Kategorie-Archiv: Radtour

Ausfahrt mit rennrad, Nauen – Neuruppin

Ich fahre selten mit einem Rennrad im Umland, denn ich fahre gerne zwischendurch Feldwege/Waldwege. Diesmal habe ich vorgenommen, auf Asphalt zu bleiben und dafür ein rennrad genommen. Ich hatte einen Nachmittag Zeit, so sparte ich den Weg aus der Stadt. Ab Charlottenburg stieg ich in den Regionalzug bis Nauen ein.
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Von Nauen kann man in allen Himmelsrichtungen losradeln, also ein guter Ausgangspunt. Ich fahre los, ohne Plan nach Lust und Laune, denn ich bin relativ oft hier. Egal in welche Richtung, gibt es überall Alleen mit alten Bäumen. Das macht eine gute Laune, unter grünen Bäume zu radeln.
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Ich mache Umwege und kleine Halte in Ribbeckhorst und Kuhhorst, denn hier gibt es noch Relikte der Landwirtschaftfeldbahn. Das ist nur interessant für Menschen mit Hang auf Feldeisenbahn, aber sie gehört der Geschichte dieser Gegende. Denn, es war sumpfig hier. Die Wege waren schlecht und oft schlammig, so daß die Wagen hätten Problem vorwärts zu kommen. Mit der Feldbahn wurden Produkte bis zum nächsten Bahnhof, z.B. Paulinenaue, transportiert. Kinder fuhren mit dieser winzigen Bahn zur Schule. Sie soll hier bis in die 50er Jahre in Betrieb gewesen sein.
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Älteres Pärchen radeln vorbildlich in auffällig roten Jacken. Machen Sie einen Besuch in nächstem Dorf, oder Einkauf in Nauen gewesen?

Grün ist mittlerweile satter geworden. Wenn man in der Stadt ist, sieht man diese stetige Entwicklung nicht so richtig. Pflanzen haben genaue Zeitplanung. Bis dann und wann müssen sie ihre Arbeit erledigt haben, ziemlich egal wie das Wetter ist.
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Eine Pause im Kleinen Haus in Linum. Frank und sein team macht nicht nur gutes Essen, sondern auch leckere Kuchen. Heute nehme ich Zitronenkuchen, gut. In der Kranich-Saison wird es voll hier. Aber jetzt kann man bequem Platz nehmen und die Pause geniessen.
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Zwischen Linum, Fehrbellin, Langen und Wustrau ist die Strasse etwas langweilig. Deswegen fahre ich bis Hekenberg zügig und dann fahre ich in den Radweg ein. Kurz vor Hakenberg steht eine Siegessäule. Das erinnert den Schlacht bei Fehrbellin vom 18. 06. 1675(Death Match Brandenburg vs Schweden!). Jaja, auch in Deutschland herrschte lange Zeit Kriege, zwar nicht zu wenig.
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Nun fährt man in Weidelandschaft. Hier ist es immer noch etwas feucht trotz intensiver Kanlisierung. Wenig Menschen, einsame Gehöfte. Gefühlsmäßig ist man sehr weit weg von Berlin. Faktisch ist es aber nur 50km entfernt.
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Jetzt ist die Zeit von gelben Rapsfeldern. Es duftet ganz stark. Oft bis zum Horizont gelb! ganz schön gelb.
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Und nun einzig nicht asphaltierter Streckenabschnitt heute. Ein Paar Kilometer bis Wustrau, entweder Kopfsteinopflaster oder relativ fester Sandweg nebenan. Das ist ohne Problem machbar, auch für Rennradreifen. Ich würde alle meine Rennräder mit Conti GP 4 Seasons 28mm ausrüsten. Das wäre aber auch viel Geld.
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In Wustrau sieht man untersten Zipfel von Ruppiner See. In Altfriesack steht eine Hängebrücke über den Kanal. Das ist relativ selten in Brandenburg.
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Nach Altfriesack nach links abbiegen und entlang See radeln. Aber See sieht man nicht so richtig. Und die Strassen hier war früher grottenschlecht. Mittlerweile sind sie sauber asphaltiert. Die Dörfer haben aber etwas an ihren Reiz verloren, kam mir so vor. Radelt man die sanfte auf und ab genüßlich schnell, dann ist Neuruppin nicht mehr weit.
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Neuruppin ist eine nette Stadt, ja eine Stadt mit schöner Bausubstanz. Ich kam 1990 zum ersten Mal hierher, um eine VEB-Großbäckrei zu retten. Damals war Bauarbeiten an Strassen schon im Gange. Aber heute ist die Stadt ziemlich hübsch, auch wenn manche Häuser noch nicht restauriert wurden und teilweise verfallen.
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Ein Weilchen auf dem Seepromenade gestanden und das Wasser angeschaut. Und wie immer im Up-Hus-Idyll Bierchen getrunken und die Zeit für den Zug sinnvoll! genützt. Im Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor kann man nun bis 18 Uhr Fahrscheine kaufen, von netten Damen, nicht vom komischen Automat. Das ist ja eine enorme Verbesserung.
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Brandenburg – Werder, Havelradweg

