Kategorie-Archiv: Radtour

Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch

Wetterbericht sagte einen sonnigen Nachmittag voraus. So fuhr ich alleine mit der RE nach Werder. Von dort wird zurückgeradelt, ca. 55km, nach Lust und Laune, gar keine Eile.
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Es ist die Zeit von wilden Zweibeln, dachte ich. Nach recherche auf dem Netz habe ich endlich gefunden, wie diese Pflanze heisst; Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch. Bärlauch ist sie aber nicht. Die Blätter sind schmäler, weniger Knoblauch-Geruch, und sie treibt früher als Bärlauch. Momentan ist sie ziemlich das einzige Grün im lichten Wald, neben Schnittlauch. Sie sei invasiv und breitet sich gern aus. Ich habe nichts dagegen, solange Wunder-Lauch nicht die einzige Pflanze in Brandenburg wird. Sowieso verschwindet sie im Juni. Jetzt ist die Zeit, sie zu pflücken, bevor sie blühen beginnt. Es ist zart und lecker.
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Die Route führt von Werder aus via Grube, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Krampnitz, Sacrow, Kladow, dann mit der Fähre nach Wannsee, via Kronprinzessinnenweg Grunewald bis Charlottenburg. Die Wege sind abwechselungsreich, geteert, Schotter, fester Boden, loser Boden, Betonplatten, Kopfsteine. Einige auf und ab gibt es auch, aber nicht steil, wenn ja dann nur kurz, alles gut machbar, nur nicht mit einem Rennrad. Diese unterschiedliche Charaktere von Fahrbahnböden machen die Fahrt interessanter, finde ich.
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Ganz langsam kommt die grüne Farbe. Noch sehr zart und man muß sie suchen, aber in 2 Wochen wird es viel grüner sein. Jetzt geht es rasant.
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Blausternen(Scilla) sind unübersehbar. Blauer Teppich ist sehr schön. Auch im Großen Tiergarten oder anderen Parkanlagen blühen sie jetzt.
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Schilff sieht noch winterlich aus. Neue Triebe kommen erst Ende Apri. Hübsche Fußgängerbrück an Wublitz ist mir immer noch ein Rätzel, aber bin sehr dankbar, daß hier eine Brücke gibt. Hier ist es sumpfig, der Boden sandig. Grün an Bäume ist noch kaum erkennbar.
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In Satzkorn gibt es schon lange keinen Personenbahnhof mehr. Hier war es wichtig für den Transport von sovietischen Militärgeräte. Um Berlin gab es eine ganze Menge von sovietischen Militärbasen. Ihr Plan war realistisch, ganze West-Berlin innerhalb 12 Stunden einzunehmen und unter Kontrolle zu bringen, für den Fall des Falles. Nun ist hier nur noch Güterbahnhof für Baustoff wie Sand und Kies. Bahngebäude verfallen zusehends.
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Züge fahren an Schranken vorbei. Hier ist die Strecke des Berliner Außenrings. Auf dieser Strasse ist selten ein Auto unterwegs.
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Wie so oft, neben Bahngleis sehe ich ein Kranich-Pärchen. Scheinbar bruten manche Kraniche hier in Brandenburg ihren Nachwuchs.
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Es wird noch 2 Wochen dauern, bis hier Kirschen blühen. Dann werde ich wieder herkommen.
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Manche Senioren sind bereits unterwegs. Gut, sie haben ja mehr Zeit. Das finde ich toll, daß man beweglich bleibt und draussen Freude findet. Dafür ist Fahrrad wirklich gut.
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Ich mache Pause und trinke Kaffee, beim Fahrland-Bäcker. Hier im Fahrland und in manchen Orte um Berlin entstehen zunehmend neue Siedlungen. Mit dem Zersiedeln der Ortschaften ist begonnen, was DDR und die Mauer verhindert hat. Man sieht auch, daß manche Apfelplantagen aufgegeben werden. Auch dort werden bald Häuser stehen.
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Es war stürmisch in den letzten Tagen. So sieht es auch im Wald aus. Am Boden liegen viele Äste, auch manche Bäume sind umgekippt. Sandboden gibt den Wurzeln keinen festen Halt. Da muß man nur kleinen Umweg machen oder das Rad rüber tragen, kein Problem.
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Wenn man Sacrow ankommt, ist Berlin auch nicht weit. Ich fahre weiter ohne Halt, denn es ist ganz frisch geworden ohne Sonne, und überhole sogar Rennradfahrer(Seltenheit!).
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Das letzte Stück zur Fährstelle in Kladow ist eine seltene Strasse mit voll Pfützen. Das macht ja eigentlich auch Spaß.
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Dann wartete ich auf die Fähre, ab Wannsee fuhr ich Kronprinzessinnenweg hoch nach Charlottenburg. Wegen Kälte endete Pottering/Spazierfahrt mit einer schneller Fahrt, damit es mir nicht zu frisch wurde. Daß die Wolken sich so ausbreiten, hatte ich nicht gedacht. Trotzdem, eine nette Ausfahrt.
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Blümchen-Tourchen

