Kategorie-Archiv: Allgemein

Wieder in Berlin, Werkstatt offen

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Von 11 Tagen Urlaub 3 Tage wegen Magen-Darm-Grippe flachgelegen(auch die ganze familie). Trotzdem viel geschafft, Unkrauf ausgezogen, überwuchernde Äste geschnitten, Brennholz für den Winter gelagert, neue Kräuter eingepflanzt, fast täglich ans und ins Wasser(Jagst), auch fast täglich ca. 2 Std. geradelt, täglich mit Quasi-Nichten gespielt/gekämpft, mal und wieder gekocht, täglich Bier getrunken, mal bei Nachbarbauern Feste gefeiert, und viele Tiere gesehen(Kühe, Reh, Spitzmaus, Ziege, Schaf, Fische, Schwäne, Grau- u. Silberreiher, einige Greifvögelarten, süße freilaufende Katzen, Wespenspinnenweibchen, Weinbergschnecken wie Nacktschnecken, unzählige Mücken, die auf meine Haut heftige Spuren hinterliessen, bevor sie ins Nirwana geschickt wurden), und auch viele Radfahrer, die gemütlich genüßlich bis schön sportlich an der Jagst radelten. Es war schöne Tage.
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Schlachterei vor dem Urlaub

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Umbau vom Werkstattkeller war anstrengend genug. Und das auch noch, eine feststeckende Sattelstütze. Manche sagen Cola wirkt, große Hitze wirkt, Schlaghammer wirkt usw. Mitnichten! Das schadet evtl. den Rahmen und Lack, auch wenn es überhaupt funktionieren würde. Beste und ziemlich die einzige Methode ist, Sattelstütze abköpfen, und das im Rahmen steckende Fleisch ausfräsen. Das geht nur mit verstellbaren Raibahlen, zwar recht zeitaufwendig, da man in sehr kleinen Schritte Durchmesser vergrößern soll. Eine zeit- und kraftaufraubende Angelegenheit, die auch noch Geduld fordert. Um 15cm Sattelstütze wegzufräsen brauchte ich fast 2 Stunden(mit Pausen zwischendurch,,). Bin nun endgültig urlaubsreif.
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Bei solcher Arbeit nennen wir(ich und mein Kollege Dan Santucci) uns „Cycle Butchers“.

Sommerpause, 16. – 28. August

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Wie jedes Jahr mache ich auch heuer eine Sommerpause. In diesem Zeitraum bleibt die Werkstatt zu. Und keine Elektrofunkkommunikation möglich. Bitte um Verständnis dafür.
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Ich werde mein bestes geben, nicht zu arbeiten, nicht (zuviel) an Fahrrad zu denken, stattdessen nur faulenzen und das Nichtstun geniessen. Famile halten mich sowieso im Trab.
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Euch schöne sonnige Tage, viel Spaß und viel Sommerfreude! Und auch schönes Radeln!!
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noch eine Woche, dann

Alltag macht den Kopf voll, konstruieren, umbauen, reparieren, lackieren, um alles kümmern und organisieren, auch noch keller aufräumen und umbauen, ächz. Aber Countdown läuft. In einer Woche gehe ich in die Sommerpause. Hoffe, ich kann ein wenig radeln, ohne(oder nur wenige) familiäres Hickhack, schönes Wetter, nicht kalt, nicht zu heiss, usw.
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Nettes Essen, anregendes Gespäch, leckeres Kuchen, gute Luft, wenig Lärm, Beschäftigung mir der Erde und Pflanzen, das alles wird meinen Kopf wieder etwas frei machen. Ich freue mich schon drauf.

Schrottrad, oder was?! Scrap iron, or what!?

