Kategorie-Archiv: Fahrrad

über Fahrräder

Heidemann Super 30

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So sieht vielleicht ganz normal aus, dieses Fahrrad. Aber Boden bis Oberrohr(mitte) ist 90cm, Boden bis Satteloberfläche 107cm. Das ist ein Rad für großgewachsene Menschen ab 1,9m. Heidemann Super 30 aus den 80er Jahren ist mit 30 Zoll Radsatz ausgestattet.
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Continental hat nur für dieses Rad Reifen hergestellt, 37-700. Und das ist auch der Schwachpunkt diesese Rades heute. Denn die Produktion dieses Reifens wurde 2002 beendet. D. h. man muß viel Mühe um Ersatzreifen geben, wenn einer verschlissen ist. Classic-Velo hat ihn im Sortiment, aber dort kostet ein Reifen fast 100,- Euro! So käme es nur für den Liebhaber in Frage, für den Reifen so viel Geld auszugeben. Das ist vielleicht auch so gedacht.
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Wenn die Menschen weiter größer werden sollten, würde solches Fahrrad wieder produziert? Mal abwarten.
Heidemann mit 28 Rad
Eine einfache Lösung, um das Reifenproblem umzugehen, ist Umtausch mit 28″ Radsatz. Das sieht aber proportional nicht gut aus.

Geometrie

Vielleicht gibt es eine Art Glauben, modernes Rennrad als Zenit des Fahrrads und als das Beste überhaupt zu betrachten. Sicherlich wird in diesem Gebiet sehr viel Forschung betrieben, weil dort auch viel Geld fließt. Auch wenn Rennrad sehr hohe Leistung mit sich bringt, ist es spezifisch für heutiges Rennen konzipiert(ausgenommen die Möchtegernerennräder). Und das braucht nicht jeder Radfahrer,, oder nur die wenigste.
Peloton
Die Geometrie von Rennrädern wird heute so gewählt, daß der Fahrer im dichten Peloton ständig agil auf Umgebung reagieren und dynamisch eigene Position einnehmen kann. Diese Eigenschaft könnte für vielen Fahrer, die sich an keinem Rennen teilnehmen, sondern lediglich sportlich fahren wollen, zu nervig sein.
skelton 1900 to 1980
Hier ist ein Bild vom Geometrievergleich, gefunden auf dee Blogseite von Cambio Workshop, bekannt durch deren Schaltwerkbücher. Gezeichnet sind 3 Räder, Gewinnermaschine von Tour de France 1903(Fahrer Maurice Garin, Fahrrad La Française), Bahnrad von 1908 aus Lyon und Cinelli Super Corsa von 2018. Die Geometrie von Super Corsa blieb seit Mitte 60er fast unverändert. Damals hat dieser Ital-Renner die Rennszene dominiert und war der Beginn des italienischen Siegeszuges im Strassenrennen. Diese Bild zeigt deutlichen Unterschied in Geometrie, vor allem im Radstand, Gabelwinkel, Sitzrohrwinkel sowie Vorlauf.
Garin La Francaise 1903
Maurice_Garin,_vainqueur_de_la_course_Paris-Brest_(1901)
Erste Tour de France 1903 hat man auch nicht so langsam gefahren(auch ohne Schaltung, ohne Vorderbremse), aber damals fuhren sie nicht so dicht zusammen. Daher reichte eine Geometrie, die viel mehr auf stabile Geradeauslaufen konzipiert wurde.
Tour 1904 rennen
Das 1908er Bahnrad hat kleine Tretlagerabsenkung. Das ist typisch für Bahnrennen, um schnelles Beschleunigung zu ermöglichen. Gabelwinkel ist auch steil für diese Zeit, das ergab sich auch wegen der verlangten Eigenschaft auf Radrennbahn.
Tour 1904
Wer zum ersten Mal solch altes Rennrad fährt, kann sich nach kürzester Zeit an dessen Eigenschaften angewöhnen. Sehr wendig sind sie nicht, man kann trotzdem ganz normal fahren. Es kann sogar angenehm sein. Manche mögen solche Fahreigenschaft und lassen Neuräder in ähnlicher Geometrie bauen.
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Ein Freund in Berlin hat neulich bei Robert(Big Forest) solches Rad bauen lassen. Sehr simple, aber sehr eigenständig und markant. Und er sagt, das Rad fahre sehr gut und ziemlich normal wie komfortabel.

