Kategorie-Archiv: Radtour

ein Buch, Oderbruch und Immigrant Song

Ich habe ein Buch geschenkt bekommen, „Die Gleichung des Lebens“ von Norman Ohler. Es geht um die Melioration des Oderbruchs, angetrieben durch alten Fritz, der machtbewußte Aufklärer. Für die Stabilität und den Wachstum des aufstrebenden Preussens, der gerade Schlesien eroberte, landwirtschaftliche Leistungssteigerung vorantreiben wollte.
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Ich habe gerade erste 1/3 gelesen. Es ist spannend, hier im Oderbruch prallen unterschiedliche Parteien und Ansichten, Aufklärung gegen Tradition, Staatsmacht gegen kleine Volksgruppe, Rationale Aufklärung gegen die Natur, Ehrlichkeit gegen Intrigue, Vernunft gegen Leidenschaft. Oh, es klingt nach einer Kinowerbung o.ä. Aber während ich es lese, wurde mein Verlangen schnell groß, Oderbruch wieder anzuschauen, wo ich einige Jahre nicht mehr war. Eine hauptsächlich von Menschenhand geformte Landschaft, mit nur noch ganz wenig gebliebener sümpfigen Wasserwelt entlang Alten Oder, vor allem im Bereich des NSG Niederoderbruch. Wie bewertet man dieses Großprojekt Preussens aus heutiger Sicht? War das eine kluge Staatsführung, oder eine vom machtbesessenen Kalkül getriebene Umweltzerstörung? Hier habe ich keine Antwort. Aber der Schicksal Oderbruchs finde ich kinofilmreif.

Berlin-Lichtenberg 7:27. Der NEB-Zug RB26 kommt aus Küstrin. Menschen, meist Polnisch sprechend, strömen aus dem vollen Zug. Sie alle arbeiten in Berlin. 7:39 fährt der Zug wieder ab, ist halbvoll. Die meisten Fahrgäste steigen in Müncheberg aus. Danach fährt der Zug ziemlich leer durch Oderbruch nach Küstrin. Ich steige in Golzow aus, um ein wenig Landstrasse/Feldwege zu fahren. Nur Oder-Radweg wäre etwas eintönig. Golzow, bekannt geworden durch die Langzeitverfilmung „Kinder von Golzow“. Die habe ich nach der Maueröffnung im Historischen Museum gesehen(letzte 2 Teile müßte ich noch nachholen).
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Es ist weit und flach hier. Im heutigen Oderbruch kann man sich kaum die ursprüngliche Sumpflandschaft vorstellen, außer wenige Stellen an der Alten Oder. Die Melioration ist gut gelungen. Es ist aber, wenn ich so sagen darf, ein ödes Land, kaum Wald, keine Erhebungen bis zum Moränenrand(wie Oderberg, Oderinsel, Bad Freienwalde, Wrietzen, u.a.). Die Kornkammer Preussens, und der DDR, und nun wird beherrscht durch landwirtschaftliche Großbetriebe mit gigantischen Traktoren, um irgendwann kommende Lebensmittelkrise zu überstehen?
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An der Oder ist es hübsch mit großflächigen Auen, viel Schilfinseln. Drüben ist Polen. Dort weiden die Kühe genauso wie diesseits. Gleiche Landschaft. Hier taucht mir immer die Fragen,, was ist eigentlich die Staatsgrenze?
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Ich sehe Oderbruch aber nicht negativ. Ich werde sogar sagen, daß diese Landschaft gewisse Charme besitzt. Diese mit viel Anstrengung gewonnenew Fläche von ca. 20x80km ist ein ausgesprochenes Immigrantenland. Es ist sozusagen Amerika Deutshlands und gab sicher viele Menschendramen und bewegte Schicksale. Wie haben die Menschen in den neu aufgebauten Kolonistendörfer gelebt, die z.T. von sehr weit hierher kamen, um dort ein neues und hoffentlich ein besseres Leben zu beginnen? Allein das ist spannend.
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Im Neulietzegöricke, das erste Kollonistendorf im Oderbruch, stehen die Häuser fast wie damals. Es ist kurz vor Mittag, ganz still. Nur ein Mini-Kaufladen des Dorfs ist offen, und hat einige Kunden, die im Vorgarten was Kühles trinken, offesichtlich Dorfbewohner. Ich kaufe mir ein Eis, Fürst-Pückler-Eis. Ich mag das, aus Nostalgie. Denn ich hatte als Kind gerne dieses Eis gegessen, auch in Japan, dieses 3-farbige Eis im Waffel. Es ist heiß unter der Sonne. Zum Glück gibt es ein wenig Wind. Ich geniesse das einfache und altmodische Eis.
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_Ich erinnere mich, es war etwa vor 10 Jahren, im Oderbruch irgendwo in einem kleinen Kolonistenangerdorf. Es war auch ein heißer Tag. Ganzes Dorf riecht nach frisch geerntetem Heu. Mein Wasservorrat war bereits leer. Natürlich kein Ladengeschäft weit und breit, wahrscheinlich nächste 15km gar nichts. Niemand ist da zu sehen. Ich muß irgendwo klopfen/klingeln und um Wasser bitten. Ich zögere, denn es herrscht eine Totenstille, will niemanden aus dem Mittagsschlaf reissen. Ich schiebe mein Rad, komme gleich zum Dorfrand. Dann, höre ich ganz leise Musik laufen von einem Innenhof am Dorfrand. Immigrant Song, von Led Zeppelin. Ich bin erleichtert, nicht alle Häuser klingeln zu müssen, und gehe mein Rad schiebend in den offenen Hof hinein, die Musik folgend. Das Haus im Kolonistenstil und die Scheune aus Backstein sind nicht in einem gepflegten Zustand. Dann sehe ich eine Frau auf einem Liegestuhl, unter einem Lindenbaum, neben ihr ein Radio, aus dem die Musik kommt. Ich nehme meine Mütze ab und sage, „Guten Tag, ich bin ein Radwaderer. Ist es möglich, etwas Wasser zu bekommen? Ist mein Vorrat seit 1 Stunde alle.“ Sie hebt ihren Cowboyhut und schaut mich an. Fixierender Blick, eine Frau so knapp 40,, Etwas verlegen warte ich auf ihre Antwort, vielleicht war es nur ein Paar Sekunden. Sie sagt “ klar, da ist ein Wasserhahn, bediene Dich einfach. Erst etwas laufen lassen, Das Wasser kann jetzt sehr warm sein.“ Sie zeigt mit ihrer Hand die Richtung. „Oja, vielen Dank. Und entschuldige bitte für die Störung.“ „Kein Ding.“ Sie steht auf, ist nicht so groß, aber erweckt mir einen Eindruck, sie wäre ein Modell von Helmut Newton, irgendwie. „Du hast Glück. Bin hier erst seit 2 Tagen, wieder,,“ „Na sowas, ja ich bin wirklich froh. Mit so einem heißen Wetter habe ich nicht gerechnet. Diese Musik hat mich gerettet, Immigrant Song, was?“ „Du kennst das Stück? Schön, so ein Zufall.“ Zufall? Ich ahne nicht was sie damit meinte. Das schien mir kein Zufall zu sein, Immigrant Song in einem Kolonistendorf zu hören. Ich sage aber, „Allerdings, ich fand es auch,, Ein seltsamer Zufall. Sind Sie im Urlaub gewesen?“ Sie lacht, „Urlaub? So könnte man es auch sagen,, ich war für 10 Jahre weg, und nun wieder hier, zuhause.“ „Waren Sie in Berlin? Oder wo waren Sie, wenn ich fragen darf,,“ „Berlin? Das interessiert micht nicht sehr. Ich bin in die USA ausgewandert. Hier wars mir zu eng gewesen.“ „Zu eng? Das klingt ja lustig. Mir kommt es sehr weit vor, dieses Oderbruch.“ „Ha, Du kommst aus Berlin, nehme ich an. Bin hier geboren, genauso wie meine Ururgroßeltern und noch weiter zurück. Irgendwann wird alles zu klein und eng.“ Sie dutzt mich, na dann,, „Wenn Du das meinst, kann ich auch nachvollziehen. Und, wo in USA?“ „Hmm. Neil Young,, sagt Dir was?“ „Äh,, Ohio?“ Sie steht plötzlich direkt vor mir. „Huh, bist Gut!“ grinst Sie,,,_
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Ich wollte an der Zollbrücke Mittag machen. Aber nach dem Eis fühle ich mich wieder erfrischt. Man kann im „Zollbrücke“ gut essen, aber ich möchte mich nicht vollstopfen.So fuhr ich weiter auf dem Deich. Ich habe auch 2 Butterbrot und Nußriegel eingepackt. Proviant ist sehr wichtig, wenn man an Wochentage unterwegs ist. Viele Lokale machen nur am Wochenende auf.
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Ab Neuglietzen wird es etwas langweiliger. Der Radweg auch etwas schlechter. Vor Hohensaaten wird es wieder besser. Aber vorher biege ich links ab, radle entlang Wrietzener Alten Oder. Oderberg ist eine alte Stadt. Im Sommer sind viele Urlauber hier. Jetzt ist die Stadt aber ruhig. Cafe „Hier und Jetzt“, wo ich einkehren wollte, war zu(wird nur an Wochenenden aufgemacht). So gönne ich mir 3 Kugeln Eis a 80 Cent in einer Eisdiele, der ziemlich als einzige in der Stadt offen ist. Diese Stadt entwickelt sich leider sehr langsam, und recht unterschiedlich.
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Eberswalder Chaussee direkt hinter der Stadt ist gesperrt wegen Bauarbeiten so daß man einen Umweg um einen Berg machen muß. Die Strasse von Oderberg zum nächsten Ort Liepe ist soweiso etwas ganz anders als Oderradweg, mit einem bergigen Charakter, was für den Radfahrer Spaß bereitet. Hier befindet man sich an Moränenkanten, die teils bis über 120m hoch sind.