5 Grad kühl, mehr oder weniger sonnig. Na dann, schauenma mal, was draussen so los ist, ob der Frühling sichtbar geworden ist. Mit dem Regiozug bis Werder, dann Wildpark West, Geltow, Petzow, Ferch, Caputh bis Potsdam, nur 28km, also eine Spazierfahrt(Pottering).
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Gleich sieht man überall Schnittlauch spriessen. Meine Freundin ist sofort dabei, ihn zu pflücken. Wilde Zwiebel mit schmalen Blättern (ich glaube. Das ist nicht Bärlauch) ist auch bereits sichtbar.
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Schneeglöckchen ist unübersehbar, auch die zartlillafarbene Krokusse. Diese und andere Pflanzen machen sich nur für kurze Weile bemerkbar und dann verschwinden schnell, und kommen nöchstes Jahr wieder. Was für ein Leben!
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Pause im Schloßpark Petzow. Warmer Tee ist schon angenehm bei dieser Temperatur.
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Von hier fahren wir zielgerichteter nach Caputh. Im Fährhaus wartet Pflaumenstreuselkuchen auf uns! Trotzdem machen wir ein wenig Umweg durch Waldwege. So ist es schöner.
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Und die Belohnung des Tages! Das Haus ist voll. Wir nehmen Platz unter kahlen Lindenbäume. Ich glaube, Speisekarte ist feiner geworden, und die Preise auch,,
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Es war kälter als wir dachten, aber schön ist es, draußen zu sein.
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Sonne und Nebel, Raureif, dann Schneefall

Ein kleines Dorf ist Bächlingen im Hohenloher Jagsttal, wo ich wie jedes Jahr mit der Familie Jahresende verbrachte. An Weihnachtstagen war es neblig. Dann kam die Sonne durch. Temperatur war konstant etwa um 2 bis -3 Grad tagsüber. Langsam wuchs der Raureif an schattigen Stellen.
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Das Dorf macht einen Eindruck, von der Zeit vergessen worden zu sein. Aber auch hier ziehen die Städter ein. Bauer hören widerwillig die Landwirtschaft auf. Jungere Generation arbeitet kaum noch als Landwirt, in 20 Jahren vielleicht keiner mehr.

Zum Glück gibt es hier einen zarter Tourismus, auch wegen Jagst-Kocher-Radwege. Historisch wie kulturell eher fränkisch obwohl dieser Gegend Baden-Württenberg gehört. Auch kleine Dörfer haben lange Geschichten.
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Im nächsten Dorf Unterregenbach gibt es z.B. eine Hallenkrypta aus dem Ende 10. Jhdt. Ein Indiz, daß hier damals ein bekannter Wallfahrtsort war. Das ist aber lange her. Es ist sehr ruhig. Einer macht Weine und Prosecco aus Quitten. Ein Zugezogener hat ein schickes Restaurant aufgemacht, nur fürs Wochenende, was mir aber nicht so richtig zusagt. Ich mag Uriges lieber.
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In diesem Gegend gibt es mehrere überdachte Holzbrücken.

Diesmal fande ich öfters Zeit, mich auf den Sattel zu steigen. Zwar nur eine gute Stunde am Tag, aber immerhin. So radelte ich im Nebel, in der Sonne und im Schnee. Es ist kalt, daher nur recht langsam, damit ich nicht zum Schwitzen komme, oder im Schnee nicht ins Schleudern komme. Jedes Wetter ist schön zum Radeln, vom zu starken Wind und vom heftigen Regen abgesehen.
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Die Weisse ist kein Schnee, sondern Raureif. Er wird nicht flächendeckend wie Schnee. Man sieht sehr gut die Strukturen, an den er klebt und wächst.
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Man kann, wenn man will, auch viel bergauf und -ab fahren. Solange die Fahrbahn trocken ist, macht es auch Spaß.
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Einige Tage nach Weihnachten hatten wir richtig sonnig nach früher Nebelauflösung. Dann war es recht mild zum Radeln.
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Dann kam der Schnee. Kinder freuten sich riesig. Auch ich freute mich, ein wenig auf Schnee zu fahren.
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Mein Rad dort hat keinen guten Reifen für Schnee(oder, nicht nur für Schnee schlecht), so mußte ich vorsichtig auf der Reifenspur radeln. Solange der Schnee nicht tief ist, geht es ohne Problem.
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Und ein wenig Slalom probieren, um die Haftungsgrenze zu spüren. Nach einem Ausrutscher wieder brav auf der Reifenspur von Autos folgen, mit mäßigem Tempo.
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Fluß ist vereist, noch dünn, und drauf liegt der Schnee.
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Und zuhause wartete ein warmer Tee. Für den alten Ofen, der mollige Wärme abgibt, hatte ich schon morgen früh Holz gehackt.

Kaffeefahrt Nauen-Ribbeck, sonnig 6 Grad.

Ein schöner sonniger Sonntag, nicht mal sehr kalt. Das heißt, raus aus der Bude, irgendwohin zum Kaffee Trinken. Auswahl meiner Freundin fiel diesmal Ribbeck, wieder ein Standard-Spazierweg von uns. Bis Nauen ist mit der Regionalzug nur eine halbe Stunde. Dann von Nauen bis Ribbeck ist nur 10km. Dafür durfte man sich nur einen kleinen Kuchen ohne Sahne gönnen, rein theoretisch.
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Die Sonne steht ziemlich flach. Schönes Licht, stimmungsvoll.

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Felder sind grün. Manche Stellen sind nicht Gras, sondern Rübchen oder Senf/Raps, ich erkenne sie aber nicht richtig.

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Manche Bauer halten Pferde für Berliner Publikum. Hier gibt es auch einige. Der Radweg ist ehm. Kleinbahntrasse, daher flach und gerade. Jeder kann problemlos radeln und ich kann diesen Weg jedem empfehlen, der nur leicht und überschaubar das Radeln geniessen möchte. Einzige Hürde ist Bahnhof Nauen. Dort gibt es zwar Aufzüge. Sie sind aber zu klein für normale Fahrräder, so daß man mit dem Rad Treppe runter/hoch laufen muß. Wer sich an Radeln auf ehm. Bahntrassen interessiert, siehe diese Seite.

