Kategorie-Archiv: Radtour

Gutes Neues!

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Das neue Jahr beginnt, womöglich wenn Tag wieder länger wird. Das heißt aber, im südlichen Kugelhälfte beginnt das neue Jahr Ende Juni,, Aber auch dort ist jetzt das Neujahr. Viele haben Plastiktannenbaum aufgestellt und unter der grellen Sonne Weihnachten gefeiert. Warum!? 25. 12. ist sowieso kein Geburtsdatum Jesus. Na egal,,
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Statt Feuerwerk habe ich diesmal Feuer vorbereitet, mit Altholz, wovon die Scheune voll ist, Turm gebaut, alte Tannenzweige und andere Kleinholz angehängt, so daß Flammen von unten schnell nach oben hochklettern kann. Geplant habe ich sorgfältig wie die Vorbereitung von Ariane, bin aber gar nicht sicher gewesen, ob das wirklich so zünden wird. Das nasse Wetter hatte Einsicht, es klärte sich auf, und es zündete. Ganz schnell stieg das Feuer hoch. Trockene Tannenblätter brannten mit Knistern, flogen herum wie Glühwürmchen. Nach 20 Minuten war der Turm ausgebrannt, dann haben wir Gartenstühle um das Feuer gestellt, und Sekt getrunken.

Das Wetter um diese Tage war aber extrem feucht, und nicht kalt. Fluß war voll, die Felder wie Seen, vom Hänge fielen das Wasser unter. Manche Strassen am Fluß waren gesperrt. Kinder waren damit beschäftigt, die Fisch auf dem Feld zurück zum Fluß zu bringen. Eine ganz normale Wintervariation von heute,,
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Trotzdem konnte ich mehrmals radeln, jedesmal so um 2 Stunden. Ich habe Wege im Hänge gesucht, die von Strassen abgehen für die Landwirtschaft oder für Jäger. Manche Wege sind gut zum Radeln, manche verschwinden mittendrin. Oft muß man kleine steile Abschnitte bewältigen, dann ist der Ausblick recht schön.
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Euch allen ein gutes neues Jahr! Hoffe, hinter dem Regenwolken scheint die Sonne, hinter heftiger Bergauf öffnet sich ein grandiöser Ausblick.
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Kürbis Kaufen in Linum

Im Herbst konnte wenig rausfahren. Seit eine Weile hatte ich vor, wenn ein schöner Tag kommt, unbedingt rauszufahren. Der lange gewartete Tag kam, und ich nahm frei und fuhr los, zuerst mit der Bahn nach Nauen. Zwei Sachen hatte ich vor; mal schauen, ob man noch Kraniche findet, und in Linum bei Rixmanns Kürbis kaufen.
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Wolkenlos! Stadt Nauen lasse ich links liegen und raus. Gleich höre ich Kraniche, wie schön! Ich biege in den Feldweg ein, meine Standardroute.
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Zwischen Großfunkstelle und Dorf Weinberg sehe ich so etwa hundert Kraniche, und noch mehr Gänse. Später erfahre ich von Herrn Rixmann, daß der Großteil sich in der Umgebung von Nauen ist, weil sie dort mehr Futter finden. Noch etwa 10000 sollen da sein laut Zählung(was eine Hochrechnung ist). Einige davon überwintern dort, denn Kälte macht es ihnen nichts aus, andere ziehen noch weiter. Wenn sie günstige Thermik finden, steigen sie hoch und nützen den Wind. Dann werden sie innerhalb 3 Tagen in Spanien sein. Ich wunderte mich immer, wie die Zugvögel ohne Schlaf so lange Strecken ohne Pause fliegen können. Neue Erkenntnisse zeigen scheinbar, daß sie eine Gehirnhälfte zum Schlaf schicken können, also im Halbschlaf fliegen. Das wäre vielleicht auch praktisch für uns.
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Kühe interessieren sich nicht an Kraniche oder Gänse, behalten ihren Frieden bei Gras kauen, obwohl,, einige recht neugierig sind.
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Havelland ist, wie Oderbruch, neues Land, das von Menschen mit viel Mühe urbanisiert worden ist. Es wird intensive Landwirtschaft betrieben, hier gibt nicht viel Wälder. Trotzdem ist der Ursprung als Sumpf noch sehr gut erkennbar. Überall verlaufen Kanäle, die ursprünglich für die Trockenlegung der Sümpfe gelegt worden sind. Es gibt immer noch viele Sumpfwiesen, Luch, welche für die Naturschutz heute eine große Bedeutung bekamen. Die Feldwege hier sind meist gerade, sehr gerade, Landschaft ist flach, sehr flach. Langweilig zum Radeln? Natürlich ist das Radeln in Uckermark abwechselungsreicher. Für Tagestour finde ich ganz nett. Prächtige Eichenallee, viele Pappelalleen, unter diesen Bäumen eingentlich kein Mensch spaziergeht. Für den Moment gehört das alles mir alleine.
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Manche Bäume lagen immer noch auf dem Weg. Der Stürm im Oktober war heftig. Ich muß Umweg suchen, am einfachsten geht man aufs Feld. Aber Felder sind auch feucht nach vielen Regentagen. Trekker hat seine Spur hinterlassen, was aber schön schrammig ist. Das habe ich ungefähr geahnt und habe 26″-Rad mit 42mm-Reifen mitgenommen, sogar ein Schutzblech drangemacht.
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Viele meinen, Panzerplatten sind unangenehm zu fahren. Aber matchige Feldwege nach dem Regen sind schlimmer.