In Liepe, mehr touristisch orientiert?, überquere ich die Wrietzener Alten Oder, und fahre die Feldwege. Strasse nach Schiffshebewerk ist mehr für Motorrad. Ich nehme den Weg neben Finowkanal, um den Baufotschritt des neuen Schiffshebewerk anzuschauen.
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Mensch, es ist aber häßlich diese Betonkiste!! Unnötig dekorativ und bunt auch noch, was bereits jetzt veraltet aussieht. Mir kommt die Frage auf, ob dieses neue Hebewerk überhaupt notwendig ist, oder nur ein Beamtenprojekt, um Projekt zu machen und zu betreuen, ist. Ich bin recht suspekt. Dagegen hat das alte Hebewerk nichts unnötige an sich, hat mehr Bestand und Berechtigung. Ich würde das neue in Betrieb nehmen, um das alte komplett zu sanieren, und danach das neue wieder abreissen.
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Der Feldweg, den ich von Niederfinow Richtung Falkeberg genommen habe, war zuerst Panzerplatten, dann aber wird deutlich schlechter, mit groben Schottern. Irgendwo verschwindet der Weg, aber zum Glück kommt man doch noch zu einem Feldweg entlang Kanal. Gar nicht zum Empfehlen! Ich bekam Platten auf dem Schotterweg, fuhr dummerweise 100m weiter. Schlauch war durchlöchert. Das konnte ich nicht mehr reparieren. Neuen Schlauch hatte ich blöderweise auch nicht. So habe ich das Rad bis zum Bahnhof Falkenberg geschoben und endete die Tour dort. Eigentlich wollte ich bis Wrietzen radeln,,, nächstes Mal(mit Ersatzschlauch). Trotzdem, eine nette Tour. Überall singen Kukucks jetzt. Im Sumpf unzäglige Frösche und viele Libellen. Einige Ritterfalter auch. Ich werde das Buch zu Ende lesen. Dann werde ich wieder hierherkommen.

Route des Tages, 90km. Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt Oder und Eberswalde wird Wrietzen-Eberswald in Stundentakt, Wrietzen-Frankfurt in 2-Stundentakt bedient. Ich nahm den Zug nach Frankfurt, dann vor dort direkt nach Charlottenburg, damit ich nicht oft umsteigen mußte, mit meinem platten Rad.
Route Golzow Falkenberg

Angermünde – Templin

Meine Freundin schaute Kartenmaterial, was ich vom ‚Tourismus Marketing Uckermark‘ auf der Velo Berlin Messe geholt habe. Und sagte, „diese Route am Sonntag“. Jawohl!
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Angermünde – Templin hatten wir schon vor Jahren. Ich weiss aber nicht mehr, welche Route wir genommen haben. Diese Route hier ist ein Teil vom „Uckermärkischen Radrundweg(290km)“. Es ist auch interessant zu erfahren, was Tourismusbüro empfiehlt. Von diesen Broschüren habe ich einiges in der Werkstatt. Wer sie haben möchte, kann abholen kommen.

