkbar in der Sommerferienzeit, wobei das Tempo des Autoverkehr hoch bleibt. Ich will nicht mit dem modernen Begriff Entschleunigung was anfangen, aber vielleicht mit der Entspannung. Täglich merke ich auch unter den radelnden Pendlern Leistungsdruck. Man will schnell ans Ziel, zur Arbeit oder Nachhause, kommen. Man radelt schnell wie möglich und tritt verbissen auf Pedale. Die Gesichtzüge sind fast in der Kampfstimmung, mindestens nicht vergnügt fröhlich. Wenn ich 10km so hart radle und 5 oder 10 Minuten schneller ankomme, bin ich damit glücklicher?
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Ich bin dankbar, daß einer so viel Mühe gemacht hat, diesen Film entwackelt und in richtigem Tempo zu restaurieren.

Angermünde – Templin

Meine Freundin schaute Kartenmaterial, was ich vom ‚Tourismus Marketing Uckermark‘ auf der Velo Berlin Messe geholt habe. Und sagte, „diese Route am Sonntag“. Jawohl!
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Angermünde – Templin hatten wir schon vor Jahren. Ich weiss aber nicht mehr, welche Route wir genommen haben. Diese Route hier ist ein Teil vom „Uckermärkischen Radrundweg(290km)“. Es ist auch interessant zu erfahren, was Tourismusbüro empfiehlt. Von diesen Broschüren habe ich einiges in der Werkstatt. Wer sie haben möchte, kann abholen kommen.

Angermünde wie Templin sind recht hübsche Städte, wobei Templin mit ihrer Stadtmauer und -Toren etwas mehr zu bieten hat. Stadtkern beider Orte haben einen barocken Grundriß. Gut erhaltener mittelalterlicher Stadtkern ist selten, denn es wurde meistens durch Feuer zerstört und danach ganz neu wiederaufgebaut. Gebäude sind aus verschiedenen Epochen, aber es gibt kaum ganz neuzeitliche Gebäude in Innenstadt, das finde ich nicht schlecht.

Wir starten in Angermünde. Die Zugverbindung von Berlin nach Norden ist momentan etwas schlecht, weil der Strecknabschnitt um Bernau saniert wird(zu lange vernachläßigt!). Das wird noch ganze Weile dauern. Erst mit der S-Bahn nach Bernau, dann mit Regionalzug nach Angermünde fahren. Wir haben Stoßzeiten vermieden und der Zug war recht leer. Im Stadtkern eine Runde drehen. Am Sonntag ist es sehr ruhig hier.
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Ein recht hübscher, klassizistischer Wasserspender und Maibaum am Marktplatz. Ich dachte, Maibaum ist nicht typisch brandenburgisch, im Nordbrandenburg gar nicht. Aber das verbreitet sich immer mehr. Hübsch ist das ja.