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Wenn die Sonne so tief liegt, ist es leicht, von eigenen Schatten Bilder zu machen.

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Voll mit den schön roten Beeren. Sie werden nicht mal von Vögeln gefressen, müssen scheußlich schmecken, oder giftig sein.

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Pappel ist schon ganz nackt. Wenn die Sonne scheint, ist die Stimmung aber gar nicht trist.

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Tunnel von Bäumen ist auch in der Wintersaison hübsch. Meine Freundin muß oft auf mich warten, weil ich durch Fotografieren oft weit hinterher bin.
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Trotz Gegenwind erreichen wir Ribbeck locker in 3/4 Std. Es gibt natürlich Radfahrer, die diese Strecke in 15 Minuten erledigen. Das wird auch Spaß machen. Abgebildete Höhenmeter auf Strava sieht schlimm aus. In der Realität ist es aber wirklich ziemlich flach.
Da dieser Ort bekannt ist und gut touristisch angeschlossen ist, sind die Lokale auch im Winter offen. Unser Lieblingslokal ist auch gut besucht. An den Wänden hängen alte Fahrräder und alte Fotos mit den Rädern. Ich habe gefragt. Da sammelt einer von ihnen alte Fahrräder, na sympatisch. Gemütlich ist der Stube sowieso. Heute mussten wir das letzte Stück vom Birnenkuchen teilen, deshalb noch halben Mandelkuchen dazu.

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Schön geputzt ist der Schloß´von Ribbeck. Etwas distanziert wirkt diese Anlage, auch im Sommer. Manche Schlösser haben Schwierigkeit, sich dem Ort und dem Tourismusverkehr zuzuwenden.

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Brennereigebäude wurde vor 10 Jahren restauriert. Hier wird der Birnenessig produziert. Birnenlikör wie Birnenbrand, die auch angeboten werden, werden aber irgendwoanders hergestellt.

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Der Sonnenuntergag heute ist 15:58. Wir radeln in der Twilight Zone. Dämmerung ist ein stimmungsvoller Moment.

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Eine Reh-Familie schaut den Sonnenuntergang regungslos zu.

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Mit angeschaltete Lampen kamen wir zum Bahnhof zurück.

Wintermuse, Papierradeln, vol. 1 Ortsnamen

Ich schaue gerne Landkarten. Sie beflügeln meine Fantasie. Wie sieht der Ort aus, wie ist dieser Weg? Je intensiver man sich mit Kartenmaterial beschäftigt, desto größer wird der Bezug zum Ort. Heute könnte man ja eine ganze Menge im voraus recherchieren. Seit wann gibt dieses Dorf oder was gibt es bei dem Metzger zum Mittag? Je akribischer die Vorstudien desto sicherer die Reise vor Ort, aber es gibt auch weniger Überraschungen, positiv wie negativ. Ich schaue unterwegs nicht auf Netz, sondern versuche ich die Leute dort zu fragen, mindestens hier in Deutschland. Ich verkrafte auch mal weniger leckeres Essen zwischendurch. Das verdirbt meine Laune nicht. Schöne Wege, schöne Landschaft, dann ist es alles gut.
heimelig
(so viele Heime im engen Raum! Das ist ja heimelig. Ein Zufallsfund.)

Aber ich schaue die Karten, auch unabhängig von konkreter Reiseplanung, einfach weil das Spaß macht. Manchmal gibt irgendeine Kleinigkeit auf der Karte Anlaß, dorthin zu fahren. Irgendetwas macht in mir Klick, dann möchte ich das sehen. Wernn ich Auto fahren würde, dann sind viele Sachen nicht wichtig, nicht einmal interessant, denn ich fahre vom Punkt zum Punkt. Dazwischen kommt nicht in Frage.
Karten sind ja abstrakt. Satellitenfotos sind schon konkreter. Sie schaue ich aber nur, wenn ich bestimmtes suche. Gute Karten beinhalten viele Informationen, die ich wiederum in meinem Kopfe zusammensetzen kann als virtuelles 3D-Modell(also realitätsnahe Fantasie). Man könnte auf der Karte radeln, und die Llandschaft vorstellen. Das ist ein geeignete Muse für den Winter.

Nun, es gibt Ortsnamen, die meine Fantasie erregen. Z.B.
orion
Als ich das gefunden habe, dachte ich sofort, da muß ich mal hin. Wer hat einen Ort „Orion“ genannt, und warum? Und wie sieht dieser Ort aus? Ich glaube, ich war ziemlich schnell dorthin geradelt. Es war eine unscheinbare kleine Siedlung, schätzungsweise so aus der Zeit anfangs 20. Jhdt. Ich habe mir vorgestellt, da wären futuristische Häuser aus Ende 20ern o.ä. Ich war aber nicht enttäuscht. Allein die Tatsache, daß jemand, oder eine Gruppe von Menschen damals gedacht habe, ihr wahrscheinlich neu ausgesuchtes Domizil Orion zu nennen, finde ich total interessant.

Unweit von Orion gibt es noch Orte, die genauso fantasievolle Namen haben.
verlorenort
Das ist doch eine direkte und korrekte Übersetzung von „lost place“! Lost Place wird heute als vergessener Ort oder verlassener Ort verstanden. Das ist eigentlich nicht richtig.
Und hier im Verlorenort stehen nur ein Paar Einzelhäuser abgeschirmt im Wald. Ist das die Romatik der damaligen Städtern, die damals auszogen und die Einsamkeit suchten? Im 2. Weltkrieg stationierte man hier Scheinwerferstellungen der Flakartillerie. Armer Verlorenort.

