Flohmarkt, Sale, Umzug und Umtrunk, 06. Okt.

Ich veranstalte Flohmarkt in der Werkstatt, zusammen mit Kollegen Dan, Michael und David. Ich werde außer Fahrradteile, auch Rahmen und Räder anbieten, denn ich ziehe nach Karlsruhe und schließe meine Berliner Werkstatt zum Ende Oktober. Mein lieber Freund und Kollege Dan Santucci macht seine Werkstatt weiter. Ich werde in Karlsruhe wieder eine Werkstatt aufmachen. Wenn es soweit ist, melde ich mich auf dieser Stelle. Am 06. stelle ich Kiste Bier und andere Getränke. Wenn Ihr Zeit und Lust findet, vorbeizukommen, würde ich mich sehr freuen. Am Samstag werde ich etwas länger machen.
Sa. 06. 10. ab 13 Uhr bis 21 Uhr oder länger,
So. 07. 10. ab 14 Uhr bis 19 Uhr
Sonntag ist leider gestrichen, da der Raum anderweitig verwendet wird.
Verlosungen für alle wird vorbereitet.

An dieser Stelle bedanke ich mich meinen Kunden herzlich für das Vertrauen, lieben Kollegen für freundliche Zusammenarbeit, die ich nach Möglichkeit gerne fortsetzen würde, und vor allem meinem Werkstattkollegen und Freund Dan für die ausgezeichnete Kooperation.

Und besonderen Dank gilt dem magischen Ort Berlin, die(Berlin ist weiblich,,), als ich zu ihr kam, eine geteilte Stadt durch kalten Krieg war, und den lieben Freunde und Freundinnen, die stets gut zu mir waren. Ich habe die Berliner Luft, die mich motiviert wie inspiriert hat, gern geatmet und die frech berlinernde Mädels geliebt.

Oktober werde ich zwar sehr oft in der Werkstatt sein, um aufzuräumen, aber nicht immer für Kunde Zeit nehmen können. Dafür bitte ich um Verständnis. Aufträge werde ich weiter annehmen, die Realisierung aber könnte länger dauern. Wir sehen uns spätestens zur Messe im Frühling wieder. Bis dahin schöne Tage, frohes Schaffen und viel Freude(natürlich beim Radeln)!

Opas Peugeot

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Großvater von Axel war ein beständiger Radler. Er radelte täglich seitdem er Rentner wurde. Er radelte bei Sonne und bei Regen, kam zum Essen zurück, und schlief. Das war sein Tagesablauf. Sein Peugeot, PX10, begleitete ihn lange Jahre(davon hatte er 2 Stück. Eins ist leider verschollen). In der Erinnerung von Axel ist sein Opa und Peugeot eine untrennbare Einheit.
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Vor 25 Jahren, lange nach dem Opa gestorben war, wurde der Originallack zum Opfer des zeitgemäßen Designbewußtseins. Der Rahmen wurde in matten grau lackiert, dazu noch nicht genügend(oder gar keinen) Härter reingemischt so daß der Lack nie fest wurde. Nach diesem Desaster verschwand das Rad ins Keller und fiel in langen Dornröschenschlaf.
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Wäre das Rad in ewige Vergessenheit versunken, wenn nicht seine Schwester sich daran erinnerte, daß Opa ihr das Rad vermachtet hatte. Nun, mußte Axel schnell ins Keller und das Rad ins Tageslicht bringen. Der Lack hat sich mittlerweile auch ohne Härter gehärtet, aber wie Elefantenhaut mit vielen Falten. So kann man das Rad nicht seiner Schwester übergeben,, Nu, es soll in die Schönheits-/Verjüngungskur geschickt werden.
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Es war ursprünglich weiß, das wußte Axel noch genau. Da es nicht aallzuviel kosten darf, schicken wir den Rahmen zum Pulvern. Verkehrsweiss, ziemlich das weisseste in RAL-Farben. Dazu schöne Aufkleber drauf, auch Head Badge, was längst verlorenging. Steuerrohrmuffen, die eigentlich schwarz gewesen sein müßte, lasse ich weiss. Ich muß Zeit und Kosten sparen. Aufkleber drauf, sieht der Rahmen sofort nach Peugeot aus. Peugeot-Grafik ist wirklich markant und gut. Das motiviert mich auch, das Rad aufzubauen.
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Natürlich sollen möglichst viele Originalteile eingebaut werden. Ein Erinnerungsstück soll es bleiben, was einige Geschichten vom Großvater erzählen würde. Aber problemlos fahrtüchtig soll es werden, denn eine Großenkelin soll das Rad fahren, bald, wenn sie noch ein wenig größer wird. Nun überlege ich, was bleiben und was ersetzt werden soll.
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Radsatz von und hinten sind unterschiedlich. Das zeigt eine lange Geschichte dieses Rades und das bleibt so und wird nur gerichtet. Innenlager hatte Spiel. Vorsichtshalber wird er ersetzt durch NECO-Lager mit französischer Schale(das ist ein Glück für Französen-Fans, daß so etwas gibt). Schutzblech SKS in Champagner Farbe ist ziemlich verbogen. Das wird ersetzt durch Bluemels Classic in Schwarz/Silber. Alu-Trainingsbügel machte etwas müden Eindruck, so daß er durch ähnlichen Velo Orange Lenker ersetzt wird. Für junges Mädchen ist Weinmannbremshebel zu groß. Er wird durch damengerechten Teatro Inverse-Hebel ersetzt. Lenkerendschalthebel wandert deswegen zum Unterrohr. Kerzensattelstütze wird durch einfacher zu handhabende ersetzt. Die einseitige Campagnolo Rennpedale(Opa war ein richtiger Radler) wird durch Leotard Promenade-Pedale ersetzt. Natürlich werde die Reifen ersetzt, diesmal kostengünstige und gut aussehende HALO. Original-Schläuche waren noch dicht, so sie bleiben. Lenkerband wird NewBaum, was zweifach gewickelt wird, um den Komfort für Hände zu erhöhen. Zughülle wäre natürlich schwarz. Aber für ein Mädchen nehme ich hellgrau und versuche, den Gesamteindruck ein wenig heller zu machen.
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Mit dem Polieren von Teilen war ich zurückhaltend. Ich habe sie gereinigt, und mäßig poliert so daß sie nicht allzu neu aussehen. Opas Brooks-Sattel ist der Zeuge der Zeit, als er täglich geradelt hat, bei Sonne und bei Regen. Ich hoffe daß die Großenkelin, die weder Großopa noch sein Rad kennengelernt hatte, das Rad mögen wird.
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Eine Restaurierung nach persönlicher Geschichte und Erinnerung, techinikhistorisch nicht korrekt.