Ich mag die Pappelalleen. Sie sind typisch für hier. Sie trennen den Raum, aber verstärken den Eindruck von Weite, finde ich. Bin dankbar für die Menschen, die damals solche Bäume hier gepflanzt haben.
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Ein Stückchen Strasse fahren. Autoverkehr ist minimal. Strassen sind auch gerade.
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Linum angekommen, wollte ich gleich Kaffee trinken. Franks Kleines Haus war noch nicht offen(Fr. ab 15Uhr, Sa-+So. ab 12 Uhr, bis Weihnachten). Kuchen war noch nicht fertig, aber Kaffee habe ich bekommen. Nach einer tasse Kaffe in der Sonne geht zu Rixmanns Kürbisladen. Warum fahre ich für Kürbis soweit? Einfach, weil hier Kürbissorten gibt, die wirklich schmecken, die sonst nirgends zu finden sind. Ich weiss, es gibt menge Leute, die Kürbis nicht ausstehen können. Probiere mal Butter Cup, oder Shishigatani, einfach in Scheibe schneiden und in Butter braten, oder in größeren Würfel schneiden und dünsten(sie zerfallen nicht). So lecker kann Kürbis sein, besser als Esskastanien. Hokkaido ist schon gut, aber ich hoffe, bald kommt die Zeit von diesen noch unbekannten Kürbissorten. Nach Plauderei mit Hernn Rixmann packe ich 2 Stück ein. Nun ist mein Rucksack 5kg schwerer.

Nun fahre ich nach Nauen zurück, teils nehme ich andere Wege, damit es nicht langweilig wird. Zwischendurch esse ich Lyoner aus der Dose, meine eiserne Ration, immerhin Bio. Die Sonne steht schon lange tief. Es ist aber nicht kalt, so um 6, 7 Grad. Ich muß aufpassen, daß ich nicht schwitze. Konstant mit mäßigem Tempo fahren. Die Wege kenne ich. Züge nach Berlin fahren jede 20 Minuten. Keine Eile, und ich geniesse noch den letzten Sonnenschein eines schönen Tages.
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Uckermark, himmlisch/höllisch

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Was schön an Uckermark für Radfahrer ist, ist das Vielfalt der Wegen, die man nehmen kann. Neben den relativ gut ausgebauten Fahrradwegen gibt es unzählige Waldwege wie Strassen, die man sehr gut fahren kann. Somit ist die Kombinationsmöglichkeit der Routen groß.
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Topografie ist auch gut geeignet zum Radeln, sehr oft wellig hügelig. Die Steigung ist aber so gut wie nie zu hart, nie zu lang. Es gibt schöne Kurven. Diese Landschaft bereitet Radfahrern eine große Freude. Es wird nicht so schnell langweilig. Natürlich gibt es auch viele gerade Strassen, vor allem im Odertal. Aber sie sind nicht so schlimm wie in Sibirien.
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Es gibt natürlich Waldwege, die viel Auf und Ab aufweisen oder/und sandig/matschig sind(Kiefernwald ist oft sandig!). Auch gibt es Strassen, die man wegen Autoverkehrs vermeiden sollten. Aber im Allgemein sind die Strassen dort recht leer. Wenn man schnell Kilometer kassieren will, kann man ganz gut solche Strassen benützen.

Aber es gibt auch viele Strassen, die sich mehr an Katakomben ähneln als Strassen. Grobe Kopfsteinpflaster ist schon hart zum Radeln auf Dauer. Und von solchen Knochenschüttlern gibt es viel in Uckermark(und in Brandenburg). Eine gute Planung wird wichtig.
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Ich habe neulich mit einem Freund 100km geradelt. Davon war ca. 10%, also nur! 10km, solche Pflaster. Das raubt aber einem die Energie und schliesslich auch die Lust. Ich habe nichts gegen kurze Kopfsteinpassage, aber zu lang sollte es nicht werden. 20km hätte ich bestimmt als zuviel empfunden. Mit einem Rennrad sprich dünnen Reifen wäre schon ein kleiner Abschnitt zwischen Herzfelde und Mittenwalde eine Hölle des Nordens geworden.
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Ansonsten war es recht schön mit Hochnebel und Sonne. Erste Hälfte mehr Wald, letzte Hälfte mehr Ackerlandschaft. Ganz grob könnte man sagen, Nordwestuckermak ist bewaldet, Südostuckermark Ackerland. Seen gibt es überall verstreut.
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Und die Überraschung des Tages kam,, als wir am Radweg Berlin-Usedom in der Nähe von Dorf Steinhöfel eine kleine Pause machten. Ein Jungkranich läuft vom Feld zu uns, einfach so. Das ist, für mich als Kranichbeobachter, eine große Überraschung. Denn sie vermeiden Nähe von Menschen und halten einen großen Sicherheitsabstand(man sagt 300m und mehr). Landmaschinen, Autos oder Züge machen Ihnen keine Angst, aber die Menschen!
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Nun läuft er um uns herum, scheinbar komplett ohne Angst, und buddeln hier und da die Erde mit dem Schnabel. Schließlich schaut er meinen Freund ins Auge und geht an seine Fahrradtasche ran.

Das ist gar nicht normal. Er ist gewöhnt an Menschen. Ich mache Gedanken, er hätte jung seine Eltern verloren und sich an Menschen gewöhnt. Ich hätte ihn fast gefüttert, aber ich verkniff es zu tun.

Nach der Tour habe ich mich bei Kranichschutzbund gemeldet, auch weil er beringt war. Schnell bekam ich eine Antwort. Dort in der Nähe, wo wir die Begegnung mit dem Jungkranich hatten, wohnt ein Ehepaar, das sich um die verlorengegangenen Kraniche kümmern. Und er hieße „Charly“ und hat durch Untaten von Menschen von seinen Eltern getrennt, fand bei dem Ehepaar das Obhut. Also ihm geht gut, aber Auswilderung könnte schwierig sein. Mal sehen was er nächstes Jahr machen wird, wenn er erwachsen ist.