Angermünde wie Templin sind recht hübsche Städte, wobei Templin mit ihrer Stadtmauer und -Toren etwas mehr zu bieten hat. Stadtkern beider Orte haben einen barocken Grundriß. Gut erhaltener mittelalterlicher Stadtkern ist selten, denn es wurde meistens durch Feuer zerstört und danach ganz neu wiederaufgebaut. Gebäude sind aus verschiedenen Epochen, aber es gibt kaum ganz neuzeitliche Gebäude in Innenstadt, das finde ich nicht schlecht.

Wir starten in Angermünde. Die Zugverbindung von Berlin nach Norden ist momentan etwas schlecht, weil der Strecknabschnitt um Bernau saniert wird(zu lange vernachläßigt!). Das wird noch ganze Weile dauern. Erst mit der S-Bahn nach Bernau, dann mit Regionalzug nach Angermünde fahren. Wir haben Stoßzeiten vermieden und der Zug war recht leer. Im Stadtkern eine Runde drehen. Am Sonntag ist es sehr ruhig hier.
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Ein recht hübscher, klassizistischer Wasserspender und Maibaum am Marktplatz. Ich dachte, Maibaum ist nicht typisch brandenburgisch, im Nordbrandenburg gar nicht. Aber das verbreitet sich immer mehr. Hübsch ist das ja.

Draussen blühen Raps und Apfelbäume. Rapsfelder in geschwungener Landschaft sind hübsch. Der Duft ist für mich angenehm.
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Gerade 12km geradelt, ist gleich in Wolletz Mittagessen angesagt. Ein netter Platz, nettes Lokal. Heute Knacker mit Kartoffelsalat, meine Freundin Wildschweinwürstchen mit Bratkartoffeln.
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In Wolletzt gibt es auch kleine versteckte Badestellen. Das Wasser ist noch etwas frisch. Meine Freundin liebt das Wasser, hat aber diesmal nicht reingesprungen.
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Überall Löwenzahn, gelb und verblüht. manche Felder sehen gelb gepunktet aus.
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EIne Blindschleiche legt sich auf wärmenden Boden. Sie hat Tarnfarbe und ist nicht sehr gut erkennbar. Oft wird sie auch von Radfahrern überfahren, unbemerkt.
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Der Weg entlang Wolletzsee ist wunderbar. Das ist ein alter Weg, gesäumt von prächtigen Kastanienbäume. Mit angenehmen Auf und Ab macht das Radeln Freude.
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Kolonie von Waldmeister sieht man hier und da im lichten Wald. Und auch diese hübsche Blumen, deren Namen ich nicht weiss, sind oft anzutreffen.
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Zwischen Glambeck, Parlow udn Friedrichswalde ist stellenweise sumpfig(Erlenbruch) moorig. Früher bedeckte das Moor über 20% des Norddeutschlands, hier in Brandenburg genauso, oder noch mehr. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin versucht man, Moor wiederauferwecken zu lassen. Wasserstand der durch Kanalisierung trockengelegten Fläche wird wieder angehoben.
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Schön sind die alte Alleebäume. Das heißt oft so, dieser Weg hier war eine alte wichtige Strasse, nicht mehr benützt weil eine neue autogerechte Strasse gebaut wurde, dann neuerdings auf Fahrradstrasse umgebaut, zum Glück des Radlers. Trinkpause vor lauter glücklichen? und friedlich in der Sonne Gras kauenden Kühen.
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Ach ja, an diesem Sonntag, sonnig ,22 Grad, wenig Wind, also ideales Radelwetter, waren erstaunlich wenig Radfahrer unterwegs. Vielleicht wollte man eine Paus einlegen zwischen beiden langen Wochenenden. Ein Kranichpaar sucht Futter auf dem Feld. Manche Kraniche bleiben ganzjährig in Brandenburg und brüten im versteckte Moor/Sümpf.
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Der Weg ab Solln nach Templin ist etwas langweiliger. Erst neben einer Strasse, dann im Wald, aber gerade und flach. Das ist vielleicht ökonomisch und einfacher, Radwege zu bauen. Zum Radeln ist es aber etwas eintönig. Zumal sieht man auch nicht viel von anliegendem Lübbesee. Hier werde ich empfehlen, andere Wege zu nehmen. Ansonsten ist diese Route, fast gänzlich gut geteert, recht angenehm, kann von jedem mühelos gefahren werden. Also empfehlenswert. Mir aber fehlt etwas an Abwechselung, da fast nur Radwege.
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Am Starandbad Templin waren einige Schwimmer zu sehen. Von hier bis zum Bahnhof Templin Stadt ist nur 2km. Da meine Freundin nicht in Templin abendessen will, fahren wir direkt zum Bahnhof. Den hübschen Stadtkern lassen wir links liegen. Also nächstes Mal. Gerade erwischen wir einen Zug, der normalerweise bis Oranienburg fahren soll, aber wegen Bauarbeiten auf der Streck nur bis Löwenberg fährt. Im Bahnhof Löwenberg muß man Bahnsteig wechseln, ohne Aufzug, durch Treppenbrücke. Das ist für manche nicht leicht, vor allem für diejenige mit schweren E-Bikes. Der Zug aus Rostock ist gut gefüllt. Die Sommersaison beginnt, auch die volle Fahrradabteilung(das ist noch überschaubar).
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Blütenpicknick 29. 04!

Es war leider bereits verblüht. Das macht Kirschblüte liebenswerter, weil sie so schnell vergänglich ist. Hoffe, nächstes Jahr haben wir besseres Timing.
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Trotzdem, danke für die nette Zeit dort!

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Am kommenden Sonntag, 29. 04. fahre ich wieder nach Satzkorn zur Kirschenallee, und mache dort einen Picknick. Ortsangabe hier, Satzkorn, Bahnhofstrasse, ca. 200m vor dem Bahnübergang. Jeder ist willkommen. Jeder sollte irgendwie hinradeln. Einige unterschiedliche Routenvorschläge bitte siehe unten. Proviant und Decke sollte jeder mitbringen. Ich hoffe, das Wetter macht mit. Bei schlechtem Wetter(Regen) werde ich nicht hinfahren. Falls jemand mit dem Auto kommen möchte, parke das Auto am Dorfrand Ecke Rosenweg/Bahnhofstrasse, und Stückchen laufen. Ich werde etwa 13 bis 16 Uhr dort bleiben. Falls jemand irgendeinen Tip braucht, bitte mailen.
Satzkorn Lage
Satzkorn Bahnhofstrasse

