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Prenzlau – Gerswalde – Seehausen

Beliebte und geliebte Uckermark-Tour. Diesmal von Prenzlau aus via Potzlow, Pinnow, Gerswalde, Fergitz, Potzlow bis Seehausen, ca. 43km. Die Wege beinhalten auch Wald-/Feldwege(z.T. Sandwege). So ist diese Route nicht wirklich für Rennräder geeignet. Für sie gibt natürlich Ausweichroute. Die Strecke ist nicht lang, aber wegen der welligen Landschaft, was Uckermark schön macht, muß man mit Auf und Ab rechnen.
Route Prenzlau Gerswalde Seehausen

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8 Uhr früh Am Sonntag auf dem Hauptbahnhof. Viel Singlespeedrenner sind unterwegs. Heute ist Velothon in Berlin. Ich dachte zuerst, Singlespeedrennen wäre bereits gelaufen. Aber nein, sie wollen mit dem Zug zum Startpunkt Ludwigsfelde fahren.

100 Minuten Zugfahrt bis Prenzlau. Aber fahrradabteil ist nur halbvoll. Wer kann, soll die Zeit vor Sommerferien ausnutzen. In der Ferienzeit wird die Zugfahrt mit dem Fahrrad oft recht beschwerlich. Blick aus dem Fenster erfreut uns. Es wird ein schöner Tag.
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Prenzlau, eine historisch wichtige und im Mittelalter eine der größten Stadt im Mark Brandenburg, wurde im WWII bis zu 85% zerstört. Die Stadt sieht auch so aus mit vielen Plattenbauten. Wichtige Bauten wie Kirchen hat man aber wiederaufgebaut. Es gibt noch etwa eine Hälfte der Stadtmauer und mehrere imposante Stadttore. 2012 wurde Landesgartenschau ausgetragen und die Stadt deutlich hübscher geworden. Es lohnt sich, eine kleine Runde in der Stadt zu drehen.
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Wir haben etwas Hunger und zum zweiten Frühstuck nehmen wir Platz im Klostercafé, direkt an der Stadtmauer. Guter Kaffee, Stückchen Kuchen mit Sahne und Eis 😉
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Gestärkt starten wir, Mauer entlang Richtung See.
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Es gibt gut geteerter Radweg entlang See. Blick auf die Stadt von der anderen Seite macht es deutlich, daß St. Marienkirche riesig ist. Und wie reich die Stadt und wie mächtig die Kirche damals waren.
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Im Röpersdorf stoßt man dann zu einer Gartenkolonie. Hier nicht zur Strasse weichen, sondern den schmalen Weg weiterradeln. Dann kommt man zur Badestelle des Dorfes. Wie so oft, ist die Badestelle versteckt. Im Dorf ist Storchennest mit zwei Jungstorchen. Sie müssen nun schnell erwachsen werden.
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Ab Dorf Zollchow bis potzlow kann man entweder auf dem geteerten Fahrradweg neben Strasse oder Feldweg fahren. Feldweg liegt nah am Wasser und Radweg liegt höher somit hat man besseren Ausblick.
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Hollunderblüte geht bald zu Ende, Mohn vielleicht auch. Linden blühen mit ihrem betörenden Duft. Alte Alleebäume spenden Schatten. Der leichter Wind schmelchelt. Alles sinnlich.
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Potzlow, wo man auch baden kann(Badestelle an der Seehausener Strasse), nach rechts in die Ausbau abbiegen. Wir fahren jetzt Richtung Pinnower Badestelle. In Uckermark gibt es wunderbar geschwungene Streckenabschnitte, auf den das Radfahren purer Spaß ist.
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Manche Häuser/Gärten sind sehr hübsch. Viele Orte in Uckermark sind mittlerweile fest in Berliner Hand. Diese Entwicklung wird weiter voranschreiten.
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In Pinnow gibt es 2 Badestellen, eine im Dorf, die andere im Wald. Wir nehmen die ruhigere im Wald. Zwei Mädchen kommen mit einem Pferd. Sie sagen, er habe gestern genüßlich geschwommen. Heute hat er anscheinend keine Lust. Trotz geduldigen Versuchen von Mädchen will er nicht. Tiere machen nicht alles, was der Mensch will.