Eine der Lieblingsstrecken meiner Freundin. Nicht weit von Berlin, führt der Weg meist auf dem Deich entlang Havel. Man sieht viel Wasser. Nur Anfang(Brandenburg Hbf. bis Gollwitz) und Ende(Phöben bis Werder Bahnhof) führt die Route an der Strasse(aber meist Radwege) und ist es etwas langweilig. B2B(Bahnhof zum Bahnhof) ca. 40km. Leichte Steigung gibt es zweimal, aber für jeden machbar. Auch für Rennradfahrer geeignet(dann vielleicht Brandenburg bis Berlin, 65 bis 80km, je nach Routenauslegung).
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Die grün ist noch sehr zart.
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Manche Kirschbäume blühen voll.
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Was aber jetzt voller Pracht ist, Mirabelle! Sie sind nicht nur zartweiss wie Neuschnee, duften auch intensiv süßlich.
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Havel durchfließt viele Seen, mit vielen Inseln, und sieht recht natürlich aus, auch wenn er sehr gut schiffbar ist. Havel bietet auch für viele Vögel Lebenraum.
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Nanu, ist sie so schnell, daß meine Billigkamera sie nicht fest einfangen kann?
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Ja, Kopfsteinpflaster! Mit neuen Challenge-Reifen(relativ exakt 33mm breit) habe ich gar kein Problem, es macht eher Spaß(zumindest für eine kurze Zeit), drauf zu fahren.
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Es gibt nur 2 Stellen, wo es leicht bergauf geht, aber nur leicht.
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Von Götzer Berg zu Deetz fährt man seltsame Seenlandschaft, was ehmalige Tongruben sind. Im Sommer kann man hier auch baden.
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Und wie immer machen wir hier eine Kaffeepause, im Havelstübchen. Vom Aussehen erwartet man hier vielleicht nichts gutes, aber das Essen ist gut, Kaffee schmeckt richtig italienisch, und Kuchen auch in Ordnung. Im Sommer kann es aber brechend voll werden.
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Im Gegensatz zum Kirschbaum verzweigt Mirabelle oft von ganz unten buschartig. Und der Stamm wird nicht so dick und hoch.
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An einigen Stellen ist Havel sehr breit. Oder sollte man richtigerweise sagen, daß Havel hier einen großen See durchfliesst.
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In der Nähe von Fährstelle zu Ketzin/Parez ist die Aue geflutet.
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Es ist flach und die Landschaft weit.
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Überall sieht man die Gänse, Schwäne, Kraniche und andere Vögeln, die ich nicht identifizieren kann.
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Ein emütliches Tourchen für einen schönen Nachmittag.

Alle freuen sich, Menschen, Tiere, Pflanzen

Sonnenschein und die Wärme treiben uns(Tiefseelebewesen oder Höhlentiere ausgenommen) aus dem Häuschen. Wir strecken unsere Gesicht gen Sonne und lassen uns aufwärmen. Manche Tiere sind bereits emsig dran, sich um die Nachwuchs zu kümmern. Pflanzen genauso. Unsere Zellen freuen sich darauf, also wir können nichts dagegen tun. Dann heissen wir den Frühling willkommen.
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Star des tages waren zwei süsse Esel und zwei lustige Mädchen drauf. Sie sonnten sich lässig faulenzend in der Sonne. Nach unserer Anfrage führte sie sogar ein Kunststück vor.
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Vergnügt zufrieden fuhren wir den Weg zurück. Das neue Tourenrad meiner Freundin hat die Prüfung auch bestanden. Dem Wetter entsprechend war der Regionalzug voll.
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Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch

