Kategorie-Archiv: Radtour

Lychen vor Sommerferien

Es ist leider bereits 2 Wochen von dieser Tour vergangen. Sommerferien steht schon vor der Haustür. Also beeilen!

Lychen und Umgebung in Uckermark finde ich wunderschön. Aber in der ferienzeit wird sie gut voll. Ich wollte noch vor Ferien einmal dort sein und die Ruhe geniessen. Dafür einen Nachmittag an einem Donnerstag frei genommen, los geht’s.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Fahrradabteil des Zuges, der nach Stralsund fährt, ist erfreulich leer. Bald wird hier brechend voll mit den Rädern und Menschen. Ich geniesse die Zeit im Zug(vom Berlin Hbf. bis Fürstenberg ca. 1 Std.) mit Lesen. Reklam Taschenbuch ist schön klein/leicht, ist gut zum Mitnehmen.

Heute fahre ich ohne Plan. Einzig was feststeht, ist wo ich Mittag essen werde. So starte ich gemütlich. Fürstenberg ist ursprünglich ein Fischerdorf. Durch die schöne Landschaft, rundum Seen, die eigentlich Teil von Havel sind, entwickelte sich Tourismus/Urlaubsverkehr. Dorfkern ist noch gut bemerkbar. Zum Bahnhof hin stehen Häuser aus Ende 19. Jhdt. bis 20er Jahre. Zwischen Havel und Kiefernwald sieht man viele prächtige Villen. Die Stadt war nicht arm. Nach der Wende wächst der Tourismus stetig weiter.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Fürstenberg Satbild
Der angenehme Radweg führt zunächst nach Himmelpfort. links und rechts Buchenwälder.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dieser kleine Ort ist umgeben von 5 Seen, somit ist er natürlich ein beliebter Urlaubsort. Es gab hier eine Klosteranlage am Wasser. Davon geblieben es nur Ruine. Einige Lokale im Ort laden zum Rast ein.
Himmelpfort
An hier kann man weiter auf den Radweg nach Lychen fahren. Aber man kann auch direkt am See fahren. Der Wanderweg ist nihcts für Rennrad, aber ich mag solche Wege so daß ich schlage den Lenker doch in den schmalen Weg ein und schiebe die Hälfte des Weges mein Rennrad.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Pian, wo früher eine Glahütte stand und der Ort eine Arbeitersiedlung war, ist heute ein idylisches Ortchen mit einer Strasse, die hier endet, die mehr oder weniger als Radweg benützt wird.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Hier fährt man durch einen Kieferwald, dessen Unterwuchs fast ausschließlich aus Blaubeer besteht. Jetzt kann man noch die Beeren sammeln.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach 17km gemütlichem Radeln ist man schon in Lychen. Es ist schon 14 Uhr. So fahre ich direktmang zum Fleischer Herold zum Mittag. Da meine Freundin nicht bei Metzgern essen möchte, komme ich nun endlich zum Genuß, hier zu speisen. Das nette Geschäft bietet täglich 2 verschiedene Gerichte an, natürlich meistens mit Fleisch,, Ansosnten gibt es mehrere Möglichkeiten, in Lychen Essen zu gehen. Hier wird man nicht verhungern(im Winter wird es etwas schwieriger). Ich habe gekochtes Rindfleisch in Meerrettichsauce mit SK(Salzkartoffeln) gehabt, für 3,90, lecker.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lychen Satbild
Nach dem Essen will ich nicht gleich weiterfahren und mache am See eine Pause.
Auch Laychen, eine ehm. Flößerstadt, ist von 5 Seen umgeben. Das klarste Wasser hat Zensee, dann Wurlsee. Auch in den Wäldern in der Umgebung gibt es weitere Seen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
In Ferienzeit ist Lychen ein Hochburg von Urlaubern aus Sachsen, scheinbar Tradition aus der DDR-Zeiten. Jetzt ist es noch wenig los. Ich geniesse die Ruhe.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein Haus am Wasser hat einen schönen Garten. Ich bewundere ihn jedesmal, wenn ich herkomme. Ein kleiner, aber liebevoll gepflegter Garten, mit Ferienwohnung. In Lychen gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings ist es schwierig, im Sommer hier eine zu finden. Uckermark wird immer beliebter.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