Nach der frischen Abkühlung raden wir weiter, Richtung Gerswalde. An der Bushaltestelle von Pinnow gibt es Ausstellung. Wird man nicht langweilig, wenn man lange auf Bus warten muß,,
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Ab Gustavsruh fahren wir Wald-/Feldweg mit festem Boden, sehr schön zum Radeln. Bald sieht man den Kirchturm von Gerswalde.
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Hier wollen wir im Café „Zum Löwen“ Mittag machen, wo drei Japanerinnen leckeres kochen. Das Lokal ist nur an Wochenenden zwischen Frühling und Herbst geöffnet. Einfach im Garten Platz nehmen und Seele baumeln lassen. Es ist ein schöner Ort. Ich nehme jap. Curry, meine freundin Sushireis mit Gemüse, dazu Hibiscustee, alles wunderbar.
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Dieser Ort Gerswalde, nicht zu klein mit 1600 Einwohner, hat eine Art Experiment. Hier versucht eine Berliner Filmproduktionsfirma, die z.B. Fernseheserie „Landschwärmer“ produziert, und vielleicht selbst Landschwärmer sind, einige Betriebe zu installieren. Dieses Cafe Zum Löwen gehört auch dazu, und der Große Garten, die ehm. Schloßgärtnerei, wird auch als Restaurant, Veranstaltungsort, Übernachtungsmöglichkeit ausgebaut. Na dann viel Spaß und gutes Gelingen!
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Nach Kaffee/Maccha-Macchiato und Maccha-Tiramisu (so lecker!) fahren wir weiter. Wir fahren den schönen Radweg Richtung Flieth, biegen kurz vor Flieth aber in dem Wald ab.
Die Landschaft ist typisch für Uckermark, wellig geschwungen, viel Getreidefelder und Wälder, zwischendurch Seen, dank der Eiszeit!
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Diese Landwirtschaftswege sind teils schlammig, teils recht sandig. Aber Brandenburg ohne Sandwege wäre es auch langweilig. Es gibt aber keinen Zugang zum nahe liegenden Wriezensee(ich glaube, es gibt nur einen kleinen Zugang an der östlichen Uferseite.). Wir fahren und ab und zu schieben dann Richtung Fergitz.
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Fergitz angekommen radeln wir direkt zur Badestelle. Es ist bereits 17 Uhr und das Licht wird langsam anders, obwohl die Sonne noch ziemlich hoch steht. Eigentlich wollten wir vom Seehausen mit dem 18Uhr-Zug zurückfahren. Wir wollten aber nicht, den schönen Tag so abzubrechen und hastig zum Bahnhof zu radeln. Wir lagen hier noch eine Stunde und genossen Pappeln rauschen und Vögel zwitschern. Dann radelten wir gemütlich(abgesehen von einer kurzen Steigung) zum Seehausen, assen dort im Huberhof(gediegene Küche/Übernachtung), natürlich Schnitzel mit Bier, und nahmen 20Uhr-Zug nach Berlin.
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Übrigens, es gibt in Prenzlau eine Tourenveranstaltung „Prenzlauer Hügelmarathon“ am 30. 09. Strecken von 33 bis 228km, von Familien bis Profis, für alle Radler, die Hügellandschaft mögen.

eine schnelle Fahrt, Brandenburg-Berlin

Wenn ich alleine oder mit meiner Freundin radle, halte ich relativ oft an, um die Landschaft, Dorfhäuser oder Blätter von Unkraut anzuschauen. Ich bin als Tourist unterwegs, auch wenn ich die Strecken und Orte gut kenne. Es gibt trotzdem vieles zu entdecken, wenn man langsam fährt, sich anhält und zuhört. Ich will nicht schnell und rechtzeitig ans Ziel kommen, sondern möchte unterwegs sein.

