Kategorie-Archiv: Fahrrad

über Fahrräder

corona II

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Eine neue Version von corona; andere Lackierung, andere Anbauteile, etwas frischer, etwas cooler? Dieser Rahmen, der sich vor 4 Jahren von einem alten Motobecane inspirieren ließ, ist schlicht, elegant wie raffiniert. Und das kann nicht jeder Rahmenbauer bauen, also es bleibt einzigartig. Je nach Wunsch kann das Rad recht unterschiedlich aufgebaut werden.
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Vielleicht ist es nicht einfach, wenn man ein Fahrrad in solch ausdrucksstarker Farbgebung sieht, es in einer anderen Lackierung vorzustellen. Es ist aber in vielen unterschiedlichen Farben möglich. Versuchen Sie mal, das Rad in anderen Farben vorzustellen.
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Wishing a Colorful World

Dunkle macht ist stark. Aber sie wurde besiegt. Schwarz, Weiß, Silbermetallic, diese Zeit ist beim Autos passé. Renault war der Vorreiter und zeigte mutig französisch chicke Welt der Vielfarben. Dann kam der Italiener, Japaner und Koreaner. Nun folgt sogar deutsche Autoindustrie. Volkswagen preist dessen Senfgoldmetallic o.ä. als superschön. Ähnliche Farben gab es bereits bei Renault, Honda u.a. Nun gut. Bunter desto besser für mich, denn man zeigt die Flagge und eigenen Geschmack statt Einheitsfarbe als Nummer sicher(ja der Wiederverkaufswert!!). Diese Gelb-Orange-Gold mit Grünschimmer ist eine changierende Farbe, wirkt ein wenig mysteriös und grandiös auf Fahrradrahmen.
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Designer, Archtekt, ziehe Deine schwarze/anthrazite Klamotten aus! Hab keine Angst, als daneben betrachtet zu werden. Guter und sicherer Geschmack bleibt sichtbar, auch wenn es kunterbunt ist. Natürlich, hier wird mehr Gedanken wie Können verlangt, aber gerade das macht doch Spaß, oder?
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Kunterbunt bedeutet bei mir nicht nur die Farben. Auch einzubauende Teile mag ich bunter Mix. Hier älterer Campa Kurbel(sorry, ich habe die Zähne rausgedreht), auch älteres Shimano Schaltwerk, neue Bremshebeln mit alten Weinmann Mittelzugbremsen, Reflektor von Cat Eye, als die Firma noch Tsuyama hieß, SR-Vorbau, Gilles Berthoud Blech usw.

Hier muß ich auch an Teilhersteller apellieren, die alles in schwarz zu produzieren, vor allem Shimano, der nicht nur dunkel, sondern auch immer unschönere Teile rausbringt, anders zu denken. Silber wäre selbstverständlich. Aber ich würde wieder eloxierte Teile einbauen. Gibt es nicht die Möglichkeiten, weitere Eloxalfarben zu entwickeln? Oder Teile lackieren. Letzte 20 Jahre werde ich als verlorene Zeit bezeichnen, wenn es um die Farbe geht. Man hat es ignoriert, aus Produktionsgrund, denn es ist einfacher, eine Einheitsfarbe(ich meine schwarz) überall durchzudrücken. Das ist aber vorbei. Ich wünsche eine farbenfrohe Welt kommen, die geschmackvoll ist und mehr Freude bringt.
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Danke fürs Vorbeikommen!

Danke schön für zahlreiche Besuche beim unseren Sale-Weekend! Kommende Woche werde ich und Kollege Dan damit beschäftigt, Umbauten zu erledigen. Bereits heute hat Michael, unser Freund und der Supermechaniker, einen Umbau fertiggestellt. Der neue alte Rahmen ist Motobecane Super Champion mit Reynolds 531 Rohrsatz. Viel Freude damit!
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Alte Rahmen haben ihre Charme und Qualitäten. Auch wenn der Umbau oft komplizierter ist als neuen Rahmen/Teilen(vor allem bei alten Französen), sind sie doch recht reizvoll.
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Auch wenn solche Veranstaltung für uns mit Anstrengung verbunden ist, werden wir das wieder machen, spätestens nächstes Jahr, im Vorfrühling. Flohmarkt für Teile werden wir auch im Spätherbst veranstalten, evtl. auch vor Sommerverien. Ich werde sie rechtzeitig informieren.
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Keller voll, Sale Weekend an 17. + 18(Sa. + So.) 03.

