Kategorie-Archiv: Allgemein

Guten Rutsch!

guten rutsch 2019
Nach dem Umzug nach Karlsruhe hatte ich weder Ruhe noch die Zeit, um hier zu schreiben. Auch wenn es sehr vieles zu tun gab und noch gibt, geht es mir gut in karlsruhe. Radlerhalle, wo ich mit Martin und Sebastina den Raum teile, läuft es gut. Natürlich gibt es noch viel zu tun, um den Raum noch schöner und komfortabler zu machen, Sitzgelegenheit, Leseecke, Werkbank, Wand für Werkzeug usw. Ich kam auch gar nicht dazu, irgendeine Radtour zu machen. Und nun haben wir eine Pause. Zwischen 23. 12. und 10. 01. bleibt unsere Halle geschlossen. Ich werde wie jedes Jahr zum Familenfest fahren. Wenn ich Glück haben sollte, könnte ich da vielleicht ein wenig radeln. Ansonsten muß ich Zeit dafür nehmen, für eine Zeitschrift zu schreiben, über Randonneur. Schöne Fotos dafür habe ich schon gesammelt. Schöne Zeit, bleibe gesund und viel Spaß beim Radeln!

Kinderroller von MW

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Ein Geschenk, ein Kinderroller. Ich habe keine Ahnung von Kinderroller, aber er zog mein Interesse, zuerst wegen der Stempelbremse vorn. Es müßte ein alter Roller sein, dachte ich. Insgesamt macht er einen Eindruck, als wäre als den 50ern. Ich fing an zu recherchieren. Auf ebay fand ich mehrere Angebote, als DDR Kinderroller. Aber mehr stand nicht in der Beschreibungen. Aufkleber MW, dann fand ich, daß er vom VEB Kinderfahrzeug Mühlhausen sein muß. Die Firma hieß auch VEB Metallwaren Werk, also MW. Ich habe keine prospekte von Kinderoller gefunden, aber von Kinderrädern.
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Mühlhausen liegt zwischen Erfurt und Eisenach, mitten in Thüringen. Die Firma gibt es natürlich nicht mehr. Aber sie habe diesen Roller bis in die 80er Jahre in dieser Form produziert. Wahrscheinlich der letzte Roller mit Stempelbremse,,
MW Metallwarenwerk Mühlhausen Leuchtwerbung Entenbühl Zekiwa

Max Raabe

max-raabe
Er ist vom Deutschen Fahrradpreis als „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2019″ gekürt worden. Er ist in der Tat ein leidenschaftlicher Radler. Sein Lied „Fahrrad fahr’n“ kennt (fast) jeder. Die Gelassenheit dieses Liedes tut gut, allen Radlern und anderen Verkehrsteilnehmern.
Fahrrad Fahrn
Mit dem Deutschen Fahrradpreis will die Bundesregierung den Radverkehr fördern und gute Projekte bundesweit bekannt machen. Na dann,,

eine Begegnung mit Dambedei

ET Dambedei
Der E.T. heisst in Karlsruhe Dambedai,, Keiner weiss so richtig woher dieses Wort stammt.. Als E.T. nach Karlsruhe kam, wann das geschah, weiss keiner mehr so richtig, sah er ein lecker aussehendes Gebäck und sagte „Taabetai,,“, was auf Japanisch „möchte gerne essen“ bedeutete, denn E.T. war vorher in Japan gewesen, und hat dort mit diesem kleinen Satz viele Freunde gemacht. Nachdem E.T. Karlsruhe verließ, hat man zum Gedenken an E.T., denn er war ein Schutzgeist, das Gebäck in seiner Gestalt gebacken und nannte es Tambetei, wie E.T. so ungefähr aussprach, aus dem heute Dambedei geworden ist.. Diese Geschichte ist, seltsamerweise, in Vergessenheit geraten,,,
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Vielleicht hat der E.T. auch dem Drais Tip gegeben, Laufmaschine zu entwickeln,,
ET fahrrad

Erste Entdeckung

Karlsruhe ist Draissche Stadt. Natürlich gibt es auch Bier mit Laufmaschine/Draisine auf der Etikette. Das hat meine Freundin gefunden, kommt aber nicht aus Karlsruhe, sondern aus dem Hochschwarzwald.
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Fächerbräus Naturradler, auf dem Sebastians schönen Cargo-Bike.

Hallo Karlsruhe!