Freilich mache ich auch schnellere Runde, eher für die Kondition/Gesundheit, zwar meist im Grunewald(Kronprinzessinenweg + Havelchaussee). Das ist für mich etwas ganz anders. Hier fahre ich, nur um zu fahren und höre ich meinen Körper an. Ansonsten überbrücke ich manchmal etwas langweilige Streckenabschnitte der Tour durch schnelles Fahren, was auch Spaß macht.

Und heute fuhr ich mit 2 Kollegen, die deutlich schneller fahren als ich. Das ich auch mal gut, etwas anders zu machen. das macht mir den Sinn, mit den Leuten mit anderem Tempo zu radeln. Wir nahmen von Charlottenburg einen Regionalexpress und waren in 35 Minuten in Brandenburg an der Havel. Von dort nach Berlin zurückradeln, meist Havel entlang.

Erste einige Kilometer sind etwas langweilig. Man radelt sogar auf B1(es ist wenig Verkehr dort). Aber man merkt, daß die Natur und Landwirtschaft fleissig war, trotz kalter Frühling, seltsamer Mai.
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Ab Gollwitz kommt man an die Havel. Dann kann losgehen auf dem Radweg auf Deich.
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Havel schaue ich nur mal flüchtig an und trete Pedale, nach vorne schauend.

Nach kurzer Kaffeepause im Havelstübchen(Deetz) geht es weiter. Roter teppich, gelber Teppich, blaue Blüte, weisse Blüte, alles schmeichelhaft. Es ist auch interessant, wenn man sie nur flüchtig schaut und doch im Gedächtnis behalten will, arbeitet das System anders.
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Es ist kein Rausch, so schnell fahren wir nicht, so um 30. Herz bleibt ruhig, Beine nicht angestrengt, die Landschaft beginnt aber zu verschwimmen am Randbereich. Mit 35 wird der Focus enger. Ich konzentriere mich dann mehr an Fahrbahn, nehme die Umgebung anders wahlr, eher als großflächige Farben und Begriffe. Das wird ein wenig wie Autofahren, äh Cabrioletfahren. Richtig schnelle Runde für Rennradfahrer wäre 40+. Das schaffe ich aber gar nicht.

Hier ist kein Auto, kein Fußgänger, nur ab und zu Radfahrer. Wenn man wollte, kann man richtig Gas geben. Es kann sein, diese Strecke ist für Rennradfahre zu flach und zu gerade.
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Von der Gegenrichtung kommt eine Armada von britischen Cyclo-Touristen. Deutsch Fahrradwege und -route sind recht gut ausgebaut so daß immer mehr ausländische Cyclists kommen. Das ist doch eine positive Entwicklung.

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Bald erreicht man Werder. Dann gehen mehrere Wege Richtung Potsdam und Berlin, durch Golm und Park Sanssouci, durch Wildpark, durch Geltow und auf Nordufer des Templiner Sees, oder mit der Fähre nach Caputh und dann entlang Südufer des Templiner Sees. Wir nehmen die letzte Möglichkeit, denn wir wollen im Biergarten der Braumanufaktur Rast machen.
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Biergarten ist gut besucht(trotz Werktag!). Ununterbrochen kommen die Radfahrer hierhin für einen Rast. Hier ist bereits Stadtgebiet. Wir essen auch etwas(ich Schmalzbrot) und sind wieder gut gerichtet. Mit voller Kraft starten wir, fahren die Stadt Potsdam durch zur Glienicker Brücke. Dann nehmen wir nicht die langweilige Königstrasse, fahren am Wasser bis Pfaueninsel, dann bergauf in die Pfaueninselchaussee. S-Wannsee vorbei und in die Kronprinzessinenweg. Immer noch mit gleichem Tempo. Die Temperatur um 20 Grad ist ideal zum Radeln. Man wird nicht müde.
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Nach S-Grunewald wird langsam auspedaliert. Ca. 85km bis nach Hause. Eine nettte schnelle Fahrt, die nicht belastend ist, aber ich alleine so nie machen werde.