In der Pause entschied ich, nach Triepkendorf zu fahren. Dort war ich auch schon mehrmals, aber es gibt noch eine Strasse, die ich nicht kenne.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Strasse war schon vom Anfang an schlecht, aber es wurde immer schlechter. Der Teerbelag, der auf Kopfsteinpflaster gelegt wurde, bröckelt einfach ab. Es wurde immer weniger geteert und zum Schluß wurde die Strasse reiner Kopfsteinweg.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nicht so gut für rennrad. Eigentlich mag ich solche Strassen/Wege. Ich wußte selber nicht warum ich heute ein Rennrad mitgenommen habe,, denn ich werde gerne solche Wege reinfahren, aber nicht mit dem Rennrad.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Felder sind recht bunt, und sommerlich, auch wenn das Wetter für menschen nicht sonderlich sommerlich vorkommt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Zum Glück ist die Holperstrasse nicht lang. Ab Rutenberg fahre ich wieder auf gut geteerte Radstrasse.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nächstes Örtchen Hasselförde ist bereits Meck-Pomm. Gutes restaurant TENZO in Triepkendorf ist nur abends auf. Kaffee und Kuchen wäre schön, aber das Dörfchen ist verschlafen. Ich fahre zurück nach Lychen, mit der Absicht dort was gutes abendzuessen. Dafür wird Kaffee/Kuchen geopfert.
Ich nehme die Strasse, eine richtige Strasse und mache bißchen Tempo, damit es lohnt, mit einem Rennrad unterwegs zu sein. Ein blaues Feld zwingt mich zum Fotohalt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dann eine relativ gute Querstrasse nach Rutenberg nehmen, um wieder auf guten Radweg zu kommen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Eine kleine Pause an einem kleinen versteckten See(Stiepensee) am Radweg, wo man auch in Ruhe baden kann. Alles unspektaklär, aber schön und beruhigend.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Im lichten Wald zu radeln, wasfür eine Freude! Kornfelder sind fast erntereif. Nach Lychen geht dann bergab. Tempo machen, den Wind schneiden!
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zurück nach Lychen, es ist 18 Uhr und die Stadt ist noch ruhiger. Kaum jemand ist unterwegs. Es hat sich für mich gelohnt, einen Donnerstag noch vor Ferien freizunehmen. Auch das Wasser ist still.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nun zum Gasthof am Stadttor. Hier auch nur 2 Päärchen im Hofgarten, ganz anders als in der Ferienzeit. Natürlich wußte ich schon, was ich essen werde, Maräne! Ich geniesse Radler und das Essen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ganz zufrieden steige ich wieder auf den Sattel und radle los. für den Zug von Fürstenberg nach Berlin habe ich genug Zeit.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Rechtzeitig den Bahnhof erreicht. Der Zug kommt planmäßig! Im großen Fahrradwaggon stehen nur 2 Räder. In 1 Std. bin ich in Berlin. Schönes rotes Licht füllt den Waggon. Glücksgefühl füllt mich.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ach ja, ich weiß nun, warum ich ein Rennra mitgenommen habe, nachdem ich mit einer Bekannte gesprochen habe. Sie sagte, sie bekommt das Gefühl. gerne mit dem Rennrad loszufahren, wenn sie Tour de France anschaut. Jaja so war das.

eine schnelle Fahrt, Brandenburg-Berlin

Wenn ich alleine oder mit meiner Freundin radle, halte ich relativ oft an, um die Landschaft, Dorfhäuser oder Blätter von Unkraut anzuschauen. Ich bin als Tourist unterwegs, auch wenn ich die Strecken und Orte gut kenne. Es gibt trotzdem vieles zu entdecken, wenn man langsam fährt, sich anhält und zuhört. Ich will nicht schnell und rechtzeitig ans Ziel kommen, sondern möchte unterwegs sein.

Freilich mache ich auch schnellere Runde, eher für die Kondition/Gesundheit, zwar meist im Grunewald(Kronprinzessinenweg + Havelchaussee). Das ist für mich etwas ganz anders. Hier fahre ich, nur um zu fahren und höre ich meinen Körper an. Ansonsten überbrücke ich manchmal etwas langweilige Streckenabschnitte der Tour durch schnelles Fahren, was auch Spaß macht.

Und heute fuhr ich mit 2 Kollegen, die deutlich schneller fahren als ich. Das ich auch mal gut, etwas anders zu machen. das macht mir den Sinn, mit den Leuten mit anderem Tempo zu radeln. Wir nahmen von Charlottenburg einen Regionalexpress und waren in 35 Minuten in Brandenburg an der Havel. Von dort nach Berlin zurückradeln, meist Havel entlang.

Erste einige Kilometer sind etwas langweilig. Man radelt sogar auf B1(es ist wenig Verkehr dort). Aber man merkt, daß die Natur und Landwirtschaft fleissig war, trotz kalter Frühling, seltsamer Mai.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ab Gollwitz kommt man an die Havel. Dann kann losgehen auf dem Radweg auf Deich.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Havel schaue ich nur mal flüchtig an und trete Pedale, nach vorne schauend.

Nach kurzer Kaffeepause im Havelstübchen(Deetz) geht es weiter. Roter teppich, gelber Teppich, blaue Blüte, weisse Blüte, alles schmeichelhaft. Es ist auch interessant, wenn man sie nur flüchtig schaut und doch im Gedächtnis behalten will, arbeitet das System anders.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist kein Rausch, so schnell fahren wir nicht, so um 30. Herz bleibt ruhig, Beine nicht angestrengt, die Landschaft beginnt aber zu verschwimmen am Randbereich. Mit 35 wird der Focus enger. Ich konzentriere mich dann mehr an Fahrbahn, nehme die Umgebung anders wahlr, eher als großflächige Farben und Begriffe. Das wird ein wenig wie Autofahren, äh Cabrioletfahren. Richtig schnelle Runde für Rennradfahrer wäre 40+. Das schaffe ich aber gar nicht.