Route 1: Vom S-Wannsee aus, entlang Havel, schöne und angenehme Wege, ca. 23km. Mit jedem Fahrrad gut befahrbar.
S-Wannsee - Satzkorn

Route 2: Für Waldwegeliebhaber (Vom S-Wannsee mit der BVG-Fähre zu Kladow. Fähre fährte jede Stunde, ab Wannsee XX:00, ab Kladow XX:31. An schönen Sonntagen mind. 15 Minuten vor Abfahrt an der Fährstelle sein! fähre Kladow ist noch AB-Bereich). Für Mountainbike, Trekkingbike, Normalfahrrad, aber nicht für Rennrad geeignet, ca. 20km.
Kladow Fähre - Satzkorn

Route 3: Ab S-Grunewald. Wer will, kann auch Havelchaussee und Willi mitnehmen. Rennradtaugliche Route, aber auch für andere Radtypen, ca. 30km.
Grunewald - Satzkorn

Route 4: Die kürzeste Möglichkeit. Ab Bf. Elstal (erreichbar mit RE4, 25 Min. vom Berlin Hbf.), nur 12km. Wer noch weniger radeln möchte,, gibt es noch Möglichkeit, bis Priort mit dem Zug zu fahren und dann 5km zu radeln,,,
Elstal - Satzkorn

Route 5: Ab Werder. Eigentlich eine sehr schöne Route. Aber beim Baumblütenfest sind die Züge voll, trotz vielen Sonderzügen. Deshalb diesmal nicht wirklich zu empfehlen(vormittags würde es gehen). Als radelroute aber ganz schön, ca. 18km.
Werder - Satzkorn

Wenn wir Glück haben, können wir unter fallender Blüte eine schöne Zeit geniessen.
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Blüte und Grüntöne, Werder – Satzkorn

28. 04. bis 06. 05 ist Baumblütenfest in Werder. Sicher wird es wie jedes Jahr voll dort. Vorher wollten wir von Werder aus etwas radeln.
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Werder als Ausgangspunkt für eine Radtour mag meine Freundin, denn; Es ist nah dran, von Charlottenburg nur 20 Minuten mit der RE erreichbar. Vom Bahnhof ist fast gleich schöne Radelwege vorhanden. Landschaft ist urig mit viel Wasser, obwohl dort urban ist und intensiv Landwirtschaft betrieben wird. Und es ist flach und sehr einfach zum Radeln. Es gibt einige schöne Plätze für Pausen. Natürlich an einem schönen Sonntag ist es viel los. Radler verteilen sich aber in verschiedene Richtungen. Nur die Zugfahrten könnte voll werden. Stoßzeiten sollte man nach Möglichkeit vermeiden.
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Überall blühen die Bäume. Kleine Kräuterblümchen haben weniger Chance, wahrgenommenzu werden. Diese wohlig duftende weisse Blüte ist Traubenkirsch, was auch sehr groß werden kann.
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Wir fahren gen Norden, entlang einer Seenkette, die ein Seitenarm der Havel ist und aus Zernsee, Wublitz und Schlänitzsee besteht. Wublitz ist stellenweise sumpfig. Ich stelle mir vor, Großteil Brandenburgs bestand früher aus solchen Sumpflandschaft, recht unwirtlich. Urbanmachung Brandenburgs hat sehr viel Mühe und Kraft gekostet. Wir machen hie und da Pausen. Dauernd fahren die Radler vorbei. Es ist sonnig und warm, ideal zum Radeln.
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Im Winter vergißt man, daß soviel verschiedene zarte Grüntöne gibt. Frühling macht jeden(fast) glücklich. Babygrün, Jugendgrün,, grün wirkt lebendig, hat Jahreszeiten vor sich.
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Der schmale Weg entlang Kanal vom Örtchen Schlänitzsee zur Bahnbrücke wird gebaut. Sonntags, wenn da nicht gearbeitet wird, kann man dort das Rad schieben, ist aber mühselig. Man sollte sich auf Königsweg/Marquardter Strasse ausweichen.
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In Marquardt angekommen machen wir Kaffeepause im Lavendelhof, einem beschaulichen Lokal. Dann wieder Pause im Schloßpark. Meine Freundin ist heute müde. Auf dem Wasser( und im Wasser!) haben die Leute aber ihren Spaß. Das Wasser ist gar nicht mehr kalt. Die Menschen vergnügen sich. Es ist noch Mitte April, erstaunlich.
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So viel Blüte auf ein Mal. Kirsch, Traubenkirsch, Pflaume, Birne, Apfel, Judasbaum, Magnolie, Zierquitte,, sehr bald kommen Robinie, Kastanien, Aronia, Linde usw. Da muß ich einfach rausfahren und geniessen.
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Wir radeln bis Satzkorn, um die geliebte Kirschenallee anzuschauen. Ich dachte, es wäre bereits verblüht. Aber zum Glück ist es im vollen Gang und wunderschön. Das ist für mich eine der schönste Strasse der Welt, mindestens 2 bis 3 Wochen im Jahr.
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Kein Auto, nur ab und an Radfahrer und Spaziergänger. Ich denke, es wird uns, je nach Wetter, mindestens noch eine Woche lang große Freude bereiten.

Wir fahren fast gleichen Weg wieder zurück nach Werder, zufrieden und vergnügt.
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sommerlich im April

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Das Wetter im April ist launisch, das Wetter im Allgemeinen ist auch unberechenbarer geworden. Frühling wurde übersprungen,, die Temperatur wurde sommerlich. Alles blüht fast gleichzeitig, nicht Reihe nach. Magnolien blühen neben Apfelblüte. Das ist schon seltsam. Menschen wird es auch Eile geboten, wenn man den Frühling geniessen möchte.