Mongoose IBOC pro, 89/90?

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Ich mag manche Retro-MTBs, aber dieses Mongoose hat bildhübschen Rahmen! Aus Tange Cromo-Stahl, nicht zu leicht, nicht zu schwer. Gut ausgedachtes konstruktionsdesign, schöne Propotion, fast zeitlos.
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Ich wollte ihm ein adäquates Kleid geben, Lackierung wie Aufbau. Nicht zuviel, nicht zuwenig, zurückhaltend einerseits, ausdrückstark anderseits.Sparsam mit Elementen, aber eigenständig genug. Natürlich nicht back to the 80ies. Aber wenn ich denke, was damals so gegeben hat, finde ich im Prinzip gut. Heute ist alles so geschmackvoll und wohl geordnet. Nix darf daneben oder geschmacklos sein. Soziales Netzwerk funktioniert wie ein gegenseitiges Überwachungssystem,, Ich bin halt ein alter Hippie.
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Teile sollen nicht die beste und teuerste sein, aber gut genug. Es wird in der Stadt bewegt, kein harter Einsatz also. 9-fach Schaltung, vorn 42 Zähne, basta.
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Lackierung sieht recht simpel aus, fast einfallslos. Grundidee kam wieder von Kimonos oder Trachten, auch wenn man das so nicht ansieht. Hier habe ich zwei verschiedene Schwarzmetallic benutzt, einmal mit bunten Metallicflakes auf der oberen Partie, und mit goldenen Flakes am unteren Bereich. Das sieht man nur, wenn das Sonnenlicht auf den Rahmen fällt. Eine verstecktes Spiel, hauptsache, ich weiß das. Macht das Sinn? Ich denke ja. Aber vielleicht fehlt es an Witz/Esprit. Ich hätte etwas mehr denken sollen.
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Reifenwahl ist nicht geglückt. Ich muß einen besseren Reifen spendieren. So einen grottenschlechten Reifen hat das Rad nicht verdient. Ansonsten gefällt mir.
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Vom U-Siemensdamm zum S-Heiligensee

Ich habe das Gefühl, daß Berliner, die in Mitte, Prenzlauer Berg wohnen, entdecken zunehmend Tegler See für sich. In der Tat ist es gar nicht weit. Liebnitzsee z.B. wäre viel weiter. Tegler See erreicht man auch einfach mit der S- oder U-Bahn. Diesmal vom U-Siemensdamm bis S-Heiligensee.
Weg Siemensdamm Heiligensee