Eine schöne Tour, auch wenn es etwas anstrengend war. Danach hat auch einfachster Spaghetti Bologneser gut geschmeckt.
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Fürstenberg-Boitzenburg Rundfahrt in 2 Tagen

Dieser Herbst war nicht sonderlich schön. Nach den stürmischen Tagen, in den vieles verwüstet wurden und viele Bäume umfielen, stand auf der Wetterprognose ein Paar schöne Tage kommen. Meine Freundin machte sich an die Planung, buchte eine Übernachtung vom Sonn- auf Montag im Boitzenburg, kaufte Bahntickets ein. Der Zug vom Berliner Hauptbahnhof war ziemlich leer. Die Landschaft war verhüllt im Nebel. Ich mag Nebel anzuschauen, also eine schöne Zugfahrt.

Route Tag 1
Route Fürstenberg nach Boitzenburg

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Route von Fürstenberg nach Lychen habe ich mehrmals beschrieben. Am Piansee lagen einige Bäume noch auf dem Weg liegen. Ansonsten waren die Strassen bis einsame Waldwege gut geräumt. Das ist eine gute Leistung.
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Im Wald ist eine pure Herbststimmung. Kurz vor Lychen hellt sich der Himmel langsam auf.
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„Kunstpause“ ist ein kleiner Laden in Lychen, aber mit einem netten Garten. Die Sonne kommt raus. Der Plan meiner Freundin geht voll auf, hier Mittag zu machen. Ich habe Würstchen mit Kartoffelsalat, sie Kürbissuppe. Es ist fast 20 Grad warm.
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Es geht Richtung Feldberger Seenlandschaft, via Triepkendorf. Hier ist schon Mecklenburg. Sturm hat vielen Bäume Blätter weggefegt.
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Und hier haben wir einen falschen Weg genommen und landete in Mechow. Ganze Zeit dachte ich, diesen Weg kenne ich irgendwie. Als ich die Kirche von Mechow sah, war es mir klar, daß ich woanders gelandet bin als geplant. Das kenne ich ja doch! Wir haben schon vor Jahren einmal in diesen Weg und ins Dorf verirrt. Wer hat die verwirrende Schilder an der Gabelung hinter Triepkendorf aufgestellt? Etwas staubig wirkt das Dorf, wegen der nicht geteerten und sandigen Dorfstrassen vielleicht.
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Eine Frau mit Rucksack kommt zufällig vorbei, schön und so um 50. Meine Freundin fragt sie nach den Wege nach Carwitz. Sie sagt so und so sollen wir fahren, und dann fragt uns ob wir ihre Katze gesehen hätten. Oh leider nicht. Diese Ecke um Dorfkirche wirkt für mich etwas mysteriös. Hierher würde ich angelockt,, Und sie ist der erste und einzige Mensch, den ich in diesem Dorf sehe. Wenn ich allein gewesen wäre, hätte sie mir gefragt, ob ich mit ihr ihre Katze suchen würde,, Dann würde ich von diesem Dorf nie wieder rauskommen,,, Natürlich ist das alles banal, aber das Dorf regt meine Fantasie an, wirkt ein wenig wie die Filme von Lynch. Sorry Mechow, ich habe gar nichts gegen das Dorf. Ich komme bestimmt wieder hierher. Wir fahren aber weiter, wie die Frau beschrieben hat. Das sind auch genau die Waldwege, die wir vor Jahren fuhren, um aus dem Dorf zu entkommen,,
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Ich fahre ein umgebautes MTB mit aufrechter Sitzposition, denn mein linker Daumen ist gestaucht und tut weh, weil ich vor einer Woche einen Sturz hatte. Dieses Rad ermöglicht eine bequeme Sitzposition und eine entlastende Lenkerhaltung.

Angekommen an Carwitz, ein hübsches Dorf aber vollem Tourismus im Sommer, sehen wir einen schwimmen. Es kann sein, daß das Wasser noch nicht sehr kalt ist. Dorf ist ruhig, nur noch einige Urlauber sind hier jetzt.
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Im Dorf kann man gut einkehren, aber wir fahren bis Hullerbusch, um dort in der Schäferei eine Pause zu machen. Wir nehmen Kaffee und Kuchen, plaudern mit Tischnachbarn, die heuer von Berlin nach Uckermark gezogen sind.

Der Rad- und Waanderweg entlang Schmale Luzin ist wunderschön.
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Ab Wittenhagen fahren wir meist auf Strassen, manchmal auf Kopfsteinpflaster. Autoverkehr ist aber so gut wie gar nicht.
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Die sonne geht langsam unter und die Umgebung wird in rötlichem Licht gefüllt.
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Genau mit dem Sonnenuntergang kommen wir Boitzenburg an. Gasthof Zum Grünen Baum kennen wir schon. Schönes Gebäude, schlicht aber hübsch und gut eingerichtete Zimmer, gutes Essen. Bier zuerst, dann Haxe für mich, Pasta für meine Freundin, dann Creme Brûrée und Espresso, um den Magen zu schliessen. Zufrieden und müde fallen wir ins Bett. Es ist ganz ruhig.
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Die Sonne scheint ins Zimmer. Wieder ein schöner Tag. Gemütlich frühstücken wir im warmen Licht. Heute fahren wir etwas weniger km, die Wege sind angenehmer.

