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Rinko zum PBP

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Zusammen mit Imi-san von Ostrich wird Rinko-Tasche für den Gebrauch in Europa entwickelt. Wir sammeln die Erfahrungen. Erster Feedback kam von einem PBP-Teilnehmer. Für sein Rad wurde eine Prototyp-Tasche gebaut, in die auch großes Rad(Rahmengröße 630mm) reinpasst. Normal erhältliche Rinko-Taschen in Japan sind max. bis zum Rahmengröße 580mm ausgelegt. Für hiesigen Gebrauch müßte die Tasche mehrere unterschiedliche Größen haben.
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Sein Rad ist für Rinko vorbereitet, d.h. Lenker-Vorbaueinheit wie Gabel ist leicht abnehmbar, alle Zuganschläge sind mit Schlitze versehen wegen Ergopower. Hinteres Schutzblech ist trennbar. Zerlegt und geschickt zusammengebunden wird das ganze Fahrrad recht kompakt in der Abmessung. So läßt sich das Rad problemlos in die Bahn mitnehmen, auch ICE/TGV usw. Auch in normalgroße Auto wird es reinpassen und macht den Innenraum nicht dreckig(was auch bei der Mitnahme in die Bahnzüge Pflicht ist).
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Zerlegen und Aufbauen vom Fahrrad ist eine Übungssache. Routinierte Fahrer werden in 20 Minuten das schaffen. Jeder entwickelt seine eigene Technik. Die Tasche ist aus einem leichten aber stabilen Stoff so daß sie beim Radeln ganz klein gefaltet mitgenommen werden kann. Rinko und Rinko-Tasche erweitern den Randonneures ihre Reisemöglichkeiten.

auf Kocher-Jagst-Radweg pt. 3 Schwäbisch Hall

Rückweg nach karlsruhe wählte ich die Route, Langenburg/Bächlingen – Nesselbach – Orlach – Braunsbach, dann Kocher entlang bis Schwäbisch Hall. von dort mit der RE nach Heilbronn, dann mit S4(Tram) nach Karlsruhe.
Bächlingen Schwäbisch Hall
Wie das Höhenprofil zeigt, 3km von Bächlingen bis Nesselbach ist ca. 10% Steigung(Serpentine).
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Wenn man Nesselbach ankommt, dann ist die Tour so gut wie fertig. der Weg zum Kocher/Braunsbach habe ich die Strasse gewählt, nicht den Radweg. Hier auf Hochebene kann man gut Tempo machen, und geht ab Orlach steil bergab. Schnurgerade und 12 %. Ohne Bremsen erreicht man 70kmh. Ich kann kein Foto machen, weil ich mit beiden Händen Lenker halten muß. Vor dem Ortseinfahrt aber gibt es eine scharfe Kurve. Gute Bremsen sollte man haben. Für Radfahrer gibt es einen weniger steilen Radweg mit Serpentinen.
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Am Kocher geht es unspektaklär weiter. Obwohl, der Anblick auf Kochertalbrücke der A6 ist schon recht eindrucksvoll.
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Hier am Kocher sehe ich mehr Radtouristen als an der Jagst. Die Meisten sind mit einem E-Bike unterwegs. Ich komme leicht zum Grübeln,, Kocher-Jagst-Radweg beinhaltet viele kurze aber steile Abschnitte, die für einen normalen Radfahrer recht anspruchsvoll sind. Mit E-Bike natürlich ist es kein Problem. Aber wenn ein Radweg basierend auf der Leistung des E-Bikes konzipiert und gebaut werden sollte, was in naher Zukunft durchaus realistisch werden könnte, hat ein Normalradfahrer ohne E-Zusatzantrieb oft Problem.
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Der Radweg ist recht gut beschildert, so daß man auch ohne Karte/Navi nicht so leicht verloren gehen kann. Und ich bin schon in Schwäbisch Hall in 1 1/2 Stunden. Diese Stadt kenne ich schon, aber schaue den alten Stadtkern an. Sie war reich, wegen des Salzhandels. Die Stadt liegt am Hang, bis Flußeben hinunter, sieht hübsch aus mit ihren zahlreichen alten prächtigen Bauten. Heute prosperiert sie wegen Tourismus, Würth-Kunsthalle und Bausparkasse? Auf alle Fälle ist diese Stadt lebhaft, traditionsbewußt und sehehnswert.
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Der Bahnhof ist etwas schäbig. DB hat scheinbar keine Lust, hier etwas zu investieren. Hauptlinie hält hier nicht, sondern am benachbarten Hessental. Mit einem schienenbusähnlichen Dieseltriebwagenzug aus Crailsheim fahre ich nach Heilbronn. Dort sehe ich einen Velo-Taxi stehen, meine alte Design-Arbeit. Das war mein Übergang von der Autoindustrie zur Fahrradmanufaktur. Es ist bereits 20 Jahre her,,
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Vor dem Bahnhof ist noch ein Bahnhof für Tramzüge. Hier machen die Trams wie S4 Überlandfahrten als Eilzug. In anderthalb Stunden bin ich in Karlsruhe. Es war eine lockere Tour.
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auf Kocher-Jagst-Radweg pt. 2 Kirchberg