Wetterbericht sagte einen sonnigen Nachmittag voraus. So fuhr ich alleine mit der RE nach Werder. Von dort wird zurückgeradelt, ca. 55km, nach Lust und Laune, gar keine Eile.
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Es ist die Zeit von wilden Zweibeln, dachte ich. Nach recherche auf dem Netz habe ich endlich gefunden, wie diese Pflanze heisst; Wunder-Lauch, oder Berliner Bärlauch. Bärlauch ist sie aber nicht. Die Blätter sind schmäler, weniger Knoblauch-Geruch, und sie treibt früher als Bärlauch. Momentan ist sie ziemlich das einzige Grün im lichten Wald, neben Schnittlauch. Sie sei invasiv und breitet sich gern aus. Ich habe nichts dagegen, solange Wunder-Lauch nicht die einzige Pflanze in Brandenburg wird. Sowieso verschwindet sie im Juni. Jetzt ist die Zeit, sie zu pflücken, bevor sie blühen beginnt. Es ist zart und lecker.
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Die Route führt von Werder aus via Grube, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Krampnitz, Sacrow, Kladow, dann mit der Fähre nach Wannsee, via Kronprinzessinnenweg Grunewald bis Charlottenburg. Die Wege sind abwechselungsreich, geteert, Schotter, fester Boden, loser Boden, Betonplatten, Kopfsteine. Einige auf und ab gibt es auch, aber nicht steil, wenn ja dann nur kurz, alles gut machbar, nur nicht mit einem Rennrad. Diese unterschiedliche Charaktere von Fahrbahnböden machen die Fahrt interessanter, finde ich.
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Ganz langsam kommt die grüne Farbe. Noch sehr zart und man muß sie suchen, aber in 2 Wochen wird es viel grüner sein. Jetzt geht es rasant.
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Blausternen(Scilla) sind unübersehbar. Blauer Teppich ist sehr schön. Auch im Großen Tiergarten oder anderen Parkanlagen blühen sie jetzt.
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Schilff sieht noch winterlich aus. Neue Triebe kommen erst Ende Apri. Hübsche Fußgängerbrück an Wublitz ist mir immer noch ein Rätzel, aber bin sehr dankbar, daß hier eine Brücke gibt. Hier ist es sumpfig, der Boden sandig. Grün an Bäume ist noch kaum erkennbar.
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In Satzkorn gibt es schon lange keinen Personenbahnhof mehr. Hier war es wichtig für den Transport von sovietischen Militärgeräte. Um Berlin gab es eine ganze Menge von sovietischen Militärbasen. Ihr Plan war realistisch, ganze West-Berlin innerhalb 12 Stunden einzunehmen und unter Kontrolle zu bringen, für den Fall des Falles. Nun ist hier nur noch Güterbahnhof für Baustoff wie Sand und Kies. Bahngebäude verfallen zusehends.
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Züge fahren an Schranken vorbei. Hier ist die Strecke des Berliner Außenrings. Auf dieser Strasse ist selten ein Auto unterwegs.
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Wie so oft, neben Bahngleis sehe ich ein Kranich-Pärchen. Scheinbar bruten manche Kraniche hier in Brandenburg ihren Nachwuchs.
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Es wird noch 2 Wochen dauern, bis hier Kirschen blühen. Dann werde ich wieder herkommen.
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Manche Senioren sind bereits unterwegs. Gut, sie haben ja mehr Zeit. Das finde ich toll, daß man beweglich bleibt und draussen Freude findet. Dafür ist Fahrrad wirklich gut.
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Ich mache Pause und trinke Kaffee, beim Fahrland-Bäcker. Hier im Fahrland und in manchen Orte um Berlin entstehen zunehmend neue Siedlungen. Mit dem Zersiedeln der Ortschaften ist begonnen, was DDR und die Mauer verhindert hat. Man sieht auch, daß manche Apfelplantagen aufgegeben werden. Auch dort werden bald Häuser stehen.
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Es war stürmisch in den letzten Tagen. So sieht es auch im Wald aus. Am Boden liegen viele Äste, auch manche Bäume sind umgekippt. Sandboden gibt den Wurzeln keinen festen Halt. Da muß man nur kleinen Umweg machen oder das Rad rüber tragen, kein Problem.
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Wenn man Sacrow ankommt, ist Berlin auch nicht weit. Ich fahre weiter ohne Halt, denn es ist ganz frisch geworden ohne Sonne, und überhole sogar Rennradfahrer(Seltenheit!).
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Das letzte Stück zur Fährstelle in Kladow ist eine seltene Strasse mit voll Pfützen. Das macht ja eigentlich auch Spaß.
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Dann wartete ich auf die Fähre, ab Wannsee fuhr ich Kronprinzessinnenweg hoch nach Charlottenburg. Wegen Kälte endete Pottering/Spazierfahrt mit einer schneller Fahrt, damit es mir nicht zu frisch wurde. Daß die Wolken sich so ausbreiten, hatte ich nicht gedacht. Trotzdem, eine nette Ausfahrt.
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Blümchen-Tourchen