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Einer kam hilfesuchend in die Werkstatt. Zuerst dachte ich, oh ein schrottiges Rad! Aber nachdem ich näher angeschaut habe, dachte ich; hmm, das ist doch hübsch. Ausserdem, daß der Rahmen Basso aus den 80ern ist, und lieblos schwarz gepinselt ist, sind die Teile, die allsamt ungepflegt schrottig aussehen, vielleicht doch sehr durchdacht ausgesucht. Ich könnte fast von einer geglückten Komposition sprechen, was sicherlich reiner Zufall ist. Das gefiel mir.
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Eigentlich sollte nur reifen erneuert werden und die Kette richtig gespannt werden. Ich habe noch den ausgetrockneten und ganz flach gewordenen Brookssattel wieder in Form gebracht, Rahmen leicht geölt. Nun sieht das Rad wie ein verborgener Schatz aus und es gefällt mir noch besser. Wenn jemand mit solchem Schrott kommt, kann ich schlecht „Nein“ sagen, pflegende Hand anzulegen.

CB head badge von 1956

Eine Restaurationsarbeit. Der Lack vom Rahmen ist ziemlich schlecht, vom Head Badge auch. Also komplette Neulackierung.
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Das war das letzte jahr für Claud Butler. Seit einigen Jahren davor war sein Ende absehbar. Die große Zeit des cycling in Großbritanien ging zu Ende, und damit auch die meisten Rahmenbauwerkstätten. Claub Butler, eine der prominentesten und größten, schloß sein Tor 1956. Markenname wie Werkzeuge wurden dann von Holdsworth gekauft. Wenn ich dieses ramponierte Head Badge restauriere, kreisen in meinem Kopf viele Gedanken um.

Prenzlau – Gerswalde – Seehausen

Beliebte und geliebte Uckermark-Tour. Diesmal von Prenzlau aus via Potzlow, Pinnow, Gerswalde, Fergitz, Potzlow bis Seehausen, ca. 43km. Die Wege beinhalten auch Wald-/Feldwege(z.T. Sandwege). So ist diese Route nicht wirklich für Rennräder geeignet. Für sie gibt natürlich Ausweichroute. Die Strecke ist nicht lang, aber wegen der welligen Landschaft, was Uckermark schön macht, muß man mit Auf und Ab rechnen.
Route Prenzlau Gerswalde Seehausen

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8 Uhr früh Am Sonntag auf dem Hauptbahnhof. Viel Singlespeedrenner sind unterwegs. Heute ist Velothon in Berlin. Ich dachte zuerst, Singlespeedrennen wäre bereits gelaufen. Aber nein, sie wollen mit dem Zug zum Startpunkt Ludwigsfelde fahren.

100 Minuten Zugfahrt bis Prenzlau. Aber fahrradabteil ist nur halbvoll. Wer kann, soll die Zeit vor Sommerferien ausnutzen. In der Ferienzeit wird die Zugfahrt mit dem Fahrrad oft recht beschwerlich. Blick aus dem Fenster erfreut uns. Es wird ein schöner Tag.
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Prenzlau, eine historisch wichtige und im Mittelalter eine der größten Stadt im Mark Brandenburg, wurde im WWII bis zu 85% zerstört. Die Stadt sieht auch so aus mit vielen Plattenbauten. Wichtige Bauten wie Kirchen hat man aber wiederaufgebaut. Es gibt noch etwa eine Hälfte der Stadtmauer und mehrere imposante Stadttore. 2012 wurde Landesgartenschau ausgetragen und die Stadt deutlich hübscher geworden. Es lohnt sich, eine kleine Runde in der Stadt zu drehen.
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Wir haben etwas Hunger und zum zweiten Frühstuck nehmen wir Platz im Klostercafé, direkt an der Stadtmauer. Guter Kaffee, Stückchen Kuchen mit Sahne und Eis 😉
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Gestärkt starten wir, Mauer entlang Richtung See.
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Es gibt gut geteerter Radweg entlang See. Blick auf die Stadt von der anderen Seite macht es deutlich, daß St. Marienkirche riesig ist. Und wie reich die Stadt und wie mächtig die Kirche damals waren.
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Im Röpersdorf stoßt man dann zu einer Gartenkolonie. Hier nicht zur Strasse weichen, sondern den schmalen Weg weiterradeln. Dann kommt man zur Badestelle des Dorfes. Wie so oft, ist die Badestelle versteckt. Im Dorf ist Storchennest mit zwei Jungstorchen. Sie müssen nun schnell erwachsen werden.
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Ab Dorf Zollchow bis potzlow kann man entweder auf dem geteerten Fahrradweg neben Strasse oder Feldweg fahren. Feldweg liegt nah am Wasser und Radweg liegt höher somit hat man besseren Ausblick.
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Hollunderblüte geht bald zu Ende, Mohn vielleicht auch. Linden blühen mit ihrem betörenden Duft. Alte Alleebäume spenden Schatten. Der leichter Wind schmelchelt. Alles sinnlich.
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Potzlow, wo man auch baden kann(Badestelle an der Seehausener Strasse), nach rechts in die Ausbau abbiegen. Wir fahren jetzt Richtung Pinnower Badestelle. In Uckermark gibt es wunderbar geschwungene Streckenabschnitte, auf den das Radfahren purer Spaß ist.
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Manche Häuser/Gärten sind sehr hübsch. Viele Orte in Uckermark sind mittlerweile fest in Berliner Hand. Diese Entwicklung wird weiter voranschreiten.
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In Pinnow gibt es 2 Badestellen, eine im Dorf, die andere im Wald. Wir nehmen die ruhigere im Wald. Zwei Mädchen kommen mit einem Pferd. Sie sagen, er habe gestern genüßlich geschwommen. Heute hat er anscheinend keine Lust. Trotz geduldigen Versuchen von Mädchen will er nicht. Tiere machen nicht alles, was der Mensch will.