Nach superstressigen Wochen bin ich endlich in Karlsruhe gelandet,, mit dem Sprinter, der randvoll bepackt wurde(danke an Dan und Michael für perfektes Packen!) direkt in die Radlerhalle im Gewerbehof, mitten in der badischen Metropole Karlsruhe.
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Hier mache ich weiter, Räder nach Wünsche und Maße anzufertigen. Nebenbei werde ich auch reparieren und umbauen. Diese Ralerhalle wird zusammen mit Radler Martin und Sebastian Lindler betrieben. Auf die beiden bin ich sehr dankbar, daß sie mich mit aufgenommen haben. Ich denke, es ist eine gut ergänzende Kombination. Gewerbehof ist sehr belebt wie beliebt, mit einem netten Café, Kita, Local-Radiosender usw. Unser Raum, der früher von einer Druckerei benutzt wurde, ist auch schön. Wir haben noch keine geregelte Öffnungszeiten. Das werden wir demnächst auf unsere gemeinsame Website, die noch keinen Inhalt hat, veröffentlichen.
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Ich habe noch viele Kartons auszupacken und die Dinge einzurichten, aber ich freue mich schon auf Euren Besuch.

Mein erster Eindruck von Karlsruhe,, etwas südländisch, auf alle Fälle südländischer als Brandenburg. Leicht französisch anmutende Häuser mit hellem Sandstein, kaum Backsteingebäude. Recht fahrradfreundlicher Innenstadtverkehr, mit gut ausgebauten Fahrradstrassen. Autofahrer achten mehr auf Radler. Karlsruhe solle eine der fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands sein. Radfahrer fahren eher schnell und leicht improvisierend. Ich bin auch gespannt auf Umland.

Schreie in der Nacht

Neulich habe ich einen Motorradunfall begegnet. Was passierte, weiss ich nicht genau. Einen dumpfen Geräusch vom Zusammenstoß. Dann laute Schreie von einem, der auf der Fahrbahn lag und sich krummte. Sehr sehr laut. so daß ich auch gedacht habe, „wenn man so laut schreien kann, ist es nicht so schlimm,,“. Ob das so stimmt,, weiss ich nicht. Auf alle Fälle war der Rettungswagen ganz schnell zur Ort. Bin dann weitergeradelt.

Warum ich das schreibe,, es wird schneller dunkel, es wird irgendwann frostig. Radeln im Winter ist gefährlicher hierzulande und verlangt eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ich sehe anderseits viele Menschen, die mit Kopfhörern oder Smartphone radeln. Unfallgefahr ist überall. Kleinste Unachtsamkeit könnte einen in Lebensgefahr bringen. Viele radeln auch recht schnell. Auch E-Bikes macht das schnelles Radeln für jeden möglich. Was wir brauchen ist nicht Fahrradautobahn, sondern sichere Wege für Fahrrad und andere Verkehrsteilnehmer. Ich hoffe, jedem ist es bewußt, daß die Gefahr nicht weit weg ist. Mich erinnerten diese Shreie daran.

Flohmarkt, Sale, Umzug und Umtrunk, 06. Okt.

Ich veranstalte Flohmarkt in der Werkstatt, zusammen mit Kollegen Dan, Michael und David. Ich werde außer Fahrradteile, auch Rahmen und Räder anbieten, denn ich ziehe nach Karlsruhe und schließe meine Berliner Werkstatt zum Ende Oktober. Mein lieber Freund und Kollege Dan Santucci macht seine Werkstatt weiter. Ich werde in Karlsruhe wieder eine Werkstatt aufmachen. Wenn es soweit ist, melde ich mich auf dieser Stelle. Am 06. stelle ich Kiste Bier und andere Getränke. Wenn Ihr Zeit und Lust findet, vorbeizukommen, würde ich mich sehr freuen. Am Samstag werde ich etwas länger machen.
Sa. 06. 10. ab 13 Uhr bis 21 Uhr oder länger,
So. 07. 10. ab 14 Uhr bis 19 Uhr
Sonntag ist leider gestrichen, da der Raum anderweitig verwendet wird.
Verlosungen für alle wird vorbereitet.

An dieser Stelle bedanke ich mich meinen Kunden herzlich für das Vertrauen, lieben Kollegen für freundliche Zusammenarbeit, die ich nach Möglichkeit gerne fortsetzen würde, und vor allem meinem Werkstattkollegen und Freund Dan für die ausgezeichnete Kooperation.

Und besonderen Dank gilt dem magischen Ort Berlin, die(Berlin ist weiblich,,), als ich zu ihr kam, eine geteilte Stadt durch kalten Krieg war, und den lieben Freunde und Freundinnen, die stets gut zu mir waren. Ich habe die Berliner Luft, die mich motiviert wie inspiriert hat, gern geatmet und die frech berlinernde Mädels geliebt.