Bächlingen Kirchberg
Ausfahrt von Bächlingen nach Kirchberg an der Jagst. Gerade 2x15km. Anfangs angenehm entlang Jagst. Ab Hessenau wird hügelig, da die Radroute Jagst verläßt.
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HIer fließt Jagst gemächlich, es ist sehr seicht und die Flueßgeschwindigkeit recht langsam. Es gibt viele Fische, auch einige größere. Der Fluß hat sich schnell erholt von der Katastrophe vor 3 Jahren.
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Von Hessenau muß man zum Dorf Leofels hochfahren. Es ist aber nicht lang. Hier verläßt man Jagst. Es gibt Waldwege, die sich weiter entlang Jagst verläuft und sich ab Diembot in Talstrasse münden. Hier muß man aber auch mit Steigung(etwas weniger) und schlechteren Wege rechnen. Auf der Steigung finde ich ein frisch getötetes Eichhörnchen auf der Strasse. Wahrscheinlich vom Auto gefaßt. Bei steiler Bergabfahrt könnte das auch mit Fahrrad passieren.
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Ich fahre die Burg Leofels vorbei, und der Ausblick öffnet sich.
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Hier klaue ich wieder Apfel vom Baum und mache eine kleine Pause. Äpfel schmecken von jedem Baum anders, und welche an der Sonnenseite hängen, schmecken besser.
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Die Landschaft wird gleich wellig. Nach mehrmaligen großen Auf und Ab kommt man Kirchberg an. Die Altstadt liegt wie eine Festung auf einer Anhöhe.
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Die Lage ist typisch für die alte vermauerte wehrhafte Kleinstädte. Langenburg ist es auch, Krautheim, Jagsthausen genauso. Aber die Dichte und Kompaktheit von Kirchberg erinnert mich ein wenig an Rothenburg. Hier sind Tore und Mauer vorhanden, darin dicht gebaute alte Häuser, Schloß(-burg) und Kirche. Eine Miniaturausgabe von Rothenburg,, Von hier bis Rothenburg ist gerade 30 bis 35km, je nach Routen. So kann man von Jagst- auf Tauber-Radweg umsteigen. Und was noch erwähnungswert ist, gibt es hier, seit langem und immer noch, ein Kino, und einen Bioladen. Früh haben Künstler hier angesidelt.
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Es gibt auch Cafés und Restaurants, auch Hotels(Schloß ist auch teils ein Hotel). Ein touristisches Zentrum dieser Gegend. In der Tat sehe ich etwa 15 Radtouristen. Das kommt mir jetzt viel vor. Auch ich mache hier Mittag, bei Café Alte Post, Maultasche in Fleischbrühe, und reichlich Sprudelwasser. Als Mittagstisch für Touristen ist es akzeptabel.
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Nach dem Essen fahre ich zurück, diesmal via Lendsiedel. Auf einem Hang lege ich mich auf die Wiese hin und mache kleines Nickerchen, eine Verdauungspause.
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Eine kleine Abkürzung durch den Wald, dann bin ich schon unten auf Flußebene. Diese Gegend ist sicher strukturschwach. Die Landschaft ist aber wirklich lieblich.
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Kocher-Jagst-Radweg pt.1 Öhringen-Bächlingen