Hier ist kein Auto, kein Fußgänger, nur ab und zu Radfahrer. Wenn man wollte, kann man richtig Gas geben. Es kann sein, diese Strecke ist für Rennradfahre zu flach und zu gerade.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Von der Gegenrichtung kommt eine Armada von britischen Cyclo-Touristen. Deutsch Fahrradwege und -route sind recht gut ausgebaut so daß immer mehr ausländische Cyclists kommen. Das ist doch eine positive Entwicklung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Bald erreicht man Werder. Dann gehen mehrere Wege Richtung Potsdam und Berlin, durch Golm und Park Sanssouci, durch Wildpark, durch Geltow und auf Nordufer des Templiner Sees, oder mit der Fähre nach Caputh und dann entlang Südufer des Templiner Sees. Wir nehmen die letzte Möglichkeit, denn wir wollen im Biergarten der Braumanufaktur Rast machen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Biergarten ist gut besucht(trotz Werktag!). Ununterbrochen kommen die Radfahrer hierhin für einen Rast. Hier ist bereits Stadtgebiet. Wir essen auch etwas(ich Schmalzbrot) und sind wieder gut gerichtet. Mit voller Kraft starten wir, fahren die Stadt Potsdam durch zur Glienicker Brücke. Dann nehmen wir nicht die langweilige Königstrasse, fahren am Wasser bis Pfaueninsel, dann bergauf in die Pfaueninselchaussee. S-Wannsee vorbei und in die Kronprinzessinenweg. Immer noch mit gleichem Tempo. Die Temperatur um 20 Grad ist ideal zum Radeln. Man wird nicht müde.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach S-Grunewald wird langsam auspedaliert. Ca. 85km bis nach Hause. Eine nettte schnelle Fahrt, die nicht belastend ist, aber ich alleine so nie machen werde.

Ausfahrt mit rennrad, Nauen – Neuruppin

Ich fahre selten mit einem Rennrad im Umland, denn ich fahre gerne zwischendurch Feldwege/Waldwege. Diesmal habe ich vorgenommen, auf Asphalt zu bleiben und dafür ein rennrad genommen. Ich hatte einen Nachmittag Zeit, so sparte ich den Weg aus der Stadt. Ab Charlottenburg stieg ich in den Regionalzug bis Nauen ein.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Von Nauen kann man in allen Himmelsrichtungen losradeln, also ein guter Ausgangspunt. Ich fahre los, ohne Plan nach Lust und Laune, denn ich bin relativ oft hier. Egal in welche Richtung, gibt es überall Alleen mit alten Bäumen. Das macht eine gute Laune, unter grünen Bäume zu radeln.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ich mache Umwege und kleine Halte in Ribbeckhorst und Kuhhorst, denn hier gibt es noch Relikte der Landwirtschaftfeldbahn. Das ist nur interessant für Menschen mit Hang auf Feldeisenbahn, aber sie gehört der Geschichte dieser Gegende. Denn, es war sumpfig hier. Die Wege waren schlecht und oft schlammig, so daß die Wagen hätten Problem vorwärts zu kommen. Mit der Feldbahn wurden Produkte bis zum nächsten Bahnhof, z.B. Paulinenaue, transportiert. Kinder fuhren mit dieser winzigen Bahn zur Schule. Sie soll hier bis in die 50er Jahre in Betrieb gewesen sein.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Älteres Pärchen radeln vorbildlich in auffällig roten Jacken. Machen Sie einen Besuch in nächstem Dorf, oder Einkauf in Nauen gewesen?