5 Grad kühl, mehr oder weniger sonnig. Na dann, schauenma mal, was draussen so los ist, ob der Frühling sichtbar geworden ist. Mit dem Regiozug bis Werder, dann Wildpark West, Geltow, Petzow, Ferch, Caputh bis Potsdam, nur 28km, also eine Spazierfahrt(Pottering).
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Gleich sieht man überall Schnittlauch spriessen. Meine Freundin ist sofort dabei, ihn zu pflücken. Wilde Zwiebel mit schmalen Blättern (ich glaube. Das ist nicht Bärlauch) ist auch bereits sichtbar.
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Schneeglöckchen ist unübersehbar, auch die zartlillafarbene Krokusse. Diese und andere Pflanzen machen sich nur für kurze Weile bemerkbar und dann verschwinden schnell, und kommen nöchstes Jahr wieder. Was für ein Leben!
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Pause im Schloßpark Petzow. Warmer Tee ist schon angenehm bei dieser Temperatur.
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Von hier fahren wir zielgerichteter nach Caputh. Im Fährhaus wartet Pflaumenstreuselkuchen auf uns! Trotzdem machen wir ein wenig Umweg durch Waldwege. So ist es schöner.
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Und die Belohnung des Tages! Das Haus ist voll. Wir nehmen Platz unter kahlen Lindenbäume. Ich glaube, Speisekarte ist feiner geworden, und die Preise auch,,
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Es war kälter als wir dachten, aber schön ist es, draußen zu sein.
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Sonne und Nebel, Raureif, dann Schneefall

Ein kleines Dorf ist Bächlingen im Hohenloher Jagsttal, wo ich wie jedes Jahr mit der Familie Jahresende verbrachte. An Weihnachtstagen war es neblig. Dann kam die Sonne durch. Temperatur war konstant etwa um 2 bis -3 Grad tagsüber. Langsam wuchs der Raureif an schattigen Stellen.
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Das Dorf macht einen Eindruck, von der Zeit vergessen worden zu sein. Aber auch hier ziehen die Städter ein. Bauer hören widerwillig die Landwirtschaft auf. Jungere Generation arbeitet kaum noch als Landwirt, in 20 Jahren vielleicht keiner mehr.

Zum Glück gibt es hier einen zarter Tourismus, auch wegen Jagst-Kocher-Radwege. Historisch wie kulturell eher fränkisch obwohl dieser Gegend Baden-Württenberg gehört. Auch kleine Dörfer haben lange Geschichten.
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Im nächsten Dorf Unterregenbach gibt es z.B. eine Hallenkrypta aus dem Ende 10. Jhdt. Ein Indiz, daß hier damals ein bekannter Wallfahrtsort war. Das ist aber lange her. Es ist sehr ruhig. Einer macht Weine und Prosecco aus Quitten. Ein Zugezogener hat ein schickes Restaurant aufgemacht, nur fürs Wochenende, was mir aber nicht so richtig zusagt. Ich mag Uriges lieber.
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In diesem Gegend gibt es mehrere überdachte Holzbrücken.

Diesmal fande ich öfters Zeit, mich auf den Sattel zu steigen. Zwar nur eine gute Stunde am Tag, aber immerhin. So radelte ich im Nebel, in der Sonne und im Schnee. Es ist kalt, daher nur recht langsam, damit ich nicht zum Schwitzen komme, oder im Schnee nicht ins Schleudern komme. Jedes Wetter ist schön zum Radeln, vom zu starken Wind und vom heftigen Regen abgesehen.
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Die Weisse ist kein Schnee, sondern Raureif. Er wird nicht flächendeckend wie Schnee. Man sieht sehr gut die Strukturen, an den er klebt und wächst.
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Man kann, wenn man will, auch viel bergauf und -ab fahren. Solange die Fahrbahn trocken ist, macht es auch Spaß.
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Einige Tage nach Weihnachten hatten wir richtig sonnig nach früher Nebelauflösung. Dann war es recht mild zum Radeln.
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Dann kam der Schnee. Kinder freuten sich riesig. Auch ich freute mich, ein wenig auf Schnee zu fahren.
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Mein Rad dort hat keinen guten Reifen für Schnee(oder, nicht nur für Schnee schlecht), so mußte ich vorsichtig auf der Reifenspur radeln. Solange der Schnee nicht tief ist, geht es ohne Problem.
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Und ein wenig Slalom probieren, um die Haftungsgrenze zu spüren. Nach einem Ausrutscher wieder brav auf der Reifenspur von Autos folgen, mit mäßigem Tempo.
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Fluß ist vereist, noch dünn, und drauf liegt der Schnee.
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Und zuhause wartete ein warmer Tee. Für den alten Ofen, der mollige Wärme abgibt, hatte ich schon morgen früh Holz gehackt.

Kaffeefahrt Nauen-Ribbeck, sonnig 6 Grad.