26″ Compact City Bike

Noch ein Fahrrad mit Rot-Weiß-Schwarz,, SHimano hatte in den 90ern mit der Marke Longus gute MTBs und Tandems angeboten. Diesen Rahmen habe ich einem Stammkunden verkauft. Er hat ganz schnell ein Rad zusammengebaut, mit z.T. schönen Teilen von Damals, und deutlich mit seiner Handschrift, was ich gut finde.
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So ungefähr ist auch meine Vorstellung vom idealen Stadtfahrrad. Vielleicht etwas aufrechtere Körperhaltung für nicht ganz sportliche Fahrer. Kompakt, funktionell, vielseitig und hübsch. Mein 26″-Projekt muß ich weiterverfolgen.

Majakowski, oder Tancho?

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Ein sportliche Damenrad, recht puristisch, aufgebaut mit ausgesuchten guten Teilen.
Z.B. Dia Compe Inverse-Bremshebel. Hochwertig verarbeitet und klassisch schön. Auch passt dem Innendurchmesser von Velo-Orange-Lenker, weil dieser Hebel in 2 Versionen gibt, für ø16- 18mm, und für ø20mm. Bremsen sind auch von Dia Compe, sauber verarbeitet und leicht einzustellen. Steuersatz von Dia Compe, Innenlager voon NECO, Vorderradnabe von Novatec, Shimano Aofine 8, Felgen sind sUN RIMS CR18 poliert, Conti Sport Contact 32mm. Guter Rahmen, guter Radsatz, das sind Voraussetzung für ein gutes Fahrrad.
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Der Rahmen ist maßangefertigt. Leicht aber nicht zu dünne Röhre, denn sie möchte später Kindersitz anbringen. Geometrie wurde so ausgelegt, daß man sportlich aber komfortabel fahren kann. Langer Steuerrohr(170mm) ermöglicht es.
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Ich habe diesmal ganz klar den Schalthebel von Microshift vor Shimano Originalhebel vorgezogen. Shimanos Hebl hat fast 4fache Volumen und nicht schön. In Kombination mit Inversebremshebel ist es sowieso problematisch. Schalhebel und Klingel, also Bedienteile, sind am Vorbau befestigt so daß ganze Breite des Lenkers für unterschiedliches Greifen zur Verfügung steht.
Ich verstehe Shimano nicht so wirklich, warum sie manche Teile so gestalten, rätzelhaft.
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Farbgebung ist auch konsequent. Sie trägt nur schwarz und weiss. Das Rad genauso. Aber als Akzent rotes Lenkerband, und ein kleines rotes K am Sitzrohr. Schwarz, Weiß und Rot, das erinnert mich an Majakowski, russischen Futurist, aber auch an Tancho-Kranich oder Tancho-Koi-Karpfen. Für regnerische Tage kommt SKS-Rece Blade in matt schwarz zum Einsatz.
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Claud Butler „New Allrounder“ 1954

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Allrounder ist schon ein verdächtiger Begriff. Ist das eine Art VW Golf, mit dem man so ziemlich alles erledigen könnte? Geometrie ist sicher für damaliges Verständnis ein universeller Standard (wahrscheinlich 72°/72°). Es ist eher britisch als kontinental. Muffen sind doch aufwendig ausgeführte Bilaminates. Claud Butler ging 1956 Pleite. Einige Jahre im voraus gingen manche Spitzenrahmenbauer bereits weg, da der Untergang des Imperiums bereits sichtbar war.
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Dieser Rahmen war teilweise rostig wie so oft bei britischen Rahmen, denn es ist feuchter dort. Rost wurde sorgfältig entfernt, Innenraum mit Wachs versiegelt, die Oberfläche Phosphorbehandelt, bevor er grundiert/lackiert wurde.
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Lackierung ist Cremeweiss mit Perlmutt, Rot- und Bronzetöne mit Metallic. Also keine damalige Farbgebung. Trotzdem soll sie traditionell britische Farbgeschmack widerspiegeln.
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Dazu kommen NewBaum Lenkerband in Violette, Bremszughülle in Rotbraun. Insgesamt etwas bunt und leicht kitchig? Ich würde meinen, es sieht britisch aus.
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Briten lassen oft ihren Rahmen umbauen, um ihn mit zeitgemäßen Teilen bestücken zu können. So v erändert sich ein Rahmen durch die Jahrzehnte. Bei diesem Rahmen sind die Anschläge f. hintere Bremszug original, aber ich wollte Bremszughülle durchgehend haben so daß ich sie mit Schellen befestigt habe. Aber die hintere Ausfallenden mit Schaltwerkauge könnten spätere Umbauten sein.
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Auch ich bestücke diesen Rahmen relativ freizügig, ignoriere historische Reinheit. Eine Kombination von Huret Alvit Schaltwerk und Simplex Hebel ist schon ein wenig hart. Dazu ein Sugino Kurbel, SOMA-Pedale, Grandbois Steuersatz, Silk Vorbau, Philippe Lenker, Kerzenstütze von heute, Brooks B17 von heute, Normandie Naben und Super Champion Felgen, Conti GP Classic Reifen, also eine recht bunte Mischung, die einen stimmigen? Eindruck verleihen soll.
Mir ist aber ein ganz klarer „Fehler“ unterlaufen,,, Kenner werden es finden.
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Natürlich ist das Rad nicht fürs Rennen, auch nicht für den Alltag. Eher für Spazierfahrten, wie zur Eisdiele oder Café hin und zurück, oder an die Wand im Wohn-/Arbeitszimmer.