Nach der frischen Abkühlung raden wir weiter, Richtung Gerswalde. An der Bushaltestelle von Pinnow gibt es Ausstellung. Wird man nicht langweilig, wenn man lange auf Bus warten muß,,
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Ab Gustavsruh fahren wir Wald-/Feldweg mit festem Boden, sehr schön zum Radeln. Bald sieht man den Kirchturm von Gerswalde.
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Hier wollen wir im Café „Zum Löwen“ Mittag machen, wo drei Japanerinnen leckeres kochen. Das Lokal ist nur an Wochenenden zwischen Frühling und Herbst geöffnet. Einfach im Garten Platz nehmen und Seele baumeln lassen. Es ist ein schöner Ort. Ich nehme jap. Curry, meine freundin Sushireis mit Gemüse, dazu Hibiscustee, alles wunderbar.
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Dieser Ort Gerswalde, nicht zu klein mit 1600 Einwohner, hat eine Art Experiment. Hier versucht eine Berliner Filmproduktionsfirma, die z.B. Fernseheserie „Landschwärmer“ produziert, und vielleicht selbst Landschwärmer sind, einige Betriebe zu installieren. Dieses Cafe Zum Löwen gehört auch dazu, und der Große Garten, die ehm. Schloßgärtnerei, wird auch als Restaurant, Veranstaltungsort, Übernachtungsmöglichkeit ausgebaut. Na dann viel Spaß und gutes Gelingen!
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Nach Kaffee/Maccha-Macchiato und Maccha-Tiramisu (so lecker!) fahren wir weiter. Wir fahren den schönen Radweg Richtung Flieth, biegen kurz vor Flieth aber in dem Wald ab.
Die Landschaft ist typisch für Uckermark, wellig geschwungen, viel Getreidefelder und Wälder, zwischendurch Seen, dank der Eiszeit!
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Diese Landwirtschaftswege sind teils schlammig, teils recht sandig. Aber Brandenburg ohne Sandwege wäre es auch langweilig. Es gibt aber keinen Zugang zum nahe liegenden Wriezensee(ich glaube, es gibt nur einen kleinen Zugang an der östlichen Uferseite.). Wir fahren und ab und zu schieben dann Richtung Fergitz.
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Fergitz angekommen radeln wir direkt zur Badestelle. Es ist bereits 17 Uhr und das Licht wird langsam anders, obwohl die Sonne noch ziemlich hoch steht. Eigentlich wollten wir vom Seehausen mit dem 18Uhr-Zug zurückfahren. Wir wollten aber nicht, den schönen Tag so abzubrechen und hastig zum Bahnhof zu radeln. Wir lagen hier noch eine Stunde und genossen Pappeln rauschen und Vögel zwitschern. Dann radelten wir gemütlich(abgesehen von einer kurzen Steigung) zum Seehausen, assen dort im Huberhof(gediegene Küche/Übernachtung), natürlich Schnitzel mit Bier, und nahmen 20Uhr-Zug nach Berlin.
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Übrigens, es gibt in Prenzlau eine Tourenveranstaltung „Prenzlauer Hügelmarathon“ am 30. 09. Strecken von 33 bis 228km, von Familien bis Profis, für alle Radler, die Hügellandschaft mögen.