Route Tag2
Route Boitzenburg nach Fürstenberg

Schloß Boitzenburg war Stammsitz von Familie von Arnim, sozusagen die beherrschende Adelsfamile über Uckermark, wo noch mehrere Schlösser/Burgen der Familie stehen. Das Renaissance-Schloß sieht ein wenig verbastelt aus, ist aber hübsch.
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Schloß Boitzenburg war in der DDR-Zeit ein Erholungsheim der NVA. Nach der Wende ist es in privater Hand, hat einen Charakter des Kinder- u. Familienhotels, wobei bei der Sanierung einen Subventionsbetrug in Millionen gegeben haben soll. Eine Sache, was nach der Wende scheinbar oft vorkam.

Wir fahren den Radweg „Spur der Steine“, zuerst auf schön geschwungenem radweg neben Strasse, dann auf ehm. Bahntrasse, d.h. gerade und eben.
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LInks und rechts ist mooriges Naturschutzgebiet. Daß hier früher Eisenbahnzüge fuhren, ist das kaum vorzustellen. Es gibt noch alte Bäume, wie diese Eiche, die 500 Jahre alt sein soll, oder jene Lerche, eine der ältesten in Deutschland.
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Am Warthesee machen wir eine kleine Pause. Über uns fliegen die Kraniche.
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Weiter nach Metzeltin, dann durch Wald nach Gandenitz. Radeln unter fallenden gelben Blättern wie in Zeitlupe.
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Im Alt-Placht steht ein kleines Kirchlein im Grünen, sonst nur noch eine brandenburgische Försterei(ehm. Gutshof) und ein Paar Häuser.
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Am Platkowsee verläuft ein wie eine Autobahn ausgebaute Fahrradweg, gerade, eben und super geteert. Es ist bequem zum fahren, aber langweilig. Ab Zenssee wird der Radweg deutlich schöner mit viel auf und ab, kombiniert mit schönen Kurven.
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Wir steigen ab ans Ufer, beim Waldhotel-Restaurant Sängerslust.
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Der Uferweg ist nicht für Fahrrad gedacht. Man kann z.T. gut fahren, aber manche Stellen sind sehr eng und mit Baumwurzeln recht schwierig.
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Wir seind sehr zeitig Lychen angekommen. Gasthof am Stadttor, wo wir Kleinigkeit essen wollen, macht erst 16 Uhr auf. Wir nehmen Platz auf einer Sitzbank am Ufer und geniessen die Sonne.
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Zufrieden mit einem Bier und kleiner Fischsuppe machen wir uns auf den Weg nach Fürstenberg, wo wir in den Zug nach Berlin steigen. Der tiefen Sonne entgegen treten wir locker auf die Pedale. Ach, dasselbe habe ich schon mal geschrieben,,
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Fürstenberg nach Warnitz, via Lychen, Templin, Gerswalde

Diese Tour (ca. 78km) ist nicht für Rennrad. Die Route beinhaltet viele Waldwege mit losem Boden(22%). Einige Schtrassenabschnitte sind mit Kopfstein gepflastert(15%). Empfehlenswert ist Trekkingrad mit etwas breiterem Reifen oder Mountainbike. Uckermark geniessen bedeutet auch fast automatisch, viele Auf- und Abfahrten(diesmal je 400m) geniessen. Sie sind zwar alle kurz, aber erfordern eine gute Kondition. Aber über die Hälfte sind Radwege. Viele Strassen sind ziemlich leer. Für Rennrad oder schnellere Tour sollte man Waldwege meiden und ruhige Strassen suchen.
Fürstenberg Lychen Templin Gerswalde Warnitz

Jetzt sind nur wenige Urlauber hier. Orten und Seen ist die Ruhe eingekehrt. Vor allem morgen früh ist niemand unterwegs. Dunstschleier schwebt auf der Wasseroberfläche. Das Wasser ist scheinbar noch nicht ganz kalt. Ich habe eine hübsche Nymphe schwimmen gesehen. In der Stille hallte nur ihr Atem.
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Auf den Radwegen ist auch wenig Verkehr. Radtouristen/Radreisende sind kaum noch da. Hier könnte man zügig radeln, wenn man will oder eilig ist.
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Für Lychen ist heute kein Halt eingeplant. Für das zweite Frühstück wird Templin angepeilt. Also, der Plan sieht vor, in Templin 2. Frühstück, in Gerswalde Mittagessen und Kaffee. Das sind ganz wichtige Orientierungspunkte.