Oder
eden
Der Wunsch, friedlich leben zu können, spiegelt sich auf diesen Namen. Und das war wahrscheinlich keine friedvolle Zeit, dachte ich. Aber die Wahrheit ist interessanter. Von 18 reformorientierte Vegetariern 1893 als Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden gegründet und sie durchlief unterschiedliche Epochen. Die Genossenschaft existiert noch.

Es gibt auch Ortsbezeichnungen, die nur an bestimmten Gegend vorkommen.
ausbau
Ausbau ist Brandenburg-spezifisch/typische Bezeichnung von einem Wohnplatz (z.B. mit Neu- oder Aussiedlerhöfen) außerhalb eines Dorfes und ohne Infrastruktur. Es gibt sehr viele Gehöfte(oder manchmal ein Einzelhof) ausserhalb Dorfes, welche Ausbau genannt werden. Bei diesem Beispiel oben ist der Ausbau aber recht groß geworden.

Dann gibt es noch „Loose“, was vor allem im Bereich Oderbruch oft vorkommt.
loose
Im Laufe der Zeit wurde Landbesitz dort kein zerstreut. Es war unökonomisch für Bauern. Das wurde dann auf Geheiß neu zusammengelegt und dann verlost für Bauern. Man sollte besser dies oder das lesen, um diesen interessanten Begriff und Oderbruch zu verstehen.

Und es gibt auch viele Ortsnamen, die bösartig? oder traurige? klingen. Sie wurden vielleicht so genannt, um Räuber oder bösen Geist fernzuhalten. Hinter den Namen stecken viel Geschichten.
teufelshof

Ich freue mich aber auch auf jeden Fuchsberg, Dachsberg, Hirschberg, Rehberg, (oder Hasenberg, Kaninchenberg) welche zu tausende herizulande gibt, oder auf Afrikas wie Amerikas in Deutschland.
kanninchenberg-afrika
amerika

Schwielowseerunde

Jeder Rennradfahrer kenn die Schwielowseerunde. von Potsdam wäre 32km, von Berlin und zurück ca. 80. Hier ist nicht mehr Berlin(nicht mal Potsdam), aber ist auch nicht ganz draussen auf dem Land. Man spürt irgendwie den Sog der Großstadt. Also sagen wir so, ein Übergangsgebiet von der Stadt zum Land. Landschaftlich ist es aber recht hübsch ländlich.
schwielowseerunde-rrennrad
Wir machen aber gemütliche Spazierfahrt so daß wir meiste Wege direkt am Ufer fahren können, vor allem an der Norduferseite ist es dann schöner und gemütlicher.
schwielowseerunde-spazierfahrt

An einem kalten aber heiteren Sonntag fahren wir dick angezogen los, erst mit der regiobahn nach Potsdam. Wir radeln linksdrehend, denn dort am Nordufer bekommt man viel mehr Sonne. Durch Potsdam fliesst Havel, der aber sehr breit wird und als See wahrgenommen wird.
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Neben ehm. Luftschiffhafen steht ein interessanter Bau, ehm. Regattahaus vom 1925. Leider findet man seit langem keine Nutzung. Mindestens ist die Fassade gepflegt.
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Man fährt das Gelände der Potsdamer Rudergesellschaft durch. Hier war ein gutes Lokal Seekrug. Im Sommer konnte man hier direkt vor dem Wasser gemütlich Bierchen trinken und essen. Das Lokal ist schon seit einigen Jahren zu. Rudergesellschaft wurde gespalten. Spitzensportler gründete neues Club. Ich blicke nicht durch, aber es gab und scheinbar gibt Streitigkeiten um die Nutzung dieses Filetstücks am Wasser. Leicht vorstellbar, daß manche hier was schickes teures bauen wollen. Loaklpolitik, Sportpolitik, Immo-Gier, alles spielt scheinbar mit. Ja, Potsdam ist eine schicke Stadt.
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Wald wird lichter. Boden ist voll Laub. Unter Laub ist dünne Eisschicht. Man soll nun etwas vorsichtiger fahren.
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Das Wasser ist wieder ganz klar. Enten schwimmen friedlich. Hier machen wir kleine Pause. Tee aus Termoskanne wärmt.
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Der Weg nach Geltow ist momentan fürs Auto gesperrt. Ruhig radeln wir unter den Bäume, von denen ständig die gelben Blättern fallen.
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Am Restaurant Baumgartenbrück gehen wir auf die Brücke. Ausblick ist etwas diesig.
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in 10 Minuten ist man im Schloßpark Petzow. Im Sommer kann man hier gut baden. Jetzt ist es sehr ruhig.
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Auf dem höchsten Punkt des Parks wieder eine kleine Pause einlegen und Tee trinken. Es ist schon kalt, auch wenn die Sonne wärmend wirkt.
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Am Schatten ist Raureif. Es sieht winterlich aus. Morgen früh wäre das noch schöner.
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Im Ferch kommt man wieder ans Wasser. Der Weg führt dann entlang Südufer. Es wird weniger sonnig.
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Es gibt auch befahrbare Waldwege/Wanderwege. Wir nehmen heute aber Radweg entlang der Strasse.
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Und angekommen am Fährhaus Caputh. Lokal ist sehr gut besucht, aber zum Glück ein Platz am Fenster zum Wasser frei geworden. Wie immer nehmen wir Kaffee und Pflaumenkuchen. Foto entfällt diesmal. Es ist mollig warm. Fensterscheiben sind beschlagen. Bedienung wie immer nett. Es gibt aber tapfere Leute, die draussen auf dem Terasse Bier trinken bei 0 Grad.
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10 vor 4 fahren wir dann los. Wir wollen Bahnhof Potsdam erreichen bevor es dunkel wird. Es ist nur 8km.
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Kraniche, Sonne und goldgelbe Bäume