Für Sommerpause fahre ich nach Hohenlohe. Von Berlin aus war das eine lange Reise mit der Bahn. Nun, aus Karlsruhe könnte man ganze Strecke mit dem Rad fahren. Die kürzeste Strecke wäre weniger als 140km. Ich bin aber müde von der Arbeit,, So dachte ich, ich fahre die halbe Strecke mit der Bahn, dann radle ich den Rest. Ich schaue die Karte und Bahnanbindungen. Ich lasse Kraichgau links liegen, steige Heilbronn oder Öhringen aus. Wenn radeln, dann schöne Route. Das wäre freilich Kocher-Jagst-Radweg. Von Heilbronn aus könnte man fast ganze Zeit Flüsse entlang radeln. Das bedeutet, es ist fast immer angenehm flach. Von Öhringen aus muß man erst zum Kocher, dann zur Jagst eine Querverbindung fahren. Das bedeutet eine ziemlich steile auf und ab. Nach Überlegung mache ich die Route fest. Ich möchte Öhringen anschauen, deshalb von dort losradeln. S4 fährt auch bis Öhringen. 5:30 Karlsruhe Hbf. ab ist auch eine gute Zeit. Dann entlang Flüßchen Ohrn bis Ohrnberg, von dort entlang Kocher bis Sindringen, dann hoch hinauf und hinunter zu Jagsthausen. Danach immer Jagst entlang bis Langenburg/Bächlingen. Mit Orte Anschauen knapp 80km, gut überschaubare Strecke. Es geht los.
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Der Tag ist bereits kürzer geworden. Erst gegen 06:30 geht die Sonne auf. Wetterbericht sagt einen heissen Tag voraus. Ich möchte früh starten und ans Ziel kommen. Tram-S-Bahn fährt wacker mit hohem Tempo(etwa 100?). In Heilbronn hat die Strecke Strassenbahncharakter. Danach fährt der Zug wieder als Überlandbahn. Öhringen, 07:30. Die Stadt ist noch nicht ganz wach. Im alten Stadtkern sind viele intererssante Bauten vorhanden.
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Ohrn ist ein kleiner Fluß, der in Ohrnberg in den Kocher mundet. Es gibt entlang Ohrn einen schönen Radweg. Schmale Felder sind feucht. Die Sonne ist noch tief, die Luft sehr frisch. Hände mit Halbhandschu frieren fast.
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Ab Ohrnberg fahre ich entlang Kocher und Kocherkanal. Dieser Abschnitt Vogelhalde Sindringen-Ohrnberg ist ein Naturschutzgebiet und wirkt ziemlich menschenleer. Ich sehe auch kaum Radfahrer.
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Ab Sindringen verlasse ich Kocher und fahre die Querverbindung zu Jagsthausen, d.h. in 6km 150m hoch und wieder soviel unter. Das ist gefühlt 8%(ich weiss nicht, wie steil es wirklich ist) Steigung und Abfall. Das geht noch gut. Oben auf dem Kamm knallt die Sonne schon. (das erste Foto unten ist rückblickend,,)
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HIer oben klaue ich 2 Äpfel vom Baum und geniesse den weiten Blick bis Widdern, wo die Autobahn die Jagst überquert. Dann sause geschwind unter bis Flußebene.
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Jagsthausen liegt auf kleiner Anhöhe, besteht hauptsächlich aus Schloß und Burg. Es ist noch zu früh, kein Lokal ist offen. Jetzt sehe ich einige Radtouristen.
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Von hier geht es ziemlich flach und angenehm entlang Jagst. Ich biege gleich ein in Berlichingen. Hier wurde Götz von Berlichingen geboren, den Goethe frei nach seiner Vorstellung für seine Erzählung modellierte. Es war sicher eine interessante Zeit, wo hier Krieg, Fehde und Intrige Alltag war. Du hast mich beleidigt, so mache ich Dich platt, so ungefähr? Die Mächte hatten, oder stellten selber, Freibrief. Das ist vielleicht heute noch so, nur „wie“ hat sich geändert,, Aber dieser Ort ist ganz unscheinbar. Ich fahre weiter.