Entlang Zensee gibt es geteerten Radweg im Wald, der ganz schön auf und ab geht. Das kann man sportlich geniessen, oder gemütlich bewältigen. Über eine kleine Brücke, die sich über die Engstelle zwischen Zensee und Platkowsee spannt, nach Wuppgarten, dann gleich in den Wald. Hier ist der Waldweg gut zu radeln.
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Von Gandenitz bis Templin radelt man wieder auf einem gut ausgebauten Radweg.
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Templin ist eine für uckermärkisches Verhältnis gut gehende Stadt. Toll ist komplett erhaltene mittelarlterliche Stadtmauer aus Feldstein und Stadttoren aus Backstein. Innenstadt ist, wie so oft, weil mittelalterlicher Stadtkern durch Brand verlorenging, Barock aufgebaut und hat auch viele hübsche alte Häuser. Auf dem Markt war gerade jährlicher Töpfermarkt und sehr belebt. Hier haben wir uns mit Kaffee und Waffel (wer hat noch Würstchen gegessen!?) gestärkt, schauten die Stadt ein wenig und fuhren weiter.
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Um Templin zu verlassen fuhren wir Prenzlauer Chaussee. Hier kann man stattdessen entlang Templiner Seeufer radeln(schöner). Wir wollten ein wenig tempo machen. Ein Stückchen auf der Bundesstrasse B109 hatten wir zu radeln, um dann in den Waldweg Richtung Laatz einzubiegen. Hier beginnt ein etwas schwierigerer Abschnitt dieser Tour. Dieser Waldweg ist teils sandig, teils matschig, hat recht viel Auf und Ab(z.T. steile) so daß man sich drauf konzentrieren muß, gute Fahrlinie zu finden.
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Ab Milmersdorf nehmen wir eine alte Pflasterstrasse, die nur halbherzig übergeteert war und die Teerschicht längst abgeblättert ist. Gleich nach Groß Kölpin gibt es ein kleines Moorgebiet. Moor ist ein Thema beim Naturschutz. Brandenburg mußte vor der Urbanmachung sehr große Moorfläche gehabt haben. Luch ist die brandenburgische Bezeichnung von Moor.
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Endlich Gerswalde, endlich Mittagessen! Natürlich im Cafe zum Löwen, wo die freundliche Japanerinnen leckeres kochen und backen. Cafe ist nun umgezogen in den Großen Garten. Alte Location war sehr nett, jetzt ist sie noch netter. Curry für alle, alle zufrieden und glücklich. Hausgemachte Ginger Ale und Hibiskustee sind auch lecker.
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Nach sehr gutem Kaffee und Kuchen müssen wir bald aufbrechen. Schade, hier könnte man länger verweilen. Aber wir haben heute eine eng getimete Rückfahrt von Bf. Warnitz nach Berlin. Noch 15km in 1 Stunde. Die Strassen werden jetzt besser, mehr bergab als bergauf. Also gut machbar.
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Es war nsgesamt etwas anstrengend, aber recht abwechselungsreich und zufriedenstellend. Für diese Tour wäre es empfehlenswert, mehr Zeit zu nehmen. Dann könnte man mehr Pause einlegen, und die Orte besser besichtigen. Der Zug war nicht ganz voll so daß wir alle Platz finden konnten.

Lychen vor Sommerferien

Es ist leider bereits 2 Wochen von dieser Tour vergangen. Sommerferien steht schon vor der Haustür. Also beeilen!

Lychen und Umgebung in Uckermark finde ich wunderschön. Aber in der ferienzeit wird sie gut voll. Ich wollte noch vor Ferien einmal dort sein und die Ruhe geniessen. Dafür einen Nachmittag an einem Donnerstag frei genommen, los geht’s.
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Fahrradabteil des Zuges, der nach Stralsund fährt, ist erfreulich leer. Bald wird hier brechend voll mit den Rädern und Menschen. Ich geniesse die Zeit im Zug(vom Berlin Hbf. bis Fürstenberg ca. 1 Std.) mit Lesen. Reklam Taschenbuch ist schön klein/leicht, ist gut zum Mitnehmen.