Ich und meine Freundin hatten einen Tourtermin mit Freunde aus Düsseldorf, die in Brandenburg an der Havel einen Kurzurlaub machten, glücklicherweise in einer denkbar schönen Woche. Da sie zum ersten Mal im Land Brandenburg sind, wählte ich die Standardtour Brandenburg-Werder aus. Es ist schön, und flach (hat nur zwei ganz kleine Steigungen). Erste und letzte 5km(Brandenburg-Gollwitz, Phöben-Werder) muß man neben befahrenen Strassen radeln. Das ist nicht so toll, aber auch nicht schlimm. An einer Bahnübergang sah ich einen schönen? Güterzug, mit 2 sehr gepflegten DDR_Dieselloks (von Muldental Eisenbahn, die mehrere Ex-DDR-Loks im Betrieb hält). Als alter Eisenbahnfreund freue ich mich immer auf solche Begegnungen.
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Am Bahnhof Brandenburg sprach eine Dame mit neuem KOGA-Tourenrad uns an und fragte ob wir den radweg Richtung Werder fahren werden. So hat sie sich uns bis Werder angeschlossen. Sich an einer Gruppe anhängen ist bei Rennradfahrern ganz normal. So wußte ich gleich, daß sie eine erfahrene Radlerin ist. Sie hat auch ihre Erfahrungen bei Eroica usw. erzählt(vor allem auf unsere interessierte Fragen über Verpflegung,,).Eine angenehme Mitfahrerin, die unseres gemütliche Spaziertempo anstandslos mitmachte.
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Radweg an der Havel ist wie immer angenehm zu fahren, vor allem an Werkstagen wenig los. Beiden Düsseldorfer, leidenschaftliche Ornithologen, können vieles über Vogelwelt erzählen. Was ich nur als hübsche Singstimme wahrnehme, ist für sie aufschlußreiche Signale aus der Natur. Ich kann höchstens dagegen bieten, zu zeigen welche Unkraut eßbar ist.
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Mehrmals haben wir Nutrias im Kanal gesichtet. An Spree sollen viele Nutrias leben. Sie haben scheinbar keine Scheu gegenüber Menschen. Wir haben auch 2 tote Ringelnatter(natürlich kein Kreuzotter,,) gesehen, beide auf dem Radweg. Wahscheinlich vom Fahrrad überfahren. Vorsicht Radfahrer! Sie sind früh morgens weniger beweglich und sonnen sich gerne auf dem warmen Asphalt.
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Frisches Grün wirkt vital. Pflanzen schaffen jedes Jahr sich zu erneuern, mindestens zum Teil. Die Luft scheint mit energie gefüllt zu sein. Das freut mich, auch wenn ich unter Heuschnupfen leide.
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Auf dem halben Weg machen wir Pause im Havelstübchen. Hier läuft immer italienische Musik. Kaffee schmeckt auch fast italienisch. Nach Krafttanken geht es weiter. Die Sonne scheint und es ist fast zu warm. Aber meeckern sollte man ja nicht, denn man weiß nicht, wielange das schöne Wetter bleiben wird.
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Zweite Pause in Phöben, kurz vor Werder. Kleiner Proviant, allese schmeckt. Das ist ein großer Vorteil vom Radeln. Dann nach Werder. Wir verabschieden uns von der mitgefahrenen Dame, die bis nach Berlin zurückradelt, und machen kleinen Rundgang auf Insel Werder. Kein Haus ist unrenoviert. Ich erinnere mich, nach dem Mauerfall war ich mit damaliger Freundin oft hier, mit dem Dampfer. Die meisten Häuser waren noch in der Original-DDR-Zustand. Wir aßen im Fischräucherei direkt am Wasser, was heute ein ganz schickes Restaurant ist. Die Insel ist ja schnuckelig, ist auch Einzugsgebiet Berlins. Wir sind in 20 Minuten Zugfahrt wieder zuhause.
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Vorbote des Frühlings

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Am Sonntag war es warm und sonnig, bis 16 Grad in Berlin. Ich denke, alle wollten raus nach langem Kälteperiode(was zwar auch schön war), wir auch. Eine ganz kleine Tour von Werder nach Caputh und dann Potsdam, eine Stammstrecke von uns für Kafffeefahrt.
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Manchmal zogen die Wolken vorrüber. Aber die Luft ist mild. Lungen erfreuen sich. Erste Grüne Farbe sprießen, Schnittlauch, überall. Meine Freundin pflücket ihn mit Wonne. Er ist noch recht frisch saftig, und schmeckt gut. Wir sahen auch Berliner Bärlauch. Er ist noch zu klein zum Pflücken. In einer Woche kann man ihn auch sammeln und geniessen. Krokusse verblühen langsam. Huflattich beginnt zu blühen.
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Ich schreibe wahrscheinlich jedes Jahr dasselbe. Aber der Ankunft vom Frühling ist jedes Mal erfreulich. Zum Glück kehrt der Frühling bis jetzt doch mehr oder weniger regelmäßig zurück.

Enten machen Sonnenbad auf hauchdünn gewordenem Eis.
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Immernoch sieht man viele entwurzelte und umgefallene Bäume. Die Stürme im letzten Herbst waren heftig. Große Bäume auf sandigem Boden haben es schwer, standzuhalten.
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Die Caputher Fähre hat z.Zt. Instandsetzungsarbeit und fährt bis 25. März nicht. Aber kein Problem. Die Eisenbahnbrücke ist für Fußgänger und Fahrradschieber benutzbar. Wer hat mit dieser Unsitte angefangen, überall die Schlösser anzu bringen?? Ich glaube, zum ersten Mal habe ich das in Frolenz gesehen auf Ponte Vecchio. Es war schon über 30 Jahre her. Nun wird jede Brücke mit Schlösser vollgemacht. Es sieht nett aus, oder auch nicht,, Weiß jemand, ob das wirklich eine Wirkung hat?
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Kurz vor unserem eigentlichen Ziel, Fährhaus Caputh, ist ein kleiner Insekt in mein Auge reingeflogen. Ein Miniinsekt mit großer Wirkung. Er lebte noch ein Weilchen in meinem Auge, und verursachte große Schmerzen. Ich habe beim Radeln immer Augentropfen, aber das hat diesmal nicht geholfen. Meine Freundin kriegte aber das kleine Biest, was es mal war, noch raus. Ich bin Brillenträger, aber normale Brille schützt nicht. Zwischen Brillen und Augen entsteht eine Unterdruckzone, in die solche Kleintiere gesogen werden. Am besten wäre eine im Mittelbereich geschlossene Sportbrille,, wenn sie nicht so häßlich wäre. So hatte ich ganzen Abend ein geschwollenes Auge.

Im Fährhaus war die Terasse über Wasser noch zu und ganzes Haus ziemlich voll. Aber wir hatten Glück, im Vorgarten einen Tisch zu finden. Natürlich Kaffee und Pflaumenkuchen. Meine Freundin nahm ausnahmsweise einen Bienenstich, worauf sie sich bereut hat,,,
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Noch winterlich aussehende Wasserlandschaft. Aber der Eis wird nur noch wegschmelzen.
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Überall viel Radler unterwegs gewesen. Wir freuen uns einfach auf Frühling. Manche spielen Hula-Hoop, machne stellen sich gerne an die Schlange bei Eisdiele. Welcome Spring!
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Es wird bestimmt wieder etwas kälter. Der März ist unberechenbar. Aber es ist alles überschaubar, sage ich optimistisch.