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Gleich kommt Kloster Schöntal. Er ist prächtig und wirkt auch mächtig. Wie wichtig Kloster war, als Zentrum des Wissens, der Technik und der Macht, spürt man deutlich. Hier gibt es im Sommer, als Teil von Hohenloher Kultursommer, viele Konzerte. Es ist noch Vormittag. Gerade wird ein Violinstück geübt. Ich setze mich ins Kloster-Café, nehme eine Tasse Kaffee und Walnußtaler. Es gibt große Kuchenauswahl hier, vorbereitet für den Besucherdrang am Nachmittag. Oleander und andere blühen im Innenhof. Nur ein Paar Radtouristen, sonst sehr ruhig.
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Übrigens, es gab hier eine Schmalspurbahn, Jagsttalbahn, zwischen Möckmühl und Dörzbach, die in Möckmühl mit der DB Anschluß hatte. Seit 1988 steht der Betrieb still. Diese Bahn ist noch nicht stillgelegt, und es gibt Willen mancher orte und Interessenten, diese bahn wiederauferleben zu lassen. Aber die zu beteiligende Kommunen können sich nicht einigen so daß Wiederinbetriebnahme recht schwierig scheint. Mehr sich an Necker orientierte, und industriell prosperierende Stadt wie Möckmühl hat scheinbar kein Interesse daran. Auch Krautheim, vielleicht zu nah an Dörzbach, was der Hauptpunkt der Bahn ist, gelegen, ist dagegen. Die Trasse zwischen Möckmühl und Widdern ist bereits abgetragen und daraus entstand ein Radweg. Widdern bis Dörzbach ist die Gleise meist noch vorhanden, und sieht man sie oft vom Radweg aus.
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Ich lasse mehrere Orten links liegen und fahre in Ruhe mit konstantem Tempo. Ich gewöhne mich an die Landschaft. ich komme gut voran.
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Dann bin ich schon in Dörzbach, wo ich die gebliebene Eisenbahnanlage anschaue. Es sind noch viele Fahrzeuge vorhanden. Zum Restaurieren brauchen sie aber viel zeit. Ich hoffe, es wird hier irgendwann wieder Züge fahren.
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In Dörzbach gibt es auch ein Schloß. Es wirkt etwas unzugänglich versteckt, auch wenn hier Veranstaltungen gibt. Im Vorhof stehen nette Häuser.
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Eventuell wollte ich hier ein Mittag machen. Aber nichts wirkt einladend. So beschliesse ich, weiter zu fahren, und unterwegs Würstchen zu essen, was ich mithab. Diese Bauernringle, was ich Karlsruhe gekauft habe, kommt auch von Hohenlohe. Hier gibt es bekannten Bauernverbund „Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall“, die mittlerweile überall in Deutschland mit ihren Produkte vertreten ist.
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Langsam wird der Tal oft enger und der Radweg auch etwas welliger. Es wird nicht langweilig hier. Und ich sehe einige Radfahrer mehr, aber immer noch recht wenig. So etwa einen Radfahrer/eine Radlergruppe pro halbe Stunde,, Es ist doch noch Ferienzeit hier im Süden. Natürlich ist es angenehm für mich, viel besser als volle Radwege wie an der Elbe.
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Ziel ist nah. An der Brücke bei Oberregenbach ruft ein Radtourist, „Herrliche Landschaft hier!“. Ja! Bald sehe ich das Schloß von Langenburg. Dann bin ich gleich in Bächlingen.
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Öhringen to Bächlingen