Siemensstadt ist architekturhistorisch sehr interessant. Ausser vielen Verwaltungs- und Fabrikationsgebäude von Siemens gibt es auch viele Siedlungsbauten. z.B. von Walter Gropius, oder Hans Sharoun.
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Jungfernteich läßt man links(rechts?) liegen. Dann radelt man gemütlich durch Gartenkolonie bis Saatwinkel. Hier gibt es ausser Kanupolo auch einige Lokale.
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Ab hier radelt man mehr oder weniger im Wald, aber direkit neben Seeufer. Es gibt einige größere Sandstrände, die bei gutem Wetter fast immer voll sind, und mehrere kleine versteckte Liegeplätze. Man sollte nach Bedarf einen passenden Platz suchen.
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Wir finden unseren Stammplatz noch zur Hälfte besetzt. Bei dem schönen Wetter am Sonntag ein Glück. Das Wasser ist gar nicht kalt. Also reinspringen!
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Danach ist der ufer teils mit Bootsclub, Segelclub besetzt, dann ist man schon auf Tegeler Greenwichpromenade, wo Dampfer anlegen. Auf der bekannten Sechserbrück kann man mehrere Inseln auf dem Tegeler See schauen. Auf der andere Richtung Tegeler Fließ und Humboldt-Bibliothek, die ein wenig wie eine alte Fabrikhalle aussieht(sorry!).
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Auf der anderen Uferseite gibt es auch große und kleine Badestellen, auch richtiges Strandbad mit Eintritt. Diese Seite wäre gut, wenn man vormittags einen sonnigen Platz sucht.
Der Weg führt weiter, entweder am Ufer, oder im Wald(schön geteert) bis süblichem Zipfel namens Tegelort.
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Dann radelt man wieder nach Norden, an der havel entlang. Hier am Ufer gibt es auch mehrere Restaurants/Cafes, je nach Bedarf zum Einkehren. Im Tegelort gibt es eine Fährstelle zum anderen Havelufer, von dort aus man nach Spandau oder nach Hennigsdorf weiterradeln kann.
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Ortsteil Conradshöhe ist recht gediegen, mit vielen Villen, Bootsclubs und Seniorenheimen. Hier gibt es auch kleine Badestellen, oder treffender Bademöglichkeiten. An einem schönen Wochenende ist die Chance klein, hier einen ungestörten Platz für sich zu finden.
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Heiligensee ist verbunden mit Havel. Es gibt Seebad Heiligensee mit Eintritt. Aber durch Laubenkolonie um Eichdamm kommt man auch ans Wasser, wenn man den Weg findet.
Ortskern von Heiligensee ist ein altes Angerdorf. Es sieht wirklich so aus, als wäre irgendwo draußen in Brandenburg. Es gibt ehm. Strassenbahmdepot, was heute ein nettes Restaurant/Cafe ist. Erstaunlich, daß so ein Dorf damals eigene Strassebahnlinie betrieben hat. Viele Bewohner waren damals schon wohlhabend.
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Von hier ist es nur noch 1km bis zum S-Heiligensee. Die Linie 25 fährt direkt in die Stadt, sehr komfprtabel.
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Fancy Paint?

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Bin persönlich kein großer Freund von bunten und expressiven Lackierungen. Lackierung hat etwas mit dem Mode zu tun. Jemand versucht was neues aus eigener Interesse, das kann sich im engen Kreis rasch ausbreiten, dann kommt vielleicht das breite Publikum dazu, wenn die Großhersteller diese Idee aufgreifen und marktfähig ausarbeiten. Dieser Cicrus wird immer kürzer. Neue Ideen immer weniger. Daher studiert man fleissig, was früher war, als Ideenquelle. Dieses ständiges Kommen und Gehen ist mir ein wenig lästig und mühsam. Lack ist kein Tatoo, also nicht für Ewigkeit(oder, bis zum bitteren Ende). Man kann freilich einen Rahmen jedes Jahr neu lackieren lassen, wenn man es wollte. Ein Fahrrad hat doch gewisse Ähnlichkeit mit einem Schuh, oder Rucksack. Entweder zieht man jeden Tag gleichen Treter an, oder täglich was anders. Sieben gleiche Fahrräder in 7 verschiedenen Farben, für jeden Tag anders. Oder 365 Fahrräder in 365 verschiedenen Farben,, Für gewisse Gelegenheit ein Gewinner-Fahrrad, das mich richtig aufwertet? Ach das ist aber gar nicht was ich sagen wollte.
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Es gibt Ideen(hoffentlich!), und Technik wie Methode, um diese Ideen zu realisieren. Dazu gehört auch Lackiertechnik für mich. Es muß nicht bunt sein, muß auch nicht expressionistisch sein, aber irgendetwas, um sich auszudrücken, für gewisses Etwas. Rahmen kann man, bis zum gewissen Grad, auch gravieren, ätzen oder anderweitig behandeln. Dafür probiere ich mal und wieder die Technik, Rahmenabutechnik, wie Lackiertechnik als eine mögliche Oberflächentechnik. Vielleicht liegt es modisch voll daneben. Das ist aber fürs Erste egal, einfach machen, Tee trinken und überlegen.