Ein schöner sonniger Sonntag, nicht mal sehr kalt. Das heißt, raus aus der Bude, irgendwohin zum Kaffee Trinken. Auswahl meiner Freundin fiel diesmal Ribbeck, wieder ein Standard-Spazierweg von uns. Bis Nauen ist mit der Regionalzug nur eine halbe Stunde. Dann von Nauen bis Ribbeck ist nur 10km. Dafür durfte man sich nur einen kleinen Kuchen ohne Sahne gönnen, rein theoretisch.
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Die Sonne steht ziemlich flach. Schönes Licht, stimmungsvoll.

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Felder sind grün. Manche Stellen sind nicht Gras, sondern Rübchen oder Senf/Raps, ich erkenne sie aber nicht richtig.

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Manche Bauer halten Pferde für Berliner Publikum. Hier gibt es auch einige. Der Radweg ist ehm. Kleinbahntrasse, daher flach und gerade. Jeder kann problemlos radeln und ich kann diesen Weg jedem empfehlen, der nur leicht und überschaubar das Radeln geniessen möchte. Einzige Hürde ist Bahnhof Nauen. Dort gibt es zwar Aufzüge. Sie sind aber zu klein für normale Fahrräder, so daß man mit dem Rad Treppe runter/hoch laufen muß. Wer sich an Radeln auf ehm. Bahntrassen interessiert, siehe diese Seite.

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Wenn die Sonne so tief liegt, ist es leicht, von eigenen Schatten Bilder zu machen.

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Voll mit den schön roten Beeren. Sie werden nicht mal von Vögeln gefressen, müssen scheußlich schmecken, oder giftig sein.

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Pappel ist schon ganz nackt. Wenn die Sonne scheint, ist die Stimmung aber gar nicht trist.

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Tunnel von Bäumen ist auch in der Wintersaison hübsch. Meine Freundin muß oft auf mich warten, weil ich durch Fotografieren oft weit hinterher bin.
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Trotz Gegenwind erreichen wir Ribbeck locker in 3/4 Std. Es gibt natürlich Radfahrer, die diese Strecke in 15 Minuten erledigen. Das wird auch Spaß machen. Abgebildete Höhenmeter auf Strava sieht schlimm aus. In der Realität ist es aber wirklich ziemlich flach.
Da dieser Ort bekannt ist und gut touristisch angeschlossen ist, sind die Lokale auch im Winter offen. Unser Lieblingslokal ist auch gut besucht. An den Wänden hängen alte Fahrräder und alte Fotos mit den Rädern. Ich habe gefragt. Da sammelt einer von ihnen alte Fahrräder, na sympatisch. Gemütlich ist der Stube sowieso. Heute mussten wir das letzte Stück vom Birnenkuchen teilen, deshalb noch halben Mandelkuchen dazu.

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Schön geputzt ist der Schloß´von Ribbeck. Etwas distanziert wirkt diese Anlage, auch im Sommer. Manche Schlösser haben Schwierigkeit, sich dem Ort und dem Tourismusverkehr zuzuwenden.

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Brennereigebäude wurde vor 10 Jahren restauriert. Hier wird der Birnenessig produziert. Birnenlikör wie Birnenbrand, die auch angeboten werden, werden aber irgendwoanders hergestellt.

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Der Sonnenuntergag heute ist 15:58. Wir radeln in der Twilight Zone. Dämmerung ist ein stimmungsvoller Moment.

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Eine Reh-Familie schaut den Sonnenuntergang regungslos zu.

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Mit angeschaltete Lampen kamen wir zum Bahnhof zurück.

Wintermuse, Papierradeln, vol. 1 Ortsnamen

Ich schaue gerne Landkarten. Sie beflügeln meine Fantasie. Wie sieht der Ort aus, wie ist dieser Weg? Je intensiver man sich mit Kartenmaterial beschäftigt, desto größer wird der Bezug zum Ort. Heute könnte man ja eine ganze Menge im voraus recherchieren. Seit wann gibt dieses Dorf oder was gibt es bei dem Metzger zum Mittag? Je akribischer die Vorstudien desto sicherer die Reise vor Ort, aber es gibt auch weniger Überraschungen, positiv wie negativ. Ich schaue unterwegs nicht auf Netz, sondern versuche ich die Leute dort zu fragen, mindestens hier in Deutschland. Ich verkrafte auch mal weniger leckeres Essen zwischendurch. Das verdirbt meine Laune nicht. Schöne Wege, schöne Landschaft, dann ist es alles gut.
heimelig
(so viele Heime im engen Raum! Das ist ja heimelig. Ein Zufallsfund.)