Zum Eis radeln

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Hier im Dorf gibt es keinen Laden. Nur an Sommerwochenenden wird an der Mühle Getränke verkauft. Im Umkreis gibt es einmal Schafsmilcheis beim Schäfer Fischer. Dann vier Dörfer weiter gibt es einen Bauer, der aus Rohmilch Eis macht. Beiden sind personallose Buden, wo man die Ware einfach rausnimmt und das Geld in einen Kasten reinschmeißt. Zum Eis Radeln nach Hessenau ist gerade 8km direkt an der Jagst und schön für die ganze Familie. Nach dem Mittagsnickerchen geht es los.
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Eine junge Mutter fährt großen Trekker aufs Feld. Auf dem Beifahrersitz ist ein hübsch gekleidetes Mädchen, mit einem Korb auf dem Schoß. Wollen sie Picknick machen, vielleicht einen Geburtstag feiern? Landleben kann schön sein, auch wenn die meisten Kleinbauer es recht schwer haben.
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Der Weg, Teil von Jagstradweg, ist schön zum Radeln, abwechselungsreich, mal etwas nach oben, mal direkt am Fluß.
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Hessenau ist erreicht, wir fallen der Eistruhe her, Mango, Joghurt, Himbeer, Erdbeer, lecker. Die Bäuerin kommt, und erzählt wie schwer sie mit der Lebensmittelbehörde hat. Etiketten müssen aus bestimmtem Material, in bestimmten Größen mit bestimmten Schriftarten versehen sein, was Bauern sicher oft überfordert und Direktverkauf erschwert. „Man solle die Menschen nicht zum Verzehr von Rohmilch verführen“ hieß es weiter. Verzehr von Rohmilch sei Infektionsrisiko. Manche Texte darüber scheinen mir ein wenig wie Angstmacherei. Ich hatte schon oft Rohmilch bei Bauern getrunken. Bisher habe ich sozusagen Glück gehabt,, Wir schauen auch Stall an, und die neugeborenen Kälber. Mädels sind wie immer bei Tieren entzückt. Dieser Bauer macht auch Weideeier. Das ist seit einiger Zeit Mode. Bei dieser Haltung kostet ein Ei für den Bauer so um 25 Cent. Kein Wunder, daß diese Eier teuer verkauft werden müssen, sind aber lecker, finde ich. Ich esse Eier ein, zwei Mal in der Woche. Dann ist Weideei gut denkbar/machbar.
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Glücklich radeln wir zurück. Wir wollen noch in der Jagst baden.
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mal nach Frankreich

Kurz vor dem Urlaub kam ein freund aus Hamburg, und wir machten eine kleine Ausfahrt. Nicht zum Schwarzwald, denn Nordlichter könnte Ohrensausen bekommen bei solch Hochlage. Einfach mit der Bahn bis Winden, durch Weinberge nach Bad Bergzabern.
01
Dort den Stadtkern anschauen und Mittag machen. Es ist nicht leicht für Vegetarier in der Pfalz. Wir finden bei einem Griechen ein gutes Mittagsessen. Gleich wird auch Kaffe und Kuchen erledigt. Schon gut zufrieden radeln wir weiter nach Wissenbourg. Die Weinberge hier sind wellig geschwungen, die Wege gehen auf und ab. Ich mache mir Sorge daß der Hamburger seekrank werden könnte.
02
Das Wetter ist schön. Schwarzwald liegt am Horizont. Schweigen-Rechtenbach, das letzte deutsche Dorfpaar vor Frankreich ist zugleich Startpunkt der südliche Weinstrasse. Mächtiges Deutsches Weintor erinnert daran, daß Weinstrasse eine Werbung aus den 30er Jahren entstanden ist. Noch 200m bergab dann ist man schon Im Stadtkern von Wissenbourg(Weissenburg). Altstadt finde ich sehr hübsch, kaum Neubauten zwischendurch, Altbausubstanz ist nicht museal gepflegt. Es sieht bißchen so aus, als wäre der Krieg gerade zu Ende gegangen, den die Stadt gut überstanden hat, leicht staubig, leicht morsch. Bauten sind elsäßisch(nicht gleich deutsch zu nennen), die Nutzung,d.h. wie es gelebt wird aber französisch. Cafes mit kleinen Tischchen und Stuhlen auf schmalen Gehwege, wo die leute klissenhaft sitzen bleiben. Ich hatte leider keine Kamera bei. Über diese Stadt werde ich später einen Beitrag schreiben.
04
Und ich konnte mich nicht verkneifen, vor einem ehm. Fahrradladen mit PEUGEOT-Leuchtkasten für ein Foto mit meinem Peugeot zu stehen.
07
Wir fuhren von Wissenbourg gemütlich mit der Bahn zurück. Danke für die Fotos, und träume weiter vom Frankreich, mein Freund.