Rhododendronweg, Tiergarten

Im Großen Tiergarten gibt es zwei Stellen, wo Rhododendren gedeihen.
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Sie blühen prächtig in unterschiedlichen Farben.
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Man kann die Wege langsam radeln und die farben geniessen.
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Aber es gibt auch versteckt schmalen Pfad mitten durch Rhododendronbäume. Hier muß man das Rad absteigen. Zusammen mit Farn, der momentan in frischem Grün läuchtet, wirkt es wie Märchenland.
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Nahansicht der Blüte ist auch schön.
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10 Minuten Umweg, der alltägliche Gedanken vergessen läßt.
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Ausfahrt mit rennrad, Nauen – Neuruppin

Ich fahre selten mit einem Rennrad im Umland, denn ich fahre gerne zwischendurch Feldwege/Waldwege. Diesmal habe ich vorgenommen, auf Asphalt zu bleiben und dafür ein rennrad genommen. Ich hatte einen Nachmittag Zeit, so sparte ich den Weg aus der Stadt. Ab Charlottenburg stieg ich in den Regionalzug bis Nauen ein.
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Von Nauen kann man in allen Himmelsrichtungen losradeln, also ein guter Ausgangspunt. Ich fahre los, ohne Plan nach Lust und Laune, denn ich bin relativ oft hier. Egal in welche Richtung, gibt es überall Alleen mit alten Bäumen. Das macht eine gute Laune, unter grünen Bäume zu radeln.
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Ich mache Umwege und kleine Halte in Ribbeckhorst und Kuhhorst, denn hier gibt es noch Relikte der Landwirtschaftfeldbahn. Das ist nur interessant für Menschen mit Hang auf Feldeisenbahn, aber sie gehört der Geschichte dieser Gegende. Denn, es war sumpfig hier. Die Wege waren schlecht und oft schlammig, so daß die Wagen hätten Problem vorwärts zu kommen. Mit der Feldbahn wurden Produkte bis zum nächsten Bahnhof, z.B. Paulinenaue, transportiert. Kinder fuhren mit dieser winzigen Bahn zur Schule. Sie soll hier bis in die 50er Jahre in Betrieb gewesen sein.
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Älteres Pärchen radeln vorbildlich in auffällig roten Jacken. Machen Sie einen Besuch in nächstem Dorf, oder Einkauf in Nauen gewesen?

Grün ist mittlerweile satter geworden. Wenn man in der Stadt ist, sieht man diese stetige Entwicklung nicht so richtig. Pflanzen haben genaue Zeitplanung. Bis dann und wann müssen sie ihre Arbeit erledigt haben, ziemlich egal wie das Wetter ist.
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Eine Pause im Kleinen Haus in Linum. Frank und sein team macht nicht nur gutes Essen, sondern auch leckere Kuchen. Heute nehme ich Zitronenkuchen, gut. In der Kranich-Saison wird es voll hier. Aber jetzt kann man bequem Platz nehmen und die Pause geniessen.
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Zwischen Linum, Fehrbellin, Langen und Wustrau ist die Strasse etwas langweilig. Deswegen fahre ich bis Hekenberg zügig und dann fahre ich in den Radweg ein. Kurz vor Hakenberg steht eine Siegessäule. Das erinnert den Schlacht bei Fehrbellin vom 18. 06. 1675(Death Match Brandenburg vs Schweden!). Jaja, auch in Deutschland herrschte lange Zeit Kriege, zwar nicht zu wenig.
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Nun fährt man in Weidelandschaft. Hier ist es immer noch etwas feucht trotz intensiver Kanlisierung. Wenig Menschen, einsame Gehöfte. Gefühlsmäßig ist man sehr weit weg von Berlin. Faktisch ist es aber nur 50km entfernt.
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Jetzt ist die Zeit von gelben Rapsfeldern. Es duftet ganz stark. Oft bis zum Horizont gelb! ganz schön gelb.
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Und nun einzig nicht asphaltierter Streckenabschnitt heute. Ein Paar Kilometer bis Wustrau, entweder Kopfsteinopflaster oder relativ fester Sandweg nebenan. Das ist ohne Problem machbar, auch für Rennradreifen. Ich würde alle meine Rennräder mit Conti GP 4 Seasons 28mm ausrüsten. Das wäre aber auch viel Geld.
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In Wustrau sieht man untersten Zipfel von Ruppiner See. In Altfriesack steht eine Hängebrücke über den Kanal. Das ist relativ selten in Brandenburg.
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Nach Altfriesack nach links abbiegen und entlang See radeln. Aber See sieht man nicht so richtig. Und die Strassen hier war früher grottenschlecht. Mittlerweile sind sie sauber asphaltiert. Die Dörfer haben aber etwas an ihren Reiz verloren, kam mir so vor. Radelt man die sanfte auf und ab genüßlich schnell, dann ist Neuruppin nicht mehr weit.
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Neuruppin ist eine nette Stadt, ja eine Stadt mit schöner Bausubstanz. Ich kam 1990 zum ersten Mal hierher, um eine VEB-Großbäckrei zu retten. Damals war Bauarbeiten an Strassen schon im Gange. Aber heute ist die Stadt ziemlich hübsch, auch wenn manche Häuser noch nicht restauriert wurden und teilweise verfallen.
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Ein Weilchen auf dem Seepromenade gestanden und das Wasser angeschaut. Und wie immer im Up-Hus-Idyll Bierchen getrunken und die Zeit für den Zug sinnvoll! genützt. Im Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor kann man nun bis 18 Uhr Fahrscheine kaufen, von netten Damen, nicht vom komischen Automat. Das ist ja eine enorme Verbesserung.
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Lack, ein Problemmacher?