Aber ich schaue die Karten, auch unabhängig von konkreter Reiseplanung, einfach weil das Spaß macht. Manchmal gibt irgendeine Kleinigkeit auf der Karte Anlaß, dorthin zu fahren. Irgendetwas macht in mir Klick, dann möchte ich das sehen. Wernn ich Auto fahren würde, dann sind viele Sachen nicht wichtig, nicht einmal interessant, denn ich fahre vom Punkt zum Punkt. Dazwischen kommt nicht in Frage.
Karten sind ja abstrakt. Satellitenfotos sind schon konkreter. Sie schaue ich aber nur, wenn ich bestimmtes suche. Gute Karten beinhalten viele Informationen, die ich wiederum in meinem Kopfe zusammensetzen kann als virtuelles 3D-Modell(also realitätsnahe Fantasie). Man könnte auf der Karte radeln, und die Llandschaft vorstellen. Das ist ein geeignete Muse für den Winter.

Nun, es gibt Ortsnamen, die meine Fantasie erregen. Z.B.
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Als ich das gefunden habe, dachte ich sofort, da muß ich mal hin. Wer hat einen Ort „Orion“ genannt, und warum? Und wie sieht dieser Ort aus? Ich glaube, ich war ziemlich schnell dorthin geradelt. Es war eine unscheinbare kleine Siedlung, schätzungsweise so aus der Zeit anfangs 20. Jhdt. Ich habe mir vorgestellt, da wären futuristische Häuser aus Ende 20ern o.ä. Ich war aber nicht enttäuscht. Allein die Tatsache, daß jemand, oder eine Gruppe von Menschen damals gedacht habe, ihr wahrscheinlich neu ausgesuchtes Domizil Orion zu nennen, finde ich total interessant.

Unweit von Orion gibt es noch Orte, die genauso fantasievolle Namen haben.
verlorenort
Das ist doch eine direkte und korrekte Übersetzung von „lost place“! Lost Place wird heute als vergessener Ort oder verlassener Ort verstanden. Das ist eigentlich nicht richtig.
Und hier im Verlorenort stehen nur ein Paar Einzelhäuser abgeschirmt im Wald. Ist das die Romatik der damaligen Städtern, die damals auszogen und die Einsamkeit suchten? Im 2. Weltkrieg stationierte man hier Scheinwerferstellungen der Flakartillerie. Armer Verlorenort.

Oder
eden
Der Wunsch, friedlich leben zu können, spiegelt sich auf diesen Namen. Und das war wahrscheinlich keine friedvolle Zeit, dachte ich. Aber die Wahrheit ist interessanter. Von 18 reformorientierte Vegetariern 1893 als Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden gegründet und sie durchlief unterschiedliche Epochen. Die Genossenschaft existiert noch.

Es gibt auch Ortsbezeichnungen, die nur an bestimmten Gegend vorkommen.
ausbau
Ausbau ist Brandenburg-spezifisch/typische Bezeichnung von einem Wohnplatz (z.B. mit Neu- oder Aussiedlerhöfen) außerhalb eines Dorfes und ohne Infrastruktur. Es gibt sehr viele Gehöfte(oder manchmal ein Einzelhof) ausserhalb Dorfes, welche Ausbau genannt werden. Bei diesem Beispiel oben ist der Ausbau aber recht groß geworden.

Dann gibt es noch „Loose“, was vor allem im Bereich Oderbruch oft vorkommt.
loose
Im Laufe der Zeit wurde Landbesitz dort kein zerstreut. Es war unökonomisch für Bauern. Das wurde dann auf Geheiß neu zusammengelegt und dann verlost für Bauern. Man sollte besser dies oder das lesen, um diesen interessanten Begriff und Oderbruch zu verstehen.

Und es gibt auch viele Ortsnamen, die bösartig? oder traurige? klingen. Sie wurden vielleicht so genannt, um Räuber oder bösen Geist fernzuhalten. Hinter den Namen stecken viel Geschichten.
teufelshof

Ich freue mich aber auch auf jeden Fuchsberg, Dachsberg, Hirschberg, Rehberg, (oder Hasenberg, Kaninchenberg) welche zu tausende herizulande gibt, oder auf Afrikas wie Amerikas in Deutschland.
kanninchenberg-afrika
amerika