Gutes Neues!

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Das neue Jahr beginnt, womöglich wenn Tag wieder länger wird. Das heißt aber, im südlichen Kugelhälfte beginnt das neue Jahr Ende Juni,, Aber auch dort ist jetzt das Neujahr. Viele haben Plastiktannenbaum aufgestellt und unter der grellen Sonne Weihnachten gefeiert. Warum!? 25. 12. ist sowieso kein Geburtsdatum Jesus. Na egal,,
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Statt Feuerwerk habe ich diesmal Feuer vorbereitet, mit Altholz, wovon die Scheune voll ist, Turm gebaut, alte Tannenzweige und andere Kleinholz angehängt, so daß Flammen von unten schnell nach oben hochklettern kann. Geplant habe ich sorgfältig wie die Vorbereitung von Ariane, bin aber gar nicht sicher gewesen, ob das wirklich so zünden wird. Das nasse Wetter hatte Einsicht, es klärte sich auf, und es zündete. Ganz schnell stieg das Feuer hoch. Trockene Tannenblätter brannten mit Knistern, flogen herum wie Glühwürmchen. Nach 20 Minuten war der Turm ausgebrannt, dann haben wir Gartenstühle um das Feuer gestellt, und Sekt getrunken.

Das Wetter um diese Tage war aber extrem feucht, und nicht kalt. Fluß war voll, die Felder wie Seen, vom Hänge fielen das Wasser unter. Manche Strassen am Fluß waren gesperrt. Kinder waren damit beschäftigt, die Fisch auf dem Feld zurück zum Fluß zu bringen. Eine ganz normale Wintervariation von heute,,
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Trotzdem konnte ich mehrmals radeln, jedesmal so um 2 Stunden. Ich habe Wege im Hänge gesucht, die von Strassen abgehen für die Landwirtschaft oder für Jäger. Manche Wege sind gut zum Radeln, manche verschwinden mittendrin. Oft muß man kleine steile Abschnitte bewältigen, dann ist der Ausblick recht schön.
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Euch allen ein gutes neues Jahr! Hoffe, hinter dem Regenwolken scheint die Sonne, hinter heftiger Bergauf öffnet sich ein grandiöser Ausblick.
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Kürbis Kaufen in Linum

Im Herbst konnte wenig rausfahren. Seit eine Weile hatte ich vor, wenn ein schöner Tag kommt, unbedingt rauszufahren. Der lange gewartete Tag kam, und ich nahm frei und fuhr los, zuerst mit der Bahn nach Nauen. Zwei Sachen hatte ich vor; mal schauen, ob man noch Kraniche findet, und in Linum bei Rixmanns Kürbis kaufen.
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Wolkenlos! Stadt Nauen lasse ich links liegen und raus. Gleich höre ich Kraniche, wie schön! Ich biege in den Feldweg ein, meine Standardroute.
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Zwischen Großfunkstelle und Dorf Weinberg sehe ich so etwa hundert Kraniche, und noch mehr Gänse. Später erfahre ich von Herrn Rixmann, daß der Großteil sich in der Umgebung von Nauen ist, weil sie dort mehr Futter finden. Noch etwa 10000 sollen da sein laut Zählung(was eine Hochrechnung ist). Einige davon überwintern dort, denn Kälte macht es ihnen nichts aus, andere ziehen noch weiter. Wenn sie günstige Thermik finden, steigen sie hoch und nützen den Wind. Dann werden sie innerhalb 3 Tagen in Spanien sein. Ich wunderte mich immer, wie die Zugvögel ohne Schlaf so lange Strecken ohne Pause fliegen können. Neue Erkenntnisse zeigen scheinbar, daß sie eine Gehirnhälfte zum Schlaf schicken können, also im Halbschlaf fliegen. Das wäre vielleicht auch praktisch für uns.
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Kühe interessieren sich nicht an Kraniche oder Gänse, behalten ihren Frieden bei Gras kauen, obwohl,, einige recht neugierig sind.
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Havelland ist, wie Oderbruch, neues Land, das von Menschen mit viel Mühe urbanisiert worden ist. Es wird intensive Landwirtschaft betrieben, hier gibt nicht viel Wälder. Trotzdem ist der Ursprung als Sumpf noch sehr gut erkennbar. Überall verlaufen Kanäle, die ursprünglich für die Trockenlegung der Sümpfe gelegt worden sind. Es gibt immer noch viele Sumpfwiesen, Luch, welche für die Naturschutz heute eine große Bedeutung bekamen. Die Feldwege hier sind meist gerade, sehr gerade, Landschaft ist flach, sehr flach. Langweilig zum Radeln? Natürlich ist das Radeln in Uckermark abwechselungsreicher. Für Tagestour finde ich ganz nett. Prächtige Eichenallee, viele Pappelalleen, unter diesen Bäumen eingentlich kein Mensch spaziergeht. Für den Moment gehört das alles mir alleine.
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Manche Bäume lagen immer noch auf dem Weg. Der Stürm im Oktober war heftig. Ich muß Umweg suchen, am einfachsten geht man aufs Feld. Aber Felder sind auch feucht nach vielen Regentagen. Trekker hat seine Spur hinterlassen, was aber schön schrammig ist. Das habe ich ungefähr geahnt und habe 26″-Rad mit 42mm-Reifen mitgenommen, sogar ein Schutzblech drangemacht.
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Viele meinen, Panzerplatten sind unangenehm zu fahren. Aber matchige Feldwege nach dem Regen sind schlimmer.

Ich mag die Pappelalleen. Sie sind typisch für hier. Sie trennen den Raum, aber verstärken den Eindruck von Weite, finde ich. Bin dankbar für die Menschen, die damals solche Bäume hier gepflanzt haben.
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Ein Stückchen Strasse fahren. Autoverkehr ist minimal. Strassen sind auch gerade.
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Linum angekommen, wollte ich gleich Kaffee trinken. Franks Kleines Haus war noch nicht offen(Fr. ab 15Uhr, Sa-+So. ab 12 Uhr, bis Weihnachten). Kuchen war noch nicht fertig, aber Kaffee habe ich bekommen. Nach einer tasse Kaffe in der Sonne geht zu Rixmanns Kürbisladen. Warum fahre ich für Kürbis soweit? Einfach, weil hier Kürbissorten gibt, die wirklich schmecken, die sonst nirgends zu finden sind. Ich weiss, es gibt menge Leute, die Kürbis nicht ausstehen können. Probiere mal Butter Cup, oder Shishigatani, einfach in Scheibe schneiden und in Butter braten, oder in größeren Würfel schneiden und dünsten(sie zerfallen nicht). So lecker kann Kürbis sein, besser als Esskastanien. Hokkaido ist schon gut, aber ich hoffe, bald kommt die Zeit von diesen noch unbekannten Kürbissorten. Nach Plauderei mit Hernn Rixmann packe ich 2 Stück ein. Nun ist mein Rucksack 5kg schwerer.