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Ich muß im Keller Platz schaffen, mache dafür Ein Verkaufswochenende mit Musterrädern und Gebrauchträdern. Musterrädern wurden bereits probegefahren, daher als gebraucht einzustufen, auch wenn sie neuwertig sind. Auch einige Gebrauchträdern sind da. Außerdem gibt es machne Rahmen, die darauf warten, aufgebaut und losgefahren zu werden.
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Räder, deren Rahmen von mir lackiert wurden, um Farbkombination auszuprobieren, kann ich für die Lackierung keine Gewährleistung geben. Das ist das einzige Kleingedrückte. Dafür sind die Preise viel günstiger als Constom/Wunschaufbau/Maßanfertigung. Die Räder werden verkauft, so wie sie sind. Grundsätzlich ist der Umbau möglich(Aufpreis), aber ich habe momentan keine Zeit dafür. Umbauwünsche werde ich erst ab Mitte April nachkommen können. Meine Räder sind alle Unikate(ausgenommen einige normale Gebrauchträder).

Kollege Dan Santucci stellt auch seine Räder. Es gibt auch Teilflohmarkt. Vielleicht findet man etwas, was man sucht oder was einem gefällt. 17. + 18. März, jeweils 12 bis 17 Uhr, in der Danziger Str. 49(Tram 10 Haltestelle Husemannstr.). Come and get it!

Als Orientierung: Rahmen ab 50,-, Räder zwischen 250,- und 900,- so ungefähr. Teile gibt es gebraucht und NOS. Ach ja, leider nur Barzahlung möglich.

ex. Gazelle Rennrad, Farbprobe

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Kenner merken das sofort. das ist ein Gazelle-Rahmen, so um 1970. Ihn habe ich für Farbexperimente benützt, um die geplante Farbgebung eines anderen Rades zu überprüfen. Ich suchte eine Farbgebung, welche etwas british aussieht aber nicht so bieder wirkt, sozusagen sofisticated british.
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Eingebung kommt ja oft plötzlich. In einem Shoppin Mall sah ich Säulen, die in weiß, creme und silber gestrichen waren. Ach schön, ziemlich zurückhaltend und elegant für ein Shopping Center. Das werde ich mal probieren, dachte ich. Ich habe die Kombination so modifiziert, in cremweiß(Permitt), silber(Metallic), und hellgold(natürlich Metallic). Wenn man drei Farben benützen darf, gibt es schon unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Damit könnte ich locker 10 verschiedene Muster lackieren. Als Gestaltungsthema galt nun, britisch, zurückhaltend(aber eindeutig eigensändig) und elegant.
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Zughülle habe ich passend in Permutt-Silber gewählt. Freilich für Anbauteil in Silber. Als Akzent hie und da schwarze Fläche, damit das Ganze nicht zu verschwommen wirkt.
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Auswahl von Teilen ist, wie so oft bei mir, ein totaler Mischmasch. Schwerpunkt diesmal ist Radsatz. Mit einem guten Rahmen(komplett Reynolds 531 butted) und gutem Radsatz hat man fast gewonnen. Rest ist, ganz grob gesagt, weniger wichtig. Felge wie Naben sind von Grandbois, Speichen sind Sapim Race, Reifen sind Panaracer Pacela 32mm(für mehr Komfort). Da der Hinterbau 120mm breit ist, habe ich aus 8-fache Cassette von Shimano eine 5-fache gemacht(mit extra Spacer). Dieser Radsatz ist nicht nur äußerlich klassisch elegant, sondern auch technisch sehr hochwertig.
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Das Rad, Rahmenhöhe 565mm, wartet noch einen Fahrer/-in für feinen geschmack.
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märkisches Fahrrad