eine Dame, ihr Fahrrad, und meine Neugier

Vor 4 Wochen kam eine ältere Dame in die Werkstatt, sagte daß sie mir ihr altes Fahrrad vermachten möchte, zum Ausschlachten damit vielleicht noch ein Paar Teile weiter benützt werden könnten. Nun bei solchen Fall denke ich normalerweise an eine verrosteten Kellerleiche. Sie sagte aber, es wurde immer gut gepflegt und gewartet, und zeigt mir noch die Originalrechnung von 1956, ein Victoria-Damenrad, etwa DM170,-, gekauft in Hamburg. Das könnte etwa Monatslohn von damals entsprechen. Wer solche Rechnung feinsäuberlich aufbewahrt, pflegt auch die gekaufte Teile. Nach kurzem Gespräch bin ich sicher daß es sich nicht um eine Kellerleiche handelt. Sie wirkt patent, und erzählt auch, daß sie eine Freundin der alternativen Kultur sei, und deswegen zu mir Gewerbehof/Radlerhalle kam. Sie weckt mein Interesse. Ich verspreche ihr, vorbeizukommen um das Rad abzuholen.

Sie wartet bereits an ihrer Haustür. Wir gehen ins Keller. Dort steht ihr Fahrrad, sehr gepflegt. Ein Victoria Damenrad, 63 Jahre alt. Das Rad beflügelt meine Fantasie, aber mehr noch die Art der Dame, Frau B. Ich schätze sie zuerst so um 75. Sie ist aber 85, nicht nur patent, hat eigene Antwort über die aktuellen Belange und lebt so recht bewußt. Sie habe mit diesem Rad viele Touren gemacht. „Aber solch altes Rad fährt man heute nicht mehr“ Nein nein meine Dame, in diesem Punkt liegen Sie nicht ganz. Ich sage ihr, daß ich es nicht ausschlachten sondern restaurieren werde, und bringe es zur Werkstatt.
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Victoria war ein Nürnberger Fahrrad-/Motorradfabrik, gegründet 1886. Erste Produkte waren Hochrad und Sicherheitsrad. Später, 1958, als die Nachfrage an Fahrrad schlumpfte, ging Victoria mit anderen Fahrradwerke auf Zweirad Union AG über. Marke Voctoria lebt bis 1966 weiter, bis Zweirad Union von Hercules übernommen wurde.
Neuzeitlich sicherte die Fa. Hartje das Namensrecht und produziert heute unter Victoria E-Bikes.
Damen 1899Victoria-Fahrrad-Werke 1900vicotria nuernbergmoped