Grün ist mittlerweile satter geworden. Wenn man in der Stadt ist, sieht man diese stetige Entwicklung nicht so richtig. Pflanzen haben genaue Zeitplanung. Bis dann und wann müssen sie ihre Arbeit erledigt haben, ziemlich egal wie das Wetter ist.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Eine Pause im Kleinen Haus in Linum. Frank und sein team macht nicht nur gutes Essen, sondern auch leckere Kuchen. Heute nehme ich Zitronenkuchen, gut. In der Kranich-Saison wird es voll hier. Aber jetzt kann man bequem Platz nehmen und die Pause geniessen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zwischen Linum, Fehrbellin, Langen und Wustrau ist die Strasse etwas langweilig. Deswegen fahre ich bis Hekenberg zügig und dann fahre ich in den Radweg ein. Kurz vor Hakenberg steht eine Siegessäule. Das erinnert den Schlacht bei Fehrbellin vom 18. 06. 1675(Death Match Brandenburg vs Schweden!). Jaja, auch in Deutschland herrschte lange Zeit Kriege, zwar nicht zu wenig.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nun fährt man in Weidelandschaft. Hier ist es immer noch etwas feucht trotz intensiver Kanlisierung. Wenig Menschen, einsame Gehöfte. Gefühlsmäßig ist man sehr weit weg von Berlin. Faktisch ist es aber nur 50km entfernt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Jetzt ist die Zeit von gelben Rapsfeldern. Es duftet ganz stark. Oft bis zum Horizont gelb! ganz schön gelb.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Und nun einzig nicht asphaltierter Streckenabschnitt heute. Ein Paar Kilometer bis Wustrau, entweder Kopfsteinopflaster oder relativ fester Sandweg nebenan. Das ist ohne Problem machbar, auch für Rennradreifen. Ich würde alle meine Rennräder mit Conti GP 4 Seasons 28mm ausrüsten. Das wäre aber auch viel Geld.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
In Wustrau sieht man untersten Zipfel von Ruppiner See. In Altfriesack steht eine Hängebrücke über den Kanal. Das ist relativ selten in Brandenburg.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach Altfriesack nach links abbiegen und entlang See radeln. Aber See sieht man nicht so richtig. Und die Strassen hier war früher grottenschlecht. Mittlerweile sind sie sauber asphaltiert. Die Dörfer haben aber etwas an ihren Reiz verloren, kam mir so vor. Radelt man die sanfte auf und ab genüßlich schnell, dann ist Neuruppin nicht mehr weit.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Neuruppin ist eine nette Stadt, ja eine Stadt mit schöner Bausubstanz. Ich kam 1990 zum ersten Mal hierher, um eine VEB-Großbäckrei zu retten. Damals war Bauarbeiten an Strassen schon im Gange. Aber heute ist die Stadt ziemlich hübsch, auch wenn manche Häuser noch nicht restauriert wurden und teilweise verfallen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein Weilchen auf dem Seepromenade gestanden und das Wasser angeschaut. Und wie immer im Up-Hus-Idyll Bierchen getrunken und die Zeit für den Zug sinnvoll! genützt. Im Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor kann man nun bis 18 Uhr Fahrscheine kaufen, von netten Damen, nicht vom komischen Automat. Das ist ja eine enorme Verbesserung.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Brandenburg – Werder, Havelradweg

Eine der Lieblingsstrecken meiner Freundin. Nicht weit von Berlin, führt der Weg meist auf dem Deich entlang Havel. Man sieht viel Wasser. Nur Anfang(Brandenburg Hbf. bis Gollwitz) und Ende(Phöben bis Werder Bahnhof) führt die Route an der Strasse(aber meist Radwege) und ist es etwas langweilig. B2B(Bahnhof zum Bahnhof) ca. 40km. Leichte Steigung gibt es zweimal, aber für jeden machbar. Auch für Rennradfahrer geeignet(dann vielleicht Brandenburg bis Berlin, 65 bis 80km, je nach Routenauslegung).
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die grün ist noch sehr zart.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Manche Kirschbäume blühen voll.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Was aber jetzt voller Pracht ist, Mirabelle! Sie sind nicht nur zartweiss wie Neuschnee, duften auch intensiv süßlich.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Havel durchfließt viele Seen, mit vielen Inseln, und sieht recht natürlich aus, auch wenn er sehr gut schiffbar ist. Havel bietet auch für viele Vögel Lebenraum.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nanu, ist sie so schnell, daß meine Billigkamera sie nicht fest einfangen kann?
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ja, Kopfsteinpflaster! Mit neuen Challenge-Reifen(relativ exakt 33mm breit) habe ich gar kein Problem, es macht eher Spaß(zumindest für eine kurze Zeit), drauf zu fahren.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Es gibt nur 2 Stellen, wo es leicht bergauf geht, aber nur leicht.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Von Götzer Berg zu Deetz fährt man seltsame Seenlandschaft, was ehmalige Tongruben sind. Im Sommer kann man hier auch baden.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Und wie immer machen wir hier eine Kaffeepause, im Havelstübchen. Vom Aussehen erwartet man hier vielleicht nichts gutes, aber das Essen ist gut, Kaffee schmeckt richtig italienisch, und Kuchen auch in Ordnung. Im Sommer kann es aber brechend voll werden.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Im Gegensatz zum Kirschbaum verzweigt Mirabelle oft von ganz unten buschartig. Und der Stamm wird nicht so dick und hoch.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
An einigen Stellen ist Havel sehr breit. Oder sollte man richtigerweise sagen, daß Havel hier einen großen See durchfliesst.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
In der Nähe von Fährstelle zu Ketzin/Parez ist die Aue geflutet.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Es ist flach und die Landschaft weit.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Überall sieht man die Gänse, Schwäne, Kraniche und andere Vögeln, die ich nicht identifizieren kann.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein emütliches Tourchen für einen schönen Nachmittag.