eine schnelle Fahrt, Brandenburg-Berlin

Wenn ich alleine oder mit meiner Freundin radle, halte ich relativ oft an, um die Landschaft, Dorfhäuser oder Blätter von Unkraut anzuschauen. Ich bin als Tourist unterwegs, auch wenn ich die Strecken und Orte gut kenne. Es gibt trotzdem vieles zu entdecken, wenn man langsam fährt, sich anhält und zuhört. Ich will nicht schnell und rechtzeitig ans Ziel kommen, sondern möchte unterwegs sein.

Freilich mache ich auch schnellere Runde, eher für die Kondition/Gesundheit, zwar meist im Grunewald(Kronprinzessinenweg + Havelchaussee). Das ist für mich etwas ganz anders. Hier fahre ich, nur um zu fahren und höre ich meinen Körper an. Ansonsten überbrücke ich manchmal etwas langweilige Streckenabschnitte der Tour durch schnelles Fahren, was auch Spaß macht.

Und heute fuhr ich mit 2 Kollegen, die deutlich schneller fahren als ich. Das ich auch mal gut, etwas anders zu machen. das macht mir den Sinn, mit den Leuten mit anderem Tempo zu radeln. Wir nahmen von Charlottenburg einen Regionalexpress und waren in 35 Minuten in Brandenburg an der Havel. Von dort nach Berlin zurückradeln, meist Havel entlang.

Erste einige Kilometer sind etwas langweilig. Man radelt sogar auf B1(es ist wenig Verkehr dort). Aber man merkt, daß die Natur und Landwirtschaft fleissig war, trotz kalter Frühling, seltsamer Mai.
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Ab Gollwitz kommt man an die Havel. Dann kann losgehen auf dem Radweg auf Deich.
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Havel schaue ich nur mal flüchtig an und trete Pedale, nach vorne schauend.

Nach kurzer Kaffeepause im Havelstübchen(Deetz) geht es weiter. Roter teppich, gelber Teppich, blaue Blüte, weisse Blüte, alles schmeichelhaft. Es ist auch interessant, wenn man sie nur flüchtig schaut und doch im Gedächtnis behalten will, arbeitet das System anders.
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Es ist kein Rausch, so schnell fahren wir nicht, so um 30. Herz bleibt ruhig, Beine nicht angestrengt, die Landschaft beginnt aber zu verschwimmen am Randbereich. Mit 35 wird der Focus enger. Ich konzentriere mich dann mehr an Fahrbahn, nehme die Umgebung anders wahlr, eher als großflächige Farben und Begriffe. Das wird ein wenig wie Autofahren, äh Cabrioletfahren. Richtig schnelle Runde für Rennradfahrer wäre 40+. Das schaffe ich aber gar nicht.

Hier ist kein Auto, kein Fußgänger, nur ab und zu Radfahrer. Wenn man wollte, kann man richtig Gas geben. Es kann sein, diese Strecke ist für Rennradfahre zu flach und zu gerade.
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Von der Gegenrichtung kommt eine Armada von britischen Cyclo-Touristen. Deutsch Fahrradwege und -route sind recht gut ausgebaut so daß immer mehr ausländische Cyclists kommen. Das ist doch eine positive Entwicklung.