Schwielowseerunde

Jeder Rennradfahrer kenn die Schwielowseerunde. von Potsdam wäre 32km, von Berlin und zurück ca. 80. Hier ist nicht mehr Berlin(nicht mal Potsdam), aber ist auch nicht ganz draussen auf dem Land. Man spürt irgendwie den Sog der Großstadt. Also sagen wir so, ein Übergangsgebiet von der Stadt zum Land. Landschaftlich ist es aber recht hübsch ländlich.
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Wir machen aber gemütliche Spazierfahrt so daß wir meiste Wege direkt am Ufer fahren können, vor allem an der Norduferseite ist es dann schöner und gemütlicher.
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An einem kalten aber heiteren Sonntag fahren wir dick angezogen los, erst mit der regiobahn nach Potsdam. Wir radeln linksdrehend, denn dort am Nordufer bekommt man viel mehr Sonne. Durch Potsdam fliesst Havel, der aber sehr breit wird und als See wahrgenommen wird.
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Neben ehm. Luftschiffhafen steht ein interessanter Bau, ehm. Regattahaus vom 1925. Leider findet man seit langem keine Nutzung. Mindestens ist die Fassade gepflegt.
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Man fährt das Gelände der Potsdamer Rudergesellschaft durch. Hier war ein gutes Lokal Seekrug. Im Sommer konnte man hier direkt vor dem Wasser gemütlich Bierchen trinken und essen. Das Lokal ist schon seit einigen Jahren zu. Rudergesellschaft wurde gespalten. Spitzensportler gründete neues Club. Ich blicke nicht durch, aber es gab und scheinbar gibt Streitigkeiten um die Nutzung dieses Filetstücks am Wasser. Leicht vorstellbar, daß manche hier was schickes teures bauen wollen. Loaklpolitik, Sportpolitik, Immo-Gier, alles spielt scheinbar mit. Ja, Potsdam ist eine schicke Stadt.
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Wald wird lichter. Boden ist voll Laub. Unter Laub ist dünne Eisschicht. Man soll nun etwas vorsichtiger fahren.
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Das Wasser ist wieder ganz klar. Enten schwimmen friedlich. Hier machen wir kleine Pause. Tee aus Termoskanne wärmt.
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Der Weg nach Geltow ist momentan fürs Auto gesperrt. Ruhig radeln wir unter den Bäume, von denen ständig die gelben Blättern fallen.
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Am Restaurant Baumgartenbrück gehen wir auf die Brücke. Ausblick ist etwas diesig.
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in 10 Minuten ist man im Schloßpark Petzow. Im Sommer kann man hier gut baden. Jetzt ist es sehr ruhig.
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Auf dem höchsten Punkt des Parks wieder eine kleine Pause einlegen und Tee trinken. Es ist schon kalt, auch wenn die Sonne wärmend wirkt.
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Am Schatten ist Raureif. Es sieht winterlich aus. Morgen früh wäre das noch schöner.
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Im Ferch kommt man wieder ans Wasser. Der Weg führt dann entlang Südufer. Es wird weniger sonnig.
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Es gibt auch befahrbare Waldwege/Wanderwege. Wir nehmen heute aber Radweg entlang der Strasse.
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Und angekommen am Fährhaus Caputh. Lokal ist sehr gut besucht, aber zum Glück ein Platz am Fenster zum Wasser frei geworden. Wie immer nehmen wir Kaffee und Pflaumenkuchen. Foto entfällt diesmal. Es ist mollig warm. Fensterscheiben sind beschlagen. Bedienung wie immer nett. Es gibt aber tapfere Leute, die draussen auf dem Terasse Bier trinken bei 0 Grad.
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10 vor 4 fahren wir dann los. Wir wollen Bahnhof Potsdam erreichen bevor es dunkel wird. Es ist nur 8km.
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Kraniche, Sonne und goldgelbe Bäume