Oktober geht zu Ende. Und endlich wieder zur Kranich-Schau. Morgens ist der Himmel trüb, soll sich aber klären. Wir starten von Nauen, Rückfahrt von Kremmen, wie immer. Tagsüber sind viele Kraniche im Nauener Gegend anzutreffen.
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Kaum 5 Minuten vom Bahnhof geradelt, sehen wir erste Kraniche in der Luft. Man ist ganz schnell im temporären Kranichland. Bis Nauen ist gerade halbe Stunde mit der Bahn.
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Wo man sie am besten beobachten kann, sollte man Nabu oder die Einheimische fragen. Sie haben jedes Jahr untertschiedliche Futterplätze, wo Mais gestreut wird. Ich habe meine Standardroute mit Variationen, die nur mit Fahrrad oder zu Fuss erreicht werden kann und somit kaum jemand zu treffen ist.
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Kraniche sind schöne Tiere, vor allem ihre Flugfigur und Formationen sind wunderschön. Sie haben sehr grosse Angst vor Menschen(was haben wir getan!), überfliegen Dich aber oft so nah, daß man sie sehr gut beobachten kann.
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Auf einem Landwirschaftsweg(also Feldweg) lauschen wir die Rufe von Kraniche, die überall her zu hören sind. Das wirkt fast magisch. Und ich bin froh, daß die Menschen mit deisen großen und respektablen Tiere gut zusammenleben können.
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Wir fahren tiefer ins Weideland/Feld. Was man hier sieht, ist alles Kulturlandschaft, was Menschen mühsam gewonnen haben. Vor 200 Jahren war es noch ein unwirtlicher Sumpf hier.
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Prächtig gelb leuchten die Pappel und andere Bäume in der Sonne. Die Wege sind auch voll Laub, ein weicher Teppich zum majestätisches Radeln, langsam schreitend.
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Wir machen Halt, machen auf dem feld Picknik. Türkisches Essen, mit warmem Tee. Die Sonne strahlt noch ihre Kraft. Es ist angenehm warm. Wir bleiben eine Weile liegen und schauen Kraniche vorbeifliegen. Und, ich sehe direkt über uns einen Regenbogen. Regenbogen? Nein, das kann nicht Regenbogen sein. Es steht nicht senkrecht hoch gegenüber die Sonne, sondern liegt flach inmitten des Himmels. Die dünne Wolken brechen die Sonnenlicht in Spektren, so etwas habe ich noch nie gesehen. Das dauerte nur einige Minuten. Als die Wolken wegzogen war es weg.
Jetzt weiss ich, das heisst „Zirkumzenitalbogen“, und sei nicht so ganz selten. Nur, die Menschen schauen selten den Himmel hoch. Vielen Dank für den Hinweis!
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Wir ziehen weiter. Man hört, daß hier auch viel gejagt wird. Es gibt scheinbar einiges zum Jagen. Wir sehen Reh-Familien, Fasan, Hasen.
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Und plätzlich fährt ein Pferdekutsch lautlos auf dem Feld vorbei. Ach er, ich habe ihn schon mal gesehen. Das macht bestimmt Spaß, so spazierzufahren.
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Nächste Halt ist Karolinenhof, bekannt als Wiesencafe. Sie züchten Ziegen und machen Ziegenmildprodukte. Heute esse wir Ziegensahnetorte und Kaffee mit Ziegenmilch, lecker.
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Dorf nebenan Kuhhorst fahren wir heute nur durch. Hier gibt es Relikte von Landwirtschaftsfeldbahn. Das ist heute absolut selten. In benachbartem Ribbeckhorst gibt es auch liegengelassene Schienen der ehmaligen Landwirtschaftsbahn. Eine Bewohnerin erzählte mir einmal, daß sie mit dieser Bahn zur Schule fuhr. Nun, das ist nur für Eisenbahnfreunde interessant.

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Auf einigen felder blühen Raps/Senf. Das wird später mit der Erde vermengt als Düng- wie Auflockerungsmittel. Wir näheren uns Linum an. Unweit von der Autobahn gibt es eine prominente Stelle für die Kranichbeobachtung. Hier ist es immer viel los, auf dem Feld wie an der Strasse. Heute sind niederländische Liebhaber von Kraniche mit proffesionell aussehenden Teleobjektiven! an der Reihe.
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Das ist uns ein wenig zuviel, und wir sind glücklich, Stellen zu kennen, die menschenleer sind. Gleich kommen wir aber Linum an, Mecca der Kranichbeobachtung. Wir wollen hier aber Kürbis kaufen, bei Rixmann’s. Das ist der beste Laden, dn wir kennen, um Kürbis zu kaufen.
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Wir packen 3 Kürbisse ein und fahren weiter, Richtung Kremmen. Die Sonne geht bald unter. In Linum warten die Leute am Nabu in Schlangen, die Abendspaziergang zum teich, wo die Kraniche schlafen, teizunehmen. Hier im Dorf kann man z.B. im „Kleinen Haus“ Platz nehmen, um Kranichzug zum Scchlafplatz zu beobachten. Da wir einen bestimmten Zug in Kremmen nehmen wollen, starten wir heute etwas früher los.
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Diese Strasse ist nicht so viel befahren, die Autos fahren aber schnell. Leider gibt es keine bessere Route. Die Wege nach Bahnhof Sommerfeld statt Kremmen ist ein großer Umweg und leider holprig. Aber wenn man Zeit und ein gutes Lichtanlage hat, ist es icht schlecht.
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Auch Spargeldfeld leuchtet gelden im Abendsonne!
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So ziemlich pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir Kremmen. Auf der Bahnsteig wartet die Bahnhoskatze? den Zug. Ist sie stellvertretender Bahnhosvorsteher, wie in manchen Bahnhöfe in Japan? Oder will sie irgendwohin mitfahren? Oder wartet sie auf ihr Herrchen, der mit dem Zug zurückkommt? In den Zug ist sie nicht eingestiegen. Wenn ich nöchstes Mal da bin, werde ich sie wiedersehen?
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Kranichsaison geht langsam zu Ende. Lokale machen sehr bald Winterpause. Aber Kraniche sind noch genügend dort, vielleich noch 2 Wochen, je nach Wetterlage. Momentan seien noch mehr als 50000 da.