Claud Butler, track 1942

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Ein Bahnrahmen von Claud Butler, Jahrgang 1942. Sicher ist dieser Rahmen für heutiges Verhältnis zu comfortabel/weich für die Bahn. Aber für den Winter, wenn die Strassen draußen trocken sind, wird er ein gutes Übungsrad. Lackierung könnte original sein, aber eher spätere Arbeit. Briten lassen ihre Räder öfters umarbeiten/umlackieren. Aufbau ist mit Teilen aus den Mottenkisten. Natürlich ganz brav mit Bremsen aufgebaut. Der Rahmen war bereits dafür vorbereitet gewesen. Steuersatz ist sozusagen semi-integral.
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Cycling the Frame, 1988 mit Tilda Swinton


Sie fährt mit dem Rad an Berliner Mauer entlang. Meine Stimmung ist momentan etwas melancholisch, und die Mauerzeit wirkt leicht verklärt. Schön kann man diese Zeit in West-Berlin nicht unbedingt nennen, aber sehr seltsam und besonders schon. Erkennet Ihr, welche Wewge sie fährt? Vieles hat sich geändert, aber manches blieb.
Mein Freund Mark, so wie viele Briten ein Liebhaber der geteilten Stadt Berlin und der DDR, drehte ein Musikvideo auf dem Glienicker Brücke, wo die Austausch von Ost-/Westspionen stattfand.

Wir waren öfters in Ost-Berlin, und schnupperten die sozialistische Luft der Hauptstadt. An manchen Tage wehten unzählige rote Fahnen über die Strassenzüge, die wirklich beeindrückend waren. In der Boxhagener Strasse gab es Propaganda-Shop der SED, wo man diese besagte rote Fahnen und Postkarten mit sozialistischen Motiven kaufen konnte.
Und sein späteres Büro vom MFS Berlin, befand sich direkt hinter Reichstag in der heutigen Deutschen Parlamentalischen Gesellschaft. Ach ja, als wir zum 40en Jahrestag rüber wollten, wurden wir einfach am Checkpoint-Charlie abgewiesen, natürlich ohne Begründung.