Draussen blühen Raps und Apfelbäume. Rapsfelder in geschwungener Landschaft sind hübsch. Der Duft ist für mich angenehm.
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Gerade 12km geradelt, ist gleich in Wolletz Mittagessen angesagt. Ein netter Platz, nettes Lokal. Heute Knacker mit Kartoffelsalat, meine Freundin Wildschweinwürstchen mit Bratkartoffeln.
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In Wolletzt gibt es auch kleine versteckte Badestellen. Das Wasser ist noch etwas frisch. Meine Freundin liebt das Wasser, hat aber diesmal nicht reingesprungen.
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Überall Löwenzahn, gelb und verblüht. manche Felder sehen gelb gepunktet aus.
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EIne Blindschleiche legt sich auf wärmenden Boden. Sie hat Tarnfarbe und ist nicht sehr gut erkennbar. Oft wird sie auch von Radfahrern überfahren, unbemerkt.
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Der Weg entlang Wolletzsee ist wunderbar. Das ist ein alter Weg, gesäumt von prächtigen Kastanienbäume. Mit angenehmen Auf und Ab macht das Radeln Freude.
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Kolonie von Waldmeister sieht man hier und da im lichten Wald. Und auch diese hübsche Blumen, deren Namen ich nicht weiss, sind oft anzutreffen.
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Zwischen Glambeck, Parlow udn Friedrichswalde ist stellenweise sumpfig(Erlenbruch) moorig. Früher bedeckte das Moor über 20% des Norddeutschlands, hier in Brandenburg genauso, oder noch mehr. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin versucht man, Moor wiederauferwecken zu lassen. Wasserstand der durch Kanalisierung trockengelegten Fläche wird wieder angehoben.
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Schön sind die alte Alleebäume. Das heißt oft so, dieser Weg hier war eine alte wichtige Strasse, nicht mehr benützt weil eine neue autogerechte Strasse gebaut wurde, dann neuerdings auf Fahrradstrasse umgebaut, zum Glück des Radlers. Trinkpause vor lauter glücklichen? und friedlich in der Sonne Gras kauenden Kühen.
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Ach ja, an diesem Sonntag, sonnig ,22 Grad, wenig Wind, also ideales Radelwetter, waren erstaunlich wenig Radfahrer unterwegs. Vielleicht wollte man eine Paus einlegen zwischen beiden langen Wochenenden. Ein Kranichpaar sucht Futter auf dem Feld. Manche Kraniche bleiben ganzjährig in Brandenburg und brüten im versteckte Moor/Sümpf.
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Der Weg ab Solln nach Templin ist etwas langweiliger. Erst neben einer Strasse, dann im Wald, aber gerade und flach. Das ist vielleicht ökonomisch und einfacher, Radwege zu bauen. Zum Radeln ist es aber etwas eintönig. Zumal sieht man auch nicht viel von anliegendem Lübbesee. Hier werde ich empfehlen, andere Wege zu nehmen. Ansonsten ist diese Route, fast gänzlich gut geteert, recht angenehm, kann von jedem mühelos gefahren werden. Also empfehlenswert. Mir aber fehlt etwas an Abwechselung, da fast nur Radwege.
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Am Starandbad Templin waren einige Schwimmer zu sehen. Von hier bis zum Bahnhof Templin Stadt ist nur 2km. Da meine Freundin nicht in Templin abendessen will, fahren wir direkt zum Bahnhof. Den hübschen Stadtkern lassen wir links liegen. Also nächstes Mal. Gerade erwischen wir einen Zug, der normalerweise bis Oranienburg fahren soll, aber wegen Bauarbeiten auf der Streck nur bis Löwenberg fährt. Im Bahnhof Löwenberg muß man Bahnsteig wechseln, ohne Aufzug, durch Treppenbrücke. Das ist für manche nicht leicht, vor allem für diejenige mit schweren E-Bikes. Der Zug aus Rostock ist gut gefüllt. Die Sommersaison beginnt, auch die volle Fahrradabteilung(das ist noch überschaubar).
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A.S. Gillott Italo Road, 1968 by Ron Cooper

A.S: Gillot war ein Fahrradgeschäft in London, gegründet vom Arthur Gillott 1921. De Geschäftsführer Harry Carrington hatte gleich nach dem Krieg eine Voraussicht, daß eine große Nachfrage auf hochwertige Lightweight Cylcles geben wird. So hat er eigene Werkstatt vorbereitet und exzellente Rahmenbauer wie Jim Coliier und Bill Philbrook eingestellt. Gillot wurde respektiert wegen seines sehr hohen Qualitätsstandard und der fein dosierten Ästhetik. Bis in die 60er Jahre wurde Gillot für Weltmeisterschaft/Olympiade eingesetzt, in der Zeit, als italienische Rennräder sich weltweit durchsetzen begannen(Cinelli, Masi usw.). Über die Geschichte von Gillott bitte lese hier und dort. Hilary Stone sagt, alle Gillotts sind ausnahmslos gut gebaut. Er kenne keinen schlechten Gillott. Gillott Bahn- wie Rennräder wurden von vielen Profis und Topfahrer gefahren. Es war eine der feinsten Rahmenbauwerkstatt weltweit.