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Da das Rad in einem recht guten Zustand befindet, mußte nicht viel gemacht werden. Techinisch ist das Rad gut in Schuß. Nur einige Teile habe ich ausgetauscht, um es in den originalähnlichen Zustand zu verwandeln. in 63 Jahren wurden einige Teile ausgetauscht. Zuerst fällt den schwarzen Kettenschutzer aus Kunststoff auf. Das sollte weg. Zum Glücl gibt es noch Neuteil von Fa. Horn als gepresstem Alu. Hochbauender Lenker wurd on den 70ern eingebaut, um die Sotzposition etwas komfortabler zu machen. Aber er passt gut zu diesem Rad so daß ich ihn beibehielt. Nur Griffe habe ich ausgetauscht. Was dran war, waren sicher aus den 60er/70er jahre. Rücklicht war auch aus den 70er/80er. Ein Sammlerfreund schenkte mir eine Lampe aus dem 50ern. Was mich noch mehr störte, war die Lichtverkabelung, die aussen am Rahmen lief und mit Klebeband festgemacht war. Der Rahmen hat, am Oberrohr ganz oben und an der linken Kettenstrebe gleich hinter Tretlager, Anschluß zur Innenverlegung. Ich dachte, sie wäre nicht mehr funktionstüchtig und deshalb hat man den Kabel nach aussen verlegt. Nach dem Polieren von Metallteilchen funktioniert es aber wieder. So verschwand der Lichtkabel zum großten teil. Zum Rücklicht läuft der Kabel in der gefalteten Innenkante des Schutzblechs, wie damals ganz normal. Dynamo hat einen neuen Rollgrummi bekommen damit er besser läuft. Scheinwerfer,wahrscheinlich aus den 60ern(vielleicht sogar anfangs 70ern), beließ ich. 50er-Scheinwerfer wäre runder vorne. Und dieses Rocknetz ist aus heutiger Produktion(weiss nicht woher). Es ist etwas dicker als früheren, aber die farbe passt ganz gut. Überhaupt, daß solches Rocknetz noch hergestellt wird, finde ich gut. Nun sieht das Fahrrad wie damals, als es gekauft wurde? Das weiss ich nicht. Das ist auch nicht meine Absicht. Rocknetz war damals schon optional, denke ich. Und es fehlt auch Windschneidemarkenzeichen. Ob es immer vorhanden war, weiss ich auch nicht. Es ist keine Bohrung dafür vorhanden. Es könnte auch optional gewesen sein. Lack auf dem Rahmen habe ich nur geputzt, aber nicht poliert. Die Zeit. die das Rad erlebt hat, soll da haften bleiben.
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Ich habe das Rad umgebaut, nicht um der Dame gefallen zu tun. Aus eigener Neigier fantasiere ich, wie sie früher gelebt hat, und welche Touren sie gemacht hat. Es ist eine kleine Zeitmaschine, zurück auf die 50er Jahre. So ist das Ganze ein Märchen für mich. Die Dame aber interessiert sich sicher viel mehr dafür, wie das Rad sinnvoll weiterleben wird, und jemanden Freude machen kann.

Heiss!

Es ist ein heisser Sommer. Bei uns wächst Kiwi. Sie wurde bei der Grundung des Gewerbehofs eingepflanzt, also vor über 30 Jahren. Ich fühlte mich vom Anfang an wohl hier, ein wenig wie in Kreuzberg. Eine gute Luft liegt hier. Ende Mai blühen Kiwis, zeitgleich mit Rosen. danach wachsen die Früchte immer größer. Ich höre, daß sie mich früstern, „eat me, eat me“. Ernte von Kiwis solle nach dem ersten Frost sein, damit sie nicht nur sauer ist. Ob ich so lange warten kann,,
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TITAN, Hyperion

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Es sind unterschiedliche Metallic-Flocken, die diesen Rahmen besonders aussehen lassen. Je nach Lichteinfall sieht er recht unterschiedlich aus, sehr dunkel bis leuchtend glitzernd, grünlich, goldig bis bläulich. Das ist ein schönes Lichtspiel für die Augen. Der Rahmen ist aus dem Anfang 90ern. Eindeutig ein Eye-Catcher.
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TITAN, ein schweizer Fahrradhersteller, baute solide und gute Rennräder. Ursprünglich bestückt komplett mit hellgrauer Shimano 105 Gruppe, 2×7-fach.
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Auf Wunsch wurden einige Teilen ersetzt, Northroad Lenker statt Rennlenker, dazu Inverse-Bremshebel von Gran Compe, längerer Vorbau von 3TTT, BLB-Gepäckträger incl. Korb, Patentsattelstüze statt Stütze mit Sicken, Brooks Professional, hohe Aerofelgen(eingespeicht mit Sapim Race Speichen), Conti Contact Speed Reifen, MKS-Sylvan Touring Pedale.
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Ein funkelnder Weekender, für die Stadt, und auch für draussen.
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