Opas Peugeot

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Großvater von Axel war ein beständiger Radler. Er radelte täglich seitdem er Rentner wurde. Er radelte bei Sonne und bei Regen, kam zum Essen zurück, und schlief. Das war sein Tagesablauf. Sein Peugeot, PX10, begleitete ihn lange Jahre(davon hatte er 2 Stück. Eins ist leider verschollen). In der Erinnerung von Axel ist sein Opa und Peugeot eine untrennbare Einheit.
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Vor 25 Jahren, lange nach dem Opa gestorben war, wurde der Originallack zum Opfer des zeitgemäßen Designbewußtseins. Der Rahmen wurde in matten grau lackiert, dazu noch nicht genügend(oder gar keinen) Härter reingemischt so daß der Lack nie fest wurde. Nach diesem Desaster verschwand das Rad ins Keller und fiel in langen Dornröschenschlaf.
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Wäre das Rad in ewige Vergessenheit versunken, wenn nicht seine Schwester sich daran erinnerte, daß Opa ihr das Rad vermachtet hatte. Nun, mußte Axel schnell ins Keller und das Rad ins Tageslicht bringen. Der Lack hat sich mittlerweile auch ohne Härter gehärtet, aber wie Elefantenhaut mit vielen Falten. So kann man das Rad nicht seiner Schwester übergeben,, Nu, es soll in die Schönheits-/Verjüngungskur geschickt werden.
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Es war ursprünglich weiß, das wußte Axel noch genau. Da es nicht aallzuviel kosten darf, schicken wir den Rahmen zum Pulvern. Verkehrsweiss, ziemlich das weisseste in RAL-Farben. Dazu schöne Aufkleber drauf, auch Head Badge, was längst verlorenging. Steuerrohrmuffen, die eigentlich schwarz gewesen sein müßte, lasse ich weiss. Ich muß Zeit und Kosten sparen. Aufkleber drauf, sieht der Rahmen sofort nach Peugeot aus. Peugeot-Grafik ist wirklich markant und gut. Das motiviert mich auch, das Rad aufzubauen.
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Natürlich sollen möglichst viele Originalteile eingebaut werden. Ein Erinnerungsstück soll es bleiben, was einige Geschichten vom Großvater erzählen würde. Aber problemlos fahrtüchtig soll es werden, denn eine Großenkelin soll das Rad fahren, bald, wenn sie noch ein wenig größer wird. Nun überlege ich, was bleiben und was ersetzt werden soll.
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Radsatz von und hinten sind unterschiedlich. Das zeigt eine lange Geschichte dieses Rades und das bleibt so und wird nur gerichtet. Innenlager hatte Spiel. Vorsichtshalber wird er ersetzt durch NECO-Lager mit französischer Schale(das ist ein Glück für Französen-Fans, daß so etwas gibt). Schutzblech SKS in Champagner Farbe ist ziemlich verbogen. Das wird ersetzt durch Bluemels Classic in Schwarz/Silber. Alu-Trainingsbügel machte etwas müden Eindruck, so daß er durch ähnlichen Velo Orange Lenker ersetzt wird. Für junges Mädchen ist Weinmannbremshebel zu groß. Er wird durch damengerechten Teatro Inverse-Hebel ersetzt. Lenkerendschalthebel wandert deswegen zum Unterrohr. Kerzensattelstütze wird durch einfacher zu handhabende ersetzt. Die einseitige Campagnolo Rennpedale(Opa war ein richtiger Radler) wird durch Leotard Promenade-Pedale ersetzt. Natürlich werde die Reifen ersetzt, diesmal kostengünstige und gut aussehende HALO. Original-Schläuche waren noch dicht, so sie bleiben. Lenkerband wird NewBaum, was zweifach gewickelt wird, um den Komfort für Hände zu erhöhen. Zughülle wäre natürlich schwarz. Aber für ein Mädchen nehme ich hellgrau und versuche, den Gesamteindruck ein wenig heller zu machen.
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Mit dem Polieren von Teilen war ich zurückhaltend. Ich habe sie gereinigt, und mäßig poliert so daß sie nicht allzu neu aussehen. Opas Brooks-Sattel ist der Zeuge der Zeit, als er täglich geradelt hat, bei Sonne und bei Regen. Ich hoffe daß die Großenkelin, die weder Großopa noch sein Rad kennengelernt hatte, das Rad mögen wird.
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Eine Restaurierung nach persönlicher Geschichte und Erinnerung, techinikhistorisch nicht korrekt.