2016 hatte ich einige Lackprobleme, sowohl bei Naßlack als auch bei Pulverbeschichtung. Ich mußte etwas tiefer ins Materie einsteigen und fand heraus, daß Lackierung ein recht komplexer Arbeitsgang ist. Ganz einfach gesagt, Lackieren/Beschichten muß ganz sorgfältig und systematisch ausgeführt werden. Ansonsten kann es zu Probleme kommen, wie nicht haftende Schichte, nicht austrocknende Schichte, Platzer/Kratzer durch leichten mechanischen Druck, schlechte chemische Stabilität usw.

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Bei Naßlack gibt es ganz grob gesagt 2 unterschiedliche Lackarten; 1. 2K-Lack mit beigemischtem Härter(wie Urethane), 2.Einbrennlack(wie Melamin/Aminoammelid, Acryl, Fluorpolymere).

2K-Lack wird durch Beimischung von Härter luftgetrocknet/-gehärtet. Oberfläche wird ca. in 2 tagen fest, aber wirkliche Aushärtung wird 3 Monate oder länger dauern. Hier ist die Vorsicht bei Montage geboten. Auch der Kunde soll es wissen, daß der Lack noch etwas weich ist, wenn ein neulackierter Rahmen ausgehändigt wird.

Einbrennlack wird je nach Werkstoff in 110 bis 180 Grad ca. für 20 Minuten erhitzt. Danach erreicht der Lack sofort endgültige Festigkeit. Fluorpolymere hat die größte Wetterfestigkeit, ist aber extrem teuer, so daß meistens Melamin oder Acryl verwendet wird.

Mein Lackierer in Tokyo verwendet Enbrennlack. Mit seiner Arbeit hatte ich noch nie Problem. In Berlin kenne ich nur Lackierbetriebe für Fahrradrahmen, die 2K-Lack verwenden. Ich lackiere auch für mich nur mit 2K-Lack. Dafür muß man den Rahmen nach dem Lackieren eine Weile hängen und nicht anfassen. Und eine Weile heißt,, am besten 4 Wochen oder länger. Das ist viel Zeit.

Einbrennlack ist aber nur für Materialien verwendbar, die solche hohe Temperatur problemlos aushalten, also für Metall. Für Carbonrahmen u. -Teile kommt es nicht in Frage. Auch wenn Metallteile mit Kunststoff verspachtelt sind, geht es nicht mit Einbrennlack. Man sollte sowieso Dellen von Metallteilen nicht spachteln. Nach dem Lackieren kann es passieren, daß diese Stelle sich verzieht und der Lack abplatzt. Dellen sollen, wenn es sein muß, mit Silberlot gefüllt werden.