Nun fahre ich nach Nauen zurück, teils nehme ich andere Wege, damit es nicht langweilig wird. Zwischendurch esse ich Lyoner aus der Dose, meine eiserne Ration, immerhin Bio. Die Sonne steht schon lange tief. Es ist aber nicht kalt, so um 6, 7 Grad. Ich muß aufpassen, daß ich nicht schwitze. Konstant mit mäßigem Tempo fahren. Die Wege kenne ich. Züge nach Berlin fahren jede 20 Minuten. Keine Eile, und ich geniesse noch den letzten Sonnenschein eines schönen Tages.
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Uckermark, himmlisch/höllisch

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Was schön an Uckermark für Radfahrer ist, ist das Vielfalt der Wegen, die man nehmen kann. Neben den relativ gut ausgebauten Fahrradwegen gibt es unzählige Waldwege wie Strassen, die man sehr gut fahren kann. Somit ist die Kombinationsmöglichkeit der Routen groß.
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Topografie ist auch gut geeignet zum Radeln, sehr oft wellig hügelig. Die Steigung ist aber so gut wie nie zu hart, nie zu lang. Es gibt schöne Kurven. Diese Landschaft bereitet Radfahrern eine große Freude. Es wird nicht so schnell langweilig. Natürlich gibt es auch viele gerade Strassen, vor allem im Odertal. Aber sie sind nicht so schlimm wie in Sibirien.
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Es gibt natürlich Waldwege, die viel Auf und Ab aufweisen oder/und sandig/matschig sind(Kiefernwald ist oft sandig!). Auch gibt es Strassen, die man wegen Autoverkehrs vermeiden sollten. Aber im Allgemein sind die Strassen dort recht leer. Wenn man schnell Kilometer kassieren will, kann man ganz gut solche Strassen benützen.

Aber es gibt auch viele Strassen, die sich mehr an Katakomben ähneln als Strassen. Grobe Kopfsteinpflaster ist schon hart zum Radeln auf Dauer. Und von solchen Knochenschüttlern gibt es viel in Uckermark(und in Brandenburg). Eine gute Planung wird wichtig.
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Ich habe neulich mit einem Freund 100km geradelt. Davon war ca. 10%, also nur! 10km, solche Pflaster. Das raubt aber einem die Energie und schliesslich auch die Lust. Ich habe nichts gegen kurze Kopfsteinpassage, aber zu lang sollte es nicht werden. 20km hätte ich bestimmt als zuviel empfunden. Mit einem Rennrad sprich dünnen Reifen wäre schon ein kleiner Abschnitt zwischen Herzfelde und Mittenwalde eine Hölle des Nordens geworden.
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Ansonsten war es recht schön mit Hochnebel und Sonne. Erste Hälfte mehr Wald, letzte Hälfte mehr Ackerlandschaft. Ganz grob könnte man sagen, Nordwestuckermak ist bewaldet, Südostuckermark Ackerland. Seen gibt es überall verstreut.
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Und die Überraschung des Tages kam,, als wir am Radweg Berlin-Usedom in der Nähe von Dorf Steinhöfel eine kleine Pause machten. Ein Jungkranich läuft vom Feld zu uns, einfach so. Das ist, für mich als Kranichbeobachter, eine große Überraschung. Denn sie vermeiden Nähe von Menschen und halten einen großen Sicherheitsabstand(man sagt 300m und mehr). Landmaschinen, Autos oder Züge machen Ihnen keine Angst, aber die Menschen!
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Nun läuft er um uns herum, scheinbar komplett ohne Angst, und buddeln hier und da die Erde mit dem Schnabel. Schließlich schaut er meinen Freund ins Auge und geht an seine Fahrradtasche ran.

Das ist gar nicht normal. Er ist gewöhnt an Menschen. Ich mache Gedanken, er hätte jung seine Eltern verloren und sich an Menschen gewöhnt. Ich hätte ihn fast gefüttert, aber ich verkniff es zu tun.

Nach der Tour habe ich mich bei Kranichschutzbund gemeldet, auch weil er beringt war. Schnell bekam ich eine Antwort. Dort in der Nähe, wo wir die Begegnung mit dem Jungkranich hatten, wohnt ein Ehepaar, das sich um die verlorengegangenen Kraniche kümmern. Und er hieße „Charly“ und hat durch Untaten von Menschen von seinen Eltern getrennt, fand bei dem Ehepaar das Obhut. Also ihm geht gut, aber Auswilderung könnte schwierig sein. Mal sehen was er nächstes Jahr machen wird, wenn er erwachsen ist.

Eine schöne Tour, auch wenn es etwas anstrengend war. Danach hat auch einfachster Spaghetti Bologneser gut geschmeckt.
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Fürstenberg-Boitzenburg Rundfahrt in 2 Tagen

Dieser Herbst war nicht sonderlich schön. Nach den stürmischen Tagen, in den vieles verwüstet wurden und viele Bäume umfielen, stand auf der Wetterprognose ein Paar schöne Tage kommen. Meine Freundin machte sich an die Planung, buchte eine Übernachtung vom Sonn- auf Montag im Boitzenburg, kaufte Bahntickets ein. Der Zug vom Berliner Hauptbahnhof war ziemlich leer. Die Landschaft war verhüllt im Nebel. Ich mag Nebel anzuschauen, also eine schöne Zugfahrt.