Alle freuen sich, Menschen, Tiere, Pflanzen

Sonnenschein und die Wärme treiben uns(Tiefseelebewesen oder Höhlentiere ausgenommen) aus dem Häuschen. Wir strecken unsere Gesicht gen Sonne und lassen uns aufwärmen. Manche Tiere sind bereits emsig dran, sich um die Nachwuchs zu kümmern. Pflanzen genauso. Unsere Zellen freuen sich darauf, also wir können nichts dagegen tun. Dann heissen wir den Frühling willkommen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Star des tages waren zwei süsse Esel und zwei lustige Mädchen drauf. Sie sonnten sich lässig faulenzend in der Sonne. Nach unserer Anfrage führte sie sogar ein Kunststück vor.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Vergnügt zufrieden fuhren wir den Weg zurück. Das neue Tourenrad meiner Freundin hat die Prüfung auch bestanden. Dem Wetter entsprechend war der Regionalzug voll.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch

Wetterbericht sagte einen sonnigen Nachmittag voraus. So fuhr ich alleine mit der RE nach Werder. Von dort wird zurückgeradelt, ca. 55km, nach Lust und Laune, gar keine Eile.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist die Zeit von wilden Zweibeln, dachte ich. Nach recherche auf dem Netz habe ich endlich gefunden, wie diese Pflanze heisst; Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch. Bärlauch ist sie aber nicht. Die Blätter sind schmäler, weniger Knoblauch-Geruch, und sie treibt früher als Bärlauch. Momentan ist sie ziemlich das einzige Grün im lichten Wald, neben Schnittlauch. Sie sei invasiv und breitet sich gern aus. Ich habe nichts dagegen, solange Wunder-Lauch nicht die einzige Pflanze in Brandenburg wird. Sowieso verschwindet sie im Juni. Jetzt ist die Zeit, sie zu pflücken, bevor sie blühen beginnt. Es ist zart und lecker.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Route führt von Werder aus via Grube, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Krampnitz, Sacrow, Kladow, dann mit der Fähre nach Wannsee, via Kronprinzessinnenweg Grunewald bis Charlottenburg. Die Wege sind abwechselungsreich, geteert, Schotter, fester Boden, loser Boden, Betonplatten, Kopfsteine. Einige auf und ab gibt es auch, aber nicht steil, wenn ja dann nur kurz, alles gut machbar, nur nicht mit einem Rennrad. Diese unterschiedliche Charaktere von Fahrbahnböden machen die Fahrt interessanter, finde ich.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ganz langsam kommt die grüne Farbe. Noch sehr zart und man muß sie suchen, aber in 2 Wochen wird es viel grüner sein. Jetzt geht es rasant.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Blausternen(Scilla) sind unübersehbar. Blauer Teppich ist sehr schön. Auch im Großen Tiergarten oder anderen Parkanlagen blühen sie jetzt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schilff sieht noch winterlich aus. Neue Triebe kommen erst Ende Apri. Hübsche Fußgängerbrück an Wublitz ist mir immer noch ein Rätzel, aber bin sehr dankbar, daß hier eine Brücke gibt. Hier ist es sumpfig, der Boden sandig. Grün an Bäume ist noch kaum erkennbar.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

In Satzkorn gibt es schon lange keinen Personenbahnhof mehr. Hier war es wichtig für den Transport von sovietischen Militärgeräte. Um Berlin gab es eine ganze Menge von sovietischen Militärbasen. Ihr Plan war realistisch, ganze West-Berlin innerhalb 12 Stunden einzunehmen und unter Kontrolle zu bringen, für den Fall des Falles. Nun ist hier nur noch Güterbahnhof für Baustoff wie Sand und Kies. Bahngebäude verfallen zusehends.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Züge fahren an Schranken vorbei. Hier ist die Strecke des Berliner Außenrings. Auf dieser Strasse ist selten ein Auto unterwegs.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie so oft, neben Bahngleis sehe ich ein Kranich-Pärchen. Scheinbar bruten manche Kraniche hier in Brandenburg ihren Nachwuchs.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es wird noch 2 Wochen dauern, bis hier Kirschen blühen. Dann werde ich wieder herkommen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Manche Senioren sind bereits unterwegs. Gut, sie haben ja mehr Zeit. Das finde ich toll, daß man beweglich bleibt und draussen Freude findet. Dafür ist Fahrrad wirklich gut.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich mache Pause und trinke Kaffee, beim Fahrland-Bäcker. Hier im Fahrland und in manchen Orte um Berlin entstehen zunehmend neue Siedlungen. Mit dem Zersiedeln der Ortschaften ist begonnen, was DDR und die Mauer verhindert hat. Man sieht auch, daß manche Apfelplantagen aufgegeben werden. Auch dort werden bald Häuser stehen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es war stürmisch in den letzten Tagen. So sieht es auch im Wald aus. Am Boden liegen viele Äste, auch manche Bäume sind umgekippt. Sandboden gibt den Wurzeln keinen festen Halt. Da muß man nur kleinen Umweg machen oder das Rad rüber tragen, kein Problem.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wenn man Sacrow ankommt, ist Berlin auch nicht weit. Ich fahre weiter ohne Halt, denn es ist ganz frisch geworden ohne Sonne, und überhole sogar Rennradfahrer(Seltenheit!).
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das letzte Stück zur Fährstelle in Kladow ist eine seltene Strasse mit voll Pfützen. Das macht ja eigentlich auch Spaß.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dann wartete ich auf die Fähre, ab Wannsee fuhr ich Kronprinzessinnenweg hoch nach Charlottenburg. Wegen Kälte endete Pottering/Spazierfahrt mit einer schneller Fahrt, damit es mir nicht zu frisch wurde. Daß die Wolken sich so ausbreiten, hatte ich nicht gedacht. Trotzdem, eine nette Ausfahrt.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Blümchen-Tourchen