Heute fahre ich ohne Plan. Einzig was feststeht, ist wo ich Mittag essen werde. So starte ich gemütlich. Fürstenberg ist ursprünglich ein Fischerdorf. Durch die schöne Landschaft, rundum Seen, die eigentlich Teil von Havel sind, entwickelte sich Tourismus/Urlaubsverkehr. Dorfkern ist noch gut bemerkbar. Zum Bahnhof hin stehen Häuser aus Ende 19. Jhdt. bis 20er Jahre. Zwischen Havel und Kiefernwald sieht man viele prächtige Villen. Die Stadt war nicht arm. Nach der Wende wächst der Tourismus stetig weiter.
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Fürstenberg Satbild
Der angenehme Radweg führt zunächst nach Himmelpfort. links und rechts Buchenwälder.
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Dieser kleine Ort ist umgeben von 5 Seen, somit ist er natürlich ein beliebter Urlaubsort. Es gab hier eine Klosteranlage am Wasser. Davon geblieben es nur Ruine. Einige Lokale im Ort laden zum Rast ein.
Himmelpfort
An hier kann man weiter auf den Radweg nach Lychen fahren. Aber man kann auch direkt am See fahren. Der Wanderweg ist nihcts für Rennrad, aber ich mag solche Wege so daß ich schlage den Lenker doch in den schmalen Weg ein und schiebe die Hälfte des Weges mein Rennrad.
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Pian, wo früher eine Glahütte stand und der Ort eine Arbeitersiedlung war, ist heute ein idylisches Ortchen mit einer Strasse, die hier endet, die mehr oder weniger als Radweg benützt wird.
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Hier fährt man durch einen Kieferwald, dessen Unterwuchs fast ausschließlich aus Blaubeer besteht. Jetzt kann man noch die Beeren sammeln.
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Nach 17km gemütlichem Radeln ist man schon in Lychen. Es ist schon 14 Uhr. So fahre ich direktmang zum Fleischer Herold zum Mittag. Da meine Freundin nicht bei Metzgern essen möchte, komme ich nun endlich zum Genuß, hier zu speisen. Das nette Geschäft bietet täglich 2 verschiedene Gerichte an, natürlich meistens mit Fleisch,, Ansosnten gibt es mehrere Möglichkeiten, in Lychen Essen zu gehen. Hier wird man nicht verhungern(im Winter wird es etwas schwieriger). Ich habe gekochtes Rindfleisch in Meerrettichsauce mit SK(Salzkartoffeln) gehabt, für 3,90, lecker.
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Lychen Satbild
Nach dem Essen will ich nicht gleich weiterfahren und mache am See eine Pause.
Auch Laychen, eine ehm. Flößerstadt, ist von 5 Seen umgeben. Das klarste Wasser hat Zensee, dann Wurlsee. Auch in den Wäldern in der Umgebung gibt es weitere Seen.
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In Ferienzeit ist Lychen ein Hochburg von Urlaubern aus Sachsen, scheinbar Tradition aus der DDR-Zeiten. Jetzt ist es noch wenig los. Ich geniesse die Ruhe.
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Ein Haus am Wasser hat einen schönen Garten. Ich bewundere ihn jedesmal, wenn ich herkomme. Ein kleiner, aber liebevoll gepflegter Garten, mit Ferienwohnung. In Lychen gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings ist es schwierig, im Sommer hier eine zu finden. Uckermark wird immer beliebter.
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In der Pause entschied ich, nach Triepkendorf zu fahren. Dort war ich auch schon mehrmals, aber es gibt noch eine Strasse, die ich nicht kenne.
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Die Strasse war schon vom Anfang an schlecht, aber es wurde immer schlechter. Der Teerbelag, der auf Kopfsteinpflaster gelegt wurde, bröckelt einfach ab. Es wurde immer weniger geteert und zum Schluß wurde die Strasse reiner Kopfsteinweg.
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Nicht so gut für rennrad. Eigentlich mag ich solche Strassen/Wege. Ich wußte selber nicht warum ich heute ein Rennrad mitgenommen habe,, denn ich werde gerne solche Wege reinfahren, aber nicht mit dem Rennrad.
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Felder sind recht bunt, und sommerlich, auch wenn das Wetter für menschen nicht sonderlich sommerlich vorkommt.
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Zum Glück ist die Holperstrasse nicht lang. Ab Rutenberg fahre ich wieder auf gut geteerte Radstrasse.
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Nächstes Örtchen Hasselförde ist bereits Meck-Pomm. Gutes restaurant TENZO in Triepkendorf ist nur abends auf. Kaffee und Kuchen wäre schön, aber das Dörfchen ist verschlafen. Ich fahre zurück nach Lychen, mit der Absicht dort was gutes abendzuessen. Dafür wird Kaffee/Kuchen geopfert.
Ich nehme die Strasse, eine richtige Strasse und mache bißchen Tempo, damit es lohnt, mit einem Rennrad unterwegs zu sein. Ein blaues Feld zwingt mich zum Fotohalt.
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Dann eine relativ gute Querstrasse nach Rutenberg nehmen, um wieder auf guten Radweg zu kommen.
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Eine kleine Pause an einem kleinen versteckten See(Stiepensee) am Radweg, wo man auch in Ruhe baden kann. Alles unspektaklär, aber schön und beruhigend.
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Im lichten Wald zu radeln, wasfür eine Freude! Kornfelder sind fast erntereif. Nach Lychen geht dann bergab. Tempo machen, den Wind schneiden!
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Zurück nach Lychen, es ist 18 Uhr und die Stadt ist noch ruhiger. Kaum jemand ist unterwegs. Es hat sich für mich gelohnt, einen Donnerstag noch vor Ferien freizunehmen. Auch das Wasser ist still.
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Nun zum Gasthof am Stadttor. Hier auch nur 2 Päärchen im Hofgarten, ganz anders als in der Ferienzeit. Natürlich wußte ich schon, was ich essen werde, Maräne! Ich geniesse Radler und das Essen.
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Ganz zufrieden steige ich wieder auf den Sattel und radle los. für den Zug von Fürstenberg nach Berlin habe ich genug Zeit.
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Rechtzeitig den Bahnhof erreicht. Der Zug kommt planmäßig! Im großen Fahrradwaggon stehen nur 2 Räder. In 1 Std. bin ich in Berlin. Schönes rotes Licht füllt den Waggon. Glücksgefühl füllt mich.
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Ach ja, ich weiß nun, warum ich ein Rennra mitgenommen habe, nachdem ich mit einer Bekannte gesprochen habe. Sie sagte, sie bekommt das Gefühl. gerne mit dem Rennrad loszufahren, wenn sie Tour de France anschaut. Jaja so war das.

eine schnelle Fahrt, Brandenburg-Berlin

Wenn ich alleine oder mit meiner Freundin radle, halte ich relativ oft an, um die Landschaft, Dorfhäuser oder Blätter von Unkraut anzuschauen. Ich bin als Tourist unterwegs, auch wenn ich die Strecken und Orte gut kenne. Es gibt trotzdem vieles zu entdecken, wenn man langsam fährt, sich anhält und zuhört. Ich will nicht schnell und rechtzeitig ans Ziel kommen, sondern möchte unterwegs sein.

Freilich mache ich auch schnellere Runde, eher für die Kondition/Gesundheit, zwar meist im Grunewald(Kronprinzessinenweg + Havelchaussee). Das ist für mich etwas ganz anders. Hier fahre ich, nur um zu fahren und höre ich meinen Körper an. Ansonsten überbrücke ich manchmal etwas langweilige Streckenabschnitte der Tour durch schnelles Fahren, was auch Spaß macht.

Und heute fuhr ich mit 2 Kollegen, die deutlich schneller fahren als ich. Das ich auch mal gut, etwas anders zu machen. das macht mir den Sinn, mit den Leuten mit anderem Tempo zu radeln. Wir nahmen von Charlottenburg einen Regionalexpress und waren in 35 Minuten in Brandenburg an der Havel. Von dort nach Berlin zurückradeln, meist Havel entlang.

Erste einige Kilometer sind etwas langweilig. Man radelt sogar auf B1(es ist wenig Verkehr dort). Aber man merkt, daß die Natur und Landwirtschaft fleissig war, trotz kalter Frühling, seltsamer Mai.
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Ab Gollwitz kommt man an die Havel. Dann kann losgehen auf dem Radweg auf Deich.
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Havel schaue ich nur mal flüchtig an und trete Pedale, nach vorne schauend.