Route Tag 1
Route Fürstenberg nach Boitzenburg

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Route von Fürstenberg nach Lychen habe ich mehrmals beschrieben. Am Piansee lagen einige Bäume noch auf dem Weg liegen. Ansonsten waren die Strassen bis einsame Waldwege gut geräumt. Das ist eine gute Leistung.
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Im Wald ist eine pure Herbststimmung. Kurz vor Lychen hellt sich der Himmel langsam auf.
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„Kunstpause“ ist ein kleiner Laden in Lychen, aber mit einem netten Garten. Die Sonne kommt raus. Der Plan meiner Freundin geht voll auf, hier Mittag zu machen. Ich habe Würstchen mit Kartoffelsalat, sie Kürbissuppe. Es ist fast 20 Grad warm.
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Es geht Richtung Feldberger Seenlandschaft, via Triepkendorf. Hier ist schon Mecklenburg. Sturm hat vielen Bäume Blätter weggefegt.
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Und hier haben wir einen falschen Weg genommen und landete in Mechow. Ganze Zeit dachte ich, diesen Weg kenne ich irgendwie. Als ich die Kirche von Mechow sah, war es mir klar, daß ich woanders gelandet bin als geplant. Das kenne ich ja doch! Wir haben schon vor Jahren einmal in diesen Weg und ins Dorf verirrt. Wer hat die verwirrende Schilder an der Gabelung hinter Triepkendorf aufgestellt? Etwas staubig wirkt das Dorf, wegen der nicht geteerten und sandigen Dorfstrassen vielleicht.
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Eine Frau mit Rucksack kommt zufällig vorbei, schön und so um 50. Meine Freundin fragt sie nach den Wege nach Carwitz. Sie sagt so und so sollen wir fahren, und dann fragt uns ob wir ihre Katze gesehen hätten. Oh leider nicht. Diese Ecke um Dorfkirche wirkt für mich etwas mysteriös. Hierher würde ich angelockt,, Und sie ist der erste und einzige Mensch, den ich in diesem Dorf sehe. Wenn ich allein gewesen wäre, hätte sie mir gefragt, ob ich mit ihr ihre Katze suchen würde,, Dann würde ich von diesem Dorf nie wieder rauskommen,,, Natürlich ist das alles banal, aber das Dorf regt meine Fantasie an, wirkt ein wenig wie die Filme von Lynch. Sorry Mechow, ich habe gar nichts gegen das Dorf. Ich komme bestimmt wieder hierher. Wir fahren aber weiter, wie die Frau beschrieben hat. Das sind auch genau die Waldwege, die wir vor Jahren fuhren, um aus dem Dorf zu entkommen,,
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Ich fahre ein umgebautes MTB mit aufrechter Sitzposition, denn mein linker Daumen ist gestaucht und tut weh, weil ich vor einer Woche einen Sturz hatte. Dieses Rad ermöglicht eine bequeme Sitzposition und eine entlastende Lenkerhaltung.

Angekommen an Carwitz, ein hübsches Dorf aber vollem Tourismus im Sommer, sehen wir einen schwimmen. Es kann sein, daß das Wasser noch nicht sehr kalt ist. Dorf ist ruhig, nur noch einige Urlauber sind hier jetzt.
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Im Dorf kann man gut einkehren, aber wir fahren bis Hullerbusch, um dort in der Schäferei eine Pause zu machen. Wir nehmen Kaffee und Kuchen, plaudern mit Tischnachbarn, die heuer von Berlin nach Uckermark gezogen sind.

Der Rad- und Waanderweg entlang Schmale Luzin ist wunderschön.
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Ab Wittenhagen fahren wir meist auf Strassen, manchmal auf Kopfsteinpflaster. Autoverkehr ist aber so gut wie gar nicht.
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Die sonne geht langsam unter und die Umgebung wird in rötlichem Licht gefüllt.
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Genau mit dem Sonnenuntergang kommen wir Boitzenburg an. Gasthof Zum Grünen Baum kennen wir schon. Schönes Gebäude, schlicht aber hübsch und gut eingerichtete Zimmer, gutes Essen. Bier zuerst, dann Haxe für mich, Pasta für meine Freundin, dann Creme Brûrée und Espresso, um den Magen zu schliessen. Zufrieden und müde fallen wir ins Bett. Es ist ganz ruhig.
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Die Sonne scheint ins Zimmer. Wieder ein schöner Tag. Gemütlich frühstücken wir im warmen Licht. Heute fahren wir etwas weniger km, die Wege sind angenehmer.

Route Tag2
Route Boitzenburg nach Fürstenberg

Schloß Boitzenburg war Stammsitz von Familie von Arnim, sozusagen die beherrschende Adelsfamile über Uckermark, wo noch mehrere Schlösser/Burgen der Familie stehen. Das Renaissance-Schloß sieht ein wenig verbastelt aus, ist aber hübsch.
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Schloß Boitzenburg war in der DDR-Zeit ein Erholungsheim der NVA. Nach der Wende ist es in privater Hand, hat einen Charakter des Kinder- u. Familienhotels, wobei bei der Sanierung einen Subventionsbetrug in Millionen gegeben haben soll. Eine Sache, was nach der Wende scheinbar oft vorkam.

Wir fahren den Radweg „Spur der Steine“, zuerst auf schön geschwungenem radweg neben Strasse, dann auf ehm. Bahntrasse, d.h. gerade und eben.
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LInks und rechts ist mooriges Naturschutzgebiet. Daß hier früher Eisenbahnzüge fuhren, ist das kaum vorzustellen. Es gibt noch alte Bäume, wie diese Eiche, die 500 Jahre alt sein soll, oder jene Lerche, eine der ältesten in Deutschland.
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Am Warthesee machen wir eine kleine Pause. Über uns fliegen die Kraniche.
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Weiter nach Metzeltin, dann durch Wald nach Gandenitz. Radeln unter fallenden gelben Blättern wie in Zeitlupe.
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Im Alt-Placht steht ein kleines Kirchlein im Grünen, sonst nur noch eine brandenburgische Försterei(ehm. Gutshof) und ein Paar Häuser.
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Am Platkowsee verläuft ein wie eine Autobahn ausgebaute Fahrradweg, gerade, eben und super geteert. Es ist bequem zum fahren, aber langweilig. Ab Zenssee wird der Radweg deutlich schöner mit viel auf und ab, kombiniert mit schönen Kurven.
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Wir steigen ab ans Ufer, beim Waldhotel-Restaurant Sängerslust.
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Der Uferweg ist nicht für Fahrrad gedacht. Man kann z.T. gut fahren, aber manche Stellen sind sehr eng und mit Baumwurzeln recht schwierig.
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Wir seind sehr zeitig Lychen angekommen. Gasthof am Stadttor, wo wir Kleinigkeit essen wollen, macht erst 16 Uhr auf. Wir nehmen Platz auf einer Sitzbank am Ufer und geniessen die Sonne.
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Zufrieden mit einem Bier und kleiner Fischsuppe machen wir uns auf den Weg nach Fürstenberg, wo wir in den Zug nach Berlin steigen. Der tiefen Sonne entgegen treten wir locker auf die Pedale. Ach, dasselbe habe ich schon mal geschrieben,,
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