Fährhaus Caputh

Über dieses Haus braucht man keine Werbug zu machen. Fährhaus Caputh ist schon seit längerem eine Institution. Schönes Haus in einer schönen Lage direkt am Wasser, gutes Essen und Kuchen mit normalfreundlicher Bedienung. Daß dieses Lokal normalbügernah geblieben ist, ist keine Selbstverständlichkeit, meine ich. Also Respekt, und ich komme gerne immer wieder hierher, auch wenn es am schönen Sonntag recht voll werden kann. Gestern war auch so ein Tag. Mit jeder Fähre(d.h. jede 10 Minuten ungefähr) kamen mindestens 15 Radfahrer rüber. Natürlich macht nicht jeder hier eine Pause. Aber sehr gut besucht war der Lokal. Wir kamen von Werder aus via Geltow und Petzow, fanden einen Platz direkt neben Fährstelle in der Sonne unter großen Kastanienbaum, und aßen Pflaumenkuchen, das ein Ausmaß vom guten Mittagsessen annimmt.
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Hierher führen viele Routen. Man kann direkt aus Berlin radeln, und Schwielowsee umrunden. Oder von Potsdam aus sonnigere Nordufer radeln und die Fähre nehmen. Südufer geht etwas mehr bergauf in Richtung Caputh. Oder von Werder starten, via Wildpark West, Geltow und direkt zur Fähre, oder ab Geltow einen Umweg nach Petzow, Ferch, dann nach Caputh. Notfalls kann man direkt mit der Bahn bis Caputh-Schwielowsee fahren und dann 1km am Ufer entlang laufen. Diese Möglichkeit ist ja doch beruhigend.
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Uckermark-Tour f. 3 Tage

Meine Freundin plante eine Tour in Uckermark mit 2 Übernachtungen. Ich mußte nur ganz wenig die Route justieren, damit eine gute Mischung von Radwege, Strassen und Waldwege/Feldwege entsteht. Allerdings sagte Komoot „eine schwere Radtour! Evtl. mußt Du das Rad stellenweise tragen.“ Hmm, wir blieben optimistisch, denn wir mögen außer Sandwege alle mögliche Arten von Wegbeschaffenheit.
Uckermark ist schön hügelig. Landschaft ist geschwungen, die Wege auch. Langweilig wird es nicht. Wir wollen folgendes:
-Landschaft und Dörfer anschauen
-Gut essen und trinken, anschliessend gut schlafen
-in Seen baden, mindestens zweimal am Tag
-und natürlich Radeln in der Hügellandschaft geniessen
Meine Freundin übernimmt die Tourleitung. Ich muß nur sorglos mitfahren, das ist gemütlich.

Tag 1.
Startort ist Seehausen(eine Station vor Prenzlau). ca. 1,5 Stunden Bahnfahrt vom Berliner Hauptbahnhof. Die Route für den ersten Tag sieht so aus.
Tourenplan day 1

Seehausen ist ein kleines Dorf. Wir schauen das Dorfkirche an, die gerade restauriert wird. Der nette Bauleiter erzählte uns einige Geschichte über diese Kirche und das Dorf.
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Am Kanzel steht „1619“. Dieser Kanzel wie Altar stammt aber aus einer anderen Kirche.

Wir fahren los, erst ein wenig Strasse, dann Radweg. Dieser Abschnitt ist ein Teil von Radweg Berlin-Usedom. Erstaunlich wenig Radfahrer sind unterwegs. Schulferien geht bald zu Ende, vielleicht deshalb.
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Wir suchen einen Platz fürs Mittagspause. Und finden einen tollen Aussicht. Das Essen kann so nur gut schmecken.
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Waldwege sind ein willkommene Abwechselung. Im Wald ist die Luft merklich kühler/frischer.
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In Kleindorf Fergitz gibt es Ferienhäuser, die ganz chic und neu gebaut wurden. Hier kann man auch schöne Aussicht geniessen.
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Hier hätte man auch baden können. Aber wir waren noch allzu mit dem Radeln begeistert so daß Baden noch nicht in den Sinn kam.

Oft findet man am Wegerand Obstbäume. Momentan ist Pflaume dran. Manche Radler halten an und essen ein Paar davon. Vorausgesetzt, sie sind wurmerfrei. Nicht gleich reinbeissen, vor dem Essen immer erst aufmachen und checken!
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Manchmal gibt es steiler Bergauf. Man sollte einfach das Rad schieben. Man muß nicht immer sportlich sein.
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Dann wird man aber mit schönem Ausblick belohnt.
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In Potzlow noch eine Kirche angeschaut. Wir wollten eigentlich dann Richtung Haßleben, Kuhz. Aber meine Freundin wollte nun im Sternhagener Seer baden. Na gut, Routenänderung, kein Problem.
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Von Sternhagen biegt man in den Feldweg, um Badestelle zu erreichen. Kiesweg ist ganz gut zum Fahren.
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Und so sieht die Badestelle aus. 10 Autos stehen am Wegerand. Entsprechend ist die Stelle nicht ganz leer(es ist ja noch Ferienzeit). Es ist aber relativ ruhig.
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Zugang zum Wasser ist selten. Uckermärlische Seen sind meistens verschilfft. Wenige Badestellen sind oft vom Campingplatz besetzt. Es ist eine Art Sport, einsame Badestellen zu finden, die aber eigentlich genügend gibt, wenn man sie richtig sucht.