Nach kurzer Kaffeepause im Havelstübchen(Deetz) geht es weiter. Roter teppich, gelber Teppich, blaue Blüte, weisse Blüte, alles schmeichelhaft. Es ist auch interessant, wenn man sie nur flüchtig schaut und doch im Gedächtnis behalten will, arbeitet das System anders.
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Es ist kein Rausch, so schnell fahren wir nicht, so um 30. Herz bleibt ruhig, Beine nicht angestrengt, die Landschaft beginnt aber zu verschwimmen am Randbereich. Mit 35 wird der Focus enger. Ich konzentriere mich dann mehr an Fahrbahn, nehme die Umgebung anders wahlr, eher als großflächige Farben und Begriffe. Das wird ein wenig wie Autofahren, äh Cabrioletfahren. Richtig schnelle Runde für Rennradfahrer wäre 40+. Das schaffe ich aber gar nicht.

Hier ist kein Auto, kein Fußgänger, nur ab und zu Radfahrer. Wenn man wollte, kann man richtig Gas geben. Es kann sein, diese Strecke ist für Rennradfahre zu flach und zu gerade.
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Von der Gegenrichtung kommt eine Armada von britischen Cyclo-Touristen. Deutsch Fahrradwege und -route sind recht gut ausgebaut so daß immer mehr ausländische Cyclists kommen. Das ist doch eine positive Entwicklung.

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Bald erreicht man Werder. Dann gehen mehrere Wege Richtung Potsdam und Berlin, durch Golm und Park Sanssouci, durch Wildpark, durch Geltow und auf Nordufer des Templiner Sees, oder mit der Fähre nach Caputh und dann entlang Südufer des Templiner Sees. Wir nehmen die letzte Möglichkeit, denn wir wollen im Biergarten der Braumanufaktur Rast machen.
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Biergarten ist gut besucht(trotz Werktag!). Ununterbrochen kommen die Radfahrer hierhin für einen Rast. Hier ist bereits Stadtgebiet. Wir essen auch etwas(ich Schmalzbrot) und sind wieder gut gerichtet. Mit voller Kraft starten wir, fahren die Stadt Potsdam durch zur Glienicker Brücke. Dann nehmen wir nicht die langweilige Königstrasse, fahren am Wasser bis Pfaueninsel, dann bergauf in die Pfaueninselchaussee. S-Wannsee vorbei und in die Kronprinzessinenweg. Immer noch mit gleichem Tempo. Die Temperatur um 20 Grad ist ideal zum Radeln. Man wird nicht müde.
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Nach S-Grunewald wird langsam auspedaliert. Ca. 85km bis nach Hause. Eine nettte schnelle Fahrt, die nicht belastend ist, aber ich alleine so nie machen werde.

Ausfahrt mit rennrad, Nauen – Neuruppin

Ich fahre selten mit einem Rennrad im Umland, denn ich fahre gerne zwischendurch Feldwege/Waldwege. Diesmal habe ich vorgenommen, auf Asphalt zu bleiben und dafür ein rennrad genommen. Ich hatte einen Nachmittag Zeit, so sparte ich den Weg aus der Stadt. Ab Charlottenburg stieg ich in den Regionalzug bis Nauen ein.
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Von Nauen kann man in allen Himmelsrichtungen losradeln, also ein guter Ausgangspunt. Ich fahre los, ohne Plan nach Lust und Laune, denn ich bin relativ oft hier. Egal in welche Richtung, gibt es überall Alleen mit alten Bäumen. Das macht eine gute Laune, unter grünen Bäume zu radeln.
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Ich mache Umwege und kleine Halte in Ribbeckhorst und Kuhhorst, denn hier gibt es noch Relikte der Landwirtschaftfeldbahn. Das ist nur interessant für Menschen mit Hang auf Feldeisenbahn, aber sie gehört der Geschichte dieser Gegende. Denn, es war sumpfig hier. Die Wege waren schlecht und oft schlammig, so daß die Wagen hätten Problem vorwärts zu kommen. Mit der Feldbahn wurden Produkte bis zum nächsten Bahnhof, z.B. Paulinenaue, transportiert. Kinder fuhren mit dieser winzigen Bahn zur Schule. Sie soll hier bis in die 50er Jahre in Betrieb gewesen sein.
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Älteres Pärchen radeln vorbildlich in auffällig roten Jacken. Machen Sie einen Besuch in nächstem Dorf, oder Einkauf in Nauen gewesen?