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Wünsche und das Konzept war klar. Ein Fharrad für märkische Waldwege, die oft recht sandig sind. Dafür wollte man sehr breite Reifen ausprobieren, und einen Rahmen extra dafür. Maulweite der Gabelkrone ist ca. 70mm. HInterbau läßt auch Einbau vom max 70mm Schutzblech zu. Eingebaut wurde 60mm breite Schwalbe Ballonreifen undd 63mm breite SKS Schutzblech. Ich habe vergeblich gesucht nach einem Schutzblech aus Metall in der Breite 63 bis 70mm. Für 26″ Reifen gibt es, aber nicht für 28″. Der Fahrer ist groß, deshalb kam 26″ nicht im Betracht. Sitzrohr ist 62cm hoch. Das Rad ist groß(größer als die Fotos vermitteln), wirkt aber nicht übermächtig, da es schlicht gehalten und filigrane Teile eingebaut ist. Trotzdem ist es ein schweres Brocken. Ich habe es nicht gewagt, das Rad auf die Waage zu stellen(das werde ich doch machen. Nun hab ich es gewogen, knapp 16kg!). Rohrsatz ist obersized, was man bei dieser Rahmengröße gar nicht merken kann. Sitzposition ist recht komfortabel, fast aufrecht.
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Rahmen und Gepäckträger wurde gepulvert. Schtzblech naßlackiert, alles in RAL 3007 Schwarzrot, was schkoladenähnlich Farbe ist, und wirkt klassisch. Sie ist an sich eine dunkele Farbe, bekommt aber je nach Lichteinfall Farbschimmer und wirkt nicht schwer.
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Antrieb ist Alfine 8fach. Auf den sandigen Wege ist Getriebenabe besser und leichter zu warten. Bremsen habe ich Canti ausgesucht, da sie silber sein soll. 100kg Gewicht(Fahrer + Fahrrad zusammen) kann sie gut bremsen, denn Brandenburg ist nicht Schweiz. Auf die Lichtanlage wurde verzichtet, denn Im Wald fährt man lieber nur im Tageslicht. Der eingebaute Ständer ist vielleicht nicht der schönste, aber stabil und lang genug für dieses Rad.
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Ich wünsche viel Freude bei Spazierfahten in märkischen Wäldern.
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Revolution um 1900


Das zeigt eine öffentliche Veranstaltung von Damenfahrradclubs in London 1899. Wenn man die Geschichte nicht kennt, sieht es vielleicht nur amüsant aus. Bis die „Safety“-Räder entwickelt wurde (das ist so ungefhär 1885), war das Radfahren auf Hochrad für Frauen fast unmöglich. Damit fuhren nur Artistinnen und ganz wenige Einzelpersonen, die keine Angst vor schlechten Ruf hatten.
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Das änderte sich schlagartig, als „Safety“-Räder mit pneumatischen Reifen auf den Markt kamen. Mit dem Herrenrahmen(Diamantrahmen) hatten die Damen Probleme, denn ihre Kleidung damals war ausgesprochen ungeeignet zum Radeln.
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Hosen tragen war undenkbar. Viel Beine zeigen war auch unmöglich. Gesellschaftliche Konvention waren sehr streng. Wenn man eigenen Ruf als Dame nicht ruinieren wollte, mußte man auf Radfahren verzichten. Bloomers mit Wollstrumpfe, die manche progressive Frauen trugen, wurde von der Gesellschaft nie richtig akzeptiert. Nur die Frauen, die Rennen fuhren, hatten sozusagen Kniebundhosen mit Wollstrünpfe an, weil sie Räder mit Herrenrahmen fuhren. Aber bald kam das Aus für Damennradrennen in vielen Ländern(auch in Deutschland), ausgerechnet weil die Radfahrerverbände Damenrennen verboten haben.
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Da kam aber Fahrradindustrie zuvor und stellte Damenrad vor. Das konnte man auch mit langem Rock fahren. Damit wurde der Damm gebrochen. Plötzlich wollten alle Frauen, nicht nur jung, Fahrrad fahren. Der innere Wünsche mußten sehr groß gewesen sein.
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Nun mußten die Frauen sich von Korsett befreien. Das Teil ist genauso schlimm wie Burka oder Fußbinde. Als Walzer und Galopp en vogue war, sind die Frauen beim Tanzen reihenweise ohnmächtig geworden, wegen Korsett! Das Zeug machte tiefes Atmen unmöglich. Ironischerweise wollten meisten Frauen selbst von dieser Kleidung nicht trennen. Es war Zeichen weiblicher Eleganz, die sie so aktiv betrieben hat(um Männer zu gefallen, einfach gesagt). Kompromisslösung wurde gesucht, um Konvention nicht allzuviel zu strapazieren, aber trotzdem praktischer und fahrtüchtig zu machen. Es hat einige zeit gedauert, bis die Frauen sich von Korsett gänzlich befreit haben.
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Damenfaahrrdclubs wurden gegründet. Innerhalb 10 Jahren bis 1900 ist das Radfahren bei Frauen so populär und fast selbstverständlich geworden. Das war eine Revolution. Dazu einige Zitaten:

„Das blitzschnelle Dahinfliegen durch eigene Kraft bietet ja besonderes der Anfängerin einen wunderbaren, fast zauberischen Reiz. Wer von uns hätte sich nicht schon gefreut, wenn es ihm gelang, einige gemächlich dahintrollende Sportskameraden „abzusägen“ und dann vergebliche Versuche derselben, der schneidige Fahrerin zu folgen abzuschütteln.“ (Amalie Rother, 1897)
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Tillie Anderson Shoberg wears a costume worn by women cyclists in the early 1890s. Shoberg was known as "Tillie the Terrible Swede." An immigrant from Sweden, Tillie was known as the best female bicyclist in the late 1800s. She competed until 1902 when the League of American Wheelmen banned women from racing. Photo circa Aug. 27, 1935. (Chicago Tribune historical photo) ....OUTSIDE TRIBUNE CO.- NO MAGS,  NO SALES, NO INTERNET, NO TV, CHICAGO OUT, NO DIGITAL MANIPULATION...

Tillie Anderson Shoberg wears a costume worn by women cyclists in the early 1890s. Shoberg was known as „Tillie the Terrible Swede.“ An immigrant from Sweden, Tillie was known as the best female bicyclist in the late 1800s. She competed until 1902 when the League of American Wheelmen banned women from racing.

„Das Bicyle hat zur Emanzipation der Frau…. mehr beigetragen als alle Bestrebungen der Frauenbewegung zusammen.“ (Rosa Mayreder,österreichische Frauenrechtlerin, 1905)
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„Ich glaube, daß die Benutzung von Fahrrädern dabei ist, unsere Sitten tiefgreifender zu verändern, als man sich allgemein noch im Zweifel ist. Alle diese junge Frauen, all die jungen Mädchen, die losfahren und den Raum erobern, hängen einen Großteil des häuslichen Lebens, des Familienlebens an den Nagel.“ (Sarah Bernhardt, 1896)
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„Wenn irgend etwas den deutschen Charakter ändern kann, so ist es die deutsche Frau. Sie selbst ist dabei, sich sehr rasch zu verändern – fortschrittlich zu werden, wie wir sagen. Noch vor zehn Jahren hätte keine Frau, die ihren guten Ruf hütet und noch auf einen Ehemann hofft, ein Fahrrad bestiegen. Heute sausen sie zu tausenden durch die Lande. Die alten Leute schütteln die Köpfe über sie; aber die jungen Männer, stelle ich fest, holen sie ein und fahren an ihrer Seite.“ (Jerome K. Jerome, 1899)
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„Offenbar lernt jede Frau in London, Fahrrad zu fahren. Die Straßen und Parks hallen von den Schreien wieder,,“ (Jerome K. Jerome, 1895)

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Pierre et Marie Curie devant leur maison de Sceaux en 1895 /photo Boyer-Viollet /sc