Claud Butler, track 1942

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Ein Bahnrahmen von Claud Butler, Jahrgang 1942. Sicher ist dieser Rahmen für heutiges Verhältnis zu comfortabel/weich für die Bahn. Aber für den Winter, wenn die Strassen draußen trocken sind, wird er ein gutes Übungsrad. Lackierung könnte original sein, aber eher spätere Arbeit. Briten lassen ihre Räder öfters umarbeiten/umlackieren. Aufbau ist mit Teilen aus den Mottenkisten. Natürlich ganz brav mit Bremsen aufgebaut. Der Rahmen war bereits dafür vorbereitet gewesen. Steuersatz ist sozusagen semi-integral.
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Clubleben, 50er in Frankreich

50er Jahre in Frankreich, das war eine der Höchblüten in der Fahrradgeschichte. Es geht wieder aufwärts, das Leben macht wieder Spaß. Clubs florieren, Viele machen Fahrradurlaub. Viele Fahrradmacher wetteifern mit der Innovation.
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Zufällig bekam ich viele wunderbare Fotos von Radclubleben damals. Der Großvater von meinem Freund Christian, Louis Mathis, war Franzose und ein Mitglied der UVA (Union Véocipédique Argenteuillaise). Argenteuil ist ein Banlieuebezirk im Nordwesten von Paris. Er fuhr auch Paris-Brest-Paris, Raid Pyrénéen u.a., also ein aktiver Sportler. 1951 fuhr er Paris-Brest-Paris, in 88H42(409, MATHIS, Louis, Union Vélo. Argenteuil). Sein Bruder Gaston Mathis führte damals diesen Verein 1951 bis 57. UVA wurde 21. September 1931 gegründet und als 36. Club beim französischen Radsportverband FFCT (Fédération française de cyclotourisme) registriert. Bei der FFCT sind mittlerweile 3.100 Clubs registriert.
Dieser Verein stand damals näher zu René Herse. Wahrscheinlich weil Alex Singer, der geografisch auch ganz in der Nähe stand(und immer noch steht) einen quasi eigenen Verein ACBO führte(und noch führt).
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Und Clubleben beschränkte sich nicht auf Radfahren. Es gab ständig Grunde zum Feiern, oder Ball, Exkursion, Wandern usw. Clubs hatten für starke soziale Bindung gesorgt.
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Ich werde diese wunderbare Fotos einfach kommentarlos zeigen. Sie duften regelrecht nach 50er Jahre. Viele schöne Räder wie interessante Details sind zu sehen. Ach ja, auf irgendeinem Foto ist René Herse auch dabei. Und wie die Amateure sich damals kleideten, ist auch interessant. Trikot mit Sponsoren-Logos trugen nur Profis.
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Oben ein wunderschönes Herse-Tandem, unten eine Kontrollkarte beim Brevet, von Gaston Mathis.
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Diese Fotos aus Golden Age stammen von der Enkelin Gaston Mathis und von Catherine Deheeger. Ihr Vater Jean Deheeger und ihre Mutter Arlette, die Tochter von Gaston Mathis, waren ebenfalls Mitglied der UVA. Herzlichen Dank an Christian, der mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat, und selbst ein guter Rennradfahrer ist. Er sagt „Bereits in dieser Epoche stand in Frankreich der Wunsch, Radfahren im Geist von Geselligkeit und Solidarität zu praktizieren, im Vordergrund. Ich habe einige der Radfahrfreunde meiner Großeltern kennen gelernt und kann das nur bestätigen.“