5 Grad kühl, mehr oder weniger sonnig. Na dann, schauenma mal, was draussen so los ist, ob der Frühling sichtbar geworden ist. Mit dem Regiozug bis Werder, dann Wildpark West, Geltow, Petzow, Ferch, Caputh bis Potsdam, nur 28km, also eine Spazierfahrt(Pottering).
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Gleich sieht man überall Schnittlauch spriessen. Meine Freundin ist sofort dabei, ihn zu pflücken. Wilde Zwiebel mit schmalen Blättern (ich glaube. Das ist nicht Bärlauch) ist auch bereits sichtbar.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Schneeglöckchen ist unübersehbar, auch die zartlillafarbene Krokusse. Diese und andere Pflanzen machen sich nur für kurze Weile bemerkbar und dann verschwinden schnell, und kommen nöchstes Jahr wieder. Was für ein Leben!
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Pause im Schloßpark Petzow. Warmer Tee ist schon angenehm bei dieser Temperatur.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Von hier fahren wir zielgerichteter nach Caputh. Im Fährhaus wartet Pflaumenstreuselkuchen auf uns! Trotzdem machen wir ein wenig Umweg durch Waldwege. So ist es schöner.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Und die Belohnung des Tages! Das Haus ist voll. Wir nehmen Platz unter kahlen Lindenbäume. Ich glaube, Speisekarte ist feiner geworden, und die Preise auch,,
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Es war kälter als wir dachten, aber schön ist es, draußen zu sein.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sonne und Nebel, Raureif, dann Schneefall

Ein kleines Dorf ist Bächlingen im Hohenloher Jagsttal, wo ich wie jedes Jahr mit der Familie Jahresende verbrachte. An Weihnachtstagen war es neblig. Dann kam die Sonne durch. Temperatur war konstant etwa um 2 bis -3 Grad tagsüber. Langsam wuchs der Raureif an schattigen Stellen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Das Dorf macht einen Eindruck, von der Zeit vergessen worden zu sein. Aber auch hier ziehen die Städter ein. Bauer hören widerwillig die Landwirtschaft auf. Jungere Generation arbeitet kaum noch als Landwirt, in 20 Jahren vielleicht keiner mehr.

Zum Glück gibt es hier einen zarter Tourismus, auch wegen Jagst-Kocher-Radwege. Historisch wie kulturell eher fränkisch obwohl dieser Gegend Baden-Württenberg gehört. Auch kleine Dörfer haben lange Geschichten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Im nächsten Dorf Unterregenbach gibt es z.B. eine Hallenkrypta aus dem Ende 10. Jhdt. Ein Indiz, daß hier damals ein bekannter Wallfahrtsort war. Das ist aber lange her. Es ist sehr ruhig. Einer macht Weine und Prosecco aus Quitten. Ein Zugezogener hat ein schickes Restaurant aufgemacht, nur fürs Wochenende, was mir aber nicht so richtig zusagt. Ich mag Uriges lieber.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
In diesem Gegend gibt es mehrere überdachte Holzbrücken.