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„Ihm verdankt unsere Frauenwelt die freiere Stellung, die sie heute in der Öffentlichkeit wahrnimmt. Das Fahrrad holte die Haustöchter vom Strickstrumpf und hinter dem Kochtopf weg und führte sie mit Bruder und Freund hinaus in die freie Natur, machte unsere Mädels frei von der ständigen Aufsicht der Mütter und Tanten und erzog sie zu selbständigem Handeln. Unsere Frauen sollten daher dem Fahrrad ein Denkmal setzen, denn es hat gerade für sie so viele alte, hemmende und hindernde Vorurteile, so vieles, was sich, Gott weiß aus welchen Gründen, nicht schickte, vom alten wurmstichigen Thron gestoßen, hat unseren Mädchen die Möglichkeit gegeben, sich außerhalb des Hauses frei zu bewegen und hat damit auch den Boden für die freie Berufstätiggkeit der Frau geebnet.“ (Georg Hermann, 1901)
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Alle Zitaten hier habe ich aus den Büchern von Herrn Lessing entnommen, alle Fotos/Bilder aus dem Netz.

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Freilich war Radfahren erst nur für gut situierte Damen(und natürlich Herren) vorbehalten(wie viele Fotos das deutlich zeigen). Fahrrad war teuer. Aber es wurde rapid preisgünstiger so daß 1910 fast jeder in Deutschland Fahrrad leisten konnte. Das vergrößerte den Kreis radfahrenden Frauen sehr schnell.
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Und, merkt man, daß diese Art Damenräder seit 120 Jahren kaum geändert heute noch angeboten werden?

Es gibt auf dem Netz einige Sites, di sich auch mit der Geschichte des Damenradfahrens beschäftigen:
http://www.oldbike.eu/emancipation/?page_id=1474
https://cyclehistory.wordpress.com/2015/01/30/women-on-the-move-cycling-and-the-rational-dress-movement/
http://www.sheilahanlon.com/

Reh sucht Ricke

Auch für kleinere Personen ist die Rahmenform MERAL eine schöne Rettung.Für Schrittlänge von 72cm müßte man bei normalem Diamantrahmen max. 47cm Rahmenhöhe berechnen, um über den Oberrohr stehen zu können(28″ Bereifung). Bei MERAL-Rahmen kann man problemlos 50 oder 51cm Rahmenhöhe gewähren, damit die Proportion ausgewogen bleibt. Eine ausgezeichnete Lösung für diejenige, die auf Vorteil von 28″ Bereifung nicht verzichten möchten.
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Nicht nur für den Alltag, auch für mehrtägige Radreisen soll es eine hübsche Begleiterin werden. Dafür wurde der Gepäckträger zusammen mit der Tasche extra passend entworfen.
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Antrieb wie Verzögerung ist bestückt mit hübschen aber praktischen Teilen so daß trotz klassischem Aussehen ein Problemloser Betrieb im Alltag gewährleistet wird.
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Rando-Lenker von Grandbois, zusammen mit Dia-Compe Guidonett /Hand Grip, verspricht eine komfortable Körperhaltung.
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Farbgebung finde ich ausgesprochen französisch und dezent, ist eine hübsche Ricke geworden.
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Pane, Amore e Fantasia, 1953 IT

1950er in Italien, dort fuhr jeder Fahrrad. In Kinofilme aus dieser Zeit, vor allem wenn es volksnah sein sollte, spielte Fahrrad oft eine wichtige Nebenrolle. Hier in diesem Film auch. Hauptfigur(Vittorio De Sica), der aus der Stadt versetzte Polizeichef, fährt ein Fahrrad mit Hilfsmotor, weil es sich in einem bergischen Dorf(gedreht in Castel San Pietro Romano) spielt. Über dieses Fahrrad komme ich später zurück,, In den 60er spielt das Fahrrad seltener eine Rolle in Kinofilme. Statt dessen wurde Automobil und Motorrad als wichtige Liquisite herangenommen.
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Der Polizeichef versucht bei einer attraktiven Hebamme Annarella, ihr Interesse zu gewinnen, was schließlich auch gelingt. Dafür bewirkt sein Fahrrad ganz aktiv mit. Ohne Fahrrad wird dieser Film gar nicht funktionieren. Die Szenen, in den er Annarella von ihr zur Geburtenhilfe und zurück auf seinem Rad fährt, sind knisternd erotisch(vielleicht heute nicht mehr, aber in den 50ern bestimmt sehr), auch wenn sie sich seinem Interesse lange widersetzt. Auf youtube habe ich nur Fragmente gefunden. Es gibt DVD in Deutsch unter „Brot, Liebe und Fantasie“.
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Fast 40 Jahre später gibt es eine nachahmende Szene auf „Stanley & Iris“ zu zweit auf einem Rad. Natürlich kommt man näher.