Ab hier wurde der Weg teilweise sandig, tief sandig. Aber auch schöne Alleen wie Waldwege sind dabei. Man sollte Route gut nach Bedarf aussuchen. Am Ende ein prima Radweg nach Boitzenburg, der uns wie eine Autobahn vorkam.
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Und angekommen in Boitzenburg, Zum Grünen Baum, nach der erfrischenden Dusche gleich ein Bier, dann Schnitzuel und noch ein Bier. Habe total vergessen, Fotos zu machen. Es war aber ganz gut lecker.

Tag 2.
Gut geschlafen, schmeckt Frühstück(Buffet) besonders gut. Innenhof ist ganz nett. Das Wetter auch prima.
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Vor dem Start schauen wir kurz das Schloß von Arnim. In der DDR-Zeiten war hier ein Kinderferienlager. Huete ist es noch ähnlich, das ist recht lobenswert. Oft gibt es aber Hochzeitsfeier so daß Restaurant oft nur für geschlossenes Publikum ist.
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Direkt vor dem Schloß ist ein See. Zum Schwimmen ist es aber noch zu früh heute.
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Tourplan für heute sieht so aus:
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Boitzenburg ist nicht zu klein und teilweise auch hübsch, so gibt es hier auch Supermartkt. Eis-Cafe in der Hauptstrasse ist in ganz Uckermark bekannt.
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Und hier sah ich eine Dame, eine Cyclo-Touristin, schätzungsweise weit über 80, allein unterwegs(sie fährt nicht zum Einkaufen!). Sie sah gut aus, schob ihr Rad bergauf und fuhr dann ganz elegant routiniert weg. Ich war beeindruckt.
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Wir fahren gen Norden, erst auf Strasse dann auf Waldweg, der aber früher wichtige Verbindung zwischen Dörfern gewesen sein muß, wegen Allee, der nun verwildert ist.
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Dann kommt an an eine Kreuzung mit Radweg, der früher eine Eisenbahnlinie war. Wir machten hier kleine Pause und fuhren den Radweg weiter.
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Radwege aus ehm. Bahntrassen sind gut zum Radeln, ohne nenennstwerte Steigung, aber auch ziemlich gerade. Auf Dauer könnte es evtl. langweilig werden. So ist es empfehlendwert, die Route aus unterschiedliche Wege zu mischen.
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Ganz kleines Dörfchen mit kleiner Kirche. Hier sind sicher mehr Schwalben als Menschen zuhause.
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Ein lustiges Objet mit Findlingen am Wegerand. Eine Dame auf Rad und ihre Verfolger?
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Deutlich als Bahntrasse erkennbar, der Wasserturm und ehm. Güterbahnhof.
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In Fürstenwerder, ein etwas größerer Ort, trinken wir Radler im ehm. Bahnhof. Dieser Ort ist etwas touristisch, hat aber viele alte hübsche Häuser.
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Von hier fahren wir hübschen Radweg. Gleich kommen wir auf Anhöhe, aus der „Großer See“ gut sichtbar wird. Ich suche versteckte Badestelle und finde sie. Man muß das Feld unterlaufen zum Ufer. Dann stehen an einem Steg einige Boote von Anwohner?. Kein Mensch da. Es ist ganz still. Das Wasser wunderbar klar.
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Nach frischer Abkühlung schieben wir das Rad wieder durch Feldweg hoch.
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Von hier geht es auf Strassen. Autoverkehr ist aber minimal.
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Und in Wrechen finden wir ein sehr hübsches Gutshaus. Hier im „Kulturgut“ kann man übernachten, schwimmen und Kaffee trinken.
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Ab Lichtenberg fahren wir im Wald. Dieser Weg ist mehr für MTB gut. Es geht ganz schön hoch und unter. Es macht Spaß aber etwas anstrengend für schmale Reifen.
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Dann kommt man bis zum Wasser runter gesaust. Feldberger Seenlandschaft ist schön, aber die Stadt Feldberg meiden wir(diesmal).
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Auf der anderer Seite radeln wir, und geniessen tolle Ausblicke. Der See ist ganz nah(man kann auch unterlaufen und baden) und was Wasser funkelt in smaragdgrün, wunderschön.
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Dann kommt ein Ziegen-Cafe, vom Radweg etwas versteckt, und bietet lecker kalten Eiskaffee mit Ziegelmilcheis. Hier erfahren wir, daß in der Nähe eine versteckte Badestelle gibt. Nichts wie hin! Es ist kurz vor dem Urlaubsort Carwitz.
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Wieder durchs Feld gelangen wir eine Badestelle, die nur Einheimische kennen. Wieder kein Mensch. Wir geniessen die Ruhe und Frische.
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Carwitz ist ein belibter Ferienort. Dementsprechend viele Lokale und viele Menschen. Er hat mehrere Badestellen, welche an dem „Schmalen Luzin“ sieht nicht schlecht aus.
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Dann wurde die Wege wieder schlechter. Das habe wir erwartet. Es war nicht so schlecht wie gestern. Man mußte das Rad nicht schieben.
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Und plötzlich kommt man aus dem Wald, ist man mitten im Mais- und Buchweizenfeld. Der Weg wird besser. Gleich sind wir in Triepkendorf, unser Ziel für Heute. Wir waren heute mehrheitlich in Meck-Pomm unterwegs.
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An der Dorfkreuzung steht das Haus TENZO, Restaurant und Hotel in gehobener Klasse in einem Dorf mit nichts. Aber steht zwischen Lychen und Feldberg so daß Publikum auch zum Essen anfahren, sogar auch direkt aus Berlin. Wir machen und frisch im Zimmer und gleich im Garten Bier, Essen(gut) und dann noch ein Bier.
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Tag 3.
Gut geschlafen, das Frühstück im Garten. Gutes Buffet in der Sonne(ich eher im Schatten). Tenzo bedeutet auf Japanisch Köche in Möncheskloster. Dafür ist das Essen zu gut. Auch in Uckermark etabieren sich zunehmend Restaurans wie Hotel in gehobener Klasse, mit Charme und Charakter. Das ist eine gute Entwicklung. Ich hoffe, Diversität wird erhalten bleiben.
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Heute radeln wir nach Lychen, quasi unsere Basis in Uckermark, dann bis Fürstenberg, also ganz locker.
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Ausserdem befinden wir uns sozusagen auf einer Hochebene. Wir fahren mehr bergab bis Lychen.
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In einem Dorf hinter der Kirche entdecken wir ein ganz hübsch eingerichteter Hof mit mehreren Häusern. Ein Paar aus Niederlande betreibt Pension in ehm. Pfarrerhäuser.
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Hier im Dorf gibt es einen See mit Badestelle. Wir radeln aber ein Stück im Wald weiter und baden in einem kleineren See, wo keine Musik, kein Gekreische ist.
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Bald kommen wir Lychen an. Und machen zuerst Mittag in ehm. Mühle, die sei einiger Zeit restauriert wird. Hier ist bereits seit letzten Jahr ein Cafe drin. Wir trinken etwas kaltes und essen Flammkuchen.
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Dann radeln wir entlang Wasser zum Zensee zu unsere Lieblingsbadestelle. Das Wasser sieht blau und stellenweise grün aus, auf alle Fälle sehr sauber.
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Wieder zurück in die Stadt, nehmen wir frühes Abendessen im Gasthaus am Stadttor. Mein Lieblingsessen dort ist Fischtopf, oder Maräne frittiert. Ein Bier darf freilich nicht fehlen. Gestärkt radeln wir richtung Fürstenberg, wo wir in den Zug steigen.
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Und vor Fürstenberg haben wir einen dejavu. Dieses Bild, Radeln gegen die Sonne, haben wir an der gleichen Stelle vor 2 Jahren erlebt.
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Angekommen in Fürstenberg, hatten wir noch halbe Stunde Zeit so haben wir im Lokal ein Bier zum Abschluß genossen. Eine sehr schöne Tour war das.