Oktober werde ich zwar sehr oft in der Werkstatt sein, um aufzuräumen, aber nicht immer für Kunde Zeit nehmen können. Dafür bitte ich um Verständnis. Aufträge werde ich weiter annehmen, die Realisierung aber könnte länger dauern. Wir sehen uns spätestens zur Messe im Frühling wieder. Bis dahin schöne Tage, frohes Schaffen und viel Freude(natürlich beim Radeln)!

Cycling the Frame, 1988 mit Tilda Swinton


Sie fährt mit dem Rad an Berliner Mauer entlang. Meine Stimmung ist momentan etwas melancholisch, und die Mauerzeit wirkt leicht verklärt. Schön kann man diese Zeit in West-Berlin nicht unbedingt nennen, aber sehr seltsam und besonders schon. Erkennet Ihr, welche Wewge sie fährt? Vieles hat sich geändert, aber manches blieb.
Mein Freund Mark, so wie viele Briten ein Liebhaber der geteilten Stadt Berlin und der DDR, drehte ein Musikvideo auf dem Glienicker Brücke, wo die Austausch von Ost-/Westspionen stattfand.

Wir waren öfters in Ost-Berlin, und schnupperten die sozialistische Luft der Hauptstadt. An manchen Tage wehten unzählige rote Fahnen über die Strassenzüge, die wirklich beeindrückend waren. In der Boxhagener Strasse gab es Propaganda-Shop der SED, wo man diese besagte rote Fahnen und Postkarten mit sozialistischen Motiven kaufen konnte.
Und sein späteres Büro vom MFS Berlin, befand sich direkt hinter Reichstag in der heutigen Deutschen Parlamentalischen Gesellschaft. Ach ja, als wir zum 40en Jahrestag rüber wollten, wurden wir einfach am Checkpoint-Charlie abgewiesen, natürlich ohne Begründung.

Clubleben, 50er in Frankreich

50er Jahre in Frankreich, das war eine der Höchblüten in der Fahrradgeschichte. Es geht wieder aufwärts, das Leben macht wieder Spaß. Clubs florieren, Viele machen Fahrradurlaub. Viele Fahrradmacher wetteifern mit der Innovation.
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Zufällig bekam ich viele wunderbare Fotos von Radclubleben damals. Der Großvater von meinem Freund Christian, Louis Mathis, war Franzose und ein Mitglied der UVA (Union Véocipédique Argenteuillaise). Argenteuil ist ein Banlieuebezirk im Nordwesten von Paris. Er fuhr auch Paris-Brest-Paris, Raid Pyrénéen u.a., also ein aktiver Sportler. 1951 fuhr er Paris-Brest-Paris, in 88H42(409, MATHIS, Louis, Union Vélo. Argenteuil). Sein Bruder Gaston Mathis führte damals diesen Verein 1951 bis 57. UVA wurde 21. September 1931 gegründet und als 36. Club beim französischen Radsportverband FFCT (Fédération française de cyclotourisme) registriert. Bei der FFCT sind mittlerweile 3.100 Clubs registriert.
Dieser Verein stand damals näher zu René Herse. Wahrscheinlich weil Alex Singer, der geografisch auch ganz in der Nähe stand(und immer noch steht) einen quasi eigenen Verein ACBO führte(und noch führt).
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Und Clubleben beschränkte sich nicht auf Radfahren. Es gab ständig Grunde zum Feiern, oder Ball, Exkursion, Wandern usw. Clubs hatten für starke soziale Bindung gesorgt.
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Ich werde diese wunderbare Fotos einfach kommentarlos zeigen. Sie duften regelrecht nach 50er Jahre. Viele schöne Räder wie interessante Details sind zu sehen. Ach ja, auf irgendeinem Foto ist René Herse auch dabei. Und wie die Amateure sich damals kleideten, ist auch interessant. Trikot mit Sponsoren-Logos trugen nur Profis.
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Oben ein wunderschönes Herse-Tandem, unten eine Kontrollkarte beim Brevet, von Gaston Mathis.
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Diese Fotos aus Golden Age stammen von der Enkelin Gaston Mathis und von Catherine Deheeger. Ihr Vater Jean Deheeger und ihre Mutter Arlette, die Tochter von Gaston Mathis, waren ebenfalls Mitglied der UVA. Herzlichen Dank an Christian, der mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat, und selbst ein guter Rennradfahrer ist. Er sagt „Bereits in dieser Epoche stand in Frankreich der Wunsch, Radfahren im Geist von Geselligkeit und Solidarität zu praktizieren, im Vordergrund. Ich habe einige der Radfahrfreunde meiner Großeltern kennen gelernt und kann das nur bestätigen.“