Clubleben, 50er in Frankreich

50er Jahre in Frankreich, das war eine der Höchblüten in der Fahrradgeschichte. Es geht wieder aufwärts, das Leben macht wieder Spaß. Clubs florieren, Viele machen Fahrradurlaub. Viele Fahrradmacher wetteifern mit der Innovation.
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Zufällig bekam ich viele wunderbare Fotos von Radclubleben damals. Der Großvater von meinem Freund Christian, Louis Mathis, war Franzose und ein Mitglied der UVA (Union Véocipédique Argenteuillaise). Argenteuil ist ein Banlieuebezirk im Nordwesten von Paris. Er fuhr auch Paris-Brest-Paris, Raid Pyrénéen u.a., also ein aktiver Sportler. 1951 fuhr er Paris-Brest-Paris, in 88H42(409, MATHIS, Louis, Union Vélo. Argenteuil). Sein Bruder Gaston Mathis führte damals diesen Verein 1951 bis 57. UVA wurde 21. September 1931 gegründet und als 36. Club beim französischen Radsportverband FFCT (Fédération française de cyclotourisme) registriert. Bei der FFCT sind mittlerweile 3.100 Clubs registriert.
Dieser Verein stand damals näher zu René Herse. Wahrscheinlich weil Alex Singer, der geografisch auch ganz in der Nähe stand(und immer noch steht) einen quasi eigenen Verein ACBO führte(und noch führt).
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Und Clubleben beschränkte sich nicht auf Radfahren. Es gab ständig Grunde zum Feiern, oder Ball, Exkursion, Wandern usw. Clubs hatten für starke soziale Bindung gesorgt.
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Ich werde diese wunderbare Fotos einfach kommentarlos zeigen. Sie duften regelrecht nach 50er Jahre. Viele schöne Räder wie interessante Details sind zu sehen. Ach ja, auf irgendeinem Foto ist René Herse auch dabei. Und wie die Amateure sich damals kleideten, ist auch interessant. Trikot mit Sponsoren-Logos trugen nur Profis.
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Oben ein wunderschönes Herse-Tandem, unten eine Kontrollkarte beim Brevet, von Gaston Mathis.
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Diese Fotos aus Golden Age stammen von der Enkelin Gaston Mathis und von Catherine Deheeger. Ihr Vater Jean Deheeger und ihre Mutter Arlette, die Tochter von Gaston Mathis, waren ebenfalls Mitglied der UVA. Herzlichen Dank an Christian, der mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat, und selbst ein guter Rennradfahrer ist. Er sagt „Bereits in dieser Epoche stand in Frankreich der Wunsch, Radfahren im Geist von Geselligkeit und Solidarität zu praktizieren, im Vordergrund. Ich habe einige der Radfahrfreunde meiner Großeltern kennen gelernt und kann das nur bestätigen.“

hirundo, Rahmen by ARGOS

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Ein Stadtflitzer, mit dem man auch kleine Touren machen kann, so war der Wunsch des Auftraggebers. Ich ging auf die Suche nach geeigneten Rahmen auf dem Gebrauchtmarkt, denn er soll nicht zu teuer sein. Gute tourentaugliche Rahmen sind relativ selten. Fundig wurde ich wieder in Großbritanien. Ein Rahmen, der 2002 bei Argos gebaut wurde. Bei Argos, Bristol, wird immer noch Rahmen gebaut, und es ist bekannt für die sorgfältige und saubere Arbeit. Aber Hauptgeschäft heute liegt in Restaurierung von Vintage Rahmen.
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Rohrsatz ist Reynolds 725. Der Rahmen ist leicht und sauber verarbeitet. Ein Ständerplatte wurde bei Hinoki-Cycles, Berlin angelötet. Ständer ist für ein Stadtrad/Tourenrad ein wichtiges Teil.
1×7-fache Schaltung mit Dia Compe-Schalthebel genügt völlig dem Zweck. Die meisten Teile hat der Auftraggeber selbst ausgesucht, wie Sachs New Success Schaltwerk, Sugino Kurbel, B&M-/Son-Lampen, Nitto-Vorbau, Velo Orange-Lenker, MKS-Pedale mit Industrielager(superleicht drehend!), ENE-Schutzblech, Conti GP 4-Seasons Reifen usw. Nicht nur der Rahmen, auch die Felgen sind leicht so daß dieses Fahrrad nur knapp 10kg wiegt.
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Das Erscheinungsbild wurde farblich abgestimmt, Rahmenfarbe ist ein blasses Gold mit ganz leichtem Grünstich(Metallic-Flocken), Logo und Beschriftung in goldigem Orange-Ton. Zughüllen im gleichen Orange(Nissen Cable aus Japan). Das Rad heißt „hirundo“, also Schwalbe. Der Auftraggeber ist ein leidenschaftlicher Ornithloge.
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Die Farbe wirkt in der Natur sehr zart, elegant wie edel und gefällt auch mir persönlich recht gut. Fotos sind nleider icht ganz farbecht. Lackiert wurde bei Velociao in Berlin.
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Wir absolvierten die Übergabefahrt auf der Test-Stammstrecke, Werder-Petzow-Caputh-Potsdam, welche verschiedene Fahrbahnbeschaffenheit sowie Auf-und-Abs hat. Zumal ist die Strecke auch schön. Und in Caputh kann man gerne eine Pause einlegen,,,
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Simples Fahrrad