Grün ist mittlerweile satter geworden. Wenn man in der Stadt ist, sieht man diese stetige Entwicklung nicht so richtig. Pflanzen haben genaue Zeitplanung. Bis dann und wann müssen sie ihre Arbeit erledigt haben, ziemlich egal wie das Wetter ist.
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Eine Pause im Kleinen Haus in Linum. Frank und sein team macht nicht nur gutes Essen, sondern auch leckere Kuchen. Heute nehme ich Zitronenkuchen, gut. In der Kranich-Saison wird es voll hier. Aber jetzt kann man bequem Platz nehmen und die Pause geniessen.
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Zwischen Linum, Fehrbellin, Langen und Wustrau ist die Strasse etwas langweilig. Deswegen fahre ich bis Hekenberg zügig und dann fahre ich in den Radweg ein. Kurz vor Hakenberg steht eine Siegessäule. Das erinnert den Schlacht bei Fehrbellin vom 18. 06. 1675(Death Match Brandenburg vs Schweden!). Jaja, auch in Deutschland herrschte lange Zeit Kriege, zwar nicht zu wenig.
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Nun fährt man in Weidelandschaft. Hier ist es immer noch etwas feucht trotz intensiver Kanlisierung. Wenig Menschen, einsame Gehöfte. Gefühlsmäßig ist man sehr weit weg von Berlin. Faktisch ist es aber nur 50km entfernt.
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Jetzt ist die Zeit von gelben Rapsfeldern. Es duftet ganz stark. Oft bis zum Horizont gelb! ganz schön gelb.
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Und nun einzig nicht asphaltierter Streckenabschnitt heute. Ein Paar Kilometer bis Wustrau, entweder Kopfsteinopflaster oder relativ fester Sandweg nebenan. Das ist ohne Problem machbar, auch für Rennradreifen. Ich würde alle meine Rennräder mit Conti GP 4 Seasons 28mm ausrüsten. Das wäre aber auch viel Geld.
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In Wustrau sieht man untersten Zipfel von Ruppiner See. In Altfriesack steht eine Hängebrücke über den Kanal. Das ist relativ selten in Brandenburg.
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Nach Altfriesack nach links abbiegen und entlang See radeln. Aber See sieht man nicht so richtig. Und die Strassen hier war früher grottenschlecht. Mittlerweile sind sie sauber asphaltiert. Die Dörfer haben aber etwas an ihren Reiz verloren, kam mir so vor. Radelt man die sanfte auf und ab genüßlich schnell, dann ist Neuruppin nicht mehr weit.
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Neuruppin ist eine nette Stadt, ja eine Stadt mit schöner Bausubstanz. Ich kam 1990 zum ersten Mal hierher, um eine VEB-Großbäckrei zu retten. Damals war Bauarbeiten an Strassen schon im Gange. Aber heute ist die Stadt ziemlich hübsch, auch wenn manche Häuser noch nicht restauriert wurden und teilweise verfallen.
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Ein Weilchen auf dem Seepromenade gestanden und das Wasser angeschaut. Und wie immer im Up-Hus-Idyll Bierchen getrunken und die Zeit für den Zug sinnvoll! genützt. Im Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor kann man nun bis 18 Uhr Fahrscheine kaufen, von netten Damen, nicht vom komischen Automat. Das ist ja eine enorme Verbesserung.
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Brandenburg – Werder, Havelradweg

Eine der Lieblingsstrecken meiner Freundin. Nicht weit von Berlin, führt der Weg meist auf dem Deich entlang Havel. Man sieht viel Wasser. Nur Anfang(Brandenburg Hbf. bis Gollwitz) und Ende(Phöben bis Werder Bahnhof) führt die Route an der Strasse(aber meist Radwege) und ist es etwas langweilig. B2B(Bahnhof zum Bahnhof) ca. 40km. Leichte Steigung gibt es zweimal, aber für jeden machbar. Auch für Rennradfahrer geeignet(dann vielleicht Brandenburg bis Berlin, 65 bis 80km, je nach Routenauslegung).
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Die grün ist noch sehr zart.
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Manche Kirschbäume blühen voll.
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Was aber jetzt voller Pracht ist, Mirabelle! Sie sind nicht nur zartweiss wie Neuschnee, duften auch intensiv süßlich.
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Havel durchfließt viele Seen, mit vielen Inseln, und sieht recht natürlich aus, auch wenn er sehr gut schiffbar ist. Havel bietet auch für viele Vögel Lebenraum.
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Nanu, ist sie so schnell, daß meine Billigkamera sie nicht fest einfangen kann?
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Ja, Kopfsteinpflaster! Mit neuen Challenge-Reifen(relativ exakt 33mm breit) habe ich gar kein Problem, es macht eher Spaß(zumindest für eine kurze Zeit), drauf zu fahren.
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Es gibt nur 2 Stellen, wo es leicht bergauf geht, aber nur leicht.
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Von Götzer Berg zu Deetz fährt man seltsame Seenlandschaft, was ehmalige Tongruben sind. Im Sommer kann man hier auch baden.
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Und wie immer machen wir hier eine Kaffeepause, im Havelstübchen. Vom Aussehen erwartet man hier vielleicht nichts gutes, aber das Essen ist gut, Kaffee schmeckt richtig italienisch, und Kuchen auch in Ordnung. Im Sommer kann es aber brechend voll werden.
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Im Gegensatz zum Kirschbaum verzweigt Mirabelle oft von ganz unten buschartig. Und der Stamm wird nicht so dick und hoch.
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An einigen Stellen ist Havel sehr breit. Oder sollte man richtigerweise sagen, daß Havel hier einen großen See durchfliesst.
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In der Nähe von Fährstelle zu Ketzin/Parez ist die Aue geflutet.
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Es ist flach und die Landschaft weit.
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Überall sieht man die Gänse, Schwäne, Kraniche und andere Vögeln, die ich nicht identifizieren kann.
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Ein emütliches Tourchen für einen schönen Nachmittag.

Alle freuen sich, Menschen, Tiere, Pflanzen

Sonnenschein und die Wärme treiben uns(Tiefseelebewesen oder Höhlentiere ausgenommen) aus dem Häuschen. Wir strecken unsere Gesicht gen Sonne und lassen uns aufwärmen. Manche Tiere sind bereits emsig dran, sich um die Nachwuchs zu kümmern. Pflanzen genauso. Unsere Zellen freuen sich darauf, also wir können nichts dagegen tun. Dann heissen wir den Frühling willkommen.
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Star des tages waren zwei süsse Esel und zwei lustige Mädchen drauf. Sie sonnten sich lässig faulenzend in der Sonne. Nach unserer Anfrage führte sie sogar ein Kunststück vor.
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Vergnügt zufrieden fuhren wir den Weg zurück. Das neue Tourenrad meiner Freundin hat die Prüfung auch bestanden. Dem Wetter entsprechend war der Regionalzug voll.
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