Diesmal fande ich öfters Zeit, mich auf den Sattel zu steigen. Zwar nur eine gute Stunde am Tag, aber immerhin. So radelte ich im Nebel, in der Sonne und im Schnee. Es ist kalt, daher nur recht langsam, damit ich nicht zum Schwitzen komme, oder im Schnee nicht ins Schleudern komme. Jedes Wetter ist schön zum Radeln, vom zu starken Wind und vom heftigen Regen abgesehen.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Weisse ist kein Schnee, sondern Raureif. Er wird nicht flächendeckend wie Schnee. Man sieht sehr gut die Strukturen, an den er klebt und wächst.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Man kann, wenn man will, auch viel bergauf und -ab fahren. Solange die Fahrbahn trocken ist, macht es auch Spaß.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einige Tage nach Weihnachten hatten wir richtig sonnig nach früher Nebelauflösung. Dann war es recht mild zum Radeln.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dann kam der Schnee. Kinder freuten sich riesig. Auch ich freute mich, ein wenig auf Schnee zu fahren.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Mein Rad dort hat keinen guten Reifen für Schnee(oder, nicht nur für Schnee schlecht), so mußte ich vorsichtig auf der Reifenspur radeln. Solange der Schnee nicht tief ist, geht es ohne Problem.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Und ein wenig Slalom probieren, um die Haftungsgrenze zu spüren. Nach einem Ausrutscher wieder brav auf der Reifenspur von Autos folgen, mit mäßigem Tempo.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Fluß ist vereist, noch dünn, und drauf liegt der Schnee.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Und zuhause wartete ein warmer Tee. Für den alten Ofen, der mollige Wärme abgibt, hatte ich schon morgen früh Holz gehackt.

Kaffeefahrt Nauen-Ribbeck, sonnig 6 Grad.

Ein schöner sonniger Sonntag, nicht mal sehr kalt. Das heißt, raus aus der Bude, irgendwohin zum Kaffee Trinken. Auswahl meiner Freundin fiel diesmal Ribbeck, wieder ein Standard-Spazierweg von uns. Bis Nauen ist mit der Regionalzug nur eine halbe Stunde. Dann von Nauen bis Ribbeck ist nur 10km. Dafür durfte man sich nur einen kleinen Kuchen ohne Sahne gönnen, rein theoretisch.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Die Sonne steht ziemlich flach. Schönes Licht, stimmungsvoll.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Felder sind grün. Manche Stellen sind nicht Gras, sondern Rübchen oder Senf/Raps, ich erkenne sie aber nicht richtig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Manche Bauer halten Pferde für Berliner Publikum. Hier gibt es auch einige. Der Radweg ist ehm. Kleinbahntrasse, daher flach und gerade. Jeder kann problemlos radeln und ich kann diesen Weg jedem empfehlen, der nur leicht und überschaubar das Radeln geniessen möchte. Einzige Hürde ist Bahnhof Nauen. Dort gibt es zwar Aufzüge. Sie sind aber zu klein für normale Fahrräder, so daß man mit dem Rad Treppe runter/hoch laufen muß. Wer sich an Radeln auf ehm. Bahntrassen interessiert, siehe diese Seite.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Wenn die Sonne so tief liegt, ist es leicht, von eigenen Schatten Bilder zu machen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Voll mit den schön roten Beeren. Sie werden nicht mal von Vögeln gefressen, müssen scheußlich schmecken, oder giftig sein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Pappel ist schon ganz nackt. Wenn die Sonne scheint, ist die Stimmung aber gar nicht trist.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Tunnel von Bäumen ist auch in der Wintersaison hübsch. Meine Freundin muß oft auf mich warten, weil ich durch Fotografieren oft weit hinterher bin.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Trotz Gegenwind erreichen wir Ribbeck locker in 3/4 Std. Es gibt natürlich Radfahrer, die diese Strecke in 15 Minuten erledigen. Das wird auch Spaß machen. Abgebildete Höhenmeter auf Strava sieht schlimm aus. In der Realität ist es aber wirklich ziemlich flach.
Da dieser Ort bekannt ist und gut touristisch angeschlossen ist, sind die Lokale auch im Winter offen. Unser Lieblingslokal ist auch gut besucht. An den Wänden hängen alte Fahrräder und alte Fotos mit den Rädern. Ich habe gefragt. Da sammelt einer von ihnen alte Fahrräder, na sympatisch. Gemütlich ist der Stube sowieso. Heute mussten wir das letzte Stück vom Birnenkuchen teilen, deshalb noch halben Mandelkuchen dazu.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Schön geputzt ist der Schloß´von Ribbeck. Etwas distanziert wirkt diese Anlage, auch im Sommer. Manche Schlösser haben Schwierigkeit, sich dem Ort und dem Tourismusverkehr zuzuwenden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Brennereigebäude wurde vor 10 Jahren restauriert. Hier wird der Birnenessig produziert. Birnenlikör wie Birnenbrand, die auch angeboten werden, werden aber irgendwoanders hergestellt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Sonnenuntergag heute ist 15:58. Wir radeln in der Twilight Zone. Dämmerung ist ein stimmungsvoller Moment.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Eine Reh-Familie schaut den Sonnenuntergang regungslos zu.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Mit angeschaltete Lampen kamen wir zum Bahnhof zurück.