Wenn man sacht in der Stadt bewegen möchte, braucht man kein Hig-Tech-Rad. Ein ganz einfaches Fahrrad wird es genügen. Einfache Technik, Eingang ohne Schaltung, keine neueste und teure Teile, schlichter Rahmen, und trotzdem markant und persönlich.
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Bei diesem Rad ist das Hauptmerkmal eindeutig der Sattel. Ideale 303(der superbequem und recht selten ist), verdeutlicht, daß es sich um ein gemütliches Bewegungsmittel handelt. Zugleich macht dieser Sattel das schlichte Fahrrad so markant und charakteristisch so daß kein weiteres Schnick-Schnack notwendig wird. Dazu gibt das farblich abgesetzte SKS_Schutzblech eine Akzente. Rotbraune Reifen und Zughüllen geben Kontrast zum dunkelblauen Rahmen(Lackfarbe Fiat). Mehr nicht, das reicht.
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Der Rahmen ist ein alter Wheeler, Kurbel von Thun, 1-Gang-Freilaufritzel von Sturmey Archer, Weinmann-Bremshebekn und Alhonga-Bremsen(eine Kopie von Shimano-Bremsen, die aber gut funktioniert) usw. Minimale Technik für den alltäglichen Gebrauch.
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Wien auf Rad

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Wiener Neujahrskonzert kommt jedes Jahr, auch im TV übertragen. Es gibt immer Pausenfilm in der Mitte. 2018 war eine Radtour im Wien. (25:30 bis 59:50) Eine junge Frau fährt auf Peugeot-Mixte(gut daß es kein Puch ist) und schaut Bauwerke von Otto Wagner u.a. an.
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Dabei gibt eine miteingebaute Zufallsbekanntschaft, die jedem irgendwie bekannt vorkommen wird, eine prickelnde Würze.
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Ein netter Film mit beschwingter Begleitmusik wie Perpetuum Mobile (als Lebensthema?) von Johann Strauß. Man bekommt Lust, dort zu radeln, Strauß pfeifend.
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Eroica ruft!

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Es ist relativ selten bei mir, klassisch italienische Rennräder zu präparieren. Dieses Tommasini ist für die Eroica-Teilnahme. Ein Rahmen aus Toskana, das passt. Super Prestige wurde ab 1985 gebaut. Ich und mein Freund Michael konzipierten das Rad, als wäre es gebaut im Jahr 1985/86 (freilich komplett italienisch) als wäre ein gepflegtes Rad aus der Zeit. Glatte Kurbel ist für diesen Zeitraum gerade richtig, und ich finde ihn schön passend zum Super Record Schaltwerk.
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Nur Sattel und Reifen sind neu(ach ja auch Felgenband und Schlauch). Wir haben lange überlegt, ob ein gelb-orangenes Lenkerband(natürlich Benotto) besser passen würde. Wir haben doch auf weiß entschieden, weil es etwas edler aussieht. Michael sagte, es sieht aus wie ein Catalogfoto von damals. Es hat uns Spaß gemacht. Man mußte weder viele Fragen stellen noch Kompromiß eingehen. Freudiges Radeln in toskanischer Landschaft!
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Radeln wie Musizieren

Wenn ich so etwas sage, würden viele meinen, daß ich wieder weit hergeholt rede. Sicher, aber der Vergleich kommt mir persönlich nah. Mir kommt es öfters vor, Radeln ist wie Musizieren. Es hat Rythmus, was durch Topografie laufend verändert wird, Melodien macht der Wind, und die Landschaft die Colorierung/Orchestrierung. Beim Radeln entsteht sogar Musik in mir, und ein wenig Rausch. Lächerlich?

Fahrrad ist für mich wie ein Musikinstrument. Es muß mir passen, ich muß es beherrschen können, ich muß das Fahrrad blind spielen können, je nach dem, variieren können, wie die Landschaft und das Wetter es mir erlaubt/zwingt. Wenn ich in guter Form bin, dann kann ich aus dem Fahrrad das höchst mögliche auskitzeln. Gelingt mir das gar nicht,, dann habe ich eine schlechte Kondition, schlechte Laune, schlechte Konzentration, wenig Lockerheit. Gutes Rad möchte gespielt werden. Oh, ich bin mit meinem Rad eine Einheit,, das wäre das höchster Glück und in mir klingt wonnige? Musik.

Um Stockhausen zu klauen;
„Ein Treten lebt wie Du, wie ich, wie sie, wie es.
Bewegt sich, dehnt sich aus und schrumpft zusammen
Verwandelt sich, gebiert, zeugt, stirbt, wird wiedergeboren.
Sucht, nicht findet, verliert, verbindet sich.
liebt, wartet, eilt, kommt und geht.“

Ach ja, dann bin ich ein Instrumentenbauer. Wenn das Rad fidel klingt ist meine Freude groß.