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In den 60er Jahren sid traditionell britische Rahmenbauformen beinah verschwunden, ersetzt durch italienische Machart, was mehr wendigkeit und Steifheit, Vorteilhaft in Massenrennen, versprach. Dieser Rahmen(51cm c-t), gebaut von Ron Cooper, der langjährige Rahmenbauer bei Gillott, der 1967 die Firma verließ, um eigene Werkstatt aufzumachen, aber noch weiter für Gillott gebaut hat, zeigt typisch italienische Geometrie und Details von damals. Einige britische Details wie die Behandlung von Sattelstreben, Vorbereitung für Blumels-Schutzblech sind noch vorhanden und das macht diesen Rahmen interessant.
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Dieses Rad habe ich völlig histrorisch inkorrekt aufgebaut, mit den Teilen, die ich in Kisten hatte. Wahrscheilich wäre Campa Record/Nuovo Record das richtige Auswahl für diesen Rahmen. Das wird aber nicht als Rennrad verwendet. Großes Kettenblatt und kleiner Ritzel wollte ich auch nicht. So kam ein praktisch bequemes Junk-Parts-Assenbly zustande, was mich überhaupt nicht stört. Das ist ein einfacher Gillott-Rahmen. Es gibt viel schönere, mit ‚Fleur de Lis‘-Bilaminates oder Spear Point Muffen, R.J.B.Doppelplattengabelkrone usw.(ich habe auch noch so einen). Die Lackierung scheint original zu sein. Rohrsatz ist komplett aus Reynolds 531.
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Blütenpicknick 29. 04!

Es war leider bereits verblüht. Das macht Kirschblüte liebenswerter, weil sie so schnell vergänglich ist. Hoffe, nächstes Jahr haben wir besseres Timing.
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Trotzdem, danke für die nette Zeit dort!

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Am kommenden Sonntag, 29. 04. fahre ich wieder nach Satzkorn zur Kirschenallee, und mache dort einen Picknick. Ortsangabe hier, Satzkorn, Bahnhofstrasse, ca. 200m vor dem Bahnübergang. Jeder ist willkommen. Jeder sollte irgendwie hinradeln. Einige unterschiedliche Routenvorschläge bitte siehe unten. Proviant und Decke sollte jeder mitbringen. Ich hoffe, das Wetter macht mit. Bei schlechtem Wetter(Regen) werde ich nicht hinfahren. Falls jemand mit dem Auto kommen möchte, parke das Auto am Dorfrand Ecke Rosenweg/Bahnhofstrasse, und Stückchen laufen. Ich werde etwa 13 bis 16 Uhr dort bleiben. Falls jemand irgendeinen Tip braucht, bitte mailen.
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Satzkorn Bahnhofstrasse

Route 1: Vom S-Wannsee aus, entlang Havel, schöne und angenehme Wege, ca. 23km. Mit jedem Fahrrad gut befahrbar.
S-Wannsee - Satzkorn

Route 2: Für Waldwegeliebhaber (Vom S-Wannsee mit der BVG-Fähre zu Kladow. Fähre fährte jede Stunde, ab Wannsee XX:00, ab Kladow XX:31. An schönen Sonntagen mind. 15 Minuten vor Abfahrt an der Fährstelle sein! fähre Kladow ist noch AB-Bereich). Für Mountainbike, Trekkingbike, Normalfahrrad, aber nicht für Rennrad geeignet, ca. 20km.
Kladow Fähre - Satzkorn

Route 3: Ab S-Grunewald. Wer will, kann auch Havelchaussee und Willi mitnehmen. Rennradtaugliche Route, aber auch für andere Radtypen, ca. 30km.
Grunewald - Satzkorn

Route 4: Die kürzeste Möglichkeit. Ab Bf. Elstal (erreichbar mit RE4, 25 Min. vom Berlin Hbf.), nur 12km. Wer noch weniger radeln möchte,, gibt es noch Möglichkeit, bis Priort mit dem Zug zu fahren und dann 5km zu radeln,,,
Elstal - Satzkorn

Route 5: Ab Werder. Eigentlich eine sehr schöne Route. Aber beim Baumblütenfest sind die Züge voll, trotz vielen Sonderzügen. Deshalb diesmal nicht wirklich zu empfehlen(vormittags würde es gehen). Als radelroute aber ganz schön, ca. 18km.
Werder - Satzkorn

Wenn wir Glück haben, können wir unter fallender Blüte eine schöne Zeit geniessen.
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magnolia المغنوليا

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Schade, ich konnte das Rad, das Magnolia genannt wurde, nicht vor einem prächtigen Magnolienbaum fotografieren. Dafür, ein Foto vor einem prachtvollen Birnbaum.