Oktober geht zu Ende. Und endlich wieder zur Kranich-Schau. Morgens ist der Himmel trüb, soll sich aber klären. Wir starten von Nauen, Rückfahrt von Kremmen, wie immer. Tagsüber sind viele Kraniche im Nauener Gegend anzutreffen.
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Kaum 5 Minuten vom Bahnhof geradelt, sehen wir erste Kraniche in der Luft. Man ist ganz schnell im temporären Kranichland. Bis Nauen ist gerade halbe Stunde mit der Bahn.
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Wo man sie am besten beobachten kann, sollte man Nabu oder die Einheimische fragen. Sie haben jedes Jahr untertschiedliche Futterplätze, wo Mais gestreut wird. Ich habe meine Standardroute mit Variationen, die nur mit Fahrrad oder zu Fuss erreicht werden kann und somit kaum jemand zu treffen ist.
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Kraniche sind schöne Tiere, vor allem ihre Flugfigur und Formationen sind wunderschön. Sie haben sehr grosse Angst vor Menschen(was haben wir getan!), überfliegen Dich aber oft so nah, daß man sie sehr gut beobachten kann.
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Auf einem Landwirschaftsweg(also Feldweg) lauschen wir die Rufe von Kraniche, die überall her zu hören sind. Das wirkt fast magisch. Und ich bin froh, daß die Menschen mit deisen großen und respektablen Tiere gut zusammenleben können.
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Wir fahren tiefer ins Weideland/Feld. Was man hier sieht, ist alles Kulturlandschaft, was Menschen mühsam gewonnen haben. Vor 200 Jahren war es noch ein unwirtlicher Sumpf hier.
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Prächtig gelb leuchten die Pappel und andere Bäume in der Sonne. Die Wege sind auch voll Laub, ein weicher Teppich zum majestätisches Radeln, langsam schreitend.
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Wir machen Halt, machen auf dem feld Picknik. Türkisches Essen, mit warmem Tee. Die Sonne strahlt noch ihre Kraft. Es ist angenehm warm. Wir bleiben eine Weile liegen und schauen Kraniche vorbeifliegen. Und, ich sehe direkt über uns einen Regenbogen. Regenbogen? Nein, das kann nicht Regenbogen sein. Es steht nicht senkrecht hoch gegenüber die Sonne, sondern liegt flach inmitten des Himmels. Die dünne Wolken brechen die Sonnenlicht in Spektren, so etwas habe ich noch nie gesehen. Das dauerte nur einige Minuten. Als die Wolken wegzogen war es weg.
Jetzt weiss ich, das heisst „Zirkumzenitalbogen“, und sei nicht so ganz selten. Nur, die Menschen schauen selten den Himmel hoch. Vielen Dank für den Hinweis!
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Wir ziehen weiter. Man hört, daß hier auch viel gejagt wird. Es gibt scheinbar einiges zum Jagen. Wir sehen Reh-Familien, Fasan, Hasen.
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Und plätzlich fährt ein Pferdekutsch lautlos auf dem Feld vorbei. Ach er, ich habe ihn schon mal gesehen. Das macht bestimmt Spaß, so spazierzufahren.
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Nächste Halt ist Karolinenhof, bekannt als Wiesencafe. Sie züchten Ziegen und machen Ziegenmildprodukte. Heute esse wir Ziegensahnetorte und Kaffee mit Ziegenmilch, lecker.
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Dorf nebenan Kuhhorst fahren wir heute nur durch. Hier gibt es Relikte von Landwirtschaftsfeldbahn. Das ist heute absolut selten. In benachbartem Ribbeckhorst gibt es auch liegengelassene Schienen der ehmaligen Landwirtschaftsbahn. Eine Bewohnerin erzählte mir einmal, daß sie mit dieser Bahn zur Schule fuhr. Nun, das ist nur für Eisenbahnfreunde interessant.

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Auf einigen felder blühen Raps/Senf. Das wird später mit der Erde vermengt als Düng- wie Auflockerungsmittel. Wir näheren uns Linum an. Unweit von der Autobahn gibt es eine prominente Stelle für die Kranichbeobachtung. Hier ist es immer viel los, auf dem Feld wie an der Strasse. Heute sind niederländische Liebhaber von Kraniche mit proffesionell aussehenden Teleobjektiven! an der Reihe.
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Das ist uns ein wenig zuviel, und wir sind glücklich, Stellen zu kennen, die menschenleer sind. Gleich kommen wir aber Linum an, Mecca der Kranichbeobachtung. Wir wollen hier aber Kürbis kaufen, bei Rixmann’s. Das ist der beste Laden, dn wir kennen, um Kürbis zu kaufen.
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Wir packen 3 Kürbisse ein und fahren weiter, Richtung Kremmen. Die Sonne geht bald unter. In Linum warten die Leute am Nabu in Schlangen, die Abendspaziergang zum teich, wo die Kraniche schlafen, teizunehmen. Hier im Dorf kann man z.B. im „Kleinen Haus“ Platz nehmen, um Kranichzug zum Scchlafplatz zu beobachten. Da wir einen bestimmten Zug in Kremmen nehmen wollen, starten wir heute etwas früher los.
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Diese Strasse ist nicht so viel befahren, die Autos fahren aber schnell. Leider gibt es keine bessere Route. Die Wege nach Bahnhof Sommerfeld statt Kremmen ist ein großer Umweg und leider holprig. Aber wenn man Zeit und ein gutes Lichtanlage hat, ist es icht schlecht.
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Auch Spargeldfeld leuchtet gelden im Abendsonne!
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So ziemlich pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir Kremmen. Auf der Bahnsteig wartet die Bahnhoskatze? den Zug. Ist sie stellvertretender Bahnhosvorsteher, wie in manchen Bahnhöfe in Japan? Oder will sie irgendwohin mitfahren? Oder wartet sie auf ihr Herrchen, der mit dem Zug zurückkommt? In den Zug ist sie nicht eingestiegen. Wenn ich nöchstes Mal da bin, werde ich sie wiedersehen?
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Kranichsaison geht langsam zu Ende. Lokale machen sehr bald Winterpause. Aber Kraniche sind noch genügend dort, vielleich noch 2 Wochen, je nach Wetterlage. Momentan seien noch mehr als 50000 da.