Und am besten ist, wenn der ganze Prozess, von Entlacken/Entrosten(chemisch oder mechanisch), Grundieren bis Lackieren, in einem Betrieb ausgeführt wird. Es gibt manchmal Unverträglichkeiten zwischen den Schichten, wenn man nicht weiss was davor gemacht wurde. Dann haftet die Schicht nicht. Für jeden Werkstoff und den Verwendungszweck gibt es optimaler Lackierprozess mit bestimmten Lacksorten.

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Und die Pulverbeschichtung: Das ist wieder ein Kapitel für sich. Polymere in Pulverform wird mit Hilfe der Statik auf die Metalloberfläche gebracht, dann wird in 150 bis 180 °C erhitzt. Polymere wird flüssig und bindet sich als feste Schicht. Verfahren geht ohne Lösungsmittel, also umweltfreundlicher. Hier gibt es auch unterschiedliche Kunststoffe, die als Pulver eingesetzt wird, wie Polyester, Acryl, Epoxid, Epoxid-Polyester. Die fertige Schicht(60 bis 100µ) ist deutlich dcker als Naßlackschicht(25 bis 30µ). Pulverbeschichtung hat große Festigkeit und die Schicht bleibt etwas elastisch so daß sie eigentlich gut kratzfest sein soll. In der Praxis erleb ich aber, daß manche Oberflächen auch Kratzer bekommen. Es kann auch passieren, daß die Schicht großflächig abplatzt, wenn die Vorarbeit nicht sauber ausgeführt ist. Die Reparatur von Pulverbeschichtung ist äußerst schwierig, was beim Naßlack gut möglich ist. Also, es gibt Vor- und Nachteile für Naßlack und Pulverbeschichtung. Für mich ist sauber ausgeführte Naßlack klar die schönere Wahl. Es ist aber auch teurer.

Bilaminates & Fillet Brazing, z.B. Claud Butler

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Bilaminates und Fillet Brazing, was seit einiger Zeit in der Welt der Rahmenbaukunst modisch verbreitet wird, ist nichts neues. Fillet Brazing wurde erst in den 30er Jahren bei französischen Rahmenbau eingesetzt. In Großbnritanien benützte Harry Rensch als erster diese Technik. Bilaminates wurden, so die populäre Behauptung, von Claud Butler entwickelt. Es könnte aber auch sein, daß Harry Rensch diese Technik entwickelte, und sein damaliger Mitarbeiter/Lehrlinge Les Ephgrave sie zum Claud Butler mitgebracht hat. Oder das könnte auch eine Erfindung von Ephgrave gewesen sein. Also, die Wahrheit ist nicht mehr klar zu stellen. Auf alle Fälle wurde diese Technik von mehreren Werkstätten in Großbritanien verwendet. Harry Rensch sagte fdamals, diese Technik hat großen Vorteil in der Zugfestigkeit des Rahmens gegenüber herkömmliche Anwendung von Muffen. Ferner gibt es Vorteil, daß man Winkel der Rohrverbindung frei wählen kann genauso wie bei Fillet Brazing. Und dazu noch ist vielfältige originelle rafische Entwürfe möglich. Diese technik wurde aber mit dem Untergang von britischen Rahmenbau in die Vergesseneheit geraten. Die Renaissance von Bilaminates ist in vielen Hinsicht sehr gut verständlich. Ich mag sie auch, solange es nicht allzu dekorativ wirkt.
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Manchmal wird diese Technik so beschrieben, daß Blech in Form geschnitten wird und um das Rohr gewickelt und gelötet wird. Diese Machart ist sehr selten, denn es ist schwer, so die feine Details beim Löten anliegen zu lassen. Meistens wird ein Rohr mit passend größerem Durchmesser in Form geschnitten und dann über das Rohr gestülpt und gelötet. Deshalb sieht man auch hier an Beispielfotos(Claud Butler New Allrounder 1956) keine Nähte.
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