Wintermuse, Papierradeln, vol. 1 Ortsnamen

Ich schaue gerne Landkarten. Sie beflügeln meine Fantasie. Wie sieht der Ort aus, wie ist dieser Weg? Je intensiver man sich mit Kartenmaterial beschäftigt, desto größer wird der Bezug zum Ort. Heute könnte man ja eine ganze Menge im voraus recherchieren. Seit wann gibt dieses Dorf oder was gibt es bei dem Metzger zum Mittag? Je akribischer die Vorstudien desto sicherer die Reise vor Ort, aber es gibt auch weniger Überraschungen, positiv wie negativ. Ich schaue unterwegs nicht auf Netz, sondern versuche ich die Leute dort zu fragen, mindestens hier in Deutschland. Ich verkrafte auch mal weniger leckeres Essen zwischendurch. Das verdirbt meine Laune nicht. Schöne Wege, schöne Landschaft, dann ist es alles gut.
heimelig
(so viele Heime im engen Raum! Das ist ja heimelig. Ein Zufallsfund.)

Aber ich schaue die Karten, auch unabhängig von konkreter Reiseplanung, einfach weil das Spaß macht. Manchmal gibt irgendeine Kleinigkeit auf der Karte Anlaß, dorthin zu fahren. Irgendetwas macht in mir Klick, dann möchte ich das sehen. Wernn ich Auto fahren würde, dann sind viele Sachen nicht wichtig, nicht einmal interessant, denn ich fahre vom Punkt zum Punkt. Dazwischen kommt nicht in Frage.
Karten sind ja abstrakt. Satellitenfotos sind schon konkreter. Sie schaue ich aber nur, wenn ich bestimmtes suche. Gute Karten beinhalten viele Informationen, die ich wiederum in meinem Kopfe zusammensetzen kann als virtuelles 3D-Modell(also realitätsnahe Fantasie). Man könnte auf der Karte radeln, und die Llandschaft vorstellen. Das ist ein geeignete Muse für den Winter.

Nun, es gibt Ortsnamen, die meine Fantasie erregen. Z.B.
orion
Als ich das gefunden habe, dachte ich sofort, da muß ich mal hin. Wer hat einen Ort „Orion“ genannt, und warum? Und wie sieht dieser Ort aus? Ich glaube, ich war ziemlich schnell dorthin geradelt. Es war eine unscheinbare kleine Siedlung, schätzungsweise so aus der Zeit anfangs 20. Jhdt. Ich habe mir vorgestellt, da wären futuristische Häuser aus Ende 20ern o.ä. Ich war aber nicht enttäuscht. Allein die Tatsache, daß jemand, oder eine Gruppe von Menschen damals gedacht habe, ihr wahrscheinlich neu ausgesuchtes Domizil Orion zu nennen, finde ich total interessant.

Unweit von Orion gibt es noch Orte, die genauso fantasievolle Namen haben.
verlorenort
Das ist doch eine direkte und korrekte Übersetzung von „lost place“! Lost Place wird heute als vergessener Ort oder verlassener Ort verstanden. Das ist eigentlich nicht richtig.
Und hier im Verlorenort stehen nur ein Paar Einzelhäuser abgeschirmt im Wald. Ist das die Romatik der damaligen Städtern, die damals auszogen und die Einsamkeit suchten? Im 2. Weltkrieg stationierte man hier Scheinwerferstellungen der Flakartillerie. Armer Verlorenort.

Oder
eden
Der Wunsch, friedlich leben zu können, spiegelt sich auf diesen Namen. Und das war wahrscheinlich keine friedvolle Zeit, dachte ich. Aber die Wahrheit ist interessanter. Von 18 reformorientierte Vegetariern 1893 als Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden gegründet und sie durchlief unterschiedliche Epochen. Die Genossenschaft existiert noch.

Es gibt auch Ortsbezeichnungen, die nur an bestimmten Gegend vorkommen.
ausbau
Ausbau ist Brandenburg-spezifisch/typische Bezeichnung von einem Wohnplatz (z.B. mit Neu- oder Aussiedlerhöfen) außerhalb eines Dorfes und ohne Infrastruktur. Es gibt sehr viele Gehöfte(oder manchmal ein Einzelhof) ausserhalb Dorfes, welche Ausbau genannt werden. Bei diesem Beispiel oben ist der Ausbau aber recht groß geworden.

Dann gibt es noch „Loose“, was vor allem im Bereich Oderbruch oft vorkommt.
loose
Im Laufe der Zeit wurde Landbesitz dort kein zerstreut. Es war unökonomisch für Bauern. Das wurde dann auf Geheiß neu zusammengelegt und dann verlost für Bauern. Man sollte besser dies oder das lesen, um diesen interessanten Begriff und Oderbruch zu verstehen.

Und es gibt auch viele Ortsnamen, die bösartig? oder traurige? klingen. Sie wurden vielleicht so genannt, um Räuber oder bösen Geist fernzuhalten. Hinter den Namen stecken viel Geschichten.
teufelshof

Ich freue mich aber auch auf jeden Fuchsberg, Dachsberg, Hirschberg, Rehberg, (oder Hasenberg, Kaninchenberg) welche zu tausende herizulande gibt, oder auf Afrikas wie Amerikas in Deutschland.
kanninchenberg-afrika
amerika