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Ein Stadtflitzer, mit dem man auch kleine Touren machen kann, so war der Wunsch des Auftraggebers. Ich ging auf die Suche nach geeigneten Rahmen auf dem Gebrauchtmarkt, denn er soll nicht zu teuer sein. Gute tourentaugliche Rahmen sind relativ selten. Fundig wurde ich wieder in Großbritanien. Ein Rahmen, der 2002 bei Argos gebaut wurde. Bei Argos, Bristol, wird immer noch Rahmen gebaut, und es ist bekannt für die sorgfältige und saubere Arbeit. Aber Hauptgeschäft heute liegt in Restaurierung von Vintage Rahmen.
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Rohrsatz ist Reynolds 725. Der Rahmen ist leicht und sauber verarbeitet. Ein Ständerplatte wurde bei Hinoki-Cycles, Berlin angelötet. Ständer ist für ein Stadtrad/Tourenrad ein wichtiges Teil.
1×7-fache Schaltung mit Dia Compe-Schalthebel genügt völlig dem Zweck. Die meisten Teile hat der Auftraggeber selbst ausgesucht, wie Sachs New Success Schaltwerk, Sugino Kurbel, B&M-/Son-Lampen, Nitto-Vorbau, Velo Orange-Lenker, MKS-Pedale mit Industrielager(superleicht drehend!), ENE-Schutzblech, Conti GP 4-Seasons Reifen usw. Nicht nur der Rahmen, auch die Felgen sind leicht so daß dieses Fahrrad nur knapp 10kg wiegt.
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Das Erscheinungsbild wurde farblich abgestimmt, Rahmenfarbe ist ein blasses Gold mit ganz leichtem Grünstich(Metallic-Flocken), Logo und Beschriftung in goldigem Orange-Ton. Zughüllen im gleichen Orange(Nissen Cable aus Japan). Das Rad heißt „hirundo“, also Schwalbe. Der Auftraggeber ist ein leidenschaftlicher Ornithloge.
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Die Farbe wirkt in der Natur sehr zart, elegant wie edel und gefällt auch mir persönlich recht gut. Fotos sind nleider icht ganz farbecht. Lackiert wurde bei Velociao in Berlin.
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Wir absolvierten die Übergabefahrt auf der Test-Stammstrecke, Werder-Petzow-Caputh-Potsdam, welche verschiedene Fahrbahnbeschaffenheit sowie Auf-und-Abs hat. Zumal ist die Strecke auch schön. Und in Caputh kann man gerne eine Pause einlegen,,,
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Simples Fahrrad

Wenn man sacht in der Stadt bewegen möchte, braucht man kein Hig-Tech-Rad. Ein ganz einfaches Fahrrad wird es genügen. Einfache Technik, Eingang ohne Schaltung, keine neueste und teure Teile, schlichter Rahmen, und trotzdem markant und persönlich.
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Bei diesem Rad ist das Hauptmerkmal eindeutig der Sattel. Ideale 303(der superbequem und recht selten ist), verdeutlicht, daß es sich um ein gemütliches Bewegungsmittel handelt. Zugleich macht dieser Sattel das schlichte Fahrrad so markant und charakteristisch so daß kein weiteres Schnick-Schnack notwendig wird. Dazu gibt das farblich abgesetzte SKS_Schutzblech eine Akzente. Rotbraune Reifen und Zughüllen geben Kontrast zum dunkelblauen Rahmen(Lackfarbe Fiat). Mehr nicht, das reicht.
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Der Rahmen ist ein alter Wheeler, Kurbel von Thun, 1-Gang-Freilaufritzel von Sturmey Archer, Weinmann-Bremshebekn und Alhonga-Bremsen(eine Kopie von Shimano-Bremsen, die aber gut funktioniert) usw. Minimale Technik für den alltäglichen Gebrauch.
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