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Statement der Besitzerin ist deutlich. Das gefällt mir. Die Marschrichtung war vom Anfang an klar. Ein leichtes Rad für 1,55m größe Frau(Schrittlänge 70cm), die bisher mit einem über 23kg schwere 28″ E-Bike eines renommierten Herstellers kämpfen mußte. Das neue Rad sollte passgenau für sie entworfen sein, also ohne Frage ein 26″ Rad mit leichten Teilen equippt. Nicht nur leicht im Gewicht, sondern auch in der Handhabung. Leichtgängigkeit ist groß geschrieben, da sie auf ihrem Arbeitsweg einige kurze, aber heftige Steigungen zu meistern hat. Und wenn sie S-Bahn nehmen will/muß, kann sie das Rad selbst tragen, und muß nicht mehr auf hilfsbereite und kräftige Männer warten.

Auch daher eine extrtaleichte Übersetzung. Bis der Rahmen fertig konstruiert wurde, fiel die Entscheidung noch nicht, ob Schaltwerk oder Schaltnabe. So habe ich für beide Möglichkeiten gesorgt.Letztenendlich wurde auf Schaltnabe(Alfine 11fach) entschieden, weil sie diese Schaltung bereits auf dem E-Bike hat und sie doch gut findet. Ursprünglich mit einem Kettenspanner gedacht, aber zum Glück passte die Hinterachse goldrichtig in die Mitte des kurzen Ausfallende so daß ich auf Kettenspanner verzichtet habe.
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Ach ja, der Rahmen wurde in Deutschland gebaut, von einem erfahrenen Rahmenbauer, dessen Vater auch Rahmenbauer war. Ich bin froh, daß ich ihn kenne. Gewisse Sachen kann man mit ihm sehr gut machen. Wie immer, ich muß begreifen und wissen, wie der Rahmenbauer arbeitet, und den Entwurf so steuern, daß er möglichst ohne Problem bauen kann, nach seiner Arbeitsweise. Das mache ich mit jedem Rahmenbauer. Dann habe ich einen großen Vorteil, daß ich je nach Bedarf einen bestpassenden Rahmenbauer aussuchen kann.

Und die Farben! Es gab klare Aussage; es soll so ähnliche Farbe sein wie von Mericer in den 80er Jahren, pink mit leichter Brise Lila in Metallic. Das Rad soll Magnolia heissen. Das klang alles gut nachvollziehbar. Hier herrscht gedanklich die Klarheit. Beschriftung etwas grünlich wie die Blätter, und Bilder von Magnolienblüte, einmal ganz abstrahiert, und einmal eher realistisch. Ich habe die Masken gezeichnet und mein Vertrauenslackierer Robert hat sie mit seinem Airbrush-Können realisiert, wirklich prima.
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Und warum المغنوليا, Magnolia auf Arabisch? Einfach weil sie Arabisch lernt und die Sprache toll findet. Arabische Kaligraphie finde ich sehr schön. Da könnte ich auch mal was probieren, verschiedene Schriften als grafische Muster für den Rahmen zu nehmen.

Meiste Teile hat sie, zusammen mit ihrem Mann selbst ausgesucht, chapeau! ich bin nur beratend zur Seite gestanden(nur gedanklich, denn sie lebt 600km von Berlin entfernt). Bei 26″ ist es heute schwer, leichte Felgen in silber zu finden. Reifenwahl war sie nicht ganz sicher, ob 38mm reicht, oder besser 42mm oder breiter. Rahmen wurde so konstruiert, Reifen bis 45mm aufnehmen zu können, zusammen mit 50mm breitem Gilles Berthoud Schutzblech. Nun ist die wahl auf 38mm schmale Panaracer gefallen. Daher etwas großer Raum zwischen Reifen und Blech. Das finde ich nicht schlimm, denn keiner sieht das Rad wirklich von der Seite. Die Möglichkeit, evtl. später breitere reifen einbauen zu können, ist wichtiger.
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Hier ein Wort zu Shimano-Teile,, Ich verstehe es nicht, warum Shimano eigene PRodukt so häßlich gestaltet. Häßlich ist nicht gleich markant. Sie sind so beliebig und gedankenlos geformt. Schalthebel von Shimano möchte ich eigentlich nicht einbauen, wenn ich darauf verzichten könnte,, Vielleicht hat Shimano zuviel Produkte.Wer kann Deore, XT oder SLX auf Anhieb unterscheiden? Und den Sinn dieser gewisse Vielfalt verstehe ich auch nicht, außer daß sie unterschiedlich kosten. Eine radikale Produktbereinigung täte gut. Aber als Marktführer hat Shimano Angst, kleinste Marktnische liegen zu lassen. Genau, diese Häßlichkeit ist Ausdruck der Angst, oder?
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