Kategorie-Archiv: Farben

Majakowski, oder Tancho?

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Ein sportliche Damenrad, recht puristisch, aufgebaut mit ausgesuchten guten Teilen.
Z.B. Dia Compe Inverse-Bremshebel. Hochwertig verarbeitet und klassisch schön. Auch passt dem Innendurchmesser von Velo-Orange-Lenker, weil dieser Hebel in 2 Versionen gibt, für ø16- 18mm, und für ø20mm. Bremsen sind auch von Dia Compe, sauber verarbeitet und leicht einzustellen. Steuersatz von Dia Compe, Innenlager voon NECO, Vorderradnabe von Novatec, Shimano Aofine 8, Felgen sind sUN RIMS CR18 poliert, Conti Sport Contact 32mm. Guter Rahmen, guter Radsatz, das sind Voraussetzung für ein gutes Fahrrad.
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Der Rahmen ist maßangefertigt. Leicht aber nicht zu dünne Röhre, denn sie möchte später Kindersitz anbringen. Geometrie wurde so ausgelegt, daß man sportlich aber komfortabel fahren kann. Langer Steuerrohr(170mm) ermöglicht es.
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Ich habe diesmal ganz klar den Schalthebel von Microshift vor Shimano Originalhebel vorgezogen. Shimanos Hebl hat fast 4fache Volumen und nicht schön. In Kombination mit Inversebremshebel ist es sowieso problematisch. Schalhebel und Klingel, also Bedienteile, sind am Vorbau befestigt so daß ganze Breite des Lenkers für unterschiedliches Greifen zur Verfügung steht.
Ich verstehe Shimano nicht so wirklich, warum sie manche Teile so gestalten, rätzelhaft.
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Farbgebung ist auch konsequent. Sie trägt nur schwarz und weiss. Das Rad genauso. Aber als Akzent rotes Lenkerband, und ein kleines rotes K am Sitzrohr. Schwarz, Weiß und Rot, das erinnert mich an Majakowski, russischen Futurist, aber auch an Tancho-Kranich oder Tancho-Koi-Karpfen. Für regnerische Tage kommt SKS-Rece Blade in matt schwarz zum Einsatz.
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Patria-Meral, eine Farbprobe

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Rahmenform von Meral war in den 80ern ein Hit und von vielen Herstellern gern übernommen. Auch Meral selbst hat diese Rahmenform für manche Marken als OEM hergestellt. Ich mag sie, denn sie ist steif und praktisch. Meral von Patria, hier passt höchstens 25mm schmale Reifen. Diese Rahmenform war für Damenrennrad gedacht. Heutige Meral-Form, die von mehreren Marken angeboten wird, ist meistens für Stadtfahrrad gedacht, so daß sie nicht nur breitere Reifen zuläßt, sondern auch viel bequemere Geometrie besitzt.
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Dieses aber ist hauptsächlich ein Farbversuch, inspiriert von britischen Rädern, die oft recht bunt und eigenwillig lackiert waren. Italienische Räder waren auch bunt, aber anders. Ich kann nicht explizit den Unterschied beschreiben. Aber ich glaube, britishe Farbgeschmack ist allgemein etwas anders. Es gab Dampfloks, in Rot, Rotbraun, Orange, Gelb, Dunkelgrün, Apfelgrün, Blaugrün, Blau usw. wie in keinem anderen Land. Mode und Pop-Geschichte zeigen auch deutlich, daß sie viel mehr Mut(?) haben und experimentierfreudig sind. Warum nicht bei Fahrrädern? Auch wenn die urtraditionell britische Fahrräder in schwarz lackiert waren(viel mehr als Dunkelgrün), gab es bereits in den 30er Jahren recht bunte und individuell lackierte Rennräder.

hetchins swallow
Direkter Anlaß war dieses Foto, ein Hetchins, was Patricia von Classic Lightweights UK gehört. Ich war beeindruckt, von dessen Farbauswahl und Farbteilung. Es sagt vielleicht einiges, daß dieses Rad aus dem Jahr 1970 stammt, aus der Zeit, als Hippie Movement langsam zu Ende ging, Menschen recht bunte Klamotten anhatten, bunte Autos fuhren, Häuser bunt gemalt hatten. Das Rad wirkt trotz eigenartiger Lackierung harmonisch und stimmig(für meine Augen).
MercianRotrax
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Ich finde, dieser Versuch ist mehr oder weniger ok und irgendwie noch harmonisch geworden. Ich möchte aber weiter, vielleicht schräger, mehr Mut, ungewöhnlicher. Gewöhnliche Bandarollen-Grafik soll ich erst vergessen und andere Farbteilungen nachdenken. Ich möchte auch mehr mit öligen Farben probieren, oder ölige Farbe mit knalligen Farben kombinieren. In den letzten 40 Jahren ist die Sättigung der Farben, die im Alltag gebraucht werden, deutlich stärker geworden(Einfluß vom Bildschirm/Fernseher). Wiederum gibt es, z.B. bei Inneneinrichtung, eine Gegenbewegung in letzten 10 Jahren, in der difuse und stumpfe Farbtöne kombiniert werden. Verbindung von altmodischen und neuzeitlichen Farben und Farbgrafiken könnte interessant sein. Und die farbiliche Integration von Felgen, Vorbau, Lenker, Sattelstütze usw. soll ich weiter probieren.
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Fahrradrahmen als Malgrund, das ist eine weitere Möglichkeit, wie Pegoletti u.a. es praktiziert. Hier öffnet sich ein weiterer Horizont, der aber wirklich fast grenzenlos wird. Davor habe ich schon ein bisschen Angst, daß es uferlos werden kann, und die Lackierung und das Fahrrad nicht mehr abstrakt bleibt sondern bedeutungsschwer werden kann. Probieren sollte ich das auch mal.
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