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Bald erreicht man Werder. Dann gehen mehrere Wege Richtung Potsdam und Berlin, durch Golm und Park Sanssouci, durch Wildpark, durch Geltow und auf Nordufer des Templiner Sees, oder mit der Fähre nach Caputh und dann entlang Südufer des Templiner Sees. Wir nehmen die letzte Möglichkeit, denn wir wollen im Biergarten der Braumanufaktur Rast machen.
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Biergarten ist gut besucht(trotz Werktag!). Ununterbrochen kommen die Radfahrer hierhin für einen Rast. Hier ist bereits Stadtgebiet. Wir essen auch etwas(ich Schmalzbrot) und sind wieder gut gerichtet. Mit voller Kraft starten wir, fahren die Stadt Potsdam durch zur Glienicker Brücke. Dann nehmen wir nicht die langweilige Königstrasse, fahren am Wasser bis Pfaueninsel, dann bergauf in die Pfaueninselchaussee. S-Wannsee vorbei und in die Kronprinzessinenweg. Immer noch mit gleichem Tempo. Die Temperatur um 20 Grad ist ideal zum Radeln. Man wird nicht müde.
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Nach S-Grunewald wird langsam auspedaliert. Ca. 85km bis nach Hause. Eine nettte schnelle Fahrt, die nicht belastend ist, aber ich alleine so nie machen werde.

Fancy Paint?

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Bin persönlich kein großer Freund von bunten und expressiven Lackierungen. Lackierung hat etwas mit dem Mode zu tun. Jemand versucht was neues aus eigener Interesse, das kann sich im engen Kreis rasch ausbreiten, dann kommt vielleicht das breite Publikum dazu, wenn die Großhersteller diese Idee aufgreifen und marktfähig ausarbeiten. Dieser Cicrus wird immer kürzer. Neue Ideen immer weniger. Daher studiert man fleissig, was früher war, als Ideenquelle. Dieses ständiges Kommen und Gehen ist mir ein wenig lästig und mühsam. Lack ist kein Tatoo, also nicht für Ewigkeit(oder, bis zum bitteren Ende). Man kann freilich einen Rahmen jedes Jahr neu lackieren lassen, wenn man es wollte. Ein Fahrrad hat doch gewisse Ähnlichkeit mit einem Schuh, oder Rucksack. Entweder zieht man jeden Tag gleichen Treter an, oder täglich was anders. Sieben gleiche Fahrräder in 7 verschiedenen Farben, für jeden Tag anders. Oder 365 Fahrräder in 365 verschiedenen Farben,, Für gewisse Gelegenheit ein Gewinner-Fahrrad, das mich richtig aufwertet? Ach das ist aber gar nicht was ich sagen wollte.
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Es gibt Ideen(hoffentlich!), und Technik wie Methode, um diese Ideen zu realisieren. Dazu gehört auch Lackiertechnik für mich. Es muß nicht bunt sein, muß auch nicht expressionistisch sein, aber irgendetwas, um sich auszudrücken, für gewisses Etwas. Rahmen kann man, bis zum gewissen Grad, auch gravieren, ätzen oder anderweitig behandeln. Dafür probiere ich mal und wieder die Technik, Rahmenabutechnik, wie Lackiertechnik als eine mögliche Oberflächentechnik. Vielleicht liegt es modisch voll daneben. Das ist aber fürs Erste egal, einfach machen, Tee trinken und überlegen.

Rhododendronweg, Tiergarten

Im Großen Tiergarten gibt es zwei Stellen, wo Rhododendren gedeihen.
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Sie blühen prächtig in unterschiedlichen Farben.
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Man kann die Wege langsam radeln und die farben geniessen.
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Aber es gibt auch versteckt schmalen Pfad mitten durch Rhododendronbäume. Hier muß man das Rad absteigen. Zusammen mit Farn, der momentan in frischem Grün läuchtet, wirkt es wie Märchenland.
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Nahansicht der Blüte ist auch schön.
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10 Minuten Umweg, der alltägliche Gedanken vergessen läßt.
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