50km in 10 Tagen

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Das ist meine etwas traurige Radelbilanz im Urlaub. Im Garten gab es soviel zum tun, so fand ich nur einen Nachmittag Zeit, mich aufs Rad zu steigen und eine Spazierfahrt zu machen. 200km o.ä. wäre schöner gewesen, denn der Gegend ist super zum Radeln. Es gibt eine Rundroute Kocher-Jagt-Radweg und noch weitere Routen und Querverbindungen, auch zu den Tauber- und Necker-Radwege. Landschaft ist lieblich hügelig. Ab und zu gibt es auch steile Strecken, die aber nicht sehr lang sind. So wird Radeln nie langweilig.
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Ich starte von Haustür in Bächlingen, unterhalb vom ehm. Residenzort Langenburg, aus.
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Saftig leuchtende Grüntöne von Wäldern und Wiesen waren erfreulich für das Auge. Friedlich fliessendes sauberes Jagstwasser spiegelt blauen Himmel. Die Zeit steht beinah still.
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Es gibt schöne alte Steinbrücke, viele Mühlen(die Strom erzeugen oder dem Sägewerk Kraft spenden) und Wehren. An manchen Stellen kann man gut baden.
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Es gibt auch einige überdachte Holzbrücken.

Hier sind einige Radfahrer unterwegs, aber es ist insgesamt recht ruhig. Sehr unterschiedlich sind die Radler, vom Spazierfahrer bis schwer bepackten Radreisenden.
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Es sind auch sportliche Radfahrer unterwegs. Meiste Streckenabschnitte sind geteert, nur ab und zu sind es Schotterwege/Waldwege.
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Der Weg wird relativ dicht am Fluß und meist im Talbereich geführt.
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Ab und zu stehen Schilder mit Erklärungen. Radweg ist prima beschildert. Auch ohne Kartenmaterial geht man nicht verloren.
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Es ist herrlich, ich pfeipfe irgendwelche Melodien.
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Liegeradfahrer mit Anhänger hätten ab und zu schwer, aber schön ist der Ausblick von oben.
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In Dörzbach, wo ein kleiner Schloß steht, kehre ich um und fahre zurück. Bis zum Abendessen muß ich wieder zuhause sein.
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An und zu verlasse ich den Radweg und steige auf Anhöhe, um schöne Landschaft von oben zu geniessen.
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Und wieder unter zum Fluß, um das Wasser pletschern zu hören.
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Rechzeitig zum Abendessen zurückgekommen. Das ist auch gut fürs Hausfrieden. Es war ein kurzes aber zufriedenstellendes Tourchen.