Und sein Fahrrad, vielleicht ein Legnano, hat einen Hilfsmotor, Mosquito von Fa. Garelli, oder ähnliches(bin nicht sicher). Dieser Hilfsmotor war nachträglich einzubauen, wurde an sehr vielen Rädern eingebaut, wie Bianchi, Legnano u.a. Er hatte lange Produktionsdauer, ab 1938 bis 1992 in mehreren Variationen. Er war simpel, leicht und sparsam, und hat die Kraft durch eine Reibrolle an Hinterrad übertragen, wie später auch beim Solex (allerdings an Vorderrad) angewendet wurde. Auch Soichiro Honda hat damit angefangen, Fahrrad mit Hilfsmotor zu bauen. Nun sollte die Entwicklung in eine andere Richtung gehen.
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Es kann ein Vorbild für heutige E-Bikes sein. Nur Abgaswerte waren schlecht. E-Bikes müssen deutlich besser sein als Fahrrad mit Mosquito-Motor. Mit altem Mosquito ausgestatetes Fahrrad in einem guten Zustand ist heute begehrtes Sammlerobjekt.
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beflügelt durch die Stadt

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Ein moderner Stadtflitzer, der schnelles und elegantes Fahren in der Stadt ermöglicht. Beinah ein rennrad, aber mit stadttauglicher Geometrie, Bereifung und auch Platz für Schutzblech. Das ist doch eine geeignete Gelegenheit, mit Nico von Cicli Bonanno zusammenzuarbeiten. Nico spezialisiert sich auf schnelle und leichten Rennradrahmen, in TIG-Verfahren. Das Rad ist nicht ganz Rennrad, aber mit ihm kann man auch schnell und flink fahren. Rohrsatz ist Mischung von Columbus Spirit und Zona, alles obersized(Oberrohr 31,8, Unterrohr 35,0, Sitzrohr 33,5, Steuerohr 36,0mm), Der Rahmen ist für die Größe(615mm) recht leicht. Lackiert wurde in zurückhaltender Blau Metallic bei Velociao. Das ganze Rad wirkt schlicht und modern, ist aber extravagant und hat auch nette Details. Hauptröhre wurden TIG-geschweißt. Streben, Ausfallenden, Gabel sind hartgelötet. Es ist eher eine Ausnahme, daß Nico auch Gabel aus Stahl baut. Carbongabel lehne ich für täglichen Stadteinsatz ab.
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Gewünscht wurde auch Bullhornlenker. Das mit normaler Schalt- u. Bremseinheit zu kombinieren ist nicht so einfach. Ich hätte auch normalen Rennlenker abschneiden können. Ich fand aber einen geeigneten Bullhornlenker mit Aeroform, der nur poliert werden mußte.
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Radsatz besteht aus blauen Felgen(Rigida DP18 in NOS), hintere Nabe Campa Veloce, vordere Nabe Shimano Ultegra. Reifen sind Continental Contact Speed 32mm. Hierzu paast noch Schutzblech von Curana oder Pelago, wenn es später gewünscht wird.
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Antrieb ist Campagnolo Veloce, hauptsächlich aus dem Grund, weil es silber ist. Wenn Shimano Antrieb/Transmission in Silber hätten, würde ich auch nehmen. Ursprünglich hätte man eine 1×10-fach Schaltung gedacht, aber 2×10-fach wird nicht schaden, vor allem wenn man mit dem Rad auch Touren macht.
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Ein beflügelnd inspirierendes Stadtrad, das alltägliches Radeln Freude bereiten wird. Ich hoffe, es kommt bald wieder Gelegenehit dazu, mit Nico von Cicli Bonanno zusammenzuarbeiten.
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